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Full text of "D. Marcus Elieser Bloch's, ausübenden Arztes zu Berlin ... Oeconomische Naturgeschichte der Fische Deutschlands .."

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D. MARCUS ELIESER BLOCH'S, 

ausüben Jaft Arztes zu Berlin/ der Göttinger, Utrechter, Frankfurter, Vliefsinger und Harlemer Societäten tler Wiffiirt- 

fchaften; der churfürfllich Maynzifchen Akademie der Wiflenfchaffen ; der Berliner, Danziger, Hallifchen und Züreher 

naturforfchenden Gefellfchaften ; der römifch-kaiferlichen Akademie der Naturforfcher; der St. Petersburger, Leipziger, 

Bayerifchen und Zellifchen Ökonomifchen Gerellfchaften ; der Ackerbau- Gcfellfchaft, und des 

Muße zu Paris, Mitglieds oder Correfpondenten, ' 

NATURGESCHICHTE 

DER AUSLÄNDISCHEN FISCHE. 

MIT SECHS UND DREISSIG AUSGEMALTEN KUPFERN NACH ORIGINALEN, 



SIEBENTER THEIL 




BERLIN, 1793. 
Bey den Königl. Akaclemüchen KunfthancJIern J. Merino & Comp. 



(3.1- 



An 



Seine König!. Hoheit 



den 



KRONPRINZ 

F R I D E R I 

von Dännemark und Norwegen See. See. 



Durchlauchtigfter Prinz 5 

Gnädigfter Prinz und Herr! 



Jie Welt verehrt in Ew. Königl. Hoheit den erhabe- 
nen Beförderer der Wiffenfchaften , worauf Höchftdie- 
felben, durch die den Dänifchen Landen ertheilte Prefs- 
freiheit, durch den Schutz ,. welchen Sie der dortigen na- 
turforfchenden Gefellfchaft angedeihen lalTen, und durch 
manche andere weife Yeranüaltung ,. ein fo gegründetes 
Recht erhalten haben., 

Befonders erfüllt mein Herz die tiefite Ehrfurcht , wenn 
ich fehe, dafs Ew. Königl. Hoheit geruht haben ? auf meine 
unterdrückten Brüder einen milden Blick zu werfen; dafs 
Hochdiefelben folche den übrigen beglückten Einwohnern 



Dännemarks gleich gemacht, und fogar die Handwerksmei- 
fler durch Belohnungen zur Annahme jiidifch er Lehrlinge 
ermuntert haben. 

Ew. Königl. Hoheit geruhen mir gnädigft zu erlauben, 
dafs ich, zum Be weife meiner tiefften Devotion und Dank- 
barkeit, Höchftdenenfelben gegenwärtigen Theil meiner 
Naturgefchichte der Fifche unterthänigfi: zueignen darf. 



Berlin, im April 1793. 

D. M. JE. Bloch. 




V o r r e d c;. 



I n diefem Jahre bin ich fo glücklich gewefen , fehr beträchtliche 
Beiträge von Fifchen aus verfchiedenen Welttheilen zu erhall- 
ten. Durch die gütige Vermittelung meines würdigen Freun- 
des, des Herrn Kunftverwalters Spengler in Kopenhagen, wurden 
bey Gelegenheit der vom dänifchen Hofe an den Kayfer von 
Marocco überfchickten Gefehenke dafelbfl Fifche für mich ge- 
fammelt. Auch von dem Herrn Mifsionair John in Tranquebar 
erhielt ich an fünfzig Arten, und aufserdem noch verfchiedene 
dafelbfl nach der Natur gemachte Zeichnungen. Diefer Freund 
verdient um fo viel mehr meine ganze Hochachtung und Dank- 
barkeit, da er bey feinen Bemühungen mit folchen Hinderniflen 
zu kämpfen hat, von denen wir Europäer gar keinen Begriff 
haben, wie aus dem. hier mitgetheilten Auszug eines Briefes 
deflelben zu erfehen ift. 



~vui Vorrede. 

„Ewr. . . . geehrtes Schreiben vom 14. Nov. 1789 erhielt 
ich erft vor wenig Tagen mit einem dänifchen KompagniefchifFe, 
welches 17 Monat unterwegs gewefen. — . — - 

Sobald ich Ihre Nachricht von der Fortfetzung Ihres Werks 
(im Junius) erhielt, fing ich das Sammeln für Sie recht im Gro- 
fsen an : liefs in allen Teichen und in den Flüffen für Sie 
fifchen, und bot auch alle Seefifclier auf. Eine Menge des ge- 
fangenen "Vorraths, fonderlich fchöne Teichkarpfen, deren es 
hier verfchiedne fchönere Arten als in Europa giebt, Warf ich 
in ein grofses irrdenes Gefäfs; aber, fsshe! binnen 3 Tagen 
war Alles faul, und Koften und Mühe verloren. — Nichts 
blieb mir alfo übrig, als fie in Gläfer zu fetzen, die hier feiten 
zu haben find; und, noch viel feltner find Korke. Aber auch 
hier verunglückten viele, wenn ich nicht 3 bis 4-mal neuen Spiritus 
und Arrak aufgofs. Binnen einem Jahr habe ich für Fifche und 
Infekten über 100 Bouteillen Spiritus und Arrak verfeh wendet; 
und 1 Bouteille Arrak koftet 6 bis 8 Grofchen, und Spiritus zo 
Grofchen bis 1 Thaler. — Die Fäulnifs jft hier weit gröfser 
als in Europa; und es geht fchlechterdings nicht an, dafs man 
Fifche in Tönnchen aufbewahren kann: oder man müfste Alles 
auf einmalhinein thun können, und 2, 3 mal den Spiritus weg~ 
fchütten und neuen aufgiefsen, welches übermäfsige Kofien macht. 
Infonderheit find die füfsen Wafierfifche, z. B. Karpfen, wie auch 
Schlangen u. £ w. der fchnellen Eäulnifs weit mehr unterworfen, 
als Seefifche und Infekten. 

Ich fiel alfo auf das Mittel, die eine Hälfte des Xörpers ab- 
ziehen, und auf Buchbinderfpäne, wovon ich durch ein Unge- 
fähr zum Glück einige habhaft wurde, aufheften zu lafTen. So 



Vorrede. 



xr 



hatte ich eine grofse Sammlung für Sie, die ich im Oktober 
wegzufenden gedachte. Da aber kein .Schiff zu diefer Zeit ab- 
ging, mufste ich fie leider die Regenzeit liber aufbewahren: da 
mir nicht nur diefe grofse fchöne Sammlung verdarb, und nach- 
her von Würmern zerfreffen ward, fondern auch mit allen aus- 
geftopften Thieren für andre Naturforfcher es eben fo ging. — - 
Denn, Sie muffen wiffen, dafs die Feuchtigkeit in der Regenzeit, 
die fonderlich vom Oktober bis Jänner ganz aufserordentlich war, 
mit keiner Art von dergleichen Witterung in Europa irgend in 
eine Vergleichung kann gefetzt werden. Diesmalen waren z. B. 
unfere Kiffen und Madratzen, worauf wir fchlafen, in den Stuben 
faft wie in Waffer getunkt. 

Ich liefs mich aber nicht abfchrecken, fondern bot Fluß- und 
Seefifcher (die von ganz verfchiednen Gefchlechtern find, und 
nicht die geringfte Gemeinfchaft mit einander haben, aus keinem 
Topfe zufammen trinken, gefchweige mit einander effen, oder 
-durch Heirathen fich verbinden follten) aufs neue auf, liefs durch 
meine Eüropäifchen Zöglinge und Malabarifchen Knaben aufs 
neue die Fifche abziehn und aufheften, welche ich dann in dem 
Backofen trocknen, und mit Kajaputöl überflreichen laffe. Hier- 
von bekommen Sie nun eine numerirte und mit Anmerkungen 
begleitete Anzahl ; ungleichen eine eben folche Anzahl Flafchen 
von der oben befchriebenen Sammlung, foviel ich davon habe 
retten können. Denn, da Sie zugleich die vortrefliche Befchäf- 
tigung übernehmen, den innern Bau zu erforfchen'; fo denke ich, 
dafs, neben den halben Fifchhäuten auf Brettchen, Ihnen die 
Fifche in Spiritus am liebften und nöthigften find. 

b 



x Vorrede. 

Meine Sammlung von Zeichnungen der Fifchc verringere 
ich gern um Ihrentwillen , und fende Ihnen fürs erfte wieder 
einige.. 

Ich bitte Sie, und Alle welchen ich dienen foll, zu er- 
wägen, dafs wir hier gar nichts haben und faft nichts bekom- 
men können, was zur Aufbewahrung der Naturalien nöthig ift. 
Keine fchickliche MefTer und Inftrumente zum Ausftopfen; keine 
Nadeln Infekten aufzufpiefsen , keine Gläfer, noch Korkftöpfel; 
keine Schachteln zum Sammeln; keine hinlängliche Quantität 
von verfchiedenem Papier zum Trocknen und Aufbewahren der 
Pflanzen. Wer nun dergleichen haben will, mufs mir vorher 
diefe Materialien fenden; fonft mufs ich erft, auf fein Verlangen, 
hierum nach Europa fchreiben; wodurch mehrere Jahre wegge- 
hen, ehe man den Anfang machen kann. Auch dürfen wir die 
eigentlichen Mifsionskaften von Halle und Kopenhagen damit 
nicht anfüllen, noch ihre beftimmte Anzahl vermehren." — — - 

Die Kostbarkeit diefes Werks würde dem Verleger längft 
genöthigt haben, die Fortfetzung deflelben aufzugeben, wenn 
er nicht thätige Beförderer gefunden hätte, unter denen der 
um den Staat und die Wiffenfchaften gleich verdiente Königl. 
Staatsminifter Herr Graf v. Hert^bzrg Excell. oben angefetzt wer- 
den mufs.. 



Inhalt. 



Der Afterfleclc' ; 


Seite 3 


Tafel 


CCCXXV. Fig. 


I 


Der japanifche Röthling . 


— 5 


— 


— j—, 


2 


Der lineirte Röthling .* , 


— 7 


— 


CCCXXVI. — 


X 


Der gefleckte Röthling , , 


— 9 


— 


— _, 


% 


Der Mulatte . . * 


10 


— 


— — 


3 


Von den Blödaugen überhaupt . 


-— ii 








Das afrikanifche Blödauge . 


12 


— 


CCCXXVH. 




Das eingefafste Blödauge . , , 


— 14 


— 


CCCXXVIII. — 


l 


Das braune Blödauge 


— 15 


— 


— — 


2- 


Der Merra . . . . 


— 17 


— 


CCCXXIX. 




Das geftreiffte Blödauge . 


— 20 


— 


cccxxx. 




Das rothe Blödauge . ..- . 


22 


— 


CCCXXXI. 




Von den Kahlköpfen überhaupt . • 


— 24. 








Der Schrätfer . i . 


— 26 


— 


CCCXXXII. — 


r. 


Der weifle Kahlkopf 


— ■ 30 


— 


— , — 


■2 


Makrelen . . '. . , 


— 31 








Der Königsfifch ... 


— 38 


— 


CCCXXXIII. 




Die Bruftfchuppe . , . 


— 44 


— 


CCCXXXIV. 




Der Springer . ; 


— 49 


— 


cccxxxv. 




Der fpanifche Reiter ; 


— 51 


— 


cccxxxvi. — 


I. 


Der Sporn ; 


— 55 


— 


— — 


S- 


Der Negerfifch ; ;. 


— 57 


— 


cccxxxvir. 




Der Lootsmann . . . 


— 60 


— 


CCCXXXVIII» 




Der Grünzling . . . 


-6 7 


— 


CCCXXXDC, 





Inh 



Her Ohrfkclc . ■■. . 

Die bandirte Makrele 

Die r-»che Makrele . 

Das Beutelauge 

Die Plümierfche Makrele . 

Die Schwerdtmakrele 

Die Kleinfche Makrele 

Die Rottlerfche Makrele . 
Von den Rittern überhaupt 

Der amerikanifche Ritter . 
Meerbarben . ~ 

Der gefleckte Rothbart 

Der kleine Rothbart, 
Seehähne 

Der Gäbelfifch : 

Die Seeleyer : : 

Der fliegende Seehahn 

Der Karolinfche Seehahn . 

Der punktirte Seehahn . . 

Der lineirte Seehahn 

Der Fichtenzweig 
Von den Johnfifchen überhaupt 

Der Karutt 

Der Anei . • 

Von den Schlangenköpfen überhaupt 

Der punktirte Schlangenkopf 

Der geftreiffte Schlangenkopf 
Von den Lan^ett[chw'dn\en überhaupt 
Der bärtige Lanzettfchwanz 



llt. 



Seite 69 Tafel CCCXL. 

— 73 — CCCXLI. 

— 75 — CCCXLIT. 



77 


— 


CCCXLIIL 


79 


— 


GCCXL1V. 


81 


— 


CCCXLV. 


86 


— 


CCCXLVH. Fig. 2 


88 


— 


cccxlvi. 


90 






91 


— 


CCCXLVH. — 1. 


94 






95 


— 


CCCXLVIII. — 1 


98 


— 


— — a 


103 






105 


— 


CCCXL1X. 


in 


— 


CCCL. 



— * 115 — CCCLI. 

— f%% — CCCLII. 

u- 125 — cccLin. 

— 12*6 — CCCLIV. 

— 130 — CCCLV. 

— I3 2 - 

— I33 __ CCCL VI. 

— 135 _ CCCLVII. 

— 137 

— I39 — CCCLVIIT. 

— 141 — CCCLIX. 

— 143 

— 144 — CCCLX. 



ALLGEMEINE NATURGESCHICHTE 

DER FISCHE. 

ZEHNTER THEIL. 

ODER 

DER AUSLÄNDISCHEN 
FISCHE. 

SIEBENTER THEIL. 




DER A F T E R F L E C K. 

Anthias bilineatus. 

CCCXXVte Tafel. Fig. r. 

Violette Linien am Körper, ein fch warzer Fleck in der AfterflofTe. K. 5^ 
Br. 14, B.-§-, A. - x %, S. zo, R. ££. 

Anthias linäs violactis > macula nigra inpinna anu B. V. P. XIV, V.~, 

VI 

III X 
A. —, C. XX, D . 

X XIX 



an erkennet diefen Fifch an den zwey vom Kopfe nach dem Rücken lau- I2 . 
fenden violetten Linien, und an dem fchwarzen Fleck in der Afterfiofle. Der After " 

In der Kiemenhaut bemerkt man fünf, in der BruftSoffe vierzehn, in * edC ' 
der BauchflofTe fechs, in der Afterfloife zehn, in der SchvanzflofTe zwan- 
zig, und in der RückenHofie neunzehn Strahlen. 

A a 



4 Der Afterfleck, 

Der Kopf ift abfchüfsig und ganz mit Schuppen 'bedeckt. Die Mund- 
öffnung ift eng; die Kinnladen find gleich lang, und mit einer Reihe kur- 
zer und fpitzer Zähne bewaffnet; die Nafenlöcher einfach und dicht an den 
Augen befindlich; diefe flehen nahe am Scheitel, find grofs, und haben 
einen fchwarzen Stern , der von einem hellgelben Ringe umgeben wird. 
Der vordere Kiemendeckel ift hinter- und unterwärts gezähnelt, der hintere 
glatt, und aus zwey Blättchen zufammen gefetzt. Die Kiemenhaut liegt frey; 
die Seitenlinie macht vorwärts einen flachen Bogen und läuft in der Nähe 
des Rückens, an dem man mehrere, nach der Länge laufende violette Li- 
nien wahrnimmt. Der After iß: fehr weit vom Kopfe entfernt. Letzterer, 
der Rücken und die Flößen find violett; die Seiten nach dem Bauche zu 
weifslich. In der RückenfiofTe find zehn, in der BauchflofTe einer, und in 
der AfterfiofTe drey Stacheln vorhanden. Die weichen Strahlen, find vier«, 
wreigig. 

Das Vaterland diefes Fifches iß Japaru 



DSI 



Dtr japanifche Röthling. 
■»:: '.' .-.'-■, ! ..■, j s 



DER JAPANISCHE ROTHLING. 

Anfchias japonicus. 

C C C X X V t e Tafel. F i g. 2, 

Die Floffen roth, die am Schwänze mondformtg. K. 6 y . Br. 14* B. £, 
A. Jfc S. 16, R. ££. 

Anthias pinnis rubris , caudali lunata. B. VI, P. XIV, V. — , 

III X 
A. — , C. XVI , D. 

X XIX 

Uiefen Fifch erkennt man an feinen rothen Floflen, und an dem mond- 



*3- 



förmigen Ausfchnitte der SchwanzflofFe. Wir haben zwar mehrere Fifche in ^er japani- 
diefem Gefchlechte, die mit rothen Floffen, und wieder andere, die mit ".■ 
einer mondförmigen SchwanzrlofTe verfehen find; allein bey keinem findeit. 
wir beide Merkmahle vereinigt. 

In der Kiemenhaut zahlt man fechs, in der Bruftflofle vierzehn, im 
der BauchflofTe fechs, in der AfterflofTe zehn, in der SchwanzfiofTe fechs» 
zehn, und in der Rückenflofle neunzehn Strahlen, 

Der Kopf ift zufammen gedrückt, abfchüfsig und ganz fchuppig; die 
Kinnladen find gleich lang, und mit einer Reihe ipitzer Zähne befetzt* 
Die Nafenlocher find, einfach, und. dicht an den Augen befindlich :.. dieie 



6 Der jäpanifche Röthting. 

flehen nahe am Scheitel, und Laben einen fchwarzen Stern, der von einem 
braunen und gelben Ringe umgeben wird. Der vordere Kiemendeckel ift 
gezähnelt, und der hintere glatt; die Schuppen an dem hintern find gröfser 
als am vordem; die Kiemenöffnung ift weit, und die Kiemenhaut nur zum 
Theil verborgen. Die Seiten find zufammen gedrückt; der Rücken rund; 
die Seitenlinie läuft in feiner Nähe mit ihm in gleicher Richtung, und 
macht hinter defTen FlolTe eine Beugung nach unten zu. Die Bauchhöhle ift 
lang, und der After noch einmal fo weit vom Kopfe, als von der Schwanz- 
fioiTe entfernt. Die weichen Strahlen endigen fich in vier Spitzen: von den 
harten finden wir in der RückenfTofTe zehn, in der Bauchflofle einen, und 
in der AfterflofTe drey. Die Schwanzflofle ift zum Theil mit Schuppen be- 
fetzt. Am Rücken hat der Fifch eine dunkele und an den Seiten eine hell- 
gelbe Farbe. Der Bauch ift röthiich, und der vordere Theil der Rücken« 
flofTe fpielt in's Violette. 

Die diefem Fifche beigelegte Benennung zeigt den Ort feines Aufent- 
halts an. 



Der limine Röthäng. 



DER LINEIRTE ROTBLING» 

Änthias lineatus. 

CCCXXVIte Tafel. Fig. r. 

Der Körper lmeirt. K. 5, Br. 16 , B. f , A. &, S. n. R. ff.. 

Anthias corpore lineato. JB. V ', P. XVI, V. > A. ; C. XXI, 

VI XI - 

XI 



XXIII 



JLJie vom Kopfe nach der SchwanzfiofTe laufenden. Linien unterfcheiden die- r4 . 
fen Fifch von den übrigen feines Gefchlechts. Der lineim 

In der Kiemenhaut zählt man fünf, in der Brufiflofle fechszehn, in der Rothhn S> 
Bauchfloffe fechsj in der Afterflolle eilf, in der Schwanzflofle ein und zwan- 
zig, und in der Rückenflofle drey und zwanzig Strahlen. 

Der Kopf ift grofs, abfchüfsig und ganz, fchuppig; die Unterkinnlade: 
ftehet vor der obern etwas hervor, und beide find mit kleinen Zähnen ver- 
fetten. Die Lippenknochen find fchmahl; die Nafenlöcher einfach; die Au- 
gen nahe am Scheitel, und haben einen gelben und rothen Ring. 

Der vordere Kiemendeckel ift gezähnelt, und die Kiemenöffhung weit,. 
Die Seitenlinie ift dem Rücken näher als dem Bauche,, und der After 'noch: 



g Der fineirte Röthling. 

einmal fo Veit vom Kopfe, als von der ScWanzfloffe entfernt. Die Schup- 
pen bilden an der After- und RückenflofTe eine Furche. Mit den oben 
erwähnten Linien ifl auch die Rückenfloffe verfehen. 

Die Grundfarbe des Fifches ift weifs; die Linien find braun, die Flof- 
fen gröfstentheils röthlich, und nur die Rücken- und Afterflo/Te find zum 
Theil gelb. Von der nehmlichen Farbe find auch die Seiten. 

In der RückenflofTe hat er eilf, in der Bauchflofle einen, und in det 
AfterflofTe drey Stacheln. Die weichen Strahlen endigen fich in vier Spitzen. 

Diefer Fifch gehört in den oftindifchen Gewäffern zu Haufe. 



DER 



Der gefleckte Röthling. 



DER GEFLECKTE RÖTHLING. 
Anthias maculatus. 

CCCXXVIte Tafel. Fig. i. 

Der Körper gefleckt, zehn Stacheln in der Rückenflofle. K. 5, Br. 15, 
B,£, A. T V, S. 16, R. |$ 

Anthias corpore maculato, Jpinis dorfalibus decem. B. V, P. XV, 

V —, A.—, C. XVI, D. ——. 
VI X XXIV 

.Die unförmigen Flecke, und die zehn Stacheln in der Rückenflofle, die- 



15- 



nen diefem Fifche zu Unterfcheidungszeichen. Der ge- 

In der Kiemenhaut zählt man fünf, in der Br'uftflofle fünfzehn, in „.. e , c .. 

' ' Röthling, 

der Bauchfloffe fechs, in der AfterflofTe zehn, in der SehwanzflofTe fechs- 
zehn, und in der Rückenflofle vier und zwanzig Strahlen. 

Der Kopf ift fehr abfchüfsig, und gänzlich mit Schuppen bedeckt. 
Die Kinnladen find gleich lang, und nur mit fehr kurzen, fpitzen Zähnen 
befetzt. Die Lippenknochen find fchmahl; die Nafenlöcher einfach; die 
Augen nahe am Scheitel, und haben einen gelben Ring, der einen fchwar- 
zen Stern umgiebt. Der vordere Kiemendeckel ift gezähnelt, der hintere 
fchmahl; die Seitenlinie nach dem Rücken zu gebogen, und der After über die 
Hälfte weiter vom Kopfe als von der SehwanzflofTe entfernt. Die Schuppen 
find hart und von filberweifser Farbe, die Flecke fchwarzblau, und die FloiTen 
röthlich. Die Rückenflofle hat die oben erwähnte, und die Bauch- und After- 
flofTe ihre gewöhnliche Anzahl von ein nnd drey Stacheln. 

Der Aufenthalt diefes Fifches ift ebenfalls Oftindien, 
Allg. Naturg. d. Fifche. Th.x. B 



Der Mulatte. 



DER MULATTE. 
Anthias orientalis. 

CCCXXVIte Tafel. Fig. 3. 

Der Körper gefleckt, zwölf Stacheln in der RückenflofTe. K. 5, Br. 11, 
B.i, A.^, S. 18, R.-H-. 

Anthias aculäs dorfaübus duodecim. B. V, P. XII. VJ— , ' A. , 

'Vi ' X 

VJJ 

C. XVIII, D. 



XXVII 



x 6. XJer gefleckte Körper und v die zwölf Stacheln in der RückenflofTe machen die 
Der Mu- Kennzeichen diefes Fifches aus. 

In der Kiemenhaut zählt man fünf, in der BruftflofTe zwölf, in derBauch- 
flofTe fechs, in der AfcerflofTe zehn , in der Schwanzflofle achtzehn , und in der 
RückenflofTe fieben und zwanzig Strahlen. 

Der Kopf ift fehr abfchüfsig, und ganz mit Schuppen bedeckt; die Mund- 
Öffnung, ingleichen die Zähne find fehr klein; die Nafenlöcher einfach und 
dicht an den Augen befindlich: diefe haben einen fchwarzen Stern, der von 
einem rothen Ringe eingefchlofTen wird. Der vordere Kiemendeckel 'ift gezäh- 
nelt; die Kiemenhaut liegt verborgen; die Seitenlinie hat eine gerade Rich- 
tung; der After liegt zwifchen dem Kopfe und der Schwanzflofle in der Mitte. 
Die Schuppen find klein, hart und gezähnelt; die Flößen abgerundet, und ihre 
weichen Strahlen vierzweigig; von den harten findet man aufler den oben er- 
wähnten zwölfen, in der AfcerflofTe drey, und in derBauchflofTe. einen. 

Auch diefer Fifch hat Japan zu feinem Vaterlande. 



Von den Blödaugen überhaupt. 



! ^ 



LXtes GESCHLECHT. 

BLÖD AUGEN. 

Epinephelus. 



Erster Abschnitt. 

Von den Blödaugen überhaupt. 

Der Kopf ganz fchuppig, der Vorderkiemendeckel. gezähnelt., der hintere 

mit Stacheln bewaffnet. 
Pifces capite toto ßuamato, operculo anteriore firrato, pofleriore aculeis 

armato. 

Die zu diefem Gefchlechte gehörigen Fifche erkennt man an dem ganz 
fchuppigen Kopfe, dem gezähnelten Vorder- und dem mit Stacheln bewaff- 
neten Hinterkiemendeckel. 

Der Körper ifi geftreckt, und mit einer langen zum Theil ftaclilichen 
Rückenfloffe verfehen. Ihre Schuppen find hart gezähnelt, und ihr Aufent- 
halt ift das oftindifche Gewäffer. 

Da fall bey allen Fifchen diefes Gefchlechts die Augen mit einem 
Felle überzogen find, fo hat mich diefes zu feiner Benennung, Epinephelus 
(Blödaugen) veranlafst. 

Die Anzahl der Fifche, welche ich aus diefem Gefchlechte befitze, beläuft 
lieh auf fechs verfchiedene Arten> davon einer bereits htymSeba vorkömmt />). 

«) Thes. Tom. III. p. 76. n. 7. 

B & 



0^ 



Das afrikanifche BlÖdauge. 



Zweiter Abschnitt. 

Von den Blödaugen insbesondere. 



DAS AFRIKANISCHE BLÖDAUGE. 
Epinephelus Afer. 

CCCXXVItte Tafel. 

Die Schuppen am Hinterkiemendeckel grofs. K. 5, Br, 19, B. -§•, A. r \, 
S. 17, Rlf. 

Epinephelus fquamis operculi poßerioris magnis. B.V X P;.XIX,> V. * 

A. , C. XVII , D. 



XII XXIX 



' JLJie Schuppen, die am hintern Kiemendeckel gröfser als am übrigen Kör. 

Das afrika- per find , geben ein ficheres Merkmahl für unfern Fifch ab. 

nifcheBlöd- In der Ki emen h aot Z ähk man fünf, in der BruftflofTe neunzehn, in der 

aage. 

BauchflofTe fechs, in der AfterflofTe zwölf, in der Schwanzflofle fiebzehn,, 

und in der RückenflofTe neun und. zwanzig Strahlen. 

Der Kopf ift klein, und ganz mit Schuppen bedeckt; die MundöfFnung» 

von mittler Weite;, die Kinnläden find gleich lang, und mit fehr kleinen 



Das afrikanifchc Blbdaugc. vy 

Zähnen befetzt, wovon die in der obern etwas länger find. Der Gaumen 
ift an beiden Seiten und hinterwärts mit Zähnen bewaffnet, die einen Bogen 
bilden; die Zunge ift frey und glatt. • Die Lippenknochen find breit; die 
Nafenlöcher doppelt, . ovalförmig, und dicht an den Augen befindlich; 
diefe find hervorgehend , mit einer Nickhaut verfehen, und haben einen 
bläulichen Stern > der von einem gelben, fchwarzen und weifslichen Ringe r 
umgeben wird. Der vordere Kiemendeckel ift gezähnelt, und der hintere 
läuft in eine weiche Spitze aus; jener hat an der innern Fläche eine halbe 
Kieme , und diefer an der äufsern einen Stachel. Die Kieraenöff- 
nung ift weit,, und die Kiemenhaut bedeckt. Der Rumpf ift beinahe bis 
an die Schwanzflofle von gleicher Breite ; die Seitenlinie fein und hinterwärts 
nach unten zu flach gebogen; der After ift von feiner Floße etwas entfernt, 
und der Schwanzflofle ungleich näher als dem Kopfe. Der Rücken und 
Bauch find rundlich, welches efne Folge feiner Dicke ift. Die Schuppen 
find klein, hart, und' gezähnelt, bilden am Rücken eine Furche y und be- 
decken zugleich einen Theil der Schwanz- und Afterfloße. In diefer find? 
drey, in der am Bauche einer, und in der am Rücken eil'f ftarlie Stacheln 
vorhanden. Die weichen Strahlen find vielzweigig; die fämmtlichen Floflen 
find in Verhältnäfs des ftarken Fifches nur kurz und zugleich abgerundet. Die- 
braune Grundfarbe ift am Rücken fehr dunkel und an den Seiten und Bauch hell. 
Die Bruftflofle ift fchwefelgelb, und die BauchflofTe orangefarben; 

Diefen Fifch habe ich vom Dr. Ifert erhalten , der ihn zu Acara, an der 
Küfte von Guinea ausgefifcht hat. Er hält fich an flachen Stellen des Meers, 
unweit der Ufer auf, hat ein weifses, gutes, und gefundes Fleifch, lebt von-, 
■Würmern und Krebfen., und erreicht eine anfehnliche Gröfse.. 



B 3 



14 Das eingefaßte Blödauge- 



DAS EINGEFASSTE BLÖD AUGE. 

Epinephelus marginalis. 

CCCXXVIIIte Tafel. Fig. i. 

Die FlofTen roth, der vordere Theil der RückenflofTe eingefafst. K. 5, 

Br. 17, B. i, A. T 3 T , S. 18, R. y, 
Epinephelus pinnis rubris , parte anteriore dorfalis marginata. B. V, 

P. XVII, V.-L, A. ™ C. XVIII, D. 



VI' XI' ' XXVI 



a . Uie rothen FlofTen, und der eingefafste vordere Theil der RückenflofTe 
Das einge- machen den Karakter diefes Fifches aus. 

äuge. " In der Kiemennaut z äWt man fünf, in der BruftflofTe fiebzehn, in der 

BauchflofTe fechs, in der Afterflofle eilf, in der Schwanzfloffe achtzehn, und 
in der RückenflofTe fechs und zwanzig Strahlen. 

Der Kopf ift grofs, abfchüfsig und ganz mit kleinen Schuppen bedeckt. 
Die Unterkinnlade fleht vor der obern hervor, und beide find gleichförmig, 
auf den Seiten mit kleinen und vorn mit vier gröfsern Zähnen bewaffnet. Die 
Nafenlöcher find einfach; die Augen grofs; der Stern fchwarz, und der Ring gelb; 
der vordere Kiemendeckel ift fein gezähnelt, und der hintere mit drey Stacheln 
verfehen. Die KiemenöfFnung ifi weit, und die Kiemenhaut liegt frey. Die 
Schuppen find klein und hart. Der Rumpf ift vorn breit und hinterwärts 
fchmahl. Die unweit des Rückens laufende Seitenlinie macht mit ihm vorn 
einen kleinen Bogen, und der After ift der Schwanzfloffe näher als dem Kopfe. 
Die weichen Strahlen find vierzweigig, und von den harten find in der 
RückenflofFe eilf, und in den übrigen die gewöhnliche Anzahl vorhanden. 

Diefer Fifch ift ein Bewohner des oftindifchen Meers. 



Das braune Blödauge. i j 



DAS BRAUNE BLÖD AU G E, 
Epinephelus braneus. 

CCCXXVIIIte Tafel, Fig. 2. 

Die Flößen fchwarz. K. 5, Br. 14, B. -§-, A. J s , S. 1 8 , R. -ff. 
Epinephelus pinnis nigris, B. V, P. XIV, V. - 7 -, A. - , C. XVIII, 

d. x 



XXV 



JLiiefer Fifch irr von den übrigen feines. Gefchlechts, durch die fchwarzen, ~. 
Floffen leicht zu unterfcheiden. Das braune 

In der Kiemenhaut zählt man. fünf., in der BruftflofTe vierzehn,, in ° au S e * 
der BauchrlofTe fechs,. in der AfterflofTe zwölf, in der Schwanzrlofie acht- 
zehn, und in der Rückenflofie fünf und zwanzig Strahlen,. 

Der Körper ift geftreckt,. und mit kleinen gezähnelten Schuppen be- 
deckt; der Kopf ift abfchüfsig; die Unterkinnlade etwas länger als die obere, 
und beide find von kleinen Zähnen rauh.. Die Lippenknochen find breit; 
die Nafenlöcher einfach, und dächt, an den Augen, befindlich : diefe haben 
einen fchwarzen Stern, und einen gelben und bläulichen Ring. Der vordere, 
Kiemendeckel ift. fein, gezähnelt; der hintere mit drey Stacheln, verfeheny 



iö Das braune- Blödauge. 

und beide find blau geftrahlt. Die Kiemenöffnung ift weit ; die Kiemenhaüt 
liegt frey; die Seitenlinie in der Nahe des Rückens, und der After in eini- 
ger Entfernung vom Mittelpunkte, nach dem Schwänze zu. Die gelbliche 
Grundfarbe ifc braun gefleckt, und die Flößen find fchwarz bandirt. Von den 
harten Strahlen finden wir in der RückenrlolTe zehn , in der Afterflofie drey, 
und in der BauchfloflTe einen. Die fämmtlichen weichen Strahlen find vier- 
zweigig. 

Das Vaterland diefes Fifches ift Norwegen. Ich habe drey Stück mei- 
nem würdigen Freunde, den Herrn Prediger Chemnitz in Copenhagen zu 
verdanken. 



Der Merra. 



17 



DER MERRA. 

Epinephelus Merra. 

CCCXXIXte Tafel. 



Der Körper durchaus gefleckt. K. J , Br. 15, B. -§-, A, ■&, S. 16, 

Ri r 

Epinephelus corpore toto maculato. B. V ', P. XV, V. , A. , 



C. XVI, D. 



XI 



XXVII 



Perca tota. maculis fufcis et punc"ris albis 
varia; pinna dorfi aculeorum undecim. 
Seba Thes. III. p. 76. n. 7. tab. 27. 

fig- 7- 
Percis. pinnis quatuor; in dorfali pofte- 

rioribus radiis altioribus, poft bran- 

chialibus carens ; duabus ventralibus 

quae proximae funt branchiis, una poft 

anum, fpinis duabus membrana con- 



junclis; undecim in anteriore dorfi par- 
te; ad taftum glabra; ore ultra oculos 
incifo; oculis magnis, iride flavicante; 
lamina branchioftega angulofa in trian- 
gulum defmente; maculis amplis rotun- 
datis fuper toto corpore, omnibusque 
pinnis, plumbei coloris, ex iateritio 
vel fanguineo emortuo variegata. Klein 
Mifs. Pifs. V. p. 43. n.15. tab - 8- fig- 3. 



3n erkennet diefen Fifch an feinen den Malern ähnlichen Flecken, womit 
der Körper allenthalben befetzt iß. 
AlIg.Naturg.d.Fifche. Th.x. C 



4- 
Der Merra. 



ig: Der Merra. 

In der Kiemenhaut befinden fich fünf, in der BruftflofTe fünfzehn, in 
der Bauchfloße fechs, in der AfterflofTe eilf, in der SchwanzfiofTe fechszehn, 
■und in der RückenflofTe fieben und zwanzig Strahlen. 

Der Körper iß geftreckt; der Kopf abfchüfsig; von den Kinnladen ift 
die untere die längfte, und beide find mit kurzen, fpitzen Zähnen, wovon 
die beiden vordem die langten find, bewaffnet. Die Zunge ift frey und glatt, 
und der Gaumen von. kleinen Zähnen rauh. Die Lippenknochen find breit; die 
Nafenlöcher einfach und dicht an den Augen befindlich: diefe haben einen 
bläulichen Stern, der von einem filberfarbenen Ringe eingefchl offen wird, 
und find mit einer Nickhaut verfehen. Der vordere Kiemendeckel, welcher 
gezähnelt ift, hat an feiner innern Fläche eine halbe Kieme, und der hin- 
tere, der fich in eine, häutige Spitze endiget, ift an der äufsern Fläche mit 
zwey Stacheln verfehen. Die 'Kiemenöffnung ift weit, und die Kiemenhaut 
liegt gröfstentheils frey. Die Schuppen find hart,, gezähnelt, und fehr 
klein; die Seitenlinie läuft nahe am Rücken, und der After ift der Schwanz- 
fiofTe viel näher als dem Kopfe. Die braunen Flecke werden nach dem 
Bauche zu heller, und der gröfste Theil derfelben fteflt eine fechseckige 
Figur dar. Der Rücken ift braun, der Bauch weifs, die FlofTen find durch- 
fichtig und braun gefleckt, ihre weichen Strahlen vierzweigig, und von den 
harten findet man in der BauchflofTe einen, in der AfterflofTe drey, und 
in der Rückenflofle eilf, welche letztere mit kurzen Fafern verfehen find. Auch 
nimmt man am vordem Theile des Rückens eine Furche zur Aufnahme der 
Floile, wahr. 

Der Aufenthalt diefes Fifches ift das japanifche Meer. 

In Oftindien wird diefer Fifch Ikan Merra genannt, welche Benennung 
seh fowohl im deutfehen als franzöfifchen beibehalten habe. 



Der Merra, io 

Se&a, dem wir die erfte Bekanntmachung zu verdanken haben, hat 
uns auch eine gute Abbildung hinterlafTen , worin jedoch der Vorderkiemen- 
deckel ungezähnelt vorgeftellt ift a}. 

Klein, der ihn zu gleicher Zeit befchrieb, hat ebenfalls eine Abbil- 
dung von demfelben geliefert, in welcher die Afterflofle nicht gut, der 
Vorderkiemendeckel wie beim Seba ungezähnelt vorgeftellt, und die After- 
flofle nicht einmal angedeutet ift b). 

Gronov irrt, wenn er unfern Fifch zum Blutbarfche c) anführt d). Man 
vergleiche nur diefen mit jenem, fo wie er auf der 3 1 zten Tafel diefes Werks 
vorgeftellt ift, fo wird man den Unterfchied leicht wahrnehmen. 



a) Thes. III. tab. 27. -fig. 7. c) Perca guttata Linn. 

b) Mifs. Pifc. V. tab. 8« fig- 3« <Q Zooph. p. 297. var. 



C 2 



Das geflreiffte Blödauge. 



DAS GESTREIFFTE BLÖD AUGE. 
Epinephelus üriatus. 

CCCXXXte Tafel. 
Sieben Queerfireiffen am Rumpfe. K. 5, Br. 14, B. f t A. T 3 ^, S. 1 5 , 

RT 2 

Epinephelus firiis transyerfaübus fiptem. B. V, P. XIV , V. , 

a. !£, c. xv, d. -££!. 

X XXIV 



£ Uie fieben vom Rücken nach dem Bauche laufenden braunen Streiften, find 
Das ge- die auszeichnenden Merkmahle diefes Fifches. 

„Jj 1 te In der Kiemenhaut zählt man fünf, in der Bruftflofle vierzehn, in der 

Jbloaauge. ' 

BauchflofTe fechs, in der Afterfiofie zehn, in der Schwanzflofle fünfzehn, 
und in der Rückenflofle vier und zwanzig Strahlen. 

Der Kopf ift nur wenig abfehüfsig, ganz mit Schuppen bedeckt, und 
endiget fleh in eine ftumpfe Spitze. Von den Kinnladen ift die untere etwas 
länger als die obere, aber darin find fie fich einander gleich, dafs fie beide 
kleine Zähne haben. Die Zunge ift glatt, und der Gaumen von kleinen Zäh- 
nen rauh. Die Augen ragen hervor, flehen nahe am Scheitel, find mit 
einer Nickhaut verfehen, und haben einen blauen Stern ^ der von einem 



Das geßreiffte Blödauge. %v 

blauen und gelben Ringe umgeben wird. Dicht vor denfelben bemerkt mVns 
die einfachen Naferlöcher. Der vordere Kiemendeckel ift fein gezähnelt, und 
inwendig eine halbe Kieme fichtbar. Der hintere läuft in eine weiche Spitze- 
aus, und an ihm find zwey Stacheln befindlich. Die KiemenöfFnung ift weit,, 
und die Kiemenhaut liegt zum Theil frey. Der Bauch ift kurz, breit, und 
der After dem Kopfe naher als der SchwanzflofTe. Die Seitenlinie flehet 
man dicht am Rücken mit ihm in gleicher Richtung laufen. Die oben er- 
wähnten Streiften find breit, und erftrecken fich oberwärts in die Rücken- 
flöße und unterwärts bis an den Bauch. Auch nach der Länge erblickt man 
einige braune StreifFen, die über den weifsen Grund hinlaufen. Die Bauchfiofle 
läuft in eine Spitze aus; die SchwanzflofTe ift mondförmig, und die übrigen 
find abgerundet. Die weichen Strahlen in der Rücken- und B-JuchfiofTe find 
einmal, und die in den übrigen dreimal getheilt. In der Rückenflofle find 
zwölf, in der Bauchfiofle ein und in der AfterflofTe drey harte Strahlen, 
Der Aufenthalt diefes Fifches ift das Meer um Jamaika- 



c: S: 



Das rothe Blödauge. 



DAS ROTHE BLODAUGK 
Epinephelus ruber. 

€ € C X X X I t e Tafel. 

Der Körper roth, eilf Stacheln in der Riickenfloffe. K. 5, Br. ii, 
B. i, A. jV, S. xo, R. -U- 

Sspinephelas corpore rubro , acuhis undecim dorfalibus. B. V, P. XII. 

I III XI 

V. , A. , C. XX, D. 



VI XII XXVII 



^ \ JL)ie dunkelrothe Farbe, und die eilf Stacheln in der RückenflofTe, mache» 

Das rotliee ^te -Kennzeichen diefes Fifches ans. 

Biödauge;. j n fe r Ks eme nhaut findet man fünf, in der Brufiflo/Te zwölf, in der 

Bkuchfloße fechs, in der AfterßofFe zwölf, in der Schwanzflofie zwanzig, 
'tmfl in der RückenflofTe lieben und zwanzig Strahlen. 

Der Kopf iß fchmahl, abfchüfsig, und wie der Rumpf mit kleinen, har- 
ten und gezähnelten Schuppen bedeckt. Von den mit kleinen Zähnen be- 
fetzten Kjnn&den ift die untere die längfte. Die Lippenknochen find breit; 
die Nafeniöcher doppslr, und der blaue Stern der Augen mit einem doppel- 
ten Ringe verfehen, wovon der innere gelb, und der äufsere blau ift. 



Das rot he Blödauge. 2.2 

Der vordere Kiemendeckel hat kleine Einfchnitte und der hintere zwey Sta- 
cheln. Die Kiemenöffnung ifl weit, und die Kiemenhaut nur wem» be- 
deckt. Die Seitenlinie iß nahe am Rücken, und der Afcer in der Mitte 
des Körpers befindlich. Die Flofle am Rücken hat eilf mit Fafern verfehc-ne 
Stacheln, die AfterflofTe drey, und die Bauchflofle nur einen. Die wei- 
chen Strahlen in fämmtlichen FlofTen find vierzweigig. Der Kopf, der 
Rücken und die Seiten find roth, der Bauch blafsroth, und die FlofTen am 
Grunde gelb. Am vordem Theile der RückenflofTe ifl eine Furche zu denen 
Aufnahme befindlich, und der hintere Theil eben £o wie die SchwanzfbfTe 
am Grunde mit Schuppen befetzt. 

Diefer Fifch iß ein Bewohner des japanifchen Meers.. 



41' Von den Kahlköpfen überhaupt. 



-^«^^^fe^m_ 



LXItes GESCHLECHT. 

KAHLKÖPFE. 

Gymnocephalus. 



Erster Abschnitt. 

Von den Kahlköpfen überhaupt. 

Der Kopf fchuppenlos, der vordere Kiemendeckel gezähnelt. 
Pifces capite alepidoto , operculo anteriore firrato. 

Lan erkennet die zu diefem Gefchlechte gehörigen Fifche an dem fcbuppen- 
lofen Kopfe, und dem gezähnelten Vorderkiemendeckel. 

Die Kennzeichen der in den letzten drey Theilen vorkommenden Ge- 
fchlechter, habe ich gröfstentheils vom Kopfe hergenommen, je nachdem 
feibiger ganz, oder zum Theil fchuppig, die Kiemendeckel glatt, oder gezäh- 
nelt, und mit, oder ohne Stacheln verfehen waren. Da nun die gegenwär- 
tigen weder mit Stacheln noch mit Schuppen verfehen find, Co fehe ich 
mich genöthiget ihnen ein eignes Gefchlecht zu widmen. Ich befitze zwar 
vor der Hand nur zwey Arten;, allein ich erinnere mich in dem auf der 

könig- 



Von den Kahlköpfen überhaupt. o.K 

königlichen Bibliothek in Berlin befindlichen Manufcript des Prinzen Moritz 
noch einige hieher gehörige bemerkt zu haben, die ich aber, wegen des in 
gedachter Bibliothek vorgenommenen Baues, gegenwärtig nicht liefern kann, 
fondern felbige in einem befondern Nachtrage geben werde. 

Die Rixckenflofle iit lang und aus harten und weichen Strahlen zufammen 
gefetzt, welches der Fall auch bey der After- und BruflflofTe iß. Die Zähne 
find klein, und die Farbe lebhaft. 

Von den beiden, die ich fogleich befchreiben werde, hat Willughby 
zuerft den Schrätfir befchrieben *), der andere ift neu. s 



*) ichth. p. 335. 



Allg.Naturg.d.Fifche. Th.x. " D 



-26 



Der Scliratßr. 



-^ 



Zweiter Abschnitt. 

Von den Kahlköpfen insbesondere^ 



DER S C H R A T S E R.. 

Gymnocephaius Schraetfer. 
CCCXXXIIte Tafel, Fig. i. 

Schwarze Linien am Körper. K.6, Br. 14, B. -§-, A. |-, S. 15, R. |-|. 



Gymnocephaius lineis nigris longitudmallBus. JB. VI, P. XIV , V. 9 . 

II XVIII 
A. , C. XV, D 

IX XXX 



Perca Schraetfer. P. pinnis dorfalibus uni- 

tis, lineis corporis nigris. 

Linn. S.N. p,487- n. 31. 

edit. Gmel p. 1 3a 1 . n. 3 1. 

— dorfo monopterygio, lineis utrin- 



vernofo, alepidöto, acufeato-.' 
cauda rotundata - fublunulata : 
mäxilla fuperiore longiore: cor- 
pore lineato. Cronov Zooph. 
p. 86. n. 189- 



que longitudinalibus nigris. Ar- Perca pinnis dorfalibus coadunatis, radiis 

teil Gen. p. 40. n. 5. Syn. p. triginta et uno, aculeatis o&ode- 

68. n. 5. eiit. Schneid, p. 335. cim. Kramer Elench. p. 387« 

dorfo monopterygio : capite fuhea- n, 5, 



Der Schreit fir, <xy 

Percis, pinnis fex, actileis duobus ante- Danub. Tom. III. p. 69. *tab. 23; 

riöribus brevifiimis , tertio longiflimo. * fig. 3. 

Klein Mifs. Pifc. V. p. 41. n. 2. Le Schraitfer. P. Schraetfer. P. pin« 

SchraitferRatisbonenfibus. Willughbylchth. ' nis dorfalibus unitis, radiis 30, Spinis 

p. 335. i8-' capite cavernofo : corpore lineis 

—~ — JRßjSynop. Pifc. p. 144. nigris. Bonnaterre Encyclop. Ichth," 

n. 9. p. 134. n. 45. 

— — Sckaefer Pifc. Ratisbon. Der Schrätfer. Müll. L. S. Th. IV. S. 243; 

p. 48. tab. 1. fig.4. Kaulparfch mit fechs FlofTen, u. f. w. Neuer 

Perca n. 3. Schraetzel, Schranz. Marfil. Sckaupl, d, Nat. Th. 6. S. 364. n. 2.. 



JL/ie fchwarzen nach der Länge laufenden Linien machen die Kennzeichen die- x- 

fes Fifches aus. Der Schrät- 

fer. 
In der Kiemenhaut zählt man fechs, in der Bruftflofle vierzehn, in der 

Bauchflofte fechs, in der Afterfloile neun, in der Seh wanzfiolTe fünfzehn, und 
in der RückenfloiTe dreifsig Strahlen. 

Der Körper ift geilreckt, der Kopf glatt und länglich, oben mit einer 
Vertiefung verfefcen, und mit fchwarzen Punkten befprengt. Die obere Kinn- 
lade ift etwas länger als die untere, und, beide find mit rafpelartigen Zähnen 
befetzt. Der Gaumen ift rauh; die Zunge glatt; die Mundöffnung klein; die 
Lippen find fleifchig; die Nafenlöcher doppelt, die vordem rund, mit einer Klappe 
verfehen, die hinteren länglich, und beide dicht vor den Augen befindlich, 
welche letztere einen blauen Stern, einen gelben Ring und eine Nickhaut ha- 
ben. Der vordere Kiemendeckel ift weitläuftig gezähnelt, und an der innern 
Seite nimmt man eine halbe- Kieme wahr. Die Bruft ift bis an die Floflen ' 
mit fehr kleinen und glatten, der übrige Tfaeii aber, mit gröfsern harten 
und gezähnelten Schuppen befetzt, die am Rücken hervorgehen, und dadurch 
eine Furche zur Aufnahme der Rückenfloffe bilden. Von den oben erwähn- 
ten Linien find gewöhnlich drey vorhanden, die unweit des Rückens vom 

D a 



a8 Der Schrätfer. 

Kopfe bis nach der SchwanzflofTe gehen-, und die fogar auf der Haut noch 
zu fehen find, Trenn auch die Schuppen fehlen. Der Afcer liegt der 
SchwanzfiofTe näher als dem Kopfe, und ift von feiner Floße etwas ent- 
fernet. Diefe hat nur zwey, die am Bauche einen, und die am Rücken 
achtzehn Stacheln; die weichen Strahlen endigen fich fämmtlich in vier 
Spitzen. Die Seitenlinie läuft in der Nahe des Rückens mit ihm in gleicher 
Richtung' diefer und die Seiten find gelblich; der Bauch filberfarben, die 
Floflen bläulich, und der vordere Theil der RückenflofTe fchwarz ge- 
fleckt. 

Diefen Fifch treffen wir in der Donau und in den FlÜflen, die fich 
in fie ergiefsen, an. Er erreicht d<e G'-öfse von zehn Zoll, hat ein weifses, 
hartes und gefundes Fleifch, welches fowohl gebraten, als auch mit einer 
Butterbrühe zubereitet, einen angenehmen Gelchmack hat. Er lebt von 
Fifchbrut und WalTerinfekten , die man gewöhnlich in feinem Magen findet. 
Seine Laichzeit fällt in die Monate März und April. Er hat ein zähes 
Leben, hält fich in reinem Wafler auf, und wird bey Ueberfchwemmungen 
in die Landfeen und FlüfTe hin getrieben, wo er auch gut fortkömmt. 

In Regenfpurg heifst diefer Fifch Schrätfer, im öftreichifchen Schrätiel 
und Schran^, und in Frankreich Schraitjer. 

Das Darmfell ift filberfarben, die Leber grofs, und in drey Lappen ge- 
theilt; die Galienblafe enthält eine gelbe und fehr bittere Galle; der Magen 
ift länglich und dünnhäutig; beim Anfange des zweimahl gebogenen Darm- 
kanals find drey Anhängfei fichtbar. Die Milz ift bläulich; der Eyerftock 
einfach; die Milch oder der Saamenbehälter doppelt; die Schwimmblafe 
lang, und auf beiden Seiten an den Ribben angewachfen. Die Nieren find 
doppelt, braunroth, und liegen auf dem Rückgrade nach der ganzen Länge 
der Bauchöhlej vom Zwergfell bis zur Harnbjafe, welche dicht am After be- 
findlich ift. Auf jeder Seite find neun Ribben, und im Rückgrade neun und 



■ 



Der Schrätfir. 29 

dreifsig Wirbelbeine vorhanden. Der Eyerßock enthält an hundert und 
zwanzig taufend gelbe Eyer in der Gröfse des Hirfefaamens. 

Wenn Bonnaterrs die füdlichen Meere zum Aufenthalte diefes Fifches. 
angiebt a), Co iit diefes wohl nur ein Schreibfehler, und follte heifsen 
FlüJJh , indem ihn noch niemand zu den Seefifchen gezählt hat. 

Willu.gh.by hat diefen Fifch zuerft befchrieben /5), und Marßgli die 
erfle Zeichnung geliefert, die aber nicht genau ift, da weder Schuppen 
noch ein gezähnelter Kiemendeckel darin angedeutet find c) : die Abbil- 
dung hingegen , welche uns Schäfer gegeben , ift befler d). 



a) Encyc!. Ichth. p. 134. n. 45. c) Danub. III. Tab. 23. fig, 3. 

£) Ichth. p. 335. d) DePifcib. Ratisbon. -Tab. 2. fig. 4. 



d a 



go Der weiße Kahlkopf. 



DER WEISSE KAHLKOPF. 
Gymnocephalus argenteus, 

CCCXXXIIte Tafel. Fig. 2. 
Neun Stacheln am Rücken. K. 5, Br. 12, B. -§-, A.^%, S. 14, R. T ^„ 
Gymnocephalus aculeis dorfalibus novem. B. V , P. XII , V. » 

A.", C. XIV, D. I-, 

X XIX 

JL3iefer Fifch unterfcheidet fleh von dem vorigen durch feine nenn harten 

Der weifse Strahlen in der Rückenficfle. 

Kahlkopf. I n der Kiemenhsut zählt man fünf, in der Bruflflcfle zwölf, in der 

Bauchflofie fecihs, in der AfterflofTe zehn, in der Schwanzfiofie vierzehn , 
und in der Rückenffofle neunzehn Strahlen. 

Der Kopf laufe in eine ftumpfe Spitze aus, die MundöfFnung ift klein- 
die Zähne find kaum fichtbar; die Nafeniöcher einfach, und der fchwarze Au«. 
genßern mit einem filberfarbenen Ringe verfeben. Der hintere Kiemendeckel 
ift glatt; der Rumpf allein mit kleinen zarten Schuppen bedeckt; die Seitenlinie 
in der Nähe des Rückens befindlich, und der After der Schwanzfiofie näher als 
dem Kopfe. Die Seiten und der Bauch find fiiberfarben ; der Kopf und 
die Flößen gelb , und der Rücken afchfarbig. Die Rückenflofie hat in der 
Mitte einen Ausfchnitt, ihre weichen Strahlen find gabelförmig, und die in 
den übrigen vierzweigig. Die AfterfloiTe hat nur zwey, die Bauchflofie wie 
gewöhnlich einen, und die Rückenflofle neun Stacheln. 
Das Vaterland diefes Fifches ift Ofiindien. 



Makrelen. 



3* 



M A K R E. L E N, 

JLm zweiten Theile diefes Werks, Seite gg, habe ich den Karakter der 
Makrelen in einen glatten, zufa/ntnen gedrückten Kopf, und m ßeben Strahlen 
in der Kiemenhaut feftge fetzt, weil das linne'ifche Gefchlechtskennzekhen* 
welches er von Baftardfloffen d) hernimmt, auf den Stöker b) nicht anwend- 
bar war. Linni behauptet zwar, dafs die BaiiardflctTen bei denjenigen Ma» 
, krelen,. wo fie nicht zu fehen find, nur mit der Rücken- und AfterfioiTe ver- 
wachien wären; allein bei genauer Betrachtung ergiebt fich, dafs fie ebea 
fo wie alle übrigen Flößen aus gegliederten Strahlen und einer Verbindungs» 
haut zufammen gefetzt find. Sie unterfcheiden fich blofs in ihrem- Baue von, 
jenen in folgenden Punkten." 

a) Sind die. Strahlen an den Spitzen vielfacher getrieii't. 
by Iß der vordere Strahl der kürzefte, und der hintere der längfte und' 
ßärkfte, welches bey den andern ,fieh umgekehrt verhalt. 

c) Sind fie am Gründe zufammen gewachfen,. daher fie ein büfchelförmi- 
ges Änfehen bekommen -, und würde es daher paffender feyn,. wenrt 
man fie ihn Baftardfloffe, B-üfch ei flöße nennte. 

d) Wenn fie dem: Linni zu Folge mit der Rucken- und Afterfloße ver- 
wschfen wären, fo muteten doch die verwachfenen BaftardrlofTen fich 
durch ihre eigenchümliche Geßak von den übiigen Strahlen der Rücken- 
und Afterßoße unterfcheiden, welcher Untenchied fich aber weder mit: 
dem blofsen. noch bewaffneten Auge entdecken läßt. 

ö) Pinnulis fpuriis. h) Scomber. Trachurus, 



3 1 Makrelen. 

Das zweite linne'ifche Merkmahl, nemlich : hervorfiehende Schneiden an 
den beiden Seiten des ' Schwanzes c) ift eben fo unbrauchbar, indem diefes 
Kennzeichen bey vielen Makrelen, z. B. bey der Seemakrele d') u. a. m. 
gar nicht vorhanden ift. 

Auch die beiden ehemals von mir feftgefetzten Kennzeichen diefes Ge- 
fchlechts, nehmiich: ein glatter Kopf und fielen Strahlen in der Kiemenhaut, 
waren nur fo lange hinreichend, als ich mich blofs auf die Fifche Deutfeh- 
lands eingefchränkt habe: gegenwärtig aber, wo ich mich auch auf die aus- 
ländifclien Fifche ausdehne, find diefe Merkmahle zu eng, indem ich ver- 
fchiedene zu dem Gefchlechte der Makrelen gehörigen Fifche befitze, deren 
Kopf mit Schuppen befetzt ift, und deren Kiemenhaut nur mit vier bis fechs 
Strahlen verfehen ift. 

Auch Forskäl hat verfchiedene mit vier bis fechs Strahlen in der Kie- 
menhaut aufgeführt e). 

Nach öfters angeftellter Vergleichung alfer Makrelen fand ich, dafs 
eine fieife Schwan^flojfe, (Pifces pinna caudae rigida), ihnen im allgemei- 
nen zukömmt. Der Grund diefer Eigenfchaft liegt darin, dafs die Strahlen, 
ftatt der Zwifchenhaut, die fie fonft mit einander verbändet, hier in' einer 
fteifen Haut eingefchlofTen find. 

Wir haben zwar noch mehrere Fifche, bey denen nicht nur die Schwanz- 
fondern auch die AfterrlofTe fteif ift, als bey den Klippflfchen f) u. a. m. : 
allein bey jenen rührt diefes blofs von denen auf den Strahlen befindlichen 
Schuppen her, und da diefe auch nur zum Theil damit bedeckt find; fo 
find fie auch nur fo weit die Schuppen reichen, fteif, der übrige Theil aber 

ift 

c) Cauda lateribus carinata. S. N. p. 423. e) Defcript. Animal. p. 58. n. 77 — 84. 
dj Scomber relagirus Lirini P) Chaelodontes. 



Makrelen. 2 3 

ift weich, und die Strahlen laflen fich ausdehnen. Die fleife Schwanzflofle ift 
gabelförmig, und die Strahlen derfelben find vielzweigig. 

Die Anzahl der Makrelenarten ift fehr beträchtlich, denn, aufser den 
im zweiten Theile bereits von mir angeführten zwanzig Species, find mir 
feit der Zeit noch neunzehn bekannt geworden. So befchreiben Cetti g), 
Seba /z), Duhamel 1) , Pernetty k), Bellon /), Rondelet rri) , Osbeck n) und 
Nieuhof *), jeder einen, Houttuyn o) zwey, Marcgraf p} drey, und 
ich werde fechs neue befchreiben, die zufammen neun und dreifsig Arten 
ausmachen, 

Bey diefer anfehnlichen Anzahl find zur leichtern Beftimtnung der Ar- 
ten mehrere Abtheilungen nöthig, und da die linne'ifche Eintheilung in frei- 
ßehende und in verwachßne Büfihelßoßen aus oben angeführten Gründen nicht 
ftatt findet, fo fehe ich mich genöthiget, fie anders einzutheilen. 

Forßkäl q} glaubt, man könne die Makrelen füglich in vier Abthei- 
lungen bringen. Die erfte füllten die mit deutlichen BüfchelflofTen ausma- 
chen; die zweite diejenigen in fich fafTen, bey denen diefe FlofTen mit an- 
dern verwachfen find; in der dritten füllten diejenigen , denen fie fehlen, und 
die mit einer zweifrachlichen FlofTe vor der AfterflofTe verfehen find, er- 
fcheinen., und endlich die vierte auf diejenigen fich einfchränken, bey denen 

g) Alelunghe. Natürgefch. v.Sard. Th.III. m) Pelamys Sarda. de Pifcib. I. p. 243. 

S. 198. n) Scomber Du&or. Reif. S. 95. 

ä) Scomber flavefcens. Thes. III. p. 75. *) Königsfifch. Ind. II. p. 270, 

n. 4. 0) Scomber japonicus et S.auratus. Haart. 
i) BoniteRayee. Trait. de Pich. III. p. 2.06. Maatfchap. XX. p. 33 1. 

k) Grande- Oreille. Vbyage aux isles Ma~ p) Ceixupire. Brafil. p. 1 5 S- Guebucu 

louin.es. II. p. 80. p. 171. Guara Tereba p. 172. 

T) Lampuga. Aquat. p. 155. q) Defcript. p. 54. 
Allg. Naturg. d. Fifche. Th. x. E 



$$ Makrelen. 

keine Bufchelfiofle zu fehen, und wo die zweiftachliche FlofTe verborgen , oder 
gar nicht vorhanden ift. 

Die zweite Abtheilung kann aus oben angeführten Gründen eben fo 
wenig als die vierte ßatt finden: denn, wenn die zweiftachliche Flofle ver- 
borgen liegt , oder fehlt, und keine RaftardflofTen vorhanden find, fo Iaf- 
fen fich die Fifche von denen aus der zweiten Abtheilung nicht unterfcheiden. 

Herr Gmelin fügt den zwey linneifchen Eintheilungen noch eine, dritte 
hinzu, der die Biifchelfloflen fehlen r). 

Klein brachte die Makrelen in zwey Gefchlechter. Im erften erfchei- 
nen die mit Biifchelfloflen .£, und im zweiten die mit einzeln flehenden Sta- 
cheln am Rücken t)i allein auch diefe Eintheilung ift nicht brauchbar,, 
indem es Makrelen giebt, die Stacheln und Büfchelfloffen zugleich haben., 

Bey diefen fo bewandten Umftänden habe ich nach genauer Verglei- 
chung meiner Makrelen folgende fünf Merkmahle entdeckt. Es giebt nehm- 
lich einige, die aufser den Biifchelfloflen auch zwey RückenflofTen, andre,, 
die B'dfchelfloflen und vor der Rückenfloffe freiftehende Stacheln haben;, 
es giebt wiederum welche mit freiftehenden Riickenftacheln und ohne Bü- 
fchelfloffen ; andere haben zwey RückenflofTen ohne die oft erwähnten Sta- 
cheln und. - kleinen Floflen, und endlich welche,, die nur eine Rückenflofle 
haben, und denen, wie den vorhergehenden, die Stacheln und die Büfchel- 
ftoflen fehlen. 

Aus diefen fünf verfchiedenen Eigenheiten entftehen eben fo viel Ab- 
theilungen. Die erfte fafst alle diejenigen Makrelen in (ich , die mit vielen 
Büfchel- und zwey RückenflofTen verfehen find. Jene haben, ihren Sitz hin- 



r) Vermehrte Ausgabe d. Lin. S, p. 1328. *) Pelamys. Miß. Pifc.V. p. 10. 
1331. 1335,. , t), Glaucus. I. a. B, p. 3,0.. 



Makrelen, 35 

ter der After- und Rückenflofie, und die Anzahl derfelben erftreckt lieh von 
fünf bis zehn, welche Verfchiedenheit wiederum zum Karakter der Species 
dienen kann. Auch ift die Anzahl der obern und untern nicht gleich, em 
Umöand, der ebenfalls zum Unterfcheidungszeichen der einzelnen Arten ge- 
braucht werden kann. Wir finden zwar, dafs die Ichthyologen in der An- 
gabe diefer Büfchelfioflen, in Rückficht ihrer Anzahl bey einem und eben 
denfelben Fifche, nicht übereinftimmen : aHein diefes hat aller Wahrfchein- 
lichkeit nach, die Unaufmerkfamkeit des Zeichners oder des Schriftßellers 
zum Grunde; denn, da diefes organifirte Theile des Fifches find, fo haben 
fie auch unftreitig ihre beflimmte Verrichtung, machen einen wefentlichen 
Theil defTelben aus, und ihre Anzahl kann daher nicht zufällig, fondern 
mufs beftändig feyn. Auch die Verwechfelung der Arten, welche, wegen 
der geofsen Aehnlichkeit diefer Fifche, fehr häufig gefchiehet, kann ebenfalls 
als eine Urfache der vermeinten Veränderlichkeit der Anzahl diefer Flößen 
angefehen werden. Ich habe bereits im zweiten Theile hiervon etwas er- 
wähnt, und werde in der Folge Gelegenheit haben, folches durch mehrere 
Beifpiele zu erläutern. 

In diefer erften Abtheilung gehört die Makrele u), der Thunfifih x) t 
der Pelamid y), der Breitfißh {), der Pelamis des Bellon an), oder des 
Sahian bb) , welcher von dem Pelamis des Linne verfchieden ift, indem 
Linne dem feinigen vier nach der Länge laufende fchwarze Linien 
giebt cc), da Bellon und Salvian hingegen den ihrigen mit mehreren 
gekrümmten Queerlinien abgebildet haben dd). Rondekt hat zwar 



u) Scotnber Scorrvber Linn. ad) Aguat. p. 179. 

x ) — Thynnus — bb) — — 123. 

y) — Pelamis — .cc) S. N. p. 492.11. 2. 

j) — Cordyla — • dd) A. a. Oertera, 

E 1 



3 6 Mahr den. 

auch feine Amia ee), und den Orcynus ff) mit BüfchelflofTen abgebildet; allein 
erflerer ift wahrfcheinlich mit feinem Pelamys Sarda gg) einerley, und letz- 
terer ein alter Thunfifch, mithin von feinem Pelamys vera *), (Thunfifch) mic 
der Gröfse nach verfchieden. 

Ferner gehören zu diefer Abtheilung die japanifche, und die verguldete 
Makrele des Houttuyn hh) , der Alelunghe der Sicilianer ii) t der gefireijfh 
Bonite des Duhamel **), der Königsfifch des N ieuhof kk) , und die Brufi- 
fchuppe des Rondelet II) , welche beiden letztern wir bald näher kennen ler- 
nen werden, und die zufammen zehn Arten ausmachen. 

Zur zweiten Abtheilung, oder zu derjenigen, die BüfchelflofTen, 
freiftehende Stacheln und nur eine RückenflofTe haben, gehören, der Jpani- 
/che Reuter des Beiion mm) und der Springer des Blamier , die wir bald 
näher betrachten werden. 

In die dritte Abtheilung, deren Eigenheiten freiftehende Rückenftacheln 
ohne BüfchelflofTen find , erfcheinen die Amia des Salvian nn) } der Lyfan oo), 
die ßechel- pp) und die rautenförmige Makrele qq), der Lootsmann rr) t 
der Neger fifih ss), und der Sporn, welche drey letztern wir bald befchrei- 
ben werden. 



ee) DePifcib.. p. 238- 11) Pelamys Sarda. I. a. B. p. 248. 

ff) — 249. mm) Aquat.p. 155. 

gg) — 248. nn) — — 121. 

*) — — - 245- 00) Forskäl. Defcript. p. 54. n. 69. 

hh) S. japonicus. und Si auratus., Holland., pp) S. falcatus — — 57. — 76. 

Maatfck.XX,p..33i. qq) S. rhombeus — — 58. — 78. 

ii) Cetti Said. III. S. 198. rr) Galterofteus Ducror. Litm. 

*») Traice.de P^ch. III. Secr. 7. pl. 7. flg. £.. ss). Ceixupira. Marcgr. p. 1580 
kh) Ind. II. p. 270.. 



Makrelen. 



n 



Die vierte Abtheilung, oder diejenige, welche die mit zwey Rücken- 
floflen verfehenen Fifche aufnimmt, enthält folgende Arten, als: den Stö- 
ker tf) , die blaue- uu) und die Pf erde - Makrele xx), den Goldfchwan^ yy), 
den fpecioßis , fulvo - guttatus , Ferdau, ignobilis , Sanfun , albus des. 
Forßkäl ${), den Ohrfleck des Marcgraf aaa) , die gelbe Makrele des Seba bbb), 
den Grünling, das Beutelauge, die roMe- und die geflreiffte Makrele, von 
welchem vier letztern wir, fo wie vom Ohrflecke, bald eine genauere Befchrei- 
bung liefern werden. 

Endlich machen folgende Arten, die fünfte Abtheilung aus, deren Merk- 
mahl blofs in einer Riickenflofie ohne BüfchelflofTen und Rückenftacheln be- 
ftehr, als: die Seemakrele des Zinne ccc), das Pferdchen des Forßkäl ' ddd), und 
die Schwer dm akrele eee) des Marcgraf \ welche letztere wir ebenfalls, bald, 
näher betrachten werden. 



et) S. Trachürus Lintv. 

uu) - i — Glaucus — • 

xx) — Hippus — 

yy) — - Chryfurus. 

?? ) Defcript. p. 54. n, 70 — 75. 



aaa) Guara Tereba. Brafil. p. 172. 
bbb) Thef. III. tab. 27. fig. 4. 
ccc) S. Pelagicus. 

ddd) S. Equula I. a. B. p. 58. n. 77. 
4ee) Guebucu. Brafil. p. 171.. 



Es: 



2<> Der König sfifch. 

Erste Abtiieilu^g. 

Mit iwey Rücken- und büfchelförmigen Floffen. 



DER KONIGSFISCH. 

Scomber Regalis. 

CCCXXXIIIte Tafel. 
Ein goldfarbener StreifF an den Selten. K. . . , Br. 16, B. ■§• } A. 10, j 3 

s. 21, r. n> 13» 8- 

Scomber vitta aurea. B. . . , P. XFi", F. — -, A. X, VII, C. XXI, 

v. ?™±, tiu, vm. 

XVIII 

Pelamis minor maculata, vulgo TaiTar. Konigsvifch. Ray Synop. Pifc. p. 60; 

Plunüer M. S. n. IO. 

Taflärt. Du Tertre Hilf, des Antill. II. De groene Könings-Vifch. Valentyn Ind. 

p. 2.06. Tom. III. p. 382. n. 105. fig. 105. 

Tazard 011 Tafiard. X)^flm.TraitedePech. Mangelang. Conings-vifch. Renard Hift. 

III. p. 206. 244. PI. VII. fig. I. de PoifT. I. tab. 7. fig. 53. 

liönigsvifch. Nieuhof 'Ind. Tom. II. p. 270. Mangilang Lipviich, mec eenen maansge- 

fig. p. 269. n. 8. wijzen, u. f. w.' Boddaert Natur]. Hift. 

— Willuglb. Ichth. App. p. 3. p. 15. n. 53. 
16. tab. 3. fig. 4. 



Der König sßfch, '39 



JL/iefer Fifch unterfcheidet fich von den übrigen diefer Abtheilung durch 4. a ) 
feinen auf der Seite befindlichen ,. und nach der Länge laufenden Goldftreiff. DerKönigs- 

Die Zeichnung habe ich aus dem M. S. des Pater Plümier entlehnt, 
■welcher die Anzahl der Strahlen in der Kiemenhaut nicht angegeben hat. 
In der Bruftflofle hingegen hat er fechszehn, in der Bauchflofie fechs, in 
der Afterflofle zehn, in der Schwanzfiofle ein und zwanzig, in der erßen 
Rückenflofle achtzehn , und in der zweiten dreizehn Strahlen. Aufser 
diefen hat er auch hinter der AfterflofTe lieben, und hinter der Rücken- 
flofle acht kleine Flößen angedeutet» 

Der Kopf iß zufammen gedrückt, fchuppenlos, und lauft in eine 
fiumpfe Spitze aus. Die Kinnläden find gleich lang, und mit fpitzen aus- 
einander flehenden. Zähnen bewaffnet. Die Lippenknochen find breit, die 
Nafenlöcher doppelt, die vordem rund, die hintern länglich, und letztere 
dicht an den Augen befindlich. Diefe haben einen fchwarzen Stern und einen: 
ooldfarbenen. Ring. Die Kiemenöffnung ift weit; der Rumpf geftreckt, 
fleifchig und fchuppenlos. Die kaum zu bemerkende Seitenlinie iß bey ih- 
rem Anfange dem Rücken nahe, entfernt -fleh aber von demfelben hinter 
der Bruftflofle bis an. den oben gedachten goldnen Streift", von wo fie in 
gerader Richtung bis an die Schwanzfloffe geht. Unter und über diefem 
Goldftreiff ficht man ovalformige Flecke von der nehmiiehen Farbe. Der 
Bauch ift rund, kurz, und der After in der Mitte des Körpers befindlich. 
Eine fchöne filberfarbene Haut überziehet, ftatt der Schuppen,, den ganzen 
Körper, bis auf die Flößen, die gelb find. Die erfte Rückenflofle, die 
von der zweiten nur durch einen kleinen Zwischenraum getrennt ift, hat 
achtzehn an Gröfse immer abnehmende harte Strahlen, die fämmtlichen übri- 
gen Strahlen find, bis auf den erßen in der Bauchflofie, weich und vielzweigig.. 

a) Die vorhergehenden drey find" im 2. Th. diefes Werks. S. 88 — 108 befefirieben, 



4° . . Der Königs fifch. 

Diefen Fifch treffen wir Nieuhof a) und Vakntyn b) zu Folge in Oft- 
indien an. Plümier c) und da Tertre d) haben ihn auch in Weftindien bey den 
antillifchen Infein gefehen. Letzterer, der ihn für eine Hechtart halt, er- 
zählt zugleich, dafs er fich gewöhnlich zwifchen den Infein, wo der Strom 
am ftärkften ift, aufhalte, dafs er febr gefräfsig fey, und daher leicht an 
die Angel beifse, es möge diefe übrigens mit Speck, mit einer Krabbe oder 
mit einem Stückchen Holz verfehen feyn, und er fchwämme fo fchnell , 
dafs er das Schiff einhole, wenn er den Angelhaken von fern erblickt c). 
Ferner erzählt er, dafs er die Angelfchnur, wenn fie nicht ftark genug ift, 
zerreifse, und abbeifsen würde , wenn fie nicht mit einem Drathe verfehen 
ift, Es wären daher bisweilen welche gefangen worden, die zwey bis drey 
Angelhaken im Leibe gehabt hätten. Nach eben diefem Schrifcfteller foll 
er ein weifses und wohlfchmeckendes Fleifch haben, welches jedoch nicht 
fo leicht, als dafs vom Hechte, zu verdauen fey. 

Nieahof erzählt, dafs diefer Fifch in ganz Indien für den wohlfchmek- 
kendften gehalten werde , und aus diefer ürfache habe man ihm auch den 
Nahmen Königsfifih f) gegeben. 

Diefer Fifch wird theils frifch, theils eingefalzen und auch marginirt 
verzehrt: denn der Fang ift fehr häufig, indem er fich in Menge zufam- 
men hält. Sein eigentlicher Aufenthalt ift im Meere, wo er auch laichr. 
Er geht indeffen zu Zeiten auch in die Flüfte über g~). Der zuletzt erwähnte 
Schriftfteller giebt ihm auch die Gröfse von fieben Fufs. An den afrikanifchen 

Küften, 

a) Ind. II. p. 2/0. e) A. a. O. 

j) — III. p. 382. n. 105. f) A.a.O. 

c) M. S. g) Nieuhof A. a. O. Willughb. Ichth. App. 

d) Antill. II. p. ao6. p. 16. 



Der König sfifih. 4l 

Küften, bey Marocco wird er in Menge gefangen, befonders in der klei- 
nen Bucht bey Tamara und St. Croix in der Barbarey, wo auch ein ziem- 
lich ftarker Handel damit getrieben wird. Der Fang gefchiehet von den 
Mohren, die ihn auch einfalzen, da ihn denn die Franzofen abholen, und 
nach den kanarifchen und azorifchen Infein verführen h). In diefer Gegend 
gehört er zu den Zugfifchen, und erfcheint gegen Ende des Juns, in wel- 
cher Zeit auch fein Fang angeht, und bis im Monat Auguft dauert. An 
den Stellen, wo der Strom am ßärkften ift, wird er am häufigften gefangen. 
Die kleinften wiegen fünf bis fechs und die gröfsten fünfzehn bis zwanzig 
Pfund. Er hat in diefer Gegend ein etwas weichliches Fleifch, das aber 
fobald es nur eine kurze Zeit eingefalzen ift, die gehörige Härte erhält. Man 
nimmt gewöhnlich das afrikanifche Seefalz dazu; wenn man indeifen das 
fpanifche haben kann, fo zieht man diefes vor, weil er fich darin befTer 
hält. 

Die franzöfifcben Schiffe, welche zum Handel diefes Fifches gebraucht 
werden , find gewöhnlich von fechszig bis achtzig Tonnen. Wenn eines an 
der Kutte anlangt, fo geht derjenige, der die Ladung zu beforgen hat, 
zum Gouverneur } oder dem Alcayde, mit dem er es allein zu thun hat. 
Diefer giebt alsdann an die Fifcher Befehl, welche in Kähnen mit fünf Ne- 
gern befetzt, auf den Fang ausgehen, von denen vier rudern, und der 
fünfte die Netze auswirft. So wie nun diefe Kähne zurückkommen, werden 
die Fifche dem Kapitain hundertweife zugezählt, und von denjenigen, die 
unter zehn Pfund wiegen, werden zwey für einen gerechnet. Er wird als- 
dann von dem Matrofen der Länge nach, vom Kopfe bis zu dem Schwänze 
durchgefpalten t die Eingeweide und der Kopf werden davon getrennt-, der 



h) Duham. Traite de Pech. III. p. 244. 
Allg.Naturg.d. Fifche. Th.x. 



41 Der König sjzßm. 

Ruckgrad' aber daran geläiTen; darauf werden fie im MeerwafTer abgefpuhft, 
auf ein abfchiifsiges Bretc gelegt, damit das WafTer abläuft, und gleich dar- 
auf eir.gefalzen. Iß der Fang ftark, fc dafs die Schifsleute in der Ge- 
schwindigkeit nicht alles allein beforgen können, fo werden Neger als Tage- 
löhner mit zur Hülfe genommen. Es bedarf manchmal kaum zwey Tage> 
um völlige tadung für das Schiff zu erhalten, woraus fich alfo auf die auf- 
ferordendiche Menge diefes Fifches in der dafigen Gegend fchliefsen läfst. 

Die Franzofen, welche diefen Handel treiben, find theils aus der Pro- 
vence, theils auch diejenigen, die fich in Caiix niedergelafTen haben. Auch 
einige englifchen Schiffe gehen diefes Fifchhandels wegen an die Küften von 
Fet7 k und Marocco i). 

Die Holländer in Oflindien nennen ihn Conings- vifch und Magdangt* 
Conig s-Vifck\ von den Franzofen wird; er TaJJar und Tajfird, und von 
den Deutfchen Königsfifch genannt.. 

Willughby k), Ray /), Jonßon rri) und Ruyfch n) irren > wenn fie 
den Guarubucu des Marcgraf, für unfern Fifch halten, da jenem die gelben 
Flecke fehlen, und die vordere RückenflofTe kurz ift. 

Die erße Bekanntmachung diefes Fifches haben wir dem Nieuhof zu 
verdanken; allein feine Zeichnung ift fehr fchltcht, da er ihn ohne Bauch- 
floffen, Schuppen, Seitenlinie, und nur mit einer kurzen RückenflofTe vor- 
geftellt hat o). Diefe hat Willughby copirt p), und eine andere ge- 
liefert ,.. die wenigftens nicht fo fchlecht ift a), es wäre, denn, dafs er 



i) Dukam. Trak. de Pech. III. p. 245. n) Theat. Animal. p. 144; 

k) Ichth. App. p. 3. o) Jnd.U. p. 269. fig. 8. 

I) Synop. Piß. p. 60. n. I©, p) A. a. O. tab. 3. fig. 4.'. 

ti) de Pifcib, p, 206. " q) I, a. B, tab, M, 4. 



Der König sfifch. 43 

den Xriiarabucu des Marcgraf, welches der Thunfifik ift, habe vorftellen 
wollen. 

Die Abbildung des Valentyn ift eben fo fehlerhaft r): etwas befler 
aber die Renardßhe Vorftellung s). 

In der neuen Zeichnung des Duhamel t) ift die vordere RückenflofTe 
viel zu kurz vorgeftellt. 

Es haben zwar alle Svftematiker unfern Fifch überfehen: dafs ihn aber 
auch Bonnaterre in feine ichthyologifchen Encyclqpedie nicht aufnehmen würde, 
ungeachtet fein Landsmann Herr Duhamel ihn ohnlängft befchrieben und ab- 
gebildet hat, ift billig zu verwundern. 

Ich weifs nicht-, wie Boddart u) auf den Einfall gerathen ift, aus un- 
ferm Fifche einen Lippfifch zu machen. 



r) Amboin. III. fig. 10 5. Trait. de P^ch. III. tab. 7. fig. 1. 

s") Hift. de PoiiT, fig. 53, «) Natuurl Heß. p. 15. n. .53. 



F % 



44 D ie Brußfihuppe. 



DIE BRUSTSCHUPPE. 

Scomber Sarda. 

CCCXXXIVte Tafel. 

Schuppen vom Genicke bis unter die Brußfloffe. K. 6, Br. i<5, B. -§■, 
A. 14, 6, S. ao, R. ||-, 15, 7. 

Scomber a nucha usqm ad infra pinnam peciorakm fquamofus. B. VI t 

P XVI, V , A. XIV, VI, C. XX, D. ±—, XV, VII. 

VI. XXI 

Pelamys, maculis Tatis et transverßs ; fub Pelamys Sarda. Rondeletii. Ray Synop. 

pinnis branchialibus fquamis exafpera« Pifc. p. 58. n. 3. 

ta; pinnulis fex. vel feprem;, ventre Sarda. Plin. Nat. Hift. üb. 32. c. 2. 

craflb. Klein Mifc. Pifc. V. p. 12., Aethen. Deipnofoph. lib. 3. 

n. 2. — Galen de Aliment. lib. 3. 

Pelamys Sarda.. Rondel. de Pifc, I. p. Sarthun, Gesner , Thierb. S. 59. b. 

248. Bize, Rondel. Hift. de Poiff. P. I. p; 

— . — Rondeletii. Gesner Aquat. 197. 

p. 961. Icon. Animal, Bonite, Thon bätard, Boniron, Germon. 

p. in. Duham. Trait. de Pe*ch. III. p. 206. 

—»—-«— Wiüughb.. Ichth., pl. 7. fig. a. 

p. 179. tab. M. 1. Bonite. Pernetty. voyag. aux Isles malouin. 

fig. a«.. Tom. II. p. 77. pl. 3. fig. 6. 



X-!iefer Fifch ifl leicht an den Schuppen,, die vom Genicke an bis unter die 
Die Bruft- BrußflofTen fichtbar find, zu unterfcheiden. Sie bilden eine Schleife an beiden. 



fchuppe. BrufMoflen, find feJir klein ,. glatt und dünn». 



Die Bruflfchuppe. 4 5, 

In der Kiemenhaut bemerkt man fechs, in der BruflflofTe fechszehn, in der 
BauchflofTe fechs, in der AfterflofTe vierzehn, in der SchwanzflofTe zwanzig, in 
der erften Riickenflofle ein und zwanzig, und in der zweiten fünfzehn Strahlen, 
hinter welcher man rieben, und diefer gegenüber fechs Büfchelfloffen wahrnimmt. 

Der Kopf ift zufammen gedrückt, fchuppenlos, und oben etwas breit; 
die Mundöffhung weit; die Kinnladen find gleich lang, und mit einer Reihe 
von einander entfernter Zähne bewaffnet. Aufser diefen find an der Spitze 
des Unterkiefers noch einige kleine Zähne vorhanden. Die Zunge ift glatt 
und frey, an dem Gaumen befindet fich auf den Seiten ein langer, fchmah- 
ler Knochen } der mit eben folchen fpitzen aber kleinen Zähnen, wie die 
Kinn'aden, bewaffnet ift. Noch habe ich bis jetzt keine Knochen diefer 
Art wahrgenommen. Die Nafenlöcher find doppelt, die vordem rund, die 
hintern länglich, und letztere dicht an den Augen befindlich. Diefe find 
von oben nach unten gerichtet, und ftehen in einer ungewöhnlichen Entfer- 
nung von jenen. Die Lippenknochen find ftark, die Augen ftehen nahe am 
Scheitel, haben einen fchwarzen Stern und einen goldfarbenen Ring. Die 
Kiemendeckel find glatt, die Kiemenöffnung weit, und die Kiemenhaut 
liegt verborgen. Die Seiten find etwas zufammen gedrückt und fchuppenlos, 
und nur längs der RückenflofTe nimmt man, aufser den oben erwähnten 
Schuppen, noch eine Linie davon wahr. Der Rücken ift rund, die Bauch- 
höhle lang, die Seitenlinie unfichtbar, und der After noch einmal fo weit 
vom Kopfe als von der SchwanzflofTe entfernt. Der Körper ift filberfarben, 
und nur vom Rücken nach den Seiten zu nimmt man fchwarze StreifFen wahr. 
Die FlofTen find bis auf die erfte des Rückens grau. Diefe ift fchwarz, und 
hat einfache Strahlen. Auch in der Bauchfioffe ift der erfte Strahl von glei- 
cher Befchaffenheit. Die übrigen Strahlen find weich und vielzweigig. 

Wir treffen diefen Fifch fowohl im mittländifchen , als auch im atlan- 
difchen. Meere an. In erfterem wird er an verfchiedenen Orten , und unter, ver- 

F 3, 



4'6 ' Die Brußfihuppe. 

fchledenen Benennungen angetroffen: fo heifst er zu Poitou, Germoh, in 
einigen Häfen der Provence, Boniton, in den übrigen Gegenden aber, Boniie t 
und im atlandifchen Meere ift er an den fpanifchen Hüften befindlich. 

In Biscaia und der Provence wird er das ganze Jahr hindurch, fowohl 
mit dem Netz als auch mit Angelfchnüren häufig gefangen. Gewöhnlich 
wird die zu feinem Fange beßimmte Schaluppe mit fechs Fifchern befetzt. 
Auch zu lies Dieu wurde er fonft das ganze Jahr hindurch gefifcht, nach- 
dem er (ich aber dafelbft nicht mehr fo häufig einfindet , fo gehen nur vom 
May bis September einige Schaluppen auf feinen Fang aus d). Der Eigen- 
thümer des zum Fange ausgehenden Schiffes bekömmt zwey, und die übri- 
gen Fifcher jeder einen Theil des Fanges, ftatt des Lohnes. Er hält fich 
gewöhnlich im hohen Meere haufenv/eife beifammen, und wird bis ungefähr 
dreifsig franzöfifche Meilen vom Ufer gefifcht. Er wird nicht über zwanzig 
his vier und zwanzig Zoll lang: da er indefTen fleifchig ift, fo wiegt er defTen 
ungeachtet zehn bis zwölf Pfund. Er hat ein weifses und fettes Fleifch, welches 
jedoch den Bauchftücken des Thunfifcbes nicht gleich kömmt. Er wird wie 
diefer eingefalzen, und giebt ihm alsdann an Wohlfchmack nichts nach, 
Diefes gefcbiehet jedoch nur, wenn der Wind die Fifcher bald ans Land 
zu kommen, hindert, indem er frifch beffer bezahlt wird. Seiner Fettig- 
keit wegen hält er fich nicht lange, wenn er nicht gut eingefalzen ift. Die 
Angelfchnüre find gewöhnlich 25 bis 30 Klafter lang, die Angelhaken ftark 
und mit Stückchen Aal verfehen. Es ift diefer Fifch fehr gefräfsig, und 
vorzüglich macht er auf die Sardelle und den fliegenden Hering Jagd. Man 
bedient fich daher zu defTen Fang ein Stückchen weifses Blech , an dem ein 
Paar weifse Federn befeftiget find. Diefes Blech wird vermittelft einer 
Schnur am Schiffe befeftiget , und da es von den Wellen nach verfchiedenen 



d) Duham. irait. de Pech. III. p. 207» 



Die Brufifchuppc. 47 

Richtuegen bewegt wird, Co glaubt der Fifch fliegende Fifche vor fich zu: 
fehen, hafcht begierig danach, und wird fo an die daran befeftigten- 
Haken gefangen. Bey ruhigem Meere werden diefe Schnüre von Zeit zu Zeit 
in Bewegung gefetzt. 

la Cadix ift der Fang des Bonus-, fehr einträglich. Er fängt gegen 
das Ende des ApriHs an, und dauert bis St. Pierre. Es werden dazu vier 
mit hundert Menfchen befetzte Schiffe gebraucht! Diefe Fifcherey ift fehr 
ergiebig: denn man fängt zu Zeiten auf einmal an acht taufend Stuck,. 
und oben darin noch einige Thunfifche. b). Auch von den Spaniern wird an 
den afrikanifchen Küften auf diefen Fifch häufig Jagd gemacht, und diefe Fi- 
fcherey von ihnen Bonitaras genannt. Er wird dafelbft eben fo wie der Thun 
eingefalzen, und an die Schiffer, die aus Catalonien Wein bringen, verkauft, 
die ihn als Rückfracht laden.. 

Galen hat bereits angemerkt, dafs unfer Fifch eingefalzen eine gute 
Speife abgebe e). 

Herr Godeheu hat bemerkt, dafs das Fett unfers Fifches im Finftern 
leuchte, und fchliefst daraus, dafs der nächtliche Schein des Meeres zum- 
Theil von dem Fette der Fifche herrühre d)\ allein, da die Fifche fo lange 
fie leben, ihr Fett nicht von fich geben, und wenn fie todtfind, bald von 
andern Meerbewohnern verzehrt werden, fo kann auch der Grund der phos^ 
phorefeirenden Leuchten des Meers nicht davon herrühren. 

In Frankreich hat diefer Fifch verfchiedene Benennungen erhalten. In 
den mehrflen Gegenden heifst er Bonite s in Poitou -German, und in verfchie- 
denen Häfen der Provence Bonitan; in. Spanien Bize ,. und in Deutfehland 
Brußßhuppe. 

b) Duham. Trait. de Pech. III. p. 2.07;. d) Duham, A, a. O. 

c) deJIiment, üb, 3. 



48 DU Brußfihuppe, 

Plinius gedenkt unfers Fifches zuerft, wenigflens ftimmt das, was er von 
feiner Sarda Tagt, mit dem unfrigen genau überein. Er zählt ihn den Meer- 
fifchen bey, und fagt, dafs er eine lange Thunart fey e). 

Rondclet gab uns die etile Abbildung/), die Gesner g) und Willughby H) 
kopirt haben. In den neuern Zeiten hat ihn auch Pernet ti höchft elend i), 
Duhamel aber gut k) abgebildet. 

Obgleich diefer Fifch bereits den Alten bekannt gewefen, und von Ron- 
delet abgebildet worden ift, fo find doch Artedi und Zinne' zu entfchuldigen, 
wenn fie ihn in ihre Syfleme nicht aufgenommen haben, indem fowohl eine 
gute Befchreibung als Zeichnung fehlte, und die Verwirrung bey diefem Ge- 
fchlechte (o grofs ift, dafs fie die angegebnen Arten, ohne fie felbft un- 
terfucht zu haben, nicht leicht unterfcheiden konnten. 

Nachdem aber Duhamel ihn ohnlängft kenntlich genug befchrieben und 
abgebildet hat, und viele Oerter in Frankreich bezeichnet, wo er häufig zum 
Vorfchein kömmt; fo ift es allerdings ein Fehler von Bonnaterre, dafs er ihn 
feiner unlängft erfchienenen ichthyologifchen Encyclopedie nicht einverleibt hat. 

Klein irrt, wenn er fagt, dafs Artedi dem Pelamys Sarda mit dem Thun 
für einerley Fifch hält /) , indem diefer diefes Fifches gar nicht erwähnt. 



N. H. Iib. 33. c. 2. i) Voyag. aux Isies Mal. IL PI. 3. fig. 6. 

/) de Pifcib. I. pag. 148- k) Trait. de Pech. III. PI. 7. flg. 2. 

g) Icon. p. 1 1 1. /) Mifs. Pifc. V. p. 12. n. 2. 
h) Ichth. rab. M. I. fig. a. 



Zweite 



Der Springer, 49 

Zweite Abtheilung. 

Büfchelfloffen und freiflehende Stacheln, 



DER SPRINGER. 

Scomber Saliens. 

C C C X X X V t c Tafel. 

Vier freiftehende Stacheln am Rücken. K. . ., Br. 14, B. •§-, A. f-, T T T , g, 
S. io, R. $, j>, 8- 

Scomber acukis quatuor dorfalibus di flirtet is. B. . . , P. XIV , V. , 

A. — , , VIII, a XX, D. — , —, VIII. 

II XIII ' IV ix' 



J_Jiefer Fifch unrerfcheidet fich von den übrigen Makrelen diefer Abtheiluno- 
durch feine vier Stacheln am Rücken. Der 

Die Anzahl der Strahlen in der Kiemenhaut find vom Pater Plümier , P"' 1 ^ 1 - 
von dem ich diele Zeichnung entlehnt habe, nicht angegeben worden. In 
der Bruflflofie hat er vierzehn, in der Bauchfloffe fechs , in der erden Af- 
terflofTe zwey, in der zweiten dreizehn, in der SchwanzflofTe zwanzig, und 
der in der RückenflofTe neun Strahlen. Aufser diefen lind hinter der After- 
und RückenflofTe acht BüfchelflofTen vorhanden. 
Allg.Naturg.d.Fifche. Th.x, G 



£Q Der Springer. 

Der Körper ift glatt, fchuppenlos, zufammen" gedrückt und brat; der 
Kopf von mittler Gröfse und abfchüflig; die Mnndöfthung weit, von den 
Kinnladen die untere etwas länger als die obere, und beide find nur mit 
einer Reibe fe'fif kleiner und fpitzer Zahne verfehen. Die Zunge ift frey und 
glatt; die Nafcnlöcber find doppelt und dicht an den Augen befindlich: diefe 
haben einen fchwarzen Stern, der von einem gelben,, in's Weiße fpielenden 
Ringe umgeben wird. Die Kiemendeckel find glatt, die KiemenöfFnung weit, 
und die Kiemenhaut verborgen. Der Rücken, und Bauch find fcharf, diefer ift 
kurz und jener bilde: einen flachen Bogen. Von den Seiten ift die untere 
Hälfte filberfarben, und die obere grün. De Seitenlinie bildet vorwärts einen 
flachen Bogen, und ift dem Rücken näher als dem Bauche. Der After 
ift vom Kopfe nur halb fo weit als von der SchwanzfTofTe entfernt. Die 
Schwanz- und BüfchelfiofTen find blau, und die übrigen gelb. Die weichen 
Strahlen find vielzweigig ; die harten vor der RückenflofTe am Grunde mit 
einer Haut verfehen, vermittelft welcher der Fifch diefelben an fich ziehen 
kann. Der erfte Strahl in der After- Bauch- und RückenflofTe ift hart.. 

Diefer Fifch gehört bey den antillifchen Infein, wo er häufig angetroffen 
wird, zu Haufe., Er hat wie alle Makrelenarten ein weißes und gutes Fleifch, 
lebt vom Raube, und ift liftig, indem er, wenn er fich im Netze gefangen 
merkt, durch Springe wieder zu entkommen fucht. 

Die Franzofen nennen ihn wegen diefer Eigenfchaft Sauteur, und die 
Deutfchen Springer. 



Der Jpanißhs- Reiter. 



5i 



DER SPANISCHE REITER. 
Scomfoer aculeatus. 

CCCXXXVIte Tafel. Fig. 1. 

Sieben freiftehende Stacheln am Rücken, K. 5, Br. 16, B. -§-, A. -|, -*, 1 1, 
S. 16, R. f, TX , 11. 

Scomber aculeis feptem dorfalibus discretis. B, V, P. XVI. V. 

VI* 

A.—, — , XI, C. -XTJ, 'Z>. — , — , XI. 
II IX . / -.-' F1I xi' 



Lampuga Marßlienfibus , Leczia Romanis. 

Bellon. Aquat. p. 154. 155. 
Glaucus fecunda fpecies. Rondet. de Pif- 
cib. I. p. 2.54. 

— fecundus Rondeletii. Wdlughby 

Ichth. p. 29 g. 
tab.S. 15. fig.a. 

— — — Ray Synop.Pifc. 

p. 94. n. 13. 
"Secunda fpecies gkuci Rondeletii. Cesner 



Aquat. p. 389. Stella Romanis Pifcato- 
ribus Palamides vel Vadigo circa Mon- 
fpelium, der große Meerftichling. Icon. 
Animal p. 1 1 5. Der kleine Meerftich- 
iing. Thierb. S. 62. 

La Liehe. Rondel. Hill, de PoilT. I. 
p. 103. 

Pelamyd de Languedoc, Liehe de Provence. 
Duhamel Traite de Pech, III. p, 240. 
PI 8. fig. 2, 



JJie {leben am vordem Theile des Rückens freiflehenden Stacheln geben" 
ein ficheres Merkmahl für diefen Fifch ab. Man bemerkt zwar noch einen Der 
Stachel in horizontaler Richtung nach dem Kopfe, allein diefer ift unbewe»- f P anifche 
lieh, und gehört zu den Knochen, die man bey den Fifchen zmfehen den ^^ 

G * 



5^ Der fpanijche Reiter. 

Wirbelbeinen ■ a) antrifft. Die Stacheln find gröfstentheils nach hinten berichtet, 
liegen in einer Furche, find am Grunde durch ein fchmahles Band dergeftalt 
mir einander verbunden, dafs wenn man den vorderften anzieht, fich die 
übrigen in die Höhe richten, und kreu.tzweife zu, flehen kommen, wodurch 
fie einige Aehnlichkeit mit der Figur eines fpanifchen Reiters erhalten,, wel- 
ches mir auch Gelegenheit zu feiner Benennung gegeben hat. 

In der Kiemenhaut zählt man fechs, in der. BruftflofTe fechszehn, in, 
der Bauchflofie. fechs, in der After fk He neun, in der Schwanzfioffe. fechs- 
zehn , und in der- Rückenfloffe eäf'Snahlen. Aufser dielen find, hinter, der 
After- und hinter der. Rückenfioffe eilf BüfehelflofTen vorhanden. 

Der Kopf ift klein,, glatt und dergi Italic zufammen gedrückt, dafs er 
über den Augen fo dünn, wie eine Meßerfcheide ift, Die Nafenlöcher find 
einfach, rund, und flehen zwifchen der Mundfpitze und den Augenbäder. 
Miete.. Die Kinnladen find von gleicher Länge und mit einer Reihe kleiner, 
fpitzer Zähne beferzt.. In der untern; Kinnlade und die zwey vordem Zähne 
langer als die übrigen, und hinter diefen mehrere kleine. Zähne vorhanden. 
Die Zunge ift dünn und frey; das Auge hat einen fchwarzen Stern,, und 
einen filberfärbenen, Ring.. Die Kiemendeckel find glatt r und der hintere- 
ift aus drey Blättchen zufammen gefetzt; die K.iemenöffnung ift weit, und 
die Kiejnenhaut bedeckt. Die. Seiten: find zufammen gedrückt, und fchup- 
penlos; der Bauch und Rücken fcharf; die kaum fichtbare Seitenlinie bildet 
über der Bruftrloffe einen, kleinen Bogen,, und geht darauf in gerader Rich- 
tung bis in die Mitte der ftdfen SchwanzfTofie.. Der After ift noch einmal 
fi> weit von der Schwmzfloffe als. vom Kopfe entfernt,, und hinter felbigem 
nimmt man zwey Stacheln,, die am Grunde mit einer Haut verbunden find, 
wahr. Die FlofTcn. haben vierzweigige Strahlen,, und. eine, blaue, Farbe. Die 
an der Bruft- und dem. Baucht find fehr kurz.. 



«) OfTa inter fpinofum. 



Der fpanifche Reiter., 53 

Diefen Fifch treffen wir an mehreren Stellen des mittelländifchen Meers 
an,, befonders in der Gegend der Provence und Languedoc. Er erreicht 
eine anfehnliche Gröfse. Herr Gautier fah- einen zu Toulon, der zwey und 
vierzig Pfund wog b). Eben, derfelbe verfichert, dafs, das Fieifch defTelben- 
vorzüglich gut fey, und das vorn 27zu/2 übertreffe.. 

Der Magen ift,. wo er im Darmkanal übergeht, mit fehr vielen An- 
hängfein umgeben. Die. Leber ift röthlich, und beflehet aus zwey Lappen, 
wovon der rechte der längde ift. Der Darmkanal macht zwey Umwindun- 
gen, und der Eyerftoclt und Milch find doppelt.. 

In: Frankreich hat diefer Fifch verfchiedene Benennungen,, und zwar 
fieifst er in der Provinz Languedoc Pelamide, in. der Provence Liehe,, und 
in.. Marfeille. befonders. Lampüga; in Italien Lec{ia r . und, er wird auch da- 
felbit, in der Gegend von Rom, von den Fifchern Mella genannt., Die-' 
Deutfchen nennen ihn, den Jpanifihen Pleiter. 

Bdlon hat. unfern Fifch zuerft befchrieben und abgebildet c): allein 
feine Zeichnung iil unrichtig, indem er die kleinen Floffen mit der Rücken- 
und Afterftofie vereiniget,, die Seitenlinie zu weit herunter, und die Bauch- 
fiofie zu weit hinter der Bruftfloffe. vorgeftellt hat. Bald daraufgab Ron- 
delet eine neue Abbildung, in. der zwar die letzten beiden, aber nicht der 
erfte Fehler des Bellon vermieden worden ifl d). 

Gesner e~) und Willughby jf) haben den Rondelet copirt. Unlängil hat 
uns Duhamel eine neue Zeichnung geliefert g), die aber noch fchlechter 
als die vorhergehenden ausgefallen ifr,, indem der Rückenftacheln zu wenig, 
der Büxheifluflen zu viel, und die Seitenlinie unrichrig vorgeftelk find. 

F) Duh'am. Traite. de Pedi. III. p. 2^1. e) Icon. p. 115. 

c) Aquat. p. 155. /) IcktL. tab. S- 15. fig. a. 

d} dePiJcib.J.p, 254.. g) Trait.dePeck.hLSea.VUJ.'Pie.ßg.^ 

G 3 



54 Der Jpanifcht "Reiter. 

Willughby hat in Rom eine Makrelenart genau unterfucht und befchrie- 
faen, ift aber im Zweifel, ob es der erfte oder der zweite Glaucus des Ron- 
delet fey li) : allein aus der Verfchiedenheit feiner und meiner gegenwärtigen 
Befchreibung, welche letztere mit der des zweiten Glaucus von Rondelet 
übereinkömmt, ergiebt fich, dafs der wiüughbyfche Fifch der zweite Glau- 
cus des Rondelet nicht feyn kann, da der feinige breit, und der unfrige 
fchmahl ift. Auch lafTen fich an dem unfrigen weder Schuppen noch Flecke 
wahrnehmen , die er doch bey dem feinigen gefunden hat. Es ift vielmehr der 
crfte Glaucus des Rondelet, 

Aus eben diefem Grunde läfst fich auch der nehmliche Zweifel des 
Kleinst) über denfelhen, Gegenftand heben. 

Obgleich die altern Ichthyologen diefen Fifch deutlich genug befchrie- 
ben und abgebildet haben , um ihn gleich beim erften Anblick für eine 
Makrelenart zu halten; fo ift er deften ungeachtet, weder von Artedi noch 
von Linn-e und Klein in ihre Syfteme aufgenommen worden. Von letzterem 
wundert es mich um fo viel mehr, da er fonft nicht nur die rondeletfche, 
fondern auch die weniger deutliche Fifche des Marcgraf aufnimmt. Am 
allerwenigften aber hätte ich vermuthet, dafs Bonnaterre ihn aus feiner ich- 
thyologifchen Encyclopedie weglafTen würde. ■ 

K) Ichth. p. ig J. i) Miß. Pifi. V. p. 30. n. 2. 



Der Sportv ^.jr 

Dritte Abtheilung. 
Mit freißehenden Riichnflachdn ohne BüfchelfloJJhn. 



DER SPORN. 

Seomber Calcar, 

CCCXXXVIte Tafel. Fig. a. 

Drey freiftehende Stacheln am Rücken. K. 6, Br. 14 y B. -§-', A. -§, -g x , 

s. 13, R. I, ife 

i : ■ 

ScomBtr acuhis tribus dorfalibus dißinäis. B. VI x P. -XIF, F. ,. 

II JCYI III XXI 

JLJiefe Makrele lä'fs't fich an ihren drey Stacheln am Rücken von den übri- I 

gen diefer Abtheilung unterfcheiden. Man bemerkt zwar noch einen Stachel Der Sporn. 
in horizontaler Richtung nach dem Kopfe, allein mit diefem hat es die 
nehmliche Bewandnifs, wie mit dem vorhergehenden. 

In dar Kiemenhaut bemerkt man fechs, in der Bruiiflofle vierzehn, in 
der Baucbfloffe ftchs, in der erften After£ofTe zwey , in der zweiten ein 
und zwanzig, in der SchwanzflofFe dreizehn,, und in der Rückenfiofle ein 
und zwanzig Strahlen.. 



5 6 Der Sporn. 

Der Körper iß breit dünn, fchuppenlos, filberfarben, und am Rücken 
fchwärzlich. Der Kopf ift zufammen gedrückt; die MundöfFnung weit; die 
Kinnladen, wovon die unteie die längfte ift, mit einer Reihe nur wenig 
von einander entfernter Zähne verfehen. Die Zunge ift frey, glatt und 
breit; die Augen find grofs, haben einen fchwarzen Stern, der von einem 
filberfarbenen Ringe umgeben wird. Die Nafenlöcher find rund, einfach, 
und den Augen näher, als der Mundfpitze. Die Kiemendeckel, wovon 
der hintere aus drey Blättchen befteht, find glatt. Die Seitenlinie läuft in 
gerader Richtung in der Nähe des Rückens; diefer ift fcharf, der Bauch 
kurz und mit einer Furche zur Aufnahme der Bauchflofle verfehen. Der 
After ift nur halb fo weit vom Kopfe als von der SchwanzflofTe entfernt. 
Die Flößen find bläulich und haben vierzweigige Strahlen. Die erfte After- 
flofTe beftehet aus zwey Stacheln, die zweite, ingleichen die Rücken- und 
Bauchflofle, haben jede nur einen dergleichen aufzuweifen. 

Diefen Fifch habe ich vom feiigen Dr. Ifert erhalten, der ihn zu 
Acara auf der Küfte von Guinea, aus dem Meere ausgefifcht bat. Er er- 
zählte mir, dafs er zu der Grüfse der gemeinen Makrele heranwachse, zu 
Zeiten häufig gefangen werde, und ein gutes Fleifch habe. 



DER 



Der Negerfifch. 



57 



DER NEGER FISCH. 
Scomber niger. 

GCGXXXVIIte Tafel. 

Der Körper fclwarz. K, . ., Br. ia, B. 6 , A. zi , S. 17, R. §-, 33. 

Scomber corpore nigro. B..., P. XII, V. VI, A. XXI, C. XVII, 

VIII 

D. , XXXIII. 

VIII 



Glaucus aculeatus, dorfo ex caeruleo ni- 
gricante, lateribus canefcentibus, ventre 
albiffimo; pinna dorfali ab initio & in 
exitu • triangulari , quam praecedunt 
octo aculei trianguläres , reponibiles. 
Klein Mifs. Pifc. V. p. 30. n. 3. 

Ceixupira Brafilienfibus. Marcgraf Brafil. 
p. 158. 
— 1 Fifa Ind. Utr. p. 48. 
— Marcgravii. Willugkby Ichth. p. 
298. tab. S. r8. fig. 3. 



Ceixupira. Ray Synop. Pifc. p. 94. n. 15, 

— Janfion de Pifcib. p. 1 86. tab. 

33- fig- 9- 

— Ruyfch Theat. Anim. p. 119. 

tab. 33. fig. 9. 
DerKönigsfifch, Negerfifch, Seffer. All- 

gemeine Reif. Th. II. S. 279. tab. 22. 

fig. I. 
Der ftachliche Bläuling , mit u. f. w. 

Neuer Sckaupl. d. Nat. Th. I. S. 83 r. 

n. 3. 



JLJie fchwarze Farbe diefes Fifches, welche mir auch zu feiner Benennung 
Gelegenheit gegeben, macht das Kennzeichen defielben aus. 

Die Anzahl der Strahlen in der Kiemenhaut kann ich, da die Zeich- 
nung aus dem Manufcripte des Prinzen Moritz entlehnt iflj nicht aflgebert. 
Alle. Naturg. d. Fifche. Th. x. H 



9- 

)er Neger- 
fifch. 



5 g - Btr Neger fifiki 

In der BrußflofFe hat er zwölf, in der BauchflofTe fechs, in der AfrerflofTe 
ein und zwanzig, in der SchwanzfiofTe fiebzehn, in der Rilckenflofle drey 
und dreifsig Strahlen, und vor derfelben acht freiftehende Stacheln angegeben. 

Der Körper ift geftreckt; der Kopf glatt,, fchuppenlos und flach; die 
Mundöftnung weit, und die Kinnladen find mit kleinen rafpelartigen Zäh- 
nen v.erfehan. Die Zunge ift breit und frey; die Nafenlöcher find doppelt; 
die Augen haben einen fchwarzen Stern, der von einem fslberfarbenen Ringe 
umgeben wird. Die Kiemendeckel find glatt; die Kiemenöfthung weit, und 
die Kiemenhaut bedeckt. Die Schuppen, welche den Rumpf bedecken, 
find klein, dünn und glatt; die Seitenlinie ift breit, grade, und in der 
Nähe des Rückens befindlich. Letzterer ift rund,, fo wie der übrige Kör- 
per fchwarz, und nur der Bauch ift weifs. Die Bauchfloften find grau, und 
fchwarz eingefafst, die übrigen FlofTen aber fchwarz und lang, in eine Spitze 
auslaufend, und fämmtlich mit vierzweigigen Strahlen verfehen. Die Stacheln 
am Rücken find am Grunde miteinander verbunden, und der Fifch kann felbige 
in eine dafelbft befindliche Furche einziehen, und nach Wiilkühr wieder in die 
Höhe richten. Sie find ftark und dreieckig, und Marcgraf behauptet von 
ihnen, dafs fleh der Fifch ihrer zu feiner Verteidigung bediene.. 

Diefer Fifch ift ein Bewohner des füdlichen Meers zwifchen Afrika und 
Amerika. Marcgraf, Piß, und der Prinz Morit^ haben ihn bey Biafilien, 
und' Barbot an der Goldküfte von Guinea angetroffen.. Er erreicht eine, an- 
fehnliche Gröfse. Pifo fagt, er würde fo ftark und noch gröfser als ein 
Menfch a), der Prinz Morit^ giebt ihm die Länge eines Welfes b} , dem 
Barbot c) zu Folge wird er fünf, und nach dem Marcgraf d) neun bis zehn 
Fufs lang; Er hat ein fettes, weifses, und derbes Fleifch, daher auch die 

«) Ind. p. 48.. c) Reif. S. 279. 

h) M. S, I..p. 33 IV d) Brafil. p. 158- 



Der Negerfifih. $n 

Brasilianer ihn Für ihren heften Fifch. halten. Von eben diefer BefchafFenheit 
foll er auch auf der Küfte von Cape Corfe e) feyn. Sein Gefchmack foll, 
wenn er frifch ift, mit dem Aale, und ausgenommen und getrocknet, mit 
dem geräucherten Lachfe übereinkommen. Er hält fleh im hohen Meere auf, 
kömmt zu Zeiten in ganzen Schaaren an die Küften, fucht die felfigen Ge- 
genden, und wird, wenn er an flache Stellen geräth, von den Negern bey 
brennenden Fackein gefangen. Er lebt von Krebfen, Hummern, Mufcheln 
und Schnecken^ 

An den afrikanifchen Küften wird er Seffir , Königs- und Negerfifih ge- 
nannt. Die Brasilianer haben ihm den Nahmen Ceixupiriz, die Franzofen 
Negre, und die Deutfchen Negerfifih gegeben, 

Marcgraf, der diefen Fifch zuerft befchrieben hat, gab um auch eine 
ziemlich getreue Zeichnung davon /), die Piß g~), Willughby fr), Johnfion i) 
und Ruyfch k~) kopirt haben. 

Obgleich, fowoh! die Zeichnung als die Befchreibung diefer Schriftftel- 
ler, unfern Fifch kenntlich genug machen, um ihn in einem Syßeme an feinen 
gehörigen Platz ordnen zu können, fo hat ihn deffen ungeachtet, aufser Klein 
keiner von den Syftematikern aufgenommen. 

Die Zeichnung, die Barhot gegeben, und die im erften Bande, der all- 
gemeinen Reifen auf der zweiten Tafel nachgeilochen ift, gehört zu den un- 
getreuen Abbildungen, indem die Schuppen nicht angedeutet find, am Rücken 
nur fieben Stacheln ftehen^ und über der Bruüflofle noch eine kleine vor- 
geftellt ift. 

<0 Allg. Reif. II. S. 279. h) Ichth. tab. S. ig. fig. 3. 

/) Brafil. p. 148. De Pifcib. tab 33. fig. 9. 

S) Ind. p. 48- A) Theat. Animal. tab. 33. fig. 9. 



•H j. 



6o 



Der Lootsmann. 



DER LOOTSMANN. 
Scomber Du&or. 

CCCXXXVIIIte TafeU 

Der Körper bandirt, vier freiftehende Stacheln am Rücken. K. 6, Br. 15, 
B-i, A. T V, S. ig'; R.|; 24. 

Scomber faßiatus, aculeis quatuor dorfalibus diflinclis. B. VI, P. XV, 

II IV 

V. , A , C. XVIII > D , XXIV. 

VI XVI IV 



Gafterofteus Duc~tor. G. Spinis dorfalibus 
quatuor. ü/zn.S.N. 
p. 489. n. 2. Edit.. 
Gmel. p. 1324. 
— - — G. Spinis dorfalibus, 

quatuor. Marfilien- 
fib. Fanfre. Bruti-- 
nich. Pifc. Maffil, 
p. 67. n. 83- 
Scomber Du£tor, dorfo monopterygio,,' 
radiis primis pinnae dorfali 
aculeatis. Loots-M3nke. Ha- 
felquift Reif. S. 410. n. 35, 
—- fafciis quatuor caeruleo-argenteis 
aculeis quatuor ante pinnam. 



dorfalem. Loefling Reif, nach Span, 

Amerik. S. 148. 
Scomber dorfo monopterygio : pinnulis 

diftinctis nullis: linea laterali re6ta, 

mutica, utrinque ad caudam dilatata. 

Qronov. Zooph. p. 94, n. 309. 
Loots oder Lodtsmanties. Osbecks Reif. 

nach Chin.. S. 95.. 
Scomber caeruleo albus, cingulis trans- 

verfis nigris, dorfo monopterygio. Sue- 

cis Lods., Schwed. Abhandl. Th. 17, 

S- 73- 
Glaucus aculeatus, fafciatus ab initio 
pinnae dorfaüs longae ad usque caudae 
pinnam fafciis quatuor latis ; vel aculeis 



Der Lootsmann. 



6,1. 



velpinnulis pinnam dorfalem antepofitis 

novem. Klein Mifs. Pifc. V. p. 31. n. 5. 

Pilöte-Fifh des anglois, nos Mattelots 

l'appellent Fanfre. Plumier M. S. 
Lootsmannkenes. 2?runa Voyag. tab. 190. 
Viif Vinger Vifch. Nieühof Ind. Tom. II. 
p.277. fig.2-p.a74. 
— - — — Wiüughby Ichth. App.. 
p. 7. Pilot -Fifh. tab; 
8. fig. 2. 
Pilote Pircis. Ray Synop. Pifc. p. 156. 
n. 7. 

— Du Tertre Hirt, des Antill. Tom. II. 

p. 223. 

— Diäion. des Animaux Tom. III. 

p. 299. 

Ternetty Voyag. aux Isles Malouin. 

Tom. I. p. 170. PI. I. fig. 8- 



Pilote du Requin. Bomarc Diction-. d'Hiflv 

Nat. Tom. VIII. p. 516. 
■ — Duham. Trait. de Pech. III. p. 55. 
PI. 4. fig. 4. PI. 9. fig. 3. 
— G. Dudtor. G. fpinis dorfalibus 
quatuor: fafciis feptem nigris, 
transverfis. Bonnaterre Encyclop. 
Ichth. p. 136. n. 2. PI. 57. 
fig. 223. 
Der begleitende Stichling. Lescke An- 
fangsgr. d. Naturg. Th. LS. 377. n. 2. 
Der Lootsmann. Kolbe Reif. n. d. Vorg. 

III. S. 376. 
Der ftachlichte Planung, vom Anfange 
u. f. w. Neuer Schaupl. d. Nat. Th. I. 
S. 832. n. 5. 
Der Lootsmann. Müll. L. S. Th. IV. S. 248.. 
n. 2. tab. 7. fig. a. 



XJiefe Makrele unterfcheidet fach von den übrigen diefec Abtheilung durch . I0 . 
den bandirten Körper, und die vier freifiehenden ,. kurzen Stacheln. Der Loots- 

In der Kiemenhaut zählt man fechs, in der BrnflüofTe fünfzehn, in 
der BauchflofTe fechs, in der AfterflofTe fechszehn, in der SchwanzflofTe 
achtzehn, und in der RückenflofTe vier und zwanzig Strahlen. 

Der Körper ift geftreckt; der Kopf zufammen gedrückt, abfchüflig, 
und bis auf die Kiemendeckel fchuppenlos.. Die Mundöffhung in: klein, die 
Kinnladen find gleich lang,, und mit kleinen Zähnen beferzt; der Gaumen 
ift vorwärts mit dergleichen Zähnen bogenförmig und die Zunge nach der 
Länge bewaffnet; letztere ift kurz, fleifchig und nur wenig frey. Die Na-- 
fe.nlöcher find doppelt A und der Mundfpitze näher als den Augen.. Vhfe; 

H 3. 



■6% Der Lootsmann. 

haben einen fchwarzen Stern, der von einem gelben Ringe umgeben 
wird. 

Es ift bereits ohen erwähnt worden, dafs die Farbe bey den Fifchen 
eben fo wie bey andern Gefchöpfen abändern, wovon diefer Fifch befonders 
ein merkwürdiges Beifpiel giebt, indem Statius Müller a) den Ring roth, Ha- 
felquifi b') fchwarz mit gelb gemifcht, Fernem c) gelb, Gronov d) weifs, 
und Osbeck f) gelb und weifs befchreibt. 

Die Kiemendeckel find -ungezähnelt, fchuppenlos, und abgerundet; die 
KiemenöfFnung ift fehr weit , und die Kiemenbaut ganz bedeckt. Der 
Rumpf ift mit kleinen Schuppen befetzt; der Rücken und Bauch find rund, 
fleifchig, und der After der SchwanzflofTe näher als dem Kopfe. Die Seiten- 
linie macht eine Beugung nach oben, und neiget fich hernach, bis fie fich 
am Ende in der Mitte der SchwanzflofTe verlieret. Der Schwanz ift an den 
Seiten erhöhet, wodurch er eine viereckige Geftalt erhält, die man auch 
bey vielen andern Makrelen wahrnimmt. Diefes rührt von den fchneide- 
förmigen Fortfätzen /) , die fich an den 'Seiten der Wirbelknochen des 
Schwanzes befinden, her. Die fämmtlichen Strahlen find weich, die in der 
Rücken- und AfterflofTe einfach, in der BruftflofTe gabelförmig, und in den 
übrigen vierzweigig. Die Bruft- und Bauchflofien find grau, die After- und 
Rücken'fiofien bläulich, die SchwanzflofTe am Grunde grau, in der Mitte 
fchwarz, und am Ende weifs. Am Rumpfe find fünf blaue, und zwifchen 
diefen vier weifse Banden vorhanden. Erftere find am Rücken dunkel und 
werden nach dem Bauche zu heller. Es ift indefTen die Anzahl diefer Ban- 
den nicht immer diefelbe; fo zählt Löffling vier blaue und eben fo viel 

d) L. S. Th. IV. S. 249. d) Zooph. p. 95. n. 309. 

F) F.elf.S. 411. e) Reif.S. 96. 

c) Voyag. I. p. 170. . /) Proceflus. 



Der Lootsmarm, $3 

weifse g)- Hafelquifi h) fünf von- jeder Art, Pernetty i) fechs blaue und: 
nur vier weifse, und Osbeck £) Geben von erfterer und fechs von letzterer Art.. 

Diefen fchönen Fifch treffen wir in verfchiedenen Wekgegenden an. 
Plümier von dem ich diefe Abbildung entlehnt habe, zeichnete ihn auf den. 
antillifchen. Infein, Hafelquifi /> • fand ihn im mittelländifchen Meere bey 
der Infel Ivica, Brunniche : m) bey Marfeille r Osbeck n) unweit der Linie,. 
Löffling o) im füdlichen Weltmeere, Nieuhof p) in Oftindien., und Kolbe q) y 
am Vorgebürge der guten Hoffnung. 

Dem Nieuhof zu Folge wird diefer Fifch ein bis anderthalb Fufs lang,. 
die übrigen Reifebefchreiber hingegen, haben ihn nur in der Gröfse von. 
fechs bis. acht Zoll gefehen. Da ihn indeffen PULmier in feiner natürlichen. 
Gröfse vorgefiellt hat, fo fcheint Nieuhofs Angabe der Wahrheit am näch<- . 
ften zu kommen.. 

Diefer. Fifch hat ein gutes Flelfch, welches dem Urcheile des Osbeck. 
zu Folge, dem Fleifche der Makrele gleich kömmt. 

Pernetty erklärt ihn für einen der beiden und fchönften Seefifche. Er 
lebt vom Raube, indem Haßlquifi feinen Magen mit kleinen Fifchen angefüllt^ 
fand. Da. man ihn gewöhnlich, um und neben dem Hayfifche in Menge. 
fchwimmen flehet,, fo wird durchgängig von ihm geglaubt, dafs er dem 
Hayfifche den Weg zu feiner Nahrung zeige , und diefer ihm aus Dankbar- 
keit etwas abgebe, indem er das, was beim Kauen abfällt, auffange; 
allein diefes iff falfch: denn der Hayfifch hat zwar viele, aber lauter Schnei- 

g) Reif.S. 148. m) Pifc. MaßiL $. 67. 

K) Rcif.S. 411. n) I. a. B. S. 75. 

i) Voyag. I. p. 170. 0) Reif. S. 148.. 

ib) SchwedifcL Abhandl. I^rThi S; 74. p) Ind. IL p. 277. 

i) 1. a. b. s. 4.1a. ql.Rei/: Th. III. s. 3,76, 



64 B er Lootsmann. 

dezähne, mithin kann er nur abbeifsen und verfchlucken , nicht aber zer- 
malmen, als auf welchen Fall das Abfallen der Speifen nur ftatt finden kann. 
Sie folgen daher dem Hay , um mit ihm das aufzufangen, was aus dem 
Schiffe geworfen wird, und fie bleiben öfters bey den Schiffen, wenn der 
Hay diefe fchon verlaffen hat. So erzähle Herr Bränniche, dafs fie in Mar- 
feille zu der Zeit fich dafelbft einfinden, wenn die Schiffe in Hafen zu über- 
wintern einlaufen r).. Auch Lcfiing und Du Tertre haben ihn in grofser An- 
zahl die Schiffe ohne Uayrifche begleiten fehen s). Warum fie aber fich 
gern in der Nähe der Hayfifche halten, gefchiehet, um fich vor den Nach- 
stellungen der Raubfifche zu fichern: denn, dafs diefe kleinen Fifche oft ein 
Raub der Donide O, ur >d anderer gröfsern Seefifche werden, davon ift 
Hüfilquifl Augenzeuge gewefen. Der Hayfifch würde fie zwar auch verfchlin- 
gen, wenn er ihrer anders habhafc werden könnte: allein fo wie diefer fich 
in einer ungefchickten Bewegung zu ihnen wendet, fpringen fie auf die Seite. 
Ein Umftand, den Du Tertre mit angefehen hat u). 

Der Migen ift dünnhäutig; die Leber hat zwey Lappen, und ift nur 
klein. Die Milz ift fchwärzlich ; der Darmkanal hat zwey Beugungen, und 
am Anfange fünf und zwanzig Anhängfei x). Das Darmfell ift dünnhäutig, 
weift, und glänzend. Der Rogen und Milch find doppelt. 

Die Schiffer nennen diefen Fifch Lootsmann; die Holländer Lootsman- 
ties und V'df- Vinger-Vifch ; von den Engländern wird er Pilot -Fifh; 
von den Franzofen Pllote , Pilot de Recjuin , und in Marfeille befonders Fün- 
fer; in Schweden Lods , und in Deutfchland der Lootsmann genannt. 

Du 



r) Pifc. Mafs. p. 67. u) Antill. II. p, 224. 

s~) Reife S. 148- *) llaßqu. Reife, S. 41a. 

i) Coryphaena Hippuris. 



Der Lootsmann. tfj 

Du Tertre hat bereits im Jahre 1567 unfern Lootsmann befchrieben j) 
und auch abgebildet, allein mit der Zeichnung mufs ein Fehler vorgefallen 
feyn: denn fie gleicht weder dem unfrigen noch fonft irgend einem mir 
bekannten Fifche. 

Lange nachher (1693) befchrieb ihn auch Nieuhof und gab uns eine 
gute Zeichnung, der jedoch die Schuppen und die Stacheln fehlen £). Die- 
felbe Figur finden vir auch im Willughby ad), Duhamel bb) und Bonna- 
terre cc) wieder. 

Nach der Zeit hat uns auch Pernetty diefen Fifch abgebildet, aber 
mit fchlechtem Erfolg: denn er hat nicht allein jene Fehler begangen, fon- 
dern auch den Kopf zu fpitzig vorgeftellt dd). Auch diefe hat Duhamel 
nachftechen laßen *). 

Auch Statius Müller will unfern Fifch abgebildet haben : allein , da er 
ihn mit fechs langen Rückenftacheln, mit vielen ichmahlen Banden, und 
einem zugefpitzten Kopfe vorgeftellt hat ee), Co ift es eine andre Art, die an 
dem unfrigen gränzt. Auch diefe Zeichnung hat Duhamel in fein Werk 
aufgenommen ff), und wenn diefer Schriftfieller unferm Fifche die Schup- 
pen abfpricht gg) , £0 hat er aus Mangel eigner Unterfuchung fich durch 
die Zeichnung dazu verleiten lafTen, 

Wenn Gronoy hh) und Osbeck ü) unferm Fifche nur drey Rücken- 
flacheln geben,' fo haben fie wohl einen überfehen, und diefes kann der 

y) Hill. d'Antill. IL p. 223. *) L a. B. PI. 9. fig. 3. 

Ind. II. p. 274. fig. 2. et) L. S. Th. IV. tab. 7. fig. 2, 

aa) Ichth. App. tab. 8- fig. 2. ff) I. a. B. PI. 9. fig. 3., 

bb) Traitide Pick. III. PJ. 4. fig. 4.' gg) p. 56, 

cc) Encyclop. Ichthyol. PI. 57. fig. 213. ha) Zoopk. p. 94. n. 309. 

dd) Voyag. tab. i.fig. 8- ö) Schwcd. Abkandl. Th. 17. S. 74. 

Allg. Naturg. d. Fifche. Th.X. I 



66 Der Lootsmann, 

Kürze der Stacheln wegen, leicht gefchehen, befonders wenn der Fifch fett, 
und die Haut dadurch dicker geworden irr. 

■Hafrfquiß kk) und Osbeck 11), die unfern Fifch auf ihren Reifen ge- 
nau unterfucht haben, gefellen ihn den Makrelen bey, zu denen ihn auch 
Klein m/n) und Gronov nn) zählen. Linne hingegen, macht ihn, wegen 
feiner freißehenden Stacheln zum Stichling. 

Kolbe oo) beging bey der Befchreibung unfers Fifches den Fehler, ihm 
die Eigenfchaft des Anfaugers anzudichten, welches Bomare pp) getreulich 
nachgeschrieben hat. 



kk) Reif. S. 410. nn) Zooph. n. 309. 

//) 95. 00) Reif. III. S. 375. 

mm) Mi/s. Vife, V. p. 31. n. 5. PP ) Didion. d'Hiit. nat. Tom. VIII. p.516. 



Der Grünzüng. fi-j 

ajimiMMHUiHM wyni mm t mnmiiTam mssmsm^^m mf ua^sms^Bsms x^ i i ir nnii rni i m i n i 1 1 m i um ii mn w — ■»— > 

Vierte Abtheilung. 

Mit %wey Rückenfloßen ohne Stacheln und Büfchelßqßen. 



DER GRUNZ L- IN G. 

Scomber Chloris. 

CCCXXXIXte Tafel. 

Der Körper breit, der Unterkiefer hervorgehend. K. 6, Br. i6, B. -?• 

A. -§•> isj ^•' 7 -3> R* t> fV* 
Scomber corpore lato , maxilla inferiore prominente. B. VI, P. XVI 

I II I VII I 

V , A. — , ■ , C, XXIII, D. -, ___. 

VI ' II XXVIII VII XXIX 

JLJiefer Fifch Vifst fich leicht von den übrigen diefer Abtheilung durch fei- 
nen breiten Körper, und die hervorhebenden Unterkiefer unterfcheiden. Der 

In der Kiemenhaut zählt man fechs, in der Brußüofle fech.szehn, in GiUnzlin S 
der BauchflofTe fechs, in der erden AfterflofTe zwey, in der zweiten acht und 
zwanzig, in der SchwanzrlofTe drey und zwanzig, in der erften Rückenfloße 
fieben, und in der zweiten neun und zwanzig Strahlen. 

Der Körper iß breit und dünn, der Kopf abfchüffig, klein, und fchup- 
penlos; die Mundöffnung ifi eng; die Unterkinnlade etwas länger als die 

I z 



1 1. 



68 Der Grünling. 

obere, und beide find mit felir zarten Zähnen nur fchwach bewaffnet. Die Zunge 
ift glatt; die Lippenknochen find breit; die Nafenlöcher einfach; die Au°-en 
grofs und nahe am Scheitel; ihr Ring röthlich , und ihr Stern fchwarz. 
Die Kiemendeckel find glatt, und der hintere aus drey Blättchen zufammen 
gefetzt. Die Kiemenöffnung iß weit, und die Kiemenhaut zum Theil be- 
deckt. Der Rumpf ift breit; der Rücken und Bauch fcharf, und der After 
nicht fehr weit vom Kopfe entfernt. Die Seitenlinie, die anfänglich nahe 
am Rücken läuft, entfernt fleh von felbigem in der Mitte, und geht alsdann 
in gerader Richtung bis in die Mitte der SchwanzflofTe. Die Schuppen find 
klein, dünn und glatt, die weichen Strahlen vierzweigig; die Bruflfloffe ift 
fehr lang, und die BauchßofTe fehr kurz; die zweite After- und die zweite 
RückenflofTe flehen gegen einander über, find gleich lang, haben beide eine 
gleiche Anzahl weicher Strahlen, und einen kurzen Stachel, mit welchem auch 
die BauchflofTe verfehen ift.. Die erfte AfterflofTe hat zwey, und die erfls 
RückenflofTe fleben Stacheln. 

Da diefer Fifch in Rückficht der Farben , mit dem unter 'dem Nahmen 
Grüniling- bekannten Vogel, übereinftimmt, fo hat mir diefer Umfland zu 
feiner Benennung Gelegenheit gegeben. 

Diefe Makrelenart finden wir an den afrikanifchen Küften, in der Gegend 
der Provinz Acara. Der feelige Dr. Ißrt hat mir ihn von daher mitgebracht. 
Er hat, feinem Berichte zu Folge, ein fettes aber weichliches Fleifch, welches in 
diefer heifsen Gegend fehr fchnell in dieFäulnifs übergeht, und da den dafigen 
Einwohnern die Fifch e von diefer Befchaffenheit eine angenehme Kofi find, 
fo macht auch diefer Fifch eine ihrer Lieblingsfpeifea aus. 



Der Ohrßeck. 



6 9 



DER O H R F L E C iL 

Scomber Carangus. 

e C C X L t s T a f e L 

Der Kopf abgeftumpft, ein fchwarzer Fleck am tintern Kiemendeckel. K. 7, 
Br. i(5, B. i, A. -I, x \, S. ig, R. i, ^ 

Scomber _ capite truncato, macula nigra in operculo pofieriore. B. VII r 

P. XVI, V. — V A. — , — , C. XFI2T, 2?. — , — . 
VI II XV VII XIX 



Scomber linea laterali curva tabellis ofleis 
loricata, corpore lato et tenui. Cronov. 
Mus. Ichth. I. p. 34. n. 82. Scomber 
fubcomprefius, latus: linea laterali 
eurva, laevi, prope caudam redta, lo- 
ricata. Zoopk. p. 94. n. 307. 

Scomber, linea laterali aculeata, pinna 
ani oflicülorum viginti. Scba. Tltes. III. 
p. 74, n. .3. tab. 27. flg. 3. 

Guara Tereba. Ä-farcgraf Bvaül. p. 172. 

— — Piß Ind. Utr. p. 57. 

— — Phonier M. S. 

— — Braulienfibus. Willugkby 

Ichth. p. 291. tab, S. 18. 
fig. I... 



Guara Tereba. fonfion de Pifcib. p. I94. , 
tab. 35. fig. 4. 
— — . Ruyfch Thear. Animal. p. 
135. tab. 3.5. fig. 4. 
Carangue. du Tertre Voyag. II. p. 215. 
Ican Salcatoc. Valentyn. Ind. Tom. III. 

p. 360. n. 45. fig. 45. 
Salkoutoec. RenardFoiff. I. tab. 6. fig. 43. 
— Boddert Nat. Hift, p. 1 2. n. 43;. 

Weft-indifche Makreel. Houttuyn Nat.. 

Hift. VIII. p. 64. n. 1 1. 
La Guare. Bonnat. Ency'clop. PL. 58. fig?- 

229. 
Carango. Allg. Reif. IV. tab. 35,, 
Der Breitfifch. Müll. L. S. IV. tab. 7. fig; 3> 
I 3; 



■/o Der Ohr fltck, 

ia. Uer am Rande des hintern Kiemendeckels befindliche fchwarze Fleck, und 
Der Ohr- der abgedampfte Kopf machen dieles Fifches Metkmahle aus. 

„ In der Kfemenhaut bemerkt man lieben, in der BruftflofTe fechszehn , 
in der BaucbflofTe fechs, in der etilen Afcerjflolle zwev, in der zweiten fünf- 
zehn, in der Schwanzflofie achtzehn, in der erften RückenfiofTe fieben, und 
in der zweiten neunzehn Strahlen. 

. Der Körper iil breit und dünn; der Kopf zufammen gedrückt, und mit 
kleinen zarten Schuppen bedeckt; die Mundöffnung iil weit; die Kinnladen 
find von gleicher Länge, und mit einer Reihe kleiner, fpitzer Zähne befetzt, 
von denen die zwey vorderilen die gröfsten find. Die Zunge iil frey, breit, 
und von kleinen Zähnen rauh; die Lippenknochen find breit; die Nafen- 
locher doppelt, und dicht an den Augen befindlich. Diefe haben einen 
fchwarzcn Stern, den ein filberfarbener Ring einfchliefsr. Die Kiemendeckel 
find fchuppig, glatt, und der hintere aus drey Blättchen zufammen gefetzt. 
Die Kiernenöffhung iil weit, und die Kiemenhaut bedeckt. Der Rücken iil 
fcharf, und bildet einen flachen Bogen; der Bauch iil kurz, und der After dem 
Kopfe näher als der Schwanzfloile. Die Seitenlinie, die am Genicke anfängt, 
läuft anfänglich nahe am Rücken, fchmiegt fich bald darauf nach der Mitte, 
und geht alsdann in gerader Richtung bis nach der SchwanzfloiTe. Der hin- 
tere Theil derfelben iil mit Schildern befetzt. Am Bauche und Rücken ilt 
vorn eine Vertiefung zur Aufnahme der Flößen vorhanden. Die Schuppen fip.d 
klein; die Floflen gelb; die Seiten grünlich, oben und unten, fo wie der 
Bauch filberfarben. Die weichen Strahlen in fammtlichen Floflen find vierzwe'Vi» 

o t>* 

Diefer Fifch iil ein Bewohner der Meere von Oft- und Weilindien, in- 
gleichen vom fiidlichen Amerika. Denn fo zählt ihn Vakntyn und Renard 
zu den moluckifchen, Du Tertre und Plümier zu den antiilifcfaen, und 
Marcgraf und Piß zu den brafilifchen Fifchen. Letztere fagen zwar , er 



Der Ohrßeck. yi 

werde nicht über fieben bis acht Zoll lang a): allein, da ihn Plümier etwas 
gröfser, als er hier erfcheint, gezeichnet hat, fo mufs er wohl in der Ge- 
gend der Antillen ungleich gröfser, als in Brasilien werden. Ein Umfhnd, 
den wir- bey mehreren Fifchen und andern Thieren wahrnehmen, und wel- 
cher in der mehr oder weniger nahrhaften Gegend, in den vielen oder we- 
nigen Nachftellungen feinen Grund hat. Eey den vierfüfsigen Thieren und 
Infekten hat aufser diefen auch das Klima grofsen Einflufs. 

Diefer Fifch hat fo wie alle Makrelenarten ein weifses und gutes Fleifch. 
Er gehört, wie man aus dem Baue des Mundes flehet, zu den Raubfifchen , 
und wird daher fowohl mit der Angel als auch mit dem Netze ge- 
fangen. 

In Oftindien heißt er Ikan Salcctoc, und Salkoatocc, von den Bra- 
filianern wird er Guara- Tereba, und von den Portugiefen Corrovado genannt. 
Auf den antillifchen Infein nennt man ihn Carango ; in Frankreich Caranguc 
und Guara,, und in Deutfchland den Ohrfleck und die weßindifihe Makrele. 

Gronovs Frage: ob der groene Konigsfifch des Vakntyn der unfrlge 
fey b), können wir mit nein beantworten, da der unfrige breit und dünn, 
jener hingegen fchmahl und lang ifl. Es ifl der oben befchriebene Konigs- 
fifch. Die zweite Frage diefes Schriftflellers : ob die Makrele mit zehn Bü- 
fchelflofTen, welches der Cordyla des Linne ifl, nicht unfer Fifch fey, 
läfst fleh ebenfalls verneinen, da felbige dem unfrigen gänzlich fehlen. Linne 
hat daher Unrecht, wenn erdiefen Fifch des 'Gronov , und den Guara-Tereba 
zu feiner Cordyla anführt c). Diefe Unrichtigkeit ifl in die Gmellinfche 
Ausgabe, und in die müilerfche, deutfehe Ueberfetzung d) fortgepflanzt 



a) Braß. p. 172. Ind. p. 57. c) S. K p. 493. n. 4. 

b) Zooph. n. 307. d) Th. IV. S. 262.' 



71 'Der Ohrflech 

worden, und letzterer hau fogar die Sebaifche Abbildung unfers Fifches dazu 
kopiren lafien 0- Eben diefen Fehler begeht auch Bonnaterre *). 

Dem Marcgraf haben wir die erfte Bekanntmachung, und eine ziem- 
lich getreue Abbildung zu verdanken /), die Piß g) , Willughby h) , Jon- 
ßon i) und Ruyfch k) kopirt haben. 

Seba gab uns eine neue Abbildung, die ebenfalls nicht fchlecht ift /). 

Der neuern Abbildung in den allgemeinen Reifen **) fehlen die Bauch- 
fl eilen. Auch ift darin die AfcerfloiTe zu kurz vorgeftellt. 

Der Carangue des Duhamel mufs nicht mit unferm Fifche verwechfelt 
werden; jener ift, wie die Figur deutlich zeigt tri), der Stöcker n). 



e) L. S. Th. IV. tab. 7. fig. 3. .Jt) Tlieat. Anirru tab. 35. fig. 4, 

*) Encyd. IchtL PL gz. fig. aio. ?&«• m« tab - 27- fi g- 3' 

/) Braß. p. 17a. •*) Th. IV. tab. 35. 

g) Ind. p. 57. m) Traitd de Pech. III. PI. I. fig. 2. 

ä) IcM. tab. S. 1 8. fig. r- ^0 Scomber Trachurus Lin.ru 

i) DeFifab. tab. 35. fig. 4. 



DIE 



Die bandirte Makrele. 73 



DIE BANDIRTE MAKRELE. 

Scomber fafciatus. 

CCCXLIte T'.i'f et! 

Der Rumpf bandirt. K. 6, Br. 18, B. -f., A. f , ig, S. 19, 
R. f , 30. 

•Sco/n^r trunco fafciato. B, VI, P. XVIII, V. — , -4. — , XIX, 
VII 

a xix, d. — , xxx. 

VII 



Lan erkennet diefen Fifch an den braunen Banden, welche man am Rumpfe ^, 
wahrnimmt. Bie ban- 

In der Kiemenhaut zahlt man fechs, in der Brufifloffe achtzehn, in , , 
der BauchflofTe fechs, in der erften AfterflofTe zwey, in der zweiten, in- 
gleichen in der Schwanzflofie neunzehn, in der erften RückenflofTe liehen, 
und in der zweiten dreifsig Strahlen. 

Der Körper ift dünn, breit, und mit kleinen Schuppen befetzt; der 
Kopf abfchüflig, filberfarben , und braun gefleckt. Die Kinnladen find 
gleich lang, und mit kleinen fpitzen Zähnen bewaffnet. Die Zange ift frey, 
dünn, und Co wie der Gaumen von kleinen Zähnen rauh. Die Nafenlöcher 
find einfach, und flehen zwifchen der Mundfpitze und den Augen in der 
Mitte; diefe haben einen fchwarzen Stern in einem goldenen Ring. Die 
Allg. Naturg. d. Fifche. Th. x, K 



7* Die bandirte Makrele. 

Kiemendeckel find fchuppig; die KiemenöfFnung ift weit, und die Kiemenhaut 
bedeckt. Die Seitenlinie ift dem Rücken näher als dem Bauche, und bildet 
vorn einen flachen Bogen. Der After liegt in der Mitte des Körpers. Die 
erfte Rücken- und AfteiflofTe beliehen aus lauter harten , die zweiten , fo wie 
auch die SchwanzßofTe., aus lauter weichen, und die Bauchflofle aus einem 
harten und fünf weichen Strahlen. Am Bauche nimmt man zwey Vertiefungen 
zur Aufnahme der BauchflofTen wahr. Letztere find am Grunde gelb, und 
übrigens violett. Die fämmtlichen weichen Strahlen find an ihren Enden 
vielfältig getheilt. Die übrigen Flößen find blau, und braun gefleckt. 

Die weifse Silberfarbe ift auch bey diefer Makrele die herrfchende.. 

Das Vaterland diefes Fifcbes ift mir unbekannt. 



Die rothe Makrele. 



75 



DIE ROTHE MAKRELE. 

Scomber ruber. 



CCCXLIIte Tafel. 



Der Körper roth. K. 6, Br. i 5 , B. £., A. f, 16 f S. 17, R. *-, 28. 

Scomber corpore rubro. B. VI, P. XV, V. , A. — , XXVI, 

C. XVII, D. — , XXVIII. 
VII 



Makrele. 



Uie rothe Farbe unterfcheidet diefen Fifch von den übrigen diefer Ab- 14. 
theilung. Die rothe 

In der Kiemenhaut zahlt man fechs, in der BruftflofTe fünfzehn, in 
der BauchflofTe fechs, in der erflen AfterflofTe zwey, in der zweiten fechs 
und zwanzig, in der SchwanzfroiTe fiebzehn, in der erften RückenflofTe fieben, 
und in der zweiten acht und zwanzig Strahlen. 

Der Körper ift geftreckt, ileifchig, und mit fehr kleinen und zarten 
Schuppen befetzt; der Kopf ift zufammen gedrückt, und bis an die Kie- 
mendeckel fchuppenlos; die Kinnladen find von gleicher Länge und mit 
kleinen fpitzen Zähnen bewaffnet; die Lippenknochen find ftark; die Zunge 
ift frey und glatt, und der Gaumen mit rafpelartigen Zähnen befetzt. Die 
Augen haben einen fchwarzen Stern, und einen goldfarbenen Ring. Die 

K 2. 



7 6. . Die rot he Makrele. 

Riemendecke! find am Rande glatt, und der hintere ift aus zwey Blättchen 
zufammen gefetzt; die Kiemenöffhung ift weit, und die Kiemenhaut bedeckt. 
Die Seitenlinie ift dem Rücken näher als dem Bauche, hinterwärts n3ch un- 
ten gebogen, und mit kleinen, dünnen Schildern befetzt. "Der After ift 
dem Kopfe etwas näher als der Schwanzflofle. Am Rücken und an den 
Seiten bis an die Seitenlinie hat die rothe Farbe die Oberhand, durch welche 
die Silberfarbe durchfehimmert, von da weiter aber, verhält es fich umge- 
kehrt. Die Floflen find gelb, und fpielen in's Violette. 

Diefer Fifch hält fich bey der Infel St. Croix auf. Der feelige Dr. 
Ifirt hat ihn dafelbft ausgefifcht. Er versicherte mir, dafs er mehrere 
gefangen, und verzehrt, und dafs fein Fleifch einen angenehmen Ge- 
fchmack habe. Es wären auch einige darunter gewefen , die um ein an- 
fehnliches gröfser waren, als der, welcher hier mitgetheilt wird. 



Das Beutelauge. 77 



DAS BEUTE LAUGE. 

Scomher Crumenophthalmus. 

CGCXElII.te Tafel, 

Eine beuteiförmige Haut am Auge. K. 6, Br. no, B. 6, A. -|, %j, 
S. ig, R. 4, Ä;. 

II 

Äro/T^fr Burfa oculum circumdata. B. VI, P. XX, V. VI, A. — , XXVII, 

VIII I 

C. XVIII, V. 



VIII XXVIII 



JL/er das Auge umgebende Beutel unterfcheidet nicht nur unfern Fifch von je- 
den übrigen Makrelen, 'fondern auch von allen bis jetzt mir bekannten Fi- Das Beutel- 
fchen. Diefer Beutel entßehet aus der gemeinen Haut des Fifches, die iich au g e> ; 
umfehlägt, und eine Falte, oder einen Beutel bildet. Er iß. länglich,, 
erftreckt fich vom Kiemendeckel bis an die Oberkinnlade, und läfst in der 
Mitte eine ..längliche Oeffnung.. Ohne Zweifel kann der Fifch nach Wülkühr- 
die Haut gleich Augenwimpern auf und zu machen, um fehen und das Auge 
auch vor Gefahr fchützen zu können: denn vermuthlich lebt diefer Fifch an: 
folchen Orten, wo fcharfe Steine oder flachliche Seegewächfe vorhandea; 
find. 



7 8 Das Beutelauge. 

In der Kiemenhaut zählt man fechs, in der Bruftflofie zwanzig in 
der BauchSofle fechs, in der erften Afterflofie zwey, in der zweiten fieben 
und zwanzig, in der SchwanzflofTe achtzehn, in der erften Rückenflofle acht, 
und in der zweiten acht und zwanzig Strahlen. 

Der Körper ift geftreckt, dick, und rundlich; der Kopf zufammen 
gedrückt; die Kinnladen find mit fo kleinen fpitzen Zähnen verfehen, dafs 
ich felbige nur durch ein Suchglas bemerken konnte; an der obern nimmt man 
zwey breite Lippenknochen wahr. Der Gaumen und die Zunge find glatt, und 
letztere frey und dünn. Die Nafenlöcher find doppelt, und flehen zwifchen 
den Augen und der Mundfpitze in der Mitte. Die Kiemendeckel find glatt, 
und der hintere aus zwey Blättchen zufammen gefetzt; die KiemenöfFnung 
ift weit, und die Kiemenhaut bedeckt. Der Rumpf ifl: mit kleinen und 
zarten Schuppen bedeckt; die Seitenlinie, welche dem Rücken naher als dem 
Bauche liegt, ift beinahe gerade, die obere Hälfte kaum fichtbar, die untere 
aber defto merkbarer, da fie mit dünnen Schildern befetzt ift. Die erfte 
Rückenflofle hat acht, die erfte AfterflofTe zwey, und die BauchflofTe nur 
einen harten Strahl. Die weichen find vielzweigig; die Flößen grau, die 
Seiten und der Bauch filberig, und der Rücken bläulich. 

Diefer Fifch hat, eben fo wie faft alle übrigen Makrelenarten, ein weif- 
fes, fettes, und fehrwohlfchmeckendes Fleifch. Er gehört zu den Seeflfchen, 
und erfcheint häufig an den afrikanifchen Küften, in der Gegend von Acara. 
Ich habe ihn vom feeligen Dr. Ifert von daher erhalten. 



Die Plümicrfche Makrele. n a 



SIE PLUMIERSCHE MAKRELE., 
Scomber. Plumieri. 

C C C X L I V t e T a f c 1.. 

Die Schuppen, grofs, die. Floflen gelb. K. . .., Br. 15., B. 6\ A. f , ao, 
S..14, .R.*, *V 

Scomber fquamis magnis ,. pinnis flavis., B. ... 1Jt P.XV t . V. VI*, A. * XX 

Tcachurui argenteo-coeruleus,. aureis maculis.notatus. Plümier M..SZ. 

L):e grofsen Schuppen und gelben Flößen find die Kennzeichen diefes Fi- ^ 

fches. Wir haben zwar mehrere Makrelen mit gelben Flößen, allein, diefe Die Plü- 

find: entweder fchupoenlos,. oder haben doch nur lehr kleine Schuppen mierfche 

rr " Makrele. 

Die Anzahl der Strahlen in der Kiemenhaut kann, ich niclit angeben, 

indem Plümier, von dem ich. diefe Zeichnung entlehnt habe, keine Rück- 
ficht darauf genommen hat. In der Bruftflofie hingegen zählt man fünfzehn, 
in. der Bauchfloße, fechs , in der erften Afterflofle zwey, in der zweiten 
zwanzig, in der Schwanzflofle vierzehn, in der erften. Rückenfloße flehen*, 
und. in der zweiten, vier und zwanzig Strahlen., 



80 Die Plümierfche Makrele. 

Der Körper iß geßreckt; der Kopf klein, zufammen gedrückt, ab- 
fchüifig und fchuppenlos. Die Kinnladen find von gleicher Länge; die Na- 
fenlöcher einfach; der Augenring gelb; die Kiemendeckel glatt; die Kie- 
menöffnung weit, und die Kiemenhaut zum Theil verborgen. Der Rumpf 
ift mit dünnen, glatten Schuppen bedeckt; der After halb fo weit vom 
Kopfe als von der Schwanzflofle entfernt, und die Seitenlinie hinter der 
Brufifiofie nach unten gebogen, von da- an mit Schilden befetzt. Der 
Rücken, iß blau; die Seiten find weifs , und die Flößen gelb. Von der 
nehmlichen Farbe find auch die am Rumpfe befindlichen Flecke. In der er- 
ßen Rückenflofle find fieben, in der zweiten und in der erßen Afterfiofle, in 
jeder zwey harte Strahlen. Die fämmtlichen weichen find vierzweigig. 

Der Aufenthalt diefes Fifches iß das atlantifche Meer bey den An- 
tillen. 



■Die Schwer ätmaknk. 



S* 



DIE SCHJ^ERDTMAKRELE a), 
Scomber Gladius. 

CCCXIVte T a f e 1, 

Der Schnabel fchwerdtförmig.' K. y t Br, ij, B. |, A. f, 5, S. Yo, 
R. 45, 7. 

.SVomJer rq/?ro enßformi. B. VII, P. XV, V — , -4. IX P, C. XX, 
D.XLV, VII. 



Xiphias lata , longaque per integrum dor- Guebucu Brafilienfibus ; Xiphiae affinis. 



Tum pinnaj in ventre duobus bacilli- 

* formibus corporibus nigris , duri« 

plane ut osfepiae; ore edentulo. Klein. 

Mifs. Pili. IV. p. O.a. n. 5. 

Araguagu. Prini Morit^ M. S. Tom. II. 

p. 362. 

Guebucu Brafiüsnfibus, Lufitanis Bicuda. 

Marcgraf BrnCil. p, 

171. 

— =~* Lufitanis Bicuda. 

Fifi Ind. Utr. p. 



Wittughby Ichth: 
p. 163. tab. 27. 
fig. I. Zee-Snip. 
-App. p. 5. tab. 5. 
% 6. 
— Xiphias affinis. Ray 
Synop. Pifc. p. 

52- 
Jonfion de Pifcib. p. 203. tab. 37, 

fig- 7- 
Ruyfch Theat. Animal. p. 141." 
tab. 37. fig. 7. 



a) Aus "Verfehen ift S. 37 diefer Fifch in die fünfte Abtheilung gefetzt worden. 
Allg.Naturg.d.Fifche. Th.x; L 



£i Die SchwerdtmakfcU. 

Beccafle de mer. Rochefort Antill. Ray XVII. p. 245. n. 447. pl. 49. fig, 447. 

Synop. p. 52. Lemufeau bleu p. 254. n. 485. fig. 485, 

Zee-Snip. Nicuhoflnü. Tom, 11. p. »74. Layer, le Voilier, Renard Hift. de Ppifi*. 

fig- 1. I. »b. 34- fi g- 1 8a, Zeyl-Vifch II. tab. 

Ikan Tijabelang Jäng Terbang. de vJie- 54, fig. 233. 

gende Geep. Valentyn Amboina Tom. Voilier. Broujfonet Menaoir. de PAcade*- 

III. p. 500. n. 485. fig. 485. Zee- mie de Paris 1786. p. 450. pl. 7. 

Snip. p. 470. n. 392. fig. 392. jRopr journ. de phyf. ann. 1786. p. 18. 

Ikan Tsjabelang Jang Terbang, ou le bro- Schnabelfifch mit einem u. f. w. Neuer 

chet volant. Hiß. Gener. de Voyag, Tom. Schaupl. d. Nat. Th. 3, S. 560. 

~~ JLJer hervorragende fchwerdtförmige Knochen giebt ein unverkennbares Merk- 
■Q- mal für diefen Fifch ab. Es ift diefer, eben fo wie beim Schwerdtfifch, einFort- 

Schwerdt- fatz der oberen Kinnlade, nur mit dem Unterfchiede, dafs das Schwerdt bey 
diefem durchaus flach, bey dem unfrigen hingegen nur nahe am Kopfe flach, 
nach vorn zu aber rundlich ift; in beiden läuft es in eine Spitze aus. Von eben 
der Bildung ift auch die Unterkinnlade, deren Spitze etwas zurückgebogen ift, 
und deren Länge nur den vierten Theil der obern Kinnlade beträgt. Beide 
Kinnladen, ingleichen der Gaumen } find von kleinen Zähnen rauh, und die 
Zunge ift glatt. 

In der Kiemenhaut find fieben, in der Bruftflofle fünfzehn, iti derBauch- 
fiofle zwey, in der erften Afterfiofle neun, in der zweiten fünf, in derSchwanz- 
flofle zwanzig, in der erften Rückenflofle fünf und vierzig, und in der zweiten 
fieben Strahlen vorhanden. 

Der Kopf ift glatt, und oberwärts mit einer Falte verfehen. Die Augen 
find rund, und haben einen fchwarzen Stern , und einen filberfarbenen Ring. 
Die Nafenlöcher find einfach, röhrenförmig, und dicht an den Augen befind- 
lich; die Kiemendeckel find glatt, und am hintern ift der Rand mit einer Haut 



Die Sckwerdtmakrcle. g* 

umgeben. Die Kiemenöffnung ift weit, und die Kiemenhaut liegt unterwärts 
frey. Der Rumpf ift geftreckt , dick und mit harten länglichen Schuppen ver- 
fehen, die fich einander nicht berühren, und da fie von der aufsern Haut be- 
deckt werden, nur wenig merkbar find. An der Seitenlinie, die bey ihrem 
Anfange einen Bogen bildet, find fie rund. Am Rücken und am Bauche ift 
eine Furche zur Aufnahme der FIofTen vorhanden. An beiden Seiten des 
Schwanzes nimmt man einen langen harten Wulft wahr. Die Seitenlinie ift dem 
Rücken näher als dem Bauche, und der After der Schwanzflofte näher als dem 
Kopfe. Die Flößen find fchmahl und fchwarz, nur die am Rücken ift breit, 
von hellblauer Farbe, und fchwarz gefleckt. Die BauchflofTe beftehet aus 
zwey breiten, langen und gekrümmten Knochen, die Strahlen in der hohen 
RückennofTe find, bis auf die drey letztern, gabelförmig. Der Rücken ift blau; 
die Seiten und der Bauch find filberfarben. Die Haut in der Rückenflofie ift 
dick, und fo zähe wie Pergament. 

Diefer Fifch ift ein Bewohner des oft- und weftindifchen Meers. Roche- 
fort bemerkte ihn bey den antillifclren Infein , Marcgraf fah ihn in Brafilien, 
Nieuhof und Vakntyn in Ofiindien, und der Ritter Bancks traf ihn bey Su- 
ratta, Madagascar und Isles de France an b). Er erreicht eine anfehnliche 
Gröfse. Derjenige, den Herr Bancks bey Suratta ausgefifcht hat, war neua 
Fufs lang, und wog 200 Pfund c). Sein Umfang, da wo er am ftärkften war, 
betrug den vierten Theil feiner Länge. Diefe Stärke macht es daher fehr be- 
greiflich, dafs er, wie Piß und andere erzählen, mit feinem Schwerdte, 
wenn er im vollen Laufe ift, vielen Schaden anrichten kann. Eben diefen» 
Schriftfteller zu Folge, ift er fo dreift, dafs er nicht nur auf Seethiere, fon- 



*) M£m.de l'acad. dePar. an. 1786. p. 451. c) I. a. B. 

L 2 



84 Die Schwerdtmahelc. 

d«rn fögar aufMenfchen und Schiffe losgehn foll, wie man denn auch nicht feTten- 
Stiicke von feinem Schwerdte in den Schiffen flecken findet. Er hält fich ge- 
wöhnlich im hohen Meere, und zwar nahe arr der Oberfläche auf. Man er- 
kenne ihn fchon von Ferne an feiner über diefelbe hervorragenden RiickenflolTe.- 
Diefer Umftand hat Gelegenheit zu der holländifchen Benennung Z'eyl-yifik; 
und zu der franzöfifcben Voilier (Segelmeifter) gegeben. Die Schiffer glauben* 
dafs zu der Zeit, wenn er fich fehen läßt, bald eine ftürmifche Witterung ein- 
trete. Erlebe von Fifchen, die er gänzlich verfchlingt. Marcgrqf hat in fei- 
nem Magen mehrere einen Fufs lange unverdauete Fifche gefunden. So lang 
er nicht über vier Fufs grofs ilr, giebt er eine fehr gute Speife ab: gröfser aber 
ift er wegen des vielen Fettes fchwer zu verdauem 

In ßrafitien wird diefer Flieh Guebucu, und von den dafigen Pbrtuguifen- 
Bicudh genannt; in Oftindien heifst er Ihan Tsj abdang lang Terbang ; die 
Franzofen nennen ihn Voilier, Brocket yolant und Beccajje de la mer ; die 
Holländer in Oftindien Zeyl- Vifik, Laytr und ZeeSnip; die Engländer Ola? 
und Sword-Fifh, 

Im Baue der Eingeweide kömmt diefer Fifch* der Verficherung des Piß 
zu Folge dj mit dem Thun überein; 

Von den Syftematikern haben ihn Wiüughby e> und Ray f) zu den 
geflreckten Fifchen gezählt: Klein g) hingegen führt ihn unter den Schwerdt» 
fifchen auf; 

Artedi und Linni haben feiner nicht erwähnt, ob ihn gleich Marcgraf 
kenntlich befchrieben und abgebildet hat. 



d) Ind. p. 56. f) Syn. Pifc. p. 52. 

e) Ichth. p. 163, g) Mifs. Pifc, IV. p. s.o. n. 5. 



Dk Schwerdtmakrde. g j. 

Bfoußbnet K) hat Ihm ein eignes Gefchlecht gewidmet: es ift daher um 
£o viel mehr zu verwundern, dafs Herr Bonnaterr& ihn in feine Encyclopedie, 
die einige Jahre nachher erfchien, nicht aufgenommen hat. 

Marcgraf, der uns zuerft mit diefem Fifche bekannt gemacht,, hinterliefs 
auch eine, aber fchlechte Abbildung i), die wir beim Piß k), fPillughby /), 
Jonßon rri) und Ruyfch n) copirt finden. Hierauf gab uns Nieuhof ö) ein» 
und Valentynp) zwey neue Zeichnungen, die ebenfalls fchlecht find- 

Willughby q} hat die Nieuhoffche, und Renard >) die Valentynfchä 
copirt. 

Herr Brouffbnet hat uns Kürzlich auch mit einer' Zeichnung befchenkt sf: 
allein fie ftimmt nicht genau mit feiner Befchreibung überein, indem die Un- 
terkinnlade darin kürzer, und die Anzahl der Strahlen in den raehrflen Floffeß 
»röfser angegeben ilt, als fich in der Zeichnung finden. 

Des Herrn Kölpins Zweifel, ob die ihm mitgetheilte Zeichnung von zwey 
Floilen, die Bruft- oder Bauchßofle vorftellen f), Iäfst fleh leicht da-durcB heben, 
dafs es, weil mehr als zwey Strahlen darin angedeutet find, die BauchflofTeii 
nicht feyn können. 



Ä) Mem. de Pacad. de Par.An. 1786. 0) Ind. II. p. 274,. 

p. 451. P) — HL fig-485. 

i) Brafil. p. 171. q) Ichth. App. tab. 5. fig. 6. 

Jfc) Ind. p. 56. r) Tom. I. fig. igs:. Tom. II. fig. 233;' 

/) Ichth. tab. I. 27. fig. rc s) Mem. de I'äcad. An. 1786. 

m) De Pilcib. tab. 37. fig. 7. t) Scliwed. Abbandl. 33. B. S. 119, tab. $. 

n) Theat. Anuital, tab. 37. fig. V % 3' 



£ 3 



86 Die Kkinfihe Makrele. 



DIE KLEINSCHE MAKRELE. 

Scomber Kleinii. 

CCCXLVIIte Tafel. Fig. t,. 

Die Mundfpalte fchief, Schilder an der Seitenlinie. K. 5, Br. 16 1 B, -§-, 
A.f, / T , -S. zi, R.f, ^. 

Scomber rima aris ohliqua, linta laterali loricata. B. V, P. XVI V 

' Vi* 
II I VII I 

A. _, , C. XXII, D. ■ 



11 xxi vir xxiii 



~~ jV-ian erkennt diefen Fifch an der fchiefen Richtung feines Mundes, und aa 
Die der bis zur Hälfte mit Schildern befetzten Seitenlinie. 
Kleinfche In der Kieraenhaut zählt man fünf, in der BruftfloiTe fechszehn , in der 

BauchflofTe fechs, in der erften AfterflolTe zwey, in der zweiten ein und zwan- 
zig, in der SchwanzflofTe zwey und zwanzig, in der erften RückenflolTe lieben, 
und in der zweiten drey und zwanzig Strahlen. 

Der Körper ift breit, dünn und fchuppenlos; der Kopf kurz und zufam- 
men gedrückt; die Mundöffnung weit; von den Kinnladen ift die untere die 
längfte, und beide find mit kleinen fpitzen Zähnen befetzt. Der Gaumen ift 
vorn rauh, und hinten glatt, die Zunge frey und glatt; die Lippenknochen 



Die Kleinjche Makrele. %j 

£nd breit; die Nafenlöcher röhrenförmig , und flehen zwifchen der Mundfpitze 
und den Augen in der Mitte. Letztere haben eisen grauen und gelben Ring, 
weiche einen fchwarzen Stern umgeben. Die Kiemendeckel find glatt, und am 
hintern iß ein blauer Fleck fichtbar. Die KiemenöfFnung ifl weit, und die 
Kiemenhaut liegt zum Theil frey. Der Bauch ifl: kurz und fcharf; der 'After 
vom Kopfe nur halb fo weit als von der Schwanzfiofle entfernt; die Seitenlinie, 
welche bey ihrem Anfange einen Bogen bildet, geht in gerader Richtung bis 
nach der Schwanzfiofle, und ift, wie erwähnt, mit Schildern befetzt. Der 
Rücken ifl braun; die Seiten find filberfarben, und die Flofien grau. Die 
Strahlen in der erften Rücken- und Afterflofie find alle hart, in der zweiten', 
ingleichen in der BauchfloiTe ifl: es nur der erße, alle übrigen find weich und 
vielzweigig. 

Diefer Fifch hält fich an der malabarifchen Küfte auf. 



Die Rottkrfche Makrele. 



DIE ROTTLERSCHE MAKRELE u), 

Scomber Rottleri. 

CCCXLVIte T a f e 1. 

Die Unterkinnlade hervorftehend, oben und unten zehn kleine Floflen. K. 5, 
Br. 15, B.|-, A. f-, %, 10, S. ao, R. 7, 8, 10. 

Scomber maxilla inferiore prominente , pinnuüs decem fupera inferaquc. B. V, 

P.,XV, V.~, A.~, VIII, X, C.XX, D. VII, VIII, X 



IQ jLJie hervorftebende Unterkinnlade, und die zehn kleine Floflen, die fowohl 

Die über als unter dem Schwänze fitzen, machen die Kennzeichen diefes Fifches aus. 
Rottlerfche 
Makrele. 

iBauchfloüe fechs., in der erden Afterflofie zwey, in der zweiten acht, 



In der Kiemenhaut zählt man fünf, in der BruftflofTe fünfzehn, in der 



in 



d) Diefe Makrele gehört, wegen der zwey 
Rücken- und der kleinen FIoiTen 
in die erfie Abtheilung. Ich habe fie 
erft -nachdem die vorhergehenden Bo- 
gen "bereits abgedruckt waren, nebft 
der vorigen erhalten. Da fowohl der 
Herr Miflionaire Rottler als auch der 
Miffionsarzt Herr Klein es (ich angele^ 



gen feyn laflen, mich m?t Fifchen za 
unterftik.'en; fo habe ich diefen wür- 
digen Männern dafür hierdurch meinen 
Dank öffentlich abflauen wollen. Da 
beide Fifche neu find, fo mufs S. 33. 
Zeile 8". von oben flart fünf, fieben, 
und flatt neun und dreifsig, ein und 
vierzig flehen. 



Die Rottler fchc Makrele. 89 

in der SchwanzflofTe zwanzig, in der crflen Rückenflofie fieben, und in der 
zweiten acht Strahlen. 

Der Körper ift geßreckt, der Kopf zufammen gedrückt und fchuppenlos; 
die Kinnladen find nur mit kleinen, fpitzigen Zähnen bewaffnet; die Zunge ift 
platt, und der Gaumen vorn rauh. Die Lippenknochen find breit; die Nafen- 
löcher einfach ; die Augen haben einen fchwarzen Stern und einen filberfarbe- 
nen Ring. Die Kiemendeckel find glatt; die KiemenöfFnung ift weit, und die 
Kiemenhaut bedeckt. Am Rumpfe fleht man kleine weiche Schuppen, und 
am Bauche und Rücken eine Furche zur Aufnahme der Flößen. Die Seiten- 
linie bildet bey ihrem Anfange einen Bogen, und geht darauf in einer geraden 
Linie mitten über den Körper weg. Diefer Theil ift mit Schildern befetzt, 
welche mit einem nach unten zu gebogenen Haken verfehen find. Der erße 
Strahl in der Bauch- und AfterflofTe und die fämmtlichen in der erften Rücken- 
flofTe find hart, die übrigen aber weich. Die Seiten und der Kopf find 
filberfarben, der Rücken grau, die Bruft- und BauchfiofTen find roth, und die 
übrigen Flofien grau. Von der nehmlichen Farbe find auch die am Schwänze 
befindlichen zwanzig BÜfchelfiofTen. 

Auf Malaifch heifst er Warangada Bor ei } auf Deutfeh die Rottler fche. 
Makrele, und Franzöfifch Le Rottler. 



AHg.Naturg.d.Fifche. Th.x. M 



9° Von dm Rittern überhaupt. 



LXIItes GESCHLECHT. 

n-LE,_ RITT E Rl. 
Eqües. 



Erster Abschnitt. 

Von den Rittern überhaupt,. 

Der Körper bandirt, mehrere Reihen Zähne in den Kinnladen, 
Pifces corpore fafeiato , ordinibus dentium plurimis. 

Uie mehreren Reihen kleiner Zähne und die. Bänder machen den Karakter- 
diefes Gefchlechts aus. Vorder Hand befteht- dafTelbe nur aus einer Gattung, 
Gern hätte ich diefen Fifch wegen des bandirten Körpers den Klippfifchen bei* 
gezählt: allein, da er^ ftatt einer Reihe Borftenzähne mit mehreren Reihen klei- 
ner Zähne verfehen, und der Körper fchmahl ift,. fo fehlen ihm die Kennzei- 
chen diefes Gefchlechts. Ueberdies hat er auch zwey RiickenflofTen welche 
* ganz fiachellos find; Auch fehlen ihm die Merkmahle der übrigen Gefchlechter 
aus diefer Klaffe, daher ich ihm ein eigenes Gefchlecht widmen mufs. Im; 
Syflem würde diefes Gefchlecht auf die Klippfifche folgen. Ich würde diefe Ord- 
nung, ebenfalls beobachtet haben, wenn ich ihn nicht erß kürzlich erhalten hätte. 
Sein fehr mit Bändern gezierter Körper hat mich zu feiner Benennung Ritter 
veranlaßt... 



Der amcrtkanifche Ritter, gi 

^^J^^^^AiOY^fB^- ^ -l 



Zweiter Abschnitt. 

Von den Rittern ins h efo nderz. 



DER AMERIKANISCHE RITTER, 
Eques americarms. 

CCCX.LVI.Lte Tafel. Fig. i. 

Die erfte RückenfiofTe fehr hoch. K. 5, Br. 16, 13. -f-, A..§, S. i.fl 
R. 11. 50. 

Eques pinna dorß prima altiftma. 3. V, P. XVI, V. — ,' A, — , C. XVIII r 
D.XI 3 L. 

The R.ibband-Fifh, Eduart. Caroline. Duhamel Tnite -de Pe*ch. HI, 

Foiffon raye, ou Fohfon a Rubans de Ia p. 67. pl. 10. fig. 6. 

JJie erfte fehr hohe Rückeftflofie ift das Kennzeichen diefes Fifches, 

In der Kiemenhaut find fünf, in der BruitflofTe fecbsz^hn ., in der Bauch- ' Der 
und Afterfloire in jeder fechs , in der SchwanzflofTe achtzehn , in der erßen amerikani - 
Rückenflofle eilf, und in der zweiten fünfzig Strahlen. 

M 2. 



9<i Der amerikanifihe Ritter. 

Der Kopf ift klein, zufammen gedrückt, abgerundet und mit Schuppe» 
bedeckt; die Mundöffnung iß eng; die Lippenknochen lind fchmahl; die Na- 
fenlöcher doppelt und dicht an den Augen, befindlich. Diefe haben einen 
fchwarzen Stern, der von einem orangefarbenen Ringe- umgeben wird. Die 
Kiemendeckel find, glatt und die KiemenöfFnung weit. Der Rumpf ift zufam- 
men gedrückt^ vorn, breit,, hinten, fchmahl und mit grofsen gezähnelten Schup- 
pen bedeckt. Die Seitenlinie ift gerade,, und läuft mitten durch den braunen 
Band. Der After ift der SchwanzflofTe etwas näher als. dem Kopfe. Die Flof- 
fen find durchaus, mit fehr kleinen Schuppen befetzt,, welches- die Urfache ihrer 
Steifheit ift. Der erfte .-Strahl in der Rauch- und AfterflofFe ift hart, die übri- 
gen aber find weich und vielzweigig.. Nur die in der erften RückenflofTe find 
einfache und endigen fich in borftenartfge Fafern-,, von welchen die zweite die 
längfte ift.. Beide RückenflolTen find durch, eine dünne Haut zufammen ver- 
bunden. Der Rücken ift braun ;, die Seiten und der Eauch find grau; die Bän- 
der dunkelbraun und weil's eingefaßt. Das erfte diefer Bänder geht über den 
Kopf> durch das Auge, das zwdte über die Kiemendeckel und die Bruft, und 
das dritte fängt an der Spitze der erften RückenflofTe an, und endiget fich am 
Ende der Schwanzflofle.. 

Diefen fchönen Fifch findet man zu Guadeloup und in Carolina. Ich 
habe ihn meinem würdigen Freunde dem Herrn FrofeGbrAbildgaard in Coppen- 
hagen zu verdanken* Ob er gröfser als die Abbildung wird, kann ich nicht 
angeben.. 

Die Engländer nennen ihn Ribband-Fifh» die Franzofen Poiffbn rayi 
und Poiffbn ä rubans de la Caroline, und die Deutfchen den amerikanifchen 
Ritter. 



Der amerikanifche Ritter. 03 

Eduard hat, wie ich aus dem Duhamel erfehe, diefen Fifch zuerft be- 
fchrieben a). Ob er auch eine Zeichnung: davon gegeben, und wie beides, 
die Befchreibung und Zeichnung ausgefallen , kann ich nicht beurtheilen, da 
Duhamel weder den Titel noch die Seitenzahl des Buches angeführt hat. 
Bey letzterem finde ich zwar eine Abbildung h) y allein fie i(l ungetreu, denn 
vorn ift der Fifch viel zu breit, und hinten zu fchmahl, der Rücken ift 
zu bogenförmig, und die. zweite. Rückenflofle von der erften zu weit 
entfernt vorgeftellt., 



a) Traue de Pech. III. p. 67. ä) I. a. B. pl. IO. fig. 6. 



M 3 



^4 Meer bar Ben. 



M E E R B AR B E N. 

J_m zweiten Theile diefes Werks S. 109. führte ich fechs Arten von diefem Ge- 
fchlechte an. Seit diefer Zeit hat Herr White einen bandirten Rothbart in Neu- 
füdwaliis a) gefunden. Houttuyn befchreibt zwar auch einen aus Japan -fr), 
an dem aber Herr Gmelin zweifelt, ob er vom kleinen Rothbart verfchie- 
denfey c), und den Herr Wallbaum für eine Abänderung des nemlichen Fi- 
fches hält d~). Ich habe ebenfalls einen Rothbart aus Japan erhalten, welcher 
zu der Befchreibtmg des Houttuyn genau pafst, und^en ich für nichts anders 
als für den gefireiften Rothbart e) erklären kann. Es fehlen ihm zwar die Streifen 
und die rothe Farbe: allein, da es bekannt ifr, dafs, befonders diefer Fifch, 
fchon beim Abfterben feine Farbe verändert, fo macht die gelbe Farbe, als das 
einzige Kennzeichen des japanifchen Rothbarts, keinen Karakter aus. Herr 
Houttuyn fagt zwar fein Fifch fey zahnlos; aHein, da die Zähne bey diefem 
Fifche nur klein find, fo vermuthe ich, dafs fie daher von ihm unbemerkt 
geblieben find, welches um fo viel leichter gefchehen konnte, da fein Exem- 
plar ein Paar Zoll kleiner als der Meinige ift. 



a) Vbyage to neu South, p. 16S. tab. 53. c) Linn. S. N. edit, Cmel. p. 1340. n. 4. 

fig. 3. n. 23. . d) Art. Syn. edit. Wallb. p. 6 lg. 

V) Haarl. Maatfck. Del. XX. p. 334. e) Mullus Surmuktus. Linn. 



Der gefleckte Rothbart. 



95 



DER. GEFLECKTE ROTHBART. 

MuH us maculatus. 

GCCXLVlIIte Tafel. F i g, l„ 

Drey fchwarze Flecken auf der Seitenlinie; K» . *. , Br. 15, B, _•§> A. -j 1 ^. 5, 1 9;, 
R.|, 10. 

Mullas maculis tribus nig.ris ad lineam lateralem. &"../,. P. XV,. V, — -, 



Mullus furmuletus. M, cirris geminis li- 
neis luteis longitudinaiibus. L. S. N. 
edit. Gmtl. p. 1339. n. <l. var. ß. 

Mullus barbatus, totus fanguineus, poit 
mortem in aureum vel flavum mutans; 
ad latera utrinque maculis tribus ova- 
libus, nigris, in ordine reclilineis; 
iride et extremitate caudae flavis. Klein 
Mifs. Pifc. V. p. aa, n.. 3. tab, 6, 

% 5- 
Pliametara, Fr. Moritz M. S, 



Pirametara. Brafilienlibus. Lufitanis fal- 
monata. Marcgraf 'Bfafil.p. 156. 

fig. p. 181. 

— Pifo Ind. Utr. p. 60. 

— Jonflon de Pifcib. tab. 40. flg. 4. 
— — HuyfchThesit.A.mm. — ■ — — 

Autre poiflon de röche. Rochefort Hift» 

des Antill. p. 150. 
Der gebartete Mull, der beim Leben 

u. f. w. Neuer Schaupl. d, Nat. Th* V» . 

S. 782. n, 3. 



96 Der gefleckte Rothbart. 



#) IJiefer Rothbart iftleicht an den drey länglich runden fchwarzen Flecken 
D er auf der Seitenlinie zu erkennen. 
gefleckte £)j e Anzahl der Strahlen in der Kiemenhaut laffen fleh nicht genau ange- 

ben, indem ich die Zeichnung aus dem Manufkripte des Prinzen Moritz ent- 
, lehnt habe. In der TBruflflofTe findet man funfzehen, in der am Bauche fechs, 
in der am After zehn , in der -am Schwänze neunzehn , in der erften Rücken- 
floffe acht, und in der zweiten zehn Strählen. 

Der Kopf iß -zufammen gedrückr, abfchüffig und fchuppig; die Kinn- 
laden find gleich lang, und mit rafpelartigen Zähnen verfehen ; dieNafenlöcher 
find einfach; die Augen na"he am Scheitel, und haben einen fchwarzen Stern 
und einen gelben Ring. Die Kiemenöffnung ift weit, und die Kiemenhaut be- 
deckt. Der Rumpf ift geftreckt und fchuppig; die Seitenlinie in der Nähe des 
Rückens und der After in der Mitte des Körpers. Eine blutrothe Farbe über- 
zieht den ganzen Fifch, und nur die Bartfafern find bis zur Hälfte karminroth, 
übrigens aber gelb. Auch die gabelförmige SchwanzflofTe hat eine Einfaflung 
von der nehmlichen Farbe. 

Wir treffen diefen Fifch im Meere bey den antillifchen Infein und in Bra- 
filien auch in den Landfeen an. Er wird nach der Angabe des Prinzen fo grofi 
wie ein kleiner Lachs, hat ein fettes und weiches Fleifch, befonders der aus 
den flehenden WafTern. Es geht daher bald in Fäulnifs über, wenn es nicht 
mit vielem Gewürze zubereitet wird. 

Die Leber ift blafs, und die Gallenblafe foll, wie P i/o ä) verfichert, diefem 
Fifche gänzlich fehlen. 

Von 

*) Der vorhergehende ift im 2ten Th, S. ä) Ind., p. 6l, 
III — 117. befchrieben. 



Der gefleckte Rothbsrt. / pj 

Von den Brasilianern wird diefer Fifch Pirametara t von den Portug'iefea 
und Spaniern Salmonsta, von den Franzofen Muht tachste, und von den Deut- 
fchen gefleckter Rothbart genannt. 

Dem Marcgrav haben wir die erfTe Bekanntmachung diefes Fifch es za 
verdanken:, feine davon gelieferte Zeichnung 4) aber ift fchlecht, welche wir auch 
heim Piß b) , fonflon c\ Ruyfih d) und Klein e) wieder finden. 

Herr Gmelinf) betrachtet unfern Fifch als eine Abänderung vom geftreifF- 
ten Rothbart ; allein, da er nicht wie diefer mit Streiffen verfehen ift, fo könnte 
er eher als eine Abänderung vom kleinen Rothbarte g) angefehen werden, 
wenn man ihn anders nicht mit Klein für eine eigne Specks halten will. 

Den Grund, warum Wiüughby und Ray, die doch fonft. faß alle Marc- 
graffche Fifche anführen, diefen übergangen haben, kann ich nicht angeben. 



£) Braffl. p. 1 S U Mifs. Vife. V. tab. 6. fig. 5. 

b) Ind. p. 60. f) Linn. S. N. edit. Gmel. p. 1340, 

c) De Pifcib. tab. 40. fig. 4. g ) Mullas barbatus Lina. 

d) Theat. Änimal. tab. 40. fig. 4. 



AHg.Naturg.d. Fifche. Th.x. N 



93 



Der kleine Rothbart. 



DER KLEINE ROTHBART. 

Mullus barbatus. 

CCCXLVIIItc Tafel. Fig. 2. 

Der Kopf abgeftumpft. K. 3 , Br., 1 5 , B. *, A. f , S. 17, R. £, f. 

Mullas capite truncato. B. III, P. XV, V. — -. ^. , C, XVII, 

VI VII 



D. 



VII I 

vTf Ix 



Mullus barbatus.. M. cirris geminis,, cor- 
pore rubro. Linn. S. . N. p. 495. n. 1. 
edit. Gmel. p. 1338. n, I. 

Mullus barbatus, cirris duobus fub mento,. 
in cavitate fub inferiore mandibula, fi. 
redueti, Iatitantibus: colore flavicante: 
desquamatus rubrico tinftus ; pinnis 
dorfalibus albis, pnrpura maculatis; in; 
fummo palato oflicula habens duo, den- 
ticellis afpera. Klein Mifs. Pifc. V. 
p. 22+ n. r. 

Mullus barbatus. Tekir. Forfikäl De- 
fcript. Animal. p. XVT. n. 31. 
— cirris geminis , corpore rubro. 
Ada Helv. IV. p. 264. n. 158.. 



Mullus barbatus, Danis Mulle, Barbe. 

Müller Prodr. Zool. Dan. p. 47. n. 399. 
Mullus barbatus, minor. TheSmallerRed- 
beard. Charlet. Onomart. 
p. 138. n. 2. 

— Ota'.Naturg.v.Sard. III. 

S. aoi. Faun,. Sardin. p. 32. n. 240. 
Trigla capite glabro, cirris geminis in 

maxilla inferiore. Artedi Gen. p. 43. 

n. r. ed. Wallbaum. p. 359-n. I. Syn. 

p. 71. n. 1. edit. Schneid, p. 109. 
Mullus minor,. Trigla.. Salvian deAquat. 

P- 235- 
— barbatus. Rondel. de Pifcib. I. 
p. 290. 



Der kleine Rothbart. 



Mullus barbatus Rondetetii. Gesner 

Aquat. p. 565. 568. Icon. Ani- 
mal. p. 38. Rotbart. Tkitrb. 
S. 19. a. 

— Gesneri. Aldrow. dePifcib.p. 131. 

— five Trigla, Barboni Venetis, Bar- 

barins Burdegalenfibus. Bellon. 
Aquat. p. 173. 176. 

— Belionii. Willughby Ichth. p. 28 5- 

tab. S. 7. fig. 2. 

— — Ray Syn. Pifc p. 90. n. 1. 

— minor. Jonß. de Pifcib. p. 61. 

tab. 17. fig. 5. 

— — Ruyfch Theat. Animal. 
p. 39. tab. 17, fig. 5, 



Surmulet. Rondel. Hill, de PohTons I. 

p. 229. 
Petit Surmulet, ou rouget Barbet. Du- 

hamel Traue" de Pech. III. p. 1 48. PI. 3. 

fig. ,2. 
Le Rouget. Bonnaterre Encycloped. Ichth. 

p. 143. PI, 59. fig. 232. 
The red Surmulet. Penn. B. Z. III. p. 27 Ia 
Mulle, Barbe, Pontopp. Naturg. von Dän- 

nem. p. 188- 
Der rothe Seebarbe." Lescke Anfangsgr. 

d. Naturg. S. 378. 
Der Rothbart. Müll. L. S. IV. S. 269. n. r. 
Mulle mit zwey Bartfäden u. f. w. Neuer 

Schaupt. d. Nat. V. S. 782. n. 1. 



Uer abgestumpfte Kopf macht diefes Fifches Kennzeichen aus. 

In der Kiemenhaut zählt man drey, in der BruflflofTe fünfzehn, in der 
BauchflofTe fechs, in der AfterflofTe, fieben, in der SchwanzflofFe fiebzehn, in 
der erften RückenflofTe fieben, und in der zweiten neun Strahlen. 

Der Kopf ifl breit, zufammen gedrückt, und' mit lofe aufliegenden 
Schuppen befetzt. In den gleich langen Kinnladen finden wir viele kleine Zähne. 
Der Gaumen ifl vorn rauh; die Zunge glatt, und im Schlünde nimmt man vier 
rafpelartige Knochen wahr. Am Kinne flehet man die zwey langen Bartfafern, 
welche nebfl der rothen Farbe die Gelegenheit zu feiner Benennung gegeben 
haben. DieNafenlöcher find einfach, und flehen zwifchen den fchmahlen Lippen- 
knochen und den Augen in der Mitte. Diefe flehen nahe am Scheitel, haben eine 
Nickhaut, einen fchwarzen Stern und einen gelben Ring. Die Kiemendeckel find 

N 1 



3- 

Der 

kleine 
Rothbart. 



ioo Der kleine Rothbart. 

glatt, die Kiemesöffming weit und die Kiemenhaut bedeckt. Der Rumpf ift 
vorn breit, hinten fchmahl, zufammen gedrückt und fchuppig; die Seitenlinie 
ift ia der Nähe des Rückens-, und der After in der Mitte des Rumpfes. Die 
Strahlen in der erßen Rückenfiofle lind alle ftachlicht, in der zweiten, inglei- 
chen in der Bauch- und Afterfleffe ift der erße von gleicher Befchaffenheit ; alle 
übrigen Strahlen hingegen find v/eich und vierzweigig. Der Rücken und die 
Seiten find roth, der Bauch ßlberfarben und die Flößen gelb. 

Wir treffen diefen Fifch in verfchiedenen Meeren an, als: im brittifcherr 
Kanal bey Cornwallis d)\ in der Oftfee unweit Dännemark h)\ im mittelländi- 
fchen Meere,, in der Gegend von Rom c), Sardinien d) und Malta e); im 
atlantifchen Meere bey Spanien und Portugal./), in Frankreich bey Bourdeau; 
in der Nordfee bey Holland, und in Oftindien bey den Moluccifchen Infein. Er 
wird nicht leicht über acht bis neun Zoll lang, hat ein weifses, derbes urrd 
wohlfchmeckendes Fleifch, das von den Römern aufserordentlich theuer bezahlt, 
in Konftantinopel aber fehr gering gefchätzt wird g). Die Urfache, warum 
diefer Fifch hier fo wenig geachtet wird, liegt in der grofsen Menge, in wel- 
cher er auf den dafigen Märkten erfcheint. Er wird daher zu einer fall täg- 
lichen Speife. Wer lieh gern von den Verfchwendungen der Römer,- in An- 
fehung diefes Fifches unterrichten will, denverweife ich auf das } was ich im 
aweiten Theile diefes Werks vom geftreifften Rothbart angeführt habe, indem 
beide Fifche bey ihnen einerley Werth hatten. Er lebt von Krebfen und an<- 



*) 'Pennant B. Z< III. p. 27 1. e) Forßlälp. XVI. n. 31. 

0) Pondop. Dan. S. igg. /) Bellon Aquat. p. 173. 

t) JViüughby Ichth. p. 2 8 5- g) Forßkäl a. a. O,. 
i) Cetti Sardin. p. 32. 



Der kleine Rothhart. i Wi- 

dern Schaalthieren. Man fängt ihn fowohl mit dem Netze als auch mit der 
Angel, wenn felbige mit einem Stückchen Krebs verfehen ift. 

Der Magen ift dünnhäutig, und an der untern Oeffhung fitzen fechs und 
•zwanzig Anhängfei. Die Leber befteht aus zwey Lappen; die Gallenblafe ift 
klein, und die Milz olivenfarbig. 

Die Türken nennen diefen Fifch Tekir , die Portugiefen Barbarin, die 
Venefianer Barboni, die übrigen Italiener Triglia ; die Franzofen Rouge? , 
Barbet und petit Surmulet, die Engländer red Sur mutet und Smaler Red-Beard, 
die Dänen Mulle und Barho, und die Deutfchen den kleinen Rothbart und die 
rothe Seebarbe. 

Es ift fehr wahrfcheinlich, dafs unfer Fifch, da er in der Gegend 
von Coisftantinopel fo häufig vorkömmt, den Griechen bekannt gewefen feytv 
mürfe. Ob er aber ihr Trigla fey, diefes läfst fich nicht mit Gewifsheit 
beftimmem ^ 

Bellon haben wir die erfte erträgliche Zeichnung, und eine ziemlich ge- 
naue Befchreibung zu verdanken h). 

Rändelet i) und Salvian k) gaben uns bald darauf ein jeder eine neue Ab- 
bildung, welche der bellonfchen nichts nachgeben. 

Die erfte hat Gesner t) und die letztere haben Willughby m) , Jonflon> 
Ruyfih n) und Bonnaterre o) mit ihren Fehlern getreulich copirt» 



h) Aquat. p. 176. m) Ichth. tab. S. 7. fig. 2. 

i) De Pifcib. I. p. 290. n) Theat. Anim. tab. 17. fig. 5. 

Je) Aquat. p. 290. 0) Encyclop. Ichth. PI. 59. fig. 233. 

t) Ieon. Anim. p. 38«' 

N 3 



i.o"3| Der kleine 'Rothbart. 

Aldrovanätf) und Duhamel q) haben ebenfalls unfern "Fifch von neuem 
abgebildet, allein beiden ift die Arbeit mifslungen. Beim erftern ift die 
ganze Figur, beim letrztern der Kopf fchlecht gerathen. 

Mehrere 'Schriftfteller haben aus unferm Fifche und dem geftreirTten 
Rothbart nur eine Art machen wollen: allein aufserdem, dafs letztere viel 
gröfser wird und geftreifFt ift, fo fällt gleich beim erften Anblick der Un- 
terfchied des abgeftumpften. Kopfes in die Augen. 



p) De Pifcib. j>. 131. 5) Trait. de Pech. III. PI. 3. fig, %, 



Seehähne; 103 



S E E H A H N K. 

J[m zweiten Theile diefes Werks S. iao habe ich die Zahl der Seehähne auf 
neun Arten angegeben. Seit diefer Zeit find mir noch mehrere bekannt ge- 
worden. So befchreibt Linne in. feinen Beiträgen zum . Naturfyftcm , den klei- 
nen a) und den carolinfchen Seehahn :£);.. Houttuyn den geflügelten aus Ja- 
pan c) \ Scopoli.den dickbäuchigen aus Amboina, den er aber unrichtig Tri-.- 
gla cuculus nennt d) , und Brunniche einen aus. dem: adriatifcben Meere 0- 
Ich werde diefen. zwey neue. Arten hinzufügen, die zufammen fechszehn 
Species, ausmachen. Ob, der rauhe. Seehahn des Rondelet f~) , und der 
Rouget Grumet , Rouget. Teftard,, Rouget. Grumelet: und der. Rouge Tumbe 
des Duhamel, g) neue Arten leyen , oder ob fie zu, den bereits bekannten 
gehören,, kann ich nicht mit Gewißheit beftimmen, indem weder die Be- 
fchreibungen noch.die. Zeichnungen von. der Art lind,, dafs man fichere Merk», 
mahle daraus hernehmen könnte.. 

Auch Herr Harmftädt glaubt , . wie. er fich ausdrückt,, einen-neueny und' 
unbekannten fonderbaren Fifch aus, Amboina tj den . er Trigla rubicunda. nennt, 



d) Trigla Minuta. . Mantifs. 2; p. 528; e) Spol. mar. Adr. p. 99. 

£) — Carolina. — p. 529. /) Mullus Afper. De Pifcib. I. p. 

c) Alata.. Haarl. Maatfeh. XX i 296. 

p. 336. n. 25. g ) Trait. de Pich, III. p. 108. pl. 8. %- 
d) Faun. Infubriae p. 46. tab. 23. 2 — 5. 



i'O 4, Sesh'ä'me. 

zu befc'hrciben z); allein Herr Pd//<M hat ihn bereits vor zwanzig Jahren genau 
befchrieben und abgebildet k), und ihn auch mit mehrerem Recht, wegen fei- 
nes grofsen Kopfes, fchuppenlofen Körpers, und wegen feiner Aehnlichkeit mit 
dem Zauberfifche /) für einen Drachenkopf m) erklärt. Es fcheint zwar, wenn man 
beide Zeichnungen mit einander vergleicht, als wäre die Abbildung des Herrn 
Pallas von der Harmftädtfchen etwas verfchieden. Es find nemlich bey diefer 
die Seifen Stacheln in der RiickenflofTe verbunden, hey jener aber getrennt und 
mit häutigen Blättern verfehen ; allein da beide Fliehe nach Exemplaren, die 
im Weingeift aufbewahrt wurden, gemacht find, fo ift es höchft wahrfchein- 
lich, dafs die Haut, welche die Stacheln verbindet, in dem Pallaflifchen Exem- 
plare zerrifTen war, und dafs die noch vorhandenen Theile der zerriflenen Haut 
mit abgebildet worden. 



i) Neue Schvved. Abhandl. IX. S. 45. /) Scorpoena horrida. Linn. Er ift auf 

«b. 3. unferer 183 ten Tafel abgebildet. 

1) Spkil. Zoolfafc. VII. p. 26. tab. 4. m) Scorpoena dida&yla. Pallas a. a. O. 



DER 



Der Gabelfifch. 



*°5 



DER G. ABEL FISCH. 

Trigla cataphraöa: 

CCCXLIXte Tafel. 

Der Körper gepanzert. K. 7, Br. 11, B. 6, A. 20, S. 13, R. 7, 16. 

Trigla corpore loricato. B. VII, P. XII, V. VI, A. XX, C. XIII, 
D. VII, XXVI. 



Trigla cataphra&a. T. digitis geminis, 
roftro furcato elongato, corpore lori- 
cato. Zinn. S. N. p. 496. n. 1. edit, 
Grnel. p. 1341. 

Malarmat. Brunnich Pifc. Mafs. p. 72. 

n. 89- 
Trigla, cirris plurimis; corpore oftagono. 

Artedi Gen. p. 46. n, 10. edit. Wallbau- 

mii p. 370. Syn p. 75. n. 10. 
Rode Duyvels-vifch. Gronov Mus. I. 

p. 42. n. 98. Zoopk. p. 84- n. 282. 
Cataphraftus, totus horridus; ore roftrato; 

mandibulis quafi forcipatis. Klein Mifs. 

Pifc. IV. p. 43. n. 4. et Cataphraftus, 

roftro fimplici fupra os protenfo; in 
AHg.Naturg.d.Fifche. Th.x. 



dorfo ferrato tripinnii; anteriori ex 
quatuor ariftis etc. n. 7. 
Lyra, Pefce Forca, Malarmat, Mararmat, 
Betton Aquat. p. 209. 

— Röchet. Charleton Onomall. p. 139 

n. 6. 

— Capone. Salvian Aquat. p. 192. b; 
> — altera Rondeletii. Willughby Ichth. p- 

283. tab. S. 3. 

— — — Ray Synopf. Pifc. 

p. 88. n. 9. 

— — — . Aldrovand&e Pifcib. 

p. 147. 
Cornuta, five Lyra altera. Ronddet de 
Pifcib. I. p. 299. 

o 



to4 Der Gahelfifch. 

Cörnuta, five Lyra altera Rondeletii. Gas- 
tier Aquat. p. 517. Icon. Anim* 

P- 33- 
— Schneiders Artedi Syn. p, 1 1 5. n. I o. 
Caraphractus , der Gabler, Jonfi. de Pifc. 
tab. 24. fig. 2. 
— Ruyfck Theat. Anim. tab. 2 4." 
fig. 2. 
Eucerna. Plinü. Nat. Hift. Üb, 9. c. 27. 
Ikan Seythan Merah, de roode duivels Fifch. 
Valcntyn Ind. III. p. 363. n. 55. 

fig- 55- 
— -• Paring. Renard Hift. de PoifT. Tom. 
II, pl. 14. n. 67. 



Malarmat, Bonnaterre Encyclop. Ichth, 
p. 145. pl. 59. fig. 334. 

— Duhamel Traite' de Pech. H& 
p. 113.pl. 9. fig. 2 — 4. 

— Defcript. des Ans & de Metiers 
XI. Se& V. pl. 6. fig. 4. 

— Bändelet Hift. de PoifT. 1. p.2 34; 

— Bomare di&ion. d'hift, nat. VI» 

P- 475- 

Meergabel. Cesner Thierb. S. 2Q. b. 

Der über und über rauhe |und ftachliche 
Kürafsierer. Neuer Schaupl. d. Nat. 
Th. IV. S. 82.8- n. 4. BerKürafsier mit 
einfacher Schnautze u. f. w. S. 8 3a. n. 7.. 



4« 

Der 
Gabel- 

fifch*). 



tan erkennt dielen Fifch an feinem geharniicliten Körper. 

In der Kiemenbaut bemerkt man fieben, in der BruflflofTe zwölf, in der 
BauchflolTe fechs, in der ÄfcerfLoffe zwanzig, in derSchwanzflofle dreizehn,, in 
der erilen RückenfiofTe rieben und in der zweiten fechs und zwanzig Strahlen. 

Diefer Fifch hat ßatt der Schuppen rautenförmige Schilder, die in des 
Mitte fich in eine Schneide erhöhen, und in nach hinten zu gerichtete Haken 
fleh endigen. Die Schilder find dergefialt in einander gefügt, dafs acht Stück 
alle Mahl den Körper umgeben. Sie formiren acht fcharfe Kanten, eben fo viel 
Furchen, und geben daher dem Fifche das Anfehen eines Achtecks. Ich habe 
acht und zwanzig Reihen Schilder wahrgenommen. Die Schwanzfchilder lau- 



*) Die drey Vorhergehenden find im 2ten Th. S. 121 — 12.8. befchrieben. 



Der Gahelfifch. 107 

£en in 'eine Spitze aus, und bedecken auf den Seiten einen Theil der Schwanzfioffe, 
Der Kopf ift in'einem einzigen viereckigen Knochen gehüllt, und drey Schilder 
bilden die Bauchfeire. Die obere Kinnlade ift rauh und endiget fich in zwey 
lange flache Knochen, Diefe gabelförmige Geftalt hat ohne Zweifel dem 
Gesner Gelegenheit gegeben , ihm den Nahmen Meergabel beizulegen, Der 
Kopf ift oben breit und mit Stacheln befetzt, befonders der obere Rand der Au- 
genhöhle. Die MundöfFnung ift weit, die Kinnladen find zahnlofs, und im 
Schlünde oben und unten zwey runde rauhe Knochen befindlich. Der Gaumen 
und die Zunge find glatt. Am Kinne find viel kurze und zwey lange Bart- 
fafern vorhanden, davon letztere fich in mehrere Zweige theilen. pie Nafen- 
iöcher find einfach, und zwifchen der MundöfFnung und den Augen in der 
Mitte, Diefe ßehtn nahe am Scheitel und haben einen fchwarzen Stern, den 
ein blauer Ring einfchliefst. Die Kiemendeckel beliehen nur aus einem Blätt- 
chen, die fich in eine Spitze endigen. Die Kiemenöffnung ift weit, und die 
Kiemenhaut liegt an der untern Seite frey. Der Rumpf iß vorn ftark, hinten 
fchwach., und der After drey Mahl fo weit von der SchwanzüofTe, als vom 
Kopfe, entfernt. Die Bruftfloflen und die zwey vor ihnen befindlichen 
fingerförmigen Fortfärze fitzen an einer gemeinfchaftlichen Haut, welche 
auch die BauchflofTen bis zur Hälfte am Körper befeftiget. Die Baüchfloflea 
find grau und die Bruftfloflen fchwarz. Die Strahlen in der After- und den 
RückenflofTen lind einfach und weich., die in der Bruft- und Bauchflofle gabel- 
förmig, die in der Schwanzfioffe vierzweigig, und die in der % erftenRückenflofle 
mit Fafern verfehen. Beide RückenflofTen hängen durch eine gemeinfchaftliche 
Haut zufammen, Diefe und die Afterfloflen find roth, der übrige Körper hat 
die nehmliche Farbe nur in einem geringen Grade. 

Diefer Fifch ift ein Bewohner des mitteüändifchen und des oftindifchen 
Meeis. Valentyn und Renard zählen ihn unter die molueeifchen, Brünniche 

O % 



io8 Der Gabdfifih, 

zu den marfeillifchen , und Salyian zu den römifchen Fifchen. WilLughby 
fah ihn in Genua nur einmahl, defro öfter aber in Rom a\ Duhamel b) 
berichtet, dafs er an den Küften Spaniens und der Provence häufig zum 
Vorfchein komme* 

Er hat nicht viel Fleifch, und das wenige ift hart und mager. Er wird 
nicht leicht über einen bis zwey Fufs lang angetrofFen. Plinius fagt zwar, feine 
Hörner ragen anderthalb Fufs über das WaiTer hervor c), mithin müfste der 
Körper wohl fechs bis acht Mahl fo grofs feyn; allein ich glaube, däfs Ronde- 
let Recht habe, wenn er behauptet, dafs fich beim Plinius ein Druckfehler 
eingefchlichen, fo, dafs ftatt fesquipedalia (anderthalb Fufs) femipedalia (ein 
halber Fufs) flehen follte. 

Die Nahrung diefes Fifches find Würmer und Seekrauter. Er hält fich 
im Grunde auf, und wird mit dem Garne gefangen. Man bemächtiget fich fei- 
ner zwar das ganze Jahr hindurch, am häufigfien aber gefchiehet fein Fang zur 
Faftenzeit d). Er fchwimrat fehr fchnell, und da er dabey lebhaft ift, fo fährt 
er nicht feiten gegen harte Körper , und befchädiget dadurch den einen oder 
den andern hervorragenden gabelförmigen Zacken. Seines harten Fleifches 
wegen wird er nicht viel geachtet, indeffen wi(Ten die Köche das, was ihm die 
Natur verfagt, durch ihre Kunft zu erfetzen. Sie machen entweder einen Ragou 
daraus, oder braten ihn auf dem Roft. Im erften Falle wird er in heifses Waf- 
fer getaucht, damit fich die Schilder leicht vom Körper löfen, im letztern 
Falle wird der Bauch aufgefchnitten, und wenn der Fifch ausgenommen ift, 
mit Butter und verfchiedenem Gewürze angefüllt. 



a) Ichth. p. 283. c) Nat. Hift. üb. 9. c. 27. 

b) Trane* de Pe'ch. III. p. 114.. d) Duham. III. p. 113. 



Der Gabelfifch. 109 

Die untere Magenöffnung ift mit fechs kleinen Änhängfeln verfehen ; die 
Leber ift grofs und blafs; die Milz klein und roth; die Schwimmblafe in Ver- 
hältnifs des Fifches grofs, vermuthlich um den, wegen des ihn umgebenden 
Knochengebäudes fchwereren Körper, mit dem W aller ins Gleichgewicht brin- 
gen zu können. 

In Oltindien wird diefer Fifch Ikan fiythan 'Mtra und Ikan Paring ge- 
nannt; in Italien Capone und Pafiefurca; in Frankreich Molar mat und Marar- 
matj in England Röchet; in Holland roode Duyvel-Vifih, und in Deutfchland 
Gabelfi fch und Panier hahn. 

Artedi führt unrichtig den Coccyx alter des Bellon zw unferm Fifche 
an e): denn es ift feine Lyra, wie folches aus der Zeichnung deutlich zu er- 
fehen ift /). 

Kleins Frage: ob die Lyra altera des Rondelet mit der Lyra des Bellon 
einerley Fifch fey, läfst fich mit Ja beantworten, da fowohl die Befchrei- 
bungen als Zeichnungen übereinftimmen. Diefer Schriftfteller führt unfern 
Fifch unter zwey verfchiedenen Nummern auf g) , welcher Fehler in- Neuen 
Schauplatz der Natur übergetragen worden ift H), 

Wenn Gronov unferm Fifche nur fünf Strahlen in der Kiemenhaut giebt*), 
fo hat er die zwey kleinen überfehen. 

Dem Bellon i) haben wir die erfte Zeichnung, welche ziemlich gut ift, 
zu verdanken. Eben fo verhält fichs mit der Rondeletfchen, die bald darauf 
erfcbienen ift £). 



e) Syn. p. 75. n. 10. *) Mus. I. n. 98. 

f) Aquat. p 209. i) A. a. O. 

g) Mifs. Pifc. IV. p. 43. n. 4. 7. jfc) De Pifcib. I. p. 299.. 

i) Th. IV. S. 828. n. 4. u. S. 831. n. 7. 

O 3 



1*0 Der Gahlfifcli. 

Faft zu gleicher Zeit lrefs auch Salvian unfern Fifch abbilden, aber mit 
wenigerm Erfolge, indem er die erfieRückenfiofTeals zwey Flo/Ten vorgeftellt hat, 
und vor der BruftflofTe ihm (tatt zwey drey Finger gegeben /). 

Gesntr copirte die Rondeletfche und fügte eine neue fehr mangelhafte 
hinzu ni). Diefe letzte fehlervolle Figur haben Jonßon und Riiyfch in ihren Wer- 
ken flatt der beffern des Rondekt gewählt n). 

Auch Aldrovand hat diefe copirt und eine neue hinzugethan , welche er 

um fie recht fonderbar zu machen, flatt mit zwey mit acht Fingern vorge- 
ftellt hat o). 

Duhamel hat von uftferm Fifche zwey Zeichnungen geliefert, daran an 
-der einen die erfie RückenfiofTe ausgeladen, und an der andern die zwey Fin- 
ger unkenntlich find/?). 

Willughby q) und BonnaUrrt f) haben die am meiiten fehlerhafte Zeich- 
nung des Salvian copirt. 

Wenn Plinius von unferm Fifche erzählt, dafs feine feurige Zunge bey 
Nacht leuchte s), Co hat er ohne Zweifel einen phofphorifirenden Schein bey 
ihm wahrgenommen. 



A uat - P- J 92- b- p) Trait. de Vieh, III. pl. 9. fig. % . 4 . 

ni) Tkierb. S. 20. b. ai. s). q) Ichk.t&b. S. 3. 

n) Tab. 24. fig. 2. r) Encycl. Ichth. pl. 59. fig. 034. 

e) De Pifcib. p.; 147. 148. s) Nat. Hiß. Üb, 9. c. 27. 



Die. Sedeyer. 






DIE S E E L E Y E R. 
Trigla Lyra. 

CCCLte Tafel, 



Zwey gezackte Blättchen am Munds. K. 7, Br. 3, i<z, B. £, A. 16, S. rj, 

R. I-, xV 

Triefe laminis duohus ocuUatis, ad os. [3. VII, P. III, XII 9 , V. — , 



A.XVI, C.XIX, D. 



IX I 



IX XVI 



Trigla Lyra. T. digitis terni's, narlbus 

tubulofis. Linn. S.N. p. 496. 

n. 2. edit. Grad, p. 1342. 

n. z. 

•— — Cetti Faun. Sardin. p. 32. 

n. 243. 
— roftro longo diacantho, naribus tu- 
bulofis. Arted. Gen, p. 46. n. 9. 
edic. Wallbaum. p. 368. Syn. 
p. 74. n. 9. edit. Schneid, p. 115; 
Cataphra&us roftro in duo cornua lata pro- 
tenfe. Klein. Mifs. Pifc. IV". p. 16. n. 6. 



Eyra. Rondelet de Pifc. P. I. p. 198. 
— - Bellon Aquat. p. 207. 

— Rondeletii. Gesner Aquat. p. 5 1 6. 

Icon. Animal. p. 32. Meerleyer. 
Thicrb. S. 20. b. 

— prior Rondeletii. Aldrovand de Pif- 

cib. p. 146. 

— — — WMughby Ichth. 

p. 2.82. tab. S. 1. 
fig. 4. S. 2. fig. 2. 

— — — , Ray Synop. PifCo, 
p. 89. n. §. 



1 1 2 DU Seehyer. 

Cuculus. Meerleyer. Jonfi. de Pifcib. Le Gronau. Bonnaterre Encyclop. Ichth. 

p. 64. tab. 17. flg. 10. p. 145. n. 3. pl. 60. fig. 235. 

— Ruyfch Theat. Animal. p. 42. Cuculus. Salvian Aquat. p. 190. b. 

tab. 17. fig. 10. 191.3. 

II Triglia. Forßkäl Defcript, Animal. p. Le Bourreau, Burrau. 



XVIII. 
II Pefce Organo. Cetti Naturg. v. Sard» 

III. S. aoi. 
The Piper. Pennant B. Z. III. p. 278. 

pl. 55. n. 139. 
Le Gronau. Rändelet Hift. de PouT. P. I. 

P- »33- 



Duham. TraitS 
de Pech. Tora. III. p. 109. pl. 8. 
fig. I. 
Die Meerleyer. Müll. L. S. IV. S. 

»73- 
Der Kürafsier mit der in zwey breite HÖr- 
ner, u. f. w. Neuer Schaupl. d. Nat. 
Th.IV.S. 831. 



5- 

Die 

Seeleyer. 



" JDie-wey- gereifFten und gezackten knöchernen Blätteben, in welchem der 
Schnabel fich endiget, zeichnen diefen Fifch hinlänglich von den übrigen diefes 
Gefchlechts aus. Bey dem Vorhergehenden endiget fich zwar ebenfalls der 
Kopf in zwey Fortfätze, allein, fle find ungleich länger und nicht gezackt. 

In der Kiemenhaut hat diefer Fifch fieben, in der BruftflofTe drey freie 
und zwölf zufarnmen hängende, in der Bauchflofle fechs, in der AfterflofTe 
fechszehn, in der SchwanzflofTe neunzehn, in der erften RückenflofTe neun, 
und in der zweiten fechszehn Strahlen. 

Der Kopf iß abfehüffig, mit fternförrnigen Figuren geziert, viereckig, 
und endiget fich hinterwärts in vier lange ftarke Stacheln. Auch am obern Au- 
genrande und am vordem Kiemendeckel nimmt man einen Stachel wahr. Die 
MundöfFnung ift weit, die Unterkinnlade kürzer als die obere, und beide find 
wie eine Feile rauh. Die Zunge ift glatt, und der Gaumen vorn ebenfalls rauh. 
Die Nafenlöcher find einfach, zwifchen der Mundöffnung und den Augen in 
der Mitte. Diefe ftehen nahe am Scheitel, find grofs, und haben einen 

fchwar- 






DU 'Seeleyer. j r ^ 

fchwarzen Stern , der von einem gelben Ringe eingefchlolTen wird. Die Kie- 
menöfFnung iß fehr weit, und die Kiemenhaut liegt frey. Dicht daran fiehet 
man die drey einzeln fliehenden Strahlen, welche mit der Bruftflofie -durch eine 
'Falte zufaramen hängen. Der Rumpf wird hinterwärts fchmahl, iß mit 
fehr kleinen, harten-und gezähneken Schuppen bedeckt, und am, -Rücken mit 
•zwey Reihen hinterwärts gekrümmten Haken verfehen, welche eine Furche zur 
Aufnahme der Rückenflofle bilden. Die Seitenlinie iß gerade, und in der Nähe 
■des Rückens; der Bauch iß kurz, und der After dem Kopfe näher als der 
Schwanzflofle. Die Strahlen in der After- und zweiten RückenfiofTe find einfach, 
die in den übrigen -Flößen gabelförmig, und alle find bis auf die in der erften 
RückenflofTe weich. Eine angenehme Röthe überzieht den ganzen Fifch. 

Sein Aufenthalt ift im brittifchen Meere bey Cornwallis, im mittelländi- 
fchen bey Genua, Malta und Sardinien, und an den franzöfifchen Küftea 
wird er in der Gegend von Jean de Luce am häufigflen gefangen. Wenn 
man ihn ergreift, fo giebt er einen pfeifenden Laut von fleh , daher er auch in 
England den Nahmen Piper (Pfeifer) erhalten hat., Er wird ziemlich grofs. 
Derjenige, den ich befitze, 'ift etwas gröfser als die von ihm genommene Zeich- 
nung. Er hat ein hartes und mageres Eleifch, welches nicht geachtet wird. 

Die "Leber ift "klein, der Magen lang, die Schwimmblafe grofs und unge- 
teilt. 

In Genua heifst diefer .Fifch Organie, in Neapel Pefie Organa, in Frankreich 
Gronau, und in der Gegend von Jean de Luce Boureau. Von den Engländern 
wird er Piper und von den Deutfchen.JWw- oder Seeleyer genannt. 

Artedi 's Frage: ob nicht unter dem Capo des Jovius unfer Fifch zu ver- 
'flehen fey ä), läfst fich mit nein beantworten, weil Jovius diefem Fifche in feiner 

a) Syn. p. 74. n. 9. 

AJlg.Naturg.d. Fifche. Th.x. P 



ii4 ® lt Seeleyer. 

Befchreibung Bartfafern und hinterwärts eine runde Geftalt beigelegt i>), zwev 
Merkmahle, die fleh an unferm Fifche nicht wahrnehmen laßen. 

Die erfte Bekanntmachung haben wir dem Bellon c), und die erße Zeich- 
nung dem Rondekt d) zu verdanken, die aber nicht getreu ilt, und die wir im 
Gesner e), Aldrovand /), Willughby g), Jonßonh) und Ruyfch i) wieder finden. 

Faft zu gleicher Zeit hat auch Salvian k) diefen Fifch ungetreu abgebildet, 
welche Abbildung Willughby /) ebenfalls copirt hat. 

- Ich habe den Cuculus des Salvian deswegen zu unferm Fifche angeführt, 
weil fowohl die Zeichnung als auch die Befchreibung mehr mit der Seeleyer als 
mit jedem andern Fifche aus diefem Gefchlechte übereinftimmt, indem er aus- 
drücklich von feinem Cuculus fagt, dafs der Schnabel in zwey halbzirkelförmige 
Hervorragungen (ich endige m). 

In den neuern Zeiten haben die Herren Fennant n) und Duhamel o) diefen 
Fifch von neuem befTer abgebildet, und Herr Bonnaterre p) hat letztern copirt. 



b} De Pifcib. Rom. c. 16. I) Aquat. p. i89-b. 

c) Aquat. p. 207. I) I. a. B. tab. S. 1. fig. 2. 

d) De Pifcib. I. p. 298. m) Roftrum in duas eminentias femicir- 

e) Aquat. p/ 516. culares terminatur. I. a. B. p. 191. 

f) De Pifcib. p. 146. h) B. Z. III. PI. 55. 

g) Ichth. tab. S. I. fig. 4. 0) Traite de Pech. III. Par. II. Seft. 5. 
ä) De Pifcib. tab. 17. fig. 10. PI. 8- fig. r. 

i) Theat. Animal. tab. 17. fig. 10. p) Encyclop. Ichth. PI. 60. fig. 235. 



Der fliegende Seehahn. 



11 S 



DER FLIEGENDE SEEHAHN. 
Trigla volitans. 

CCCLIte Tafel. 

Die Bruftftofle Co lang wie der Rumpf. K. f t Br, 6, 20, B. -§-, A. u, 
S. 12, R. 6, 8- 

Trigla pinnis pecloralibus longitudine trunci. JB. VII ' 3 P. VI, XX V — 

'vi' 

A. XI t C. XII, D. VI, VIII. 



Trigla volicans, T. digitis vicenis mem- 
brana palmatis. Linn. 
S. N. p. 498. n. 9. diu 
Grad. p. 1346. n. 9. 

— — Cetti Fauna. Sardin. p. 32. 
n. 245. La Rondine Naturg. v. 
Sard. Th. III. S. 201 

— capite partim aculeato, pinna fin- 

gulari ad pinnas peftorales. Gro- 
nov Mus. Ichch. I. p. 44. n. 102. 
Tr'gla pinna fingulari pinnis 
pecroralibus, corporis longitudi- 
nem fubaequantibus, fubnexa. 
ZoopL p. 85- n. 285. 



Trigla capite quatuor fpondilis acutis ar- 
roata. The larger flying Trigla* 
Brown Jamaica p. 453. n. i. 
— capite parum aculeato , pinna fin- 
gulari ad pinnas pe&orales. Ar- 
tedi Gen. p. 44. h. 4. edit.Wallb. 
p. 360. n. 4. Syn. p. 73. n. 6. 
edit. Schneid, p. II 2. 
Cataphraftus offeis fquamis hifpide lorica- 
tus, venire ferrato; o6to aculeis vali- 
dis in unicam pinnam dorfalem difpofi- 
tis, praeter pinnas laterales aliis duabus 
Iongis amplifilmisque, alarum fpecies 
gerens etc. Klein Mifs. Pifc. IV. p. 44. 

P 1 L . 



1*6 



Btr fltgende Seehahn. 



n. iö. tab. 14. fig. 1. et Cataphraclus Pirabebe n. r. Piß IflcL Vtr. p, 6l. 
fquamofis eminentiis duris et afperis, Ikan Terbang Warna Roepania. Vakntyw 



%. 



duabus pinnis dorfalibus, venire laevi. 
VoUdor Hifpan. n. 1 1. 
Milvus Ovidii. Seba Thes. III. p. 8a. tt.fi 
tab. 48. fig- 7- 

— Ariftot; H. N. lib. 4. c. 9. 

— Bellon Aquat. p. 195. 

— Rondine. Sahian Aquat. p. 187. 

— Aldrwahd de- Pifcib. p. 1 40* 

— Meerwey. Jonfion de Pifcib. p. 65. 

tab. 17. fig. 12. 

— JUty/cÄ-Theat;.Anira. p* 42, tab. 17. 

fig. 14. 



Ind. III. p. 357. n. 35. fig 35. De- 

«eldzame vlisgende vifch p. 504. n. 

506. fig. 506. 
Terbang boudiou. Renard Hift. de Poiff. 

I. tab. 10. fig. 66. Vliegende Zee- 

tTyltab. 3-5. flg. 186. 
Terbang bondiou-Poon, rr.et eene biizon- 

dsre etc. Boddart Natural. Hift. p. 1 $v. 

n. 66. 
Zeehahn met twintig gepalmde Vingeren. 

Houttuyn Nat. Hift. I. S. 89. n. %> 



tab. 63. fig. 5. 

feu Milvago. The greaf flying Ärondel de mer. Rondel. Hift. de Poiff. 
fifh. Charles, Onomaft. p. 139. I. p. 225. 

Le Pirapede. B'onn'aterre Encyelop.Ich-tli. 

p. 147. n. \i. pl. 61 . fig. 439. 
I>er fliegende Fifch. Mull. L. S. Th. IV. 
S. aj8. n. 9. tab. 7. 



n. 4. 

— Willughby Ichtfi. p. 28*3- fab ' S. 6. 

— Ray Synop. Pifc. p. 89- n. 10. 
Milvago. Pün. N. H. lib. 32. c. 2. 
Hirundo. Rondel de Pifcib. I. p. 284« 

— Cesner Icon. Animal. p. 35. 

Aquat p. 434. Meerfchwalnie, 
Tkierb. S. 17. b. 

— marin a. Plümier M. S. 

-*■ Aquatica. B'ontiiH.'S. Ind. p. 78- 
Miivipira et Pirabebe. Brafilienfib. Peixe 
Volador Luütanisi Marcgraf Braf. p. 
IÖ2 ! . 



fig- 5- 

^_ _*. _<J Kolbe Reife nach d. 

Vorgeb. Th. III. S. 379. tab, 40. 

fig. 4. 
Der Kürafsierer mit u. f. w. Neuer 

Schaupl d. Nat. Th. IV. S. 833. 

n. 10 et ii. 
Der fliegende Seehahn. Leske Anfangsgr. 

d. Naturg. n. 378. tab. 8- fig- 5- 



Der fliegende Seehaknz m 7. 



JLfie fehr lange Bruftflofle macht diefes Fifches Kennzeichen aas. 5_ 

In der Kiemenhaut zählt man fieben, in der kleinen BruftfloiTe fechs, in der' Der 
grofsen zwanzig, in' der Bauchflöfle fechs,. in der Afterflöfle eÜf, in der Schwanz- c^^i * 
Hoffe zwölf, in der erften Rückenfioffe fechs und in der zweiten acht Strahlen, 

Der Kopf iß kurz, und fleckt in einer viereckigen knöchernen Hülle, 
die fleh in vier längen Stacheln endiget. Die Mundöffhung ift weif, die obere ; 
Kinnlade flehet vor der untern etwas hervor, und beide find mit kleinen" 
Reihen mehrerer perlenförmigen - Zahnen bewaffnet. Die Zunge ift kurz, 
dick, und gleich dem Gaumen glatt. Die Nafenlöcher find doppelt t und' 
ßehen zwifchen den Augen und der Mündfpitze in der Mitte. Letztere haben- 
einen fchwarzen Stern; der von einem orangefarbenen Ringe umgeben wird. 
Die kleinen erhabenen runden Funkte am Köpfe bilden verfebiedene ßernfor- 
mige Figuren. Die Kiemenhaut liegt bedeckt, und "wird von flehen Strahlen 
unterfiützr. Der Rumpf ift geftrecJct ; der Bauch flach, feine Flößen fitzen' 
unterwärts dicht beifammen, und der After ift der Schwanzfioffe näher als 
dem Kopfe. Die Seitenlinie läuft in der Nähe des Rückens mit demfelben in 
gleicher Richtung, Die Schuppen am Bauche find rautenförmig, wie die bey" 
den Schlangen.- Die an dm Seiten find' mit einer fcharfen Linie" verfehen, die 
eben fo viel nach der Länge laufende Linien bilden, als es Reihen Schuppen 
giebt. Die RückenflofTen ftehn weit auseinander, und vor der erften flehet man 
zwey lange Börften. Bey einem andern Exemplare fah ich nur eine, die dem 
Kopfe näher flehet, und weit länger alsesne von den beiden der andern Exem- 
plars ift. Die fämmtlichen Strahlen find weich und einfach, und nur die in der 
SchwanzfiofTe find gabelförmig. Der Kopf fpielt in's Violette, und der Rumpf 
ift röthlich. Die-erfte Rücken- und die SchwanzflafTe find hellbläu, die zweite 
Rückenfioffe gelb, die Bruftftöffen find olsvenfarbig, und alle blau -gell eckt. _ 

P 3 



1 1 8 Der fliegende Seehahn. 

Dieter merkwürdige Fifch iß ein Bewohner ier Meere heifser Gegenden. 
Nach dem Arifloteles treffen wir ihn im griechifchen Meere an, dem Rondelet 
zu Folge im mittelländifchen Meere bey Marfe-ille, nach dem Wülughby bey 
Genua, Sicilien, Malta, Spanien, Portugal, und zwifchen den Wendezirkeln 
nach Kolbe bey dem Vorgebürge der guten Hoffnung, nach Planier bey den 
Antillen, nach Markgraf bey Brafilien, und nach Valentin in Oftindien. Salvian 
fagt, er habe ihn in Rom über anderthalb Fufs lang gefehen. 

Seine Nahrung find Mufcheln, Schnecken und Krebfe, die -er mit feinen 
perlenförmigen Zähnen zermalmt. Er hält fich haufenweife zufammen, und 
hat fowohl an den Doraden -als auch an den Waffervögeln mächtige Feinde. 
Wenn er von erftern verfolgt wird, fo verläfst er das Wafier, erhebt fich 
etwas über die Oberfläche defTelben, fliegt fo ungefähr einen Büchfenfchufs 
weit, und begiebt fich darauf wieder ins WafTer. Da man gewöhnlich ganze 
Haufen znfammen.fliegen fieht, fo hält man fie in der Ferne für Vögel, und 
da fie fich gleich den Schwalben dicht an der Oberfläche halten, fo hat er in 
Frankreich den Nahmen Hirondelle und in Italien Rondine erhalten. Eben 
die Flügel, die ihn vor feinen Wafferfeinden fchützen , ziehen ihm wieder 
Feinde aus der Luft zu, und diefes find die WafTervögel ,. die auf ihn lauern 
und vor welchen er fich nur in feinem Elemente retten kann. 

Er hat ein mageres und hartes Fleifch, welches nur alsdann wohl- 
fchmeckend wird, wenn der Fifch einige Tage alt ift. Hieraus läfst fich be- 
greifen, warum der Fifch in Rom einen ungleich belTern Gefchmack hat als 
an den Küften, wo ergänz frifch ift. 

Der Magen ift weit, und deflen untere Oeffnung mit vielen Anhängfein ver- 
fehen; die Leber ift biafs; die Gallenblafe klein; dieMila länglich und dunkel- 
rothj der Eyerftock doppelt, und feine Eyer roth. 



I« 



A Der fliegende Seehahn. 1 1 9 

In Brasilien wird diefer Fifch von den dafigen Einwohnern Miivipira 
und Pirabebe, von den Portugiefen Peixe Volador , und von den Spaniern 
Volador genannt; an den Küften des adriatifchen Meers heifst er Rondela und 
Rondola; in Rom Rondine ; auf der Infef Malta, und Sicilien Falcone ; in Mar- 
feille Rondokj und in dem übrigen Frankreich Hirondole de mer und Poiffbn 
Volant. In England hat er den Nahmen Swallomfish, Kitefish und Flying- 
Fish; in Oflindien Ikan Terbang Warna Roepania, und Terbang Boudiou, 
die dafigen Holländer nennen ihn V lieg ende Zee-Uyl und die Deutfchen flie- 
gende Seehahn, Meerweihe und Meerfchwalbe. 

Eine gute Befchreibung und erträgliche Abbildung unfers Fifches ha- 
ben wir dem Bellon 0) zu verdanken. Bald darauf gab Salvian eine 
neue Zeichnung £), in der aber die AfterflofTe ausgeladen worden. 
Etwas befTer ifc die faß zu gleicher Zeit erfchienene rondeletfche Vorfiel- 
lung c). 

Gesner hat letztere copirt d) und zwey neue hinzugefügt, die aber der 
rondeletfchen weit nachftehn, 

Aldrovand hat die dritte Vorftellung des Gesner copirt, und eine neue 
etwas befTere hinzugefügt e). 

Willughbyf), Jonfiong), Ruyfch h) und Bonnaterre i) haben die Sal- 
vianfehe ihren Werken einverleibt. 



d) Aquat. p. 195 — I97 . fi Icht&m tab> s> 6< 

P> Aquat. p. 187. g ) De Pifcib. tab. 17. fig, 12. 

c) De Pifcib. I. p. 284- A) 77ze^. Animal. tab. 1 7. fig. 12. 

O Iccm. Animal p. 35 — 37. i) £ HCJc/- j cÄtÄ> pl _ 6l< fig> ^ 

De Pifcib. $. 141. 141. 



<i 10 Ber fliegende 'Seehahn. 

'Marcgraf k) und Bontius l) haben ebenfalls ein jeder eine neue Zeich- 
ining geliefert, die aber beide äufserit fchlecht find. Die erfte treffen wir 
beim Piß -wieder an*/rc). 

Auch Vahntyn hat zwey neue aber ungetreue Zeichnungen von unferm 
Fifche geliefert n), die wir beim Renard o) vergröfsert finden. 

Boddart führt unrichtig die Trigla Hirundo des Linne , und die rierte 
Species des Artedi zu unferni Fifche an*): denn es ift die Trigla Volitans des 
erflern und die fechfte Species des letztern. 

Salvian irrt, wenn er unferm Fifche die Zähne abfpricht >p\ 

Auch Houttuyn hat unfern Fifch aufs Neue abgebildet q), in der aber 
der Fehler begangen worden, * dafs der Theil vom üopfe bis zur BrußflofJe 
zu lang ift. 

Statins Müller' r) und Leske s) haben diefe Zeichnung nacMechen laflen. 

Kolbens Abbildung unfers Fifches ift äufserft fchlecht 0. 

Endlich .finde- ich im Borowskifchen Werk, dafs anßatt unfers ■ Fifche» 
der fliegende Hering iß geßoehen worden u), .der in Catesby auf der gten 
Tafel befindlich ift. 

Brown befchreibt zwar unfern Fifch umftändlich, allein er mufs- ihn nicht 
genau unterfucht .haben, >: fonft würde er nicht -in der. Kiemenhaut ftart fieben 

nur 



*) Braßl.p.l62. p) Aqaat. p. 188. 

V) H. N. Ind. p. 78. q) Nat. Hiß. I. pl. 63. fig. 5. 

m) Ind. utr. p 6l. r) Lina. Syfi. Th. IV. tab. 7. fig. 5; 

n) Ind. III. fig. 35 et 506. s) Anfangsgr. d. Naturg. tab. 8. fig. 5. 

o) Hiß. de.Poipl.'fig. 66 et 186. ■*) Reif, in.tab. 40. fig. 4. 

*) Naturl. Befchreib. p. 18. n. 66. u) Naturg, d. Fifch. tab, -313. 



Der fliegende Seehakn. u , 

nur vier, und in der kleinen Bruftfloffe ßatt fünf zvey bis drey Strahlen an- 
gegeben haben x). 

Gronov glaubt, Klein habe unfern Fifch als zvey befondere Arten aufge- 
führt j), allein, da Klein den einen mit zwey langen Fafern über den Augen, 
und einer dritten am Kinne befchreibt £); fo iß diefes entweder ein ganz ande- 
rer Fifch, oder es hat ein Gewinnfüchtiger an diefem Fifche gekünflelt, und ihn 
an Klein als einen neuen und höchft feltnen verkaufe. Diefes iß mir nicht ganz 
unwahrfcbeinlich, da auch fein Karpfen mit den Ungeheuern langen Flo/Ten 
und den zwey Bartfafern an der Oberlippe, den er auf der i4ten Tafel der 
jten Lieferung vorgeßellt, gekünflelt zu feyn fcheinr. 

Der Sebaijchtn Zeichnung trifft eben der Tadel, den ich an der Ifouttuyn- 
fchen bemerkt habe ad), 



x) Jamaica p. 453. £) Mifs. Pifc. IV. p. 44. n. 10. 

j) ZoopL p. 85. n. 285. ea) Thes. III. tab. 28. fig. 7. 



Alig.Naturg.d. Fifche» Th.x, Q 



Der Carolinfehs. Ssehahn. 



DER CAROLINSCHE SEE HAHN. 
Trigla Carolina. 

C C C L I I t e T a f e 1. 

Der Körper gefleckt, eilf Strahlen in der AfterflofTe, K. 6, Br. 3, 13, B. -§-, 
A. 11, S. 15, R.f, ii. 

Trigla corpore maculato, radiis undeeim in pinna anL B. VI, P. III, XIII, 

I IX 

V. , A. XI, C. XV, D ■, XII. 

VI IX 

Trigla capite acüleato et fquamato , fqua- flae dorfalis parte priori aculeata. Lina. 

mis craffis offeis radiatis; cirris tribus Mant. alt. p. 529. S. N. edit. Cmel. 

cartilagineis cum aculeo unico utrinque p. 1347. n. 11.? 

ad pinnas peftorales. Brown. Hirt, of Der Carolinfche Seehahn. Müller L. S. 

Jamaic. p. 453. n. 2. tat». 47. Suppl. B. S. 205.? 
Trigla Carolina. Tr. digitis tribus,. pin- 



7- 

Der 

Carolinfche 

Seehahn, 



JLIer gefleckte Körper und die eilf Strahlen in der AfterflofTe find die Merk- 
male, woran man diefen Fifch erkennen kann. 

In der Kiemenhaut bemerkt man fechs, in der BruftflofTe drey freie und 
dreizehn verbundene Strahlen, in der BauchfioiTe Techs, in der Afterfloile eilf, 
in der Schwanzfloße fünfzehn, in der erfien Rückenflofie neun, und in der 
zweiten zwölf Strahlen. 

Der 



Der Carolinfihe Sethahn. 153 

Der Kopf ift glatt, abfchüiTig und mit Sternfiguren geziert. Die 
MundöfFnung ift weit, die Kinnladen find gleich lang, und nur fehr wenig 
rauh. Der Gaumen und die kurze und dicke Zunge find glatt, die Nafen- 
löcher einfach und röhrenförmig. Das Auge fcheint wegen des fchwarzen 
Fiecks länglich zu feyn, fein Stern iß Mau, der Ring weifs, und nimmt man 
über felbigen zwey kurze Stacheln wahr. Auch am Rande des vordem Kopfes 
find zwey dergleichen, und am Genicke zwey etwas gröfsere befindlich. An 
jedem Kiemendeckel, und an dem Bruftknochen^ welcher zur Unterftützung 
der BruftfiofTe dient, ift ebenfalls ein dergleichen Stachel vorhanden. Die 
Kiemenhaut liegt unten von der weiten OefFnung frey. Die Schuppen am 
Rumpfe find klein und gezähnelt; die Seitenlinie gerade, j*latt, in der Nähe 
des Rückens, und der After dem Kopfe näher als der SchwanzftofTe. Am 
Rücken ift auf jeder Seice eine Reihe kurzer Stacheln vorhanden , die eine 
Furche zur Aufnahme der RückenflofTen bilden. Der Körper ift gelb und 
violett geßeckt, die BruftfiofTen find violett und mit vier hraunen bogen- 
förmigen Banden geziert. Die FloiTen find mit weichen und gabelförmigen 
Strahlen verfehen, nur die SchwanzflofTe hat vierzweige, und die erfte, Rücken- 
floöe einfache und harte Strahlen. 

Diefer Fifch hat ein mageres und hartes FJeifch, hält fich im Meere 
bey Jamaika auf, und kann, wenn er verfolgt wird, auf eine kurze Zeit 
vermittelft feiner flügelähnlichen BruftflofTen, fich aus dem WafTer in die Luft 
erheben, um fich auf diefe Art vor feinen Feinden zu ichützen. 

Die Engländer nennen diefen Fifch finaller fiying Trigla, die Franzofen 
La Caroline, und die Destfchen der Carolinfihe Seehahn. 

Herr Brown hat uns diefen Fifch zuerft bekannt gemacht, aber feine 
gegebne Zeichnung davon ift fchlecht gerathen, befonders am Kopfe ä). 

d) Janiaica tab. 47. 

Q * 



ia4 B ir Carolaifche Stehahn. 

Linnc beschreibt im zweiten Nachtrag zu feinem Nattirfyitem Seite 52.9 
einen Seehahn aus Carolina, welcher der unfrige zu feyn fcbeint: .mit Ge- 
wifsheit aber läfst fich deswegen nichts beftimmen, weil er faß: jeder Floße 
einen Strahl mehr giebt,. und von der am Schwänze fagt, dafs fie ausge- 
zackt fey. Sein Eyolans kann es um fo viel weniger feyn , da ihn die drey 
fägeförmige Stacheln zwifchen den beiden Rückenfloflen fehlen, welche den 
Charakter des Eyolans ausmachen. 

Browns Frage : ob fein kleiner Flieger nicht die vierte Art des Artedi 
fey b), kann ich verneinen, da der Corvut des Salvian, auf den fich Ar- 
tedi bezieht, nur kurze BrußflofTen und weit von einander entfernte Rücken- 
floflen hat r). 



h) Jarnaic, p. 453. n. 2. c) Syn. p. 73. n. 4. 



Der punktirtz Seehahn. 115 



DER PUNKTIRTE SEEHAHti, 

Trigla punäata. 

C C C L I I I t e Tafel. 

Der Körper roth punktirt, K. „., Br. 3, 1 3 , R. 6, A. . ., S. ia, R. . . . 

Trigla rubro punctata. B... t P. III, XIII, V. VI, A. . . ,- C XII, 
D 

Lyra altera. PJümier M. S. 

JL)ie rothen Punkte, die wir faft allenthalben bey diefem Fifche antreffen, g, 
machen feine Unterfcheidungszeichen aus. Der 

Die Strahlen in der Kiemenhäut, in der After- und in den RückenflofTen g U ", ^ 
kann ich nicht angeben, weil fie in der Zeichaung gröfstentheils bedeckt find. 
Die BrnMoffe hat drey freie und dreizehn verbundene, die ßauchflolfe fechs, 
und die Schwanzflofle zwölf Strahlen. 

Der Kopf ift ganz wie bey dem vorhergehenden gebildet, aufser> dafs er 
etwas länger und daher weniger abfchüfligy nach hintenzu mehr ftachlicht ift, 
und dafs die Augen mit einem gelben Ringe verfehen find. Auch am Rumpfe 
hat alles wie bey jenem das nehmliche Verhältnifs, und ! nur in Anfehung der 
Farbe, der Anzahl der Srrahlen in denFloflen und in derGröfse weicht er merk- 
lich ab. Die BruftflofFen find hellblau und die übrigen gelb, 

Diefer Fifch gehört bey den antiliifchen Infein zu Haufe, und unftreitig, 
wegen feiner grofsen Bruftflofie, zu den fliegenden Fifchen. 



Q.3 



1 16 



Der lineirtt Stehahn. 



DER LJNEIRTE SEEHAHN. 
Trigla lineata. 

C C C L I V .t e Tife I. 
Der Rumpf in die Quecre lineirt. K. -7 , Br. 3 , 9, B. f, A. T V, S. 13, 

RIO I 

• T5) TT* 

Trigla transverßm lineata. JB. VII , P. III , IX, V.—, A.—~. 

■ ■ VI XVI 

C. XIII, D. — , — — . 
X XVII 



Trigla lineata. T. ftriata rubra, fabtus 

alba. CmelinJ.. S. p. 1345. n. 12. 

Cataphraclus, cüflide ftellulis caelata, cuta 

afpera, aculeis pinnae dorfalis anterioris 

parum ferratis. mullus 'imberbis. Ronde- 

letii. Klein. Mifs. Pifc. TV, p. 44. n. 9. 

Mullus imberbis, Rondel. de Pifc. P. I. 

p. 295. 

«. ~— < Rondeletii. Wiltughb. 

Ichth.p. 278. 

tab.S.I.fig.i. 

— .— - , — .RaySynop.Pifc. 

p. 87- n - I- 
_ — — Gesner Aquat. 

P.-567. Icon. p. 39. Der glatte Roth- 
bart. Thierb, S. 19. 



.Mullus imberbis. Jonfl. de Pifcib. p. 61. 
tab. 18. fig. 4. 
— — Ruyfch Theat. Animal; 

p. 39. tab. 18. % 4. 
Imbriago. Charleton Onomait. p. 138. 

— Ronrfe/. Hift.desPoifT.I.p. 232. 

Cuculus lineatus, the Streaked Gurrrard. 
Ray Synop.Pifc. p. 1 65. 
n. 11. tab. 2. fig. 11. 
— — theStrakedGurnard.Pe«- 

nant B. Z. III. p. 281. n. 141. pl. 57; 
n. 14L 
Der Kürafsier mit dem geflreiften Helrtt- 
deckel u. f. w. Neuer Schaupl d. Nat. 
Th. IV. S. 833. n. 9. 



Der lineirte Sechahn. i z 7 

JDie in die Queere laufenden Linien machen den Karakter diefes Fifches 

aus. . Der 

In der Kiemenhaut bemerke man fieben, in der BruftflofTe drey freie und . , . 
neun zufammenhängende Strahlen, in der BauchflofTe fechs, in der AfterflofTe 
fechszehn, in der SchwanzflofTe dreizehn,, in der erften RückenflofTe zehn, und 
in der zweiten fiebzehn Strahlen. 

Der Kopf hat eine knöcherne Hülle, ift glatt, und nur am Rande der Au- 
genhöhle mit einem Stachel verfehen. Er ift übrigens abfehüffig und mit Stern- 
figuren verziert. Der Mund ift klein^ und inwendig roth; die Kinnladen find 
gleich lang, und feilartig rauh. Die Nafenlöcher find doppelt; die Augen 
flehen nahe am Scheitel, und haben einen fchwarzen Stern, der von einem gel- 
ben Ringe umgeben wird. Der Kopfknochen läuft oben in zwey und der hin- 
tere Kiemendeckel in einen Stachel aus. Die Kiemenhaut liegt unterwärts un- 
bedeckt, und die KiemenöfFnung ift weit. Der Rumpf ift fchmahl, fleifchig, 
und wird von fehr kleinen glatten Schuppen bedeckt. Die Seitenlinie ift ge- 
rade, nahe am Rücken, und nach dem Schwänze zu mit gekrümmten Stacheln 
verfehen. Die Bauchhöhle ift kurz, und der After noch einmal fo weit von 
der Schwanzflofle als vom Kopfe entfernt. Am Rücken find auf beiden Seiten 
hervorragende Stacheln, die eine Furche zur Aufnahme der RückenflofTe bilden. 
Die vordere RückenflofTe hat fteife Strahlen, davon der erfte vorwärts gezäh- 
nelt ift. Die Strahlen' in den übrigen FlofTen find weich, die in der After- 
und zweiten RückenflofTe endigen fich in drey, die in der Bruft- und zweiten 
BauchflofTe in vier, und die in der Schvanzrlofle in zwey Spitzen. Der Kopf, 
Rücken und die Seiten find rothbraun, die BruftflofTe aber fchwarz gefleckt, 
der Bauch ift weifs , die Afcer- und zweite RückenflofTe find grau. 

Diefer fchöne Fifch ift ein Bewohner des Nordmeers, und erfcheint Ron- 
delet zu Folge nur feiten in der Gegend von Frankreich. Auch in England 



iaS Der Uneirit S-eehahn, 

mufs er nicht häufig vorkommen , da ihn Hr. Pcnnant nur nach Ray befchreibt. 
Keiner von beiden hat feine Gröfse beftimmt. Die Gröfse des Meinigen ift 
der Abbildung gleich. Er hat fo wie alle übrige aus diefem Gefchlechte ein 
hartes und mageres Fleifch, 

Der Magen ift klein und unterwärts mit vielen langen Anhängfein ver- 
fehen. Der Darmkanal hat zwey Beugungen, die Leber ift röthlich., und be- 
ftehet aus zwey Lappen. 

In Frankreich heifst diefer Fifch Imbriago j in England Streaked Gur- 
narJ, und in Deutfchland der lincirte Seehahn. 

Herr Gmeän giebt folgende Merkmahle für unfern Fifch an: roth ge- 
ßreifft, unten weiß aj: allein, da er nicht roth geftreiffr, fondern in die 
Queere lineirt ift, und übrigens alle Seehähne am Bauche weifs find ^ fo wird 
unfer Fifch dadurch nicht kennbar. 

Wenn.Rondelet h) und Herr Pennant fagen c), dafs unfer Fifch keine 
Zähne habe, fo muffen fie wohl die kleinen rafpelartigen Zähne überfehen 
haben. 

Ich weifs nicht, warum Artedi und Linne unfern Fifch in ihre Syfteme 
nicht aufgenommen haben, da er doch vom Rondelet d) und.Äay e) befchrieben 
und gut abgebildet worden ift. 

Beim Ray kömmt unfer Fifch als zwey verfchiedene Arten vor/*). 

\ Dem 



a) Lina. S. N. edit. Cmel, p. 1345. d) I. a. B. p. 295. 

n. 12. e) Synopf. Pifc. tab. 2. fig. ir. 

V) De Pifcib. p. 2965 /) I. a. B. p. 87. n. 1. et p. 165. 

c) B. Z..III. p. 28l. n. ii. 



Der linärtt Seehahn. ü« 

Dem Rändelet haben wir die erfte Bekanntmachung unfers Fifches und 
eine ziemlich gerreue Zeichnung zu verdanken g), welche Gesner h), Wil- 
lughby /'), Jonfion k) und Ruyjch /) kopirt haben. 

Auch Ruyhht uns eine gute Zeichnung huiterlafTen m), die Herr Pennant 
hat nachftechen laffen n). 

Rondelet hält diefen Fifch unrichtig für einen Rothbart ö), da er doch mic 
diefem weiter nichts, als die rothe Farbe gemein hat, eine Farbe," die auch* 
den Seehähnen eigen ift, mit denea er auch fonfl in allen Stücken genau 
ühereinÜimmt. 



g) Pe Pifcib. p. 296. /) Theat. Anim. tab. 18. fig. 4» 

Ä) Icon. Animal. p. 39. m) Syn. Pifc. tab. 2. fig. n. 

i) Ichth. tab. S. 1. fig. r. a) B. Z. III. pl. 57. n. 141, 

*) De Pifc, tab. ig. fig* 4. 0) A. a. O, 



Ailg. Naturg. d. Fifche. th, X. R 



Fichten- 
zwei 



Der Fichten^weig, 



DER F'ICHTENZWEIG. 
Trigla Pini. 

CCCLVte Tafel. 
Die Seitenlinie blättrich. K. 7, Br. 3, 10, B. =§-, A. 16, S. ig, R. |-, 19. 

Trigla Unea lateraü kmellata. B. VII, P. III, X, V. — , ^. XVI, 
IX 

a xviii, d. — , xix. 

XI 



IO .Die dünnen in der Queere liegenden Blättchen, welche man längs der Seitenlinie 
Der wahrnimmt, geben ein ficheres Merkmahl für diefen Fifch ab. Diefe Linie üt 
gerade, in derNähe des Rückens und glatt, die auf beiden Seiten daran fitzenden 
Blättchen gleichen den Blättern der Fichten, welche Aehnlichkeit mir Gelegen- 
heit zu feiner Benennung gegeben hat. 

In der Kiemenhaut zählt man fieben, in derBruftflofTe drey freie und zehn 
verbundene, in der Bauchflofle fechs, in der Afterflofle fechszehn, in der 
Schwanzfloffe achtzehn, in der erften Rückenflofie neun, und in der zweiten 
neunzehn Strahlen. 

Der Kopf ift abfchüffig, und der Knochen,, worin derfelbe eingehüllt iß, 
vorn etwas eingefchnitten, und endiget fich in fechs kurze Stacheln. Man fin- 
det an felbigen ebenfalls die flernförmige Figuren, dieVerwachfung der Kiemen- 



Der Ficht en^weig. • 121 

decket mit dem Nafenknocben, dergeftalt, dafs beim Atemholen die ganze 
Seite bis am Auge fich in die Höhe hebt. Die Kinnladen find gleich lang, und 
wie eine Feile von kleinen Zähnen rauh. Vorn am Gaumen fitzet ein rauher 
Knochen in der Queere, der übrige Theil des Gaumens, ingleichen die Zunge, ift 
glatt, und im Schlünde find vier länglichrunde rauhe'Knochen zum Feilhalten der 
Speifen vorhanden. Die Nafeniöcher find einfach; die Augen haben einen 
fchwarzen Stern, and einen gelben Ring, über welchem man, fo wie auch am 
Vorderkiemendeckel einen Stachel wahrnimmt, dahingegen der hintere mit 
zwey Stacheln verfehen ift. Die KiemenöfFnung ift weit, und die Kiemenhaut 
liegt frey. Die Schuppen find fehr klein, und der After dem Kopfe naher als 
der SchwanzflofTe. Am Rücken ift auf beiden Seiten eine erhabene rauhe Linie 
vorhanden, und in die durch fie gebildete Furche kann der Fifch feine Rücken« 
floffe bequem legen. Der Körper ift bis auf dem Bauch röthlich. Von der 
nehmlichen Farbe find auch die Bauchflo/Ien, die übrigen aber find bläulich. 
Die Strahlen in der erften Rückenßofle find fteif, alle übrigen aber weich. Die 
gegenüber flehende Rücken- und Afterflofle haben einfache, die Bruft- und 
BauchflofTen gabelförmige, und die SchwanzflofTe acbrzweigige Strahlen. 

Die eigentliche Gröfse diefes Fifches kann ich nicht beftimmen. Das 
Original, welches ich befitze, ift nicht gröfser als feine Abbildung. „ Aus dem 
Baue des Mundes ergiebc fich, dafs er von Mufcheln und andern Schaalthieren 
lebe. Ich habe ihn aus Holland ohne Anzeige feines Aufenthalts bekommen. 



R ft 



i 3-2 Von den Johnßfihen übeth-mpt. 



Jtä&^fazXg&zM 1 ?, 



11^5»^- 



^^ 



LXIIItes GESCHLECHT. 
JOHN FISCHE. 

Johnius. 



Erster Abschnitt, 

U o n den Johnfifchen überhaupt. 

Der Kopf ganz fchuppig, die Kiemendeckel ungezäbnelr und unbewaffnete 
Pifces capite toto fquamato , opcr cutis margine laevibus inermatisque. 



VJLan erkennt die Fifche diefes Gefchlechts an ihrem durchaus fchuppigen 
Kopfe,, und an den ungezähneken und flaehellofen Kiemendeckeln» 

Die Fifche diefes Gefchlecht foSlten der Ordnung nach auf das Gefchlecht 
der Blödaugen folgen, deren Kennzeichen in einem gsnz fchuppigen Kopfe mit 
bewaffneten und gezähnelten Kiemrndeckeln btftebet: allein, da ich jene erft 
kürzlich von dem Miflionnaire Herrn John erhalten habe, fo befchreibe ich fie 
nun, und nenne fie zum Andenken des Einfenders Johnßfche. 

Diefe Fifche haben einen länglichen Körper, eine lange Rückenfiofie, da- 
von der vordere Thei! hoch und ftachlich, der hintere aber niedrig und weich 
ift. Gegenwärtig bentze ich nur zwey Arten davon, die in der Gegend von. 
Trancruebar angetroffen werden» 



D-er Karutt. 13; 



Zweiter Abschnitt. 

Von den John fifc h e n i n s b efo n d e re> 



DER K A R U T T. 

Johnius Carutta. 

GCCLVIte Tafel, 

Der Oberkiefer hervorftehend. K. ?, Br. 16, B. £, A. J-, S. ig, R. ff, 

Johnius maxilla fupcriore longiore. B. V r P. XVI, V. , A. , 

VI IX 

C. XVIII, D.?L 



Karutt.' 



an erkennt diefen Fifch an dem hervorgehenden Oberkiefer. r 

In der Kiemenhaut zählt man fünf, in der BruftflofTe fechszehn, in der Der 
Bauchfloffe fechs , in der Afterflofie neun , in der Schwanzflofle achtzehn, und 
in der RückenflofTe vierzig Strahlern 

Der Kopf ift abgerundet, zufammen gedrückt, und ganz mit Schuppen 
bedeckt. Die Kinnladen find mit mehreren Reihen kleiner dünnen und fpitzen 
Zähnen befetzt. Der Gaumen ift rauh, die Nafenlöcher find doppelt; die Au- 

R 3 



134 D er Karutt. 

gen ftehen nahe am Scheitel und haben einen fcWarzen Stern, den ein orange- 
farbener Ring umgiebr. Der vordere Kiemendeckel ift fchmahl, der hintere 
breit, die Kiemenöffnung weit, und die Kiemenhaut bedeckt. Der Rumpf 
ift zufamraen gedrückt; der Rücken rund, die Seitenlinie breit, gerade, und 
dem Rücken nahe. Der After ift der Schwanzflo/Te näher als dem Kopfe. In 
der Rückenflofle find eilf, in der Bauchfloffe einer, und in der Afierflufle zwey 
harte Strahlen vorhanden. Die weichen Strahlen find vierzweigig. Der 
Rücken und die Seiten find ftahiblau, der Bauch und die Seitenlinie gelb, die 
Rücken- und SchwanzflofTe bläulich und die übrigen braunroth. 
. Auf Malaijch heilst diefer Fifch Karutia KattoleL 



Der And. 135 



DER A N E L 

Johnius Aneus. 

CCCLVIIte Tafel. 

Der Unterkiefer hervorflehend. K. 5, Br. 14, B. f, A. |-, S. 18, R. -3V 

I f /I 

—Johnius maxilla inferior t longiore. B. V , P. XIV ', V. , A. , 

VI IX 

IX 
C. XVIII, D. — 



XXXIII 



JLJiefer Fifch unterfcheidet fich von dem vorhergehenden durch den hervor- 2> 
flehenden Unterkiefer. Der 

In der Kiemenhaut zählt man fünf, in der Bruftflofle vierzehn, in der 
BauchflofTe fechs, in der AfterflofTe neun, in der SchwanzflofTe achtzehn, und 
in der RQckenflofle vier und dreifsig Strahlen. 

Der Kopf ift zufammen gedrückt, ganz.fchuppig,. und nur -wenig abfchüf- 
fig. Die Mundöffnung ift. weit;, die Kinnladen find mit kleinen dünnen und 
fpitzen Zähnen verfehen; die Lippenknocheu. find fchmahl;, die Nafenlöcher 
doppelt, und dicht an den Augen befindlich.. Diefe find grofs, flehen nahe 
am Scheitel, und haben einen orangefarbenen Ring, der einen fchwarzen Stern 
einfchliefst. Der vordere Kiemendeckel ift fchmahl, der hintere breit; dieKie- 



ig 6" Der Ami, 

merioffnung weit, und die Kiemenhaut 'bedeckt. Der Rumpf ift getreckt; 
die Seitenlinie gerade, in der Nahe des Rückens, und der After dem Schwänze 
näher als dem Kopfe, Die Rückenfloffe ift aus neun einfachen harten, und 
aus vier und zwanzig weichen und vierzweigigen Strahlen zufammen gefetzt 
In der AfterflofTe find zwey von erfterer, und Geben von letzterer Art vor- 
handen. Die BauchflofTe hat nur einen fteifen Strahl , alle übrigen find weich 
und zweimal getheilt. Der Rücken ift fchwärzlich, die Seiten find weifs, die 
Bruft- und BauchflofTen braunroth, der vordere Theil der RückenflufTe ift 
fchwärzlich, die übrigen FiofTen find roth, und blau eingefafst. 

Auch diefer Firfch ift in den malabarifchen GewäfTern einheimifch. 

Auf Malaifih heißt er Ami Kataki. 



LXlVte« 



Von den Schlangenköpfen überhaupt. ig 7 



LXIVtes GESCHLECHT. 

SCHLANGENK Ö P F M. 

Ophicephalus. 



Erster Abschnitt. 

Von den Schlangenköpfen überhaupt. 

Ungleichförmige Schuppen am flachen Kopfe. 
Pißes ccpite deprej/b fquamis variis tecio. 

an erkenne diefe Fifche an dem flachen Kopfe, der mit Schuppen von ver- 
fchiedenen UmrifTen bedeckt ift. Da diefe Fifche hierin den Schlangen ähnlich 
find, fo habe ich Gelegenheit genommen , das Gefchlecht danach zu benennen, 
um fo mehr, da ich fie in keif* anderes bringen konnte. Bey den bisher bekann- 
ten Fifchen haben die Schuppen am ganzen Körper eine einförmige Bilduno-, die 
fich nur in der Gröfse unterfcheiden, bey diefen hingegen haben fie am Rumpfe 
einerley Umrifs, am Kopfe hingegen weichen fie untereinander in Anfehun» der 
Bildung fehr merklich ab. Ueberdies unterfcheiden fich auch die Schuppen am 
Allg.Niturg.d. Fifche.,. Th.x. S 



i q g * Von den Schlangenköpfen überhaupt. 

Rumpfe von den andern dadurch, dafs jene an ihrer Oberfläche gefirahlt und glatt, 
und diefe von kleinen runden Erhöhungen rauh lind, wie folches durch die auf der 
Tafel vorgeftellte und vergiöfserte Figur fichtbar ift. Auch hierin gleicht der 
Kopf diefer Fifch.e dem Kopfe der Schlangen, dafs er flach, gedrückt, vorn rund 
ift, und hinten in eine dumpfe Spitze ausgeht. Sie haben einen geftreckten Kör- 
per und fieben mit weichen Strahlen verfehene Flößen. Die Rücken- undÄfter- 
flofle ift lang, und die am Schwänze rund. 

Das Vaterland der zu diefem Gefchlechte gehörigen Fifche ift die Gegend 
um Tranquebar. 

Vor der Hand befteht diefes Gefchlecht nur a-us zwey bisher noch unbe- 
kannt gebliebenen Arten. 



Der punkürte Schlangenkopf, 1 39 



DER PUNKTIRTE SCHLANGENKOPF. 

Ophicephalus punäatus. * 

CCCLVIIIt-e Tafel. 

Der Körper fchwarz punktirt. K. 5, Br. 16, B. 6, A. ia, S. 14, R. 3 r. 

Cephalophis corpore nigro-punclato. B. V, P. XVI, V. VI, A. XXII, 
C. XIV , D. XXXI. 



jLJit fchwarzen Punkte, die man faft am ganzen Körper wahrnimmt, dienen : 

zum Merkmal diefes Fifches. D er 

In der Kiemenhaut zählt man fünf, in der BruftflofFe fechszehn, in der P unkt i rte 
Bäüchflofie fechs, in der AfterfiofTe zwey und zwanzig, in der Schwanzflofie £„«£ 
vierzehn, und in der RückenfloiTe ein und dreifsig Strahlen. 

Der Kopf ift flach, und wie erwähnt, mit ungleichförmigen Schuppen be- 
deckt; die MundöfFnung ift weit; die Kinnladen find gleich lang, und mit klei- 
nen fpitzen Zähnen verfehen. Der Gaumen ift rauh, die Zunge glatt, die Lip- 
penknochen find fehr fchmahl, die Nafenlöcher einfach, röhrenförmig und dicht 
an den Augen fichtbar; letztere find klein, und nahe an der MundöfFnung be- 
findlich, ihr Stern ift fchwarz, und der Ring blau. Die KiemenörFnuno ift 
weit, und die Kiemenhaut liegt verborgen. Der Bauch ift kurz, und der After 
nur halb fo weit vom Kopfe als von der Schwanz&ofTe entfernt. Die Seken- 

S .1 



140 Der punhirtt Schlangenkopf. 

linie macht hinter der Bruftflofle einen kleinen Abfatz und läuft, vom Rücken 
und dem Bauche gleich weit entfernt, nach der Schwanzfiofle. Der Rumpf ift 
lang und fieifchig, der Rücken und Bauch rund. Die Bruft- und Bauchfloffen 
find kurz und abgerundet. Die fämmtlichen Strahlen find weich und vierzwei- 
gig. Die Grundfarbe diefes Fifches ift fchmutzig weifs; die vom Rücken und 
den FlofTen fchwarz. 

Diefer Fifch ift ein Bewohner der GewäfTer an der Malabarifchen Kiifte. 
Ich erwarte mit dem zunächfl von daher kommenden Schiffe die Nanu gefchichte, 
fowohl von diefem als von den übrigen in diefem Thei'e befchnebenen Fifchen, 
die mit diefem ein gleiches Vaterland haben. 



Der gefir äffte Schlangenkopf. 141 



DER GESTREIFFTE SCHLANGENKOPF. 

Ophicephalus üriatus. 
CCCLIXte Tafel, 

Bratine Streiften am Körper. K. 5, Br. 17, B. 6 , A. 16, S. 37, R. 43. 

Cephalophis corpore bruneofiriato. B, V, P. XVII, V. VI, A. XXVI, 

C. XVII, D. XLIII. 



jLJie braunen StreifFen, die man fowohl am Rumpfe als an einigen Floflen wahr- 
nimmt, find ein Merkmal, wodurch dieferFifch von den vorhergehenden leicht Der 

zu unterfcheiden ift. geffreifke 

Schlangen- 
In der Kiemenbaut zählt man fünf, in der B ruft floffe fiebzehn, in der köpf, 

Bauchflofle fechs, in der Afterflofle fechs'und zwanzig, in der ScbwanzflofTe 
fiebzebn, und in der R'ii:kenflofie drey und vierzig Strahlen. 

Der Kopf ift flach und mir Schuppen von verfchiedener Geßallt bedeckt., 
Die Rinnladen find gleich lang, und mit feinen fpitzen Zähnen befetzt. Der 
Gaumen iftrauh, die Zunge frey und glatt. Die Nafenlöcher find einfach, 
rund , und dicht an den Augen befindlich. Beide flehen nahe an der Mund- 
Öffnung, und letztere haben einen fchwarzen Stern und einen hocbrothen Ring, 
der nach dem Sterne zu ins Grüngelbe fällt. Die Kiemendeckel find dergcftalt 
von den Schuppen bedeckt, dafs man nicht unterfcheiden kann, ob einer oder 

S 3 






1^1 Der gereifte Schlangtnkcpf. 

zwey vorhanden find. DieKiemenhaut liegt innerhalb der weiten Kiemenöffnung. 
Der Rumpf ift geftreckt; die, Schuppen find rauh und dünn; die Seitenlinie ift 
von dem fchwarzgrünen Rücken und dem weifsgelben Bauche gleich weit ent- 
fernt; die Strahlen in der braungeftreiffcen Rücken« und AfcerflofTe find einmal, 
und die in den übrigen Flößen zweimal getheilt. 

Was die Naturgefchichte diefes Fifches anbelangt, fo will ich hier 
dem Herrn Mifsionair John, dem ich fowohl den Fifch als auch eine da- 
felbft gemachte Zeichnung zu verdanken habe, felbft erzählen laflen. Seine 
Worte find : 

„Diefer Fifch heifst auf malabarifcb Tamulicl Wrahl. Die gröfsten wer- 
den eine Elle lang und dicker als ein Arm. Er hält fich in Teichen im Schlamme 
auf, und wird deswegen nicht mit Netzen, fondern mit einem aus Reifern ge- 
flochtenen Fifchreufe gefangen, welches rund , unten anderthalb Fufs weit und 
zwey Fufs hoch Hl, fchmabl zugeht, oben aber eine Oeffnung hat, wodurch 
der Fifcher einen Arm ßecken kann. Diefes ilürzen fie von einem Orte zum 
andern, um zu fondiren, wobey fie fogleich an der Bewegung des Fifches mer- 
ken können, ob fie einen überdeckt haben. Er wird fehr gern gegeffen, und 
bey der Diät empfohien. ,, 



Von den Lan^tttfchwän7 K en überhaupt. i 4 \ 



LXVtes GESCHLECHT. 

LANZE T T S C H W Ä N Z E. 
Lonchurus. 



Erster Abschnitt. 

Vo n den Langet tfc hw ändert überhaupt. 

Die SchwanzfiofTe lanzettförmig, die BauchflofTen getrennt. 
Pifces pinnis ventralibus discretis , caudali lanceolata. 

XJie zu diefem Gefchlechte gehörigen Fifche erkennt man an der lanzettförmi- 
gen Schwanz- und den getrennten BruftflofTen. Wir haben zwar auf der 38^en 
Tafel eine Meergrundel vorgeftellt, die ebenfalls mit einer lanzettförmigen 
Schwanzflofle verfehen ift : allein, da bey felbiger die BauchflofTen verwachfen 
find, fo kann fie nicht hieher gerechnet werden. Die Fifche diefes Gefchlechts 
haben einen geftreckten Körper, der mit weichen und glatten Schuppen befetzt 
und mit acht FlofTen verfehen ift. 

Ich befitze vier Arten, die ich alle aus Surinam erhalten habe. 



14-4 . Eer. bärtige Laniettfchwan{. 



DER BARTIGE LANZETTSCHWANZ. 

Lonchurus barbatus, 

CCCLXte Tafel. 

.Zwey Fafern am Kinne. K. 5, Br. 1 5, B. 6, A. 9, S. 18, R. 46. 

Lonchurus cirris daobus mentalibus. B. V, P. XV, V. VI , A. IX 

C. XVIII, B.ZLVL 

'■ IJls zwey kurzen Bartfäfern, die man am Kinne diefes Fifches wahrnimmt, 



geben ein lieberes Merkmahl für ihn ab. 
Der b 

bärtigelan- In der Kiemenhaut zählt man fünf, in der Bruftfloffe fünfzehn, in der 

Z£tt " BauchHoile fechs, in der AfterflofTe neun, in der SchwanzflofTe achtzehn, und 
fchwanz. ■ * 

in der Rückenflolie fechs und vierzig Strahlen. 

Der Kopf ift zufammen gedrückt, und endiget fich nafenförmig; die 
Mundöixnung ift klein; die Kinnladen find von gleicher Länge und gleicher Be- 
waffnung, welche in kleinen fpitzen Zähnen befteht. Die Nafenlöcher find dop- 
pelt; die Augen ftefeen nahe am Scheitel, haben einen fchwarzen Stern in einem 
blauen Ringe. Der vordere Kiemendeckel hat am Rande verfchiedene Eindrücke, 
welche ihm ein gezähnekes Anfehn geben. Der After fleht in der Mitte. 
Die Seitenlinie laufe in der Nähe des Rückens und bildet in der Mitte einen 
flachen Bogen. Die fämmtlichen Strahlen find weich und vielzweigig, nur die 
am Rücken find ungeteilt. Eine braune Farbe überzieht fafi den ganzen Körper. 

Das Vaterland diefes Fifches ifl Surinam. 

Ende des zehnten Theils. 



D. MARCUS ELIESER BLOCH'S, 

ausübenden Arztes zu Berlin-, der Göttinger, Utrechter, Frankfurter, Vliefsinger und Harlemer Societafen der Wiffen- 

ichaften; der churfurftlich Mainzifchen Akademie dar Wiflanfchäften j der Berliner, Danzigsr, Hallifchen und Zürcher 

naturforfchcnden Gefellfchaften ; der römifch-kaitoiüeaan Akademie der Naturforfcher 5 der St. Petersburger, Leipziger, 

Bayerifchen und Zellifchen ökonomifchen Gefellfchaften; der Ackerbau -Gefellfchaft, und des 

Mufee zu Paris, Mitglieds oder Correfpondenten, 

NATURGESCHICHTE 

DER AUSLÄNDISCHEN FISCHE. 

MIT SECHS UND DREISSIG AUSGEMALTEN KUPFERN NACH ORIGINALEN. 



A C H'T ER T H E I L 





BERLIN, 1794. 
Bey den Königl. Akademifchen Kunfthändlern J. Morino 8c Comp. 






V o r e r i n n e r u n g„ 



?er reichliche Beitrag an Fifchen von meinen auswär- 
tigen Freunden hat mich veranlafst, in diefem Theile auf 
manche Tafeln mehrere Fifche zu bringen, und einige un- 
abgebildet zu befchreiben. Eben diefes werde ich auch in 
den folgenden Bänden thun, und dadurch verhüten, dafs 
das Werk nicht ohne Noth noch mehr vertheuret wird. 
Unter denen ,, die mich in diefem Jahre mit neuen 



V o r erinnerun g. 
Fifchen verfehen haben, nimmt der Herr Oberforftmeifter 
von Burgsdorff 'den erßen Platz ein. Diefer Gelehrte, der 
fich durch die Verpflanzung der nordamerikanifchen Höl- 
zer nicht nur bey uns, fondern auch im Auslande verdient 
gemacht, unterhält in jenem Welttheile auf feine Koften 
Leute, um frifche Saamen von den dafigen Holzarten zu 
fammeln, und durch diefe liefs er mich auch zugleich mit 
fifchen von dorther verfehen. 



Inhalt. 



Jjauchflofler . I 

Von den Hochfchauern überhaupt 

Das Vierauge 
Weife 

Der gehörnte Wels . 

Der hartlöte Weh 

Der Dopperfleck 

Der Meerwels 

Der bandirre Wels 

Der Silberwels 

Der Kno renweis 

Der Vierfleek 

Der Helmkopf 

Der Eothflofler 

Der Frofchwels 

Der Schlammwels- 

Der SilberflreifF 

Der geftreiffte Wels 
Von den Plattleibern überhaupt 

Der Tellerträger 

Der Plattleib 

Der aalförmige Plattleib 

Der warzige Plattleib 
Felfenfifche- 
Von den Pan^erfifchen überhaupt 

Das Runzelmaul 

Der gefleckte Panzerfifch 

Der Panzerfifch ,. 



Seite 3 










— 5 










— 7 


Tafel 


cccLxr, 






— 14 










— 19 


— 


CCCLXII. 






12 


— 


CCCLXIII. 






— 24 


— 


CCCLXIV. 






-J 26 


— 


CCCLXV. 






— 30 


__ 


CCCLXVI. 






— 33 


— 


CCCLXVII. 






— 35 


— 


CCCLXVIII. 


Fig. 


I. 


— 37 


— 


— 


— 


2. 


— 39 


*—. 


CCCLXIX. 


— 


I. 


— 42 

— 44 


—.- 


CCCLXX. 


^_ 


2. 
I. 


. - 46 


— 





.— 


2, 


— 4.8 


— 


CCCLXXT. 


— 


r. 


— 50 


— 


— 


— 


2.- 


— 52 










• — 54 


— 


cccLxxn. 






. —58 










— 61 


— 


cccLxxra. 


— - 


I. 


- - 63 


— 


— ' 


— 


3- 


: — 65 








1 


l - 67 










.. - 69 


— 


CCCLXXIV. 






— 73 


— 


CCCLXXV. 


— 


1 • 2 


.. _ 76 


— 


— 


~— 


3- 4 





Inhalt. 








Von den Hanüfchfifcheti überhaupt '. Sehe $0 








Der Ribbenfifch 


— 82 


rafel. 


CCCLXXVL 




Der Soldat 


— 86 


— 


CCCLXXV1I. Fig. 


u 


Der punktirce Küraffier 


— 90 


— 


— — 


1_, 


Lachfe . 


— 92 








Der Fridericifche Lachs 


— 94 


— 


CCCLXXVIII. 




Der bandirte Lachs 


_ 96 


— 


CCCLXXIX. 




Der zahnlofe Lachs 


— 97 


— 


CCCLXXX. 




Der Grönländer 


— 99 


— 


CCCLXXXI. — 


t. 


Der Schwanzfleck 


. 


— 104 


— 


— ■ — 


2. 


Der Einfleck 


. . 


— 105 


— 


— — 


3- 


Der Silberftreiff 


. 


— 107 


— 


cccLxxxn. — 


r. 


Der Doppelfleck: 


. 


— 1 10 


— 


— — 


%. 


Der Sägebauch 


. . . 


— na 


— 


CCCLXXXIII. 




Die See-Eydechfe 


. 


— 115 


— 


CCCLXXXIV. — 


I. 


Der Stinklachs 


, „ 


• — 118 


— 


— „ — 


2. 


Der Sichellachs 




— 120 


— 


CCCLXXXV. 




Der guineifche Lachs 


— ia.2 


— 


CCCLXXXVL 




Von den Röhrfifchen überhaupt 


; — 124 








Die Tobackspfeife . : 


— 126 


— 


CCCLXXXVII. — 


r. 


Eine Abänderung 


— 13° 


— 


— — 


2. 3 


Der Trompetenfifch 


— 131 


— 


cccLxxxvm. 




Hechte i 


— 134 








Der Seehecht 


— i3 6 


— 


CCCXXXIX. 




Der Knochenhecht 


; I40 


— 


cccxc. 




Der kleine Schwerdtfifch 


— '45 


— 


CCCXCI. 




Der raalabarifche Hecht 


— 149 


— 


CCCXCII. 




Von den Eydechsfifchen überhaupt 


— 151 








Der Eydechsfifch 


— 153 • 


— 


CCCXCIII. — 


I. 


Von den Kornährenfifchen überhaupt 


— 155 








Der Kornährennfeh 


— 158 


— 


cccxcur. — 


3- 


Von den Meeräfchen überhaupt 


— 162 








Der Härder 


— 165 


— 


CCCXC1V. 




Der Tang 


— 171 


— 


cccxcv. 




Eine Abänderung 


— 172 








Der Weitmund 


— 173 


— 


CCCXCVL 




Druckfehler. 








S. 60 Z. I v. 0. anftatt Glattleib 


lies : 


Plattleib. 




— 140 


, anftatt CCCLXXXVT. lies : 


CCCXCfte Taf. 





ALLGEMEINE NATURGESCHICHTE 



EILFTER THEIL. 



ODER 



DER AUSLANDISCHEN 



ACHTER THEIL. 



rfjP^s 




B A U C H F L S S E R. 



I 



ch komme jetzt bey den ausländifchen Fifchen zur Klaffe der Bauch- 
floner*). Es ift merkwürdig, dafs der gröfste Theil der, in diefe Klaffe, ge- 
hörigen Fifche fich in den füfsen Waffern aufhält ; und felbft die geringe 
Anzahl derfelben, weichein falzigen Waffern leben, verlaflen diefe zu ge- 
wiffen Jahreszeiten, und gehen in jene über. Bey den Bruftfloflern hin- 
gegen verhält es fich gerade umgekehrt. 

Warum die Bauchfloffen bey den Fifchen der falzigen Gewäffer am 
Bruftbeine, und bey den der füfsen Gewäffer hinter jenem ihren Sitz haben, 



*) Ich hätte zwar noch drey Arten von dem, am Ende des vorigen Theils abgebroche- 
nen Gefchlechte der Lam^ettfchw'dn^e, hier abzuhandeln; allein, da ich im zwölften 
Theile diejenigen Fifche der vier vorhergehenden Klaffen, welche nach der Zeit ein- 
gegangen find , nachtragen werde- fo werde ich auch diefe drey mit einfchalten, 
um den gegenwärtigen Theil mit einer -neuen Klaffe anfangen zu können. 

A 2 



4 Bauchßojfer. 

getraue ich mir nicht zu erklären. Sollte etwa , weil die Flufsfifche gewöhn- 
lich gegen den Strom fchwimmen muffen , der Sitz der Banchfloffe ihnen 
diefe befchwerliche Fahrt erleichtem? Aach ift die Anzahl der Strahlen in 
den Bauchfloffen bey beiden Klaffen verfchieden. Bey den BruMoffern 
beläuft lieh diefelbe fall durchgängig auf fechs, auch wohl darunter; bey 
den Bauchfloffern aber gröfstentheils von fechs bis zwölf. Eben fo findet 
ein Unterfchied in Anfehung der Riickenfloffe fhtt. Bey den Bmftfioffern ift 
fie fehr lang, und mit fteifen Stacheln verfehen; und wenn mehr als eine 
vorhanden ift, fo ift wenigftens die erfte kürzere ftachlich. Bey den Bauch- 
ffoffern hingegen ift fie kurz , und hat weiche Strahlen;' und wenn ein Fifch 
aus diefer Klaffe zwey Rückenfloffen hat, fo find he beide kurz und weich. 
Da diefe Floffe die Fifche im Gleichgewichte erhält: fo ift fie wahrfcheinlich 
bey den Bruftfloffem deshalb lang und ftark , um den Wellen beffer Trotz 
bieten zu können. Und dies ift wahrfcheinlich auch der Grund, warum bey 
den mehrften Fifchen aus diefer Klaffe die Floffen zum Theil oder ganz mit 
Schuppen bedeckt find, um dadurch einen gewiffen Grad von Steifheit zu 
erhalten. Auch find die Schuppen bey diefer Klaffe von Fifchen faft durch- 
gängig hart und gezähnelt, bey den Bauchfloffern aber dünn und unge- 
z ähnelt. 



Von den Hochfchauern überhaupt. 5 



LXVItes GESCHLECHT. 

H O C H $ C H A U E R. 

Anableps. 



Erster Abschnitt. 

Von. den Hochfchauern überhaupt. 

Der Körper cylind erförmig, der Mund gezahnt. 
Pifces corpore cylindrico, ore dentato. 

Anableps Artedi Gen. p. 25. ed. Wallb. Anableps Gronov. Muf. I. p. 11. Zooph. 
p. 160. Syn. p. 43. P- 117. 



Lm erkennet die Fifche diefes Gefchlechts an dem cylinderförmigen Kör- 
per, und an dem mit Zähnen verfehenen Munde. Bis jetzt find von diefem 
Gefchlechte nur zwey Arten bekannt, nehmlich das Vierauge d) und der Aus- 
länder b). Jenes machte Artedi, und diefen Linne bekannt. Artedi beftimrnte 
dem feinigen ein eigenes Gefchlecht, unter der angeführten Benennung, dem 



a) Cobitis Anableps L. i) Cobitis heteroclita L. 

A 3 






6 Von den Hochfcliauern überhaupt. 

auch Gronov gefofgt ifb Linne hingegen zählt fie beide den Schmerlen c> 
bey; allein fie weichen fowohl im äußern, als im iunernBaue zu fehr von ein- 
ander ab, als dafs fie bey einer natürlichen Ordnung füglich zufammen ge- 
ftellt werden könnten. Wenigftens kann ich diefes vom Vierauge mit Ge- 
wifsheit behaupten: denn fo haben, erftens, die Schmerlen die Zähne im 
Schlünde, die erwähnten beiden Fifche aber in den Kinnladen; .zweitens, 
haben die Schmerlen eine knöcherne Schwirnmblafe., das Vierauge hingegen 
eine häutige; drittens, fitzt diele Blafe bey jenen im Genicke, bey diefem 
im Unterieibe; viertens, gehört diefes zu den lebendig gebährenden, jene 
hingegen zu den eierlegenden Fifchen; fünftens, ift bey dem Vierauge 
der Körper bis an die Bauchfioffe flach, bey den Schmerlen hingegen zufam- 
men gedrückt; fechftens , hat erfteres die Augen auf dem Kopfe, die 
Schmerlen hingegen nahe am Scheitel; fiebentens, find bey jenem die Augen 
mit einem doppelten, bey den letztern aber nur mit einem einfachen Stern 
verfehen; achtens, haben die Schmerlen nur drey, das Vierauge hingegen fünf 
Strahlen in der Kiemenhaut ; neuntens, nimmt man bey dem Vierauge auf 
den Floffen Schuppen wahr, bey den Schmerlen hingegen keine; und end- 
lich find die Schuppen bey jenen grofs und deutlich fichtbar, bey diefen hin- 
gegen fo klein, dafs viele Schriftfteller ihr Dafeyn gänzlich läugnen. Auch 
der Ausländer ftimmt nach der linneifchen Befchreibung, \vegen des gezahn- 
ten Mundes, und der gleichen Anzahl von Strahlen in der Kiemenhaut, mehr 
mit dem Vierauge, als mit den Schmerlen, überein. 

c) Cobitis S. N. p. 499. 



Das Vierauge. 



DAS VIER A U G E. 
Anableps tetrophthalmus. 

CCCLXIte TafeL 

Die Augen her vor flehend , zwey Bartfafem am Munde. K. 5, Br. 23. B. 7, 

A. 9. S. 19, R. 7. 
r Anahhps oculis prominentibus, cirris duobus, B. V, P. XXII, V, VII, A. IX, 

C. xix, D. vii- 



Cobitis Anableps. C. cirris 2 , capite de- 
prefib, oculis prominulis, Linn. S. N. 
p. 499. n. I. edit, Gmel. p. 1348. n. I. 

Anableps. Artedi Gen. p. 25, edit. Wall- 
bäum. p. 160. Syn. p. 43. ed* Schneid* 

P-45- 

Anableps Gronov. Muf. I. p. 12. n. 32. 
Zoopk. p. Ii 7. n. 360. tab. I. 

%i-3- 
— lineis quatuor longitudinalibus 
ad utrumque latus, proeeflu tubulato, 



ad pinnam ani. Seha Thef. III. p. I o 8 3 ä. 

tab. 34. fig. 7. 
Gros - yeux, gobio littorälis, barbatus 

oculis maximis, en Negre - anglois 

Coutai. FerminHiü. Nat. de Surin. p. gr. 
Cobitis Anableps. C. cirris 1. capite de- 

preflb; oculis prominulis, proceflutu- 

bulato ad pinnam ani. Bonnaterre Encycl. 
, Ichth. p. 148. n. 1. PL 61. Fig, 240. 
Der Schmerling, Holland. Hoogkykef. 

Müller L. S. Th. IV. S.1%2. tab. 8- fig. I. 






Vierauge. 



g Das Vierauge, 

- U ie hoch über die Oberfläche des Kopfes hervorragenden Augen, und die 

I 53 * zwey Bartfafern am Munde machen das Kennzeichen diefes Fifches aus. 

In der Kiemenhaut zählt man fünf, in der BruftflofTe zwey und zwan- 
zig, in der Bauchfioffe heben, in der Afterfiofle neun, in der Schwanz- 
flofle neunzehn , und in der Rückenfiofle heben Strahlen. 

Der Kopf ift ganz fchuppig, breiter als hoch, und vorn abgeftumpft. 
Die Oberkinnlade ift länger, als die untere, und läfst fich nach unten zu ,' 
und nicht, wie bey andern Fifchen nach vorn zu, herausziehen. Beide 
find, fo wie die Zunge und der Gaumen, von kleinen Zähnen rauh. An der 
Oberlippe nimmt man nach dem Winkel ein Stückchen Haut wahr, welches 
die oben erwähnte Bartfafer bildet. DieNafenlöcher und einfach und dicht am 
Munde befindlich, Befonders merkwürdig find an diefem Fifche die Augen, 
an denen man zwey durchfichtige Stellen oder einen doppelten Stern wahr- 
nimmt, weswegen er in feiner Heimath Surinam den Nahmen Vierauge erhal- 
ten hat. Selbft die Augenhöhlen weichen fthr von andern ab : denn diefe be- 
liehen nicht, wie bey andern Gefchöpfen, aus einem Trichter, fondern nur 
aus einem Theile deffelben. Man flehet nemlich auf beiden Seiten am Ran- 
de des Wirbels einen über die Hirnfehaale hervorragenden, bogenförmigen, 
dünnen Knochen, deren hohle Fläche gegen einander gekehrt ift. In diefer 
Höhle liegt das cylinderförmige Auge mit feiner äuflern Hälfte, und ift daran 
befeftiget. Oberwärts flehet man den Stern , der von einem fchwarzen Ringe 
umgeben wird. An der innern Seite ift die Hornhäute) ebenfalls klar, fo dafs 

die 



ö) Tunica corn&a. 



Das Vierauge. q 

die Linfe durch fcheint. Bey genauerer Betrachtung bemerkt man fol- 
gendes: 

i) Von auffen theilt eine fchwarze Oueerbinde auf der Hornhaut das Auge 

in zwey ungleiche Sterne, oder Pupillen. 
<ä) Inwendig theilt eine Verlängerung der Aderhaut 3) und der, den Fi- 
fchen eignen, Silberhaut c) , die Pupille von vorn und hinten in zwey 
Theile. Die obere Pupille, als die gröfsere, hat einen fch war zli eben 
Ring, in welchem die Silberhaut, auf diefer Seite, mit der Aderhaut 
überzogen ift ; die Linfe fleht hier der Hornhaut mit der kugelförmi- 
gen Oberfläche fehr nahe. 

3) Die untere kleine Pupille hat einen filberfarbenenRing, in welchem der 
obere Rand der verlängerten Silberhaut fo wenig, als der untere Rand 
derfelben, mit der Aderhaut bedeckt ift. An diefer liegt die kleinere 
Oberfläche der Linie. Auffordern aber ift der Abftand diefer Pupille 
von der Hornhaut gröfser, und daher die untere Kammer geräumiger 
und mit mehr Feuchtigkeiten angefüllt, als die obere. Die birnförmige 
Linfe liegt in der Queere, und der fpitzigere Theil derfelben macht die 
Linfe des kleinen runden Sterns , die kugelrunde Oberfläche aber die 
Linfe des. gröfsern eyrunden Sterns aus. 

4) Unter der Nerven- d) und Silberhaut fand ich den, den Fifchen eig- 
nen Muskel, welcher zwifchen der Silber- und Aderhaut um den Au- 
gennerven herumliegt , fehr deutlich. 

£) Tunica choroidea. d) Tunica nervea. 

c) — argentea. 

Allg. Naturg. d. Fifche. Th, XI. B 



io Das Vierauge'. 

An dem noch ungebohrnen Fi(che (Fig. 4.) zeigen fich die beiden Ver- 
längerungen tler oben erwähnten Ader- und Silberhaut fchon fehr deutlich. 
Da aber die farbige Queerlihie der Hornhaut noch fehlt, und die beiden 
Verlängerungen fich in der Mitte noch nicht zufammen fügen; fo erfcheint 
daher der Stern ungetheilt e ). 

Die Kiemendeckel find glatt, die Kiemenhaut liegt unterwärts frey. 
Der Rumpf ift vorn breiter als hoch, nach der Schwanzfloffe zu rundlich. 
\n den Seiten fieht man fünf nach der Länge laufende, fchwarzbraune Linien, 
die am Schwänze fich vereinigen. Die Seitenlinie ift kaum zu erkennen, und 
der After flehet der Schwanzfloffe etwas näher, als dem Kopfe. Die Rücken- 
fiofle ift klein und in der Nähe des Schwanzes. Sämmtliche Sirahlen find 
weich und vielzweigig ; nur die erften find einfach. Aufler den Augen find 
noch drey befondere Umftände an diefem Fifche merkwürdig: 

1) Bringt er feine Jungen lebendig zur Welt. Die Mutter ift ein dünn- 
häutiger grofser Sack, der in zwey Säcke getheilt zu feyn fcheint, wo- 
von der eine etwas länger als der andere ift (Fig. q. a.). In diefem 
Sacke ift eine Menge kleiner Fifchchen enthalten , davon ein jedes in 
einer befondern dünnen und durchfichtigen Haut eingefchloflen ift. 
Er fitzt auf einer gelben, runden Kugel oder Dotter (Fig. 4.). Als ich 
beim Unterhielten etwas auf die Mutter drückte, kam der Schwanz 
eines jungen Fifchchen zum Vorfchein (Fig. 2. b). 



e) Bey diefer Gelegenheit will ich zugleich Silberhaut, als der Muskel zwifchen 

anmerken, dafs den Rochen fowchl die diefer und der Aderhaut fehlen. 



Das Vier äuge. ri 

q) Ift die Afterfloffe bey dem Männchen anders gebildet, als bey dem 
Weibchen. Bey letzterem find die neun Strahlen, woraus fie z'ufam- 
men gefetzt ift, leicht zu erkennen; bey erfterem aber find nurdrey zu 
fehen, und die übrigen find mit einer Röhre, die ein Bündel ausmachen; 
in einer Haut gehüllt, mit Schuppen bedeckt (Fig. i.a.), fteif und vom 
Körper abgehend. Wenn man die Haut von diefem Bündel forgfäl- 
tig ablöfet, k kommen die darin vc-rfteckt gewefenen fechs Strahlen 
(Fig. 3. a.) und die eben erwähnte Röhre (Fig. 3. e.) zum Vor- 
fchein. In diefe Rohre ergiefst fich fowohl der Saamen, als auch der 
Harn* Dies beweifet fowohl das Änfchwellen der Saamenbläschen 
(Fig. 3. d. d.), als der Harngänge (Fig. 3. b. b.), wenn man Luft in 
die Röhre Haft. 
3) Sind die Bruft- After- und Schwanzfloffen gröfstentheüs mitSchuppen 
bedeckt: eine bey den Fifchen diefer Klaffe ungewöhnliche Erfcheinung. 
Diefen merkwürdigen Fifch treffen wir in den Fiüffen Surinams an. 
Er vermehrt fich ftark, und wird von den dangen Einwohnern gern gefpeifet. 
Ich befitze fechs Weibchen, von welchen drey trächtig find. Diefe find unge- 
fähr zehn, die unträchtigen aber nur fechs Zoll lang. Ob fie erft eine gewiffe 
Gröfse erreichen muffen, bevor fie ihr Gefchlecht fortpflanzen können, oder 
ob die kleinern nur gerade zu einer Zeit find gefangen worden, wo fie ihre 
Jungen fchon abgelegt haben, das kann nur an Ort und Stelle ausgemacht 
werden. Herr Pallas/) hat wenigftens bey den Nadelfifchen auch kleine- 
trächtig gefunden. 



/) Spicil. Zool. fafc. VIII. p. 32. 

B 2 






1 2 Das Vierauge. 

Das Darmfell ift fchwarz; die Leber befteht aus zwey Lappen; die xMilz 
ift klein; der Magen dünnhäutig, und der Darmkanal macht einige Beugun- 
gen. Bey dem Männchen fand ich die Saamenbläschen doppelt, und zwar 
„ nicht gröfser, als fie (Fig. 3. d. d.) abgebildet find. Von eben diefer Art find 
fie bey andern lebendig gebährenden Fifchen, z. E.beim Rochen und Hay, 
bey welchen eine Art von Begattung ftatt findet; folglich nicht ein fo grofser 
Ueberflufs von Saamen zur Fortpflanzung nöthig ift, als bey andern Fifchen, 
deren Eyer von auffen befruchtet werden. 

Wir kennen zwar noch einige Schuppenfifche, die lebendig gebähren, - 
nehmlich: in Europa die Aalmutter g), und im Morgenlande den Augen- 
wimper h); allein bey diefen hat noch niemand einen Milcher entdeckt. 
Natürlicherweife fällt einem jeden der Gedanke ein, ob bey unferm Fifche 
eine ordentliche Begattung ftatt finde, oder ob die Fortpflanzung durch die 
blofse Annäherung der Zeugungstheile, wie beim Rochen, bewirkt werde. 
Mir ift das erftere deswegen wahrfcheinlich, weil die Männchen mit der er- 
wähnten Röhre verfetten find, 

In Surinam wird diefer Fifch von den Negern Coutai, von den dafigen 
Holländern Hoogkyker, von den Franzofen Gros-yeux, und von den Deut- 
fchen Vierauge genannt. 

Artedi i) hat uns zuerft mit diefem Fifche bekannt gemacht, und eine 
genaue Zeichnung im Seba k ) davon geliefert. 



g) Blennius viviparus L. i) Syn. p. 43. 

h) Bloch Fifche. tab. 168. k) Thef. III. tab. 33, fig. 7. 



Das Vierauge* ' 33 

Gaubius, welcher den Seba herausgegeben, hat zwar das Auge befchrie- 
ben, aber es nur bey dem Aeuflern bewenden laifen/). Auch Camperm) 
mufs den innern Bau nicht recht unterfucht haben , weil er fonft nicht zwei- 
feln würde, ob die Linfe doppelt oder nur einfach fey, da die Zergliede- 
rung defielben das letztere entfcheidend darthut. 

Auch Gronov hat in feinem Mufeo, welches mit dem Seba zu gleicher 
Zeit erfchien, unfern Fifch g*nau befchrieben und gut abgebildet /z); allein 
der befondere Bau der Augen ift ihm damals noch unbekannt geblieben, bis 
er ihn nach der Zeit aus dem Seba hat kennen lernen 0). Gronov befchrieb 
ein Weibchen, daher er neun Strahlen in der Afterfloffe angiebt/0, Artedi 
aber im Seba ein Männchen , indem er die röhrenförmige Afterfloffe als ein 
Kennzeichen feflfetzt <?). 

Die Abbildungen, die wir beim Statius Müller r) und Bonnaterre s) fin- 
den , find von der Sebaifchen copirt. 



/) Thef. p. 108 b. p) Muf. I. p. 13. n. 32. 

m) S. Schneiders Ueberf. des Monro Phy- q) I. a. B. p. 108. a. 

fiologie der Fifche. S. 166. r) L.-S. Th. IV. tab. 8- fig- r. 

n) Muf. Ichth. T. n. 32. tab. 1. fig. 1-3. s) Encyclop. Ichth, PI, 61. fig. 240. 
0) Zooph n. 360. 



U ■ Weife. 



IV E L S E. 

Ach komme nunmehr zur Befchreibung der ausländifchen Weife , und finde, 
dafs die linneifchen Kennzeichen nicht auf alle von ihm angeführten Wels- 
arten paffen. Seine feftgefetzten Gefchlechtsmerkmale find: 

Der Kopf fchuppenlos ; der Mund mit Bartj afern verfehen, und ein 

gezähnelter Strahl in der Rücken - oder Brußflojfe, 
--'""' . Das erfte Merkmal ift zu allgemein , indem die Lachfe, die Rbhrfifche 
und mehrere aus diefer Klaffe, ebenfalls einen fchuppenlofen Kopf haben. Das 
zweite Merkmal, oder die Bartj afern, fehlen fowohl feinem bewaffneten a\ 
als auch unbewaffneten Weife b): denn, was er bey diefen beiden Weifen 
Bartj 'afern nennt, find bey erfterem zwey auf dem Kopfe gerade in die Höhe 
gerichteten, gezackten Knochen, und bey letzterem die röhrenförmigen Na- 
fenlöcher, welche wir bey .vielen Fifchen aus allen Klaffen wahrnehmen. Das 
dritte Merkmal , nehmlich , ein gezähnelter Strahl in der Rücken - oder Bruß- 
ßoffe, läfst fich weder bey feinem bereits erwähnten unbewaffneten, noch bey 
feinem Kielrücken- c) und bandirten Weife d) bemerken. 



d) Silurus militaris. c) Silurus carinatus. 

b) — inermis. . d) — fafciatus. 



Weife. 1 5 

Ich habe daher bey genauerer Vergleichung aller mir bekannten Weife, 
in Rückficht auf die übrigen Bauchfloffer, folgende drey Merkmale als Ge- 
fchltchtskennzeichen feftzufetzen, für hinreichend gefunden , nehmlich: 

Der Körper fchuppenlos ; der Mund am Rande, und die Kinnladen 

feilenartig. 
Pifces corpore nudo ; ore terminali, maxillis limatis.. 

Durch diefe Kennzeichen werden die Weife von der Tobakspfeife e), 
die zwar ebenfalls fchuppenlos, aber dabey zahnlos iit, als auch von den 
übrigen BauchflofTern getrennt.* 

Im erften Theile diefes Werks S. 242 ift bereits' angeführt worden, dafs 
Klein und Gronov diejenigen Fifche, aus denen Linne das Welsgefchlecht 
zufarnmen gefetzt hat, theils in mehrere, neue Gefchlechter eingetheilt, theils 
auch unter andere, fchon bekannte Gefchlechter gebracht haben; und in der 
That weichen he auch in ihrem Baue zu fehr von einander ab , als dafs man 
fie bey einer natürlichen Ordnung zufammen laffen könnte. So find z. B, 
einige mit Schildern bedeckt, andere nicht; einige haben einen breitgedrück- 
ten Leib und einen fehr langen Schwanz, andere nicht, u. f. w. Ich habe 
daher diefe gänzlich abweichenden Arten, von dem Welsgefchlechte abgeson- 
dert, und zwey neue Gefchlechter daraus gemacht, welche ich unter der 
Benennung Platlleiberf') und KüraJJier g ) bald befchreiben werde. 

Ungeachtet ich nun mehrere Fifche von den Weifen getrennt habe, fo 
fafst diefes Gefchlecht dennoch ein und vierzig Arten in fich, ohne die mark- 

e) Fiftularia tabacaria Lmn. #) Cataphractus. 

f) Platyftacus. 



16 Weiß. 

graffchen Bagres h) mitzurechnen, deren Anzahl fich auf fünf beläuft, von 
welchen fich aber vier , wegen Mangel guter Abbildungen, nicht genau be-, 
itimmeri laffen. ..-...' 

Bey diefer grofsen Anzahl von Weifen, habe ich daher, zur leichtern 
Beftimmung der Arten , diefes Gefchlecht in vier Abtheilungen gebracht. In 
die erfte kommen diejenigen, die gar keine Bartfafern haben; zur zweiten 
werden diejenigen gezählt, die deren zwey , zur dritten die fechs, und zur 
vierten die acht aufzuwehen haben. 

Wenn man von den ein und zwanzig Weifen, welche Linne befchreibt, 
diejenigen vier Arten, die ich von diefem Gefchlechte getrennt, und den Kü- 
rajjiern und Plattleibern einverleibt habe, abrechnet, fo bleiben noch fiebzehn 
Arten übrig. Nach der Zeit haben Houttuyn z), Mollina k) und Osbek /) ein 
jeder einen, Nieuhofm), Thunberg ri) und Rüffel o) jeder xwey, Sebap) 
drei, und Forßkal vier befchrieben, nehmlich, drei unter Silurus q) und 
einen unter Raja Torpedo r), Bey dem letztern mufs indeflen blofs in der 
Benennung ein Fehler vorgefallen feyn: denn Forßkal war ein zu guter Na- 
turkundiger, als dafs er einen Wels für einen Rochen hätte anfehen follen. 

Ich 



h) Brafil. p. 173. 174. o) Hiß. ofAIep.'p. 76. tab. r3.fig.1u.2- 

{) Haarl. Maatfeh. XX. P. II. p. 338.11.27. p) Thef. III. p. 82. Myßus n. r - 3. 

jt) Naturl. Gefch. von Chili S. 199. n. 9. q) Silurus Docmalc, S. Bajad, S. cornu- 

7) Fragm. Ichth. Hifp. tus, Defcript. Animal. p. 65. n. 94-96. 

m) Ind. II. p.27I.fig.'4-P- I7 a - H- 5- I. A. B. p. 15. n. 14, 
n) Im 12.' u. 13. B. d, Schwed. Abhandl. 



Weife. 1 ; 

Ich finde in meiner Sammlung noch acht bis jetzt unbekannte Arten. Die 
ganze Anzahl derfelben beläuft fich daher auf ein und vierzig Arten. 

Es ift merkwürdig, dafs von der grofsen Menge von Weifen, in England, 
fo wie zu Jamaika, gar keiner, im nördlichen Europa nur einer, und im füd- 
lichen nur zwey angetroffen werden. Auch in dem Manufkripte des Pater 
PIümier y worin die Fifche der antillifchen Infein abgebildet find, finde ich 
keinen einzigen Wels. Diefes ift um fo merkwürdiger, da beinahe die Hälfte 
aller bekannten Bauchflofler, wozu auch die Weife gehören, fielt in den euro- 
päifchen GevväfTern aufhält. Aber auch in Oftindien fcheinen die Weife 
höchft feiten zu feyn, indem Valentyn und Renard eine große Anzahl oftindi- 
fcher Fifche befchreiben, unter denen nur zwey Weife befindlich find. 

Bey dem gröfstea Theile diefes Gefchlechts, und bey den fämmtlichen 
Fifchen der drey folgenden Gefchlechter, ift der erfte Strahl in der Bruft- 
floffeftark, breit, und bald von einer, bald von beiden Seiten gezähnelt. 
Am Grunde ift er dick und abgerundet, und bewegt fich in der Pfanne des 
Schlüflelbeins, das bey diefen Fifchen viel flärker, als bey andern ift. W^enn 
er in die Höhe gerichtet wird, fo läfst er fich nur unter gewiffen Richtungen 
zurück legen. Am leichterten erfolgt das Niederlegen, wenn man mit einem 
fpitzigen Werkzeuge, oder mit einer Harken Nadel den kleinften oder letz- 
ten Strahl in diefer Floffe nieder drückt. Eine ähnliche Bewandnifs hat es 
mit dem erften Strahl in der Rückennoffe. Zwifchen diefem und den fol- 
genden Strahlen ift der weiche Theil deffelben eingefchobeni), und eben 
fo wie die übrigen vielzweigig. 



s) Vaginatus. 
Al!g. Naturg. d. Fifche. Th. XI. 



18 Weife. 

Untei den Weifen giebt es vvahrfcheinlich einige, die lebendig gebäh- 
ten. Ich befitze Eyer von verfchiedener Gröfse, auf deren Dotter der junge 
Wels gekrümmt liegt, und durch die dünne Haut, welche den Dotter und 
den Wels umgiebt, durchfeheint. Die größten diefei Eyer habe ich auf der 
35Üen Tafel abgebildet, und die kleinften haben die Gröfse von grauen, oder 
fogeriannten pieuffifchen Erbfen. Auf manchen Dottern ift der Wels bereits 
ziemlich ausgebrütet, fo v.'ie er auf der ßCjfhn Tafel vorgc-itellt ift. 

Ehe ich diefe Materie verlafle, nlufs ich eine Beobachtung anführen, de- 
ren Folgerungen ich mir nicht zu beftimmen getraue. Als ich den Mund des 
gehörnten V/elfes O unterfucht hatte , fand ich diefen, zu meiner Verwunde- 
rung, mit gelben Eyern angefüllt, auf denen aber jioch kein Fifch entwickelt 
war. Sollte wohl hieraus der Schlufs zu machen feyn, dafs der Wels feine 
Eyer, um fie vor den Raubfifchen zu fichern, durch einen Inftinkt in dem 
Munde ausbrüte? Mir ift es wenigftens fehr wabrfcheinlich: denn, wenn er 
fie zu feiner Nahrung in den Mund genommen hätte, fo würde er fie ver- 
fchluckt haben. Auch habe ich in dem Magen keine Spur davon gefunden. 
Man könnte mir freilich den Einwurf machen, dafs der Wels fehwe-rlich fö 
lange, bis die Eyer ausgebrütet wären, hungern könne ; allein, erftlich wif- 
fen wir nicht, wie lange ein Raubfifch ohne Nahrung feyn kann; zweitens, 
wie viel Zeit zur Ausbrütung der lebendig gebährenden Fifche erforderlich 
fey; und endlich drittens, ob der Wels nicht feine Eyer auf eine fo kurze Zeit, 
als zur Stillung feines Hungers nöthig ilt, wiederum dem Waffer anver- 
trauen könne. 

t) Silurus militaris Linn. 



Der gehörnte Wels, jq 



Erste Abtheilung» 
Ohne Bartfafern. 



DER GEHÖRNTE WELS. 
Silurus militaris, 

CCCLXIIfte Tafel. 

Zwey gerade aufftehende Hörner am Kopfe. K. 9, Br. 16, B. 8 > A. 35, 1 
S. 24, R. f o. 

Silurus ojjibus duobus ereäis in capite. B. IX, P. XVI, V. VII I, A, XX XV, 
C, xxiv, D. — . o. 

VII 

Silurus militaris. S. pinna dorfali poftice L'Arme. Bonnaterre Encycl. Ichth. p, 151. 
adipofa, cirris 3 rigidis. Lian. S. N. n. 8- 

p. 503. n. 8. edit, Gmel. p. 1356. Der Streif bart. Müll L. S. Th. IV. S. 296. 
n. 8. n. 8. 

C 2 



qo Der gehörnte Wels. 

4 *). jVjLn erkennet diefen Wels an den zwey gerade aufgerichteten Hörnern. 
Sie find an den Seiten zufammen gedrückt, mit harten, gekrümmten Spitzen, 
die wie Zähne glänzen, verfchen, und dienen ihm wahrfcheinlich, gleich 
den Hörnern der vierfüfsigen Thiexe, zur Vertheidigung. 

In der Kiemenhaut zählt man neun, in der Bruftfiofle fechzehn. in der 
Bauchfloffe acht, in der Afterfloffe fünf und dreillig, in der Schwanzflofle vier 
und zwanzig, und in der Rückenflofle heben Strahlen. 

Der Kopf ift grofs, flach und dünn ; die Mundöffnung ift fehr weit j die 
Kinnladen find gleich lang , und mit feilenartigen Zähnen bewaffnet. Die 
Zunge ift kurz und glatt, und im Gaumen nimmt man einen von Zähnen 
rauhen Bogen wahr. Die Nafenlöcher find einfach, röhrenförmig, und 
dicht an den Hörnern befindlich. Die Augen flehen an der Seite, dicht am 
Munde , haben einen rothen , eyförmigen Stern , der von einem fchwarzen 
Rin<re umgeben wird. Diefes ifl der einzige Fifch, bey dem ich einen rothen 
Stern angetroffen habe. Der Kopf fowohl, als der übrige Körper, wird 
von einer lederartigen Haut umgeben, fo dafs man weder die beiden Kie- 
mendeckel, noch die Strahlen, wenn man die Haut nicht wegnimmt, genau 
zählen kann. 

Die herrfchende Farbe diefes Fifches ift ein Dunkelgrün, welches an 
den Seiten etwas lichter wird. 

Auffer den oben erwähnten Knochen und den befondern Augen ift auch 
die Rückenfloffe merkwürdig, indem fiefich ganz nahe am Kopfe befindet, 



*) Die drey vorhergehenden Arten find im erften Th. S. 242-252 befchrieben. 



Der gehörnte Wels. 31 

und mit einem langen, dicken und knöchernen Strahl verfehen ift , der ihm 
wahrfcheinlich ebenfalls zur Vertheidigung dient. Auch verdient es bemerkt 
zu werden, dafs die übrigen Strahlen an diefem befeftiget find, er felbft aber 
am Grunde mit einem Gelenke, in der Mitte und nach dem Ende zu mit 
fpitzigen Widerhaken verfehen ift. 

Der Bauch ift kurz und dick, und der After dem Kopfe näher, als der 
Schwanzfloffe; Die Seitenlinie läuft in der Mitte des Körpers, ift gefchlän- 
gelt, und hat viele kurze Seitenröhren. Die fämmtlichen Floffen haben weiche 
und vielzweigige Strahlen. 

Diefer Fifch ift fieifchig, am Rumpfe zufammen gedrückt, hat eine 
mondförmige Schwanzfloffe, und erreicht eine anfehnliche j Gröfse. Sein 
Fleifch ift zwar efsbar, wird aber nicht fehr geachtet. 

Die Deutfchen nennen diefen Fifch Steif bart, auch den gehörnten Weh, 
und die Franzofen L'Arme. 

Linne hat ihn zuerft befchrieben, und Alien als fein Vaterland ange- 
geben; der meinige, den ich verkleinert vorgeftellt habe, ift mir aus Su- 
rinam gefandt worden. 

Mir ift noch keine Abbildung von diefem Fifche bekannt. 



C 3 



, Der bartlofe Wels, 



DER BARTLOSE WELS. 
Silurus inermis. 

CCCLXIIIfte Tafel. 

Der Kopf ohne Hörner. K. 10, Br. 14, B. 7, A. 40, S. 26, R. 7. o. 
Silurus comubus carens. B. x, P. XIV, V. vir, A. XL, C. XXVI, D.vil.o. 

Silurus inermis. S. pinna dorfali poflica Le Defarme. Bonnaterre Encyclop. Ichth. 
. adipofa, pi.nnis inermibus cirris duobus. p. 151. n. 9. 

Lina. S. N. p. 503. n. 9. edit. Gmel. Die Weichfloffe. Müll.L. S. Th. IV. S. 296. 

p. T356. n. 9. n. 9. 



7" Der hornlofe Kopf unterfcheidet diefen Wels von dem vorhergehenden: 
l^ er In der Kiemenhaut zählt man zehn, in der Bruftfloife vierzehn, in der 

Wels. Bauchfloffe fieben , in der 'Afterfloffe vierzig, in der Schwanzfloffe fechs und 
zwanzig, und in der Rückenfloffe fieben Strahlen. 

Der Kopf ift breit und dünn; die Mundöffnung weit; die Kinnladen 
find gleich lang, und wie eine Feile von kleinen Zähnen rauh. Die Zunge 



Der barllofe Wels. a.% 

ifl glatt; der Gaumen vorn rauh; die Nafenlöcher find röhrenförmig, ein- 
fach, und nahe an 'der Mundfpitze befindlich. Die Augen flehen an der 
Seite, unweit des Mundes , haben einen fchwarzen Stein und einen blauen 
Ring. Die Kiemendeckel find glatt , und die Kiemenöffnung ifl weit. Der 
Bauch ifl dick, breit, und der After in der Mitte des Körpers befindlich. 
Die Seitenlinie hat einen fchlängelnden Lauf, und ift dem Rücken etwas nä- 
her, als dem Bauche. Die färnmtlichen Strahlen find weich, und bis auf 
den erüen, vielzweigig. 

Die Grundfarbe diefes Fifches ifl grünlich, mit braunen, verfchiedentlich 
geftalteten Flecken unterbrochen. Die Rücken- Bruft- und Bauchfloffen find 
braun , die übrigen grau. 

Auch diefer Fifch hält fich , gleich dem vorhergehenden , in den Flüffen 
Surinams auf. 

Die Deutfchen nennen ihn Welchßojfer, auch den bartlofen Wels, und 
die Franzofen Le Deforme. 

Linne hat uns zuerfl mit diefem Fifche bekannt gemacht, hat aber in 
feiner Befchreibung den Fehler begangen, dafs er, wie fchon erwähnt wor- 
den, die röhrenförmigen Nafenlöcher für Bartfaferh angefehen d). 

So viel ich weifs , haben wir auch von diefem Weife bis jetzt noch keine 
Abbildung aufzuweifem 

*) S, N. p. 503. n. 9. 



$4 ® er Doppelßecft. 



Zweite Aetheilukg. 
Mit vier Bartfafern. 



6. 



DER DOPPELFLECK. 

Silurus bimaculatus. 

CCCL'XiVfte Tafel. 

Der Unterkiefer hervorftehend. K. 13 , Br. r \, B. 6, A. 67, S. 16, R. 5. 

Silurus maxilla inferiore longiore. B. XII, P. — — , V. VI, A. LXVir, 
C. xvi. D. v. 

JUer hervorftehende Unterkiefer macht den Karakter diefes Fifches aus. 



Der j n d er Kiemenhaut zählt man zwölf, in der Bruftfloffe vierzehn , in der 

' fleck. Bauchfioffe fechs, in der Afternoffe heben und fechzig, in der Schwanzfloffe 
fechzehn, und in der Rückenfloffe fünf Strahlen. 

Der Kopf ift klein und flach, die ungleich langen Kinnladen find mit 
ftärkern Zähnen, als fie die übrigen Welsarten haben, bewaffnet. Die 

Mund- 



Der Doppelfleck. 2 5 

Mundöffnung ift eng, die Zunge kurz und glatt, der Gaumen von Meinen 
Zähnen rauh, und dicht an der Oberkinnlade find die doppelten Nafen- 
löcher fichtbar. Am Winkel des Mundes ift eine lange, und unterm Kinne 
find zweyweiffe, zarte und kurze Bartfafern vorhanden. Die Augen ftehen 
an der Seite in der Nähe des^ Mundes, find mit der gemein fchaftlichen Haut 
überzogen, und haben einen fchwarzen Stern in einem grüngelblichen Ringe. 
Die Kiemendeckel find glatt, die Kiemenöffnung ift weit, die Kiemenhaut 
dick, der Rücken bildet vorwärts einen Bogen, und ift rundlich. Der Bauch 
ift fcharf, und die Seiten find zufammen gedrückt. Die Seitenlinie ift gerade 
und dem Rücken näher, als dem Bauche. In der Bruftfloffe ift der erfte 
Strahl fteif, an der innern Seite gezähnelt, und in einem Gelenke beweg- 
lich. Die Rücken- und Bauchflofie ift fehr klein, die Afterfloffe fchmal und 
lang, und die Schwanzfloffe mondförmig. Diefe ift gelb, und an den Enden 
violett. Die letztere Farbe haben auch der Rücken, der Kopf und die übri- 
gen Floffen. Die Seiten find filberfarbig. 

Diefer fchöne Wels gehört an den Malabarifchen Küften zu Haufe. Ich 
habe ihn von dem Herrn Milffonair John in Tranquebar erhalten. 



Allg.Natnrg.-d.Kfche. Th.xr. D 



a6 



Der Meerwels'. 



DER M E E R W E L S, 
Silurus Bagre. 

CCCLXVte Tafel, 

Der erfie Strahl in der Rücken - und Bruflflofle borftenartig. K. 6, Br. T ^ 

B. 8, A. Q4, S. 18, R- |. o. 
Silurus radio primo pinne dorß petiorisquefetaeformk B. VI, ?]~i V ' VIII > 

A.xxiV, C. xviii, D. — , o. 



Silurus Bagre. S. pinna dorfali poftica adi- Bagre tertia 

pofa, radio primo dorfalis pe&oralium- 

que fetaceo, cirris 4. Urin. S. N. — — 

p. 505. n. 17. edit. Gmel. p. 1360. 

n. 17. — — 

Myftus cirris quatuor: lateralibus longifll- 

mis: officulo pinnae dorfalis pe&ora- — — 

liumque primo filiformi longiffimo. Gro- 

nov Zooph. p. 124. n. 382. — — 

Centrifcus, pinnis Iongis & latiufculis in- 

ftar ligulaej caeterum centrisco tertio Guiraguacu n. 

fimilis. Klein Miff. Pifc. IV. p. 49. n. 4. 



Species. Marcgr. Brafif. 
p.174. 

— Wiüu°h. Ichth. p. 1 40. 
tab. H. 7. fig. 6. 

— Ray Synopf. Pifc p. 

8a. n. 3. 

— Johnfi. de Pifc.p. 205. 

tab. 38. %■ 3- 

— Ruyfch, Theatr. Anim. 

p. 193. tab. 38. fig. 3« 
4. Pifo. Ind, Utr. p. 64. 



Der Meerwels. 2^ 

LeBagre. Boanaterre,Encycl Tchth.p. 154. Bagre vierte Gattung. Neuer Schaupl. der 

n. 20. PI. 63. fig. 253. Natur, Tb. I. S. 501. 

DieSchmeerfloffe. Müll.L.S- Tb.IV. S. 301. 

i\jLan erkennet diefen Wels an dem erflen, fehr langen und borftenartigen 
Strahl in der Rücken- und Bruflfloffe. Diefer Strahl beflehet ans zwey Thei- 
len, dem untern harten und dem obern weichen. Diefer ifl vielzweigig, bey 
feinem Anfange keilförmig, und zwifchen jenem Theile und dem folgenden 
weichen Strahl eingefchoben. Auch in der Schwanzfloffe ifl auf jeder Seite 
ein verlängerter Strahl vorhanden. 

In der Kiemenhaut bemerkt man fechs ,' in der BruflflofTe zwölf, in dec 
Bauchfloffe acht, in der Afterfioffe vier und zwanzig, in der Schwanzfloffe 
achtzehn, und in der erften RückenflofTe acht Strahlen. Die zweite ifl eine 
Fettflofie. 

Der Kopf ifl flach, vorn abgerundet, und oberwärts mit einer läng- 
lichen, nach hinten zu fpitzlaufenden Vertiefung verfehen. Die Nafenlöch er- 
find doppelt, und unweit der Oberlippe fichtbar. Von den beiden feilen- 
artigen Kinnladen ifl die obere die längfte. Der Gaumen ifl vorn rauh, und 
die Zunge kurz und glatt. Die in den Winkeln befindlichen Bartfafern find 
flach und lang. Die zwey andern fitzen am Kinne, find rund, kurz und weifs. 
Die Augen flehen gleich über dem Winkel des Mundes, find länglich, und 
haben einen fchwarzen Stern, der von einem röthlichen Ringe umgeben wiid. 
Die Kiemenöffnung ifl weit, und der Rumpf zufammen gedrückt. Der 
Bauch ifl breit und filberfarbig, von welcher Farbe auch die Seiten fmd, bey 
welchen jedoch eine blaue Farbe durchfchimmert. Der Rücken ifl blauj die 

D st 



7- 

Der 

Meerwels. 






2 g Der Meerwels. - 

Seitenlinie gerade und in der Mitte des Rumpfes. Der After ift etwas weiter 
vom Kopfe, als von der Schwanzflofle entfernet. Die Floffen find bläulich, 
haben vielzweigige Strahlen, und nur die erften find einfach. Der an der 
Bruftßofle ift breit, an beiden Seiten gezähnelt, und am Grunde im Schlüf- 
felbein eingefugt. Der am Rücken ift nur am äußern Rande gezähnelt, aber 
ebenfalls am Grunde beweglich. 

Diefen Fifch treffen wir ibwohl in Brafilien , als auch in Nordamerika in 
den grofsen Flüffen an. Er erreicht eine anfehnliche Gröfse. Derjenige, den 
ich befchreibe, ift anderthalb Fufs lang. Ich habe ihn, nebft vielen andern 
nordamerikanifchen Fifchen, der gefälligen Vermittelung des, um die Forft- 
wiffenfchaft fehr verdienten Oberforftraths, Herrn von Burgsdorff ' allhier , 
zu verdanken. Sein Fleifch wird zwar gegeffen, ift aber nicht fchmack- 
haft ä). 

Die Holländer, Franzofen und Portugiefen nennen diefen Fifch Bagre; 
die Brafilianer Guiraguacu; die Engländer in Nordamerika Saltwater-Kat- 
flfh, und die Deutfchen Meerwels. 

Marcgraf 'hat uns zuerft mit diefem Fifche bekannt gemacht, aber feine 
davon gelieferte Zeichnung ift fehr fchlecht £). Pifo c), Willughbyd), Jon- 
ßon e) , Ruyfchf), und Bonnaterre g) haben fie copirt. 



d) Marcgr. Braf. p. 174. e) De Pifcib. tab. 38. fig. 3- 

F) A. a. O. /) Thefaur. Anim. tab. 38. fig. 3. 

c) lnd.Utr. p. 64. g) Encyclop, lchth. PI. 63. fig. 253. 
4) lchth. tab. H. 7. fig. 6. 



Der Meerwels. qq 

Statius Müller will aus der gleichen Anzahl von Strahlen in der Bauch - und 
Rückenfloffe fchliefsen, dafs die Strahlen überhaupt zu den Kennzeichen 
unbrauchbar wären ä). Allein wie unzulänglich diefer Schlufs ift, wird 
jeder leicht einfehen. 

Wenn Gronov zwey und dreiflig Strahlen in der Afterflofle angiebt /), 
fo ift diefes entweder nur ein Druckfehler, oder der Irrthum] liegt im Zählen 
felbft, welches um fo leichter möglich ift, da wegen der Dicke der Haut, 
wenn diefe nicht forgfältig von den Strahlen getrennt wird, letztere nur 
durchs Gefühl wahrgenommen werden können , und man daher leicht die 
Zweige für Strahlen zu halten verleitet werden kann.. Denn bey einer ge- 
nauen Unterfuchung habe ich nur vier und zwanzig Strahlen in diefer Floffe 
bemerken können. 



A) L. S. Th. IV. S. 301; Zooph. n. 383. 



DJ 






gj% Der bandirte Wels, 



Dritte Abtheilung. 

Mit fechs Bartf afern. 



DER BANDIRTE WELS. 
Silurus fafciatus. 

CCCLXVIfte Tafel. 

Der Kopf lang und fchaufelförmig. K. iq, Br. ia, B. 6, A. 14, S. 14,' 
R. 7. o. 

Silurus capite longo fpatulaeformique. B. XII, P. XII, V.VI, A. XIV j 
C.xiv, D. VII. o. 

Silurus fafciatus. S. pinna dorfali poftica Myflus raaculofus; cirris fex longis: ca- 
adipofa, ani radiis 13, cirris 6. Linn. pite longo, piano. Seba, Thef. III. p. 84 

S.N. p. 505. n, 16. eiiu Gniel. p. 1359. n. 6. tab. 29. fig. 6. 

n> 16. Ie Barre, Bonnaterre Encyclop. Ichthr 

Myftus cirris fex: maxilla inferiore bre- p. 154. n. 19. PI. 63. fig. 252. 

viore: roftro plagioplateo, lato. Cro- Der bandirte Wels. Müll. L. S. Th. IV. 
nov. Zooph. p. 125 n. 3S6. S. 300. 



Der bandirte Wels. 31 

JLJer lange, dünne, breite, und vom abgerundete Kopf unterfcheidet die- 

fen Fifch von den übrigen diefes Gefchlechts. Die Länge deffelben ift fo an- Der ban " 

° dirte Wels. 

fehnlich, dafs fie die Hälfte des ganzen Rumpfes beträgt. 

In der Kiemenhaut zählt man zwölf, in der Bruftfloffe ebenfo viel, in 
derBauchfloffe fechs, in der Äff erfioffe und in der Schwanzfloffe in jeder vier- 
zehn, in der erften RüclcenflofTe heben Strahlen, und die zweite ift häutig.' 

Der Kopf ift oben mit einer Furche verfehen. Die Mnndöffnung ift 
weit, die obere Kinnlade ift die längfte, und beide find wie eine Feile rauh. 
Die Zunge ift glatt und kurz; der Gaumen rauh; die Nafenlöcher find ein- 
fach, rund, und am Rande der Oberkinnlade befindlich. An diefer fitzen 
zwey und am Kinn vier Bartfafern, die fämmtlich etwas länger, als der Kopf, 
find. Die Kiemendeckel find glat, die Kiemenöffnnng ift fehr weit, und die ' 
Kiemenhaut bedeckt. Die Augen flehen nahe am Scheitel, ragen hervor, 
und haben einen fchwarzen Stern , der von einem blauen Ringe umgeben 
wird. Der Rumpf ift geftreckt, fchuppenlos und glatt ; der Bauch ift lang, 
breit und weifs, und der After ungefähr in der Mitte befindlich. Der 
Rücken ift rundlich, mit grauen, gelben und braunen Streifen geziert, die 
fich nach dem Bauche zu verlieren. Die Seitenlinie ift bey ihrem Anfange 
dem Rücken näher, als bey ihrem fernem Laufe. Die Floffen find ftachel- 
los, gelblich und mit braunen Flecken befprengt, und ihre Strahlen find ga- 
belförmig. Die Bauchflofle fteht zwifchen der Bruft- und Afterfloffe in der 
Mitte, und die Schwanzfloffe läuft in zwey Spitzen aus. 

Diefen fchönen Wels habe ich aus Surinam, von dem dafige'n Gouve** 
neur, Herrn von Friederici, erhalten. 






3 9 Der bandirte Weh. 

Dem Seba haben wir die erfte Bekanntmachung und auch eine ziemlich 
gute Zeichnung von diefem Fifche zu verdanken a). 

Grpnov führt zwar zu unferm Fifche die fünfte Art Bagre des Marcgraf 
an 3); allein da letzterer feinem Fifche grofse, runde Flecken und zwey fehr 
lange Bartfafern giebt c), fo können auch beide nicht einerley Fifch feyn; 
Uebrigens finde ich die erfte RückennofTe weder fo nahe am Kopfe, wie 
Liritie d), noch fo weit davon entfernt, wie Gronov e). Letzterer giebt auch 
unrichtig einen harten Strahl in der Bruftnoffe an. 

Bonnaterre hat die Sebaifche Zeichnung copirt /). 



a) Thef. III. tab. a9- fig. 6. d) S. N. p. 505. ru 16, 

b) Zooph. p. 125. n. 386. O A. a. O. 

c) Brafil. p. 174. /) Encycl. Ichth.pl. 63. fig. 252. 



DER 



Der Silberwels. 33 



DER SILBER iy EL S. 
Siluriis Herzbergü. 

-CCCLXVIIfte T a f e I. 

Der Körper filberfarbig • dreizehn Strahlen in der Afterflofle. K. 6, Br. T %, 
B.8, A. 13, S. 16, R.i, o. 

Sllurus corpore argenteo , radiis tredeäm pinnae ani. B. VI , P — , V. VIII, 

A. xiii. C.xvi, D. , o. 

vnr 



JJie Silberfarbe und die dreizehn Strahlen in der Afterflofle machen den 

Karakter diefes Fifches aus. Der 

T -, rr . , , , Silb erweis, 

in der Kiemenhaut bemerkt man fechs , in der Bruftflofle zehn, in der ' 

Baüchfloffe acht, in der Afterflofle dreizehn , in der Schwanzflofle fechzehn, 
in der erften Rückenfloffe acht Strahlen, und die zweite ift ftrahlenlös. 

Der Kopf ift flach • die Mundöffnung nicht fonderlich weit; die Kinnla- 
den find gleich lang, und feilenartig; der Gaumen ift rauh, die Zunge 
glatt und kurz, und die Nafenlöcher find einfach. 
Allg. Naturg. d. Fifche. Th.xi. E 



34 Der Silberwels. 

An jedem Winkel des Mundes ift eine und am Kinne find vier Bart- 
fafern vorhanden. Diefe find kürzer und jene länger, als der Kopf. Die 
Augen find klein, und haben einen fchwarzen Stern, den ein goldfarbener 
Ring emfchliefst. Die Kiemendeckel find glatt, die Kiemenöifnung weit, 
und die Kiemenhaut liegt frey. Der Rumpf ift dick, zufammen gedrückt, 
vorn breit und hinten fchmahl. Der Bauch ift ftark und kurz • der After in der 
Mitte des Körpers und weit von feiner Floffe entfernt. Die Seitenlinie hat 
viele gekrümmte Nebenzweige, eine gerade Richtung, und ift dem Rücken 
näher, als dem Bauche. Der erfte Strahl in der Riickenflofle ift ftark, län- 
ger als die übrigen und an dem äuffern Rande gezähnelt. In der Bruftfloffe 
ift der erfte Strahl von derfelben Befchaffenheit, nur mit dem Unterfchiede, 
dafs er an beiden Rändern gezähnelt ift. Am Grunde ift er mit einem Ge- 
lenke verfehen ; die übrigen Strahlen find weich und vierzweigig. 

Der Rücken ift fchwärzlich; die Flößen find gelb; die Seiten und 
der Bauch glänzen wie Silber, woher ich auch die Gelegenheit zu feiner Be- 
nennung genommen habe. ' 

Diefen Fifch habe ich aus Surinam erhalten. Er erreicht wahrfcheinlich 
eine anfehnliche Gröfse. Wenigftens ift die von ihm genommene Zeich- 
nung kleiner , als mein Original. 



Der Knotenwels. or 



DER K N O T E N' W E L S. 
Silurus no dolus. 

CCCLXVHIfte Tafel. Fig. r. 

Der erfte Rückenftrahl am Grunde knotig. K. 5, Br. i, B. 8> A. 20, S. 20, 
R. |, o. 

Silurus radio primo dorfali nodofo. B. K, P. , V. vi II, A. XX, C. XX, 

D. — , o. 

v 

JL)ie Knoten, die man am Grunde des erften Strahls von der Rückenflofle io . 

wahrnimmt , machen die Kennzeichen diefes Fifches aus. Diefer Strahl ift Der 
„ , , .. .... . _ " • , Knoten- 

ftark, länger als die übrigen , am innern Rande gezähnelt, und mit einem we i s . 

Gelenke verfehn. 

In der Kiemenhaut zählt man fünf, in der Bruftflofle heben, in der 
Bauchflofle acht, in der Afterflofle zwanzig; in der Schwanzfiofle ebe fo 
Viel , und in der Rückenflofle fünf Strahlen. Die zweite ift eine Fettflofie. 

Der Kopf ift flach, abgerundet, und auf dem, ihn einhüllenden Knochen, 
flehet man verfchiedene , winkelige Vertiefungen oder Näthe. Die Nafen- 
löcher find doppelt und liehen nahe an der Oberlippe hinter einander. 

E 2 



36 Der Knotenwels'. 

Von den fechs Bartfafern fiehet man zwey im Winkel und vier unterm 
Kinne, die nicht viel länger als der Kopf find. Die Augen flehen nahe bey 
dem Winkel des Mundes, find ziemlich grofs, und haben einen fchwarzen 
Stern , der von einem dunkelbraunen Ringe umgeben wird. Die Kiemen- 
deckel find glatt, und laufen in eine ftumpfe Spitze aus; die KiemenöfFnung 
ift eng, indem die freiliegende Kiemenhaut unterwärts angewachfen ift. Das 
Schlüflelbein endiget fich in eine lange Spitze; die Bruftiloffen fitzen am 
untern Rande dicht hinter der KiemenöfFnung. Der erfte Strahl derfelben ift 
ftark, am innern Rande gezähnelt, und von den übrigen der längfte. Der 
Rumpf ift geftreckt, die Haut dick, die Seitenlinie gefclilängelt und läuft 
zwifchen dem weifsen Bauche, und dem blauen Rücken in der Mitte. Die 
glatten Seiten find filberfarben, und die grauen FlofTen haben weiche und 
vielzweigige Strahlen. 

Diefen Fifch habe ich in der hier vorgeilellten Gröfse aus Tranquebar 
erhalten. 

Der knotige Strahl in der Rückenfloffe hat mich zu feiner Benennung 
Teranlafst. 



Der Vierflech. ^ 



DER VIERFLECK. 
Silurus quadrimaculatus. 

C C C L X V 1 1 1 & e Tafel. Fig. a. 

Die Fettflofle lang, neun Strahlen in der Afterflofle. K. 5, Br. f-, B. 6> 
A. 9, S. 19, R. 7, o. 

Silurus pinna adipofa longa , radiis rtovem pbmae ani. B. v, P. , V. VJ r 

A.ix* C.xix, JD.vii, o. 



Vierflecfc; 



JL/ie lange Fettflofle, die faft den ganzen Raum zwifchen der Rücken- und 
Schwanzflofle einnimmt, und die neun Strahlen in der Afterflofle machen Der 
die Kennzeichen diefes Fifches aus. 

In der Kiemenhaut zählt man fünf, in der Bruftflofle heben y in der 
Bauchfloffe fechs, in der Afterflofle neun, in der Schwanzfloffe neunzehn, 
und in der erften Rückenfloffe heben Strahlen. Die zweite ift ftrahlenlos. 

Der Kopf ift flach, die Kinnladen find feilenartig und gleich lang. Der 
Gaumen ift rauh, die Zunge glatt, die Nafenlöcher- find röhrenförmig und 
einfach. Von den fechs Bartfafern fitzen zwey im Winkel des Mundes, und 

ES/ 



3 8 Der Vier fleck. 

haben mit dem Körper einerley Länge, die übrigen vier aber fitzen am Kinne 
und find kurz. Die Augen flehen am Scheitel, haben einen fchwarzen Stern 
und einen blauen Ring. Der Körper ift glatt, die Seitenlinie läuft in der 
Mitte, und der After liegt in gleicher 'Entfernung vom Kopfe und der 
Schwanznoffe. Die Strahlen find bis auf die erflen weich und vielzweigig » 
nur der erfte in der Bruftfloffe ift hart und gezähnelt, und die drey vordem 
in der Afterfloffe find fehr klein. 

Der Rumpf ift braun ins Violette fpielendj der Bauch afchfarbig, und 
die Flößen find gelblich. 

Auch diefen Wels habe ich aus Amerika erhalten. 



"Der Helmkopf. 



DER H E L M K O P ' F. 

Silurus galeatus. 

CCCLXIXfte Tafel. Fig.- f. 

Die Kiemenöffnung eng, vier und zwanzig Strahlen in der Afterflofle. K. 3 ? 
Br. i, B. 6, A. 24, S.21, R.|, o. 

Silurus apertura branchiaü angußa, radiis quatuordecim pinnae ani, B. II, 

I I 

P, , V, vi, A. xxiv, C. xxi. D. — , o. 

VII VI 

Silurus galeatus. S. pinna dorfali poftica Le Casque. Bonnaterre Encyclop. Ichth. 

adipofa, ani radiis 24, cirris 6; eau- p. 152. n. ia. PI. 62. fig. 248. 

da integra. Linn. S. N. p. 503. n. 1 1, 

edit. GrneL p. 1 357. Der Helmkopf. Müll. L. S, Th. IV. S. 2 9 7. 
Myftus cirris fex; cauda aequali. Sebae n. 11. 

Thef. III. p. 85. n. 7. tab. 29. fig. 7. 

Uie enge Kiemenöffnung, und die vier und zwanzig Strahlen in der After- J2 
fioffe unterfcheiden diefen Fifch hinlänglich von den übrigen feiner Ab- Der 
"theilung. Helmkopf. 



40 Der Helmkopf. 

In der dicken Kiemenhaut konnte ich nicht mehr als zwey Strahlen be- 
merken; in der BniftflofTe hingegen jzähle ich fieben, in der Bauchfloffe - 
fechs, in der Afterflofle vier und zwanzig, in der Schwanzfioffe ein und zwan- 
zig, in der erftenRückenfioffe fechs Strahlen, und die zweite ift eine Fettfloffe, 

Der Kopf ift kurz, breit, und in einem Knochen gehüllt, auf dem man 
winkeliche Figuren , von verfchiedener Geftalt, wahrnimmt. Die Mund- 
öffnung ift nicht fonderlich weit; die untere Kinnlade fleht vor der oberen 
etwas hervor, und beide find mit vielen, kleinen feilenartigen Zähnen be- 
waffnet. Der Gaumen ift rauh, und die Zunge glatt. Die Nafenlöcher 
find doppelt, zwey derfelben befinden fich dicht an der Oberlippe, und 
zwey zwifchen den Augen. Diefe flehen an den Seiten, nahe am Winkel 
des Mundes , find klein , und haben einen fchwarzen Stern , der von einem 
blauen und weifsen Ringe umgeben wird. Von den fechs Bartfafern lieht 
man zwey am Winkel des Mundes, und vier am Kinne. Die erftern find 
etwas langer als der Kopf. Die Iüemendeckel laffen fich , wegen der dicken 
Haut, nicht unterscheiden. Die Kiemenöffnung ift, wie erwähnt, eng. Der 
Rumpf ift kurz und dick; der Bauch fehr ftark und kurz, und der After in 
der Mitte des Körpers befindlich. Die Seitenlinie ift gefchlängelt ; die Strah- 
len in der After- und Schwanzfloffe find gabelförmig, und die übrigen vier- 
zweigig. Der erfte Strahl in der Bruftfloffe ift breit, mit einem Gelenke 
verfehen, und an beiden Rändern gezähnelt. Am Rücken ift unfer Fifch 
bläulich, an den Seitenwind am Bauche grau, und die Floffen find dun- 
kelbraun. 

Wir treffen diefen Fifch im mittägigen Amerika an. Derjenige, den 
ich befitze, ift gröfser, als die von ihm genommene Abbildung. Seine 

eigent- 



Der HelmJwpf. 4.1 

eigentliche Gröfse^ und ob er ein geniefsbares Fleifchhabe, kann ich nicht* 
beüimmen. 

Die Deutfchen nennen diefen Fifch Helmkopf, und die Franzofen 
Casque. 

Artedi hat diefen Fifch zueril aus der Sebaifchen Sammlung befchrieben,' 
und eine nicht fonderlich gerathene Abbildung geliefert a), welche Bonna- 
terre c) copirthat. 



*) Thef. III. p. 85. n. 7/tab. 29. fig. 7. F) Encycl. Ichth, PI. 6j. fig. 248. 



frllg. Naturg. d. Fifche. Th. xi. 



4 . 2 Der Rothßojfer. 



Vierte Abtheilung. 

Mit acht Bartfafern. 



DER ROTHFLOSSE R. 
Silurus erythropterus. 

C C C L X I X ft e Tafel. F i g. 2. 

Die Fett- und Schwanzflofle lang. K. 5, Br. i, B. 6, A. 9, S. 19, R. •§, o. 

I 

Silurus pinna adipofa caudaeque longa. B. F, P. — , V. VI, A. IX, C. XIX, 

IX 

D. — , o. 

VIII 



13. XJie lange Fett- und SchwanzflofTe find Unterfcheidungszeichen für die- 

„ ^ feriWels. 
Rothfloffer. 

In der Kiemenhaut zählt man fünf, in der Bruftflofle neun, in der 

Bauchfloffe fechs, in der Afterflofle neun, in der Schwanzflofle neunzehn, 

und in der erflen Rückenfloffe acht Strahlen, die zweite ift flrahlenlos. 



> 



Der Rothßojfer. 43 

Der Kopf ift flach, die feilenartigen Kinnladen find von gleicher Länge; 
die acht Bartfafern fitzen paarweile beifammen, und die im Winkel find beinahe 
fo lang, als der Rumpf. Der Gaumen hat einen rauhen Bogen; die Zunge 
ift knorplich , kurz und glatt. Die Augen flehen am Scheitel, haben einen 
fchwarzen Stern und einen gelb - blauen Ring, Die Kiemenöffnung ift weit ; 
die Bruftfiofie fteht in ihrer Nähe; die Seitenlinie ift in der Mitte des Körpers, 
und der After dem Kopfe näher, als der gabelförmigen Schwanzfioffe. Der 
-Rücken und die Seiten find violett; der Bauch ift weifs , und die Hoffen find 
röthlich. Die lange Fettfloffe ift bey ihrem Anfange fchmahl, und am Ende 
breit und abgerundet. Der erfte Strahl in der Bruft- und Rückenfloffe ift 
fteif und gezähnelt. 

Auch diefen Wels habe ich aus Amerika erhalten. Anfänglich hielt ich 
ihn für den nemlichen Wels , welchen Gronov in feinem Zoophilacio unter 
Nummer q88- befchreibt; allein, die langen Bartfafern an dem meinigen zei r 
gen fchon hinlänglich , dafs er es nicht feyn kann. 



F 2» 



4 4 Der Fr ofch weh. 

DER F R O S C H ' W. E L S. 

Siiurus Batrachus. 

C C C L X X ft e Tafel. Fig. i. 
Die Rücken- und Afterfloße lang. K. 7, Er. f., B. 6, A. 45, S. 16, R. 67. 

Siiurus pinna ani dorßque longa. B. VII, P. , V. VI, A.XLV, C. XVI, 

D. LXVII. 

Siiurus Batrachus. S. pinna dorfali iinica, Le Grenouillier. Bonnaterre Encycl. Ichth. 
radiis 60., cirris 8. Linn. S. N. p. 502, p. r 5 r. n. 6. 

n. 6, ? edit, Gmel. p. 1 355. Der Frofchwels Müll, L. S. Th. IV. S. 295. 



14- Uie lange Rücken- und Afterfloffe find die Merkmale für diefen Fifch. 
Der 
Frofehweis. In der Kiemenhaut zählt man neben, in der Bruftfloffe acht, in der 

Bauchfloffe fechs, in der Afterfloffe fünf und vierzig, in der Schwanzfloffe 

fechzehn, und in der Ptückenfioffe fieben-und fechzig Strahlen. 

Der Kopf ift flach und auf dem Wirbel mit zwey Vertiefungen verfehen, 

wovon die vordere länglich und die hintere rund ift. Vorn ift der Kopf ab- 

geftumpft, und oben von einer knöchernen Hülle umgeben. Die Lippen 

find dick, der Oheikiefer ift der Jängile, und beide Kinnladen find, wie auch 

der Gaumen, gleich einer Feile rauh» Die Zunge ift kurz, dick und glatt. 



Der Frofchweh. 45 

Die acht Bartfafern flehen nahe am Winkel paarweife beifammen, und die 
an der Oberlippe find die dickften. Von den Nafenlöchern nimmt man nur 
ein Paar röhrenförmige dicht an der gedachten Lippe wahr. Die Au^en fle- 
hen am Rande des Kopfes, find klein, und haben einen blauen Stern in 
einem weiffen Hinge. Die Kiemenölfnung ift von mittler Weite , und ein 
Theil der Kiemenhaut iit an der Brufl angewachfen. Die Kiemendeckel find 
einfach, der Rumpf ift zufammen gedrückt .j der Bauch breit, und der 
Rücken abgerundet. Der After liegt dem Kopfe etwas näher, als der Schwanz- 
floffe, und die Seitenlinie hat ihren Platz in der Mitte der Seite. Der erfle 
Strahl in der, an der Kiemenöffnung fitzenden BruftflofTe, ift fleif und gezäh- 
nelt, die übrigen Strahlen find weich , kurz, und nur an den Spitzen ein we- 
nig getheilt. 

Eine braune Farbe überzieht den ganzen Fifch. 

Wir finden diefen Fifch in den füfsen Waffern von Tranquebar, wo er 
unter dem Namen Toeli bekannt ift. Ich habe ihn von daher durch den 
Herrn Miffionaire John erhalten. 

DieDeutfchen nennen ihn Frofchweh, und die Franzofen Le Grenoulllier. 
Diefer Fifch kommt dem Frofchwels des Linne a) am nächften. Zwar 
ift die Anzahl der Strahlen in beiden verfchieden; allein, da die Haut fehr dick 
und die Strahlen weich und kurz find, auch ihre Anzahl grofs ift,- fo kann 
leicht ein Vexftofs bey dem mühfamen Zählen vorgefallen feyn; und da übri- 
gens die Lmneifche Befchreibung fehr kurz und kein erläuterndes Kupfer davon 
vorhanden ift, fo läfst fich nicht zuverläffig fagen, ob es derfelbe fey. 

0) Siiurus Batrachus. S, N. p. 502. n. 6. 

F 3 



45 . L)er Schlammwels . 



DER SCHLAMMWELS. 

Silurus foffilis. 

CCCLXXfte Tafel. Fig. %. 

Die Rückenfloffe kurz , die Afterfloffe lang, die Schwanzfloffe rund. K. 8, 
Br. \\ B. 6, A. 70, S. 19, R. 6. '. 

Silurus pinna dorß brevi, ani longa, caudae rotunda. B. VIII, P. , V. VI, 

A.lxx, C. Xix, D. vi. 



I( . JLJie kurze Rücken-, die lange After- und die runde Schwanzfloffe 

Der find Merkmale , woran man diefen Fifch von den übrigen leicht unterfchei- 
Schlamtn- 
wels. den kann. 

Der Kopf ift flach und fchmahler als der Rumpf ; die Knochenhülle def- 
felben endiget fich in drey Spitzen. Die Mundöffnung ift klein, die Kinnla- 
den find gleich lang , und von fehr kleinen Zähnen rauh, welches auch der 
Gaumen vorn ift. Die Zunge ift kurz, dick und glatt; die Nafenlöcher find 
röhrenförmig und flehen dicht an der Oberlippe. Die acht Bartfafern fitzen 
paarweife beifammen. Die Augen flehen an der Seite nahe am Scheitel, ha- 
ben einen blauen Stern , der von einem braunen Ringe eingefchloffen wird. 



Der Schlammwels. 4.7 

Die Kiemendeckel öffnen fich fowohl an den Seiten, als auch unten, wo man die 
Kiemenhaut ausgebreitet flehet. Auf der obern Seite des Kopfes nimmt man 
eine längliche Vertiefung wahr. Die Seiten find zufammen gedrückt, der 
Bauch kurz, der Rücken rund ; die Seitenlinie hat bis gegen die Bauchfloffe 
eine fchiefe Richtung, und läuft dann in gerader Linie mitten durch die 
Seiten nach der Schwanzflofle zu, von welcher der After noch einmal fo weit, 
als vom Kopfe entfernt ift. Die fämmtlichen Strahlen find weich, kurz , an 
den Spitzen getheilt, und nur der erfte Strahl in der Bruftfloffe ift hart. Die- 
fer Fifch ift fo mager, dafs man die Zwifchenräume der Muskeln durch die 
Haut fehen kann. 

Eine Choccolade- Farbe überzieht den ganzen Körper. 

Auch diefer Fifch ift ein Gefchenkdes Herrn John in Tranquebar. 



Der Silherßrdff. 



DER SILBERSTREIF F. 
Silurus Atherinoides, 

C C C L X X I ft e' Tafel« Fig. I. 
Ein Silberftreiff längs der Seite. K. 6, Br. §, B. 6, A. 36, S. 20, R. f , o. 
Silurus Stria longitudinali argentea. B. Vi , P. — , V. VI, A. XX XVI, 
C. xx, D. — , o. 



" l_/er Silberftreiff, den man der Länge nach auf beiden Seiten wahrnimmt,' 
16. 
D er ift ein höheres Merkmal für unfern Fifch. 

Silberftreiff j n ^er Kiemenhaut, in der Bruft- und in der Bauchflofle zählt man 

in jeder fechs, in der Aft erhoffe fechs und dreifiig, in der Schwanzfloffe 
zwanzig, in der erften Rückenfloffe fünf Strahlen, und die zweite ift nut 
eine Fettfloffe» 

Der Kopf ift klein und beinahe viereckig; die MundöfFnung eng; die 
Kinnladen find gleich lang, und die darin befindlichen Zähne kaum merk- 
bar. Etwas gröfser aber find die im Gaumen. Die Nafenlöcher find dop- 
pelt, 



Der Silber flreiff. 4 g 

pelt, und unweit der Oberlippe. Dicht daran find zwey Bartfafem, und 
von den übrigen fechfen find zwey am Winkel des Mundes, und viere am 
Kinn fichtbar. Die Kiemenöffnung ift weit, und die Kiemenhaut gröfsten- 
theils bedeckt. Der Bauch fleht hervor ; der After ift dem Kopfe viel nä- 
her als der Schwanzflofle, und die Seitenlinie in einer geringeren Entfernung 
vom Rücken als vom Bauche. Die Strahlen find weich und vielzweigig, und 
nur der erfte Strahl in der Rücken- undBruftfloffe ift hart, ftark und gezähnelt.- 

Eine hellbraune Farbe überzieht diefen Fifch. Der Bauch, und der 
vom Kopfe bis nach dem Schwänze fich erftreckende Streift ift filberfarben. 
Letzterer hat mir Gelegenheit zu feiner Benennung gegeben. 

Auch diefen Fifch treffen wir in den füfsen Waffern auf den malabari- 
fchen Küften an. Ich habe ihn meinem Freunde, dem Herrn Miflions- Pre- 
diger John in Tranquebar, zu verdanken. 



Alte. Natura, d. Fifche. Th. xi. 



jjo Der geßreiffie Wels.' 



DER GES TR E IE El E W E L S. 
Silurus vktatus. 

CCCLXXIfte Tafel. Fig. 2. 

Der Rumpf nach der Länge genreift. K. 5, Br. i, B. 6, A. 8 5 S. qo, 
R. |, o. 

Silurus vittis lonpitudinalibus. B. v t P. — , V. Vi, A. vni, C. XX, D. — , o. 

ö VI IX 



17. IVtan erkennt diefen Fifch an feinem , nach der Länge laufenden Streifen. 

„" In der Kiemenhaut zählt man fünf, in der Bruflflone und in der Bauch- 

geftraffte 
Wels. fioffe in jeder fechs, in der Afterfloffe acht, in der Schwanzfloffe zwanzig, in 

der erften Rückenfloffe neun Strahlen, und die zweite ift ilrahlenlos. 

Der Kopf ift abgerundet, vorn flach, und iteigt nach dem Rücken zu 
etwas in die Höhe. Die Kinnladen find gleich lang und feilenartig; der Gau- 
men hat kleine Zähne, die einen Bogen bilden. Die Zunge ift kurz und 
glatt. Die Nafenlöcher find doppelt , und die Anzahl der Bartfafern beläuft 
lieh auf acht. Von letzteren fitzen zwey unweit der Ober-, viere unweit 
der Unterlippe , und zwey in den Winkeln des Mundes. Diefe letztern 



Der geßreiffte Weh. 5 1 

find die längften. Die Augen flehen an den Seiten hinter dem Munde, und 
haben einen blauen Stern , der von einem weiffen Ringe umgeben wird. 

Die Kiemenöffhung ift weit, und die Kiemenhaut liegt frey. Der Bauch 
ift dick, der After liegt in der Mitte, und die Seitenlinie läuft in gerader Rich- 
tung vom Kopfe bis nach der Mitte der SchwanzfloiTe. Die Strahlen find bis 
auf den erlten in, der Rücken-, und Bruftflofle weich, und an ihren Spitzen 
getheilt. Die harten Strahlen find ftarkjund am innern Rande gezähnelt. 

Der Kopf, der Rücken, und deffen FloflTen , ingleichen die Bruft- und 
SchwanzfloiTe find kafianienbraun, der Bauch afchfarbig, die Streiffen hell- 
blau, der mittelfte gelb, die After- und Bauchfloffe ftahlfarbig. 

Auch diefen Fifch habe ich aus Tranquebar erhalten. 



G 2 



52 Von den Plattleibern überhaupt. 



fp ==^^ ^ 



LXVIIftes GESCHLECHT. 

PLATT LEIBER. 
Plätyfiacus. 



Erster Abschnitt. ' 

Von den Plattleibern überhaupt. 

Der Leib kurz und platt, der Schwanz lang und zufammen gedrückt. 
Platyßacus corpore brevi deprejfoque, cauda longa comprejfoque. 

Silurus Afpredo. Linn. S. N. p. 502. n, 3. Batrachus. Klein Mi/T. Pifc. V. "p. 85. 

eiit. Cmel. p. 1355. L'Afpr&de. Bonnaterre.Encycl Ichth. p. r 50. 

Afpredo. Gronov Zooph. p. 102. n. 3. 

JLJas Kennzeichen der Plattleiber be/tehet in einem kurzen' und flachen Lei- 
be, und in einem langen und zufammen gedrückten Schwänze. 

Der Körper ift fchuppenlos , der Kopf abgeftumpft, und die Oberkinn- 
lade fteht vor der untern etwas hervor. Der Mund, welcher fich unterwärts 



Von den Platlleibern überhaupt. 53 

öffnet, ift mit Bartfafern befetzt, der Rücken hat nur eine Floße, und der 
erfte Strahl in der Bruftfloffe ift fteif, ftark, gezähnelt, und macht mit dem 
Schlüffelbeine ein Gelenk. 

Diefe Fifche machen den Uebergang von den Weifen zu den Harnifch- 
fifchen a). Sie find wie jene fchuppenlos , und mit Bartfafern verfehen, und 
haben , wie diefe den Mund unterwärts und einen langen Schwanz. 

Diefes Gefchlecht beftehet vor der Hand aus vier Arten, davon befchreibt 
Klein zwar zwey, aber fo wenig karakteriftifch , dafs man fie nicht unterfchei- 
den kann£). Er hat fie feinen Frofchfifchen c) einverleibt. 

Balk befchrieb darauf den Plattleib mit acht Bartfafern deutlich d). 

Hierauf befchrieb auch Artedi diefen Fifch, nebft dem bald folgenden 
Sau ge warzenträger e). Nach Artedi hat auch Gronov diefe Fifche befchrie- 
ben/), einen neuen hinzugefügt g), und fie als ein eignes Gefchlecht unter dem 
Nahmen Afpredo aufgestellt, welcher Nähme aber nicht paffend ift, indem fie 
einen ganz glatten Körper haben. 

Linne macht unrichtig aus den erften beiden Arten nur eine, läfst die 
dritte gänzlich weg , und zählt diefen einen dem Welsgefchlechte bey. 

Zu den oben erwähnten drey Arten , die ich befitze , werde ich noch 
eine vierte Art hinzufügen. 

c) Loricaria. e) Seb. Thef. p. 86. n. 9« 10. 

V) Miff. Pifc. V. p. 85» n. 9, 10. 
„ . f) Muf. I. n. 16. Zooph. n. 326, 

c) Batrachus. 

d) MuCPrincip.inLinn, Amoen.I.p. 593* g) Muf. IT. nv 153. 
n. 43. 



G 3 



54 



Der Tellerlräger. 



DER TELLERTRAGE R. 
Platyftacus cotylephorus, > 

CCCLXXIIfte Tafel. 



Sechs Bartfafern am Munde, Saugewarzen am Bauche. K. 6, Br. |, B. 6, 
A. 5 -6, .S. 9 ,.R. 5. 

Platvflacus cirris fex, cotylilonibus in venire. B, vi, P. , V. VI, A. LVI, 

VIII 

C. ix , D. v. 

Afpredo corpore oblongo, laevijT pinna 

ani orficulorum 40 & ultra. Gronov. 

Muf. Ichth. I. p. 8. n. 26. 
Afpredo cirris fex: corpore oblongo -laevi: 

pinna ani et caudam usque bifurcatam 

extenfa. Zoopk. p. 102. n. 32.4. 
Afpredo Batfachus radio prirrio' pinnarum. 

pectoralium utrinque dentato. Linn. Muf. 

Adolp. Frid. p. 73? - 
Batrachus fufcus, orö amplo,, duobus my- 

ftacibus ad nares; oculis minimis, cor- 
pore complanato, in medio dorfo non 



nihil elevatö; loco pinnarum bränchia- 
lum ad foramina uttinque os pro bra- 
chio habet arcuatum, compreffum, in 
utraque acie fpinis incurvis ferratum; 
nnica pinna triangulari in dorfo ubi 
cauda incipit; paulo fupra hanc ad la- 
tera alia pinna utrinque; cauda prae- 
longa-angulofa in teretem-cum tenui- 
bus filamentis execunte. Klein MifT. Pifc. 
V. p. 85. n. 10? [Batrachus praecedenti 
fimilis &c. p. 86, n. n ? tab, 4. fig. 7. 8- 



Der Tellerträger. 53 

Myftus cirris fex, appendice dorfi . earens. Frofchfifch mit brauner Farbe, mit weit 

Seba Thef. III. p. 86. n. 9. ' ; tab. 29. fem Maule u. f. w. Neuer ' Schauvl. der 

fig. 9. Natur Th. III S. 207. n. 10. & II. 

L'Afprede. BonnaterreEncycl. lchth.Pl. 62. Der rauhe Weh.MülL L. S.Th, IV. S. 292. 
fig. 246. 



JUie fechs Bartfafern, und die an der untern Seite des Leibes befindlichen 1. 

Der 

Saugewarzen machen die Kennzeichen diefes Fifches aus. Von diefen Bartfa- T ,. .. 

fern fitzen zwey breite am Ende der Oberlippe, und vier fchmahle paarweife am 
Kinne. Wenn man die Saugewarzen mit einem Suchglafe betrachtet, fo findet 
man, dafs fie vertieft find, und gröfstentheils auf einem Stiel flehen. Nicht nur die 
ganze untere Seite des Bauches, fondern auch die untere Seite der Bauchfloffe 
ift damit befetzt. Einige diefer Warzen fitzen ganz flach auf der Haut, an- 
dere auf kurzen, und noch andere auf längern Stielen. Sie gleichen den Tel- 
lerchen d) des Dintenfifches£). Zu mehrerer Deutlichkeit ifl eine von diefen 
Saugewarzen vergröfsert auf unferer Tafel vorgeftellt. Ich befitze vier Exem- 
plare von diefem Fifche, wovon ich hier das gröfste befchreibe, und von 
dem das vorher Gefagte auch nur allein giltr denn von den übrigen drey 
Exemplaren hat eines nur ganz flach liegende Tellerchen, die fo nahe auf der 
Haut anliegen, dafs fie ein Unkundiger für blofse Flecke anfehen könnte; und 
bey den übrigen beiden noch kleinern Exemplaren findet man nicht die gering- 
fte Spur davon. Hieraus wird mir wahrfcheinlich, dafs diefe Saugewarzen zum 



d) Acetabulis b) Sepia Octopodia, 



5 6 Der Teller trager. 

Anfaugen bey d£r Begattung beftimmt find , daher fie fich bey den jungem 
Fifchen noch nicht entwickeln. 

Der Kopf ift ganz flach, knöchern, mit einer dünnen Haut überzogen, 
und fo wie der Körper fchuppenlos. Nahe vor der Bruflflofle wird derfelbe 
breit, indem die Schlüffelbeinknochen fehr hervorragen. Diefe find getheilt,' 
und der Zwifchenraum ift mit Muskeln angefüllt. Der vordere Theil des 
Kopfes hat in der Mitte eine längliche Vertiefung, und hinter derfelben geht 
ein länglicher Kiel bis in die Rückenfloffe. Der Kopf fowohl, als der ganze 
übrige Körper, ift oben mit kleinen Wärzchen befetzt, die an den Sei- 
ten des Schwanzes in vier Reihen der Länge nach ftehen. Die Oberkinn- 
lade fleht vor der untern etwas hervor, und ift aus zwey, fchräg gegen 
einander gerichteten, rauhen Knorpeln zufammen gefetzt. Vorn am Gau- 
men fiehet man eine zottige Haut, welche mit der Unterlippe die MundöfF- 
nung verfchliefst. Die Oberlippe ift ftark, und endiget fich an den Seiten 
in eine Bartfafer. Die dickhäutige Unterlippe bedeckt die lauhe und knorp- 
liche Unteikinnlade» Die Zunge und der Gaumen find glatt; die Nafen- 
löcher, von denen die vordem röhrenförmig find, doppelt, und hinter ein- 
ander ftehend. Die Augen find klein, mit der gemeinfchaftlichen Haut be- 
deckt, ihr Stern ift weifs, und der Ring fchwarz. Die Kiemenöfmung ift un- 
terwärts am breiten Ende des Schlüffelbeins , und hat inwendig an der obern 
Seite einen Anfatz, der fie von oben verengt, wenn das Waffer heraus 
dringt. Die Kiemenhaut hat fechs Strahlen; die Kiemen felbft find nach 
Verhältnifs fehr klein , haben fehr kurze Zotten , und ftehen weit von einan- 
der entfernt. Der Rumpf ift kurz; der After noch einmal fo weit von der 
Schwanzfloffe, als vom Kopfe entfernt, liegt in einer Vertiefung, und hin- 
ter 



Der Teüerträger. 5; 

ter demfelben ragt eine andere Oeffnung röhrenförmig hervor. Die Seiten- 
linie läuft in der Mitte, und ift mit Warzen befetzt. Der lange Schwanz ift 
an den Seiten zufammen gedrückt, oben fcharf und unten rundlich. Die 
Strahlen in der langen AfterflofTe find einfach, die in der Rückenflofie, bis 
auf den erften, einmal, und die in den übrigen Hoffen zweimal getheilt. Der 
erfte Strahl in der Bauchfloffe ift breit, an beiden Seiten gezackt, am Grunde 
mit einem Gelenke verfehen, und länger, als die übrigen Strahlen. Eine 
braune Farbe überzieht fall den ganzen Fifch, Er ift ein Bewohner der oft- 
indifchen Gewäffer. 

Die Deutfchen nennen diefen Fifch Tellerträgir und den rauhen Wels, 
und die Franzofen L Afprede. 

Klein d) hat diefen und den folgenden Fifch zuerft befchrieben und ab- 
gebildet; allein fo fchlecht, dafs man nicht mit Zuverläffigkeit fagen kann, 
welcher von beiden der unfrige fey. Artedle) und Gronov f) haben ihn 
beffer befchrieben, und erfterer abgebildet. Es hat indeffen keiner von ihnen 
die erwähnten Saugewarzen wahrgenommen. 

Gronov führt unrichtig den Afpredo, den Balk befchreibt, als unfern 
Fifch an g ) : denn , da letzterer ausdrücklich feinem Fifche acht Bartfafern 
giebt/z), fo ift es nicht diefer, fondern der folgende. 

d) Miff.Pifc.V.p.85.n. iO.tab. 4.% 7.8. g) A. a. O. 

e) Seba.Th.ti. III. p. $6. n. 9. tab. 20;fig, 9. h) Linn. Amoen. I. p. 593. 
/) Muf.,1. p. 8. n. 26. 



Mlg. Naturg. d. Fifche. Th. XI. H 






58 



Der Gluttleib* 



DER GLATT LEIB. 
Platyftacus laevis. 

Acht Bartfafem am Munde, die Afterflolfe lang. K. 6, Br. |, B. 6, A. 56, 
S.9, R.5. 

Platyßacus cirris ofio, pinna ani longa, B. VI, P. , V. vi, A. lvi, 

C.iXj D. v. 

Silurus Afpredo. S. pinna dorfali unica, 

radiis 5, cirris 8j Lim. S. N. p. 50a. 

h. 3. edit, Gmet. p. 1355. 
Afpredo. Balk Muf, Principiis n. 43. tab. 2. 

fig- 5- 
Afpredo. Batrachus radio primo pinnarum 

pe&oralium utrinque dentato. [Sini- 

plaeggen. Linn, Muf. Adolp» Frid. p. 73. 

Amoenit. I. p. 593. tab. 2. fig. 5. 
Afpredo cirris octo : corpore laevi : pinna 

ani ad caudam usque bifurcatam exten- 

fa. Cronov. Zooph. p. 102. n. 3a6. 



Batrachus fufcus, ore amplo, duobus my- 
fracibns ad nares; oculis minimis; cor- 
pore complanato , in rnedio dorfo non 
nihil elevato; loco pinnarum branchia- 
lium ad foranlina utiinque os pro bra- 
chio habet arcuatnm, compreflum, 
in utraque acie fpinis incurvis fer- 
ratum; unica pinna triangulari in dor- 
fo ubi cauda incipit; paulo fupra hanc 
ad htera alia pinna utrinque; cauda 
praelonga angulofa in teretem cum te- 
nuibus filamentis cxeunte. Klein MilT. 



Der Glaltleib. 



59 



Pifc. V, p. 85- n. 10? Batrachus praece- L'Afprede. Bpnnatene, Encyclop. Ichth. 
dentifimilis. p. 86.n. ii?tab,4.£ig,7. g. p, 150, n. 3. 

Myflus cirris oclo ; appendice dorfi carens. 

Sebae, Thef. III. p. 86. n. 10. tab. 29. Der rauhe Wels, Müll. L.S.Th.IV. S.292. 
fig. 10. a. 3, 



an erkennet diefen Fifch an den acht Bartfafern und an der langen Afterflofle, 2. 



Von den er/leren fitzen vier am Kinne, zwey am Winkel des Mundes, und 
die übrigen nahe an diefen. Die im Winkel fitzenden find breit und lang, 
die übrigen kurz und dünn. 

Da diefer Fifch in Anfehung des ganzen Körperbaues, der Anzahl der 
Strahlen und der Farbe mit dem eben befchriebenen Tellerträger gänzlich 
übereinkömmt, fo ift eine Befchreibung von ihm eben fo überflüfsig, als eine 
Zeichnung entbehrlich. Ich will daher nur das, worin er von dem vorher, 
gehenden abweicht, hier anführen. 

1) Hat er, ftattfechs, acht Bartfafern. 

q ) Nimmt man keine Saugewarzen an ihm wahr. 

3) Hat er auf dem Kopfe und an derBruft nur wenige, an den Seiten aber 

gar keine Warzen, woher ich auch Gelegenheit zu feiner Benennung, 
Glattleib) genommen habe. Da ich mehrere Exemplare von diefem 
Fifchebefitze, und fie alle unterfucht habe , fo fand ich bey einem 
auch die untere Seite der Bauchfloffe mit wenigen Warzen befetzt, 
bey zwey andern aber, gar keine Spur davon. 

4) Das Schlüffelbein ift an den Seiten, wo fich der platte und gezähnelte 

erite Strahl der Bruftfloffe anlegt, nicht wie bey dem vorigen ge~ 

H 2 



Der 

Glattleib. 



6 Der Glattleib. 

theilt, und der Zwifchenraum mit Muskeln angefüllt , fondern ganz 
knöchern. 
5) Sind die Zähne bey diefem ftarker, als bey dem vorhergehenden. 
In einem Exemplar, deffen innern Bau ich unterfucht habe, waren die 
Eingeweide fchon mehrentheils verdorben, nur der Rogen und die Schwimm- 
blafe, waren unbefchädiget. Jener doppelt, und diefe in der Queere liegend, 
getheilt und ftarkhäutig. 

Die Franzofen nennen diefen Fifch L' Asprede; die Schweden Simplaeg- 
gen, und die Deutfchen Glattleib. 

Es läfst fich nicht mit Gewifsheit beftimmen, ob von den zwey Abbil- 
dungen , die uns Klein liefert d) , einer davon der unfrige fey , wie auch be- 
reits erwähnt worden. 

Balk, der kurz darauf unfern Fifch befchrieb, gab auch eine Zeichnung, 
die aber nicht getreu iftZ>). 

Auch die Sebaifche Abbildung ift nicht fonderlich ausgefallen c ). 
Linne hat unrichtig aus diefem und dem vorhergehenden Fifche nur eine 
Art gemacht, ungeachtet Artedi und Gronov fie, wegen der verfchiedenen 
Anzahl der Bartfafern trennen, und er doch fonft bey feiner Befchreibung der 
Weife mit Rückficht auf die Anzahl der Bartfafern genommen hat. 

Bonnaterre hat unrichtig zu feinem mit acht Bartfafern befchriebenen Fi- 
fche, den aus dem Seba, der nur fechs hat, copiren laffen</). 



«) MilT. Pifc V. tab. 4. fig. 7. 8. Thef. tab. 29. fig. 10. 

*) Muf.Principis. tab. 2. fig. 5. «0 Encyclop. Ichth. PI. 6a. fig- 046. 



Der aalförmige Plattkib. 61 



DER AA LFÖRMIGE PLATTLEIB. 
Platyftacus anguillaris. 

CCCLXXl Ilfte Tafel. Fig. i. 

Die Rücken - Schwann- und Afterfloffe zufammert hängend. K. n, Br. |-, 
B. 6, A. S. undR. 268« 

Platyßacus pinna ani, caudae dorßque conriatis. B, XI ? P, , V. VI, 

A. C. &• D. cclxviii. 



LJle in einander laufende Rücken- Schwanz- und Afterfioffe geben ein fiche- Der . 

aalförmige 
res Merkmahl für diefen Fifch ab. Plattleib. 

Die Kiemenhaut ifl mit eilf, die Bruftfioffe mit acht, die BauchflofTe 
mit fechs, die After- Schwanz- und Rückenfloffe zufammen mit zweihundert 
acht und fechzig Strahlen verfehen. 

Außer dem angeführten Merkmahle ifl diefem Plattleibe noch befonders 
eigen, dafs er anftatt fpitze , mehrere Reihen kegelförmiger Zähne hat , wo- 
von die in der untern Kinnlade länger, als die in der obern, und die im Gau- 
men periförmig find (Fig. 2.). Ferner fitzen die untern Bartfafern nicht am 



6 a Der aalförmige Plattleib. 

Kinne, fondern mehr nach dem Winkel zu, und find mit den dafelbft be- 
findlichen'Bartfafern vermittelft einer Haut verbunden. Endlich hatdieBauch- 
floffe eilf Strahlen, und ift der Kopf nicht, wie bey den übrigen diefesGe- 
fchlechts flach, fondern etwas gewölbt; auch die Augen find nicht fo weit, als 
!>ey jenen, voneinander entfernt. 

Der Kopf ift ein wenig abfchüfllg; die Mundöffnung nicht fonderlich 
weit, und die obere Kinnlade etwas länger als die untere. Die Lippen find 
ftarkhäütig, und die Lippenknochen fehlen. Die Zunge ift kurz, knorplich 
und glatt; die Nafenlöcher find einfach, länglich, mit einer Haut bedeckt, 
und nahe an der Oberlippe befindlich; die Augen haben einen weiften Stern 
und einen fchwarzen Ring. Die Kiemendeckel find einfach; die Kiemen- 
öffnung ift weit, die Kiemenhaut liegt ganz frey, und bedeckt einen Theil 
der Bruft. Der Schwanz ift an den Seiten zufammen gedrückt, am Ende 
dünn, und wird durch die, am Schwänze verwachfenen, Floffen dem Aal fehr 
ähnlich, woher ich aueh die Gelegenheit zu feiner Benennung genommen 
habe. Der After ift dreimal fo weit von der Schwanzfloffe als vom Kopfe 
entfernt. Hinter demfelben fahe ich eine kegelförmige Warze, oder den 
Legedarm , und hinter diefem einen doppelten Hautanfatz , welcher fich in 
viele gefranzte Enden zertheilt, und vielleicht, wie bey den Nadelfifchen, zur 
Aufnahme der Eyer dient Der Bauch ift -weife, und die Seitenlinie mit 
Warzen befetzt. Alle Strahlen find, bis auf den erften in der Bruft- und 
Eückenfloffe, weich, und vierzweigig. 

Diefen Fifch habe ich vom Miffionair Herrn John erhalten. 



Der warzige Plattleib, 63 



DER WARZIGE PLATTLEIB, 
Platyfiacus verrucofus* 

GCGLXXIIIfie Tafel. Fig. 3. 

Die Afterfloffe kurz. K.5, Br. f , B. 6, A. 6, S. 10, R. 5. 

Platyfiacus pinna am brevi. B. V, P. , V. vi, A. VI , C. X, D. r. 

Afpredo cauda fubrotunda, corpore ver- fig. 3. Afpredo cirris fex : corpore ver- 

rucofo, pinnae ani ofliculorum fex. rucofo: pinna ani parva: cauda rotun- 

Gronoy Muf. II, p. 5. n. 153. tab. 5' "* data. Zooph. p. 102. n, 335. 



Die kurze Afterfloffe unterfcheidet diefen Fifch von den übrigen feines Ge- 4- 

fchlechts, die alle mit einer langen Afterfloffe veifehen find. 

D warzige 

In der Kiemenhaut zählt man fünf, in der Bruftflofle acht, in der Bauch- Plattleib, 
floffefechs, in der Afterfloffe eben fo viel, in der Schwanzfloffe zehn, und 
in der Rückenfloffe fünf Strahlen. 

Der Kopf ift flach, breit, abgeftumpft; auf demfelben nimmt man eine 
längliche, fpitz zulaufende Furche, und hinter derfelben am Rücken einen Kiel 
wahr. Die Augen find klein, und der Ring läfst fich kaum erkennen. Die 
Obexkinnlade fleht nicht fo weit, wie bey den übrigen vor der untern hervor. 



64 .-ökr warzige BFeitleib.* 

Beide find knorplich und rauh. Die Nafenlöcher find einfach und dicht an 
der Oberlippe befindlich, und im Winkel des Mundes nimmt man auf jeder 
Seite eine breite Bartfafer, und unterm Kinne vier dergleichen kleinere, 
wahr. Die Kiemenöffnung ift eng und die Kiemenhaut bedeckt. DerSchwanz 
ift in Verhältnifs gegen die bereits befchriebenen kurz. Die untereSeite ift glatt, 
und an den zufammen gedrückten Seiten des Schwanzes bemerkt man die 
gerade Seitenlinie, und vier Reihen Warzen, denen er feine Benennung zu 
verdanken hat. Uebrigens ift er fo wie alle Plaltleiber fchuppenlos, und mit 
einem ftarken gezähnelten Strahl in der Bruftflofie verfehen. Alle übrigen 
Strahlen find weich , und nur an den Spitzen getheilt. 

Ein fcbmutziges Braun überzieht den ganzen Körper. 

Da ich diefen Fifch aus einer holländifchen Verfteigerung erhalten habe, 
fo kann ich auch feinen Aufenthalt nicht mit Gewifsheit angeben. Wahr- 
fcheinlich gehört er in Surinam zu Ffaufe. 

Gronov, der uns zuerft mit diefemFifche bekannt machte a), hat uns auch 
zugleich eine gute Abbildung hinterlaflen b). 

Warum Linne ihn in fein Syftem nicht aufgenommen hat, kann ich 
nicht angeben. 

Auch Gmelin und Bonnaterre haben ihn aus ihren Schriften weggelaflen. 



a) Muf. II. p. 153. Muf. II. tab. 5, fig. 3. 



FEL- 



Felj'enßfche. 65 



FELSENFISCH E. 
Theutis. 

Zinn. S. N. Gen, 176, 

Uie Linneifche Ordnung führt mich auf die Felfenfifche , von welchen der 
Ritter zwey Arten anführt, nehmlich: den Leberfifch ä) und üenjopanifchen 
Felfenßfchb). Letzteren habe ich bereits im fechften Theile diefes Werks, 
S. 55 befchrieben, und auf der 1 9 6ften Tafel abgebildet. 

Ich habe ihn damahls für noch unbekannt gehalten, weil es mir nicht 
einfallen konnte, ihn beim Linne in der Klaffe der Bauchfloffer zu finden, 
da defTen Bauchfloffen den Bruftfloffen näher, als der Aftern* offe flehen. Ich 
finde viele Fifche, bey denen die Bauchfloffen weniger von der Afterfloffe als 
von den Bruflfloffen entfernt find , und die Linne deffen ungeachtet in die 
Klaffe der Bruflfloffer gebracht hat. Ich will nur die Umberfifche, die auf der 
giften, und den Chaetodon ciliaris und acuminatus, welche auf der 33 ften Ta- 
fel des königlichen fchwedifchen Mufeum abgebildet find , zum Beifpiel an- 
führen, fo wird man meine Behauptung gegründet finden.. Bey vielen an- 
dern Fifchen ftehen die Bauchfloffen noch weiter zurück , z. B. bay [den Stich- 
lingen, welche auf der 53ften Tafel diefes Werks vorgeflellt find, u. a. m. 



a) Theutis Hepat. S. N. p. 507. V) Theutis javus. A. a. O. 

Allg.Naturg. d. Fifche. Th.xi. 1 



66 Felfenßfche.^ , 

Ich glaube daher , dafs es einen bellimmteren.Abtheilungsgnmd geben- 
würde, wenn man den Mittelpunkt des Raums zwifchen der Bruft- und Af- 
terfloffe als den Scheidepunkt feilfetzte, folglich diejenigen Fifche , bey de- 
nen die Bauchfioffen näher zu den BmftfiofTen als zur Afterfloffe flehen, zu 
der Klaffe der Bruftfloffer, und diejenigen, bey denen fie der Afterfloffe nä- 
her als der Bruftfloffe find, zu der Klaffe der Bauchfloffer zählte. Bey dem 
japanifchen Felfenffche finde ich die Bauchfioffen von beiden vorerwähnten 
Floffen in gleich weiter Entfernung. Ich befitze fünf Exemplare von diefem 
Fifche, die ich aufs neue mit der Zeichnung verglichen, und fie übereinftim- 
mend aefunden habe. Auch find bey demfelben, wie bey denKlippnfchen,die 
Zähne bor ftenartig, der Körper dünn, breit, bunt, und in der Rücken- und 
Afterfloffe Stacheln. Auch die,Kennzeichen , die Linne für diefes Gefchlecht 
angiebt, als der abgeftumpfte Kopf, die fünf Strahlen in der Kiemenhaut, 
und die einzige Reihe dicht beifammen flehender Zähne, treffen wir bey den 
mehrften Klippfifchen an. 

Da ich keine Gelegenheit habe, den zweiten Felfen - oder fogenannten 
Leberßfch zu unterfuchen, fo kann ich auch nicht fagen, ob er mit Recht den 
Bruftfloffem einverleibt werden könne. So viel ift gewifs, dafs er wegen fei- 
ner breiten und dünnen Geflalt, nicht zwifchen den Weifen und Panzer- 
fifchen flehen könne. 



Von den Panzerßfcheri überhaupt. 67 



LXVIIIftes GESCHLECHT. 

P A N '. Z E R F I S C H E. 

Loricaria. - 



Erster Abschnitt. 

Von den P a n £ e r fifc h e n überhaupt. 

Der Körper gepanzert, der Mund unterwärts. 
Pifces corpore loricato , ore JubtuS. 

Loricaria, Zinn. S. N. Gen. 177. p. 508. Le Cuiraffier. Goüan Hift. de PoifT, Gen. 
edit. Gmel. p. 1363. 39, p. 107. 187. 

- Forfier. Enchirid. Hift, Nat. Gen. CMLBo ™^ e > **&*>?* Ichth/Gen. 
• 6i,p.88. 5-P-I57- 

Panzerfifche. Müll. L. S. Th. IV. S. 307. 
Plecoftomus. Gronov. Muf. I, p. 24.Zooph. — Lefke Anfangsgründe d. Na- 

P- I2 7- turgefch. 37ftes Gefchl. S. 380. 

Uie Panzer, womit der Körper: bedeckt ift-, und die an der untern Seite 
befindliche Mundöffnung machen die Kennzeichen diefes Geichlechts aus. 

I 2 



68 V° n de™ Panzerßfchen überhaupt. 

Der Kopf ift flach und oberwärts in einem Knochen gehüllt. Der Leib 
Ml kurz und der Schwanz lang. 

Die Bruflfioffen fitzen am Rande der untern Seite, dicht an der Kiemen- 
öffnung. Der erfte Strahl ift lang, ftark und,' a wie bey den Weifen, am 
Schlüffelbein gelenkig. Der Bauch ift von Schildern frey; der Mund öffnet 
fleh in der Oueere; die Kinnladen find knorplich , und außerhalb von einer 
breiten Haut umgeben. 

Marcgraf ä) machte uns zuerft mit dem Runzelmaule bekannt. Linne b) 
und Gronov c) befchrieben zu gleicher Zeit (1754) den Panzerßfch d). Letz- 
terer hat auch den gefleckten Panzerßfch e) befchrieben. Sie beftimmten ih- 
nen ein eignes Gefchlecht unter der oben angeführten Benennung. Bald dar- 
auf ( 1756) machte uns der letztere Schriftlicher mit noch einem bekannt _/) 
der auch kurz nachher im Seba g) vorkömmt. 

Linne hat in fein Naturfyftem nur die beiden erften aufgenommen. 
Warum er die beiden letzten weggelaflen hat , kann ich nicht beftimmen. 

Das ganze Gefchlecht beftehet nur aus vier Arten , von denen ich drey 
befitze, und zu deren Beschreibung ich nunmehr fchreite. 

Linne hat bey den Fifchen diefes Gefchlechts fechs, und Gronov drey 
Strahlen in der Kiemenhaut, als Gefchlechtskennzeichen angegeben; allein 
beide haben nicht genau gezählt, indem vier vorhanden find. 

a) Guacari. Brafil. p. 166. <) I. a. B. n. 6g. 

b) Muf. Adolp. Frid. p. 79. /) Muf. II. n. 167. 

c) Muf. I. n. 69. g) Thef. III. p. 87* ff. 12. 

d) Loricaria Cataphracla. 



Das Runzelmaul 6g 



Zweiter Abschnitt. 

Von den P an^erfifchen insbefondere. 



DAS RUNZELM'AUL. 

Loricaria Plecoftomus. 

CCCLXXIVfte Tafel. 
Zwey Flotten am Rücken. K. 4, Br. i, B. ■§, A. 5, S. 16, R. f , f. 

Loricaria pinnis dorß duabus. B. IV, P. , V. — , A. V, C. XVI i 

VIII I 

Loricaria Plecoftomus. L. pinnis dorfi dua- I. p. 24. n. 67. tab. 3. fig. 1. 2. Zooph. 

bus. Linn. S. N, p. 508. n. 2. edit.Gmel. p. 128- n. 394. 

p. 1363. Plecoftomus cirris duobus; cauda bifurca. 

Acipenfer indicus. A. ore cirris duobus. In- Sebae Thef. III. p. 87. n. II. tab. 29, 

dianifkstoer. Muf, Adolph. Frid. p. 55. fig. II. 

Plecoftomus dorfo dypterigio, cirris duo- Trutta edentula, inferiori labio lunato; 

bus , cauda bifurca. Gronov.Muf. Ichth, rnembranofo , ad latera oris utrinque in 

13 



70 



I)as Runzehnaul. 



cirrum definente ; pinna cutanea prope 
caudam, fpina corniculata fulta; capite 
ad tactum hifpido., colore dilute cro- 
ceomaculofo. Klein MifT.Pifc.V. p. 2,1, 
n. 17. 
Guacari Brafilienfibus. Marcgraf. Brafil. 
p. 166. 

— Pifc. Ind. Utr. p. 72. . ' . 

— Prini Moriti .M S. II. p. 392. 

— Willughby Ichth. p. 277. tab. R. 
4. fig. 2. Cataphraclus brafilien- 
fisp. 212. tab. N. 13. fig. 5. 



Guacari Ray Synopf. Pifc. p. $6. n. 12, 
Cataphradlus brafilienfis p. 78. 
n. 8. 

— — Jonft. de Pifc. p. 190. tab. 34. 

%■ 5- 

— — Ruyfch Theatr. Anim. p. 132. 

tab. 34. fig. 5. 

Le Guacari. Loricaria dorfo diptergio: cir- 

"ris duobus: radiis Iateralibus pinnae 

caudaüs aequalibus. Bonnaterre Encycl. 

Ichth. p. 158. n. 2. PI. 65. fig. 260. 

Das Runzelmaul. Müll. L. S. Th. IV. S, 308. 



1. 

Das 

Runzelmaul 



JLJie zvvey Rückenfloffen find das Unteifcheidungszeichen diefes Fifches. 

In der Kiemenhaut nimmt man vier, in der Bruftfloffe fieben, in der 
Bauchfloffe fechs, in der Afterflofle fünf, in der Schvvanzfloffe fechzehn, in, 
der erfien Rückenfioffe acht. und m der zweiten einen Strahl wahr. 

Der Kopf ift flach, oberwärts knöchern, rauh und abfchüflig, unter- 
wärts breit , weich , glatt und gerade. Die MundöfFnung ift klein und in 
der Oueere ; die Kinnladen find mit einer Reihe borftenartiger Zähne be- 
waffnet, die Lippen find dünnhäutig, breit, die untere ift warzig, und 
an jeder Seite mit einer Bartfafer .verfehen. Der Gaumen und die Zunge 
find glatt, die Nafenlöcher einfach, und den Augen näher, als der Mundfpitze. 
Jene haben einen fchwarzen Stern und einen grünlichen Ring. Die Schilder 
find rauh, und haben in der Mitte einen Kiel, der in eine fcharfe Spitze aus- 
läuft. Auf jeder Seite find der Länge nach vier Reihen von diefen Schildern 



Das Runzehnaul. 71 

ftchtban Sie. find von verfchiedener Geftalt u.ndGröfse, die mittlere breiter als 
diejenigen, die in der Nähe des Rückens und BauchesTitzen. "Dlefer ift breit 
und glatt. Der After ift im Schwerpunkte des Körpers befindlich, und von 
einer Seitenlinie läfst fich nichts wahrnehmen.- Die Flößen find lang und 
ihre Strahlen rauh und vierzweigig. Der etile in der Rücken- und Bruftflofle 
ift ftark, gezähnelt. und mit einem Gelenke verfehen. Die äußern Strahlen 
der Schwanzfloffe find lang, bey einigen find die oberen, bey andern die 
unteren am längften, und nur feiten findet man fie von gleicher Länge. 

Die herrfchende Farbe diefes Fifches ift orange, die nach dem Bauche 
zu helle wird. Der Bauch felbft ift weifslich,- und die Flolfen haben die Farbe 
des Körpers, bis auf die zweyte ; Rückenflofle, die an ihrem häutigen Theile 
fchwarzift, an ihrem Stachel aber die Orangefarbe wieder zeigt. Ueberall 
bemerkt man bald gröfsere, bald kleinere, runde, braune Flecke. Diejenigen 
Arten diefes Fifches, die fich im heiligen Franciska-Fluffe aufhalten, find 
braun und fchwarz' gefleckt. Auch ift diefe Art weit fleifchiger uud wohl- 
schmeckender, als diejenigen, welche fich in dem übrigen füdlichen Amerika, 
wo er eigentlich zu Haufe gehört, aufhalten«). Er wird fowohl gekocht, als 
auch gebraten verzehrt, nachdem vorher die harte Schale ift weggenommen 
worden. 

Der Darmkanal ift fehr dünn und lang. Marcgraf fand in einem funf- 
zehnzölligen Fifch einen acht Fufs langen Darmkanal b). 

In Frankreich und in Brafilien heifst diefer Fifch Guacari; in Schweden 
Indianifk-Stör, und die Deutfchen nennen ihn das Runzelmaul 

«) Marcgr. Braf. p. 167. j) a. a. O. 






7<2 Das Runzelmaul. 

Marcgraf ', dermis zuerft mit diefem Fifche bekannt machte, gab uns 
auch eine Zeichnung, die aber fchlecht ift b). 

Linne c ) und 'Gronov d) haben unfern Fifch zu gleicher Zeit (1754), 
und bald darauf auch Seba e) aufs neue abgebildet. Von diefen Abbildun- 
gen ift die Gronovfche beffer, und die Sebaifche fchlechter, als die Linnei- 
fche. Die fchlechtefte aber unter allen ift die, welche wir beim Willughby fin- 
den/). Diefer Schriftfteller hat auch die Marcgraffche Zeichnung kopirt g), 
und unfern Fifch als zwey befondere Arten aufgeführt. Zu dem nehmlichen 
Fehler wurde auch durch ihn Ray verleitet Ii). 

Jon/Ion i) und Ruyfch li) haben die Marcgraffche, und Bonnalerre l) die 
Gronovfche Zeichnung ihren Schriften einverleibt. 

Klein betrachtet unfern Fifch als eine Forelenart rri). Ohne Zweifel we- 
gen der vermeinten Fettfloffe : allein , da diefe Floffe mit einem fteifen Strahl 
verfehen ift , fo hört fie auch auf, Fettfloffe zu feyn. Ueberdies hätte er ihn 
wegen feines geharnifchten Körpers feinen KüraJ/iem ii) beizählen follen. 

Linne hielt ihn anfänglieh für eine Stöhrarto), beftimmte ihm aber nach- 
her, fo wie einem andern ein eignes Gefchlecht unter dem Nahmen Loricaria. 

Artedi, der unfern Fifch in der Sebaifchen Sammlung gefunden und be- 
fchrieben hat, führte ihn unter dem Gefchlechtsnahmen Plecoßomus auf/;), 
wovon denn Gronov feine Benennung entlehnt hat. 

b) Brafil. p. 166. De pifc - tab - 34- fi g 5- 

c) Muf. Adolp. Frid. tab. 28- fig- 4. k) Theatr. Anim, tab. 34. fig. 5. 

d) Muf. Ichth. I. tab. 3. fig. I. 2. /) Encyclop. lchth. Pl.65.fig. a( >o. 

e) Thef. TU. tab. 19. fig. II. m) MifT. Pifc. V. p. 11. n. 17. 

J) lchth. tab.N. 13. fig. 5. n) Cataphrachis F. a. B, IV. p. 14a. 

g) — — R. 4. fig 2. o) Muf Adolp. Frid. p. 55. 

K) Syn, p. 78. n. 8. & 86. n. 12. ?) Thef. III, p. 87. n. 1 I. 

DER 



Der gefleckte Panzerflfch. 



n 



DER GEFLECKTE PANZERFISCH. 
Loricaria maculata. 

CCCLXXVfte Tafel. Fig. i. 2. 
Der Mund zahnlos. K. 4, Br. i, B. £, A. |, S. 12 , R. f. 

Loricaria dentibus carens. B. iv, P. , V. — , A, — C. XI I, 

VII VI VI 

d. -L, 



Loricaria Cataphracte. L. pinna dorfi uni- Le Plecofte. Loricaria Cataphrafta. L. dorfo 



ca, cirris duobus. Linn. S. N. p. 508. 
n. I. eilt. Gmel. p. 136%. 
Plecoftomus dorfo monopterygio, ore 
cirrato, edentulo, ofliculo fuperiori 
caudae bifurcae fetiformi brevi, Gronov. 
Muf. Ichth. I. p.' 35. n. 68. tab. 2. 
fig, 1. 2. Zooph. p. 127. n. 391. 



monopterygio: cirris duobus : ofliculo 
fuperiori pinnae caudalis fetiformi. Bon- 
naterre Encyclop. Ichth. p. 157. n. 1. 
PI. 65. fig. 259. 
Der Harnifchfifch. Müll. L. S.Th.IV. S. 307. 
tab. 8. fig. 4. 



1. 
Der 



IVlan erkennt diefen Fifch an feinem zahnlofen Munde. 

In der Kiemenhaut zählt man vier, in der Bruftflofle fieben, in der J er 

gefleckte 
Bauchfloffe fechs, in der Afterfloffe eben fo viel, in der Schwanzflofle zwölf, Panzerfifch. 

und in der Rückenfloffe acht Strahlen. 

AHg. Naturg. d. Fifche. Th. xi. K 



74 Der gefleckte Panzerßfch. 

Der Kopf ift vom abgerundet, oben hart, rauh und gewölbt, unten 
glatt, breit, flach, und hat die Geftalt eines Hufes. Die Haut, welche den 
Mund umgiebt, ift breit, und endiget fich an jeder Seite in eine kurze Bart- 
fafer. Die Kinnladen find knorplich, aus zwey Stücken zufammen gefetzt, 
die oberen find fchmahl, die unteren breit, und bey der Zufammenfügung 
der untern Knorpeln ift ein ziemlich ftarker Einfchnitt zu fehen. Im Gaumen 
befindet fich eine zottige, lofe Haut, und im Schlünde oben zwey, und un- 
terwärts ein feilenartiger Knochen. DieNafenlöcher find einfach, und die nicht 
weit davon ftehenden Augen haben einen fchwarzen Stern, der von einem 
gelbgrünen Ringe umgeben wird. Der Kiemendeckel ift fehr klein, und 
die enge Kiemenöffnung ift am fcharfen Rande der knöchernen Hülle befind- 
lich. Die Kiemenhaut liegt frey, und wird von zarten Strahlen unteiftützt. 
Der erfte Strahl in der Bruftfloffe ift breit, lang und an beiden Rändern ge- 
zähnelt. Auch ift der erfte Strahl in der Bauchfloffe gezähnelt. Die fämmt- 
lichen Strahlen in den Floffen find rauh. Der Bauch ift breit, und mit 
rauhen Schildern bedeckt, die aber nicht, wie bey dem übrigen Theile 
des Körpers, über einander gefchoben, fondern neben einander liegen. Der 
Rumpf ift vorn breit, gewölbt und viereckig. Die Schilder haben gröfsten- 
theils eine rautenförmige Geftalt, find aber nicht alle von gleicher Gröfse. 
Am Bauche gleichen fie den Schlangenfchildern. 

Hinter der Bauchfloffe wird der Fifch fchmahl, und an den Seiten fcharf. 
Nach der Breite hat er, wie der Krebsfchwanz , einzelne über einander ge- 
fchobene Schilder, deren Anzahl fich auf achtzehn beläuft. Der After ift 
noch einmal fo weit von der Schwanzfloffe, als vom Kopfe entfernt. Eine 
Seitenlinie habe ich nicht bemerken können. Die weichen Strahlen find 



Der gefleckte Panzerflfch. 73 

vielzweigig, s die Schwanzfloffe ift gabelförmig, und der oberfte Strahl bor- 
ftenartig, fpröde, und länger als die übrigen. 

Die Farbe des Körpers ift braungelb, mit dunkelbraunen Flecken ver- 
fehen. Die Schwanzfloffe hat einen grofsenfchwarzen Fleck. 

Das Darmfell ift filberfarben; das Zvvergfell ffeik; der Magen dünn- 
häutig, eng und lang; der Darmkanal, hat drey Beugungen; die Leber iil 
grofs, und beflehet aus zwey Lappen; die Milz ift bkuücli und klein, 

Gronov c) hat diefen Fifch zuerft befchrieben und abgebildet, letzteres 
äbei mit keinem guten Erfolge, da der breite Strahl in der Bruftfloffe nicht, 
angedeutet ift. 

Bonnaierre b) hat aus diefem und dem folgenden Fifche, gleich Linne, 
nur eine Art gemacht, und die belfere Linneifche Zeichnung copirt. 

Gronov c) führt unrichtig das Linneifche Mufeum zu diefem Fifche an, 
da fqwohl aus den vielen Fafern am Munde, als auch aus der langen Borfte 
am Schwänzet) deutlich zu erfehen ift, dafs Linne nicht diefen , fondem 
den folgenden Fifch vor Augen gehabt habe. 

a)'Muf. Ichth. I. tab. 2. c) A. a. O. 

F) Encycl. Icluh, p. 157. PI. Ö5.fig. 560. d) MuC Adolph. Frid. tab. 29. 



K Q 



76 



Der Panzerßfch. 



DER PANZERFISCH. 
Loricaria Cataphra&a. 

C C C L X X V ft e Tafel. Fig. 3. 4.' 

Der Mund gezahnt; eine Floße am Rücken. K. 4, Br. i, B. £, A. f, 
S. 12, R f. 

Loricaria dentata, pinna dorß unica. B. iv, P. , V. — A. — 



C. xii, D. 



Loricaria Cataphracta. L. pinna dorfi uni- 
ca, cirrisduobusli/zn. 
S. N. p. 50S. n. 1. 
eilt. Gmel. p. 1363. 

— dura. Benfiaelling. Linn. Muf. 

Adolp. Frid. p. 79. tab. 29. 
Plecoftomus dorfo monopterygio, ore 

cirrato,, dentato, ofliculo fuperiori 

caudae bifurcae longitudine corporis. 

Grenov. Muf. Ichth. I. p. 2.6. n. 69. 



Plecoftomus corpore aculeato; ore cir- 
tato : dorfo monopterygio. JciaeThef.Iir. 
p. 88. n. 14. tab. 29. n. 14. 

Le Plecofte. Loricaria Cataphracta. L. dor- 
fo monopterygio; cirris duobus: oflicu- 
lo fuperiori pinnae caudalis fetiformi. 
Bonnaterre Encyclop. Ichth. p. 157.11. 1. 
PI. 65.fi g259 . 

Harnifchnfch. Müll. L. S. Th, IV. S. 307. 
tab. 8. fig. 4» 



3 
Der 



Jiefer Fifch unterfcheidet fich von dem erften diefes Gefchlechts durch die 



Panzernfeh. einzi E e RückenflofTe , und vom zweiten durch die Zähne. 



Der Panzerßfch. 77 

In der Kiemenhaut zählt man vier, in der Bruftflofle heben, in der 
Bauchöoffe fechs, in der Afterfloffe eben fo viel, in der Schwanzfloffe 
zwölf und in der RückenflofTe acht Strahlen. 

Da diefer Fifch mit dem vorhergehenden in feinem ganzen Baue, bis auf 
den Kopf , völlig übereiekömmt, fo habe ich nur den letzteren abgebildet, 
und werde daher auch hier nur dasjenige anführen, worin er von dem fo eben 
befchriebenen abweicht. 

1) Ift der Kopf des Panzerfifches fchmaler und endiget fich in eine ftumpfe 

Spitze, der Kopf des vorhergehenden aber, ift abgerundet. 

2) Wenn man diefe Fifche mit den untern Seiten gegen einander hält, fo 

wird man finden, dafs die Grundfläche des Kopfes vom Panzerßfche 
einem Triangel (Fig. 3.), die des vorhergehenden aber einem hal- 
ben Zirkel oder einem Hufe (Fig. q.) ähnlich ift. 

3) Sitzen bey dem gegenwärtigen an der Haut, welche den Mund um- 

giebt, fehr viele Bartfafern, die man beim gefleckten Panzerßfche nicht 
wahrnimmt. 

4) Ift bey letzterem die Mundöffnung weiter, als bey jenem. 

5) Beim Panzerßfche fleht man knorpliche Kinnladen mit borftenartigen 

Zähnen befetzt (Fig. 4.), beim vorhergehenden aber kann man nur 
mit Hülfe eines Suchglafes zwey Spitzen in der Mitte der Unterkinn- 
lade wahrnehmen. 

6) Letzterer ift gefleckt, erfterer nicht. 

7) BeimPanzerfifche findet man den erften Strahl am oberen Theile der 

gabelförmigen SchwanzflofTe dergeftalt verlängert, dafs er bisweilen 

K 3 



78 D ß r Ganzer fifch. 

die Länge des ganzen Körpers überfteigt, beim andern aber ift diefer 
nur wenig verlängert. 

8) Ift der Kopf beim gefleckten Panzerflfche länger, als bey dem gegea- 

vväriigen. 

9) Nimmt man beim vorhergehenden an den, zwifchen dem Kopfe und 

der RückenflofTe befindlichen Schildern keine Stacheln, wie beim 
gegenwärtigen, wahr. 

10) Sind beim Panzerflfche Schuppen, beim gefleckten Schilder unterm 
Bauche vorhanden. Und endlich 

1 1) Ift bey erfterem der Bauch beinahe glatt, bey letzterem hingegen rauh. 
Ob diefer Unterfchied vom Gefchlechte herrühre, oder ob es wirklich 

zwey verfchiedene Arten find , kann nur derjenige entfcheiden, welcher Ge- 
legenheit hat , diefe Fifche an Ort und Stelle zu unterfuchen. 

Ich habe einige geöffnet, habe aber weder Milch noch Rogen gefunden. 
Ohne Zweifel find fie aufler der Laichzeit gefangen worden. 

In Schweden heifst diefer Fifch Benfiaelllng^ in Frankreich Plecofle^ 
und in Deutfchland Panzerßfch. 

Gronov a) und Linne b~) haben unfern Fifch zu gleicher Zeit ( 1754) be- 
fchrieben, und letzterer auch eine getreue Abbildung von ihm geliefert. 
Bald daraufgab uns auch Seba <?) eine Zeichnung, die aber fchlecht ausge- 
fallen ift, indem der erfte ftarke Strahl in der Bruftflofle nicht angedeu- 
tet wird. 



a) Muf. Ichth. I. p. 26. n. 69. c) Thef. III. tab, 29. fig, 14.. 

¥) Muf. Adolph. Frid. p. 79. tab. 2.9. 



Der Panzerßfch. >g 

Statius Midier d) und Bonnaterre e) haben die fchlechte Sebaifche Zeich- 
nung ihren Schriften einverleibt. 

Linne führt im Naturfyflem/), die, in feinem Mi/feo, mit der langen Borfte 
am Schwänze, befindliche Abbildung, zu feinem Panzerfifche an, und macht 
gleich darauf aus dem nehmlichen Fifche des Gronov eine Nebenartg). Auch 
ift hier ein Schreib- oder Druckfehler zu rügen, der fich fowohl beim Gro- 
nov h) y als auch beim Linne i) eingefchlichen hat: denn fo mufs es bey bei- 
den dentata ftatt edentula heifsen. 



d) L. S. Th. IV. tab. 8. fig. 4. g) A. a. O. 

e) Encyclop. Ichth. PI. 65. fig. 159. h) Zooph. n. 392, 
/) p. 508. n. 11 * i) A. a. O. 



8o Von den Hamifchßfchen überhaupt. 



$^~ 



LXIXftes GESCHLECHT. 

HARNISCHFISCHE. 
Cataphra&us. 



Erster Abschnitt. 

Von den Harn ifc hfifc hen üb c r haup t. 

Der Körper gezanzert, die Mundöffnung vom. 
Pifces corpore loricato , ore terminall. 

Silurus.Linn. S. N. p. 506. n. «9-21. Cataphractus. Klein MifT. Pifc. IV. p. 43. 

edit, Gmel. p. 1360. n, 19 - 21. n. 5. 

Myftüs. Gronov. Zooph. n. 383. Callichthys. Silure n. 22-14. Bonnaterre, Encyclop« 

n. 389- & 39°- Ichth. p. 155, 

JLJie Mundöffnung , die vorn am Kopfe befindlich ift, und die harten knö- 
chernen Blättchen oder Schilder am Rumpfe machen die Merkmahle diefes 
Gefchlechts aus. Die Schilder bedecken- die Seiten, und bilden bald eine, 
bald zwey Reihen, die vom Kopfe nach dem Schwänze gerichtet, und wie 

Dack- 



Von den Harmßhßfchen überhaupt. § t 

Dachziegel geordnet find. Der Kopf fleckt in einer knöchernen Hülle , und 
am Munde nimmt man Bartfafern wahr. Der Rücken ift bey einigen mit 
zwey bey andern nur mit einer kurzen FlofTe verfehen. 

Der Aufenthalt diefer Fifche ift Oft- und Weftindien. 

Marcgraf machte uns zuerft mit dem Soldat a), Catesby mit dem ante- 
rihanifchen HarnifcJifiJch b), und Gronov mit dem Ribbenfifch c) bekannt. 
Ich werde diefe drey mit einem vierten aus Surinam vermehren. 



a) Brafil. p. 151. Silurus Calüchthys. L.' c) Myflus. Muf.II.n. 177. S. coftatus L. 
A) Carol. II. App. p. 9, cataphractus L. 



A!!g. Naturg. d. Fifche. Tb, xi. 



82 Der Ribbenßfch. 

Zweiter Abschnitt. 

Von den Harnifchfifchen insbefo ndere. 



D E R R I B B E N F I S C H. 

. Cataphraflus coftatus. 

CCCLXXVlfte Tafel. 

Eine Reihe Schilder an den Seiten, die Schwanzfioffe mondförmig. K. 5, 
Br.f, B. 7, A. iq, S. 2 i, Rlf 

Cataphraäus ordinefcutorumfimplici, pinna caudae lunata. B. V, P. , 

VUI 

V. vii, A. xii, C. xxi, D. — . 

VII 

Silurus coftatus. S. pinna dorfali poftica Bagrequartafpecies. Wälughb. Ichth. P.140 

adipofa, fquamis ferie fimplici, cirris 6, tab. H, 7. fig. 3. 

cauda bifida. Linn, S. N. p.506. n. ig. x> c n-r o- 

rj y — , — — Kay bynop.Viic. p. 82. 

eiit. GrrceZ. p. 1360. n. I 9. 

Myftus cirris fex longiffimis, unico fqua- 

— — — Jonfi. de Pifc. p. 205. 
marum aculeatarum ordine utrmque in 

tab. 38. fig 5. 
Iateribus. Grönov. Muf. Ichth. II. p. 24. 

n. 177. Zooph. p. 125, n. 383. tab. 5. — — — Ru yf cL Thef - Ani ™- 
fig. 1. 2 . P- 2 93. tab. 38. fig. 5. 

Urutu, Klip-Bagre. Pifo. Ind. Utr. p. 65. La-cöte. Bonnaterre. Encyclop.Ichth p. 155. 
Bagre quartafpecies. Klip-Bagre. Marcgrav, n. 22. PI. 64. fig. 255. 

Brafil. p. 174. 



Der RihbevßfcJu 83 

Centrifcus, in fummicate dorfi tefira dura Klipbager. Neuer Sckaupl. d. Natur. Th. II. 
ofTea, in lateribus tefta pyramidali an- S. 162. 

gufta te&us. Klein Miff. Pifc. IV. Der geribbte Wels. Müll. L. S. Th. IV. 
p. 49. n. 5. S. 302. tab. 8. fig. 3. 



kJ'iQ mondförmige -Schwanzflofle und die eine Reihe Schilder auf jeder r . 

Seite machen die Kennzeichen diefes Fifches aus. üer 

Ribbennfck 
In der Kiemenhaut zählt man fünf, in der BruftflofTe acht, in der Bauch- 

floffe fieben, in der Afterfiofle zwölf, in der SchwanzflofTe ein und zwanzig, 
und in der RückenflofTe fieben Strahlen. 

Der Kopf ift breit, und wird oben von/einer knöchernen Hülle bedeckt, 
die fich bis zur Hälfte der RückenSofle erftreckt. Sie ift von kleinen , run- 
den, perlenförmigen Erhöhungen rauh. Die Muudöffnung ift klein, und 
von den Kinnladen ift die obere die längfle. Beide find feilenartig. Der Gau- 
men ift rauh und die Zunge glatt. Die zwey an der Oberlippe befindlichen 
Bartfafern find länger, und die vier am Kinne kürzer, als der Kopf. Die 
Nafenlöcher find rund, einfach, und den Augen etwas näher, als der Mund- 
fpitze. Erftere haben einen fchwarzen Stern und einen gelben Ring. Der 
Kiemendeckel ift einfach, die Kiemenöffnung eng, und die Kiemenhaut liegt 
unterwärts frey. Das Schulterblatt ifl fchmahl, lang, und ebenfalls von Per- 
len etwas, rauh. Jede Seite wird mit vier und dreißig fchmahlen Schildern 
bedeckt, wovon ein jedes Schild mit einem nach hinten zu gekrümmten 
Haken verfehen ift. Die Seitenlinie konnte ich nicht finden. Am Schwänze 
fiehet man oben und unten hinter der After- und Fettfloffe die krumm gebo- 
genen Schilder, welche denfelben bedecken. An der Rücken- und der 

L .2 






84 Der Ribbenfifch. 

Bruftfloffe bildet der erfte Strahl einen langen, etwas gekrümmten , und an 
beiden Rändern tief gezähnelten Knochen, mit dem Unterfchiede , dafs die 
Zähne an dem Rückenftachel auf beiden Seiten nach oben, bey den an der 
Bmflfloffe hingegen, an der einen nach der Spitze, und an der andern nach 
dem Grunde gerichtet find. Der After ift der Schwanzfloffe etwas näher, als 
dem Kopfe. Diefer Hark gehamifchte Fifch hat einen feharfen Rücken, einen 
breiten und weichen Bauch, und zulammen gedrückte Seiten. Die fämmt- 
lichen Flößen find lang, und mit vielzweigigen Strahlen verleben. Die 
Seiten find braun', der Kopf und die Flößen violet. 

Diefer Fifch ift fowohl den oftindifchen als den fiidlich amerikanifchen 
Gewäflem eigen. Marcgraf hat ihn in Brafilien befchrieben, und Linne giebt 
auch Oftindien zu feinem Vaterlande an. 

Die eigentliche Gröfse kann ich nicht beftimmen. Das Exemplar, wel- 
ches ich befitze, gleicht der von ihm gemachten und hier mitgetheilten Abbil- 
dung. Er hat nur wenig und fchlechtes Fleifch , daher er auch, wie Marc- 
graf berichtet, nur wenig geachtet wird. 

Da er von der Natur einen Panzer und ftarke Waffen erhalten hat, fo 
wird fich nicht leicht ein anderer Fifch an ihn wagen. Sogar die Fifcher fürch- 
ten fich vor ihm , und gebrauchen alle mögliche Behutfamkeit, ihn aus den 
Netzen los zu werden, weil, wie Pifo verfichert, die Wunden, die er mit 
feinen Stacheln macht, .innerhalb vier und zwanzig Stunden den Tod nach 
fich ziehen ö). Das einzige fichere Gegengift, fetzt er hinzu , fey das Oe'hl, 
welches feine Leber mit fich führt , wenn es häufig auf die Wunde gegoflen 

4) Ind. Utr. p. 65.. 



Der Ribbenßfch, §5 

wird , weshalb die dangen Fifcher es beftändig bey fich führen. Unflrekig 
war Pifo von dem, zu feiner Zeit herrfchenden Hang zum Wunderbaren 
auch nicht befreyt: denn die Stacheln des Fifches find nichts weniger als gif- 
tig, und was das Oehl betrifft, fo würde ein jedes andere Oehl eben die Wir- 
kung thun, nehmlich die Wunde offen halten, und einer Entzündung vor- 
beugen. 

In Brafüien heifst diefer Fifch [fruiu; die dafigen Holländer nennen ihn 
Klipbager; von den Deutfchen wird er Ribbenßfch und. von den Franzofen 
Cöte genannt. 

Marcgraf b) hat uns mit diefem Fifche zuerft bekannt gemacht j aber 
eine fchlechte Zeichnung davon geliefert, die wir im Pifo c), Willughby d) 
Jonßoh e) und Ruyfchf) nachgeftochen finden. 

Gronovg) gab eine getreue Zeichnung, die Statius Müller A) und Born 
naterrei) copirt haben. 



b) Brafil, p. 174. fig. a. 

c) Ind. Utr. p. 65 

d) Ichth. tab. H. 7. fig. 3. 
«) De Pifc. tab. 38. fig. 4. 



/) Thef. Animal. tab. 38. fig. 4. 
g) Zooph. tab. 5. fig. 1. a. 
h) L. S. Th. IV. tab. 8. fig. 3. 
1) Encyclop. Ichth. PI, 64. fig. 255» 



£3 



86 



Der Soldat, 



DER SOLDAT. 

Cataphra&us Callichthys. 

CCCLXXVIIfte Tafel. Fig, i. 

Der Kopf flach, zwey Reihen Schilder am Rumpfe. K. 3, Br. i, B. |, 
A.i, S. 14, R.|, i. 

CataphraClus capite deprejfo , ordlne fcutorum dupücu B. iit , P. , 

II 11 

V. — , A. — , C. xiv, D. , -. 

VII VI VIII I 



Silurus Callichthys. S. pinna dorfali pofli- 

ca uniradiata, fquamis ordine duplici; 

cirris 4. Linn. S. N. p. 506. n. 20. edif 

Gmel, p. 1^6l. n. 20. 
Callichthys. Balle, Muf. prineip. n. 5 1 . täb. 2. 
fig. r. 

— tamoata. Kryp -Rimming. Linn, 

Muf. Adolph. Frid. p. 73. 

— ■ cirris quatuor: Iateribus du- 

plici utrinque, ordine fquaraa- 
rum veftitis. Quiqui Surinamen- 
fis. Gro/zov. Muf. I. p. 27. n. 70. 
Zoopk. p. 127. n. 389. 



Cataphracrus bsrbarus, ore parvo edentä- 
to. Klein MifT. Pifc. IV. p. 43. n. 5. 

Plecoflomus cirris quatuor longis. Seb. Thef. 
III. p. 87. n. 13. tab. 29. fig. 13. 

Tamoata. Pn'«{MonqM. S.Tom.T. p. 363. 

— Brafilienfibus. Lufitanis SoLiito, 
Ma regrav. Brafil. p. ' r 5 1 . 

— Pifo. Ind. Utr. p. yi. 

— «* Wiüughby Ichth. p. 21 1. tab. N. 
13. fig. 6. 

— Ray Syn. _pifc. p. 78. n. 9. 

— Jonfton de Pifc. p. 182. rab. 31. 
fig. IO. 



Der Soldat. g7 

Tamoata Ruyfch Thef. Animal. p. 126. Calliae. Bonnaterre. Encyclop. Ichth. p.i 55 

tab. 32. fig. 10. . PI. 64. fig. 356. 

— Renard Hift, de poifT. tom. II. 

Der Welsdelphin. Müll. L. S. Th. IV, 
tab. 24. fig. 115. 

Boorshaak. Ruyfch Theat. Animal. p. 8. ' 

tab. 5. fig. 2. Der bärtige Küraffier. Neuer Schaupl. d. v 

Dreg Dolphyn. Vahntyn Ind. tom. III. p. Nat. Th. IV. S. 829. 

470, n. 394. fig. 394. 

IJer flache Kopf und die zwey Reihen Schilder auf jeder Seite machen das 2. 
Kennzeichen diefes Fifches aus. ■ Der SoIclat 

In der Kiemenhaut bemerkt man drey, in der Bruftfloffe fieben, in der 
Bauchflolfe acht, in der Afterfioffe fechs, in der Schwanzflofle vierzehn, 
in der elften Rückenfloffe acht, und in der zweiten einen Strahl, 

Der Körper ift geftreckt, und von brauner Farbe; der Kopf ift kurz, 
flach, abgerundet, und wird von einem ftarken Knochen bedeckt. Die 
Oberkinnlade flehet vor der untern etwas hervor, und beide find mit vielen, 
fehr kleinen Zähnen bewaffnet. In jedem Winkel find zwey breite Bartfafern 
vorhanden, wovon die oberften die längften find. Der Gaumen ift hinter- 
wärts rauh, und die Zunge glatt. Die Nafenlöcher find doppelt, und in 
der Nähe der Augen befindlich. Diefe find klein, flehen weit auseinander, 
und haben einen fchwarzen Stern, der von einem röthlichen Ringe umgeben 
wird. Die Kiemendeckel find glatt; die Kiemenöffnung ift eng, und die 
Kiemenhaut liegt frey. Die Seiten find zufammen gedrückt; der Rücken ift 
rund, und der Bauch flach. Zwey Reihen am Rande gezackter Schilder be~ 






88 8er Sold ah 

decken die Seiten, von denen jede Reihe fechs und zwanzig Stück enthält 
Am Rücken bilden fie eine Furche, und wo fie an den Seiten zufammen 
ftofsen, eine Linie, welche man als die Seitenlinie betrachten kann. Die 
FlolTen find kurz und abgerundet; die Strahlen weich und gabelförmig, und 
nur die erften find ungetheilt und hart. Der erfte Strahl in der Bruftfloffe ift 
Vjrzüglich ftark. Diefe ift fehr nahe am Kopfe, und die Afterfloffe unweit 
der Schwanzfloffe. Die Bauchfloffe flehet zwifchen beiden in der Mitte, und 
die Schwanzfloffe ift braun gefleckt. Befonders merkwürdig an diefem Fifche 
ift, dafs die fämmtlichen Strahlen an beiden Seiten rauh erfcheinen, wovon 
jedoch die jn der Bruflfloffe eine Ausnahme machen, die es nur an der obern 
Seite find. 

Diefen Filch treffen wir fowohl in Oft- als auch in Weftindien an. Va- 
lentyn zählt ihn zu den oflindifchen, und Marcgraf zu den bralilianifchen Fi- 
fchen. Ich habe ihn fowohl aus Surinam, als aucli aus Tranquebar erhalten. 
Er liebt ein reines und fliefsendes Waffer. Man findet ihn in den Flüffen und 
Bächen, und wenn diefe in dürren Jahren austrocknen, fo foll er, wie Marc- 
graf erzählt, zu Lande nach einem andern mit Waffer verfehenen Bache ge- 
hen d), Diefes fcheint mir aber eben fo erdichtet zu feyn, als die Erzählung 
des Statius Müller, dafs er, wenn man ihn in einen Teich einfperrt, die 
Erde fo lange durchwühle, bis er in ein fliefsendes Waffer komme b). Zu 
beiden Unternehmungen fehlen ihm die dazu erforderlichen Gliedmafsen. 

In Amerika wird er nicht leicht über fechs bis acht Zoll lang angetroffen; 
in Oftindien aber, wie Valentyn berichtet, über einen guten Fufs lang. 

Er 

a) Brafil. p. 1 5 1. 5) L. S. Th. IV. S. 303. 



Der Soldat, gg 

Er hat ein fehr gutes Fleifch, und wird, wie Pifo erzählte), mit Pfeffer 
und Salz beftreuet, gebraten, und fo für eines der beften Gerichte gehalten. 

In Brafilien heifst diefer Fifch Tamoata; die dafigen Portugiefen nennen 
ihn, feines gepanzerten Körpers wegen, Soldido, oder Soldat; in Surinam 
führt er den Nahmen Quiqui; die Holländer in Oftindien nennen ihn Dreg- 
Dolfin und Bootshakens die Franzofen CalüEte; die Schweden Kryp.Ring- 
Ming, und die Deutfchen Soldat: 

Marcgraf hat diefen Fifch zuerft befchrieben, und eine fchlechte Abbil- 
dung davon geliefert, worin die Bauch - und Afterfloffc? gänzlich fehlen d). 

Pifo e), Willughbyf) und Jonßon g) haben diefe fehlerhafte Abbildung 
ihren Schriften einverleibt. 

Nach der Zeit hat uns auch Valentyn eine neue Abbildung geliefert h)i 
die aber noch fehlerhafter, als die Marcgraffche ift, und die Renard i) copirt hat. 

Ruyfch /0 hat fowohl die Valentynfche, als auch die Marcgraffche nach- 
ftechen lalfen. 

In den neuem Zeiten hat uns Balk 1) ebenfalls eine fchlechte, Sebam) 
aber eine belfere Zeichnung hinterlaffen. 

Bonnaterre hat die Sebaifche nachgeftochen n). 

Wenn Marcgraf, und in den neuern Zeiten Artedi o ) diefem Fifche die 
Zähne abfprechen, fö find fie zu entfchuldigen, da diefelben fehr klein find. 

c) Ind. Utr. p. ji. k) Theat.Änim. tab. 5. fig. 2. 1 lief. Anim. 

d) Brafil. p. 151. tab. 32. fig. 10. 

e) A. a. O. /) Muf. Princip. tab. 2. fig. 1. 
/) Ichth. tab. N. 13. fig. 6. m) Thef. III. tab. 29. fig. 13. 

g) De Pifcib. tab. 32. fig. 10. n) Encyclop. Ichth. PI. 64. fig. 356 

k) Ind. III. fig. 394. 0) Seba Thef. III. p. 87. n, 13, 
i) Hift. dePoilT. II. fig. 115. 

Allg.Naturg.d. Fifche. Th. XI. M 






<}0 Der punhirte IfüraJJier. 



DER PUN KTJRTE KÜRASSIER. 
Cataphrafhis pun&atus, 

CCCLXXVIIfte Tafel. Fig. 2. 

Der Kopf zufammen gedrückt. K. 3, Br. §-, B. ■§., A. f , S. 17, R. £, f. 

Cataphrattus capite compretTo, B. III, P. — , V. — , A. , C. XVII* 

Vi VI VII 

^11 
D. - , -. 

ix 1 



3- JLJiefer Fifch ift leicht an feinem von der Seite zufammen gedrückten Kopfe 
Der punk- 
tirte Küraf- zu erkennen, da bey den übrigen diefes Gefchlechts der Kopf flach, mithin 

^ er - von oben nach unten zu zufammen gedrückt ift. 

In der Kiemenhaut zählt man drey, in der Bruft und Bauchfloffe in je- 
der fechs, in der Afterfloffe heben, in der Schwanzfloffe fiebzehn, index 
erften Rückenfiofle neun , und in der zweiten einen Strahl. 

Der Kopf ift klein , vorn abgerundet, hart und punktirt. Die Mund- 
öffnung ift klein; die Lippen hängen weit herunter, die obere ift breit, die 
untere kurz , und beide endigen fich in zwey Bartfafern , wovon die obe- 
ren lang, und die unteren kurz find. Von den Kinnladen ift die obere 
die längfte, und beide find rauh und knorplich. Die Nafenlöcher find 
doppelt, haben aber nur eine Oeffnung im Knochen. Die vordem 



Der punkürte KüraJJier. g i 

find röhrenförmig. Sie befinden fich in der Nähe der Augen, welche 
nahe am Scheitel flehen, einen fchwarzen Stern und einen gelben Ring ha- 
ben, und mit der gemeinfchaftlichen Haut überzogen find. Der Kiemen- 
deckel ifl glatt, und aus einem grofsen und kleinen Blättchen zufammen ge- 
fetzt. Die Kiemenöffnung ifl weit, und die Kiemenhaut liegt frey. Vier 
Reihen Schilder bedecken den Leib vom Kopfe bis zur Schwanzfioffe. Das 
Schlüffelbein ifl fehr breit, und keine Seitenlinie fichtbar. Der Bauch ifl kurz, 
breit, und in der Haut deffelben nimmt man viele Vertiefungen oder ein 
netzförmiges Gewebe wahr. Die Schilder liegen nach der Breite über einan- 
der, und find am untern Rande gezähnelt. Ich habe in jeder Reihe ungefähr 
vier und zwanzig gezählt. Der erfte Strahl in der Brufl- After- und in den 
beiden Rückenfloffen ifl hart. 

Die Grundfarbe diefes Fifches ifl gelb, auf. der fich die rothen Punkte 
am Kopfe und auf den Hoffen gut ausnehmen. Sein Aufenthalt ifl in den 
fifchreichen Plüffen Surinams. 



M a 



§a Laclife. 



=^ 



LACHSE. 

Im erften Theile diefes Werks, in welchem ich blofs die Abßcht hatte, die 
Fifche Deutfchlands zu befchreiben , habeich (S. 127.) die Fettfloffe als Ge- 
fchlechtskennzeichen für das Lachsgefchlecht angegeben, weil diefe die einzi- 
gen Fifche Deutfchlands find, an denen wir dergleichen wahrnehmen. Gegen- 
wärtig aber, wo ich mich auch auf die ausländifchen Fifche ausdehne, unter 
denen die Weife ebenfalls eine Fettfloffe aufzuweifen haben , ift auffer diefem 
noch ein Merkmahl für diefes Gefchlecht nothwendig, und diefes finde ich in 
den Schuppen , die letztern fehlen. Die Kennzeichen der Lachfe find daher: 
Die Schuppen , und die Fettfloffe. 
Pifces trunco fquamato , pinna adipofa. 
Linne a) giebt zwar folgende fünf Merkmahle an, nehmlich: 

Der Kopf glatt-, in den Kinnladen und an der Tjunge Tjiline; in der Kie- 
menhaut vier bis zehn Strahlen; eine Fettßojfe^ und viele Strahlen 
in der Bauchflojfe; 
allein, alle diefe Kennzeichen beftimmen die Lachfe nicht: dennfo find ver- 
fchiedene Lachfe zahnlos, wie er auch felbft diefen Umfiand zum Merkmahl 
feines Weifslachfes b) macht. Das erfte, dritte und fünfte Merkmahl treffen 



ß) S. N. p. 509. b~) Salmo albula. 



Lachfe. 93 

wir bey fehr vielen Fifchen aus diefer Klaffe an. Das vierte Merkmahl, oder 
die Fettfloffe, finden wir auch bey den Weifen. 

Diefes Gefchlerht ift fehr zahlreich. Auffer den vier und fünfzig Arten, 
die der Herr Profeffor Gmelin in feiner Ausgabe des Linneifchen Naturfyftems 
anführt, gehören noch hierher der Nordlachs des Herrn Oltd Fabricius c), der 
Sit des Herrn Ascanius d), der Weifslachs von Pennant e), der Nil- und der 
Tjihnlachs vom Hajfelquiß f) , die Curimata des Marcgraf g) und der Cha- 
rax vom Gronov h). In meiner Sammlung finde ich fünf neue ausländifche 
Lachfe, die mit den vorangeführten zufammen fechs und fechzig Arten aus- 
machen, welche ich zur beffern Ueberficht in zwey Abtheilungen gebracht 
habe. Die erfte Äbtheilung begreift alle diejenigen in fich, die eine fehr 
enge, und die zweite, die eine fehr weite Mundöffnung haben. Die mit 
der weiten Mundöffnung haben lange und fpitze Zähne, wie der Hecht, und 
die mit der engen haben entweder gar keine, oder doch nur kurze Zähne. 

c) Salmo ar&icus, Faun. Groenl. p. 177. f) Reife n. 89. & 95. 
iT) Icones tab. 24. g) Brafil. p. 156. 

e) B. Z. III. p. 503. n. 147. k) Zooph. n. 379. 



M 3 






g4 Der Fridericifche Lachs. 



Erste Abtheilung. 
K L E I N M Ä U L E R. 

DER FRIDE RICISCHE LACHS. 
Salmo Friderici. 

CCCLXXVIIIfle Tafel. 

Drey Flecken auf der Seitenlinie, Schuppen am Grunde der Afterfloße. 
K. 4, Br. 12, B. 9, A. 10, S. ao, R. 11, o. 

" Salmo trimaculatus , bafi pinnae ani fquamata. B. iv, P, XI I, V. IX, 

DerFrideri- A.X, C, XX, D. XI, o. 

eifche Lachs 

.Llie drey fchwarzen Flecke, die man auf der Seitenlinie, zwifchen der Bauch- 
und Schwanzflofle wahrnimmt, und die am Grunde mit Schuppen Hefetzte 
Afterflofle find Merkmahle für diefen Lachs. 

In der Kiemenhaut findet man vier, in der Bruflflofle zwölf, in der 
BauchflofTe neun , in der AfterflofTe zehn, in der Schwanzfloffe zwanzig, und 
in der Rückenflofle eilf Strahlen. 

*) Die fünfzehn vorhergehenden Arten find Th.I.S. 126- 183. und Th, III. S. 144-165. 
befchrieben. 



Der Fridericifche Lachs. c/5 

Der Kopf ift zufämmen gedrückt, fchuppenlos und abfchüffig; die Lip- 
pen find ftark ; die Mundöffnung klein, und die Kinnladen von gleicher Län- 
ge. Die untere ift mit fechs pfriernenförmigen Zähnen befetzt, wovon die 
beiden mittelften die längften find. In der oberen nimmt man acht kleine 
fpitze Zähne, und hinter felbigen in der Mitte eine Warze wahr.. Der 
Gaumen ift glatt, und die Zunge fehr kurz und unbewaffnet. Die Lippen- 
knochen find fchmahl; die Nafenlocher doppelt; die Augen haben einen 
fchwarzen Stern , der von einem fchmahlen gelben und einem breiten brau- 
nen Ringe umgeben wird. Die Kiemendeckel find glatt; der vordere fchmahl 
und länglich, der hintere breit und abgerundet. Die Kiemenöffnung ift weit, 
und die Kiemenhaut liegt zum Theil frey. Der Rumpf ift zufämmen ge- 
drückt, vorn breit, hinten fchmahl und mit grofsen Schuppen bedeckt. Die 
Bäuchhöhle ift lang, und der After unweit der Schwanzfloffe befindlich; der 
Bauch und der Rücken find rundlich. Die Seitenlinie ift beinahe gerade, 
und dem Rücken näher, als dem Bauche. Die fämmtlichen Strahlen find 
weich , und bis auf die erften vielzweigig. An dem Bauche nimmt man 
eine Mittelfloffe wahr. 

Die Grundfarbe diefes Fifches ift gelb, ins Silber fpielend, der Rücken 
violett, und die Hoffen find am Grunde gelb, und nach dem Rändern blau 

Diefer Fifch ift ein Bewohner der Surinamfchen Gewäffer. Ich habe 
ihn vom dafigen Gouverneur, dem Herrn von Friderici, nebft mehreren an- 
dern Fifchen erhalten. Er hat ein vorzüglich gutes Fleifch , und gehört zu 
den wohlfchmeckenden Fifchen Surinams. 



cjS Der bandirte Lacks. 



DER BANDIR1E LACHS. 
Salmo fafciatus, 

CCCLXXIXfle Tafel. 

Der Körper bandirt. K. 4, Br. 15, B. 10, A. 10, S. 22, R. 13. o; 

Salmo corpore faf dato. B. !V y P. XV, V. X, A. X, C. XXII, D. XIII, o. 



17. JLIiefer Fifch unterfcheidet fich durch den bandirten Körper. 
Der bandir- In der Kiemenhaut zählt man vier, in der Bruftflofle fünfzehn, in der 

Bauch- und in der Afterfloffe in jeder zehn, in der Schwanzfloffe zwey und 
zwanzig, und in der Riickenfloife dreizehn Strahlen. 

Die Kinnladen find gleich lang, und mit einer Reihe kleiner, fpitzer 
Zähne befetzt; die Nafenlöcher find doppelt, und die Augen haben einen 
. fchwarzen Stern, und einen gelben Ring. Die Kiemenöffnung ift 
weit, und die. Kiemenhaut zum Theil bedeckt. Der Rumpf ift zufammen 
gedrückt, mit grofsen Schuppen bedeckt, und mit zehn braunen Bändern 
geziert. Der Rücken ift fcharf, der Bauch rundlich und lang, der After noch 
einmal fo weit vom Kopfe, als von der Schwanzfloffe entfernt, und die Sei- 
tenlinie dem Rücken näher, als dem Bauche. Sämmtliche Strahlen find 
weich , und bis auf die erften vielzweigig. An der Bauchfloffe nimmt man 
eine Mittelfloffe wahr. 

Auch diefen Fifch habe ich dem Gouverneur , Herrn von Friderici, zu 
verdanken. 



Der zahnlofe Lachs. 97 



DER ZAHNLOSE LACHS. 

Salmo edentulus. 

CCCLXXXfte Tafel. 

Die Augen grofs , der Mund zahnlos. K. 4, Br. 13, B. 10, A. 11, S. 23, 
R. 11 , o. 

Salmo oculis magnis, ore edentulo. B< IV, P. XIII, V. X, A. XI, 
C. XXIII, D. XI 0. 

LJie grofsen Augen und der zahnlofe Mund machen unfern Fifch kennbar. 1 g. 

In der Kiemenhaut zählt man vier, in der Bruftfioffe dreizehn, in der Der zaIln " 

lofe Lachs, 
Bauchfloffe zehn, in der Afterfloffe eilf , in der Schwanzfloffe drey und zwan- 
zig, und in der Rückenfioffe eilf Strahlen. 

Der Kopf ift zufammen gedrückt, abgerundet, fchuppenlos und vorn 
dicker als an den Seiten. Die Zunge ift glatt, die Lippen find ftark, flei- 
fchig, und die doppelten Nafenlöcher zwifchen der Mundfpitze und den 
Augen in der Mitte; letztere flehen etwas hervor, haben einen grofsen blauen 
Stern, von einem fch mahlen gelben, und einem breiten fchwarzen Ring um- 
geben. Die Kiemendeckel find glatt, und der hintere aus zwey Blättchen 
zufammen gefetzt; die Kiemenöffnung ifl weit, und die Kiemenhaut liegt 
frey. Die Seiten find zufammen gedrückt, und mit grofsen, weichen Schup- 
pen bedeckt; der Bauch ift lang und rund; der Rücken fcharf, und ragt am 
Anfange der RückenflofTe fo ftark hervor, dafs er einen flachen Bogen bildet. 
Allg. Naturg. d. Fifch«. Th. xi. " N 






gg Der zahnlofe Lachs. 

Die Seitenlinie fängt am Genicke an, und läuft in der Mitte des Körpers 
gerade nach dem gabelförmigen Schwänze hin ; die Strahlen find weich und 
vierzweigig. Die Bruftfloffen find klein, die Rücken- und Schwanzfloffe 
grofs. Der Rücken ift bräunlich, die Seiten find filberfarben, und die Hof- 
fen röthlich. 

Auch diefen Fifch habe ich dem Herrn Gouverneur von Friderici zu 
Surinam zu verdanken, und er gehört zu den Fifchen, welche auf vor- 
nehmen Tafeln zu erfcheinen pflegen. 

Diefe Art kömmt dem Karpfenlachfe des Linne am näcliften ci) , indef- 
fen kann er nicht ganz derfelbe feyn, weil ihm das Linneifche Kennzeichen, 
nemlich, die lange Borfte am eriten Strahl der Rückenfloffe, fehlt; auch 
nicht der Charax des Gronov, den Linne zu feinem Fifche anführet, da 
Gronov dem feinen kleine Schuppen giebt b"). 

d) Salmo cyprinoides. S, N. p, 514. n. 25. b) Zooph. n.378. 



Der Grönländer. 



99 



DER GRÖNLÄNDER, 

Salmo groenlandicus. 

CCCLXXXIfte Tafel. F i g, i. 

Der Schwanz breiter als der Bauch. K. 6, Br. ig, B. 8, A. 2a, S. &8, 
R. 14, o. 

Salmo cauda Idtiofe venire. B. VI, P. XIX, V. VIII, A. XXII, C. XXVIII, 
D. XIV, O. 



Salmo arcticus. Salmo capirediaphano, Iinea 
laterali recla, pinnis amplis. O.Fabricii 
Faun. Grönl. p. 177. n. 12.$. groenl. 
Angmakfafc, Mas. Sennerfulik. p. 178. 
Clupea villofa, linea laterali prominula, 
mm. Müller, Prodr. Z.D« 
p. 50. n. 425. 
— ■ — Gmel. Zinn. S.N. p. 1409. 
n. 14. 
Lodna, Clupea villofa vel foetens linea 
laterali prominula hirta. Olaffen Reife I. 
S. 191. n. 8 tab. a8. 
Lodde. Eged. Naturg. von Groenl. S. II 6. 



Lodde. Crani Hift. von Groenl. S. 12^. 

— Andersons Reife nach Island &c. 

S. 175. 

— Ström. Sondm.l. S. 293. 

— Pontopp. Norweg. IL S. 254. 

— Leon. Lappland. S. 169. 
Laaden-Sild, Eorreb, S. 216. 
Angmarfet. Martini Allg. G. d, Nat.-II. 

s. 587. 

Le Lodde. Salmo villofus. S. capite dia- 
phano, linea laterali lecta maris villofa, 
pinnis amplis. Bonnaterre Encycl. Ichth. 
p. 167. n 36. 



19. 



Hjin in die Augen fallendes Kennzeichen giebt der Schwanz, welcher bev „ 

} Der Grön- 
der Afterfloße breiter als der Bauch ift.. Diefe Breite ift von den lanoen länder. 

* o 

N 1 



ioo Der Grönländer. 

Zwifchenknochen abhängig o), an welchen die Strahlen der Afterflofle fitzen. 
Nicht nur die Zergliederung, fondern auch das Geribbe diefes Fifches, der- 
gleichen man in Island, im verhärteten Thone unverfehrt findet, zeigen die- 
fes deutlich. Es laflen fich hier nicht nur die Anzahl der Wirbelbeine, fon- 
dern auch die Strahlen fehr leicht zählen. 

In der Kiemenhaut zählt man fechs, in der Bruftfloffe neunzehn, in 
der Bauchflofie acht, in der Afterfloffe zwey und zwanzig, in der Schwanz- 
Hoffe acht und zwanzig , und in der Rückenfloffe vierzehn Strahlen. 

Der Kopf ift zufammen gedrückt, oben ein wenig breit, unten fcharf, 
und feine Knochen fo zart, dafs man das Gehirn darunter deutlich wahrneh- 
men kann. Von den Kinnladen ift die untere die längfte, und beide find 
mit kleinen Zähnen verfehnen. Die Zunge ift frey, und fo wie der Gaumen 
von Zähnen rauh. Die Lippenknochen find breit, und von den Nafelöchem 
nur ein Paar dicht an den Augen zu fehen. Letztere ftehen nahe am Scheitel,' 
haben einen fchwarzen Stern, in einem filberfarbenen Ringe. Die Kiemen- 
deckel find fchuppig, die Kiemenöffnung weit, und die Kiemenhaut bedeckt. 
Der Rumpf ift zufammen gedrückt, und mit kleinen zarten Schuppen ver- 
fehen, der Rücken und der Bauch find rund, die Seitenlinie gerade und in 
der Mitte des Körpers. Der After ift noch einmal fo weit vom Kopfe als von 
der gabelförmigen Schwanzfloffe entfernt, und die Strahlen find weich und 
vierzweigig. Der Rücken ift fchwärzlich grün, die Seiten und der Bauch 
find filberfarbig, und die Floffen grau und fchwarz eingefafst. 

Der Wohnort diefes Fifches ift das Meer um Island, Grönland und 
Norwegen. In erfterer Gegend erfcheint er fo häufig , dafs ein großer Theil 
davon getrocknet, und zum Winterfutter für das Vieh aufbewahrt wird. Pon- 
toppidan giebt vor, dafs das Fleifch diefes Viehes durch diefe Futterung einen 



ß) OiTa interfpinofa. 



Der Grönländer. 101 

thranigen Gefchmack bekomme fr); allein (liefern widerfpricht Hr. 0. Fabri- 
cius c). In Norwegen fängt man diefen Fifch nicht in fo grofser Menge, 
und nur den Theil, der nicht frifch verzehrt wird, verbraucht man ge~ 
trocknet d ). In Grönland hingegen , wo fein Fang fehr häufig ift , wird er 
überall frifch gedörrt e). Da in jenem Falle das Fieifch der Fifche allerdings 
einen unangenehmen thranigen Gefchmack annehmen mufs, welches bey der 
Verfahrungsart der Grönländer wegfällt, fö läfst fish hieraus der Wider- 
fpruch des Pontoppidan und Fabricius fehr leicht erklären. 

Diefer Fifch wird nicht leicht über fechs bis neben Zoll lang und acht 
Linien breit angetroffen. Man fängt ihn in Grönland den ganzen Sommer 
hindurch an den Ufern des Meeres. Vom May bis Jul kömmt er haufen- 
weife zu vielen Taufenden in die Buchten , um feine Eyer an die Seekräuter 
abzufetzen. Die Weibchen erfcheinen zutrft, und nachdem fie an einer be- 
quemen Stelle ihre Eyer abgelegt haben , verlaffen fie felbige , und die Männ- 
chen finden fich alsdenn ein , um diefe Eyer zu befruchten. Man kann aus 
der Faifbe des Waflers auf die Menge der Eyer fchliefsen, da diefe, ob fie 
gleich tief auf dem Grunde liegen, dennoch dem Waffer ihre gelbe Farbe 
mitiheilen. Die Männchen unterfcheiden fich von den Weibchen beim erften 
Anblick dadurch, dafs jene mehrere Reihen feiner, weifser und grünlicher 
Fafern an der Seitenlinie, und aufser diefen noch eine andere Reihe weifser 
Fafern haben, die fich von der Bruft bis zur Bauchfloffe erftrecken. Auch in 
der Gegend des Afters nimmt man dergleichen Fafern wahr. Aufserdem ift 
auch der Rücken bey dem Männchen dicker, als bey dem Weibchen. 

Herrn 0. Fabricius zu Folge findet man auch Männchen ( die Grön- 
länder nennen fie Senertfulik), denen jenes äufsere Merkmahl fehlt, welche 

N 3 

F) Norw. I!. S. 254,. d) Pontopp. A. a. O. 

c) Faun. Groenl. p. J80. *) 0. Fabr. I a. B. S. 181. 



102 -Der Grönländer. 

aber nur feiten gefangen werden. Wahrfcheinlich hat es damit eben die Be- 
wandniß, wie mit den Aiisvvüchfen der Männcht n bey- den Bleyen /) , diefe 
zeigen fich während der Laichzeit bey den Männchen, und verfchwinden 
nach derfelben wieder. Da alle Fifche aufser der Laichzeit fich weit ftlrner 
fangen laflen, fo folgt daraus, dafs diejenigen, welchen die Fafern fehlen, 
feltner zu Geficht kommen. 

In der Laichzeit läfst fich diefer Fifch weder vom Sturm , noch von 
fonft einer ihm drohenden Gefahr abhalten, feinen Naturtrieb an den Ufern 
zu befriedigen; daher er denn auch um diefe Zeit häufig ein Raub der übri- 
gen Meerbewohner, und der ihm nachziehenden Fi (eher wird. Diefe trock- 
nen ihn auf Anhöhen, und fie befinden fich gerade in dem Falle bey einer 
einfallenden Regenzeit, wie unfere Landleute, da beide alsdann der Gefahr 
des Verderbens ihrer Aerndte ausgefetzt find. Sie trocknen fie aufFelfen, 
und in Ermangelung diefer unter Steinhaufen. 

Diefer Fifch wird frifch gekocht, vorzüglich aber getrocknet verzehrt. 
Er ifl die tägliche Speife der Grönländer, und bey ihren übrigen Gerichten 
vertritt er wenigftens immer die Stelle des Nacheflens. Man findet diefen 
Fifch im Winter hin und wieder auf dem Eife todt liegen, worauf er geräth, 
wenn er feinen Verfolgern durch Springen zu entkommen fucht. Wenn er 
verwundet wird, fo bewegt er fich an der Oberfläche des Waffers fo lange 
im Kreife, bis er ftirbt und zu Grunde geht. Sein Fleifch iil weifs, fett und 
wohlfchmeckend, hat aber, wenn er eben aus dem Waffer kömmt, einen 
der Gurke ähnlichen Geruch. Er lebt von der Krebsbrut, Fifcheyern und 
vom Waflerleder g). 



f) S. Th. I. S. 78. g) Conferoa Linn. 



Der GrÖnlün der. 103 

Das Darmfell ifr fchwarz ; der Magen dünnhäutig; der Milch und Rog- 
gen einfach, und die Anzahl der Eyer fehr grofs. Er hat fünf und fechzig Wir- 
belbeine und vier und vierzig Ribben auf jeder Seite. 

In Dännemark und Norwegen , fo wie auch in Frankreich, heifst diefer 
Fifch Lodde und Lodden -Süd; in Grönland Angmarfak^ und wenn es ein 
glattes Männchen ift, Senerfulik, in Deutfchland aber der Grönländer. 

Egede erwähnt zuerft unfers Fifches, und hält ihn unrichtig für den 
Seeftint/2). Olaffen gab uns die erfte wiewohl fchlecht gerathene Abbildung i). 
Auch erklärt er ihn unrichtig für einen Hering k), ob er gleich in der Abbil- 
dung die FettfloflTe bemerkt hat. Martini /) und Malier m) thaten das nehm- 
liche. Herr Otto Fabricius hat ihn zuerft richtig beftimrnt, genau befchrie- 
ben, und unsmit feiner Naturgefchichte bekannt gemacht. Bey aller feiner 
Aufmerkfamkeit find ihm jedoch feine Schuppen entgangen n). 

Von den neuern Naturkündigern ift er von Bonnaterre zu den Lach- 
fen 0), von Gmelin aber zu den Heringen gezählt worden p). 



Ä) Groenl. S. 116. m) Müller Prodr. Zool. Dan, n. 42.5. 

i) Reife nach Isl. Tab. 28- n) Faun. Grönl. p. 177. 

jt) — — S.191. o) Encyl. p. 167. n. 36. 

7) Naturl. II. S. 587. p) Clupea villofa. L.S.N, p. 1409. 



104 ® er Schwanzfleck. 



DER SCHWANZFLECK, 

Salmo melanurus. 
CCCLXXXIfte Tafel. Fig. 2; 

Dreifsig Strahlen in der After- ein fchwarzer Fleck in der Schwanzfloffe. K. 4; 
Br. 1 2 , B. 8 > A. 30 , S. ao, R. 9 , o. 

Salmo radlis triginta in pinna anali maculaque nigra in caudali. B. IV, 
P. XII, V. VIII, A. XXX, C. XX, D. IX, O. 



20. JDer fchwarze Fleck in der Schwanzfloffe, und die dreifsig Strahlen in der 

Der 

„ , Afterfloffe machen die Kennzeichen diefes Filches aus. 

öchwanz- 

fleck. In der Kiemenhaut find vier, in der Brnftfloffe zwölf, in der Bauchfloffe 

acht, in der Afterfloffe dreifsig, in der Schwanzfloffe zwanzig, und in der 
Rückeiifloffe neun Strahlen. 

Der Körper ift zufammen gedrückt und filberfarbig, bis auf den 
Rücken, welcher eine graue Farbe hat. Die Kinnladen find von gleicher 
Länge, und mit fehr kleinen Zähnen verfehen ; die Nafenlöcher find dicht 
an den Augen und einfach. Der After ift in der Mitte, und die Seitenlinie 
dem Bauche näher, als dem Rücken. Die Floffen find gelblich, und ihre 
Strahlen vielzweigig. 

Diefer Lachs ift in Surinam einheimifch. 



DER 



Der Em fleck. 105 



DER E I N F L E C K. 

Salmo 'unimaculatus. 

CCCLXXXIfte Tafel. Fig. 3. 

Der Oberkiefer hervorgehend, ein fchwarzer Fleck auf der Seitenlinie. 
K. 4, Br. 14, B. 11 , A. 10, 3. 20, R. 11 , o. 

Salmo maxilla fuperlore longiore, macula nigra ad lineam lateralem. JB. IV, 
P. XIV, V. XI, A. X, C. XX, D. XI, 0. 

Charax maxilla fuperiore longiore : cor- Curimata brafilienfibus. Ray Synopf. Pifc. 

pore oblongo gracili: dorfo vix ar- p. 62. n. 8- 

cuato. Cronov. Zooph. p. 123. n. 379. — Pifo Ind. Utr. p. 70. 

Curimata brafilienfibus. Marcgr. Brafil. — Jonßon de Pifc. p. 1 84. tab. 33.' 

p. 156. fig. 5. 

__ — Wittughby Ichth.p.185. — Ruyfck Theat. Anim. p. 128- 

tab. R.4. fig. 3, tab. 33. fig. 5. 

Oer hervorftehende Oberkiefer, und der runde fchwarze Fleck auf der 

Seitenlinie machen die Kennzeichen diefer Lachsart aus. * " 

fleck. 
In der Kiemenhaut zählt man vier, in der Bmftfloffe vierzehn, in der 

Bauchrlofle eilf, in der Afterfioffe zehn , in der SchwanzflofTe zwanzig, und 
in der Rückenfloffe eilf Strahlen. 

Diefer gellreckte Fifch hat einen breiten Kopf, und zufammen gedrückte 
Seiten. Von den Kinnladen ifl die untere diekürzefte. Die Mundöffnung ift 
klein , und die Kinnlanden find mit fehr kleinen Zähnen befetzt. Die Zunge 
ift frey und glatt, die Nafenlöcher find einfach, und flehen den Augen näher, 
als der Mundfpitze. Jene haben einen fchwarzen Stern, in einem filberfar- 

ü 



21. 



löö Der Einßeck. 

benen Ringe. Die Kiemendeclcel find glatt und rund; die Kiemenöffhung 
ift weit, und die Kiemenhaut liegt verborgen. Der Rumpf iß zufammen ge- 
drückt, und mit weichen filberfarbenen Schuppen bedeckt. Der Rücken 
und der Bauch find rundlich; jener hat eine grünliche und diefer eine weifse 
Farbe. Die Seitenlinie läuft in der Mitte, und der After ift noch einmal fo 
weit vom Kopfe, als von der gabelförmigen Schwanzfioife entfernt. Die 
Flößen find grau, und wie die bey den übrigen Lachsarten befchaffen. 

Diefer Fifch gehört im füdlichen Amerika zu Haufe. . Man findet ihn 
nur in den füllen Waflern, vorzüglich in den Teichen und Seen. Er wird 
anderthalb Fufs lang, und vier und einen halben Zoll breit. Sein Fleifch ift 
weifs , blättrig und von gutem Gefchmacke , daher er auch unter die Lieb- 
lingsfpeifen der Brafilianer und Surinamer gehört. Aus der letzten Gegend 
habe ich meine Exemplare erhalten, und in erfterer haben ihn Marcgraf und 
Pifo befchrieben. 

In Brafilien heifst diefer Fifch Curimata; in Frankreich Curimate, und in 
Deutfchland der Einßeck. 

Marcgraf 'hat unfern Fifch zuerft befchrieben, auch eine Zeichnung da- 
von geliefert. Diefe aber ift fchlecht, befonders der Mund unkenntlich vor- 
geftellt a). Sie ift von Pifo £), Willughby c), Jonßon d) und Ruyfch e) 
kopirt worden. 

Die Syftematiker haben unfern Fifch nicht aufgenommen; wahrfcheinlich 
aus dem Grunde, weil die Marcgraffche Befchreibung unzulänglich, und feine 
Zeichnung zu fchlecht war. Unter den Neuern hat ihn Gronov /) cenau be- 
fchrieben, ift aber deffen ungeachtet, weder von Gmelin noch Bonnaterre 
aufgenommen worden. 

ß) Brafil. p. 156. d) DePifcib. tab. 33. fig. 5. 

b) Ind. Utr. p. 70. e) Thear. Animal. tab. 33. £<*'. 5. 

c) Ichth. tab. R. 4, fig. 3; f) Zooph. n. 379. 



Der Sllberßreif. 



107 



DER SILBER STREIF. 

Saimo argentinus. 
CCCLXXXIIfte Tafel. Fig. 1. 

Ein Silberftreif an den Seiten, die Afterflofle fehr lang. K. 4, Br. 12, B. 8> 
A. 43, S. ao, R. 9,0. 

Saimo ßria longhudinaü argentea, pinna ani longijjima. B. IV, P. XII, 
V. VIII, A. XLIII, C. XX, D. IX, 0. 



Saimo argentinus. S. taenia longirudinali 
argentea, pinna ani longiflima. Linn. 
S. N. p. 5 X I . n. 1 2. edit, Gmel. p. 1 372. 

Trutta dentata, dorfo piano; abdoroine 
acuto, prominente; taenia longitudi- 
nali, argentea; pinna ani longiflima. 
AB.Petrop, an. 176 1. p. 413. tab. 14. 
fig. 4. 

Piabucu brafilienfibus. Marcgr. Brafil. 
P- 170. 



Piabucu. Pifo. Ind. TJtr. p. 66. 

Willughby Ichth. p. 204. tab. 

N. 13. fig. 4. 

— Ray Synopf. pifc. p. Sl. n. 6, 

— Jonfi. de pifc. p. 1 93. tab. 3 5. fig. I» 
. — Ruyfck Theat. Animal. p. 134; 

tab. 35. fig. 1. . 
Le Piabuque. Bonnaterre. Encyl. Ichth. 

p. 164. n. 22. 
Die Silberforelle. Müll. L. S. Th. IV. S. 3 22: 



Der an den Seiten befindliche Sllberßreif, und die lange Afterflofle machen 22. 

< rr ' Der Silber- 

die Kennzeichen diefes Fifches aus. ftreif. 

In der Kiemenhaut zählt man vier, in der Bruftflofle zwölf, in der 

Bauchfiofle acht, in der Afterflofle drey und vierzig, in der Schwanzflofle 

zwanzig, und in der Kückenflofle neun Strahlen. 

O 1 



log Der Silberßreif. 

Der Kopf ifl klein, zufammen gedrückt und fchuppenlos; die Unter- 
kinnlade flehet vor der obern etwas hervor, und beide lind mit breiten, 
dreifpitzigen Schneidezähnen befetzt, wie folches auf der Tafel vorgeftellt ift. 
Die Mundöffnung ift fehr klein , die Zunge glatt, und im Gaumen bemerkt 
man vorn eine ausgefpannte fichelformige Haut; die Nafenlöcher find rund 
und einfach, die Augen haben einen fchwarzen Stern, einen filberfarbenen 
Ring , und werden von der gemeinfchaftlichen Haut überzogen. Die Kie- 
mendeckel find glatt, der vordere fchmahl, der hintere breit, und aus zwey 
Blättchen zufammen gefetzt. Die Kiemenöffnung ifl weit, und die Kiemen- 
haut bedeckt. Der Rumpf ift dünn, der Bauch hervorragend, und wie der 
Kücken fcharf , . und der After der Schwanzfloffr näher, als dem Kopfe. 
Die Seitenlinie geht mit dem Silberftreif am Kopfe von einem Punkte aus, 
entfernt fich hiernächft bogenförmig von demfelben, und vereiniget fich wie- 
der mit ihm bey der Schwanzfloffe. Die Strahlen find insgefammt weich 
und bis auf die erflen, vielzweigig. Der Rücken ifl grünlich; die Seiten 
find füberfarbig, und die Hoffen grau. 

Diefer Fifch ifl fo wie der vorige ein Bewohner der Flüffe des füd- 
lithen Amerika's. Er wird fechs bis acht Zoll lang, hat ein weifses Fleifch, 
und giebt den übrigen Lachsarten am Wohlfchmacke nichts nach. Er ge- 
hört zu den fleifchfreffenden Fifchen , und läfst fich leicht durch einen 
Wurm an die Angel locken. Auch foll er, dem Marcgraf zu Folge ä), 
nach Mehl mit Blut vermifcht gierig feyn, und fich dadurch leicht fan- 
gen laffen. 

Von den Brafilianern wird diefer Fifch Piabucu, von den Deutfchen 
Silberßreif und bilberforelle , und von den Franzofen Piabuque genannt. 

c) Brafil. p. 170. 



Der Silberßreif. 10g 

Marcgraf) der uns zuerft mit diefem Fifche bekannt machte, hinter- 
Iiefs eine erträgliche Zeichnung, in welcher nur der Mund zu grofs, die 
Unterkinnlade zu kurz , die erfte Rückenflofle zu weit vorn , und die Fett- 
flofle rr.it Strahlen vorgeffcellt find b~). 

Willughby c) , Pifo d) , Jonflon e) und Ruyfch f) haben die Marc- 
graf f che Zeichnung kopirt. 

In den neuern Zeiten hat Köhlreuter diefen Fifch aufs neue befchrieben^ 
■ und getreu abbilden lallen g). 



b) Brafil. p. 170. e) De Pifc. tab. 35. fig. 1. 

c) Ichtfi. tab. N. 13. fig. 4. /) Theat. Animal. tab. 35. fig. T. 

d) Ind. Utr. p. 66. g) Acl.Petrop. an. 1761. p.413. tab. 14. 

fig. 4. 



3 



HO 



Der DoppeJßeck. 



DER DOPPELFLECK. 

Salmo bimaculatus. 

CCCLXXXIIfte Tafel. F i g. 3, 

Zwey fchwarze runde Flecke am Rumpfe. K. 4, Br. 10, B. g, A. 31; 
S. 16, R. 11 , o. 

Salmo maculis duobus rotundis nigris. B, IV, P. X, V. VIII ', A. XXXII , 
C. XVI, D. XI ■, 0. 



Salmo bimaculatus. S. corpore comprefTo 
bimaculato, pinna ani radiis 32. Linn. 
S.N. p.513.11. 22. edit. Gmelin.p.l3$5. 

Albula pinna ani radiis 32. Fläkig-Hvitting. 
Muf. Adolp.Fr. p. 78« tab. 32.. flg. 2. 

Corregonus amboinenfis. ArtediSpec. p.44. 

Charax capite cathetoplateo ; maxilla infe- 
riore longiore : dorfo fubconvexo : ma- 
cula atra ad pinnas peclrorales. Gronov. 
Zooph. p. 124. n. 381. tab.l. fig.5. 
Muf. I, p. 19. n. 54. 



Tetragonoptrus argenteus, capite grandi, 
exferto; appendicula membranacea in 
extremo dorfo; cauda multum bifurca. 
Seba Thef. III. p, loo\ n. 3. tab. 34. 
fig- 3- 

La Double -Mouche. Bonnaterre Encyclop." 1 
Ichth. p. 168. n.41 PI. 70. fig. 284. 

Der gefleckte Salm. Müller. L. S. Th, IV, 

s. 329. 



23. LJie beiden runden fchwarzen Flecke, wovon der eine zunächft der 
ifl °k ' Schwanzflofle , und der andere nahe am Kopfe befindlich ift , machen das 
Kennzeichen diefes Fifches aus» 

Der Kopf ift klein, zufammen gedrückt, fchuppenlos und abfchüTsig, 
die MundöfTnung eng, die Kinnladen find von gleicher Länge, die obere 
hat zwey, und die untere nur eine Reihe breiter, fägeförmiger Zähne. 



Der Doppelfleck. 11 1 

Die Zunge und der Gaumen find glatt, die Nafenlöcher doppelt, und dicht 
an den Augen fichtbar. Diefe find groß und haben einen fchwarzern Stern 
und einen orangefarbenen Ring. Die Kiemendeckel find glatt ; die Kiemen- 
öffnung ift weit, und die Kiemenhaut bedeckt. Der Rumpf ift breit und 
dünn; der Bauch fcharf, der Rücken rund; der After nur halb fo weit vom 
Kopfe, als von der Schwanzfioffe entfernt; die Seitenlinie ift gerade, und 
geht in der Mitte des Körpers weg. Die Flößen haben weiche vielzweio-jge 
Strahlen, 'wovon nur die elften einfach find. Die Seiten find filberfarben 
und fpielen ins Blaue; der Rücken ift grünlich, und die Hoffen gröfsten- 
theils bräunlich. 

Wir treffen diefen Fifch in den amboinifchen und furinamfchen Flüffen 
an. Er hat ebenfalls ein weifses, fettes, und wohlfchmeckendes Fleifch. 

In Schweden heifst diefer Fifch Flächig- Hoitting ; in Deutfchland Dop- 
pelfleck, und in Frankreich Double -Mouche. 

Arledi hat diefen Fifch zuerft befchrieben a), und Seha die erfle Zeich- 
nung geliefert £), jedoch die beiden Flecke übergangen. Bald darauf lie- 
ferte Gronov c) eine Befchreibung und Abbildung von ihm, überfah jedoch 
den einen Fleck. Linne d) hat auf beide Rückficht genommen, daher ift 
feine Vorftellung die befte. 

Gronov hält unrichtig den Piabucu des Marcgraf für unfern Fifch e); 
weil jener, der eben befchriebene Silherflreif ift; und eben fo unrichtig ift 
es, wenn er unferm Fifche einen grofsen Kopf beilegt. 



a) Spec. p 44. d) Muf. Adolph Frid. p. 78. tab, 32. fig. 2. 

h) Thef. III. tab. 34. fig. 3; e) Zooph. 11,381. 

c) Muf. I. n. 54. tab. I. fig. 5: 



111 l)er Sägebauch. 



4^ ^ ' ==^ 



Zweite Abtheilung. 

Mit weitem Munde* 



DER S A G E B A U C H. 

Salmo rhombeus. 
CCCLXXXIIIfte Tafel. 

Der Bauch fägeförmig. K. 4, Br. 15, B. 8, A. ^, S. 18, R. 17, o. 

Salmo abdomine ferrato. B. IV, P, XV. V. VIII, A. t^Tri C. XVIII, 

XÄXII 

D. XVII, 0. 

Salmo rhombeus. S. abdomine ferrato, pinna Die breitleibige amerikanifche Halbfohre. 

anali caudalique bafi margineque nigris. Pallas feltene Thierart, gte Samml. S. 57. 

Linn. S. N. p. 514. n. 2 8. edit. Cmel. I-e Rhomboide. Bonnaterre. Encycl. Ichth. 

p. 1336. . p. 170. n. 48. PI. 70. fig. 286. 

Salmo rhombeus. Pallas Spicil. Zool. Pafc Der Würfelfalm. Müller. L. S. TheilTV. 

VIII. p. 52. tab. 5. fig. 3. S. 331. 



_ <:.'. JLJer fägeförmige Bauch giebt ein ficheres Merkmahl für diefe Lachsart ab, 

bauch. indem er der einzige ift, welcher diefes Kennzeichen an fich trägt. In die- 

fem Stücke kömmt er mit dem Heringe überein, und fcheint alfo den Ue- 

bergang zu diefem Gefchlechte zu machen. Das Sägeförmige entliehet aus 

den 



Der Sägebauch. n* 

den Spitzen der Schilder, wovon ein jedes aus zwey Blättchen zufammen 
gefetzt ift, die, wenn fie fich vereinigen, in eine Spitze auslaufen (S.Fig.b.). 
Blofs die nach hinten zu gekehrten Spitzen find fichtbar, weil der übrige Theil 
unter der Haut verborgen liegt. Die beiden letztem Schilder, zwifchen Wel- 
chen der After befindlich ift , endigen fich in zwey Spitzen. 

In der Kiemen'haut fieht man vier, in der Bruftfioffe fünfzehn, in der 
Bauchfloffe acht, in der Afterfloffe zwey unddreifsig, in der Schwanzfloffe 
achtzehn, und in der PiiickenflofTe fiebzehn Strahlen. 

Der Kopf ift fchuppenlos, zufammen gedrückt, abfchüfsig, und vom 
dicker als hinten; die Mundöffnung ift weit; die Unterkinnlade hervor- 
ftehend. Die Zähne find breit, und laufen in eine Spitze aus. Die in der 
untern Kinnlade find gröfser , als die in der obern. Von jenen find die 
zwey vordem die kleinften. Die Zunge ift frey, dünn und glatt; der Gau- 
men aber an den Seiten mit einer Reihe kleiner Zähne verleben. Die Nafen- 
löcher find einfach, und jedes ift in der Mitte durch eine Queerhaut getheilt. 
Die Augen haben einen fchwarzen Stern und einen orangefarbenen Ring. 
Die Kiemendeckel find geftrahlt, und aus zwey Blättchen zufammen gefetzt. 
Die KiemenöfTnung ift weit, und die Kiemenhaut verborgen. Der Rumpf 
ift fehr breit, zufammen gedrückt, und mit fehr kleinen weichen Schuppen 
bedeckt. Der Rücken ift rund, der Bauch fcharf, und beide find bogig. 
Die Seitenlinie ift gerade, und läuft durch die Mitte des Körpers; der After 
ift von der Schwanzfioffe und vom Kopfe gleich weit entfernt. Die After- 
floffe ift bis zur Hälfte mit Schuppen bedeckt, und ihre erften beiden Strah- 
len find kurz und hart. Die mondförmige Schwanzfioffe hat eine fchwarze 
Einfaffung. Ueber der kurzen Bauchfloffe ift ein fchmahler Anhang oder 
eine Mittelfioffe fichtbar. Alle Strahlen find, bis auf die erwähnten, weich 
und vielzweigig. Vor derRückenfioffe wird man einen Knochen gewahr, der 
fonderbar gebildet ift. Er fleht in keilförmiger Geflalt auf dem Rückgrade 9 
Allg. Naturg. d. Fifclie. Th. xi. P 



JJ4 ..-Der Sei gebaut h. 

endiget fich nach dem Kopfe zu in eine, und hinten m zwey Spitzen 
(S. Fig. a). Der Rücken und die Seiten bis an 'die Seitenlinie find röth- 
lich, und fchwarz punkthtj die Seiten und der Bauch filberfarbig, und die 
Fioflen grau. 

Wir treffen, diefen Fifch in den lurinamfchen Flüfsen an. Er erreicht 
: eine anfehnliche Gröfse, iit ein ftarker Räuber, fo dafs felbft die Enten auf 
■ den Flüffen vor ihm nicht ficher find a). 

Er hat, wie die übrigen Fifche diefes Gefchlechts, ein weifses und 
.fettes Fleifch, das dafelbft fehr gefchätzt wird. 

Die Deutfchen nennen diefen Yikh Wurf elf ahn und Sägebauch, und 
, die Franzofen Rhomboide. 

Linne hat uns zuerfl mit diefem Fifche bekannt gemacht, und Herr 
Pallas eine genaue Befchreibung und gute Zeichnung geliefert £). Ich 
mufs indeffen dem fonft {o genauen Beobachter darin widersprechen, wenn 
er fagt, dafs der -fägeförmige Bauch nicht wie bey den Heringen aus meh- 
reren Schildern , fondern nur aus einem Knochen beflehe. Auch rühren 
die beiden Spitzen vor der Rückenflofle nicht von einem zurück gebogenen 
Stachel her, wie Herr Pallas erzählt c), fondern er ift, wie erwähnt, ein 
eigner Knochen, der in die Tiefe geht, und fich in diefe Spitze endiget. 



d) Linn. S. N. p. 514. n. 2g. c) I. a. B. S. 54. 

b) Spiz. Zool. VIII. tab. 5. fig. 3.. 



Die See-Eydechfe. 



115 



DIE SEE-EYDECHSE. 

Salmo Saurus. 
CCCLXXXIVfte Tafel. Fig. i. 

Zwölf Strahlen in der Rücken- und zehn in der AfterflofTe, K,,. , Br. ia, 
B. 8j A. 11, S. 18, R. io. o. 

Salmo radiis duodecim pinna.dorß, undecimque pinnäe ani. B..., P.XII, 
V. VIII, A. XI, C. XVIII* D. X, 0. 



Osmerus radiis pinnaeani undecim. Artedi. 

Gen. p. 10. n. 2. edit. Wallb. p. 57. 

Syn. p. 21. n. 2. edit. Schneid, p. 24. 
Lacertus. Adian. Üb. 12. c. 2.5. 

—- . peregrinus, Rond. de Pifcib. I. 
P- 428. 

— — — ma.risrubri.Gesn. 
Icon. p. 87. Aqnat. p. 46g. 
Meereydechfe Thierb. S. 45. b. 

Saurus Tarantorla. Sah. Aquat. p. 242. b. 

— — Romae. Willughby Icfoth. 

app. p. 29.tab.P, 5.%.!. 



Saurus Tarantola. RaySyn.Vii'c. p.6 6.11.13. 

— Salviani, Aldrovand de pifcib. p.276. 

— Jonfion de Pifcib. p. 97. tab. 21, 

% 13- 

— RuyfchThen. Anirnal.p, 65. tab, 2r; 

fig. 1 3- 
Le teflart. Rondel. Hift. dePoifF.I. p.328. 

— Plumier M.S. 

Le Saure S. Saurus. S. capitis vertice planof 
foffiila interoculos: radiis pinna ani 10, 
Bonnaterre Encyclop.Ichth. p. [65.0.24, 

Die See-Eidechfe. Müller L.S. Th.IV. S.324. 



an erkennt diefen Lachs an den zwölf Strahlen in der Rücken- und den 



25- 



zehn in der AfterfloiTe. Da ich diefe Zeichnung aus dem Plümierfchen Ma- Dle Sse ~ 

Eydeclife. 
nufcript entlehnt habe, fo kann ich auch die Anzahl der Strahlen in der Kie- 
menhaut nicht angeben. In der Bruflfloffe find zwölf, in der Bauchflofle 

P z 



Ii6 -Die See - Eydechfe. 

acht, in der Afterfioffe zehn, in der Sdiwanzfloffe achtzehn, und in äti 
Rückenfloffe zwölf Strahlen. 

Der Kopf ifl fchmahl, oben breit, und läuft in eine Spitze aus. Die 
Mundöffnung ift fehr weit, und die gleich langen Kinnladen find ftark be- 
waffnet. Die Nafenlöcher find einfach und in der Nähe der Augen befind- 
lieh; letztere flehen nahe am Scheitel, haben einen fchwarzen Stein und 
einen weifsen und blauen Ring. Gleich über den Augen nimmt man eine 
Furche wahr. Die Kiemendeckel find fchuppig, und die Kiemenöffnung 
weit. Der Rumpf ift geftreckt, fleifchig, und mit dünnen Schuppen über- 
zogen. Die Seitenlinie läuft in der Mitte, und der After ift noch einmal 
fo weit vom Kopfe, als von der gabelförmigen Schwanzflofle entfernt. Der 
Rücken und der Bauch find rund; die Strahlen theilen fich in vier Spitzen, 
bis auf die in der Bauchfloffe, die gabelförmig find. Der Rücken ift grün- 
fchwärzlich, der Bauch weifs , und übrigens mit blauen, braunen und grün- 
lichen Flecken geziert. Diefe bunte Farbe und der fpitze Kopf haben, we- 
gen der Aehnlichkeit mit den Eidechfen, Gelegenheit zu feiner Benennung 
gegeben. Er hat ein mageres, leicht zu verdauendes, fonft aber eben nicht 
wohlfchmeckencles Fleifch. Gewöhnlich wird er gebraten verzehrt. 

Wir treffen diefen Fifch bey den Antillen a), im rothen b) und im 
mittelländifchen Meere c) an. Doch kömmt er im letztern nur feiten vor; 
wenigftens hat ihn Willughby, d) bey feinem fünfmonathlichen Aufenthalte 
in Rom, wo er die Fifchmärkte fleifsig befuchte, nur einmal zu Geficht 
bekommen. Saklan e) betätiget ebenfalls feine Seltenheit, und giebt die 



a) Plumier M. S. d) Ichth. app. p. 2.9. 

F) Rondel. de Pifcib. I. p. 428. e) A. a. O, 

c) Sah. Aquat. p. 243. 



Die See- Eydechje, 1 1 7 

Länge defTelben nur zu einen Fufs an. Uebrigens beweift fein fo fehr be- 
waffneter Mund, dafs er zu den Raubfifchen gehöre. 

In Rom heifst diefer Fifch Tarantola, in Frankreich Lejfart , und in 
Deutfchland See-Eidechfe. 

Willughby fand bey der anatomifchen Unterfuchung diefes Fifches das 
Darmfell füherglänzend , den Magen kegelförmig, den untern Magenmund 
fowohl, als den Darmkanal mit Anhängfein umgeben, und" die Leber blafs. 

Wahrfcheinlich ift unfer Fifch den alten Naturkündigern bereits bekannt 
gewefen. Salvian und Rondelet haben ihn zu gleicher Zeit befchrieben und 
abgebildet, allein nicht getreu genug ; denn jener giebt der erften Rücken- 
fioffe nur fechs einfache Strahlen /) , und übergeht die zweyte Floffe gänz- 
lich, letzterer aber hat fowohl diefe, als auch die Bauchflofle weggelaffen g~), 
Willughby /z), Jonßon z) und Ruyfch k) haben die Salvianifche, und 
Gesnex /) die Rondeletfche kopirt. Aldrovand entlehnte feine Zeichnung 
von dem exftern, und lieferte zwar eine neue, aber nicht belfere Vor- 
ftellung m). 



f) Aquat. p. 240. b. fig. 2. k ) Theat. Animal. tab. 21. fig. 13. 

g) De Pifcib. I. p. 428. O Icon. p. gl. 

h) Ichth.-tab. P. 5. fig. 1. m) De Pifcib. p, 276. 
1) De Pifcib. tab. ai. fig. 13. 






?3 



1 1 S Der Stinkldclis. 



DER S T I N K LA C H 8„ 

Salmo foetens. 
CCC'LXXXIVite Tafel. Fig. 2 . 

Der Kopf fchuppig und abgeüumpft K. ia, Br. 12, B. 8, A. 16, S. 25, 
R. IQ, o. 

Salmo capite fquamato truncatoque. B. XII, P. XII, V. VIII, A. XVI, 
C. XXV, D.XII, 0. 

Salmo foetens. S. radiis dorfalibus anali- rubenre. Saurus ex cinereo nigricans. 

busque 12. Lian. S. N. p. 513. n.24. Klein MiiT. Pifc. V. p. 19. n. 10. 

edit. Gmäin. p. 1385. Salmo ex cinereo nigricans. Sea-Sparrow- 

Trutta dentata, ore valde fiflb, dentibus Hawk. Catesby Carolin. II. p. 2. tab. 2. 

innummeris in utraque maxilla; infe- fig. 2. 

riore longiore; fquamis mediocribus, Le Blanchet. Bonnaterre Enccylop. Ichth. 

fufcisque; ventre per integram longi- p. 165. n. 25. PL 70. fig. 285. 

tudinem albo, cauda furcata; iride Der Stinkfalm. Müll. L.S. Th. IV, S. 329. 



2 ' Uiefer Lachs ift leicht an feinem abgeftumpften und fcjiuppigen Kopfe 
Iachs. zu erkennen. 

In der Kiemenhaut , Bruft - und Rückenflofle findet man in jeder 
zwölf, in der Bauchfloffe acht, in der Afterflofle fechzehn, und in der 
Schwanzflofle fünf unf zwanzig Strahlen. 

Der Kopf ift zufammen gedrückt, bis zur Hälfte fchuppig, an den Sei- 
ten lang, oben kurz und vorn abfchüfsig. Die Mundöffnung ift weit, die 



Der Stlnldachs. 1 1 g 

Kinnladen, der Gaumen und die Zunge find mit einer doppelten Reihe 
Zähne bewaffnet. Die untere Kinnlade ragt vor der oberen hervor. D'ieNafen- 
löcher find rund, einfach und in der Nähe der Augen befindlich : diefe haben 
einen fchwarzen Stern, einen rothen Ring, und oben einen hervorflehen- 
den gezähnelten Rand. Da die Augen dicht am Scheitel find, fo entfteht 
zwifchen den beiden Rändern eine Vertiefung. Hinter derfelben ift der 
Kopf rauh und geftrahlt. Die Kiemenöffnung ift weit, und die Kiemenhaut 
liegt frey. Der Rumpf ift an den Seiten zufammen gedrückt , am Rücken 
und Bauche rund. Die Seitenlinie läuft in der Mitte, und der After ift der 
gabelförmigen Schwanzfloffe etwas näher, als dem Kopfe. Die Bruftfioffe 
ift kurz, die am After lang, und alle haben weiche und mehrzwtigige Strah-, 
len. Der Rücken ift fchwärzlich, die Seiten und der Bauch find filberfarben, 
und die Hoffen braunroth. 

Wir treffen diefen Fifch im Meere, unweit Carolina an, wo er jedoch nur 
feiten zum Vorfchein kömmt. Er hat, wie der vorhergehende, dem er über- 
haupt fehr ähnlich ift, ein mageres und gefundes Fleifch, wird einen Fufs 
lang, und gehört unftreitig zu den Raubfifchen. 

In Carolina wird er Sea-bparrow-Hawk, und in Frankreich Blanchet 
genannt. Die Deutfchen nennen ihn Stinklachs und St'mhfalm. 

Dem Catesby haben wir die erfte Bekanntmachung zu verdanken; er 
hat uns auch eine Abbildung geliefert, welche ungetreu ausgefallen ift; denn 
die B-rufifloffen fitzen zu weit unterwärts , und die übrigen find nicht getreu 
genug vorgeftellt a). 

Llnne hat diefen Fifch in die vierte Abtheilung, mit vier Strahlen in der 
Kiemenhaut, gebracht, ungeachtet er felbft zwölf angiebt b). 



a) Carol. II. tab. 3. fig. 2. b) S. N. p. 513. n. 24, 



Der Sichellachs. 



DER SICHELLACHS. 

Salmo falcatus. 
CCCLXXXVfte Tafel. 

Zwey fchvvarze Flecke am Körper, fechs und zwanzig Strahlen in der fichel- 
förmigen Afterfloife. K. 5, Br. 16, B. 8, A. a6, S. ao, R. 1 1 , o. 

Salmo bimaculatus, radils viginti fex in plnna ani falceta. B. V, P. XVI, 
V. VIII, A. XXVI, C. XX, D. XI, 0. 

~ Uie fichelförmige AfterflolTe mit den fechs und zwanzig Strahlen, und die 
Der Sichel- zwey fchwarzen Flecke, wovon der eine am Kopfe, und der andere an 
der Schwanzfloffe fitzt, machen die Kennzeichen diefes Fifches aus. Der 
Doppelfleck ift zwar ebenfalls mit zwey dergleichen Flecken verfehen, allein bey 
diefem ift die AfterfiofTe gerade, die Anzahl der Strahlen gröfser, der Körper 
breiter und dünner, und die Mundöffnung fowohl, als auch die Zähne 
find ungleich kleiner. 

In der Kiemenhaut find fünf, in der Bruflfloffe fechzehn, in der Bauch- 
floffe acht, in der AfterfiofTe fechs und zwanzig, in der Schwanzfloffe zwan- 
zig , und in der Rückenfloffe eilf Strahlen. 

Der Körper ift glatt und zufammen gedrückt. Die Kinnladen find ftark 
bewaffnet, und die obere hervorftehend. Die Zunge ift fehr fchmahl und 
glatt; der Gaumen auf jeder Seite mit einer Reihe fpitzer Zähne verfehen. 
Statt der Lippenknochen hat unfer Fifch nur einen kurzen, breiten und ge- 

zähnelten 



Der Sichel! achs. 131 

zahnelten Knochen im Winkel des Mundes, der fich beim OefFnen heraus- 
zieht, und beim Schliefsen des Mundes wieder zurücktritt. Die Nafenlöcher 
fmd doppelt, und befinden fich unweit der Augen, welche einen fchwarzen 
Stern, und einen gelben Ring haben. Die Kiemendeckel find geftrahlt, 
und die KiemenöfFnung ift weit, die Kiemenhaut aber bedeckt. Der Rumpf 
ift zufammen gedrückt, und mit dünnen leicht abfallenden Schuppen be- 
deckt. Der Rücken und Bauch find rundlich, die Bauchhöhle lang, die 
Seitenlinie etwas nach unten zu gebogen, und läuftnach der Mitte des Schwan- 
zes hin. Der After fleht zwifchen dem Kopfe und der Schwanzfloffe in der 
Mitte. Ueber der Bauchffoffe ift eine fchmahle Mittelfloffe vorhanden. Die 
Strahlen find insgefammt bis auf die erften vielzweigig. Der Grund des 
Fifches ift filberfarben; der Rücken violett und fchwarz gefleckt, und die 
Hoffen find am Grunde grau, und nach dem Rande zu bräunlich. 

Ich habe diefen Fifch von dem Gouverneur Herrn von Friderici au3 
Surinam erhalten. 



Allg. Naturg. d. Fifche. Th.xi. Q 



Der guineifche Lachs. 



DER GUINEISCHE LACHS, 
Salmo Odoe, 

CCCLXXXVIfte Tafel. 
Die Hoffen fchwarzbraun. K. 4, Br. 14, B. 9, A. 11 , S. ag, R. 9, o. 

Sahno pinnis nigro-fufäs. B. IV, P. XIV, V. IX, A. XI, C. XXVIII, 
D. IX, 0. 



• 



28. JLlie fchwarzbraune Farbe der Floffen macht das Kennzeichen diefes Fi- 
Der guinei- 
fche Lachs, fthes aus. 

In der Kiemenhaut flehet man,vier, in der Bruftfloffe vierzehn , in der 
Bauchfloffe neun, in der Afterfloffe eilf, in der Schwanzfloffe acht und 
zwanzig, und in der Rückenfioffe neun Strahlen. 

Der Kopf ift zufammen gedrückt, oben breit, vorn fchmahl und 
fchuppenlos. Auf der Oberfläche deffelben nimmt man fternförmige Fi- 
guren wahr, wie folche auf unferer Tafel vorgeftellt find. Die Mundöff- 
nung ift weit; die obere Kinnlade länger als die untere, und beide find 
mit langen pfriemförniigen Zähnen bewaffnet. Die Zunge ift glatt und 
der Gaumen rauh. Die Lippenknochen find lang und breit; die Nafen- 
löcher doppelt und dicht an den Augen befindlich, welche letztere nahe 
am Scheitel flehen, einen fchwarzen Stern, und einen weifsgelben Ring haben. 
Die Kiemendeckel find glatt, grofs, und aus zwey Blättchen zufammen ge- 
fetzt. Die Kiemenöffnung ift fehr weit, und die Kiemenhaut verborgen. 
Die Seiten find zufammen gedrückt, der Bauch ift fehr lang und dünn, der 



Der guhieifche Lachs. 153 

Rücken rund, die Seitenlinie neigt fich nach dem Bauche, und der After ift 
in der Nähe der Schvvanzflofle. Die Schuppen find dünn, weich und von 
mittler Größe. Die FlolTen haben vielzweigige Strahlen, und nur die erften 
find ungetheilt. 

Diefer Fifch hat, Towohl in Anfehung der Lage der Flößen, als auch 
der Geftalt des Kopfes und der Zähne, mit dem Hechte ungemein viel 
Aehnlichkeit. Der Rücken ift fchwarz, und die Seiten find hellbraun. 

Man findet diefen Fifch an der Küfte von Guinea, von woher ich ihn 
vom Dr. Ifert erhalten habe. Er ift ein ftarker Räuber, wird gewöhn- 
lich in der Länge von zwey bis drey Fufs gefangen, hat ein röthliches 
und fettes Fleifch, und wird daher zu den wohlfchmeckendften der dangen 
Fifche gerechnet 

Die Einwohner in Guinea nennen ihn Odoe, und in Deutfchland heißt 
er der guineifche Lachs. 



Q 2 



124 y° n ^ en Röhrfifchen überhaupt. 



.aajgbg fefaAgj^ g^w^g^ih. 



l&r- — -^s 8 «- — mf== ====^) 

LXXftes GESCHLECHT. 

RÖHR FISCHE. 

Fiftularia. 



Erster Abschnitt. 

V'o n den Roh r fifc h e n überhaupt. 

Die Kinnladen am Ende des röhrenförmigen Kopfes. 
Pifces maxiüis in fine roßri. 

Fiftularia. Linn. S. N. Gen. 179. p. 515. Solenoftomus, Klein Mi/T. Pifc.IV. p. 25. 
edit. Cmel. p. 1387. n. 4. 

— Couan Kift. des Poiff. Gen. 42. Trompette. Bonnaterre Encycl. Tchth. Gen. 

p. 107. 193. VII. p. 171. 

— Forßer, Enchiridon. Gen. 60. Röhrfifch. Leske Anfangsgründe d. N. G. 

p. 87. 39ftes Gefchlecht. S. 381. 

Solenoftomus. Gronov, Muf. I. p. 1 1. Zooph. Pfeiffenfifche. Müller. L. S. Th. IV. S. 333. 
p. 119. 

JJer Sitz der Kinnlade am Ende eines röhrenförmigen Kopfes biethet ein 
leicht zu erkennendes Merkmahl für die Fifche diefes Gefchlechts.dar. Diefe 
Röhre, welche einen beträchtlichen Theil des Körpers ausmacht, befleht 
aus drey dünnen, breiten, durchfichtigen Knochen, welche durch eine per«? 



Von den Rbhrßfchen ilBerhaupt. 125 

gamentartige durchfichtige Haut -mit einander verbunden find. Der obere 
Knochen in Geftalt einer Rinne, ift eine Fortfetzung der Hirnfchaie, fo wie 
die an den Seiten von den Kiemendeckeln. Diefe Einrichtung, vermöge 
welcher die Haut fich weit ausdehnen, läfst, fetzt den Fifch in den Stand, 
grofse Körper zu verfchluclcen, die dicker find, als die Röhre. Der Kör- 
per ift fchmahl , und mit lieben Flößen verfehen. 

Wir treflen die.Fifche diefes Gefchlechts in beiden Indien an. Den 
alten Naturkündigern waren fie gänzlich unbekannt. Marcgraf lehrte- uns 
zuerft die Tobackspfeife a), und Valentyn b~) die Trompete kennen, fo wie 
auch Seba den feepferdähnlichen Röhrfifch c), welchen Herr Pallas in der 
Folge genau befchrieben hat d). 

Linne und Gronov beftimmten ihnen ein eigenes Gefchlecht, diefer 
unter Solenoßomus c), und jener unter Fiftularia Beide haben des febai- 
fchen Fifches nicht erwähnt. Gronov konnte ihn indefs nicht anführen, weil 
er ihn wahrfcheinlich nicht befafs. Warum ihn aber Linne feinem Syfteme 
nicht einverleibte, kann ich nicht fagen. Indefs haben Gnielin und Bonna- 
terre ihm den gehörigen Ort -angewiefen. 



ß) Petimbuaba. Braß. p. 148. Fiftularia c^l Thef. III. p. 106. n. 4. 

tabacaria Linn. d) Spicil. Zoolog. VIII. p. 32. 

b) Ikan Dioelong. Ind. III. p, 502. 11,494. e) Zooph. p. 1 1 9. 

Fiftul, chinens. Linn. 



Q3 



Die Tobackspfeife. 



==~ff- 



Zweiter Abschnitt. 

Von den Röhrfifchen insbefondere. 



DIE TOBACKSPFEIFE. 

Fiftularia tabacaria. 

CCCLXXXVIIfte Tafel. F i g, i, 

Eine Borfte am Schwänze. K. 7, Br. 15, B. 6, A. 13, S. 15, R. 14. 
Fißularia cauda feiijera. B. VII, P. XV, V. VI, A.XIII, CXV, D. XIV. 



Fiftularia tabacaria, F. cauda fetifera, Llnn. 

S. N. p. 5 15. n. I. edit. Gmel. p. 1 387. 

Pip-Fkk. Muf. Reg. Ad. Frid. I. p. 80. 

tab. 26. fig. 2. 
Solenoftomus cauda bifurca, et in fetam 



dorfalibus tribus, quibus exacle re- 
fpondent ventrales tres, cauda ad or- 
tum utrinque pinnata et in fcuticulam 
longani exeunte ; tubulo tres pollices 
longo, p. 25. n. 5. 



balaenaceam abeunte. Cronov Muf. I. Solenoftomus, corpore tereti fubrotundo, 



p. II. n. 3L Zooph. p. 119. n. 365. 
Solen. Tabacaria. Tabakspyp - Vifih, 
Index Rer. Nat. 11,357. 

Tabakspyp -Fifh Holland. Maatfeh, XXI. 
p. 339. n. 28. 

Solenoftomus, cute glabra coloris hepa- 
tici; maculis caeruleis, quas intercedunt 
viridefeentes ; inferius albefeens; caput 
a fine branchiarum ad roftri extremum 
unitis pedis et unius pollicis; ore eden- 
tulo. Klein Miff. Plfc. IV. p. 25. n. 4. 
et Solenoftomus, coloris fufei, pinnis 



cauda bifurca. The Trumpeter Brouwn. 
Jamaica. p. 441. n. 1. 
Petimbuaba. 'P/vnj Morit{ M. S. I. p. 360. 

— Plümier M. S. 

— Tifo Ind. utr. p. 62." 

— Brafilienfibus, The Tabacco- 

pipe-Fish. Catcsby 
Carolin. IL p. 17. 
tab. 17. fig. 2. 

— — . Tobak-Pipe.iWßrcgr. 

BrafiL p. 148. 



Die Tob achpfeife. 117 

Fetimbnaba Brafiiienfibus, Tobaco - Fiih. Tabacksröhrenfifch. Leske Anfangsgründe. 

Willughby Ichth. S. 381. n. I. 

p. 233. tab. P. 6. laPetimbe. Fiftularia tabacaria. F. corpore 

fig. 4. App. p. 22. nudo, angulofo: pinna caudali bifida, 

tab. P. 8. fig. r. fetifera. Bonnaterre Encyclop. Ichth: 

— — Ray Synopfl Vife. p. 171. n, 1. PI. 71. fig. 289^ 

p. 110. n. 8. Röhrfchnautze mit einer glatten leberfar- 

' — jTony?ondePifc.p. i98.tab.36. bigen Haut &c. Neuer Schauplatz der 

fig. 4. tab. 40. fig. 5. Natur, "Th. VII. S. 194. 

— Ruyfch Theat. Animal. p. 94. Tobackspfeife. Müller. L. S. Th.IV. S. 333. 
tab. 36. fig. 4. tab. 40. fig. 5. tab. 8. fig. 8. 

The Tahacco-Pipe-Fifch, White journ. ofa Der Tobackspfeifenfifch aus Brasilien. Link. 

Voyag. p. 296. fig. 2. Nat. Verzeich. I. S. 48. 



I. 

DDie To- 
ie Fifchbeinartige Borfte, die man in der Mitte der Schvvanzfloffe wahr- backspfeife. 

nimmt, macht das Kennzeichen diefes Fifches aus. 

In der Kiemenhaut findet man heben, in der Bruftfioffe fünfzehn, in 
der Bauchfloffe fechs, in der Afterfloffe dreizehn, in der Schwanzfloffe fünf- 
zehn, und in der Rückenfloffe vierzehn Strahlen. 

Der Kopf ift fehr lang, viereckig, und an den Seiten geftrahlt; die 
Mundöffnung hat eine fchiefe Richtung, ift weit, und die untere Kinnlade 
hervorftehend. Beide find mit fehr vielen kleinen Zähnen bewaffnet. Die 
Zunge ift glatt und frey; die Nafenlöcher find doppelt, und dicht an den 
Augen befindlich: diefe find grofs, der Stern fchwarz, und der Ring filber- 
farbig. Die Kiemendeckel beftehen aus einem einzigen dünnen Blättcheny 
die Kiemenöffnung ift weit. Der Rumpf ift fchuppenlos, vorn flach und 
hinten rund. Die Seitenlinie läuft gerade über den Körper; der After ift 
um zwey Drittel weiter vom Kopfe, als von der Schwanzfloffe entfernt. 
Der Bauch ift lang, die FlofTen find kurz, ihre Strahlen weich, und bis 
auf die erften vierzweigig. 



128 -Die Tobachpjelje. 

Unfer Fifch ift oben braun, an den Seiten und am Bauche weife 
und blau gefleckt, und die Floffen find roth. Er lebt fowohl im atlan- 
tifchen, als auch in dem Meere von Brafilien. Der Prinz Moritz zeichnete 
ihn in Brafilien, Plümier auf den antillifchen Infeln, und White, in Süd- 
walis nach dem Leben. Ich habe jene Zeichnungen mit der, welche 
ich befitze, genan verglichen, und gefreu befunden. 

Catesby und Brown haben ihn bey Jamaika angetroffen, und Gronov a) 
giebt das Meer bey Guiana als feinen Aufenthalt an. 

Die Länge diefes Fifches beträgt nach dem Prinzen Moritz vier Fufs, 
und nach dem Lißer drey b). Ei hat ein mageres Fleifch, welches nur die 
Speife de* gemeinen Mannes ift. Seine Nahrung ift Fifch- und Krebsbrut. 

Die Brafüianer nennen diefen Fifch Petimbuaba; die Holländer To- 
bacspipe-Vifch; die Engländer Tobaco-Fifh; die Franzofen Petimbe ; die 
Schweden Pip-Fisk, und die Deutfchen die Tobakspfeife, auch Röhrfifch. 

Marcgraf hat die Zeichnung des Prinzen Moritz fchlecht kopirt, und 
da er felbige bey feiner Befchreibung zu Grunde legt, fo hat diefe nicht anders 
als ungetreu ausfallen können. Denn er hat z. B. die Borfte zu breit vorge- 
feilt, und fie als den eigentlichen Schwanz befchrieben, die Schwanzfloffe 
aber als eine Rücken- und eine Bauchfloffe angefehen. Von Pifo an haben alle 
Naturkundiger den Irrthum des Marcgraf fortgepflanzt. Hätte Willughby fich 
nicht durch die marcgraffche Zeichnung verleiten laffen, den obern Theil 
der Schwanzfloffe für eine zweite Rückenfloffe anzufehen, fo würde er feine 
Entschuldigung haben erfparen können, dafs er ihn zu den Fifchen mit einer 
Rückenfloffe gefeilt, wo er doch eigentlich hingehört c). 

Im 



a) Muf. I. p. 12. <0 Ichth. p. 233. 

6) Willughby Ichth, App. p. 22. 



Die Tohachpfeife. lag 

"Die Zeichnung im fünften Theile der eiligem. Reif, ift ebenfalls fehr 
fehle cht. 

Catesby d) ift in einen noch auffallendem Fehler gefallen. Nach einer 
übel gerathenen Zeichnung ward er bewogen , auch die eine Bruft - und 
Bauchfloffe gleichfalls für Rückenfloffen zu halten. Klein e), der diefes für 
wahr annahm, ging gar fo -weit, dafs er eine eigne Species daraus machte, 
welcher er'drey Rückenfloffen beilegte: einen Irrthum , den auch die 
Verfaffe* des neuen Schaupl. d. Nat. nachgefchrieben haben. 

Vom Lifler f~) ift unfex Fifch ohne Bruft - und Bauchfloffe , lind mit 
einer runden Schwanzfloffe ohne Borfte abgebildet worden. 

Die Abbildung des IJnne ift zwar beffer gerathen, aber feine Befchrei- 
"bung hat die Fehler, dafs er dem Munde keine Zähne, und der Kiemen- 
haut und Afterfloffe zu wenig Strahlen giebt g). 

Bonnaterre h) hat die Catesbyfche, und Müller i) die linneifche VoT- 
ftellung kopirt. 

Kürzlich riaben wir auch, vom Ytxn.White eine fehlerhafte Vorftelhmg un- 
feres Fifches erhalten ; denn er hat ihn ohne Bauch - und Afterfloffe vorgeftellt /£). 

d) Carolin.II. tab. 17. fig. 2. Ti) Encyclop'. Ichth. PI. 71. fig. 289. 

e) Mifc. Pifc. IV. p. 25. i) L. S. Th. IV. taf 8- fig. 8. 

/) Wälughby Ichth. tab. P. 8- fig. I. A) Journ. of Voyag. S. 296. fig, a. 

g) Muf. Adolph. Fridr. p. 80. 



AI!g. Naturg. d. Fifche. Th. Xi. R 



igo* • D ie Tabakpfeife.. 



DIE TOB ACKS PFEIFE- 

Eine Abänderung. 

CCCLXXXVIIfte Tafel. Fig. 2. 3. 

An der Linkefchen Sammlung in Leipzig befindet fich eine Abänderung von 
diefem Fifche, welche darin befiehet, dafs die Schwanzborfte doppelt, und 
die Röhre auf beiden Seiten gezähnelt üt. Da der Eigenthümer davon drey 
Exemplare befitzt, die fämmtlich hierin übereinkommen, fo kann auch diefe 
Abänderung nicht das Werk eines blofsen Zufalls feyn. Die Borfte, welche 
hier doppelt erfcheint, war es vielleicht nicht urfprünglich , fondem durch 
einen Zufall gefpalten worden, indem beide dünner als eine einfache find. 
Auch finde ich an meinem Exemplare die Borfte vom Grunde an bis über 
die Hälfte gefpalten. Was aber die gez ähnelte Schnauze betriff; fo kann 
diefe vielleicht den Männchen eigen feyn. Ein Naturkündiger in jener Ge- 
gend würde nur allein hierüber etwas gewiffes beftimmen können. Zur 
mehreren Deutlichkeit habe ich auf unferer Tafel den Kopf und Schwanz 
v.on diefer Abänderung abbilden laßen. 






Der Trompetenfifch. 



131 



DER TROMPETENFISCH. 

Fiftularia chinenfis. 

CCCLXXXVIIIfte Tafel. 

Der Mund zahnlos, die Schwanzfloffe abgerundet. K. 4, Br. 13, B. lo, 
A. 11 , S. 23, R. 11. 

Fißularia edentata; cauda rotundata. B. IV, P. XIII, V. X, A. XI, 
C. XXIII, D. XL 



Fiftularia chinenfis. F. cauda rotundata 

mutica. Linn. S . N. p. 515. n. 2. edit. 

Gmel p. 1387. 
Solenoftomus cauda rotundata integerrima : 

fetanulla. Gronov. Zooph. p. 1 1 9. ri. 366. 

Solenoftomns chinenfis. Trompetter- 

Vifch. Ind, rer. natur. n. 3 5 8 - 
Acus chinenfis maximus. Pet. Ga^oph. 

tab. 68. fig. I. 
Bellona maculata, cauda trapeciformi. Plu~ 

mier M. S. 
Penjod Padjang, lange Trompetter. Va- 

Ientyn Ind. lf!. p.448. n. 323. fig. 323. 

& Dioelong Dioelong. p.502. n. 494. 

fig. 494. 
Joulong- Joulong. Renard. Hift. dePoifT.I. 

tab. 3. fig. ig. 



Joulong-Joulong. Tabakspijp-Vifh, met 
eener ronden &e. Boddaerd Naturl, 
Hift. p. 7. n. 18. 

Bellone, Gautier Journ, dePhyf. Ann. 1757. 
p. 317. PI. 16. 

L'AiguüIe. Fiftularia corpore fquarnofo, 
compreflo: cauda rotundata, fetanulla. 
Bonnatfrre Encycl. Ichth.p. 17a. PI. 71, 
fig. 29®. 

Der Trompetenfifch aus Oftindien. Linke 
Verzeichn. I. S. 48. 

Der chinefifche Röhrfifch. Leske Anfangs- 
gründe S. 38 l. n. 2. 

Der Trompetenfifch. Müller L. S. Th. IV. 
S. 334. tab. 9. fig. 1. 



R 2 



1^2 D er Trompclenßfcli. 

" Ijiefen Röhififch erkennt man an den zahnlofen Mund und an der abge- 

2. ° 

Der Trom- rundeten Schwanzfloffe. 

peten c .. j n ^ i£i emermaut: ß nc j v i e r, in der Bruftfloffe dreizehn, in der Bauch- 

Sofie zehn, in der Afterfloffe eilf, in der Schwanzfloffe drey und zwanzig, 
und in der Rückenfioffe eilf Strahlen.. 

Der Kopf ift lang, fchuppenlos, zufammen gedrückt, oben ein wenig; 
breit, und unten fcharf. Er hat daher ganz die Geftalt eines vorn abgerun- 
deten Scheermeffers.. Die Unterkinnlade fleht vor der oberen etwas hervor;" 
diefe ift in der Mitte an dem obern Knochen, und jene am Ende an den 
Seitenknochen befeftiget. Der Mund hat eine kleine Oeffaung,, ift in einer 
fchiefen Richtung gefpalten , und mit zwey breiten Lippenknochen verfehen.. 
Die Zunge fehlt, und der Gaumen ift glatt. Die Nafenlöcher find doppelt 
und dicht vor den Augen befindlich; diefe flehen nahe am Scheitel, find 
rund, haben einen fchwarzen Stern, und einen filberfarbenen Ring.. Der 
Rumpf ift fchmahl , zufammen gedrückt, und mit kleinen harten, und ge- 
zahnelten Schuppen bedeckt. Der Rücken und Bauch find rund; die Sei- 
tenlinie fängt am Genicke an, beugt fich hiernächft, und läuft dann mit- 
ten über den Körper zur Schwanzfloffe hin, von welcher die Afterfloffe 
nicht weit entfernet ift. Vom Kopfe bis hinter der Afterfloffe hat der Flieh 
faft einexley Breite, hier aber wird er ganz fchmahl. Die Floffen find fämmt- 
lich kurz, ihre Strahlen weich, und bis auf den erften vielzweigig. Vor 
der Rückenfloffe fiehei man neun, weit von einander entfernte, kurze, und 
nach hinten zu gekrümmte Stacheln, welche vermitteln einer dünnen Haut 
befeftiget find, und fich mitteilt derfelben in eine Furche einziehen laflen. 

Die Grundfarbe desFifches iftröthlich, auf der manfchmahleweifse, nach 
der Länge laufende Streifen , und viele dunkelbraune Flecken wahrnimmt. 

Diefer Fifch ift ein Bewohner der oft - und weftindifchen Gewäfler. 
Yalentyn fahe ihn in Oftindien, und Plumier bey den antillifchen Infein.. 



Der Trompeten/jfch, 133 

Er erreicht eine anfehnliche Grofse. Derjenige, von welchem ich die Zeich- 
nung habe nehmen lauen, ift etwas über zwey Fufs lang. Er hat ein zähes 
und mageres Fleifch, und wird daher, wie Valentyn berichtet, in Oftindien 
nicht gegeffen. Seine Nahrung find Würmer und Fifchbrut. 

In Oftindien wird diefer Fifch Penjop Pedjang, Man Dioelon, und 
Joulong-Joulong genannt; die Holländer nennen ihn Trompetler - Vifch; 
die Creolen Trompetta ; die Franzofen l'Aiguille und Bellone tac/ietee, und 
die Deutfchen den cldneßjchen Rö/zr/7/c/z und den Trompetenßfch. 

Valentyn hat uns zuerft mit diefem Fifche bekannt gemacht, ihn aber 
als zwey befondere Arten aufgefürt a), und auch zweimal fchlecht abge- 
bildet Z>), wovon Renard c) eine kopirt hat. Gautier d) hat feine Zeich- 
nung aus dem Piümierfchen Manufcript entlehnt, ohne deffen zu erwäh- 
nen: fie ift aber dergefialt entftellt, dafs üe ihren guten Originalen kaum 
mehr ähnlich ift. 

Die Zeichnung des Statuts Müller e) ift unverwerflich, die von Bon- 
naterre aber fehlerhaft /) , indem die. einzelnen Strahlen am Rücken nicht 
angedeutet find.. 

Gronov g) führt unrichtig den Tabacco-Pip-Fifh des Wlllughby zu un- 
ferm Fifche an; denn aus der kleinen und fpitzen Rücken- und Afterfloffe, 
und dem Mangel der Schuppen ergiebt fich, dafs er der vorhergehende ift h). 

a) Ind. p.448. n. 323. 502. n. 494.. e) L. S. Th. IV. tab. 9. fig. r. 

b) Fig- 3 2 3- 494- f) Encyclap. Ichth. PI. 71. fig. 290.. 
c), Hill, des Pbiff. I. tab. 3. fig. 18. g) Zooph. n. 366. 

d), Journ. de Phyf, Ann. 1757.. PI. 16. h) Ichth. tab. P. 8- fig. I- 



Kj 



134 • Hechte. 



HECHTE. 

Am dritten Theile diefes Werks fetzte ich die Gefchlechtskennzeichen der 
Hechte in einen flachen Kopf und in eine nahe am Schwänze fitzende Rücken- 
floffe. Da damals die Fifche Deutfchlands lediglich der Gegenlland meiner 
Unterfuchung war, fo reichten diefe Merkmahle auch für den gemeinen und 
den Hornhecht zu. Gegenwärtig aber, da ich mich auf das ganze Fifchreich 
ausdehne, find diefe Merkmahle nicht mehr hinreichend, indem einige 
Hechte die Rückenfioffe mitten am Körper und andere deren zwey haben. 

Die Kennzeichen, welche Artedi angiebt, nemlich: vierzehn Strahlen 
in der Kiemenhaut, ein geftreckter Körper, und eine kleine Floffe nahe 
am Schwänze a) paffen nur auf die wenigften diefes Gefchlechts. 

Linne's Beftimmung ift folgende: Der Kopf flach, die Oberkinnlade 
kurz, die Unterkinnlade punktixt, in den Kinnladen und auf der Zunge 
Zähne, heben bis zwölf Strahlen in der Kiemenhaut, und der Körper ge- 
ftreckt %>")• Da aber diefe Merkmahle bey dem gröfsten Theile der Weife 
angetroffen werden , und-aufserdem-Z//77?e felbft, feinem Fuchshechte c) nur 
drey, und feinem Tjalmlfeclite d) nur fünf Strahlen in der Kiemenhaut, 
auch feinem Knochenhechte eine längere Oberkinnlade giebtj fo flehet man 
wohl, dafs diefe Kennzeichen nicht karakterihifch find. 



«) Gen. p. 14. c) Efox Vulpes. 

h) S. N. p. 515. *0 Efox Synodus. 



Hechle. J-3.5 

Mir fcheinen folgende zwey Merkmahle hinreichend: die Gegenwart 
der Hundszähne, und der Mangel der Fettßojfe. 

Pifces dentibus caninis, pinna adipofa carentes. 
Durch letztere find fie leicht von den. Lachfen, und durch erftere von den 
übrigen Fifchen aus diefer Klaffe zu unterfeheiden.. 

Aufser den neun Arten, welche Linne diefem Gefchlechte giebt, ge- 
hören noch hieher der Barracuda des Catesby d), welcher ihn für eine 
Lachsart hält, die er aber nicht feyn kann, weil er nach feinem Berichte 
auch in der zweiten Floffe Strahlen haben foll. Ferner gehören hieher 
der Hecht des Forskäl e) aus dem rothen Meere, der Hecht des Mollino 
aus Chili y*), der Hecht aus Neufeeland von Forßer g), der grüne Hecht 
des Garden h ) , und diefe Zahl werde ich bald mit einem neuen vermehren. 
Aber Herrn Pennants Hecht gehört nicht hieher, fondern in's Makrellenge- 
fchlecht, da er nach feiner Befchreibung mit kleinen Floffen am Schwänze 
verfehen ift. 



d) Carol. II. tab. i.. g) Reife um die Welt. S, 159. 

<?) Efox marginatus Defcript. p. 6 7. n. 9 8. h) Gmel. L, S. S. 1389. n. lO.^ 
f) Naturg, v. Chili. S. 196. 



136 



Der Seehecht. 



E> E R SEE- H E C H T. 

Efox Sphyraena. 

C C C L X X X I X - ft e Tafel. 

'Zwey Hoffen am Rücken. X. 7., Br. 14, "B. |-, A. 10, S. 10, R. f , 10. 

1 V - 

Efox plnnis dorfi cluobus. X. VII, P. XIV, V. --, A.X, C.XX, D. -, X. 



Efox fphyraena. E. dorfo dipterygio : an- 
tica fpinofa. Linn. S. N. p. 5 1 5. n. I. 
Muf. Adolph. Frid. II. p. 106. 

Efox fphyraena 1'eiEfcome. Briinnich. Pifc. 
Mafl*. p. 78- n. 94. p. 100. 

Sphyraena. Artedi Syn. p. 112. edit. 
Schneid, p. 172. 

— oreflavo: iride argentea fufcis 
purpureisque nebulis fufFufa. 
Klein MUT. Pifc. V. p. 26. n. 1. 
Ariftot. H. A. Lib. 9. c» 2. 

— Aelian de Anim. lib, 1. c. 33. 
. — Athen. Deipnof. lib, 7. 

— Opp dePifcib. lib. i.vers. 172. 
lib. 3. v. 1 17. 

— Graecis, SudisPlinio,Pefefcome 
MafTilienfibus.Zarganesafiaticis. 
Bellon. Aquat. p. 165 — 167. 



.'Sphyraene. The Sea-Pike, or Spitt-Fifh, 
Cliarlet Onomail. p. < 36. ri.19. 

— fiv. Sudis , Lucio marino Sah, 

Aquat. p 69. b. 
Aldrov. de Pifc. p. 1 00. 
-— —— — Jonflon de Pifc. p. 5 5, 
täb. 18. fig. I. 

— — — Ruyfch Theat. Animal. 

p. 35. tab. 18. fig. r. 

— Ray Synopf. Pifc. 

p. 84. n. 3. 
— «• prima fpecies. Rondel. de Pif- 

cib. I. p. 214. 
— — - Gesner Aquat. p.S82.* 

Icon Animal p.73. 

Der Meerphal odet 

Schwyren - Fifch. 

Thierb. S. 39. 



Sphyraena/ 



Der Seelieclit. 13.7 

Sphyraena, prima fpecies, Willughby Ichth. Efox Sphyraena. E. dorfo dipterygio, cor- 
p. 273. tab. R, 2. pore argenteo. Bonnaterre 

La Sfirena, Luccio di Mare. Cctti Sard. III. Encyclop. Ichth. p. 173. 

S. 202. Sphyraena. Plumier M. S. 

Mughfel, Agam. Goedd. torMl Defcript. Der Pfeilhechc, Pyl-Snoefc, Müller L. S. 
Animal. p. kvi. n. 37. Th. IV. S. 336. 

Le Spet. Eo/zie/. Hilr. de PoiiT. I. p. 185. Der Pfeilfifch. Neuer Schauplati d. Natur. 

Th. IV. S. 464, 



Unfer Fifch ift der einzige in diefem Gefchlechte mit zwey Rückenfloffen, 
und dadurch leicht zu erkennen. • Der See- 



in der Kiemenhaut findet man fieben, in der Bruftfloffe vierzehn, in 
der Bauchfloffe fechs, in der Afterfloffe zehn, in der Schwanzflofle zwanzig, 
in der erften Rückenflolfe fünf, und in der zweiten zehn Strahlen. 

Der Kopf ift fchmahl, länglich, oben breit, und gröfstentheils mit klei- 
nen dünnen Schuppen bedeckt. Die Mundöffnung ift weit, und die Kinn- 
laden , von welchen die untere die längfte ift, find mit pfriemförmigen von 
einander abftehenden Zähnen befetzt, von welchen die vorderen in der Ober- 
kinnlade, größer und hinterwärts gebogen find. Der Gaumen ift glatt, aber 
di« beiden Lippenknochen find mit einer Reihe kleiner fpitzer Zähne befetzt. 
Auch die Zunge ift bewaffnet, fchmahl und frey. Die Nafenlöcher find ein- 
fach, und liehen mit den Augen nahe am Scheitel; diefe haben einen 
fchwarzen Stern und einen filberfarbenen Ring. Die Kiemendeckel find 
glatt und fchuppig, und die Kiemenhaut bedeckt. Der Rumpf ift geftreckt^ 
die Seiten find ein wenig zufammen gedrückt; der Rücken und Bauch rund, 

*) Die zwey erfien find Theil I. S. 229 — 240 befchrieben. 
Aüg. Naturg. d. Fifche. Th. xi. S 



he cht. 



138 ' Der Seehecht. 

und der After noch einmal fo weit vom Kopfe, als von der Schwanz- 
flofie, entfernt. Die Seitenlinie fängt am Genicke an, geht gerade über 
den Körper bis nach der Schwanzflofle hin, fteht hervor und ift glänzend 
filberfarben. Die Schuppen find dünn, weich und klein. Die Floffen ha- 
ben weiche und vielzweigige Strahlen, bis auf die erfte RückenflofTe, welche 
lauter einfache hat, bey den übrigen aber ift es nur der erfte. Die Seiten 
und der Bauch find weifs, und von den Floffen find die Bruft- Bauch- und 
Afterflofle röthlich. Die beiden Rücken, und die Schwanzfloffe haben ihre. 
Farbe mit dem Rücken gemein, welcher bäulicht ift.. 

Diefer Fifch ift ein Bewohner des mittelländifchen und atlantifchen- 
Meeres. Aus letzerem hat ihn der Pater Plümier bey den antillifchen In- 
feln, und im erfteren Forskäl in der Gegend von Griechenland gefunden. 

Willughby fahe ihn in Livorno c), Salvian rechnet ihn zu den 
römifchen £), und Celli zu den fardinifchen Fifchen c). Er wird an zwey 
Fufs lang, ift ein ftarker Räuber, und hält fich gewöhnlich an den Mün- 
dungen der Flüfse auf. Sein Fleifch ift derb, weifs und leicht zu verdauen, 
und kömmt am Gefchmacke dem Schellfifche gleich.. 

Der Magen ift lang, dünnhäutig und an der untern OefFnung mit ungefähr 
vierzig Anhängfein umgeben. Der Darmkanal ift kurz und ohne alle Beugung. 
Die Leber hat zwey Lappen- die Gallenblafe ift grofs, und die Milz länglich.. 
Die Schwimmblafe liegt längs dem Rücken und ift an felbigem befeftiget. 

In Rom nennt man diefen Fifch Luzzo - Marino ; in Genua Luzzaro? 
in Sardinien Sßrena und Luccio di Mare ; in Frankreich Spet ; in der 
Gegend von Marfeille Pei-Escone; in Griechenland T^arganes; in England 
Sea-Pike und Spith-Fifh; in Holland Pyl-Snoek; in Deutfchland Pfeil- 
und Seehecht, und in Arabien Magefd, Agam und Goedd. 

4) Ichth. p 273. c) Naturg. v. Sard. III. S. 202.. 

i>) Aquat. p. 70. 



Der Seehecht. joq 

Ärißotcles zählt ihn zu den Fifchen , welche fich in Haufen zufammen 
halten , welches auch WUlughby in den neuern Zeiten beflätiget. Arißotelcs 
gedenkt diefes Fifches zuerfl d); Bellon e), Sahn an f) und Rondelet g) 
haben ihn hiernäcM fall zu gleicher Zeit befchrieben und abgebildet, aber 
mit fchlechtem Erfolg; denn Sahian hat die erfte RückenflofTe , und Bellon 
wie auch Rondelet die Schuppen nicht angemerkt. 

Gesner h) hat die Rondeletfche, und Jonßon i") und Ruyfch <£) die 
Salvianfche Zeichnung kopirt. 

Aldrovand l) und WUlughby m) haben uns ein jeder eine neue Abbil- 
dung, jener eine fchlechte und diefer eine gute hinterlaffen. 

Bellon n) und faft alle folgenden Ichthyologen halten den Sudis des 
Plinius für unfern Fifch ; da diefer aber feinen Sudis unter die gröfsten und 
feltenften zählt, fo ergiebt fich hieraus, dafs er der unfrige nicht feyn kann, 
da fo wenig das eine als das andere von ihm itatt findet. 



d) H. A. Hb. 9. c.2.. i) DePifcib. tab. 18. fig. 1. 

e) Aquat. p. 167. k) Theat. Anim. tab. 18. fig. I. 
/) Aquat. p. 70. /) DePifcib. p. 10a. 

g) De Pifcib. p. 12 q. m) Ichth. tab. R. 2. 

A) Tcon, Animal. p. 73. n ) Aquat. p. 16 j, 



S 2 



1-40 



Der KnocJienhecht. 



DER K N O C HENH E C H T.. 

Efox offens. 
C C C L X X X V I ft e Tafel'. 

Die erfle Strahlen gezähnelf. K , Br.^, B/.'§, A. i, S. T \, R. £. 

4/bx radüs- prhnls ferralls. B..., P. — , F.— , A — , C. — -.,.£>. — ; 



Efox ofTeus. E. maxilla fuperiore Iongiore, 
fquamis ofleis. Iian. S. N. 
p. 516. n. 2. e^it. GmeL. 

P. I389- 
_ — &Mffc d. Naturf. Gefeüfch. 

Th. VIII. S. 177. 
• — — Bergiüs von den Leckereyen. 

Th. II. S. 231. 
Efox maxilla fuperiore Iongiore, cauda qua- 

drata. Artedi Gen. p. 14. n. 3. ed. Wallb. 

p. 88- Syn. p. 27. n. 3. 
Efox maxillis utrisque fübteretibus, fubu- 

latis ; fuperiore Iongiore: cauda qua- 

drata. Gronov Zooph. p. 118. n. 364. 

Muß I, p. 9.. n. 29. Schild- Snoek. Ind. 

rer. Natur* n. 355. 
Acusmaxima, fquamofa. Willughby TchtH. 

App. p. 2-2. tab. P. 8- fig.2.. 



Acus maxima, fquamofa viridis. Green Gar-. 
Fifh. CatesbyCa.ro\. 
TL p. 30. tab. 30. 

— — — Ray Synopf. Pifc.. 

p. 109. n. 3. 

Pfalifoftomus omnium maximus, ad tres 
pedes exerefeens ; fquamis ofleis quadra- 
tulis, obliquis, opus quafi foliaceum 
pulchrum conftituens; a dorfo ad me- 
dium ventrem viridis; ventre pallide 
rubro; fex pinnis inftruclus: duabus. 
lateralibusy in ventre et ad anum 
nnica; quinta caudae proxima, cui op- 
pofita eftfexta, cauda ovali. KleinMiff. 
Pifc. IV. p. 22. n. 1. Pfalifoftomus* 
ad priorem proxime accedens: n. i- 

Ikan Tfiakalang Bali, Balingoefche Geep^ 
Valentyn Ind.. p. 495. n. 459. fig, 459, 



Der KnochenTiedü. 141 

Geep Serooy. Renard. Hill, des PoifT, I. Le Caiman. Bonnaterre Encyclop. Ichth. 

tab. 8. fig. 56. p. 173. n. 1. PI. 71. fig. 292. 

— met cenen Körten Beek Sic. Zangenfchnauze, der gröfste, zu drey 

Boddaerd Naturl. Iiefcrib. p. 15.. Schuhen lang u. f. w. Neuer Schau- 

n , c6.. platz der Natur, Th. X.. S. 154. n.. 1. 

Trompette de Mer. Duhamel Trait. des. Der Zangenfchnauze n. 2. S. 155. 

Pech. III. p. 334. PI 27. Der. Schildhecht, ; Müll. L.S.W. S. 337.. 

Der erfte in allen Flößen gezähnelte Strahl unterfcheidet diefen Fifch nicht !a 

4. 
nur von den Hechten, fondern auch von allen übrigen nur bekannten Fifchen. Der K no . 

Das Gezähnelte- entliehet aber nicht, wie bey den übrigen , von Einfchnitten chenhecht. 

in dem knöchernen Strahl, fondern von den Spitzen der Schuppen, womit 

i'eder erfte Strahl belegt ift Auf einem jeden Gelenke des Strahles , welcher 

nicht wie fonft die harten Strahlen aus- einem einzigen Knochen, fondern 

wie die weichen aus vielen Gelenken befteht, fitzen zwey längliche, in eine 

Spitze auslaufende, knöcherne Schuppen, die mit ihren Spitzen auf den 

Schuppen der folgende Gelenke ruhen, und dadurch die fägeförmige Ge- 

ftalt verurfachen S; Fig. 1, 

Die Anzahl der Strahlen in der Kiemenhaut kann ich nicht angeben, 
indem fie meinem Exemplare fehlen. In der Bruftfloffe hingegen zähle ich 
zwölf, in der Bauchflöffe fechs, in der Afterflofle neun, in der Schwanz- 
flofle fünfzehn , und in der BückenflofTe neun Strahlen.. 

-Der Kopf "ift fläch, fchuppenlos und läuft in zwey lange, fehr flark 
bewaffnete Kinnladen aus, von welchen- die obere vor der untern hervor- 
ragt. Tn beiden [flehet man viele fpitze, von einander entfernte Zähne. 
An der obern Kinnlade nimmt man nach der Seite zu eine Furche, und 
an den Seiten des Kopfes viele eckige Figuren wahr. Die Augen ftehnn 
nahe am Winkel des Mundes,, und haben einen fchwarzen Stern,, welcher. 

s 3; 



14 2 D er Knochenheefit. 

von einem orangefarbenen Ringe umgeben wird. Die Nafenlöcher find 
einfach, und an der Spitze der Schnautze befindlich; die Kiemendeckel 
find geftrahlt, und die Kiemenöffnung ift weit. Die Schuppen diefes 
Fifches find fowohl wegen ihrer knöchernen Subftanz, als auch wegen ihrer 
Geftalt merkwürdig. Auf dem Rücken find fie herzförmig, an den Seiten 
länglich viereckig, am Bauche rautenförmig, und an den Hoffen, wie er- 
wähnt, fpitzig. Sie laufen in einer fchiefen Richtung vom Rücken nach dem 
Bauche zu, wie fie Fig. 3. vorgeftellt find. Jede Schuppe ift zum Theil 
von heller, und zum Theil von dunkeler Farbe, und fcheint aus mehreren 
Triangeln zufammen gefetzt zu feyn. Die Rücken- und Schwanzfloffe find 
am Grunde mit Schuppen belegt. Die Seitenlinie neigt fich nach dem 
Bauche hin, und der After ift dreimal fo weit vom Kopfe, als von der 
Schwanzfloffe entfernt. Die fammtlichen Strahlen find vielzweigig, die 
Flolfen kurz und röthlich , und die hintern fchwarz gefleckt. Die grün- 
liche Farbe des Rückens wird an den Seiten hell, und die am Bauche ift 
röthlich. 

Wir treffen diefen Fifch in den Seen und Flüfsen Oft - und Weftin- 
diens an. Valentyn gedenkt feiner in der Befchreibung von Oftindien; Ca- 
tesby in feiner Befchreibung von Carolina, und Brown in der von Jamaika. 
Schöpf zählt ihn zu den Fifchen von Neu- Jork 0), und ich habe den mei- 
nigen aus Charls-Town erhalten. Er erreicht eine anfehnliche Gröfse. Der 
meinige hat zwey und einen halben Fufs. Sein Fleifch ift fehr fett, und 
wird fo wie unfer gemeine Hecht zubereitet. Er ift ein fehr gefräfsiger Fifch 
und läfst fich daher leicht durch eine Lockfpeife fangen. 

In Oftindien wird diefer Fifch Ran Tßakalang, und von den dafigen 
Holländern Balgeefche Geeb genannt; in Weftindien heifst er bey den da- . 
figen Engländern Green Gar-Fifh; „die Franzofen nennen ihn Caiman, 

«) Schriften der Naturf. Gefellfch. VIII. S. 177. 



Der Knochenhechl. 143 

auch Aiguille de Mer; die Holländer Schild - Snoek , und die Deutfchen 
Knochenhecht. 

Lifler, der uns zuerft mit diefem Fifche bekannt machte,- gab uns 
auch eine Abbildung, die aber nicht getreu ift, indem unter andern Feh- 
lern auch die Kinnladen gleich lang vorgeftellt find a). Eben diefen Feh- 
ler hat auch die Cate'sbyfche Zeichnung £). Schlechter noch ift die Valen- 
tynfche c), und befler als beide die Duhamelfche d). Renard e) hat die 
Valentynfche , und Bonnaterre die Catesfcfyfche Zeichnung kopirt /). 

Es wundert mich, wie Linne g) noch zweifeln konnte, ob die grüne 
grofse Seenadel des Catesby , und der grüne Hecht, den Garden befchreibt, 
mit feinem Knochenhechte eine Art ausmache. Erfterer fagt ausdrücklich, 
dafs fein Fifch einen beinernen Ueberzug habe, der in viereckige Schuppen 
getheilt ift, welche in einer fchiefen Richtung nach dem Bauche laufen A), 
lauter Merkmahle, die den Knochenhecht, deutlich genug bezeichnen. 
Der Gardenfche ift eine eigne Art , indem er ihm dünne und weiche ' 
Schuppen, eine längere Unterkinnlade, fiebzehn Strahlen in der After - 
und eilf Strahlen in der Rückenfloffe giebt. Linne hat dagegen bey fei- 
nem Knochenhechte die Schuppen knöchern, die Oberkinnlade länger, in 
der Afterfloffe nur fünf, und in der am Rücken nur fechs Strahlen gefun- 
den. Gmelin hat daher ganz Recht, dafs er den grünen Hecht als eine 
befondere Art anführt, fehlt aber darin, dafs er den Catesbyfchen dafür 
Mit i% 



a) Willughby Ichth. tab. P. 8. fig. 2.. J) Encycl. Ichth. fig. 292. 

b) Carol. II. tab. 30. g) S. N. p. 516. n. 2. 

c) Ind. III. fig. 459, k) Carol. II. p. 30. 

d~) TraitedespedvPart.il. Sec"r. 9. PI. 27.. i} S. N. p, 1389. n. 10.. 
e) Hift. desPoiff. I. fig. 56. 



144 -® er Kno'cherihecht. 

Aus dem eben angeführten läfst fich Klein 's Frage, ob der erwähnte 
Catesbyfche mit dem oben gedachten Lifterfchen einerley Art fey k), 
leicht entfcheiden. 

Gronov irrt., wenn er die dritte Zangenfchnautze des eben gedach- 
ten Schriftitellers für unfern Fifch hält /); denn es ift, wie man aus der 
angeführten Figur fieht, der Hornhecht ra), indem die Schuppen darin 
klein, und die Schwanznoffe mondförmig vorgeftellt ift n). 



*) Miff. Pifc. IV. p. 22, n. 2. m) Efox Belone. Linn. 

I) Zooph. n. 364,. n) Willughby Ichth. App. tab. 3. üg, 2, 



DER 



Der kleine Schwer dtßjch. 



Hü 



DER KLEINE SCHWERDTFISCH, 

Efox braftiienfis. 

CCCXCIft« Tafel. 

Der Unterkiefer in eine lange Spitze auslaufend. K. 14., Br. 10, B. 6, 1 
A. ia, S. .18, R. 14. 

Efox maxilla inferiore in cuspidem elongata. B, XIV, P. X, V. VI, 
A. XII, C. XVIII, D. XIV. 



Efox brafilienfis. E. maxilla inferiore lon- 
giffima, corpore ferpentino. Linn, S.N. 
p. 517. n. 8. edit. Gmel. p. 1393. 

Efox maxilla inferiore tereti, cuspidata, 
longiifima: fuperiore breviffima. Gronov. 
Zooph. p. 11 8- n. 363. Brafiliaanfche 
Snoek. Ind. Rer. Nat. n. 355. 

Efox maxilla inferiore producta. The Piper. 
Brown, Jamaic. p. 443, n. 1. tab. 45.. 
fig. 2. 

Maftaccembelus corpore tereti, maculofo, 
quod linea viridis media fecundum 
longitudinem dividit; inferiore mandi- 
bula in fpiculam longum produ&a; 
Elefants - Neufe. Klein Mifc. Pifc. IV. 
p. 2 2. n. 2. Maftaccembelus mandi- 
bula fuperiore brevi circinata, inferiore 



an roftrum vel decies longius producta. 

n. 3. 
Acus mandibula fuperiore brevi, circinata, 

inferiorein roitrum enfiforme producta. 

Sloan Jam. p. 283. tab. 250. fig. 3. 
Aeus indica. Ray Synopf. Pifc. p. 1 1 o. n. 4. 
— — mandibula inferiore in fpicu- 

lum producta. Willughby Ichth. App. 

p. 4. tab, 6. fig. 4. tab.'p. 8. fig. 3. 
Elefants -Neufe. NieuhofInd.il, p. 272. 

% 7- 
Under Sword-Fifh, Grew, Muf. p. $7. 

tab. 7. 
Half - Beclc. Valentyn, Ind. III. p. 391. 

n. 143. fig. 143. Icon. Moeloet Be- 

tang. p, 446. n. 318. fig. 318. 
Half- Beck. Renard, Hift. de PoifT. I. 

fig. 187. Groot- Half- Beck, II. fig. 21* 



Allg. Naturg, d. Fifche. Th. XI. 



146 D&' Meine Schwerdlßfch. 

Le demi Mufeau. Hift. Gen. de Voyage V. Le petit Efpadon. E. Braiilienfis. E. man- 

P- 1 38* dibula fuperiorebrevi, circinata; infe- 

Le Balaou. Du Tertre Hift. des Antill. II. riore in roftrum enfi- forme producta. 

P* al 8. Bonnaterre Encycl. Ichth. p 175. n. 10. 

— — Plutnier M. S. PI. 72. fig. 298. 

Efpece d'Eperlan, ou Beccafine de Mer. Die Elephantennafe. Müller L. . S. Th. IV.. 

Pemctti, Hift. de Voyag.II. PI. 2. fig. g. S. 343. tab. 9. fig. 3. 



^ 5 '. J_Jie in einer langen Spitze auslaufende Unterkinnlade Riebt ein in die 
Der kleine ° ■ * o 

Schwerdt- Augen fallendes Merkmahl für unfern Fifch ab. 

In der Kiemenhaut zählt man vierzehn r in der Bruftfloffe zehn, m 
der Bauchsfloffe fechs , in der Afterflofle- zwölf, in der Schwanzfioffe acht- 
zehn, und in der RückenflofTe vierzehn Strahlen. 

Der Kopf ift klein, länglich, zufammen gedrückt, oben breit, unten 
fcharf, und bildet daher ein Dreieck. Die Oberkinnlade läuft in eine kurze 
und ftumpfe , die untere in eine lange und fcharfe Spitze aus. Diefe ift 
nahe an der Mundöffnung ,. flach und mit einer Furche verfehen. Beide find 
mit mehrern Reihen kleiner fpitzer Zähne bewaffnet. Der Gaumen und die 
Zunge find glatt, dagegen im Schlünde pfeilartige, gegen einander über 
ilehende Knochen wahrgenommen werden. Die Nafenlöcher, fo wie auch 
die länglich runden Augen, flehen nahe am Scheitel.. Diefe haben einen 
fchwarzen Stern, und einen filberfarbenen Ring Die Kiemendeckel find 
glatt und geftrahlt; die Kiemenö.ffnnr.g ift weit, und die Kiemenhaut be- 
deckt.. Der Rumpf ift geftreckt, und auf den Seiten etwas zufammen ge- 
drückt. Der After ift nicht weit von der Schwanzfloffe, und die Seiten- 
linie nicht weit vom Bauche entfernt.. Die Flößen find kurz , ihre Strahlen 
biegfam, und bis auf die erften an den Spitzen dreimal getheilt. An. der 
gabelförmigen Schwanzfloffe ift der untere Theil länger als der obere. Die 
Eauchfloflen flehen fehr weit hinten. Der Kopf und die Seiten, find filber- 



Der kleine Schwerdtßfch. 147 

färben, an letzteren fieht man fcliwarzliche Streifen; die FlofTen find bläu- 
lich, der Unterkiefer und die Seitenlinie grün. 

Wir treffen diefen Fifch im Oft- und Weftindifchen Meere an. Nieü- 
hof und Valentyn fallen ihn in Oftindien, Vlumier und da Tertre bey den 
antillifchen Infein, Brown und Sloane injamaica. Er wird zwölf bis fünfzehn 
Zoll lang, und hat, nach der Verficherung des duTertre, ein ungemein wohl- 
fchmeckendes Fleifch. Seiner Erzählung nach wird er am leichteften des 
Nachts beim Schein des Feuers gefangen. Wenn man nehmlich etwas Heu 
anzündet, fo follen fich diefe Fifche gleich zu taufenden um den Bord des 
Schilfes verfammeln a), und fo leicht in die ausgeworfenen Netze gerathen. 
Auch Renard ,3) verfichert, dafs diefer Fifch fehr fett fey, und dafs man 
daher in Oüindien Meine Wüxfte daraus mache , welche gebraten ein gutes 
Effen wären. 

Die Einwohner der antillifchen Infein nennen ihn Balaou; die Oftin- 
dier Man Moeloet Belang; die Engländer Under - Sword- Fifh und Piper; 
die Holländer Half-Bec, Elefa^s-Neufe und Brafdiaanfchen Snoek ; die 
Franzofen Demi-Mufeau, Beccaßne de Mer und Petit EJpadon, und die Deut- 
fchen Elephantennafe und Meinen Schwerdtßfch. 

Linne hält unrichtig den Tinucu der Brasilianer Für unfern Fifch c), 
jener ift unfer Hornhecht d), bey dem beide Kinnladen in eine Spitze aus- 
laufen, fo wie er auch vom Marcgraf vorgeftellt ift e). Diefer Fehler ift 
auch in die Gmelinfche Ausgabe übertragen worden. 

Klein führt unrichtig unfern Fifch als 2wey befondere Arten auf, wie 
folches aus den von ihm angeführten Figuren erhellet f ). 



ß) Hut. d'Antill. II. p. 2.19. 
5) Hift. des Poiff. II. tab. 5. 
c) S. N. p. 517. n. 8. 



d) Efox Bellone I. 

e) Brafil. p. 168. . 

f) Mifc. Pifc. IV. p. 22. n. 2. 3. 

T Q 



Hß Der kldl ^ Schverdtßfdi. 

Nieuhof, der uns zuerft mit diefem Fifclie bekannt machte, Innrer« 
auch eine Zeichnung, der aber die After- und Bauchflofien. fehleng), und 
diefe Zeichnung finden wir wieder im Wlüughby kopirt /;). Hierauf be- 
fchrieb Valeniyn unfern Fifch als zwey befondere Arten, und gab auch eben 
fo viel Abbildungen davon z), welche Renard beide kopirt hat k). Eben 
diefelbe Figur treffen wir auch in den allgemeinen Reifen wieder an. Auch 
Sloan gab uns eine Zeichnung, die aber ü nachläfsig' gemacht ifl, daß die 
Rauch- und Rückenfiöffe nicht einmal angedeutet find /). 

■Rafs Frage y ob unter Balaou des du Tertre unfer Fifch zu verliehen 
fey m), läfst fich bejahen, da feine Befchreibung mit dem Exemplare, das 
ich unterfucht habe, übereinnimmt. 

Gronov fagt, die Seitenlinie wäre kaum fichtbar, und in der Nähe des; 
Rückens befindlich.«). In der Zeichnung des Plumier fowohl, als auch: 
an dem Exemplar, das ich befitze, finde ich fie deutlich nahe am Bauche. 

Herr Pernetti hat unfern Fifch von neuem, abgebildet, aber mit fchlech- 
tem Erfolg, weil er die Bauchfloffen ausgelalfen hat o). Beffer ift die 
Brown (che gerathen /?) , die Bonnaterre kopirt hat q). La der von St. Müller 
ift die Seitenlinie weggelaffen worden /:).. 



g) Ind. II. p.Z72. fig. 7. m) Syn. Pifc, p. 110. n. 4... 

h) App. tab. 6. fig. 4. n) Zooph. p. 11 8. 

f) Ind. III. p. 191. fig. 143. p. 446. 0) Voyage PI. 2. fig. g. ' 

fig. 318. p) Jamaic. tab. 45. fig. 2. 

Ar) Hill. desPoifT. I. fig. 187. U- fig. 21. q) Encycl. Iehtb. fig. 298. 

I!) Jamaic, tab. 250. fig. 3. r) L. S. IV. tab. 9. fig. 3,. 



Der malabarifche Hecht 140 



DER MALABARISCHE HECHT: 

Efox malabancus. 

CCCXCIIfte Tafel. 

Zwey Hundszähne in jeder Kinnlade, fünf Strahlen in der Kiemenhaut. 
K. 5, Br. 11, B, 8, A. 10, S. 17, R/14.. 

Efox dentibus caninis quatuor, radiis quinque brangioßegae. B. V, P. XI, 
F. VIII, A. X, C. XVII, D. XIV. 



Lan erkennt diefen Fifch an den zwey Hundszähnen in jeder Kinnlade, . s 

6. 

und an den fünf Strahlen in der Kiemenhaut. De malaba- 

In der Kiemenhaut lieht man fünf, in der Bruftfloffe eilf, in der Bauch- rlfcheHeclu 
Söffe acht, m der Afterfloffe zehn, in der SchwanzfloiTe fiebzehn, und in 
der Rückenfloffe vierzehn Strahlen. 

Der Kopf ift flach, glatt, und von den Seiten zufammen gedrückt; 
die untere Kinnlade lieht vor der oberen hervor, und beide haben weniger 
grofse Zähne als die übrigen Hechtarten: der Gaumen und die Zunge aber 
find auf der nehmlichen Art, wie jene bewaffnet. Die Kiemenöffnung ift 
weit, die Schuppen fiud grofs und glatt, und die Strahlen weich und viel- 
zweigig. Die Rückenfloffe lieht der Bauchfloffe gegen über; die Seitenlinie 
ift in der Mitte,, und der After unweit der Schwanzfloffe. Der Rücken ift 

T 3 



150 B& rnalabar'ifche Hecht. 

grünlich; die Seiten und der Bauch find gelblich, und die Floflen grau mit 
braunen Queerflreifen. 

Diefen Fifch habe ich von dem Herrn Miffionaire John aus Tranque- 
bar erhalten. JEr hält fich in den dortigen Flüflen auf. Sein Fleifch ift 
weifs, und leicht zu verdauen. Im Manufcripte des Prinzen Moritz findet 
man einen Hecht nur mit vier Hundeszähnen überhaupt abgebildet; Marc- 
graf dagegen aber befchreibt ihn mit vier dergleichen in jeder Kinnlade. 
Ich bin daher zweifelhaft, ob beide einerley Fifch vor fich gehabt haben, 



$F 



Von den Eydechsßfchen überhaupt. 151 

1 m^^Es^sLi^m^^^ — . 



LXXIftes GESCHLECHT. 

EYDECHSFISCH E. 

Elops. 



Erster Abschnitt. 

Vom den Eydechsfifchen überhaupt. 

Dreifsig und mehrere Strahlen in der Kiemenhauf. 
Pifces radiis triginti et ultra in membrana branchioßega. 

Elops.. Linrt. S.N. Gen.181. p. 5 1 8- edit, Elops. Bonnaterre Encycl. Ichth. Gen. 9. 
Cmel. p. 1394. p. 176. 

— Forßer Enchirid. Gen. 66. p. 88- Eydechsfifche,. Leske Anfgr. der Naturg. 

— Saurel GoÜatt Hirh des PoiC Gen.. 4lftes Gefchl. S. 382. 
0.8* p. 105. 165.. — Müller L. S. IV. S. 344. 

■Die vielen Strahlen in der Kiemenhaut y deren Anzahl auf dreifsig und 
darüber fteigt, machen den Karakter diefes; Gefchlechts aus. 

Der Körper iE geflrecktj; der Kopf glatt „ und der Rumpf mit lieben 
Floflerc verfehen.. 



152 Von den Eydechsßfchen überhaupt. 

Sloane machte uns zuerft mit dem Eydechsfifche a) dem Linne ein 
eigenes Gefchlecht widmete, bekannt. Nach der Zeit hat Forskäl einen 
neuen befchrieben &), ihn aber unrecht für einen Silberfifch c) gehalten, 
dem auch Hr. Gmelin gefolgt ift d), allein die Gegenwart der vielen Strahlen 
in der Kiemenhaut, und der Mangel des Silbernxeifes zeigen hinlänglich, 
dafs er nicht zu den Silberfifchen gehöre. 

Diefes Gefchlecht enthält alfo vor der Hand zwey Arten, wovon ich 
aber nur eine befitze. 



ö) Sauriis maximus , Jamale, p. 384. c) Argentina. a.a.O. 

b) Argentina Machnata, Defcript, Animal. d) Linn. S. N. p. I.39.5. n. 4» 
!>♦ 68. n. 100. 



ZWEITER 



Der Eydedisßfch, i 5 3 



Zweiter Abschnitt. 

Von den Eydecksfifchen insbefondere. 

DER EYDE CHS FISCH 

Mops faurus. 

C C C X C I 1 I ft e T a f e 1. F i g. 1. 

Ein Schild am Kinne, die Rücken'flo'fle ^ler Bauchflo'fle gegen über. 
K.34, Br. 18, ß. 15, A. 16, 'S. 30, R.2Q. 

Elops fcuto mentalis pinna dorfali anali oppoßta. H. XXXIV, P. XVIII , 
V. XV, Ä. XVI, C. XXX, D. XXII. 

JJiefer Fifch macht fich durch das Schild am Kinne, und durch den Sitz '- 

der Rückenflofle, welche der Bauchflofle gerade gegen über fleht, kennbar. Der " E 

Das Schild ift ein länglich runder, dünner Knochen, vorn an der Un- dechsfifch. 
•terkinnlade und hinten an der Kiemenhaut, wo fie beide zufammen ftofsen, 
befeftiget. Fig. 2. Er fcheint die mit zarten Strahlen verfehenen Kie- 
menhaut zu unterftützen. Sollte fich diefes Schild auch bey den übrigen 
Eydechsfifchen finden, fo würde es ein gutes Gefchlechtskennzeichen ab- 
geben. 

AlIg.Naturg. d.Fifche.Th.xi. U 



154. Der Eydedisfifcli.. 

In der Kiemenhaut hat er vier und dreifsig, in der Bruftfloffe acht- 
zehn, in der Bauchflofle fünfzehn, in der Afterfloffe fechszehn, in der 
Schwanzfiöffe dreifsig, und in der Rückenfioffe zwey und zwanzig Strahlen.. 

Der Kopf ift zufammen gedrückt, fchuppenlos, lang, und oben ein we- 
nig flach. Die untere Kinnlade ift die längfte, und beide find, fo wie auch 
die Zunge, und der Gaumen mit vielen kleineu Zähnen befetzt. Die Lip- 
penknochen find lang und am Rande ein wenig gezähnelt. Die Nafenlöcher 
find doppelt, und flehen zwifchen der Mundfpitze und den Augen in der 
Mitte. Letztere, nahe am Scheitel, haben einen fchwarzen Stern und einen 
theils gelben theils rothen Ring. Die Kiemendeckel find glatt, und aus zwey 
Blättchen zufammen gefetzt. Die Kiemenöffnung ift weit; die Kiemenhaut 
liegt frey; die Seitenlinie ift gerade, und endiget fich in der Mitte der 
Schwanzfiöffe. Der After liegt noch einmal fo weit vom Kopfe, als von der 
gabelförmigen Schwanzfiöffe entfernt. Die Schuppen find dünn und glatt. 
Die fämmtlichen Strahlen find weich, zart und an den Spitzen getheilt. Der 
Rücken ift bläulich, die Seiten und der Bauch find filberfaibig, und die Flof- 
fen grau. Ueber der Bauch- und der Bruftffoffe nimmt man eine Mittelfioffe 
■wahr. EinUmftand, der mir bey der letzten Floffe noch an keinem andern 
Fifche vorgekommen ift. In der Schwanzfiöffe find zwey Flecke fichtbar. 

Diefen Fifch habe ich vom Dr. Ifert aus Acra auf der guineifchen Kulte 
erhalten. 

Da ich an meinem Fifche weder eine doppelte Kiemenhaut, noch den 
Stachel über und unter der Schwanzfiöffe, die Lihne an feinem Eydechsfifche 
bemerkte, finden konnte, fo find beide unftreitig zwey ganz verfchiedene 
Fifche, wenn nicht der Linneifche etwa ein Männchen gewefen. Auch der 
Machata des Forskai e) kann er nicht feyn,. da andiefem die erften Strah- 
len in der Rücken- und Afterfloffe ftachlich find. 

a) Defcript. Animal. p. 69. 



Von den Korna.hr enfifclien überhaupt: 155 

~a^fe&Mfc^ , ^ 



'1$F'- 



LXXIIftes GESCHLECHT. 

, KORNÄHRENFISCHE, 
Atherina. 

Erster Abschnitt. 

Von den Kor nähr enfif che n überhaupt. 

Zwey Hoffen am Rücken, ein Silberftreif an den Seiten. 
Pifces dipterygii ßria longitudinali argentea, 

Atherina. Zinn. S. N. Gen. 183. p. 519. Atherine. Gouaiu Hill, des PoifT. Gen. 40. 
eilt. Gmel. p. 1396. p. 107. 189. 

— Artedi Syn. p. II 6. edit. Schneiden Atherine, Bonnaterre~Encyd,Ichth. Gen. 1 1, 

p. 176. p. 1/8. 

— Gronov. Muf. I. p. 23. Zooph/ Aehrenfifch. Leske, Anfangsgr. d. N. G. 

p. 130. 43ftes Gefch!. S 382. 

— Forfier, Enchiiid. Gen. 56. p. Sj- Kornährenfifche. Müllen. L, S. IV. 5,349. 
< — Pennant, B.Z.lll. Gen. 36. p. 328. ■ 

JLJie zwey mit Strahlen verfehenen Floffen am Rücken , und der auf jeder 
Seite vom Kopfe bis zur Schwanzfloffe laufende Siiberftreif find die Merk- 
mahle diefes Gefchlechts. Es enthält zwey Arten; nehmlich den mittellän- 

1 U 2. 



156 Von den Kor nähr enßjclien überhaupt. 

difchen a) und den. carolinifchen Kornährenfifch £). -Der Körper diefer 
Fifche ift fchmahl, klein, ihre Schuppen find dünn und filberglänzend. 

Arißoteles erwähnt bereits des Kor nähr enßfc lies unter dem oben ange- 
führten Gefchlechtsnahmen c), welchen er, dem Hajelquiß zu Folge d) auch 
noch bey den heutigen Griechen führt. Bellon befchreibt einen kleinen 
halbdurchfichtigen Fifch mit zwey Rückenfl offen , der in Marfeille, Genua 
und Rom Lavonus heißt c). Da aber die folgenden Ichthyologen feiner nicht 
erwähnen,, fo weifs ich nicht, ob unfer Fifch darunter zu verftehen fey.. Bald 
darauf befchrieb Rondelet zwey ähnliche Fifche, die er auch abbilden liefs £). 
Wenn die Zeichnungen anders getreu find, fo find fie auch verfchieden. In- 
deflen will üe Gronov nur für eine Art gelten lauen g ) : Artedi hingegen hält 
den einen für eine Abänderung des andern //.)., Ich glaubte im Duhamel oder 
in Bonnaletre hierüber Aufklärung zu finden ; allein diefer führt nach dem 
Linne nur eine Art an, und jener hat neun Arten befchrieben und abgebildet,, 
aber fo wenig karakteriftifch , dafs man ungewifs bleibt, ob es nur eine oder 
mehrere Arten find /): denn die verfchiedenen Benennungen, unter, denen er 
fie aufführt, beweifen weiter nichts, als dafs ein Fifch. in verfchiedenen Ge- 
genden verfchiedentlich benannt wird. 

In den neuern Zeiten machte uns Linne k), Forskäl '/) und Hottuyn m), 
ein jeder mit einem neuen Kornährenfifche bekannt. Erfterer führt indelfen 



« ) Atherina Hepfetus. E. 
3) — menidia.. 

c) H. A. lib. 9. c. 2. 

d) Reif. S. 427. 
O Aquat. p. 2.37. 

/) De Pifcib. I. p. 215. 216, 
g\ Zooph. n. 399. 



ä) Syn. p. 116.. 

z) Traite'depech.III. p. 151 — 157.PK31. 

fig. 3 . PI. 4. fig.i — 8. 
k) Atherina Menidia. S. N. p. 519. n. a.. 
/) A. Sihama. Defcript. p. 70. n. 102. 
m) A. japonica.. Holland. Maatfeh.. XX.. 

p.340. n.29.. 



Von den Kornähr enfif dien überhaupt. 157 

unrichtig die Menidia des Brown zu feinem Fifche an : denn da diefer nur eine 
Rückenfloffe hat n), und Linne an dem feinen zwey bemerkt, fo können 
beide auch nicht einerley Fifch feyn. 

Herr Gmelin bemerkte diefen Irrtlium, und macht aus dem Brown- 
fchen Fifche eine befondere Species unfers Gefchlechts o), wohin er 
jedoch nicht wohl gebracht werden kann, da Linne der Kiemenhaut nur 
fechs Strahlen giebt, Brown aber, noch einmal fo viel gezählt hat. Diefer 
Fifch hat fehr viel ähnliches mit der Anjovis/?). 

Herr White hat kürzlich einen Fifch befchrieben q~), welcher feiner 
Meinung nach, ein Kornährennfeh feyn foll; allein feiner Abbildung zu 
Folge, ift es die erwähnte Menidia des Brown. Seine Frage, ob er der 
Hepfetus des Linne fey r kann ich verneinen, da er nur mit einer Riicken- 
nolfe verfehen ift. 



;j) Brown Jamaic. tab. 45. fig. 3.. q~) Atherina auftralis. Journal of a Voyag. 

0) Linn. S. N. p. 1397. n. 5. p. 196. 

y) Clupea Encraficolus.. Linn.. 



Ü3 



i'58 



Der Komährenßfch. 



=^ 



Zweiter Abschnitt. 

Von den Kornährenfifchen inshefondere. 



DER KO RNAHREN FISCH. 

Atherina Hepfetus. 

CCCXCIIIfte Tafel. F i g. 3. 

Die Schuppen rautenförmig, dreizehn Strahlen in der AfterflofTe. K. 3; 
Br. 13, B. 6, A. 13, S. ao, R. 8, 10. 

'Atherina fquamis rhombeis, radiis tredecim pinnae ani. B. III, P. XIII, 
V. VI, A. XIII, C. XX, D. VIII, X. 



Atherina Hepfetus. A. pinna ani radiis fere 

duodecim. Linn. S. N. 

p.519. ed. Gmel.p. 1396. 

•*— — Inmifch Baluc turcis. 

Hafelquift. Reife S. 4217. 

— — arab. Agu Gefchgafch, 

AbuKesckül,Kefchkufch. 
Forskäl Defcript. Anim. 
p. 69. n. ior. 

— — Sauclet. Brünnich. Pifc. 

Maflil. p. 80. 



Atherina. Artedl Syn. p. 116. n. 1. cd. 
Schneid, p. 176. 

— Gronov ' Muf. I. p. 2.3. n. 66. 
Zoopk. p. 1 30. n. 399. A3. Hebet. 
IV. p. 266. n. 171. 

— Arifiot. Hill. Anim. üb. 6. c. 17. 
lib. 9. c. 2. 

— Oppian, de Pifcib. lib. I. v. Io8- 

— graecorum, Lathorinus Romanis. 
Bellon. Aquat. p. 135. 

— Rondel. de Pifcib. I. p. 216. 



Der Ko 1 7 1 ii h i enjlfch. 



t'59 



Atherina. Alarov. de Pifcib. p.217. Melet. Rondel. Hift. des PoifT. I. p. 1S0. 

- — Gesner Aquat. p. ja. Icon. p. 3. Le Joel. Äther, maxillis tantum denticu'latis 



Thierb. S. 2. b. 

— Jonßon de Pifc. p. 73. tab. 29. 

fig-13- 

— Ruyfch Theat. Änimal» p. 5T. 
tab. 29. fig. 13. 

— Willughby Ichth. p. 209. tab. 
N. 12. fig. 2. 



pinna, aniradiis 12. Bonnaterre Encycl. 
Ichth. p. 17S. n. i. PI. 73. fig. 302. 
Preffre d'Aunis, Gra.d'as de "St. Malö. Du- 
hamel, Trane" depech.III. p. 152. PI. 4. 
fig. 2? 
The Atherine, Smelt. Pennant, B. Z. III.. 
p. 328. tab. 65. n. 1 57. 
Pifcicuius Anguella venetiis diclus. . Ray Der mittelländifche Kornährenfifch. Müll.: 

Synopf. Pifc. p. 79. n. 2- L..S, IV. S. 349. 

Lavaronus. Bellon. Aquat. p. 237? 

an erkennt diefen Fifch an feinen rautenförmigen Schuppen, und an den 
dreizehn Strahlen in der Afterfloffe. 

In der Kiemenhaut zählt man drey, in der Bruftfloffe dreizehn, in der 
Bauchfioffe fechs, in der Afterfloffe dreizehn , in der Schwan zfloffe zwanzig 
in der erften Rückenfioffe acht , und in der zweiten zehn Strahlen: 

Der Körper ift geftreckt und zufammen gedrückt; der Kopf fchuppen- 
los, die Mundöffnung weit, der Unterkiefer länger als der obere, und beide 
haben folche kleine Zähne, dafs man fie nur mit einem fcharfen Auge wahr- 
nehmen kann. Die Lippenknochen find breit, und die Nafenlocher dicht 
an den Augen befindlich. Diefe haben einen fchwarzen Stern und' einen, 
weißen Ring. Die Kiemenöffnung ift weit, und die Seitenlinie in der Mitte 
des Körpers. Die Strahlen find weich und vielzweigig. Die erfle Rücken- 
fioffe fleht der Bauchfioffe, und die zweite der Afterfloffe gegen über.. Die 
Schuppen find v/eich und glatt. Der Rücken ift bräunlich, die Seiten find 
bläulich , der Bauch filberfarben. und die Floffen grau.. 



Der Korn- 
ährenfifch. 



160 Der Kornälirenftfch. 

Dielen Fifch treffen wir in verfchiedenen Meeren an. Forskäl Mi rlin 
im rothen Meere, Hafelquiß zu Smirna ä); Gronov b) zählt ihn zu 
Hollands , und Pennant zu Englands Fifchen. Duhamel gedenkt mehrerer 
Küften Frankreichs, an denen er gefangen wird. Brünnkhe hat ihn häufig, 
fowohl an der englifchen Infel Sheppy, als auch in dem Hafen von Mar- 
feille c), und WiUughby in Venedig gefehen. Hr. Pennant erzählt,-, dafs 
er im Meere, unweit Southampton in Menge gefangen werde, und dafs 
er fich dafelbft nur bey ftarker Kälte verliere d). Seine Laichzeit fällt 
in England zwifchen dem Ende des Monats März und Anfange des Jun. 
Um diefe Zeit erfcheint er auch am häufigften. Die Schuppen fallen leicht 
ab, und fein Körper ift halb durchfichtig. Er hat ein gutes Fleifch, das 
gekocht und gebraten genoffen wird. Die Fifcher bedienen fich feiner als 
Köder bey dem Fifchfange. 

In England heifst diefer Fifch Atherine., und zu Southampton befonders 
Smelt; die Holländer nennen ihn Koornaairvifch ; die Dänen Söhbandet; 
die Schweden Silfverßsk; von den Franzofen wird er Preßer und Atherine^ 
und zu Marfeille befonders Saudet genannt; in Venedig heifst er Anguella; 
in Genua Qiienaro ; in Sardinien Segreto, und an mehrern Orten Italiens 
Aterina und Spillancola ; in Spanien Aterina, und in Portugal Peic-Rey y 
und Peixe-Rey ; von den heutigen Griechen wird er Atherine, von den 
Türken Inmifch Baluk , und von den Deutfchen Kornährenßfch genannt. 

Gronov hält die Atherina und den Hepfetus des Rondelet nur für eine 
Art e): allein, da fowohl die Befchreibung, als die Zeichnungen unend- 
lich 



a) Reif. S. 427. d) B. Z. III. S. 32g. 

J) A<ä. Helv. IV. p. 266. n. 171. e) Zooph. n. 399. 

c) DePifcib. Maff, p. 81. - 



Der Kornährenßjch. löi 

lieh von einander abweichen/), fo £Uie ich nicht ein, mit was für Recht 
man Rondclet ohne vorhergegangene Unterfuchung befchuldigen könne, 
eine Art unter verfchiedenen Nahmen befchrieben, und abgebildet zu haben. 

Der Fifch, weichen Bellon unter Atherina befchreibt und abbildet, und 
von dein er fagt, dafs er in Venedig Angella und In Marfeille Saucles heifst, 
kann der unfrige nicht feyn, da er ihm nur eine Rückenfloffe giebt. Auch 
ftimmt die Abbildung nicht mit der Befchreibung überein, diefe fetzt die 
Bauchflofle in der Mitte des Körpers, und jene unter den Bruftfloflen g), 
Artedi hat daher auch unrecht, wenn er diefen Fifch für eine Abänderung 
der Atherina hält Ji). 

Der Preflre d'Aunis des Duhamel fcheint unfer Fifch zu feyn, da 
eines Silberftreifes gedacht wird, und die Seitenlinie in deffen Mitte ge- 
zeichnet ift /). Dem Rondelet haben wir die erfte Zeichnung zu verdan- 
ken, welche, als Holzfchnitt betrachtet, fo ziemlich getreu Ift. Sie ward von 
Aldrovand., Willugliby, Johnßon und Ruyfch kopirr. Herr Pennant gab 
uns eine neue Abbildung k), die Bonnaterre nachftechen liefs. 



/) DePifcib. I. p. 215. 216. i) Traite de pich. III. p. 152. PI. 4. 

g) Aquat. p. 237. fig. 2. 

h) Syn. p. 117. jt) b. z. III. PI. £5. 



Allg. Naturg. d. Fifche. Th.Xl. X 



;i6a 



Von den Meeräfchen überhaupt. 



^ 



LXXIIIftes GESCHLECHT. 

MEERÄSCHE'N. 
Mugil. 



Erster Abschnitt. 

Von den Meeräfchen überhaupt. 

Zvvey Flößen am Rücken, einen Kiel innerhalb der Unterkinnlade. 
Pifces dipterygii, maxi Ha inferiore intus carinala. 

Mugü. Zinn. S.N, Gen. 184. p. 510. edit. Mouge, Goüan. Hift. des PoifT. Gen. 15. 
G?7ze/. p. 1397. P- I0 5 - J 59' 
Artedi, Gen. 26. p. 32. Mugile,i?onn<zi.Enc. Ichth. Gen. 1 2.P.179. 

— Gronov. Zooph. p. 129. Mulet, Duhamel Trait. de pech. III. p. 143. 

— Forßer, Enchyr. Gen. 65. p. 88. Mullet, PennantB. Z. III. gen. 37. p.329. 
Ceftreus, Klein Mifc. Vife, IV. p. 23. Meeräfche, Müller L. S. IV. S. 352. 

JL/ie zwey-Floflen am Rücken, und der innerhalb der Unterldnnlade befind- 
liche Kiel find die Kennzeichen diefes Gefchlechts. Diefer Kiel greift, bey 
gefchloffenem Munde, in die Furche ein, welche in der Oberkinnlade be- 
findlich ift. 



Von den Meerafchen überhaupt. 163 

Äußer diefem leicht zu erkennenden Merkmahle bemerkt man noch 
folgendes an diefen Fifchen. Elftem ift keine Seitenlinie zu erkennen ; zwei- 
tens, find die Zähne fo fein, dafs man fie nur mit einem Sucliglafe wahr- 
nehmen kann; drittens, find die Strahlen in der erften Rücken ftöffe flach- 
lich; viertens, ift der Magen fo dick und hart, wie bey den kcrnerfr eilenden 
Vögeln; fünftens, wird die Kiemenhaut von fechs Strahlen unterftützt; 
fechstens haben fie grofse Schuppen, und einen fleifchigen Körper, und endlich' 
fiebentens, ift faft bey allen die Mundöffnung gleich gebildet, und die Anzahl 
der Strahlen übereinftimmend. Da wir diefe Fifche in allen vier Welttheilen 
antreffen, fo konnten fie auch den altern Naturkiindigern nicht unbekannt 
feyn; allein, wieviele Arten fie gekannt haben, läfst fich eben fo wenig 
mit Gewifsheit behaupten, als beftimmen, ob auch die verfchieden Arten, 
welche die fpätern Ichthyologen befchrieben und abgebildet haben, wirk- 
lich verfchieden find. Beim Arißoteles fcheinen die Fifche , deren er unter 
den Benennungen Cephalus , Muco, Labeo und Ceßreus erwähnt, hieher 
zu gehören. Am letzteren ift folches zwar nicht zweifelhaft, da er an ihm 
die eben erwähnte Eigenfchaft des Magens bemerkte a); allein, da er eben 
diefen Fifch an einem andern Orte für einen ftarken Räuber erklärt £), fo 
mufs noch ein anderer Fifch unter diefem Nahmen bekannt feyn, weil der 
unfrige weder mit einem weiten und ftark bewaffneten Munde, noch wie 
ein Raubfifch, mit einem häutigen Magen verfehen ift. 

Unter den eigentlichen Ichthyologen führt Bellon einen c), und Rondelet 
vier auf d); allein, die Befchreibungen und Abbildungen find von der Art, 
dafs man ungewifs bleibt, ob nur einer oder mehrere darunter zu verliehen 



d) H. A. üb. 3. c. 14. d) Cephalus, Ceftreus, Myxone und Che- 

£) I. 3. B. Iib. 9. c. 2. • Ion. de Pifc. p. 25S — 267. 

c) Cephalus feu Mugil. Aquat. p. 210, 

X 2 



164 Von den Meeräfchen überhaupt. 

find. Jovius führt fieben e), und Salvian neun auf /). Das letztere ift in 
den neuern Zeiten auch vom Duhamel gefchehen g ) ; da aber die beiden letz- 
tem nur einen abgebildet, und die übrigen nicht karakteriflifch bezeichnet ha- 
ben, fo bleiben wir noch in der nehmlichen Ungewifsheit. Nach dem Cetti 
unterfcheiden zwar die Genuefer drey /z), und die Neapolitaner vier Arten i) ; 
allein, nach den eignen Worten defTelben, haben fich keine fichere Un- 
terfcheidungszeichen entdecken lalfen , wonach fie in mehrere Arten ver- 
theilt werden könnten k~). Im Marcgraf finde ich zwey, welche fehr merk- 
lich von einander abweichen, und für zwey Arten gelten muffen; die drey 
hingegen, die Brown anführt /), find wahrfcheinlich ebenfalls nicht mehr 
als zwey Arten, davon der eine allein in füflem, der andere aber ohne Un-- 
terfchied in füffem und falzigem Waffer angetroffen wird. Ob fie von dem 
marcgraffchen verfchieden feyn mögen, getraue ich mir nicht zu beftimmen., 
Selbft nach dem Linne, der zwey Arten anführt, macht ihr Unterfchied 
nur ein einziger Strahl aus, indem er der erften fünf, und der zweiten 
vier Strahlen in der vordem Rückenfloffe giebt m), und zu jener den 
Gronovy bey dem diefer Floffe doch nur vier Strahlen enthält, anführf. 
Ich halte daher fo lange feine beiden Arten nur für eine, bis jemand die 
amerikanifche oder die Catesbyfche Meeräfche genauer befchrieben haben wird. 
In den neuern Zeiten befchrieb Molina einen aus Chili n), Forskäl 
zwey neue nebft vier Nebenarten aus dem rothen Meere 0), und ich werde 
ebenfalls zwey neue nebft einer Nebenart befchreiben. 

O De Pifcib. rom. c. x. l~) Mullet, Calapaver orCoromai, Moun- 

f) Aquat. p. 75, — 77. tain or Hog.-Snout Muller. Jam, p. 450. 

g) Trab de pgch. III. p. 143 — 147. m) S.N. p.520. 

Ä) Muggine nero, capo groflb und Salta-- n) Mugil chilenfis. Naturg. v. Ckil.S. 198. 

tore. o) — Crenilabis, M. Chanos, M. Se- 
il) Cefalo, Ozzone,! Tumula oder Lifla heli, M. Oeur, M. Täde, M. Ifte. 

und Concadita. A.a.O. Defcr. Anim, p. 73. n. 109. HO. 
k} I. a. B. S. 204. 



w 



Der Härder. 



165 



=: ^ 



Zweiter Abschnitt. 

Von den Meeräfchen insbesondere. 



DER HÄRDER. 

Mugil Cephalus. 

CCCXCIVfie Tafel. 

Schwarze Linien am Körper. K. 6, Br. 17, B.f , A. r \, S. 16, R. a, g. 

Mugil corpore nlgro lineato. B. VI, P. XVII y V. — , A. — , C. XVI, 



Mugil Cephalus. M. pinna dorfali anteriore 
quinqueradiata. Linn. S.. N. p. 50.0» 
n. 1. edit. Gmel. p. 1397. 

— Artedi, Gen. p, 32. n. 1. Syn. p. 52. 
edit. Schneid, p. 69. Spec. p. 71. 

— argenteus minor, pinna anteriore dorfi 
radiis quatuor,. the MuIIet, Brown, 
Jamaic. p. 450. 

— Gronov Zooph. p. 129. n. 397. 
MuC.I. p. 35. n. 85. Härder. Ad. 
Helv. IV. p. 266. n. 173. 



Ceftreus, Klein. Pifc. V. p. 13. 

Mugil imberbis, Charlet. Onom. p. r 5 r. n.7. 

— Cephalus , Arabis Buri. Hafelqu. Reife 

S. 428. n. 91. 

— — turc. Kefal-Balük, arab. 

Buri, Mukfehen, Forskai, 
Defcript. p. XVI. n. 38. il 
Caplar. p. XIX. 

— — •• Maflilienfibus Mugeo Mu- 

jou. Brünniche, Pifc. Maff. 
p. 81 n. 98. 

x 3 



i66 



Der Härder. 



MugilOvä*. v. 137. 

— Plin. N. H. üb. 9. c. 15. 17. 

— Aldrov. de Pifc. p. 508. 

i — Jonft. p.ro6.tab.23.fig.5- 

■ — Ruyfch Theat. An. p. 71. tab. 23. 

fig- 5- 

— Cephalo, cefalo, Sah. Aquat. p. 75. 

— Cephalus, Willugh. p. 274. tab.R. 3. 

— — HßySynopf. Pifc. p.8 4.11.4. 

— Ariftot. H. A. Hb. III. c. 1 4. Cephalus 
1. 8. c. 2. 

Cephalus, Oppian, de Pifc. üb. 1. V. III. 

— Jov. de Pifc. roman. c. 10. 

— Rondel. I. p. 2 60. 

— Bellon Aquat. p.2lO. 

— Gcy/zer — p. 549. Icon.p.69. 
Thierb. S. 35. 



Baiana, Härder, Vakntyn, Ind. III. p. 458. 

n -356. fig- 356. 
Blanacq, Renard, Hift. de Pohl. I. üb. 2. 
fig. 10. 

— Hardervifch. Bodd. Naturlick. p. 4. 
Muggini, "Cefalo, Ozzone, Tumula oder 

Lifla, Concadita, Muggine nero, capo 
grofTo, Saltatore. Cetti Sard.III. S. 203. 

Mullet, Pennant B. Z. III. p. 329, n. 158. 
PI. 66. 

Le Mulet, ou Meuille de Poitou. Duham. 
Trait. de pech. III. p. 143. PI. 2. 

fi g. 3- 

— Rondel. Hift. des Poiff. I. p. 207. 
LeMuge, Bonnaterre Encycl. Ichth. p. 179. 

. n. 1. PI. 73. fig. 304. 
Der Grofskopf. Müller L. S. IV. S. 352. 



Die nach der Länge laufenden fchwarzen Linien machen das Kennzeichen 

Der Härder, diefes Fifches aus. 

In der Kiemenhaut zählt man fechs, in der Bruftflofl'e fiebzehn; in der 
Bauchflofle fechs, in der Afterfloffe zwölf , In der Schwanzfloffe fechzehn , in 
der erften Rüclcenflofle vier, und in der zweiten neun Strahlen. 

Der Kopf ift oben breit, auf den Seiten zufammen gedrückt, und ganz 
mit Schuppen bedeckt. Letztere find grofs, vorzüglich am Rumpfe, wo 
man an jeder Reihe eine von den erwähnten Linien wahrnimmt. Die 
Mundöffnung ift klein, die Kinnladen find von gleicher Länge, und mit 
fehr kleinen Zähnen verfehen. An der untern ift in der Mitte inwendig 
ein Kiel fichtbar, welcher in der Furche der Oberkinnlade einpafst, Die 
Lippen find fleifchig, die Zunge ift rauh, und im Schlünde find zwey 



Der Härder. 367 

rarpelartige Knochen vorhanden. Die Lippenknochen find fchmahl, und 
endigen fich in eine gekrümmte Spitze. Der oberhalb derfelben befindliche 
Kopfknochen endiget fich wie bey den Knorhähnen in viele Spitzen. Die 
Kiemenöfmung ift weit; die Kiemenhaut liegt frey , und an der innern Seite 
des Vorderkiemendeckels ift eine halbe Kieme fichtbar. Der After ift noch 
einmal fo weit vom Kopfe als von der SchwanzflolTe entfernt. Die erfte 
- Rückenfloffe hat lauter harte, der Bauch einen, und die Afterfloffe drey der- 
gleichen Strahlen; alle übrigen find weich und vielzweigig. Die After- 
Schwanz- und zweite Rückenfloffe find am Grunde mit Schuppen bedeckt. 
Der Rücken ift braun; die Seiten find weifs und fchwarz linirt; der Bauch 
filberfarben, und die Floffen blau. 

Diefen Fifch treffen wir in allen vier Welttheilen an. Hr. Penn an t 
rechnet ihn zu den englifchen; Gronov zu den holländifchen; Celti zu den 
fardinifchen und neapolitanifchen; Jovlus zu den römifchen; Willughby zu 
den genuefifchen und venetianifchen , und Forskäl zu den malthefifchen, 
türkifchen und arabifchen Fifchen. Duhamel giebt mehrere Flüfse und Meer- 
gegenden von Frankreich zu feinem Aufenthalte an. Hafelquiß fand ihn in 
Smirna und häufig im Nil; Valentyn in Oftindien; Brown in Jamaika, und 
Phonier bey den antillifchen Infein. Er gehört zu den Fifchen , welche zu 
beftimmten Zeiten aus dem Meere m die Flüfse gehen. Er erfcheint fchaa- 

renweife nahe an der Oberfläche des Waffers, und hält fich unweit den 

/ 

Ufern auf, befonders da, Wo fich die Flüfse ins Meer ergiefsen. Wenn 
den Fifchern die Farbe des Waffers bläulich erfcheint , fo wiffen fie fogleich, 
dafs fich in diefer Gegend eine grofse Menge derfelben befindet. Sie um- 
zingeln ihn dann mit ihren Netzen, und indem fie diefelben zufammen 
ziehen, fo treiben fie ihn unter vielem Geräufche nach und nach in die 
Enge. Sobald aber der Fifch diefes merkt, fo fucht er irgendwo unter 
dem Netze eine Oeffnung; und haben fich nur erft einige durchgefchlichen, 



168 Der Härder. 

fo folgen die andern nach. Findet er keine dergleichen OtiTmvng, fo rettet 
er fich durch das Springen über'sNetz, und es gefchiehet nicht feiten , dafs 
die Fifcher von einem Trupp, den fieauf 500 fch ätzten, kaum ein Dutzend 
fangen. Der Menfch, der fich der liftigften Thiere zu bemächtigen wc-ifs, 
war auch hier nicht unthätig. Die Fifcher zu Boufigues haben ein Netz er- 
funden, wo er felbft durch das Entfpringen noch ficherer in die Falle ge- 
räth. Sie befeftigen nehmlich an dem gewöhnlichen Netze andere derglei- 
chen von fackförmiger Geftalt, die fie Canat oder Sautade nennen. Eine 
Genaue Befchreibung davon findet man im Duhamel a). 

Diefer Fifch geht im May, Jun und Jul in die Fliifse über, und fteigt 
in denfelben wie der Lachs hoch hinauf. Am Ausfluffe der Loire bemerkt 
man Fifche von zweierley , nehmlich von hellerer und dunkler Farbe. Diefe 
bleiben beftändig im Meere, jene aber find diejenigen, welche die Fliifse 
befuchen. Da es bekannt ift, dafs gewiffe Fifcharten vorzüglich deswegen 
in die Flüfse gehen, um darin ihr Gefchlecht fortzupflanzen; fo verdient 
es eine genauere Unterfuchung, ob diejenigen, welche in der See bleiben, 
eine eigene Art ausmachen, oder ob der Gefchlechtstrieb bey diefen noch 
nicht entwickelt ift. Der Härder kömmt in dem füfsen Waffer fehr gut 
fort, daher denn auch der aus den Flüfsen, weil er fetter ift , dem aus dem 
Meere vorgezogen wird. Er läfst fich in die Landfeen mit einem reinen 
Grunde verfetzen, und wird gewöhnlich aus dem Salzwaffer gekocht, mit 
Oel und Zitronenfaft, auch gebraten verzehrt. Beim häufigen Fange wird 
der Ueberflufs theils eingefalzen, theils geräuchert, zum fernem Gebrauche 
aufbewahrt, Aus dem Rogen wird eine Art Caviar gemacht , der unter dem 
Nahmen Boutargue bekannt ift. Man bereitet ihn folgendermafsen zu. Nach- 
dem der Fifch aufgerifsen worden, werden die Eierfaamen fammt dem Ro- 
gen 

*) Trait. de pech. III. p. 145. 



Der Härder. igg 

gen heraus genommen, mit Salz beflreut, und nachdem er fo vier bis fünf 
Stunden gelegen hat, zwifchen zwey Bretter gebracht, um das Wafler aus- 
zuprefTen, worauf er denn mit einer leichten Lake gewafchen, und an der 
Sonne getrocknet wird. Da diefes in den drey oben erwähnten Sommer- 
monathen gefchiehet, fo ift er innerhalb acht bis vierzehn Tage vollkommen 
trocken. Bey Nacht bringt man ihn in ein Gebäude, damit er nicht vom 
Regen oder Thau leide. Um ihn zu genießen, wird er vorher mit Oel 
und Effig zubereitet. In der Provence und in Italien fchätzt man diefes 
Gericht fehr. 

Er lebt, fo wie der Karpfen, von Pflanzen und Würmern. 
Das Darmfell ift fchwarz; der Magen klein und fleifchig; der Darm- 
kanal hat mehrere Umwindungen, und beim Anfange deffelben nimmt man 
lieben Anhängfei wahr. Die Leber und Milz find grofs , und de* Milch, 
ingleichen der Rogen doppelt. 

Bey den Engländern heifst diefer Fifch Mull et ; bey den Holländern 
Härder, Hardervifch; bey den Deutfchen Härder und Grofskopf; bey den 
Franzofen Mulet und Meuille ; in Marfeille wird er Mugeo, Mujou; in 
Maltha Caplar; in Rom Cefalo ; in Venedig Cievalo ; in Genua Mugglne 
nero, Capo grofo und Saltatore; in Sardinien Mugglnl, Cefalo, Ozzane 
Cumula, Lijfa und Concordita; in Arabien Buri und Mukfchen; in de* 
Türkey Kefal-Balüh; in Oftindien Baluna, Blanov und Haeder benannt, * 
unter welcher letztern Benennung er auch in Jamaika bekannt ift. 

Dem Gronov zu Folge, foll der Paroli derBrafilianer unfer Fifch feyn a); 
allein, da diemarcgraffcheBefchreibung fo kurz ift, dafsnur die darin vorkom- 
mende holländifche Benennung Härder auf unfern Fifch pafst J), fo bleibt dies 
fo lange unausgemacht, bti ein Naturkündiger den Fifch erft unterfucht hat. 

a) Zooph. n. 397. b) BrafiIi pi8u 

Allg. Naturg. d. Fifche, Th. XI. Y 



X 7 o Der Haider. 

Brown' s Frage: ob der Thynnus des Willugliby^c) unfer Fifch fey dy, 
läfst fich mit nein beantworten. Er ift vielmehr die Aefche e}, wie folches 
aus der FettfiofTe deutlich, zu erkennen ift. 

Beim Klein 1 f) mufs anftatt Willughby tab. R. \.fig. 4. tah.'Ä. 3 .fig. 4. flehen. 

Unfer Fifch ift zwar von Willughby^ Artedi , Gronov, Pennantxm&Du*. 
liamel, umftändlich aber von keinem nach allen Theilen richtig befchrieben 
worden. So fprechen ihm alle bis auf Gronov die Zähne ab. 

Linne gedenkt eines kleinen umgebogenen Zahns über den Winkel des 
Mundes g), den auch Duhamel in feiner Zeichnung ausgedrückt hat h)- 
allein, diefes ift nichts weniger als ein Zahn, fondern der Lippenknochen, 
der bey diefemFifche fchmahl und rund ift, anftatt dafs er bey andern Fifchen 
am Ende dünn und breit zu feyn pflegt. Da indeffen diefer Umftand nur 
bey einem trocknen Fifch fichtbar ift, fo flehet man daraus, dafs beide 
Schriftfteller ein getrocknetes Exemplar vor fich gehabt haben. 

Eben fo unrichtig ift es, wenn Gronov die am Rande gezackte,, knö- 
cherne Hülle des Kopfes, für ein befonderes Blättchen, und Duhamel k) für 
einen eigenen, kleinen gezakten Knochen anfleht. Plinius hat gar diefen 
Knochen zu einem fonderbaren Nutzen beftimmt. Er erzählt nehmlich, dafs 
diefer Fifch bey einer ihm drohenden Gefahr den Kopf in die Erde ftecke, 
und dafs ihm diefer Knochen alsdann anftatt eines Ankers diene /). Bey 
den Knorrhähnen ift die Kopf hülle ebenfalls gezackt.. 

c) Tab. N. 8. >0 Tiaic - de.pech. III. Sech 6. PI. II. 

d) Jamaic. p. 450. ög- 3- 

e) Salmo Thymalus. Linn. *) Zooph. n. 397. 
/). Miff. Pifc. V. p. 23, *) I. a. B. p. 14.3. 

#) Seine Worte find ; Denticulus inflexus l) N. H. lib. 9. c. 17,. 
fupra Sinus oris. S, N. p. 5 i0 - 



Der Tang. 171 



DER TANG. 

Mugil Tang. 

CCGXCVfle Tafel. 

Die Mund Öffnung eng, die Kiemendeckel fchuppenlos. K. 6, Br. ia^ 

B.x, A..Ä. S. 16, R.ä, 9 . 
Mugil ere angvßo, operculis desquamaiis.. B. VI, P. XII, V. — , A — , 

axvi, £>.—, ix. 

JLjiefer Fifch mächt fich durch den kleinen- Mund und die fchuppenlofen : 
Kiemendeckel kennbar. Der Tang. 

In dt-r Kiemenhaut zählt man fechs, in der Bruftfloffe zwölf, in der 
Bauchfloffe fechs, in der Afterfloffe eilf, in der Schwanzfloffe fechzehn, in 
der erffen Rückenflofle vier und in der zweiten neun Strahlen. 

Der Kopf ift fchmahl und abfchüfsig-, der Mund und die" Kopfhülle- 
wie beim vorhergehenden gebildet. Die Nafenlöcher find doppelt, und 
die Augen haben um ihren fchwarzen Stern einen theils weifsen , theils gelben 
Ring. Unter der weiten Kiemenöffnung liegt die Kiemenhaut verborgen. 
Auf den grofsen Schuppen nimmt man in der Mitte einen länglichen gelben 
Fleck wahr. Der After ift zweimal fo weit vom Kopfe, als von der Schwanz- 
floffe entfernt. Der erfte Strahl in der Bauch- und Afterfloffe, und die 
fämmlkhen Strahlen in der erften Rückenflofle find hart, die übrigen weich 
und vielzweigig. 

Der Rücken ift braun, die Seiten find weifs, und die Floffen braungelb. 

DiefeU Fifch habe ich vom Dr. Ifert aus Acara auf der guineifchen Küfte, 
erhalten. Er lebt in den Flüffen , hat ein fettes und wohlfchmeckendes 
Fleifch, und wird daftlbft Tang genannt. 



172 Der Tang. 



Eine Abänderung. 

Ach habe vom Herrn Miffionair John aus Tranquebar einen Fifch erhal- 
ten, welcher dem Tang fehr ähnlich ift, und der nur in folgenden Punk- 
ten von ihm abweicht. 

l ) ift der Kopf kleiner. 

q) flehen die Augen näher am Scheitel. 

3) find die Nafenlöcher weiter aus einander. 

4) find die Lippenknochen fchmäler. 

5 ) fiehet man auf den Schuppen nur eine gelbe Linie. 

6) find die Kiemendeckel kleiner und mit Schuppen belegt. 

7) ift die Rückenfloffe niedriger. 

8) hat die Afterfloffe einen Strahl mehr, und 

9) ift die Farbe viel heller. 



Der JVeltmund: 173' 



DER W E I TM U N D. 
Mugil PJumieri. 
CCCXCVIfte Tafel. 
Die Mundöffnung weit. K..., Br. ia, B. 7, A. 10, S. 9, R, £.. 
Mugil ore amplo. £..., P. XII, V. VII, A.X, C.IX, D. — . 

Cephalus americanus, vulgo. Atoulri. Plumier M.. S. 

— d'Amerique ou Moulet dore* de riviere. Gautier fourn. de phyf. III. p. 440, 
PL 12.. 

JL/ie weite Mundöffnung dient diefem Fifche zum Merkmahle.. 

Die Auzahl der Strahlen in der Kiemenhaut kann ich nicht angeben, Der Weit- 
indem ich die Zeichnung aus dem Plumier genommen habe, in der Bruft- mua - 
Hoffe hingegen zähle ich zwölf, in der Bauchfloffe heben , in der Afterfioffe 
zehn, in der Schvvanzfloffe neun, und in der Rückenffoffe vier Strahlen.. 

Der Kopf ift flach und bis auf die Kiemendeckel mit Schuppen be- 
fetzt; die Kinnladen haben einerley Länge, und eine Reihe fehr kleiner 
Zähne. Die Augen haben einen fchwarzen Stern und einen orangefarbe- 
nen Ring. Die Kiemenöffnung ift weit, und die Kiemenhaut zum Theil 
bedeckt.. Der Rumpf ifl dick, fleifchig und mit breiten Schuppen ver- 
leben, und der After noch einmal fo weit vom Kopfe als von der Schwanz- 
floffe entfernt. Die Strahlen in den Rückenfloffen find einfach;, die in den 
übrigen Floffen aber vielzweigig. 

Y 3; 



»74 Der Wehmund. 

Die herrfchende Farbe an unferm Fifche ift die gelbe* 
- Plumier* fand ihn in den Flüfsen der Infel St, Vincent, und giebt ihn 
für einen fetten und woluTchmeckenden Fifch aus. Die dangen Einwohne* 
nennen ihn Atoulri, und die da befindliehen Franzofen Mutet dore. "Wir 
Deutfchen legen ihm den Nahmen Weitmund bey. 

Gautier hat die plümierfche Zeichnung fchlecht fcopirt, ohne ihn zu 
nennen a). 



<z) Journ. de phyf.-IIL PI. 12. 

Ende des eilften Theils. 



t>. MARCUS ELIESER BLOCH'S, 

ausübenden Arztes zu Berlin; der Göttinger, Utrecliter, Frankfurter, Vliersinger, Maynzifchen und Haderner Soeie« 

täten der Wiflenfchaften ; der Berliner, Danziger, Hallifchen, Londner und Zürcher naturforfclienden Gerellfchaftent 

der römifcli-kayferlichen Akademie der Naturforfcher ; der Petersburger, Leipziger, Bayerifclien und Cellifchen 

ökonomifchen Gefellfcliaften Mitglieds oder Correfpondenten 

NATURGESCHICHTE 

DER AUSLÄNDISCHEN FISCHE. 

MIT SECHS UND DREISSIG AUSGEMALTEN ABDRÜCKEN NACH ORIGINALEN. 



NEUNTER THEIL. 




BERLIN, 1795. 
Im Verlage der Morinofchen Kunltkandlung 



V o 



n diefem Theile, womit ich das Werk beschließe, wird man nur 
wenige Fifche finden , welche Linne in feinem Syftem angeführt hat. 
Verfchiedene davon weichen von diefem fofehr ab, daß ich ihnen 
eigene Gefchlechter widmen mufste. Ich würde diefes Werk noch 
mit einigen Theilen vermehrt haben, wenn nicht der Krieg die 
Schiffahrt unficher machte, und meine Freunde in Weft- und Oft- 
indien abhielte, bey dieferUnficherheit, Koften und Mühe zu ver- 
wenden. Sollte die Ruhe bald wieder hergeftellt werden , und mir 
Gott noch einige Jahre das Leben friften: fo werde ich einen Nach- 
trag liefern, um diefes Fach der Naturgefchichte fo vollftändig, als 
mir bey meiner entfernten Lage von dem Meere möglich ift, zu 
liefern. Ich zweifle nicht daran, dafs andere Naturkündiger, welche 
Gelegenheit haben, aus allen Weltgegenden Fifche zu erhalten, es 
fich werden angelegen feyn laflen, mich von den noch übrigen Fi- 
fchen mit getreuen Zeichnungen zu befchenken. Alsdann läfst fich 
auch auf eine gründliche fyftematifche Fifcheinth eilung denken, 
wozu mich verfchiedene Gelehrte aufgefordert haben. Zum beque- 
mern Gebrauch diefes Werks, habe ich ihm ein dreifaches Regifter 
angehangen. Berlin, den iften May 1795. 



I n h a l t. 



Von den ßiegenden Fifchen überhaupt. Seite 3. 
Der Springer S, 10. Taf. CCCKCVII. 

— Hochflieger . 14. — CCCXCVHI. 

— Mittelfloffer - 17. — CCCXCIX. 
VonAen Fingerfifchen überhaupt. S. 19. 

Der 'Kalamin 'S. 11. Taf. CCCG. 

Die Stumpfnafe - 26. — CCCCI. 

Der Paradiesfifch - 28. — CCCCII. 

Von den Heringen überhaupt. S, 30. 
Der Karpfenhering S. 33. Taf. CCCCill, 



Die Borftenfloffe 


• ?y. 


— CCCCIV. 


Der chinef, Hering 


- 38. 


— ccccv. 


— Pikhard 


• 40. 


— CCCCVI. 


— african. Hering, 


■ 4-y- 


— CCCCVII. 


Das Silbarbahd. 


■46. 


— CGCCVIII. 


'on den Karpfen über, 


haupt. 


S. 48. 



Der Herirjgskarpfen S. 49. Taf. CCCCVIII. 

— Franfeninund - fo. •- CCCCIX, 
Das Glotzauge • fi, — CCCGX. 
Der Wönköndei - j 2 . — CCGCXI. 

— Sichelkarpfen . 5-3. — GCCCXII. 
Nachtrag zu denfämmtlichen 12 Theilen. S. 57, 

— zum erflen Theile S. 56. 

— ~— zweiten — - 62. 

— — dritten — - 66. 
Von den Bauchkiemen überhaupt. S. 66-, 

Der Blindfifch. S. 67. Taf. CCCCXIII. 

Das Silberneunauge - 74. — CCCCXV. 
Nachtrag zum vierten Theile. S. 78. 

— — fünften — - 81. . 

Der glatte Hornfifch S. 82. Taf. CCCCXIV. 
Von den Kahlbrüßen überhaupt, S. 85. 
Der Kettenfifch, 5, 84. Taf. CCCCXV. 



Der Netzfifch S. 85". Taf. CCCCXVI. 
Die afrikan. Kahlbruft — CCCCXVII. 
Von den Hahkiemin überhaupt. S. %6. 
Die mar mor. Halskieme. S. 87. T. CCCCXVrtl. 

— ungefleckte — _ _ CCCCXIX. 
Von den-Doppelhalskiemen überhaupt. S.88. 

Die Doppelhalskieme.-S. 88,-Taf. GCCCXIX. 

— graue Decke. 'S. 90. — CCCCXX. 

— «überdecke - «92, — CCCCXXI. 

— fchwarze Decke - 93. — CCCCXXII, 
Von den Kahlaftemixberhaupt. S. 94. 

Der Hawkenfifch S. 95-, Taf. CCCCXXIII. 
Von den PlattRöpfen Überhaupt. S. 96. 

Der Schaufelkopf. S. 97. Taf. CCCGXXIV, 
Nachtrag zum fechfien Theile. S. 99, 

— — Jiebenten — -- 101. 
DerBorftenträger. S. 101. Taf. CCCCXXV. 

— Sichelfleck. . 103. — CCCCXXV. 
—dreifarbige Klippfifch. S.103. — CCCCXXVI. 

— gefleckte — . 304. —CCCCXXVI. 
Von den Stachelfchwänzen überhaupt. S. 105% 

Der Segelträger. S. 106. Taf. CCCCXXVII. 
Nachtrag zum achten und gten Theile. S, 107. 

— — zehnten Theile. S. 108. 
Diczahnlofe Makrele. S. 109. T. CCCCXXVIII, 

— kleine — - 110. — CCCCXXIX. 
Nachtrag zum eilften Theile. S. 112. 

Der Tumbu. S. 112. Taf. CCCCXXX. 
Von den Stachelrücken überhaupt. S. 113. 

Der Stachelrückjen. S. 113. Taf. CCCCXXXI. 
Nächtrag zum zwölften Theile, S. ny. 

Der malabar. Hering; S, 115-. T. CCCCXXXII. 

— Nafenhering. -116. —CCCCXXIX. 



ALLGE- 



ALLGEMEINE NATURGESCHICHTE 

DER FISCHE. 

ZWÖLFTER T H E I L 



ODER 



DER AUSLANDISHEN 
FISCHE. 

NEUNTER THEIL, 



=^ 



LXXIVtes GESCHLECHT. 
FLIEGENDE FISCHE. 

Exocoetus. 



Erster Abschnitt. 

Von den fliegenden Fifchen überhaupt. 

Die BruftflofTe und der Rumpf von gleicher Länge. 
Pisces pinnis peäoralibus longitudine trunci. 

Exocoetus. Hart. S. N. gen. 185. p. 520. Muge volant, ou Faucon de mer. Gouan 

edit. Gmel. p.1399. Hift. des.Poiff. gen. 46. p.108. 201. 

— Artedi Gen.ö.p. 8. edit. Wallt. Flying-Fish, Pennanc. B. Z. III. gen. 38. 

P- 48. p. 333- 

Gronov. Zooph. p. 116. Exocet. Bonnaterre Encyclop. Ichth. gen. 

— Forft. Encliiridon. gen. 54. 13, p. i8r. 

P- 87. Fliegende Fifche. Müll L. S. IV. S. 354. 

Lucius n. 5. Klein MuT. Pifc. V. p. 75. Fliegfifch. Leske Anfangsgr. d. N. G. 45tes 

G.S.383. 

JLlie fehr langen Bruftfloffen , welche bis an die SchwanzflofTe reichen, ge- 
ben ein leicht in die Augen fallendes Merkmahl für die Fifche diefesGefchlechts 
ab, da keine andern aus der Klaffe der BauchflofTer mit dergleichen verfehen 
find. Aufler diefem Merkmahle ifl diefen Fifchen folgendes noch befonders 

A a 



4 Von den fliegenden Fifchen überhaupt. 

eigen: Erftlich haben fie zehn Strahlen in der Kiemenhaut; zweitens ift der 
Kopf ganz fchuppig; drittens ift die Seitenlinie nahe am Bauche und nimmt 
nicht über, fondern unter dem Kiemendeckel ihren Anfang ; viertens mangelt 
den Augen dieTCickhaut; fünftens find fowohl an der untern als obern Kinnlade 
Lippenknochen vorhanden, welche im Winkel zufammen ftofsen. Diefe meint 
Zz/zn/wahrfcheanlich, wenn er in feinem Naturfyftem fagt, die Kinnladen find 
mit einander verbunden a) t Hätte er die eigentlichen Kinnladen gemeint, 
fo würde er nicht bey den Heringen etwas angegeben haben, was nicht nur 
allen Fifchen , fondern auch überhaupt allen Gefchöpfen eigen ift. Sechftens 
ift der untere Theil -der gabelförmigen SchwanzflofTe länger, als der obere; 
fiebentens ift ihr Körper viereckig; achtens haben fie innerhalb des Mundes 
-fowohl an der Ober- als Unterkinnlade eine loofe Haut, welche, wenn man 
die Luft durch eine Kiemeröffnung einbläfst, fich vereinigen, und den geöff- 
neten Mund fchliefsen. Diefe Einrichtung dient dem Fifche, da fie einen 
Luftbehälter abgiebt, fo wie den Vögeln, zur Erleichterung ihres Fluges. 
Neuntens haben dieBauchfloflen nur fechs Strahlen undfitzen weit auseinander; 
zehntes find die fämmtliche Strahlen weich. 

Diefe Fifche erheben ficli in die Luft, und können fich eine Zeitlang 
darin halten. Diefer Eigenfchafc haben fie auch ihre Benennung zu verdan- 
ken, und durch fie wird die Lücke in der Kette der Thiere, zwifchen den 
Fifchen und Vögeln ausgefüllt. Sie fliegen gewöhnlich zwey bis drey Fufs 
hoch, in fenkrechter Stellung des Körpers, über dem WafTer. Sie können aber 
nicht über ein bis zweihundert Schritt weit fliegen: denn fobald die Flügel 
trocken werden, ziehet fich die dünne Haut in felbigen zufammen, wodurch der 
Fifch gehindert wird, fich länger in der Luft zu erhalten. Weil die Luft bald 



c) Seine Worte find : maxillis connexis. S, N. p. 530, 



Von den fliegenden Fifchen überhaupt. 5 

mehr, bald weniger trocknet, fo wird auch die Weite ihres Fluges hiernach 
beftimrnt. Die Urfache ihrer Erfcheinung in die Luft ift die Verfolgung der 
Raubfifche und Thiere, denen fie dadurch zu entgehen fuchen. Die vorzüg- 
lichflen ihrer Feinde find die Doraden b), verfchiedene Hayfifche, der Thun- 
fifch c), der Bonnet- d) und der Braunfifch e). 

IndefTen fehlt es diefen unfchuldigen Gefchöpfen auch in ihrem neuen 
Elemente nicht an Verfolgern, indem die WafTer- und Stofsvögel jhnen da 
auflauern. Diefe find unter andern der Pelican f) , der Fregatvogel g) und 
der fliegende Phaeton h), welche diefe Fifche bewegen, in ihr voriges Ele- 
ment zurück zu kehren, oder wohl gar zu den Menfchen ihre Zuflucht zu neh- 
men, und fich in die vorübergehenden Schiffe niederzulafTen; aber auch 
hier ift: ihr Schickfal mifslich, indem fie eine gute Speife abgeben. 

Fliegende Fifche treffen wir in den warmen Gegenden aller vier Welt- 
theile an. Sie werden in Oft- und Weftindien , im rothen und im mittellän- 
difchen Meere gefangen. Dann und wann trifft man auch wohl einzelne in 
den nördlichen Gegenden an, und zwar im Canal zwifchen England und Frank- 
reich, die wahrfcheinlich von einem Sturme, indem fie befländig mit dem 
Winde fliegen, dahin getrieben worden find. Bey diefen Zügen fallen fie 
bisweilen auf die Schiffe. 

Bey den alten Naturkündigern finden wir zwar einige Nachricht von 
einem fliegenden Fifche ; allein , ob es der fliegende Seehahn i), oder einer 
von unfern fliegenden Fifchen fey, läfst fich nichr wohl entfeheiden, da wir 



b) Coriphaena Hippurus. /) Pelecanus Pifcator. 

c) Scomber Thynnus, #) Aquüus. 

d) 1— Pelamis. h) Phaeton aethereus. 

e) Delphinus Phocoena. i) Trigla volitans Lim. 

A 3 



6 Von den ßiegenden Fifchen überhaupt. 

fo wenig genaue Befchreibungen als Abbildungen von ihnen haben. Die erfte 
Zeichnung eines fliegenden Fifches hat uns Bellon (1553) geliefert. Bald 
darauf (1554) wurde dieferFifch, welches unfer Springer \ftk) von Rondelet 
und Salvian aufs neue, aber unter verfchiedenen Benennungen, vorgeftellt. 
Jener nennt ihn fliegende Meer aef che V), und diefer Meerfchwalbe m).- Da alle 
drey Zeichnungen nicht getreu find, fo wurden fie von den folgenden Ichthyo- 
logen bald für eine und bald für mehrere Arten erklärt. Nach der Zeit be- 
fchrieb Pifo n) einen aus Brafilien. Diefe zwey Species waren zur Zeit be- 
kannt, als Artedi fein ichthyologifches Syftem herausgab. Er beftimmte zwar 
den fliegenden Fifchen ein eignes Gefchlecht, unter dem Nahmen Exocoetus, 
und macht die langen BruftfloiTen mit zum Kennzeichen o); allein, in feiner 
Synonymie führt er zwey Fifche dazu an/?), welche weder lange BruftflofTen, 
noch fonft eine Aehnlichkeit mit unfern Fifchen haben. Man fehe die Zeich- 
nung des einen Fifches im Rondelet q) und des andern im Jonfion r), £o wird 
folches meine Behauptung beitätigen. Den eigentlichen fliegenden Fifch 
macht er nur zu einer Abart davon, wie folches aus den dazu angeführten 
Schriftftellern deutlich erhellt s), und läfst den aus dem Pifo weg. Linni 
widmete diefen Fifchen ebenfalls ein eignes Gefchlecht unter der Artedifchen 
Benennung und führt zwey Arten auf/); allein, das angegebene Unterfchei- 
dungszeichen, welches er vom runden und eckigen Bauche hernimmt, iil fo 
unficher, dafs er felbft an feiner ZuverläfTigkeit zweifelt u). Die eckige Figur 



k) Exocoetus exiliens L. q) De Pifcib. I. p. 193. v 

l) Mugil alatus. De Pifcib, I. p. 267, - r) tab. 15. fig. 8. 

m) Hirundo, Aquat. p. 185. s) Artedi Synon. p. 18. 

n) Pirabebe. II. Ind. p. 61. t) S. N. p.520. 

o) Gen. p. 8. ") J. a. B. p.52T. 

p) p, 18. n. I. 



Von den fliegenden Fifchen überhaupt. 7 

des Bauches bey diefem Fifche rührt von der Seitenlinie her, welche nahe am 
Bauche ift, und von gebogenen, fcharfen und harten Schuppen gebildet wird; 
Schwillt der Bauch gegen die Laichzeit an , fo tritt er hervor, wird rund und 
die Ecken verfchwinden. Im zweiten Nachtrag zu feinem Naturfyftem glaubt 
er eine neue Art zu befchreiben, bey der er die langen Bauchflofien zum Kenn- 
zeichen macht x), und diefer ift eben der, welchen wir oben aus dem Bellon, 
Salvian und Rondelet kennen gelernt haben. Auch hat Zinne unrecht, wenn 
er einen zahnlofen Mund mit zum Kennzeichen diefer Fifche macht y), da der 
eben erwähnte mit Zähnen verfehen ift. Scopoli j), Leskea) und Forfler b) find 
durch ihn verleitet worden r das nehmliche zu behaupten. Auch Klein ift nicht 
glücklicher in der Beftimmung der fliegenden Fifche gewefen. Er nimmt nur 
eine Art an, erklärt fie zahnlos, und gefeilt fie defTen ungeachtet den Hechten 
bey c). Forskäl unter den neuern, glaubt eine neue Art zu befchreiben; allein 
fchon die Benennung non volitans zeigt an, dafs fie nicht hieher gehöre d). 
Wahrfcheinlich hat er einen kranken Fifch vor fich gehabt, von dem er 
felbft fagt, dafs er nur aus Haut und Knochen beftünde. 

In den neuern Zeiten haben wir mehrere Originalzeichnungen von fliegen- 
den Fifchen erhalten. Es haben nehmlich Calesbye), Brown/), Houttuyng), 
Ftrnetti h), Bonnaterrei) und Renard k} ein jeder eine, Vakntyn l) zwey, 
und Duhamel m ) viere geliefert. 

x) Exocoetus exiliens. Gmel. L. S. p. 1400. f) Philofoph. Trans, vol. 68- tab. 12. 

j) S. N. p. 520. g ) Müll. L.S.IV. tab. 9. fig. 4 

? ) Introd. ad H. N. p. 454. h ) Voyag. aux Isles Malouin. II. PI. 1. fig. 4, 

fl ) Anfangsgr. der N. G. S. 383, i) Encyclop. PI. 100. fig. 409. 

b) Enchirid. p 87- Je) Hift. desPoiff I fig. 67. 

O Miff V". p.75. /) Ind. III. fig. [65. 487. 

d) ütfeript. A. p. XVI. n. 39; m) Pech. Part 2. Sea.3. PI- 23. fig. 1.2. 

e) Carolin, tab. 8. Se&. 4. PI. j. fig. 3. Seet, 8. PI. 6. fig. 3. 



g Von den fliegenden Fifchen überhaupt 

Nach genauer Unterfuehung habe ich nicht mehr als die zwey bereits oben 
angeführten Arten darin erkennen können. Bey dem einen fitzen die Bauch- 
flofTen unweit der AfterflofTe und find grofs, bey -dem andern nahe an der Bruft 
und find klein. Da ich noch einen dritten aufweifen kann, bey dem die 
BauchflofTen mitten am Bauche fitzen; fo mufs ich diefen für einen neuen erklä- 
ren. Es ift jedoch möglich, dafs Renard, Pernetti, Catesby oder Bonnaterre 
einen folchen vor fich gehabt haben: denn da in diefen Zeichnungen die Bauch- 
flofTen fehlen, fo läfstfich nichts gewifTes darüber fagen. Eine von den Du- 
hamelfchen Figuren hat zwar die FlofTen in der Mitte; allein, da felbige auch 
mit ein Paar HalsflofTen, und ohne Seitenlinie erfcheint, fo fleht man leicht 
ein, wie wenig man fich auf eine folche Zeichnung verlafTen kann n). 

Rudbeck glaubt, dafs der Selav der Ifraeliten ein fliegender Fifch gewefen 
fey, woran jedoch Linne mit Recht zweifelt, und nach dem, was wir von feiner 
Naturgefchichte bereits gefagt haben, dafs er nehmlich nur in geringen Haufen, 
über der Oberfläche des Meeres, kleine Strecken fliege, begreift man leicht, dafs 
ein folcher Fifch die nach Fleifch heifshungrigen Ifraeliten nicht habe befriedi- 
gen können. 

Bevor ich diefen Artikel fchliefse, will ich noch eineNachricht zusPlumier 
anführen, welche eine nähere Unterfuehung verdient. Er erzählt in feiner 
Handfchrift, dafs der Rogen des fliegenden Fifches eine folche Schärfe habe, 
dafs man nicht im Stande fey, das minderte davon zu verfchlucken, indem er 
fo entfetzlich brenne, dafs fich die Haut vom Gaumen und der Zunge fogleich 
inFafern ablöfe. Da ich aus der Befchreibung nicht abnehmen kann, welche 
Art er gemeint hat, fo wäre es ein Gegenftand der "Unterfuehung, welcher 

eigentlich 

n) Trait. d. Pech. Part. 2. Sed. 3. PI. 32. fig. I. 



Von den fliegenden Fifihen überhaupt. 9 

eigentlich um die antillifchen Infein einheimifch ift, und ob fleh die Sache 
wirklich fo verhalte: auch ob denn das Fleifch diefes Fifches in diefem Falle 
nicht fchädlich fey; ferner, ob diefe Eigenfchaft von einer gewiffen Nahrung 
herrühre, oder ob die Natur den Eyern abfichtlich diefe Eigenfchaft er- 
theilt, um fie vor Nachftellungen zu fichern, und dadurch die Fortpflanzung 
diefer Gefchöpfe zu befördern; endlich, worin eigentlich die giftige Nah- 
rung beftehe. 

Ich gehe nunmehr, nach dem , was ich von dem Gefchlechte diefer Fäfche 
überhaupt gefagt habe, zu der Beschreibung derjenigen, die ich befitze, be- 
fonders über. 



Allg. Naturg. d. Fifche. Th.XII. 



Der Springer. 



Zweiter Abschnitt. 

Von den fliegenden Flfchen insbefondere. 



DER SPRINGER. 

Exöcoetus exiliens. 

CCCXCVIIfte Tafel. 

Lange JBauchflofTen unweit des Afters. K. 10. Br, ig. B. 6. A. 12. S. 22. 

R. 11. 
Exöcoetus pinnis ventralihus dohgatis propt anum. B. X. P. XVIIL V. VI. 

A. XII. C. XX IL D. XL 



Exöcoetus exiliens. E. pinnis ventralibus 
caudam attingentibus. Linn. S. N. edit, 
Gmel. p. T40O. n. 3. 
Exöcoetus. Artedi Spec. p. 35. Gen. p. 8- 

Syn. p. 18. var. 
Hirundo, Arondelle de mer, Gallis, Lan- 
dola, Maflilienfibus. Bellon Aquat.p.195. 
Rondine. Sah. Aquat. p. 185. 

._ Salviani. JVdlughby Ichth. p. 233. 

tab. P. 4. 

— Meer- Schwalb. Jonst. de Pifcib. 

p.64. tab. 17. fg. 8-9- Hirundo 
Plinii. p. 65. tab. 18. fg. 5. 
— — Ruyfch. Theat. Animal, p. 42. 



tab. 17. fig. 8. 9- Hir. Plinii. p. 44. 

tab. 18. fig. 5- 
Mugil alatus. Rändelet, p. 267. 
— — Cefa. Icon.Anim.p. Ji.Aquat. 

p.553. Tkierb.S. 37 . 
Hirundo Plinii. Charlet. Onöm. p. 139. n.5: 

_ ^/iroiWdePifcib. p. 144. 

Exöcoetus volitans. Arab. Vjerdd el bahr. 

Dyiddae Ghardra, MocchaeSabari. Fors- 

käl Defcr. p. XVI. n. 39. 
Exöcoetus pinnis ventralibus Iongioribus': 

abdomine utrinque carinato. Gronov 

Zooph. p. 116. n. 359. Muf.I. p.9. n.27. 
Lucius, pinnis branchialibus latiflimis Ion- 



Der Springer. n 

gimmis, corpus totumaequantibus', roftro fubaequalibus: abdomine utrinque cari- 
acuto, inferiore mandibula longiore, nato : pinnis ventralibus elongatis. Son- 
ore edentulo ; in dorfo unica pinna brevi, naterre, Encycl. Ichth. p. 18t. n. i. PI. 73. 
flexili, caudaefatis vicina, e cujus ferere- fig 306. 

gione altera paulo minor imo ventri ftatim Flying-Fifch. Brown Jamaic. p.442. ? 

ab ano fubeft; caudae pinna lunara;ven- Vliegende Vifch. Houtc Nat. VII. p. 272. 

tralibus anguftis etlongis; fquamis latis Aloador Portugaliis. Kolb. Rei£ III. c. 13. 

tefrus; dorfb ex caeruleo nigricante, n. 20. 

vencre albicante. Klein. Min". Pifc. V. Ikan Terbang Berampat Sajap. Valentyn, 

p. 75. n. 5. Ind. III. p.398. n 165. 

Poiflon volant. Duhamel, TraitedePecb.il. Le Muge volant Rondel. PoüT. I. p. 2ir. 

p. 480. Hirondelledemer. PI. 22. fig 2. Der Springfifch. Müll. L. S. Suppl. p. 209. 

Muge volant. III. p. 240. PI 6. fig 3. IV. tab. 9. fig 4. 

Le Muge volant. £. volitans. E. maxillis 



JUie langen, unweit des Afters fitzenden Bauchfloflen machen das Kenn- r . 
zeichen diefes Fifches aus: gewöhnlich reichen fie bis an den Grund der Der 
SchwanzflofTe. AufTer diefem Merkmahle ift diefer Fifch auch an feinem be- s P" n g er » 
waffneten Munde kenntlich. 

In der Kiemenhaut zählt man zehn, in der Bruflfiofle achtzehn, in der 
BauchflofTe fechs, in der AfterflofTe zwölf, in der SchwanzfiofFe zwey und 
zwanzig, und in der Rückenflofle eilf Strahlen. 

Der Kopf ift zufammen gedrückt, oben breit, unten fchmahl, und mit 
grofsen und leicht abfallenden Schuppen bedeckt; die MundöfFnung ifl klein; 
die Unterkinnlade fleht vor der obern hervor, und beide find mit einer Reihe 
kleiner, fpirzer Zähne bewaffnet, wovon die in der untern die kleinften find. 
Die Nafenlöcher find weit, in der Mitte durch eine Scheidewand getheilt und 
den. Augen näher als der Mundfpitze. Die Kiemenöffhungen find weit, und 
die Kiemenhaut ift nur zum Theil bedeckt. Der hintere Kiemendeckel ift aus 
zwey Jilättchen zufammen gefetzt. Die Augen findgrofs, flehen nahe am Scheitel, 

B 2 



xa Der Springer. 

und haben einen fch warzen Stern, der von einem filberfarbenen Ringe um- 
geben wird. Der Rumpf ift bis am Schwänze viereckig, und mit breiten Schup- 
pen bedeckt. Die Schuppen auf der Seitenlinie haben in der Mitte einen Kiel, 
und bilden zu beiden Seiten die fcharfen Ränder am Bauche. Die Seiten und 
der Bauch find filberfarben, der Rücken blau, und die Flolfen grau. Der After 
ift noch einmal fo weit vom Kopfe als von der SchwanzflofTe entfernt. Diefer 
Fifch kommt vorzüglich im mittelländifchen- und im rothen Meere vor. Wil- 
lughby a) fand ibn in Calabrien, und Rondelet b) berichtet, dafs er an der 
Mündung der Rhone häufig angetroffen werde. In Rom ift er, dem Salvian zu 
Folge, eine feltne Erfcheinung c). Er hat ein fettes Fleifch, und foll den Hering 
am Wohlgefchmacke übertreffen. Er lebt von Würmern und Pflanzen, ver- 
mehrt fich fehr ftark, und erreicht die GrÖfse von ungefähr anderthalb Fufs. 
Derjenige, den Duhamel d) befchreibt, war fechzehn Zoll lang. 

In Oftindien heifst diefer Fifch Ikan Terbang Berampat Sajap; in Arabien 
führt er den Nahmen Dieräd elbähr , und in Dfcheddabefonders Gharära, in 
Mokha Sabari, in England Swallow-Fish; die Holländer nennen ihn yliegende 
Vifch und yliegende Bander; die Franzofen Muge volant, Hirondelle demer, 
und in Marfeille befonders Landola; in Italien wird er Rondine und Pesce Ron- 
dine genannt, und bey denDeutfchen hat er den Nahmen Springer. 

Der Magen läfst fich vom Darmkanal kaum unterfcheiden, und beide haben 
nur die Länge vom Schlünde bis zum After. Die Leber befteht nur aus einem 
Lappen , der fich am Darmkanal anlegt. Die Schwimmblafe ftellt ein unge- 
teiltes langes und weites Luftbehältnifs vor. 

Dem Bellon haben wir zwar die erfte Zeichnung zu verdanken: allein fie 
ift nicht getreu, indem die Bauchfloflen zu kurz und die Seitenlinie ausgelafTen 

a) Ichth. p. 233. c) Aquat. p.i85. . 

i) De Pifeib, I. p,26? t d) Pech. II, p. 481. 



Der Springer. 13 

ungeachtet beide im Text richtig bemerkt find d). In der Zeichnung, 
welche Rondelet e) und Salvian f) geliefert, ift darin gefehlt, dafs bey dem 
erften die Seitenlinie nahe am Rücken, und bey letzterm, dafs er den untern 
Theil der SchwanzflolTe zu kurz vorgeftellt; in beiden ift überdies der fcharfe 
Rand am Bauche vernachläfsiget. Diefe ward vom Willughby g), und jene 
vom Gesner h ) und Aldrowand i) kopirt. Jonfion k ) und Ruyfch l) haben fie 
alle drey aufgenommen, und fie zugleich als eben fo viel befondereFifche betrachter. 
Auch Duhamel befchreibt unfern Fifch als zwey befondere Arten, und hat 
in feinen Abbildungen die BauchflolTen zu kurz vorgeftellt, und die Seitenlinie 
ausgelafientfz). Ob unter Browns Flying- Fifch diefer oder der folgende zu 
verliehen fey, läfst fich nicht beftimmen, da er fowohl den mit den langen 
als auch den mit den kurzen BauchflolTen dazu anführt n). In der Houttuynfchen 
Zeichnung, 'welche Müller kopirt hat, fehlen dem Kopfe die Schuppen, dem 
Rumpfe die Seitenlinie, und den BauchflofTen die gehörige Länge 0). In der 
einen von den beiden Abbildungen des Valtntyn fleht die Seitenlinie am unrech- 
ten Orte, und der andern fehlen die BauchflolTen p) , wovon Renard die 
fchlechtefte kopirt hat q). Dafs übrigens Artedi unfern Fifch unrichtig nur zu 
einer Nebenart eines nicht fliegenden Fifches macht, und Linne ihn unrichtig 
für eine neue Art hält, iß bereits oben erwiefen worden. 



d) Aquat. p. 394. fig. p. T95. h Theat. Anim. p. 42. tab. 17. fig. 8. 9« 

e) De Pifcib. I. p. 267. p. 44- tab. 18. fig. 5. 

/) Aquat. P.I85. m) Traite des Pech. II. p. 4§o. PI. 22. 

g) Ichth.tab. P.4. fig. 2. III. p. 240. PI. 6. fig. 3. 

A) Icon. Animal. p. 72. n) Jamaic. p. 442. 

De Pifcib. p. 144. o) Müll. L.S.IV. tab. 9. fig. 4. 

fc ) _ — _ 64. tab. 17. fig. 8. 9- p) Ind. III. fig. 165. 487. 

p. 66. tab. 18. fig. 5- s) Hift. d. PoifT. I. fig. 67. 



B 3 



14 Der Hochflieger. 

DER HOC HF L I E G E R. 

Exocoetüs evolans. 

CCCXCVIIIfte Tafel; 

Kleine BauchfloiTen unweit der Brüll. K. 10. Br. ij. B. 6. A. 13. S. 20. 

R.13. 
Exocoetüs pinnis ventralibus parvis prope peclus. B. X. P, XV. V. VI. ' 

A.XIIL C.XX. D.XIII. 

Exocoetüs evolans. E. abdomine tereti., Pirabebe fecunda, Plfo, Ind. Utr. p.6r. 

Linn. S. N. p. 521. n. 2. edit. Flying-Fish. Pennant B. Z. III. p. 333. n. 

Gmel. p. 1400. 159 PI. 67. 
pinnis ventralibus breviflimis : PoifTon volant. Duham. Traite de P^ch. III. 

abdominis carinis lateralibus P- 17- PI. I. fig. 3. 

nullis: maxilla inferiore Ion- Dutertre Antili. II. p. 212. 

giore. Gronov Zooph. p. n6. Le Pirabe. Bonnaterre, Encyclop. Ichth. p. 

n. 358- 182- PI- 100. fig. 409. 
volitans, or Flying-Fish. Der Hochflieger. Müll. L.S. Th. IV. S. 355. 

Philofoph. Transaft, V. 6g. p. Fliegende Fifche. Kolb. Reif. III. S. 380 

791. tab. 12. n. 20. 



— — Uie kleinen Bauchfloflen unweit der Bruft machen das Kennzeichen diefes 

Fifches aus. 
Der Hoch- 
flieger. In der Kiemenhaut zählt man zehn, in der BruftflofTe fünfzehn, in der 

Bauchflofle fechs, in der Afterflofle dreizehn, in der Schwanzflofle zwanzig, 

und in der Rückenflofle dreizehn Strahlen. 

Da.diefer Fifch dem vorhergehenden beinahe ganz gleich iß, fo will ich 

nur deflen erwähnen, woiin er von jenem abweicht. Die Bauchfloflen find be'y 



Der Hochflieger. 15 

diefem ungleich kleiner, und ihre Strahlen faft von gleicher Länge, da hingegen 
bey jenem die hintern Strahlen kürzer als die übrigen find. Die Anzahl der Strah- 
len in den Flößen find bis auf die amBauche verfchieden. Auch find die Rücken- 
und Afrerfiöffen bey den Hochfliegern länger, und ihre Strahlen von einerley 
Gröfse. Einen wefentlichen Unterfchied bey unferm Fifche macht der zahn- 
lofe Mund. 

Piß a) fah diefen Fifch in Brafilien, Dutertreh) bey den antillifchen In- 
feln, Kolbt *) am Vorgebirge der guten Hoffnung, Pennantc) und Duhamel d) 
im Canal: hier erfcheint er jedoch nur einzeln. Die innern Theile diefes 
Fifches find wie beim vorhergehenden befchaffen. 

In Brafilien wird diefer Fifch Pirabebe, in Portugall Peixe volante und 
Voador, in Spanien ei Volante und o Volandor, in Frankreich PoiJJbn volant, 
in Holland yliegender Vifch, in England Flying-Fish, in Schweden Flygflsk, in 
Dännemark Flyvfisken und in Deutfchland Hochflieger genannt. 

Ich habe zwar oben gefagt, dafs Zinne feinen volans und evolans nichtge- 
hörig beftimmt habe, da er indefTen zu letzterem den Pirabebe des Pifo, welches 
unfer Fifch ift, anführt; fo habe ich zur Vermeidung neuer Nahmen, den. 
evolans gewählt, den folgenden aber, weil ich ihn für neu halte, durch einen 
neuen paffenden Nahmen bezeichnet. 

Die erfte Zeichnung finde ich im Pifo, in der aber die Seitenlinie nicht 
angedeutet ift e). Eben diefen Fehler hat auch die Dutertrefche/), welche 
bald darauf erfolgte. In den neuern Zeiten haben uns Duhamel g ), Pennant h) 

a) Ind. p. 61. e) Ind. Utr. p. 6l. 

b) Antill. II. p.212. /) Anritt. II. p. 212. 

*) Reif. 3. S. 3S0. g) Trait. de Pech, III. PI. 6. fig. 3. 

c) B. Z. III. p. 333. Ä) B. Z. III. PI. 67. 
<0 Trait. de Pech. III. p. 17. 



\6 -Der Hochflieger. 

und Brown i) ein jeder eine neue Abbildung gegeben, welche ebenfalls nicht 
gut gerathen find. Der erften fehlen die Schuppen und die Seitenlinie, in der 
zweiten fleht diefe nicht am rechten Orte, in der dritten fehlet fie gänzlich und 
die Schuppen find nur nach dem Rücken zu angedeutet. 

Gronov £) giebt den Mangel der Schneide am Bauche mit zum Kennzei- 
chen an; allein, es muffen feinem Exemplare die Schuppen gefehlt haben, da 
diefe eigentlich den fcharfen Rand machen. Bey den Exemplaren, die ich 
befitze, verhält es fichwenigftens fo. Da diefer fcharfeRand zugleich die Seiten- 
linie ausmacht, fo ift es auch begreiflich, warum Gronov keine Seitenlinie hat fin- 
den können, da er der Schuppen in derBefchreibung diefesFifches nicht gedenkt. 

Auch Gronoy's Allegata £nd gröfstentheils unrichtig /) : denn fo ift der 
Gesherfche ebenfalls der vorhergehende. 

Ray m) irrt, wenn er aus dem Milvus des Salvian, aus der Pirabebe des 
Pifo, und aus unferm Fifche nur eine Art macht, wie aus feinen von diefen 
Fifchen gemachten Befchreibungen deutlich zu erfehen ift. 

Bonnaterre's Figur ift äufserft fchlecht, da weder die BauchflofTe, noch die 
Seitenlinie darin angezeigt ift n ). Etwas beffer ift die Brownfche Abbildung. Es 
find jedoch nur wenig Schuppen und gar nichts von einer Seitenlinie angedeutet. 



i) Philo f. Trans. Vol. 68. tab. 13. m) Synop. Pifc. p. 89- n. 10. 

k) Zooph. n. 358. O Encycl. Ichth. fig.409. 

A. a. O. 



DER 



Der Mittdßqßr. 17 



DER MITTELFLOSSER. 

Exocoetus Mefogaftor. 

CCCXCIXfle Tafel. 

Die BauchflofTen mitten am Rumpfe. K. 10, Br. 13, B. 6, A. 12, S. ao/ 
R. 12. 

Exocoetus pinnis ventralibns in medio trunco. B. X, P. XIII, V. VI, 
A. XII ; C. XX, D. XII. 

Mugil alatus Rondeletii. Plumier M. S. "*, 

Uie in der Mitte des Rumpfes fitzenden BauchflofTen unterfcheiden diefen 

Fifch von den beiden übrigen. _. _,. 

5 Der Mit- 

In der Kiemenhaut zählt man zehn, in der BrußflofTe dreizehn, in der telfloffer. 
BauchflofTe fechs, in der -After flofTe zwölf, in der SchwanzflofTe zwanzig, und 
in der RückenflofTe zwölf Strahlen. 

Da der Rumpf und Kopf eben fo wie bey den beiden vorhergehenden ge- 
bildet iß, die Floflen hingegen abweichen, fo darf ich mich nur auf die letz- 
tern einfchränken. In der BrußflofTe finde ich einige Strahlen weniger; in den 
BauchflofTen find die mittlem die längßen, bey dem Springer hingegen find es 
die äufserßen, und bey dem Hocbilieger find die mittelßen am kürzeften. Die 
Alig.Naturg.d.Fifche. Th.XH. C 



18 Der Mittelfloffer. 

RückenflofTe ift viel grofser als bey jenen, und hat einen mondförmigen Aus- 
schnitt. Auch ftimmt die Anzahl der Strahlen mit den beiden vorhergehenden 
nicht überein. Der Sitz der Flößen hat mir zu feiner Benennung Gelegenheit 
gegeben. 

Im Plumierfchen Manufkript wird das atlantifche Meer bey den antilli- 
fchen Infein zu feinem Aufenthalte angegeben. Er hält ihn unrichtig für den 
Muge volant des Rondekt, den er dazu anführt. Ich habe feine Zeichnung, die 
ich hier mittheile, mit meinen Originalen verglichen,, undfie getreu gefunden. 



Von den Finger fifchen überhaupt. 19 



LXXVfles GESCHLECHT. 

FINGERFISCHE. 

Polynemus. 

Erster Abschnitt. 

Von den Fing er fifchen überhaupt. 

Unverbundene Strahlen unter der Kehle. 
PifcesradUsliberisjugularibus. • 

Polynenrus. Um. S. N. g. i%6. p. 521. Polyneme. Gouan, Hill, des PoifT. gen. 26. 

edit, Gmel. p. 1400. p. 105. 161. 

_ m Gronov. Zooph, p. 130; — — Bonnaterre, Encyclop. Ichth, 

Forst, Enchirid. gen. 64. p. gen. 14. p. 182. 

gg. Fingerfifche. Mail. L. S. IV. S. 357. 

Trichidion. Klein Miff. Pifc. V. p.2g. U*ke t Anfangsgr. S. 383. 



Lan erkennt die Fifche diefes Gefchlechts an den Strahlen unter der Kehle, 
welche nicht mit einander verbunden find. Sie fitzen an beiden Seiten, und 
hängen vermittelt: einer gefalteten Haut mit den Bruftfloflen zufammen. Diefe 
Strahlen find dünn, und fcheinen borßenartig zu feyn; allein, durch Hülfe 
eines Suchglafes entdeckt man bald die Gelenke in denfelben. Ihre Anzahl er- 
ftreckt fich von fünf bis zehn auf jeder Seite. Die Seehähne find zwar auch 
mit Strahlen diefer Art verfehen : allein, da diefe zu den BruftflofTern, jene aber 

C a 



20 Von den Fingerfifchen überhaupt. 

zu den BauchflofTern gehören , fo wird man fie nicht leicht mit einander ver- 
wechfeln. Der Kopf ift ganz fchuppig, und läuft in eine ilumpfe Spitze aus; 
die MundöfFnung ift weit, und die Kinnladen find von kleinen Zähnen rauh. 
Acht Flößen dienen ihnen zu ihrer Bewegung. Die BauchflofTen fitzen zwi- 
fchen der After- und der BruftflofTe faft in der Mitte. Da wir diefe Fifche 
nur aufserhalb Europa finden, fo konnten fie auch den alten Naturkündigern 
nicht bekannt feyn. Marcgraf a) befchrieb zuerft einen mit fechs, Seba b) 
einen mit fünf und Edward c ) einen mit rieben Strahlen. Dem erften be- 
ßimmte Klein, unter der oben angeführten Benennung, ein eignes Gefchlecht, 
und Artedi belegte den feinigen in der Befchreibung der Sebaifchen Samm- 
lung d), mit dem Nahmen Vielfinger, liefs aber den Marcgraffchen unbe- 
merkt. Diefes ift auch beim Linne der Fall, der ihnen ebenfalls ein eignes 
Gefchlecht, unter der Artedifchen Benennung widmete, und felbiges mit 
einem neuen aus Virginien bereicherte e). Nach der Zeit befchrieb Broujfo- 
netf) einen neuen aus dem ftillen Meere, und gedenkt nur blofs noch zweyer 
andern g). Jenen erhielt ich im votigen Jahre -aus Afien, und einen neuen aus 
Africa, die ich beide nebft dem Paradies fifche fogleich befchreiben werde. 

Bonnaterre glaubt, dafs auch der afiatifche Seehahn des Linne h) hierher 
gehöre?): allein, es läfst fich nicht vermuthen, dafs der Ritter gegen fein 
eignes Syftem würde verftofsen, und einen BauchflofTer in die Klaffe der 
Bruitflofler gebracht haben. 



«) Piracoaba. Braß. p. 176. e) P. virginicus. 

b) Pentanemus Thes. III. p, 74. Polyne- /) P. plebejus. Ichth. fafc. I. 

mus quinquarius Linn. g ) Aulicus & Infauftus. A. a. O. 

e) Birds, p. 208. P. paradifeus Linn. h) Trigla afiatica. S,N. p.497. 

i) Polynemus, Seb, A. a. O. i) Encycl. Ichth. p.183. n -5« 



Von den Fingerßfchen überhaupt. ai 

Wenn übrigens Linni Tagt, dafs unfere Fifche fich von den Seehähnen da- 
durch unterfcheiden, dafs bey jenen die Finger gegliedert, undbey diefen borften- 
artigfeyen; fo ifterdamitzuentfchuldigen, dafs er fich bey feiner Beftimmung der 
Fifche keines Suchglafes bedient hatte. Auch Klein betrachtet fie unrichtig als 
Haare k), und Gronov l) irrt, wenn er den Kopf für fchuppenlos ausgiebt. 

Im Valtntynm) xmdRenardn) finde ich einen Fingerfifch abgebildet. Ob es 
einer von den angeführten, oder ein neuer fey, läfst fich aus den fchlechten 
Zeichnungen nicht beurtheilen. 



k) MhT.Pifc.V. p.29. n. I, n) Folo Pefque royal. Hift. des PoifT. I. 

/) Zooph. p. 130. fig. 142. 

m) IkanTicof.III, fig. 500. 



c 3 



Dtr Kalamin. 



Zweiter Abschnitt. 

Von den Fingerfifchen insbesondere. 



D E R K A L A M I N. 

Polynemus plebejus. 

CCCCfte Tafel. 

Fünf kurze unverbundene Strahlen unter der Kehle. K. 7,.Br. n, B. £, 

A. &, S. aa, R. g, ^. 
Polynemus radiis quinque curtis liberisque jugularibus. B. VII, P. XII, 

V.y p A.™, C.XXII, D. VIII, ~ 

Polynemus plebejus, Emoi, Otahems.Brouß'. que, corpore dimidio brevioribus : pinnä 

Ichth. fafc. I. caudali bifida ; lobisIanceoIatis.5o/j72at<?rre 

_ P. digitisquinque, primo Encycl. Ichth. p. 183. n, 4. PI. 74, fio, 

u/tra anum extenfo, ceteris fenfim bre- 309. 

vioribus. Gmel. L. S. p. 140I. n. 4. Kalamin Tamulicis. Portugalenfibus, Peixe 

L'Emoi, Polynemus plebejus. P.digitis quin- royal, KÖnigsfifch, Johnii M. S. 



JUie fünf freien und kurzen Strahlen an jeder Seite der Kehle machen den Ka- 

,, rackter diefes Fifches. 

Der 

Kalamin. In der Kiemenhaut zählt man fieben, in der BruftfloiTe zwölf, in der 

Bauchflofle fechs, in der AfterflofTe zehn, in der SchwanzflofTe zwey und 



Der Kalamin. 2.3 

zwanzig, in der erften RückeuflofTe acht, und in der zweiten vierzehn 
Strahlen. 

Der Körper ift geftreckt, fleifchig, an den Seiten zufammen gedrückt, 
und durchaus mit grossen Schuppen bedeckt. Der Kopf ift länglich und oben 
breit. Die Nafenlöcher find doppelt und dicht an den grofsen Augen befind- 
lich, Der Stern ift fchwarz und der Ring filberfarben; beide werden von der 
äufsern Haut, welche hier durchfichtig ift, bedeckt. Die Mundöffnung ift 
weit, die Oberkinnlade länger als die untere, und beide find, gleich einer 
Feile, von kleinen Zähnen rauh. Die Zunge ift frey und glatt, der Gaumen 
aber von kleinen Zähnen vorn und hinten fcharf. Die KiemenöfFnung ift weit, 
und die Kiemenhaut zum Theil bedeckt; die Seitenlinie ift gerade, dem 
Rücken etwas näher als dem Bauche, und der After in der Mitte des Körpers 
befindlich. Die Flößen find durchaus mit Schuppen bedeckt und ihre Strah- 
len vielzweigig, nur die in der erften RückenflofTe find einfach und dabey 
etwas fteif. Der erfte Strahl in derBauch- und in der zweiten RückenflofTe, und 
die drey vordem in der AfterflofTe find ftachlich. Der Kopf und Rumpf ift 
filberfarben, und nur der Rücken afchgrau. Die FlofTen find bis auf die an 
der Bruft weifslich: diefe aber ift bräunlich mit dunkelern Punkten befpren^t, 
dergleichen man auch an den übrigen FlofTen nahe am Rande wahrnimmt. 

Wir treffen diefen Fifch fowohl in Oftindien, und zwar im Bengalifchen 
Meere und in den damit verbundenen FlüfTen, als auch in Weftindien, und 
befonders im füdlichen Amerika an: der Baronet Banks, Forfier und Solander 
fanden ihn im ftillen Meere bey der Infel Otahäte, und Cook hat ihn bey 
der Infel Tanna a) gefehen. 

Herr John meldet mir aus Tranquebar, dafs er auf der malabarifcherr 
Küfte häufig vorkomme; dafs er ein reines Wafler liebe, daher er fich auch 



«) Broußonet. Ichth. Fafc, I, 



24 U er Kalamin. 

gern in fandigen Gegenden aufhalte. Man fifche ihn aus den FlihTen, befon- 
ders an ihren Mündungen, fo wie auch aus dem Meere. Ihm zufolge fängt 
man ihn mit Netzen, in Otaheite aber am Strande, wo das Meer fchäumt, an 
einer mit einer weifsen Feder bedeckten Angeld). Er wird über vier Fufs lang, 
undfo fchwer, dafs, wie Herr John fich ausdrückt, ein Träger feine Kräfte 
anftrengen mütTe , um ihn fortzubringen. Er gehört mit zu den bellen Fifchen 
der malabarifchen GewäfTer; befonders wird der Kopf für einen Leckerbiffen 
gehalten; am fchmackhafteften ift er im Jenner, weil er um diefe Zeit 
am fettften ift. Auch dann, wann er fchon feine völlige Gröfe erreicht hat, 
behält er feinen Wohlgefchmack, und fein Fleifch geht nicht {o leicht, wie das 
von andern Fifchen, inFäulnifs über. Er wird getrocknet und eingefalzen, be- 
fonders in der nördlichen Gegend der Küfte von Coromandel, wo er im Go- 
daveri Krlfchna und andern grofsen FlülTen fehr häufig gefangen wird. Auch 
der Rogen wird, getrocknet und eingefalzen, als eine wohlfchmeckende Speife 
weit und breit verfahren. Man geniefst ihn fowohl gekocht als auch gebraten ; 
auch mit Tamarinden und Eilig marinirt. Er wird in Scheiben zerfchnitten, 
aus dem SalzwalTer gekocht , mit den Tamarinden in Schichten wechfelsweife 
gelebt, und alsdann mit ftark gewürztem und gekochten Weineffig übergofTen. 
Auf diefe Art gewährt er auf eine lange Zeit eine Speife für die Vornehmen. 
Die Europäer haben ihn wegen feiner Güte den Nahmen Königsfifch beigelegt. 
Herr lohn wundert fich daher, warum Herr BrouJJbnet ihn mit dem Nahmen 
Pöbelfifch (Plebejus) belegt hat. In Othaheite laicht unfer Fifch> wie Herr 
BrouJJbnet meldet, im Monat Auguft, auf Malabar aber, nach dem Berichte 
des Herrn John im April in den FlüiTen. Der Unterfchied der Laichzeit mag 
wohl in dem verfchiedenen Alter der Fifche liegen : weil die Alten früher, als 

als 



b~) Broujfoß. Ichch. fafc. I. 



Der Kalamin. 25 

die Jungen laichen, auch vielleicht in der Temperatur des Gaffers, welches 
im Meere kälter irr , als in den Flüflen. Er lebt vom Raube, und feine Kehl- 
firahlen dienen ihm zum Anlocken kleiner Fifche. 

Von den Othaheitern und den Franzofen wird diefer Fifch Emoi, von 
den Tamoulainen Kalamin, von den Fortugifen auf der malabarifchen Kulte 
Peixt royal, von den dafigen Deutfchen Konigsfifch , und von den Engländern 
King -Fifch genannt. 

Die eröe Zeichnung diefes Fifches, welche gut gerathen ift, haben wir 
dem Herrn BrouJJbnet zu verdanken c)\ er irrt aber, wenn er die gegliederten 
Strahlen für borilenartig ausgiebt d). Wenn Herr Grnelin fagt, dafs der erßc 
Finger der längfte fey e ) , fo ift diefes wohl ein Schreib- oder Druckfehler, und 
füllte der letzte heifsen. 

Den Fifch fowohl als auch die Zeichnung habe ich meinem würdigen 
Freunde, dem Herrn John, zu verdanken. 



c) Ichth. fafc. I. c) Linn. S.N. p, 140. 11,4. 

<0 J.a. B. 



Allg. Naturg. d, Fifche. Th. XII, D 



<xS Die Stumpfnafe* 

DIE STUMPFNASE. 
Polynemus decada&ylus.. 

CCCCIte Tafel. 
Zehn freye Strahlen an der Kehle.. K. 10,, Br. 14, ß. §-, A. -^j, S. 16", 

R8 r • 

• "8 T4> 

Polynemus radiis deccm liberis jugularibus. B. X,, P. XIV, V. -yi * ^ xni' 

am. »l§-#^ 

~AJie zehn unverbundenen Strahlen an jeder Seite der Kehle machen das Merk- 
2. 
D j e mahl diefes Fifches aus.. 

Stumpfnafe» In der Kiemenhaut nimmt man zehn,, in der BruftflofTe vierzehn, in der 

BauchflofTe fechs, in der AfterflofTe dreizehn, in der SchwanzflofTe fechzehn, 

in der erften Rückenftofle acht, und in der zweiten vierzehn Strahlen. 

AufTer dem unterfcheidet er fich auch durch feine ftumpfe Nafe, welcher 
er feine Benennung zu verdanken hat. Mit diefem Nahmen haben ihn die 
Dänen auf der afrikanifchen Küfte "Guinea belegt. Der Dr. Jfert hat ihn mir 
Von daher gefandt. Er gehört dafelbft zu den gewöhnlichen Fifchen, ift 
fett und wird daher häufig gefpeift 

Der Kopf ift zufammen gedrückt; die Augen find fehr grofs, haben einen 
fchwarzen Stern in einem filberfarbenen Ringe, und find mit einer fchwarzen 
Nickhaut verfehen. Die MundöfFnung ift weit, die obere Kinnlade die längfte, 
und rafpelartig bewaffnet. Die Lippenknochen find breit, die Lippen felbfl 
aber dünn. Die untere ift fchmahler und weniger bewaffnet. Die Zunge ift 
frey und glatt. Die Nafenlöchcr flehen vor den Augen, find einfach, länglich, 



Die Stumpf naß, 27 

und inwendig durch eine Scheidewand getheik. Die freyen Strahlen fitzen an 
den Seiten, und find vermittelt einer Haut mit den BruftflofTen verbunden. 
Sie beliehen aus fünf kurzen und eben fo viel langen, die fein gegliedert find. 
Die Kiemenöffhungen find weit, und die Kiemenhaut bedeckt. Die Seiten 
find zufammen gedrückt, die Schuppen grofs, weich und fallen leicht ab. Der 
After ift weiter vom Kopfe als von derSchwanzflofTe entfernt. Die Seiten find 
filberfarben; der Rücken und die Hoffen braun, und an jeder Schuppe nimmt 
man eine braune EinfafTung wahr. Die Strahlen in der erften RückenflofTe find 
einfach, nach unten zu hart und gegen die Spitzen weich. Die in der zweiten 
find wie die in den übrigen FlofTen weich und vielzweigig, nur der erfte ift 
hart und einfach. Eben fo verhält es fleh auch mit dem erften in der Bauch- 
und den beiden vorderften in der Afrerflofle. 

Sein Aufenthalt ift im Meere unweit der Küfte Guinea, und in den damit 
verbundenen Flü/Ten, in welche er aus dem Meere übergeht, um feinen Laich 
an die flachen Stellen abzufetzen. Man fängt ihn fowohl mit dem Netze, als 
auch mit der Angel, wenn felbige mit einem Wurm oder mit einem kleinen 
Fifche.verfehen ift. Er erreicht eine anfehnliche Gröfse, und wird fowohl ge- 
kocht, als auch gebraten, verzehrt. 

Von den Dänen wird diefer Fifch Stumpfnäß, von denDeutfchen Stumpf- 
naß, von den Engländern Flat-Nof, und von den Franzofen Camus genannt. 



D '% 



Der Paradisfifch. 



DER PARA DISFISCH. 

Polynemus paradifeus. 

CCCCIIte Tafel. 

Sieben unverbundene Strahlen an der Kehle, die SchwanaflofTe gabelförmig. 

K. 5, Br. i 5> B. i, A. &, S. !8, R. f., tV 
Polynemus radiis Uberis feptem jugularibus , pinna caudae bifurca. B. V, 

p.xv, v.l, 4.^, c. xvm, -ni, i. 

Polynemus paradifeus. P. digitis feptem, Le PohTondeParadis. BonnaterreEncyclop. 

caudae bifida. Lina. S.N. p.522. n.3. Ichth. p. 182. PI. 74. fig. 309. 

e&f. G/m/; p.1401. Paradisfifch. - Müll. L, S. Th.IV\ S.358. 

The Fish of Paradis. Edward Birds. p.208. Cephalus barbatus. Plumier M. S. 

lie fieben unverbundenen Strahlen an jeder Seite der Kehle, und die gabel- 



3 * , förmipe Schwanzfloffe machen die Kennzeichen diefes Fifches aus. 
Der 
„ ,-rr, In der Kiemenhaut find fünf, in der BruftflofTe fünfzehn, in der Bauch- 

Paradisfifch. 

floffe fechs, in der Afterftoffe fechzehn, in der SchwanzflofTe achtzehn, in der 
erften RückenflofTe acht, und in der zweiten dreizehn Strahlen. 

Der Kopf ift grofs; vorn abgeftumpft, an den Seiten zufammen gedrückt, 
und bis an die grofsen Augen fchuppig. Diefe haben einen fchwarzen Stern, 
in einem filberfarbenen Ringe, und werden von der gemeinen Haut überzogen. 
Die Nafenlöcher find doppelt, die Kinnladen mit fehr kleinen Zähnen befetzt, 
die Lippenknochen breit, und die Mund- und KiemenöfFnung weit. Die Zunge 
ift frey und glatt, der Gaumen aber rauh. Die Kiemenhaut ift verborgen, 



Der Paradisfifch. 29 

und der vordere Kiemendeckel gezähnelt. Die Seiten find zufammen gedrückt, 
der Rücken rund, und die Schuppen von mittler Gröfse. Der After liegt zwi- 
fchen dem Kopfe und der SchwanzflofTe in der Mitte, die Seitenlinie aber dem 
Rücken naher als dem Bauche. Die Strahlen in der erften RückenflofTe find 
unten hart und oben weich, bis auf den erften, welcher kurz und durchaus 
hart ift, die übrigen Strahlen find eben fo wie bey dem vorhergehenden Fifche 
befchaffen. Der Rücken ift bläulich; die Seiten und der Bauch find filber- 
farben, und die Floflen grau. 

Diefen Fifch treffen wir um Surinam und bey den antillifchen Infein an. 
Ich habe zwey Exemplare von dorther erhalten, welche mit der Zeichnung des 
Plumkr genau übereinftimmen. Er erreicht eine anfehnliche Gröfse, und ge- 
währt eine fehr gute Speife. Seine fieben Strahlen haben mir Gelegenheit zu 
feiner Benennung gegeben. Er wird fowohl mit dem Netze, als auch mit der 
Angel gefangen , und lebt von Fifchen und Schaalthieren. 

In Carolina, wo diefer Fifch ebenfalls zu Haufe ift, wird er von den Eng- 
ländern Fish of Paradis , in Deutfchland Paradisfifch, und in Frankreich 
PoiQbn de Paradis genannt. 

Dem Edward haben wir die erfte Zeichnung, die gut ift, zu verdan- 
ken a) , welche von Bonnaterre kopirt worden b). 

a) Brids. p,208. 5) Encycl. Ichth, fig. 309. 



30 Heringe. 



HERINGE. 

JLm erften Theile diefes Werkes, wo ich die einländifchen Heringe befchrie- 
ben habe, war auch von den übrigen die Rede, und zugleich bemerkt, dafs 
die vom Linne vermeintlich aufgeführten eilf Arten, nur zehn ausmachen, in- 
dem fein Sternicla kein Hering fey. Bey weiterer Nachforfchung finde ich 
noch folgendes hinzu zu fetzen, dafs nehmlich fein Sima a) und der eben er- 
wähnte nur ein Fifch fey, indem die Zeichnungen in den Petersburger Schriften, 
und die im Gro/zov, worauf Linne üch. beziehet, einerley und zwar unfer Gärtner- 
mejjlr find b); mithin hat der Ritter eigentlich nur neun Arten gekannt. 
Forskäl lehrt uns fechs neue Arten aus dem rothen Meere kennen , davon er 
. drey nur nennt c), die übrigen aber genau befchreibt d). Auch Osbeck e) und 
Brunnichef) haben ein jeder einen, und ich werde ebenfalls einen neuen, inglei- 
chen den Pilchard befchreiben. Hierdurch ift alfo das Linneifche Gefchlecht 
der Heringe von neun Arten auf neunzehn angewachfen. ' Der Herr ProfefTor 
Gmelin hat mit Recht den Sternicla und Sima des Linne ausgelaufen, aber un- 
richtig den Grönländer des Müller, einen auf unfere 38ifte Tafel Fig. i. vor- 
geftellten Lachs, mit aufgeführt g), und die drey erften des Forskäl, und den 
Pilchard des Willughby ausgelaflen. Ich halte auch den Borßenmund des 
Broujjbneth) für einen neuen: denn, ob er gleich den Boelama des Forskäl 
dazu anführt, fo zweifle ich doch um fo viel mehr daran, dafs es der nehmliche 

a) S. N. p. 224. n. 7. 8- e) Clupea tropica. Reif. S.393. 

b) Tab. 9.7. fig. 3. /) Man", p. Iol. n. 15. 

c) Defcript. p.XVTI. n.43-45. . g) Linn. S.N. p. 1409. n. 14. 

d) J.a.B. p.72. n. 106-108. h) Ichth. Fafc. I. 



Heringe. 3 1 

fey, weil Forskäl diefer Fafern in feiner Befchreibung nicht gedenkt, und er 
felhft erzählt, dafs er ihn am rothen Meere fehr häufig vor Augen gehabt habe i). 
In Duhamel finde ich fechs und zwanzig Abbildungen von Fifchen k), die in 
diefes Gefchlecht gehören. Bey genauer Unterfuchung aber habe ich gefun- 
den, dafs fich alle diefe auf etwa fünf Arten zurückbringen lafTen; nehmlich: 
die Alfe /), den Hering m), den Breitling n), den Anjovis o) und die 
Borßenßoffc p). 

Von den zwanzig Arten diefes Gefchlechts, den Boelama mit eingerechnet, 
find im erften 7 h. vier befchrieben, welchen ich gegenwärtig noch fechs hinzu- 
füge, nachdem ich vorher aber die Kennzeichen diefes Gefchlechts beftimmt haben 
werde. Im erften Theile fetzte ich das Kennzeichen in den fageförmigen Bauch, 
und diefer war auch damals zu meiner Abficht hinreichend. Gegenwärtig 
aber, wo ich auch mein Augenmerk auf die aüsländifchen Fifche richte, ift 
dies Merkmahl für diefes Gefchlecht nicht beftimmt genug, indem auch der 
Sägebauch eine auf unferer 383ften Tafel vorgeftellte Lachsart,- ferner ein bald 
zu befchreibender Karpfen ebenfalls einen fageförmigen Bauch haben. Es ift 
daher noch ein Merkmahl erforderlich,, und diefes befteht in einer länglichen, 
auf beiden Seiten zugefpitzten, oder kahnföxmigen Vertiefung auf dem Kopfe.. 
Der Karackter der Heringe beftehet daher aus folgendem: 
Pi/ces venire ferrato, fojjlila feaphaformi in capitej. 

Die von Zinne, Gronov und Artedi angegebenen Kennzeichen find nicht 
beftimmt genug. 

7 ; ; : — ~ 

/') Defcript, p. 72. n. 107. m) Clupea Harangus. 

k) Trait.de Pech. Part. II. Seft, III.. n) Sprattus. Lina. 

PI. 1.3. 4. 16. 17. & 21. o) Encraflicolus, 

Clupea Alofä '.Lina.. p)> Trifla. 



3* 



Der Karpfenhering. 



DER K A R P F E N'H E RING. 

Clupea cyprinoides. 

CCCCIIIte Tafel. 

Der letzte Rückenftrahl lang, die AfterflofTe flchelförrnig. K...., Br. 15, 

B. 10, A. 25, S. 30, R. 17. 
Clupea radio ultimo dorfali longißmo, pinna ani lunata. B ; P. XV, 

V. XXV, C. XXX, D. XVIL 



Clupea cyprinoides, Anglis.the Deep- Woter- 
Fish, yslPond- King -Fish, Broußbnet 
Ichth. fafc. I. 

Clupea cyprinoides; C. abdomine obtufo. 
Gmel L, S. p. 1407. n. 7. 

Clupea cyprinoides. C. maxilla inferiore 
paulo longiore: abdomine obtufo : ra- 
dio ultimo pinnae dorfalis fetaceo. 
L'Apalike. Bonnaterre Encyclop. Ichth. 
p. 187- »'■ 10. PL 75.« fi g' 3I4- 



fufFula. Apalika. Barrere, Hill, natur. 
de la Franc. Aequin. p. 172. 
Camaripuguacu. Marcgraf, Braf. p. 179. 

— Pifo, Ind. p. 137. 

Willughby, Ichth, p. 230. 

tab. P. 6. flg. 1. 

— Ray, S'ynopf. Pifc, p. 108. 

n.15. 

— — ■ Jonfion, de Pifc. p. 157. tab. 

35. fig. 10. tab. 40. fig. 7. 
— Ruyfch,Th6at. anim. p. 137. 



Cyprinus argenteus, fquamis maximis pec~ta- tab. 35. fig. 10. tab. 40. fig. 7. 

tis, pinna doL'fali appendice longiffima Taflart, Plumier M. S. 



ler lange Strahl in der Ruckenfiofie, und die fichelförmige AfcevRoffc 



•> *° machen die Kennzeichen diefes Fifches aus. 
Der Kar- 
pfenhering, 



Die 



*) Die vier vorhergehenden find im erfren Theil, Seite 184-226. befchrieben. 



Der Karpfenhering. 33 

Die Anzahl der Strahlen in der Kiemenhaut kann ich nicht angeben, in- 
dem ich die Zeichuung aus dem Manufcripte des Pater Plumier entlehnt habe. 
In der Brußfloffe hingegen find fünfzehn, in der BauchflofTe zehn, in der After- 
flofle fünf und zwanzig, in der SchwanzflofTe dreifsig, und in der Rückenfloße 
fiebzehn Strahlen. 

Der Körper iß zufammen gedrückt, und mit grofsen Schuppen bedeckt; 
der Kopf iß fchuppenlos, oben ein wenig, breit und unten fcharf. Von den 
Kinnladen iß die untere gekrümmt, und fleht vor der obern hervor. Beide find 
von kleinen Zähnen rauh. Die Lippenknochen find breit, und ßark gekrümmt; 
die MundöfFnung hat nach oben zu eine fchiefe Richtung, und iß: weit. Die 
Zunge iß frey und rauh; der Gaumen hat vorndrey Reihen im Bogen geordneter 
kleiner Zähne, und der Schlund vier rafpelartige Knochen. Die Nafenlöcher 
find doppelt und nahe an den Augen befindlich; diefe haben einen fchwarzen 
Stern, einen filberfärbenen Ring und eine Nickhaut. Die Kiemenöffnung iß 
weit, und die Kiemenhaut wird zum Theil bedeckt. Die Seitenlinie iß dem 
Rücken näher als dem Bauche, und der After der SchwanzflofTe näher als dem 
Kopfe. Die Flößen haben weiche und vielzweigige Strahlen, bis auf der erflen, 
welche in fämmtlichen Flößen einfach iß. Die Brufi- und RückenflofTe find 
am Grunde mit Schuppen verfehen; der Kopf, die Seiten und der Bauch find 
filberfarben, der Rücken und die Flößen bläulich. 

Diefen Fifch treffen wir im ßillen und im atlantifchen Meere an: auch 
geht er in die FlüfFe und in die damit verbundenen Landfeen. So fand ihn der 
Dr. Solander im November- Monath in dem Januarflufs in Brafilien , Forfier im 
Auguß in einem flehenden Wafler auf der Infel Tanna im ßillen Meere a) , und 
Plumier hat ihn auf den antillifchen Infein abgebildet: auch auf den caraibi- 
fchen !nfeln iß er gemeint). Er wird, wie Marcgraf versichert, zehn bis zwölf 

0) Broußnnet Ichth täte. I. Cl. cyprinoides. £) A. a O. 

Allg. Naturg. d. Fifche. Th, XII. E 



3 4 . & er Karpfenhering. 

Fufs lang, und erreicht Mannsdicke. Der Mund , wenn er geöffnet wird, iit 
fo weit, dafs der Kopf eines Menfchen bequem darin Platz findet. Bey einem 
Fifche von diefer Gröfse fagt er, wären die Augen und Schuppen fo grofs, wie 
ein Thaler; er fey zwar fett, würde aber, feines zähen Fleifches wegen, nicht 
fonderlich geachtet b) ; man verzehre daher nur die Jungen ; fonft habe er auch 
viele Gräten. 

Von den Brafilianern wird diefer Fifch Camaripuguacu , von den Ameri- 
kanern Apalika, von den Franzofen Apalike,. von den Engländern auf den carai- 
bifchen Infein Deep- Water -Fish und Fond- King -Fish, und von den Deut- 
fchen Karpfenhering genannt. 

- Marcgraf dem wir, wie erwähnt^ die erfte Bekanntmachung unfers 
Fifches zu verdanken haben, gab uns auch eine erträgliche Zeichnung, in der 
jedoch die. Seitenlinie ausgeladen, und der lange Rückenftrahl zu ftark vorge- 
ftellt ifh F.r irrt, wenn er unferm Fifche die Zähne abfpricht c). 

Pifo d), Willughby e) , Jonßon f) und Ruyfch g) haben diefen Fehler 
nachgefchrieben, und die beiden erßen die Marcgraffche Figur einmal, die bei- 
den letztern aber zweimal kopirt h). 

Die neue Abbildung des Herrn Broußonet wäre getreu, wenn er dem 
Fifche Zahne gegeben hätte. 

Ä.) Brafil. p. 179. /) De Pifcib. p. 196. 

«-)"■£ a. B. p. igo. g) Theat Anim. p, 137. 

d) Ind. p. 65. A) J. a. B. tab. 35, fig. Io. und tat». 

e) Ichth. p, 230. tab. V. 6. fig. I. 40. fig. 7. 



Die Borßenflqffe. 



35 



DIE BORSTENFLOSSE. 

Clupea TrifTa. 

CCCClVte Tafel. 

Der letzte Strahl in der RückenfiofTe läng, die Afterfloile gerade. K. .,, 

Bi\ 13, B. g, A. 24, S. 24, R. 16. 
Clupea raäio ultimo dorfali elongato , pinna ani recla. B. ♦ . \ P. XIII, 

V VIII, A. XXIV, €. XXIV, D. XVL 

Clupea TrifTa. C. pinna ani radiis 2g , dor- terre Encycl. Ichth, p. l8S. n.6. Cail- 

falis radio pofrremo fetaceo longo. Linn. leu-TafTart PI, 76. flg. 315. 

S, N. p. 524. n.6. edit.Gmel. p. T406. Clupea minor, radio ultimo pinnae dorfalis 

C. corpore ovato. Amoenit Acadetn.V . longiffimo. The Sprat. Brown, Jamaic, 

P- 251. ; p. 443- 

Clupea TrifTa. Osbecks Reif. S. 336. Borftelvin. Eouttuyn Natur. Hift. VIII. p. 

— ■ — Broußl Ichth, fafc. I. 349. n, 5, 

— — • Schrift, der naturf. Gefellfch. Cailleu-TafTart. Duhamel, Trait. de Pech, IL 

VIII. S.181. P ,54i- PI- 3i- %3- 

C.maxillafuperiore vixlon- Borftenflofle. Müll. LS. Th.IV S, 374. 

giore: abdomine acute carinato : radio Alofa argenteo- coeruleo pinnula caudata, 
ultimo pinnae dorfalis fetaceo. Bonna- Savalle. PlumierM. S. 



JUer letzte lange Strahl in der RückenflofTe, und die gerade Afterflofle machen = 
die Kennzeichen diefes Fifches aus. D : R 

Die Anzahl der Strahlen in der Kiemenhaut kann ich nicht angeben, da ftenfloffe. 
ich die Zeichnung aus dem Manufkripte des Pater Plümier entlehnt habe. In 
der Bruftflofle zählt man dreizehn, in der Bauchflofle acht, in der Afterflofle 

E % 



3 6 DU Borßenßoß. 

vier und zwanzig, in der SchwanzflofTe ehenfo viel, und in der RückenflofTe 
fechzehn Strahlen« 

Der Kopf ift klein, zufammen gedrückt und fchuppenlos; die MundöfF- 
nung hat eben die fchiefe Richtung des vorigen Fifches. Die untere Kinnlade 
ift nach oben zu gebogen, und läuft in eine Spitze aus, welche in den Ausfchnitt 
der obern Kinnlade einpafst; beide find Wohl als der Gaumen und die Znnge 
zahnlos. Letztere ift kurz und knorpelartig, und am Gaumen nimmt man eine 
faltige Haut wahr. Die Nafenlöcher find doppelt und dicht an der Mundfpitze 
befindlich. Die Augen flehen nahe am Scheitel, haben auf beiden Seiten eine 
Nickhaut, die, wenn fiefich vereinigt, eine längliche Oeffhung bildet, und den 
fchwarzen Stern in dem filberfarbenen Ringe gröfstentheils bedeckt. Die Kie- 
menöffnung ift weit, die Kiemenhaut bedeckt, und der Kiemendeckel abgeftumpft. 
Der Rumpf ift dünn; der Bauch bildet einen Bogen, ift von der Kehle bis an 
After fägeförmig, welches von den dreifsig Schildern, die ihn bedecken, her- 
rührt. Diefe haben unten einen fcharfen Rand, und laufen an den Seiten in eine 
Spitze aus. Der After ift beinahe dreimahl fo weit vom Munde als von der 
SchwanzflofTe entfernt. Die Seitenlinie ift gerade, und dem Rücken näher als 
dem Bauche. Die Schuppen find grofs., dünn, fitzen feft am Körper, und lie- 
gen in fünfzehn R.eihen über einander. Die Seiten find fiiberfarben > die FlofTen 
und der Rücken blänlich und die Strahlen vielzweigig. 

Diefen Fifch treffen wir in verfchiedenen Gegenden an. Osbeck a) be- 
fchrieb ihn in China; Plumier zeichnete ihn auf den antillifchen Infein; 
Brown rechnet ihn zu den Fifchen Jamaica's b)\ Barbotteau fand ihn auf den 
caraibifchen Infein, der Dr- Blagdm in Carolina, und Ellis in China c). 



ß) Reif, nach China. S. 336. ■ „ „, v t . - er '1+ „. „ ._ 

D:> e) Broujf, lchth, fafc. I. Cl. TnfTa. 

h) Jamaic, p. 443. 



Die Borßenßoße. 37 

Ergeht, wie Plumier berichtet, zu gewiflen Jahreszeiten, in die FlüfTe, 
und fetzt feinen Laich zwifchen den Pflanzen ab. Er wird nicht über zehn bis 
zwölf Zoll lang, hat ein fettes und gutes Fleifch, welches aber, der vielen Grä- 
ten wegen, nicht geachtet wird. In Jamaika kömmt diefer Fifch, wie Brown 
berichtet, häufig vor, und wird dafelbft ebenfalls wenig gefchätzt. Auf den 
caraibifchen Infein ift er fehr wohlfchmeckend, aber auch zu Zeiten giftig <£). 
Es ift zu bedauern, dafs Brown nicht unterfucht hat, durch welche Nahrung er 
diefe fchädliche Etgenfchaft erhalte. 

Von den Einwohnern der antillifchen Infein wird diefer Fifch Savalle, von 
den Franzofen Cailleu-Tajpirt, von den Engländeru Sprat, von den Holländern 
Borßelfin, und von den Deutfchen BorflenfloJJe genannt. 

Der Rückgrad befteht aus Geben und vierzig Wirbelknochen, und auf jeder 
Seite zählt man zwölf Ribben» 

Linnehat uns zuerft mit diefem Fifche bekannt gemacht e) y und Duhamel 
die erße Zeichnung geliefert, die aber nicht gut ift/); die unlängft erfolgte 
Broußbnetfche hat vor jener einen Vorzug g). 

Da diefer Fifch dem vorhergehenden fehr ähnlich ift; fo ift es nöthig, den 
Unterfchied deutlich zu zeigen. AufTer der angeführten AfterflofTe und dem 
gezahnten Mund, hat auch der Karpfenhering einen geftreckten, die Borften- 
floße aber einen breiten Körper. Jener wird eben fo viel Fufs als diefer Zoll 
lang: auch bedecken jenen fechseckige, diefen aber die gewöhnlichen 
Schuppen. 



J) Jamale, p. 443. y) p^ ch . p a rt. 2. Secl. 3 PI .31. fig. 3. 

c) Amen.V. p. 251. g y Ichth. fafc. I. 



E) 



3& Der chineßfche Hering. 



DER CHINESISCHE HERING, 
Clupea finenfts. 

C C C C V t e T a f e I. 

Der Mund zahnlos; der unterfle Kiernenftrahl abgeftumpft. K. 6, Br. 13; 

B. 8, A. 19, S. 22, R. 18. 
Clupea ort edentulo , radio in/zmo branchioßegae truncato. JB. VI, P. XIII, _ 

V. VIII, A. XIX, C. XXII, D. XVIII. 

Clupea finenfis, C. radio extimo membra- Harengus minor Indicus. Willughby Ichth. 
nae branchioftegae poftice truncato. , app. p. 2. tab, 1. fig. 2. 

Linn, S. N. P-525- n. II, edit, Gmel, Harengus minor Indicus, live Blicca ma- 
p. 1408. rinaNieuhof. Ray, Syn. p. 106". n.^§, 

Meer-Bleier. Nieuhof, Ind. II. p.268. fig. 5, te Hareng de la Chine. Bonnaterre, Encyci. 
, Ichth. p. 188. n. 13. 

xJer zahnlofe Mund und der unterfle Strahl der Kiemenhaut, welcher abge- 

7* 
Der ftumpftift, machen die Merkmahle diefes Fifches aus. 

chinefifche In der Kiemenhaut zählt man fechs, in der Bruftflofle dreizehn, in der 

Hering. ß anc } x Q {£Q acht, in der Afterflofle neunzehn, in der SchwanzflofTe zwey und 

. zwanzig, und in der RückenfiofTe achtzehn Strahlen. 

Der Körper ifl fehr dünn; der Kopf abfchüffig und fchuppenlos; die untere 

Kinnlade fleht vor der obern hervor, und an letzterer fieht man zwey breite 

Lippenknochen. Auch innerhalb des Mundes nimmt man keinen Zahn wahr. 

Die Nafenlöcher find rund, einfach und dicht an den Augen befindlich; diefe 

haben einen fchwarzen Stern, der in einem filbernen Ringe fleht. Die Kiemen- 

öffiiung ift fehr weit, uud die Kiemenhaut gröfstentheils bedeckt. Der Rumpf 



Der chlneßfchc Hering. 39 

iß breit; der Bauch und Rücken fcharf. Die Seitenlinie lauft unweit des 
Rückens, und der After flehet in der Nähe der Schwanzfloffe. Sämmtliche 
Flößen find klein , und haben feine nur wenig getheilte Strahlen. Der Kopf ift 
ganz filberig, und eine Silberhaut überziehet auch den Rumpf, welche durch die 
hornartigen Schuppen durchfpielt. Nur die Flößen find gelblich, und die am 
Rücken und Schwänze mit einer dunkeln EinfafTung verfehen. 

Diefer Fifch wird fowohl an den afiatifchen, als auch an den amerikani- 
fchen Küften angetroffen. Nieuhof a) gab uns zuerft Nachricht von denen, 
welche man in den holländifchen , oßindifchen Besitzungen fängt. Mir ift er 
fowohl aus Japan als auch aus Tranquebar zugefandt worden. Er hat die 'Gröfse 
unfers europäifchen Herings, und kömmt, wie diefer, in ganzen Schaaren, 
vorzüglich bey den malabarifchen Küften, an. Da er aber nicht fo gut als jener 
ift, fo wird er auch nur wenig geachtet, und ein grofser Theil davon zum 
Düngen der Reisfelder verbraucht b). Man fängt ihn mit eben den Netzen, 
womit die Heringe gefangen werden : er wird auch, wie diefer, eingepöckeltj 
und zum Gebrauche für's Gefinde aufbewahrt. 

Die Holländer in Oflindien nennen ihn den Meer-Bkier; die Franzofen 
k Hareng de la Chine, und die Deutfchen den chineßfehen Hering. 

Nieuhof, der uns, wie erwähnt, mit diefem Heringe zuerft bekannt ge- 
macht, gab uns auch eine Abbildung c), die aber fchlecht gerathen ift, und 
die wir im Willughby kopirt finden d). 



a) Ind. II. p. 268. c) A.a. O. fig. 5. 

b) Nieuhof A. a, O. d) Ichth. app. tab. 1. fig. %. 



40 Der Pilchard. 

DER PILCHARD. 

Clupea Pilchardus. 

CCCCVIte Tafel. 

Die RückenflofTe im Schwerpunkte des Körpers. K. 8> Br. 17, B. 8» 

A. 18, S. zi, R. ig. 
Clupea pinna dorfi in centro gravitatis. B. VIII, 1\ XVII, V. VIII, 

A. XVIII, C. XXII, D. XVIII. 

Clupea apice maxillae fuperioris bifido. Ar- Alofa minor, five Pilchardus. Ray Syn.Pifc. 

tedi, Syn. p. 15. n. 2. var. p. 86- d. p. 104. n. 2. 

Alöfa minor. The Pilchard, Charlet. Ono- Alofa, Pilchard. Borlafe, Cornwall. p. £72. 

matt. p. 151. Pilchard. Pennant, B. Z. III. p. 343.11. 161, 

Harengus minor five Pilchardus. Willughby PI. 68. fig. 1. 

Ichth. p. 223. tab. P. 1. fig. 1. 

; JLJie im Schwerpunkt des Körpers befindliche RückenflofTe macht das Kenn- 

8. 
' zeichen diefes Fifches aus, da felbige bey den übrigen Heringsarten dem 

Pilchard. Schwänze näher als dem Kopfe fitzt. Wenn man nehmlich diefen Fifch an der 
Spitze der RückenflofTe in die Höhe hebt, fo bleibt der Körper im Gleichge- 
wichte,. -welches bey den übrigen Heringsarten nicht der Fall ift, denn hier 
finkt immer der Kopf. 

In der Kiemenhaut find acht, in der BruftflofTe fiebzehn, in der Bauch- 
flofTe acht, in der Afterfloffe achtzehn, in der Schwanzfloffe zwey und zwanzig 
und in der RückenflofTe achtzehn Strahlen, 

Der 



Der Pilchard. 41 

Der Kopf iß fchuppenlos, zufammen gedrückt, und oben mit einer längli- 
chen Vertiefung verfehen. Die Augen flehen nahe am Scheitel, haben einen 
fchwarzen Stern in einem filberfarbenen Ringe, und find von den Seiten mit 
einer halben Nickhaut verfehen. Der Mund ift klein; die Unterkinnlade die 
längfte, nach oben zu gekrümmt, und in eine Spitze auslaufend. Der Mund 
ifl zahnlos, die Zunge dünn, breit und gleich dem Gaumen glatt. Die Nafen- 
löcher find einfach, und dem Munde naher als den Augen. Die Lippenkno-. 
chen find breit; die Kiemendeckel glatt und geftrahlt; die Kiemenöffnung weit, 
und die Kiemenhaut bedeckt. Der Rumpf ift geftreckt und fleifchig; der 
Rücken und Bauch rundlich; die Seitenlinie gerade, und dem Rücken etwas 
näher als dem Bauche. Die am Bauche befindlichen Schilder find mit Schup- 
pen bedeckt, und endigen fich in lange dünne Schenkel, welche mitden Gräten 
verbunden find. Der After ift unweit der SchwanzfiofTe befindlich. Die 
Strahlen find weich, und bis auf die erften vielzweigig. Ueber der BauchflofTe ' 
nimmt man einen Anhang oder eine Mittelflofle wahr. Der Rücken ift blau 
und fpielt in's Grüne, die Seiten und der Kopf find filberfarben ,. die Rücken- 
und SchwanzfiofTe blau, und die übrigen grau. 

Diefer Fifch erfcheint an den Küften von Cornwallis in der Mitte des 
Juli in grofsen Schaaren, verliert fich im Herbfte, und kömmt um Weih- 
nachten, jedoch nur einzeln, wieder zum Vorfchein. Da er durch Sturm zu 
Zeiten von dem gewöhnlichen Striche abgeleitet wird, oder fich auch bey 
kalter Witterung oft fpäter einfindet, fo (teilen die Fifcher Wächter aus, 
welche auf feine Ankunft und den Weg, welchen er nimmt,, Acht geben. 
Diefe Leute, welche in Cornwallis Huers genannt werden, flehen auf den 
Felfen, wo fie ihn beobachten. Die Zeichen feiner Ankunft find die WafTer- 
vögel, der Phosphorfchein, der durch feine Bewegung hervorgebracht wird, 
der Geruch, welchen der Milch verbreitet, und der blaue Silberglanz des 
Meeres an diefen Stellen. Er wird vorzüglich in der Gegend von Favy, 
Allg. Naturg. d. Fifche. Tb. XII. F 



4 a Der Pilchard. 

Falmouth, Pen^ancz und St. Ives gefangen. Der Fang diefes Fifches ift für 
England fehr wichtig, indem er viele Menfchen befchäftiget. Ein Theil ver- 
fertiget die Netze, Taue und Tonnen, ein anderer Theil befchäftiget fleh mit 
dem Fange, Ausnehmen, Reinigen und Einfalzen diefes Fifches. Der Kauf- 
mann findet feinen Vortheil durch den Abfatz, und in mehreren Böthen wird 
er von einer Seeftadt zur andern verführt. Man kann die Wichtigkeit diefes 
Fifchfanges für England aus der Erzählung des Dr. Borlaß und Willughby 
leicht berechnen. Diefer verfichert , dafs man zu Zeiten über hunderttaufend 
Stück in einem einzigen Zuge fange a), und jener meldet an Herrn Pennant, 
dafs in einer kurzen Zeit in St. Ives Bucht allein 700 Tonnen (Hoghsheads), 
die Tonne zu 3500 Stück gerechnet, mithin 245,000,000 find gefangen wor- 
den. Nach der Berechnung diefes Schriftftellers find innerhalb zehn Jahren, 
ein Jahr in das andere gerechnet, aus erwähnten vier Häfen jährlich 29795 
Tonnen ausgeführt worden , und zwar, aus Fawy 1752, aus Falmouth 14631^ 
aus Peniance 12149^, und aus St. Ives 1282 Tonnen. Da es nicht möglich 
ift, ihn bey einem zu ftarken Fange gafnz einfalzen zu können, fo wird er auf 
die Erde gefchüttet, und darauf fchichtweife mit Seefalz in Haufen von einer 
bis anderthalb Ellen hoch, gelegt. "Wenn der Fifch auf diefe Art fünfzehn 
bis achtzehn. Tage gelegen hat, wird er vom Salze durch das Abfpühlen in zwey 
Tonnen gereiniget, darauf in Fäfser gethan, und fehr ftark mit Gewicht be- 
fchwert. Hierdurch wird eine Menge Oebl ausgeprefst, das in die darunter 
befindlichen Gruben läuft, hernach in Tonnen gethan, und fowohl zum Bren- 
nen, als auch anftatt des Trahns gebraucht b). 

Diefer Fifch wird nicht über zehn bis zwölf Zoll lang. Ich habe von dem 
Herrn Hawkins zwey Stück von der Gröfse der hier gelieferten Zeichnung er- 
halten, um zu unterfuchen, ob diefer Fifch vom gemeinen Heringe wirklich 

' ä) Ichth, p. »23. 1>) Willughby p. 224. 



Der Pilchard. 43 

verfchiedenfey. Das Refultat der angeheilten ünterfuchungen zeigt, dafs er 
eine eigne. Art ausmache, und zwar aus folgenden Gründen: erftens, fitzt die 
RückenfiofTe näher am Kopfe, als beim Hering; zweitens, ift diefer dicker 
und daher fleifchiger als der gemeine Hering; drittens, find die Schuppen 
beim Pilchard gröfser; viertens, ift der Kopf gröfser und nicht fo fpitzig 
als beim Heringe; fünftens fehlt der Einfchnitt an der Oberkinnlade, 
welchen man beim gemeinen Heringe antrifft; fechstens ift er geftreckter ; 
fiebentens ifi feine MittelflofTe dünner, fpitzer und fchmahler; achtens ift der 
Mund zahnlos; neuntens ift die Anzahl der Strahlen verfchieden; zehntens hat 
der Bauch keine folche fcharfe Kante, indem die Schilder in der Mitte mit 
einer Vertiefung verfehen find, in welcher zwar eine fcharfe Kante flehet, die 
aber doch nicht fo hart anzufühlen ift. Die Schilder felbft find, wie erwähnt, 
mit Schuppen bedeckt, durch welche die fcharfe Kante durchfcheint. 

Das Fleifch unfers Fifches ift fetter, daher er auch von vielen dem He- 
ringe vorgezogen wird. Uebrigens wird er , wie diefer, frifch verzehrt, und 
der gröfste Theil des Fanges eingepöckelt. 

Das Darmfell ift mit einem fchwarzen Schleim überzogen; die Leber 
roth und in zwey Lappen getheilt; die Milz liegt unter dem Magen und ift 
röthlich; der Darmkanal kurz und ohne Beugung; der Magen dickhäutig, nach 
oben zn gebogen, und mit vielen Anhängfein verfehen; die Gallenblafe ift 
klein, und die Schwimmblafe lang und ungetheilt. 

Die englifche Benennung Pilchard läfst fich fehr gut in andere Sprachen 
übertragen,, daher ich feine Benennung für die dentfche und franzöfifche 
Sprache beibehalten habe. 

Willughby, der uns zuerft mit diefem Fifche bekannt machte, hinterliefs 
auch eine Zeichnung, darin er aber nicht zu erkennen ift c): Pennant hat ihn 



c) Ichth, tab, P. 1, ng. 1. 

F a 



44 ~ Der Pilcharä. 

getreu vorgeftellt d). Ob der Pelqer des Schoncveld e) , den man bey Sluis 
in Holland ausfifcht, unfer Pilcharä fey , wie Herr Pmnantf) glaubt, ver- 
dient eine nähere Unterfuchung. Ich ziehe es aus dem Grunde in Zweifel ,s,da 
der fleifsige Gronov feiner in der Befchreibung der holländifchen Fifche nicht 
erwähnt g). Eben fo verdient es auch einer näheren Erörterung , ob der Mem- 
hras oder Celerin des Rondekt h) t wie TVillughby vermuthet i) unfer Fifch 
fey. Man würde dadurch erfahren, ob diefer Fifch fich auch in andern Gegen- 
den aufhalte. 

Gronov irrt, wenn er den Pilchard für eine Nebenart des Herings hält k). 



d) B. Z. III. PI. täfc ä) De Pifc. I. P . 220. 

e) Ichth. p.40. *') Ichth. p. 223. 
j") L a. B. p. 343. *) Zocph, p. na* 
g.) Aft, Helvet. IV. p. 367. 



Der afrikanifche Hering. 45 



DER AFRICANISCHE HERING. 

Clupea Africana. 

CCCCVIIte Tafel. 

Die Afterflofle lang, die Unterkinnlade hervorftehend» K. 5, Br. 16, 

B. 6, A. 46, S. 25, R. ig. 
Clupea pinna ani longa, maxilla inferiore longiore. B. V y P. XVI, V. VT, 
A.XLVI, C.XXV y D.XVIIL 



D 



iefer Fifch unterfcheidet fich von den übrigen feines Gefchlechts durch feinem 



lange AfteflofTe, und von dem folgenden durch feine hervorgehende Unterkinnlade. 9' 

Der äirilcä— 
Der Kopf ift klein, zufammen gedrückt, fchuppenlos und abfehüffig; die . f . 

Augen liehen nahe am Scheitel, haben einen fchwarzen Stern ^ <ler von einem r j n g. 
filberfarbenen und rotE eingefaßten Ringe umgeben wird. Vor denfelber* 
nimmt man die einfachen Nafenlöcher wahr» Die Kinnladen fowohl als der 
inwendige Mund find unbewaffnet. DieKiemenöffnung ift weit, und die Kiemen- 
haut bedeckt. Der Rumpf ift fehr dünn > vorn breit und hinten fchmahl. Der 
Rücken und Bauch find fchneideförmig: diefer ift kurz und filberfarben, jener lang 
und ftahlfarben. Die Seiten find filberfarben, und die Flößen grau. Letztere ha- 
ben bis auf die gabelförmige SchwanzflofTe kurze und nur wenig getheilte Strahlen. 
Die am Bauche verdienen kaum, wegen ihrer Kürze, den Nahmen FlofTen. Die 
Seitenlinie läuft in der Nähe des Rückens mit felbigem in gerader Richtung. 
Diefer Hering hält fich an der afrikanifchen Küfte bey Guinea auf. Ich. 
habe ihn vom Dr. Ifert aus Acara, einer dänifchen Befitzung dafelbft, erhalten. 
ht meldete mir, dafs er im, Monath Junius und Julius fo häufig vorkomme, 
dafs 40 Stück für fechs Pfennige verkauft werden.. Die dafigen Dänen nennen 
ihn Süd t die übrigen europäifchen Nationen aber afrikanifchen Hering. 

F 3, 



4.6 Das Silbtrband. 



DAS SILBERBAND, 

Clupea Atherinoides. 

CCCC VI Ute Tafel. F i g, I. 

Ein Silberftreif an den Seiten. K. 12, Br. 14, B. 8, A. 35, S. 12, R, ir. 
Clupeaßria longitudinali argentea, B. XII, P. XIV, V. VIII, A. XXXV, 
C. XXII, D. XL 

Clupea Atherinoides. C. linea Iaterali ar- Argentina linea lata argentea in lateribus. 

gentea. Linn. S. N. p. 523. n. 5. edit. Gronov. Zooph, p. 112. n. 350, 

Gmel. p. I406. 

Clupea maxilla fuperiore longiore, fafciala- La Borde - d'Argent. Bonnaterre Encyclop. 

terali argentea, Brunnich, Pifc. Maflil. Ichth. p. igö", n. 5. 

p. 101. n. 15. 

JDiefe Heringsart läfst fich leicht von den übrigen durch den breiten Silber- 

„ ' ftreif an den Seiten unterfcheiden. 
Das 

Silberband. Der Körper ift geftreckt und zufammen gedrückt; der Kopf klein, fchup- 

penlos, und endiget fich in eine flumpfe Spitze. Die MundöfFnung ift fehr 
weit, die obere Kinnlade die längfte, und beide find mit vielen Reihen kleiner 
Zähne bewaffnet. Die Zunge ift fchrnahl, dick, und gleich dem Gaumen glatt. 
Die Lippenknochen find fchmahl und gezähnelt; die Augen grofs; der Stern 
fchwarz; der Ring orangefarben, und die Naienlöcher fichtbar. Die 
KiemenöfFnung ift weit, und die Kiemenhaut bedeckt. Die Schuppen find 
an fich weifs, durch fie fchimmert aber die brauue darunter be- 
findliche Schleimhaut durch. Die Seitenlinie läuft unweit des Rückens mit 



Das Silherband. 47 

felbigem paralell, und der After ift dem Kopfe näher als der gabelförmigen 
Schwanzfloffe, Die Bauchfloffen find klein 3 die AfcerflofTe lang und mit 
Schuppen bedeckt. Die Strahlen find bis auf die erften vierzweigig. 

Wir treffen diefen Fifch fowohl im atlantifchen , als auch im adriatifchen 
Meere. Brüneiche fand ihn in Spalorfa, in Sengalia, und Spalatro in Dal- 
matien an, und ich habe ihn aus Surinam erhalten. 

Die Aehnlichkeit zweyer Gegenftände verurfacht oft eine Verwechfelung 
derfelben. Der Silberftreif, den er mit dem Kornährenfifche gemein hat, 
macht, dafs die Fifcher Italiens ihn für letzteren verkaufen. Er wird in Su- 
rinam über fechs Zoll lang angetroffen. Sein Fleifch ift fett, wohlfchme- 
ckend und wird fowohl frifch als auch eingefalzen gen offen. 

In Italien wird diefer Fifch Äther ine; in Frankreich Bande d y Argent\ in 
Deutfchland Silberband a); und in England Silver-Striped- Herring genannt. 

Brüneiche vermuthet, dafs unter der Argentine des Gronov unfer 
Fifch zu verßehen fey 5); allein, da diefer Schriftfteller den Mund zahnlos 
gefunden, der Kiemenhaut nur acht, der Afterfloffe nur vier und zwanzig 
Strahlen giebt, und des Silberftreifs gar nicht erwähnt, Co ift diefe Vermu- 
thung ungegründet. 

! -«) Pifc, rnafl. 103. J) A. a. O. 



Karpfen. 



KARPFEN. 



m erften und dritten Theile diefes Werks habe ich die Karpfenarten , wel- 
che Deutfchlaruls GewäfTer liefert, befchrieben. Gegenwärtig will ich die 
ausländifchen bekannt machen , welche ich in meiner Sammlung befitze. Es 
find fünf Arten, die fich in den afiatifchen GewäfTern aufhalten, und im Lin- 
ne'ifchen Syriern, felbß in der von Gmelin vermehrten Ausgabe nicht ange- 
führt find. AufTer diefen und den im dritten Theile S. 127. angeführten fechs 
und dreifsig Arten find mir nachfolgende bekannt geworden. S. G. Gmelin a), 
Forßer b) und Palan c) haben ein jeder einen, Forskaeld) zwey, und Gülden- 
ßaedt e) , Pallas f) und Mollina g), ein jeder vier befchrieben. Rechnet man 
nun diefe mit jenen zufammen, fo enthält diefes Gefchlecht neun und fünfzig 
Arten. 



a) C. Bulatmai. Reif. IV. S. 135. 

b) Cataftemus. Philofoph. Trans. LXIII. 

P- 155- 

c) C. Samarugo Ory&ogr. Zool. Aragon. 
P . 96. 

d) C. Bynni u. C. niloticus. Defcript. 
Anim. p. 71. n. 103. X04. nebft eini- 
gen Abänderungen. 

e) C. Capoeta. Nov. AB. Petrop. p.507. 



C. Mursu. p.513. C. capilo. p. 519. C. 

chalcoides. p. 540. 
/) C. rivularis. Reif.ll, S.717. n.36. C. 

Labeo. Reif. III. S. 307. n. 39. C. Iep- 

tocephalus. n. 40, C. Sericeus, n. 41. 
g) C. regius. Nat. v. Chili, S. 198 n.4. 

C. Caucus. p. 199. n. 5. C. Malchus. 

n. 6. C. Yuli. n. 7. 



DER 



Der Heringskarpfen. 49 



DER HERINGSKARPFEN. 

Cyprinus clupepides. 

CCCCVIIIte Tafel. Fig. 3. 

Der Bauch fägeförmig. Br. 11, B. 8, A. 13, S. 23, R. 9. 

Cyprinus venire ferrato. P. XI, V. VIII, A. XIII, C. XXIII, D. IX, 



MjfQT fägeförmige Bauch macht dasKennzeicheen diefes Fifches aus. Vermöge - 

diefes Merkmahls würde er den Heringen beygezählt werden muffen: allein da 3*« 
er wie die Karpfen drey Strahlen in der Kiemenhaut und die Kinnladen im Der 
Schlünde hat; Co hat er mehr mit letztern als mit erftern gemein. Erverbin- , f ö 
det beide Gefchlechter, und diefer Umftand hat mir Gelegenheit zu feiner Be- 
nennung gegeben. Er kömmt der Ziege, wegen der nahe am Bauche befindli- 
chen Seitenlinie, des fchwerdförmigen Körpers , und der Bildung des Mun- 
des, am nächften. Ich habe fünf Exemplare nebft der Zeichnung vom Hrn. /0A/1 
erhalten. Da fie alle von der vorgestellten Gröfse find, fo ift dies vermuthlich 
wohl fein völliger Wachsthum. 

Die Deutfchen nennen ihn Heringskarpfen; die Franzofen Cyprin clupeid; 
und die Engländer Herring- Carp. 



AHg. Naturg. d, Fifche. Th. XU. 



5© F)tr Franfenmund. 



DER FRANSENMUND. 

Cyprinus fimbriatus. 

C C C C I X t e Tafel. 

Die Lippen franfieht. Br, 17, B. 9, A. 9, S. 15, R. rg. 

Cyprinus labrk fimbriatis. P. XVII, V IX, A. IX, C. XXV, D. XVIII. 

:JLJiefer Fifch iß; leicht an feinen franfenartigen Lippen zu erkennen. Sie find 



32. breit, dick, beym Atheroholen ftöfst fie der Fifch in Form einer Scheide her- 

Der vor, und zieht fie bald wieder ein. Die Unterlippe iß: lappiger als die obere, 

welche mit kleinen Warzen befetzt iß, und daher wie Chagrins ausfieht. 
[snund. 

In der Brußfloffe find fiebzehn, in der BaucbflofTe neun, in der After- 

floflVeben fo viel, in der Schwanzfloffe fünf und zwanzig, und in der Rücken- 

floffe achtzehn Strahlen. 

Der Kopf iß klein, glatt, zufammen gedrückt; die Mundöffhung klein ^ 
die Zunge frey, und der Gaumen glatt. 

Der Aufenthalt diefes Fifchss iß in den füfsen GewäfTern derMalabarifchen 
Küfie. Wenn er in den Teichen gehegt wird, erlangt er die Schwere von 
drey bis fechs Pfund. 

Die Zeichnung fowohl, als auch den Fifch felbft, habe ich dem Hrn. John 
zu verdanken. 

Auf Tamalaifch wird diefer Fifch Sölköndei, auf Franzöfifch Frange, auf 
Englifch Fringed-Carp ,. und auf Deutfeh Franfenmund genannt. 



Das Glotzauge. 51 

DAS GLOTZAUGE, 

Cyprinus macrophthalmus. 

CCCCXte Tafel. 

Die Augen hervorragend. Br. 19, B. 6, A. 9, S. 32, R. 18. 

Cyprinus oculis prominent ibus. P. XIX, V. VI, A. IX, C, XXII, ID. XVIIL 

Long-Tfing-Yu, ou Oeil de Dragons, Le Telescope. Sauvigny Hift. natur. 
de Dorad de la Chine. PI, 10 — 13. 

Uie kegelförmig hervorragenden Augen machen diefes Fifches Kennzeichen===== 
aus. In der BrußflofTe find neunzehn, in der BauchflofTe fechs, in der After- 33. 
flofTeneun, in der SchwanzflofTe zwey und zwanzig, und in der RückenflofTe Das 
achtzehn Strahlen. Der Kopf iß kurz und dick, die Mundöflhung klein, und ° zau ^ e ' 
die Nafenlöcher find einfach. 

Diefer fchöne Fifch ift ein Bewohner der füfsen GewafTer China's. Die 
Zeichnung davon habe ich dem Hrn. Direktor Vosmar zu verdanken. 

In China wird diefer Fifch Long-Tßng- Fi/, in Deutfchland Glotiauge, und 
in Frankreich und England Telescope genannt. Ob er eine eigne Art ausmache 
oder nur eine zufällige Abänderung des Goldkarpfens fey, getraue ich mir nicht 
zu entfcheiden. 

Sauvigny, der den Goldkarpfen gar fehr vervielfältiget hat a), Hellt auch 
unfern Fifch fünfmahl auf drey Tafeln vor b). 



a) Hift. Nat, des Dorad. de h Chine, b) J. a. B. PI. 10 — 13. 
PI. 1 — 8. 

Gz 



Der Wönkönndey. 



DER WOENKOENNDEY, 

Cyprinus cirrholus. 

CC CCXIte Tafel. 

Zwey Fafern über der Oberlippe. Br. 17, B. 9, A. 13, S. 2g, R. ig. 

Cyprinus cirrhis duobus fupra labium fuperius. P. XVII, V. IX, A. XUh 

C. XXVIII, D. XVIIL 

" JUie zwey über der Mitte der Oberlippe herunter hangenden Fafern geben ein 
34- Merkmahl für diefen Fifch ab» 

Der In der BrufiflofTe findet man fiebzehn, in der BauchflofTe neun, in der 

, Afterfloffe dreyzehn, in der SchwanzflofTe acht und zwanzig, und in der Rülc- 

kenflofTe achtzehn Strahlen. 

Der Körper ifl zufammen gedrückt; der Kopf, die Zunge und der Gaur- 
men find glatt, die Lippenknochen fchmahl, die Nafenlöcher einfach, und dicht 
an den Augen befindlich. Die Seitenlinie läuft mitten über den Körper, und 
der After liegt in der Nähe der Schwanzfiofle. 

Auch diefen Karpfen findet man auf der malabarifchen Küfte in den Flüf- 
fen und Teichen. Er wird bis anderthalb Fufs lang, und fteht den übrigen 
dafigen Karpfenarten an Güte nach; fein Genufs wird fogar denen, welche 
eine genaue Diät halten muffen, widerrathen. 

Auch diefe Zeichnung nebfl dem Fifche und den dazu gehörigen Nachrich- 
ten habe ich dem würdigen Herrn John zu verdanken. 

Auf Tamalaifch und Deutfeh beifst diefer Fifch Wönköndey; auf Franzä- 
fifch Voncondre, und auf Englifch Cirrhated- Carp*. 



Der Sichelkarpfen. 53 



DER SICHELKARPFEN, 
Cyprinus falcatus. 

CCCCXIIte Tafel. Fig. 1. 

Die Rücken- und AfterflofTe fichelförmig. Br. ig, B, 9, A* 8, S. 24? 
R. 1». 

Cyprinus pinna dorfi anique falciformi. P. XVIll \ V. IX, A. VIII* 
a XXIV» D. XII. 

IVlan erkennt diefen Fifch an feiner fichelförmigen Rücken- und ÄfterflofIe.-= 



In der BnißflolTe achtzehn, in der Bauchflofle neun, in der Afterflofle 35. 
acht, in der Schwanzflofle vier und zwanzig ^ und in der RückenflofTe zwölf Der Sichel- 
Strahlen. Karpfen ' 

Der Kopf ift klein, fchuppenlos und zufämmen gedrückt, oben roth und 
an den Seiten filberfarben mit blau gemifcht; die Mundöfthung ift klein, der 
Oberkiefer der längfte, und feine Lippenknochen find fehmal ', der Gaumen? 
und die Zunge find glatt, die Nafenlöcher rund und einfach und zwifchen der 
Mundfpitze und den Augen in der Mitte. Diefe haben einen fchwarzen Stern 
und einen gelben Ring. Die KiemenörTnung~ift weit, und die Kiemenhaut 
fichtbar. Die Seitenlinie läuft in der Mitte, und der After ift noch einmal. fo< 

G 3 . . 



54 ® er Sichelkarpfen. 

weit vom Kopfe als von der gabelförmigen Schwanzfloffe entfernt. Die Schup- 
pen find grofs, die Strahlen weich und vielzweigig. Ueber der BauchflofTe ift 
ein Anhang oder Mittelflofle fichtbar. Der Rumpf ift filberfarben und fchim- 
mert ins Bläuliche, der Rücken ift blau, und die Floflen find röthlich. 

In Frankreich heifst diefer Fifch Faucil, in England The Sickle- Carp, 
und in Deutfchland Sichelkarpfen. 

Diefer Fifch hält fich in den füfsen GewäfTern der Malabarifchen Küfte 
auf. Ich habe ihn dem Herrn John zu verdanken. 



NACHTRAG 

zu den 

fämmtlicfien zwölf Theilen diefes Werks.. 



XJeym Anfange diefes Werks war meine Abficht, die Fifche Deutfeh- 
lands nicht nur zu befchreiben, fondern auch das Verfetzen derfelben fo viel als 
möglich bekannter zu machen. Ich fing daher mit dem Karpfen an, weil fich 
diefe leichter als andere Fifche hegen läfst. Als ich mit den Fifchen Deutfch- 
lands zu Ende war, und mich auch auf die Ausländifche, deren ich hab- 
haft werden konnte, erftreckte; fo handelte ich felbige in der Ordnung des 
Linneifchen Syftems ab. Während der Bekanntmachung derfelben erhielt ich 
mehrere, welche zu den bereits abgehandelten Gefchlechtern gehören. Ich- 
werde diefe nachtragen, und die Stellen anzeigen, wo fie eingerückt wer- 
den muffen. Da fich unter diefen mehrere befinden, welche wegen ihres 
abweichenden Baues, zu keinem der bishero bekannten Gefchlechter gebracht 
werden können: fo habe ich für felbige eigne Gefchlechter beftimmt, und 
ihnen den Platz, den fie im Syftem einnehmen, angewiefen, 



5i Nachtrag [um erßen Thtik. 



NACHTRAG ZUM ERSTEN THEILE. 



Juut Plötie. S. 28. Rojfe de riviire. Duham. trait£ de Pech. IL p. 499. 
PI. 34. Fig. a. 

Zum Rothauge. S. 32. Im Canton Jorat heifst diefer Fifch Roffe, in 
Rufsland Tfihebak» Plotwaa; die Bafchkalen nennen ihn Aßan-Balik, die 
Votjacken Schabar, die Oftiacken Pedi und KoL 

Zur Nafe. S. 35. Im Canton Jorat heifst diefer Fifch .ZVöjcw. Zu Frank- 
furth an der Oder erfcheint er fehr häufig im April, und ift dafelbft unter dem 
Nahmen Springer und Schnäper bekannt. In Rufsland findet man ihn im Don 
und in der Wolga, und er heifst dafelbft Poduß und Bagton. 

Zur Zärthe. S. 3g. In Rufsland heifst diefer Fifch Gußera, Kaaiok, Ta- 
ran und Sirt. - 

Zum Döbel. S, 42. In Rufsland, wo man ihn im Don findet, heifst er 
Golawl; die Tartaren nennen ihn Afu; und die Polen Dubiele. In Schwedifch- 
Pommern heifst er Hartkopf, Pagmfifch, und in Bayern Alp. 

Zum Aland. S. 45. Chtvanne, Chevesne, Meunier. Duham. traite de 
Pech. IL p. 50a. PI. 24. Fig. 4. In Rufsland findet man ihn im Don und Jaik, 
und ift unter dem Nahmen Scherech, Scherespen bekannt; die Tartaren 
nennen ihn Bertas und Kußr. 

Zum Raapfen. S. 48. In Rufsland wird er in der Wolga gefangen, und 
ift dafelbft unter dem Nahmen Scheresper bekannt. 

Zum 



Nachtrag qim erflen Theile. 57 

Zur Alandhleck. S. 50. In Bayern nennt man diefen Fifch Lauben. 

Zum Bitterling. S. 51. Bouviere ou Peteufi. Duham, Pech. II. p. 514. 
PI. 16. Fig. 5. Man trifft ihn auch in allen Bächen Böhmens an. 

Zur Ueckeley. S. 54. Able , Ablette, Ovelle, Borde. Duham. Pech. II. 
p. 493. PI. 23. Fig. 12. In Rufsland ift diefer Fifch unter den Nahmen Ka- 
niok, Ukleika und Garmak bekannt, und wird in der Wolga gefangen. Falks 
Reif. II. S. 43 r. 

Zum Gründling. S. 57. Goujon de riviere. Duham. Pich. II. p. 497. PI. 
a 3- Fig. 5. In England wird diefer Fifch 6 Meilen von Norwich, von gemei- 
nen Leuten auf folgende befondre Art gefangen. Sie fchneiden einen Aft vom 
Weifsdorn ab, an diefen binden fie mehrere Zwirnfäden, an deren jedem ein 
Wurm befeftiget ift; die andern Enden diefer Faden binden fie an einen klei- 
nen Zweig, der über dem Bach hänget. Dergleichen machen fie einige hundert 
auf einmal, und es fehlt ihnen feiten, dafs fie nicht eine grofse Menge Fifche 
fangen follten. Denn, fo wie der Fifch den Wurm in den Mund nimmt, um 
mit ihm davon zu gehen, wird er an diefen Dornen, wie an einer Angel, 
gefangen. In Rufsland findet man ihn in der Kama und ihren Flüflen, unglei- 
chen in den Sibirifchen Fiüffen. Die RufTen nennen ihn Piskar, Goljan und 
Goljanfchik. 

Zur Blrit^e. S. 60. Le Veron ou Vairon. Duham. II. p. 515. PI. 26". 
Fig. 7, Die Kalmuken nennen diefen Fifch Ulak. 

Zur Zope. S. 62. Nach dem Berichte des Profefiors Bock gehet diefer Fifch 
im Herbfte aus dem frifchen Haff in die darin fich ergiefsenden FlüfTe. In Preuf- 
fen wird er auch Sporn genannt. In Rufsland trifft man ihn in den mehrften 
Flüflen und Seen an; er ift dort unter dem Nahmen Senei bekannt. In der 
Uckermark findet man ihn häufig ; in Oderberg wurden am löten April 178S 
fünf und dreifsig Schock auf einmal gefangen. 

Allg.Naturg.d. Fifche. Th.XII. H 



58 Nachtrag $um erßen Theile. 

Zur Karaufche. S. 6g. Man fituiet diefen Fifch in Norwegen, in einem 
Teiche auf einem drey Meilen hohen Berge., der im Kirchfpiel Lolm liegt. 
Siehe Pontoppidans Naturgefchichte von Norwegen im atenTh. S. 336. Goethe. 
fand an zweihundert Lerneen in diefem Fifche, (Leipzig. Magaz. v. Jahr 1784.) 
und ich habe den Fifchwurm (Ligula piscium) in einer jungen Giebel gefunden. 
Man trifft die Giebel in allen füfsen Seen, und mooderigten und in den flachen 
mit Schilf bewachfenen Stellen der FlüfTe Rufslands und Sibiriens an; auch in den 
falzigen Seen ift fiefehr häufig. Er wird im Sommer in ungeheurer Menge ge- 
fangen, ausgenommen, ungefalzen an der Luft getrocknet, und von den Tar- 
taren im Winter verzehrt. Die Ru/Ten nennen diefen Fifch Karas; die Bafch- 
kalen und Tartaren Taban, Tubanbaäklund Karaka; die Calmucken Kitu; die 
Teleuten Jtfu-Balik; die Tfcheremiffen Korak und die Votjaken. Koras. 

Zum Bley. S. 75. La Brems. Duhamel, II. p. 504. PI. 25. Fig. 1. Man 
findet diefen Fifch in allen grofsen Seen und Flüffen von Rufsland; die RufTen 
nennen diefen Fifch Podlefchtch; die Tartaren Tfchaber und Kurbar-Balih; die- 
Calmucken Tfchuba und Zuba. 

Zum Schley. S. 83. La Tarche. Duham. II. p. 506". PI- 25. Fig. 2. Fr 
ift ein Bewohner aller Seen und Fiüffe Rufslands. Man nennt ihn dafelbft Lin ; 
die Tartaren aber heifsen ihn Kara-Balik; die Tfcheremiffen Schruger; die. 
Armenier Zugna; die Calmucken Uker und Sagajun; die Votjaken Almei; 
und die Oftiacken Kawe. 

Zum Karpfen. S. oa. La Carpe. Duham. II. p. 508. PI. 26. Fig. 1. Der 
Karpfen flehet bey verfchiedenen morgenländifchen Völkern im Anfehen; wenn 
der grofse Mogul felbft zu Felde gehen, oder fonft was Wichtiges unternehmen 
will, fo legt er feine Finger auf einen grofsen Karpfen, wobey er ein Gebet ver- 
richtet. Siehe Allg. Reife 11. TL S. 240. 

Zum Barben. S. 129. La Barheau ou Barbott. Duham. II. p. 519. PI; 2J-. 
Fig. 1. In Rufsland wird diefer Fifch fehr häufig gefangen. Im Jaick ift er mit 



Nachtrag ium erflm Theile. $$ 

dem Wels der vorzüglichfte Fifch. Er wird bis 30 Pfund fehler. Ein folcher 
koftet in Aftrachan des Sommers 5 — 8 Kop., im Winter aber 30 bis 40 Kop. 
In Aftrachan und am Terek werden die Zungeu diefes Fifches mit Effig einge- 
macht und in kleinen Fäfschen bis St. Petersburg verfendet. Die Kofacken ver- 
fertigen einen Fifchleim von Barben, welcher aber nicht der befte ift. Von den 
RmTen wird diefer Fifch Seekarpe genannt. Die Armenier und Kaimucken 
nennen ibn Safari. 

Zum Lachs. S. 135. Der Lachs ift fo gefräfsig, dafs er fogar den Stöcker- 
Iing, den andere Raubfifche wegen feiner Stacheln unberührt laffen, verzehret. 
So fand O. F. Müller 150 Stück davon in feinem Magen. Siehe den Naturfor- 
fcher ig Stück S. 21. 

Zur Lachsforelh. S. 143. In Rufsland findet man diefen Fifch in der Kama 
und Viaetka, man nennet ihn dafelbft Kroßhi^a und Palja: auch gehört er 
zu den Fifchen der Lombardey, und wird dafelbft Trotta genannt. 

Zur Teichforelle. S. 148. Die RufTen nennen diefen Fifch Krasnaja Kuba; 
und die Tartaren Dowatjchan. Georgi Reife. 1. Th. S. i6g. 

Zur Aefche. S. 15g. Man findet fie im Don, im Cafpifchen Meere, auch 
in den FlüfTen Sibiriens. Die RufTen nennen ihn Charius ; die Tfcheremifen 
Kadama; die Tartaren Kära und Kongrala; die Baraben Palok; die Teleuten 
Kara-Balik; die Bafchkalen Berdy-Balik; und die Votjaken Oßpul. 

Zum Schnepel. S. 163. Diefer Fifch bewohnt alle Ruffifche und Sibiri- 
fche FlüfTe. Die RufTen nennen ihn Sig ; die Tartaren Ak Kongrala; die Te- 
leuten Ak-Balik. 

Zur kleinen Moräne. S. 176. Diefer Fifch fcheint der Salmo Albula des 
Zinne zu feyn. 

Zum Seefiint. S. Iß2. Diefer Fifch wird häufig vom Heringsfadenwurm 
( Gordius Harengum ) geplagt. Faft in allen , die ich unterfucht habe, traf ich 
dergleichen an. Sie fitzen gewöhnlich oben am Rücken, 'theils ganz, theils 

H 3 



6o Nachtrag [um erßen Theite. 

nur zur Hälfte im Fleifche. Bey einem, den ich noch aufbewahre, hat fich 
diefer Gaft oben über das Auge eingebohrt und hing nur noch -| Theil davon 
heraus. Auch wenn fie ganz im Fleifche fitzen, laffen fie fich leicht entdecken 
wenn man den Fifch gegen das Licht hält : denn da er durchrichtig und fein 
Schmarotzer undurchsichtig ift ; fo wird man letztern bald gewahr. Die Wür- 
mer lebten noch, ohnerachtet die Fifche, als ich fie aus Hamburg erhielt, be- 
reits mehrere Tage todt waren. Einer diefer Fifche hatte die Länge eines Fufses. 
Sein Mund ift ftark bewaffnet. Der Seeflint ift ein grofser Räuber, und fchont 
feine eigene Gattung nicht; fo fand ich in einem derfelben einen beinahe vier 
Zoll langen feiner Art- 

Zum Hering. S. i$6. Mit dem Hering treiben die Engländer auch eines 
großen Handel. Archenhölt{ erzählt, dafs der Heringsfang 500 Böte und 3000 
Menfchen in England befchäftige ; Glocefter allein führt jährlich 30CO0 Tonnen 
Heringe aus. Die Dänifche Heringsgefellfchaft zu Altona hat eben fo, wie die 
Preufsifche zu Embden, die Anzahl ihrer Schiffe dergeftalt vermehrt, dafs gegen- 
wärtig eine jede derfelben fünfzig Büfen nach den Schottländifchen Küfien zum 
Heringsfange fendet. 

Zum Bratling. S. ao6\ In der Gegend von Reval wird diefer Fifch häu- 
fig gefangen, und nachdem er eingefalzen ift, in Fäfschen von ao Pfund nach 
Lübeck und andern Orten verfendet.. 

Zur Alfi. S. aop. VAloft. Duham. II. p. 316. PI. 1 und 2. Im Südlichen 
Amerika ift diefer Fifch fehr gemein. Freier erzählt, er erfcheine an den 
Küften fo häufig, dafs man ihn mit den Händen greifen könne. Auch ge^ 
hört er zu den Fifchen Nordamerika^. Ich erhielt ihn aus Neuyork unter dem 
Nahmen Silberfifch. Man findet ihn fehr häufig im Don, der Wolga und in 
den damit verbundenen Flüflen. Die RufTifchen. Fifcher an der Wolga halten 
ihn für giftig; befonders foll fein Genufs den Kopf betäuben; daher fie ihn aus 
den Netzen an das Ufer werfen, welchen lieh die von diefem Vorurtheil freyen 



Nachtrag ^um erfien Theik. &i 

Mordwinnen, Tfchuwafchen, Tfcheremifen, Raubvögel und Hunde zu Nutze 
machen. Die Ruflen nennen ihn Schdesni{a Riba (Eifenfifch) und Befchenaja 
Riba (wüthender Fifch). 

Zum Steinpitfar. S. 221. Man findet diefen Fifch an den flächen und 
fchlammigen Stellen der Wolga. Die RulTen nennen ihn Wijun; die Tartaren 
Et-Balik (Hundefifch), 

Zur Schmerl. S. 224, Sie wird in allen Bächen um Moskau angetroffen. 
Von den RulTen wird fie Piskofol, Puskofop und Galjantfihick, und von den 
Tartaren Jelantfcha und Tafch Bafch genannt. 

Zum Hecht. S. 225?, In Rufsland findet fich diefer Fifch fall; in allen Seen 
und FlülTen. Er wird im Sommer in den Steppen in ungeheurer Menge gefan- 
gen, nachdem die Eingeweide herausgenommen werden, ohne Salz in der 
Luft getrocknet, auf freyem Felde in Haufen gefegt, und bey Gelegen- 
heit an Fifchhändler verkauft. Die Ruflen nennen ihn Tfchuka; die Baraben, 
Tartaren und Bafchkalen TfchorWn und TfcHortan; die Kaimucken Tfchorbo- 
und Zurba; die Votjaken Tfchopug. 

Zu S. 2:8. Den Hornhecht habe ich aus Neujork unter dem Nahmen 
Walsbilot, und aus Tranquebar unter dem Nahmen Kockumin erhalten» An 
letzterm Orte wird er, wie mir Herr John fchreibt, 2 Fufs lang, 4 Zoll dick, 
wird von den Einwohnern gern gegeffen , und für eine gefunde Speife gehalten,. 
Ex hält fich fowohl in Teichen als in FlülTen auf. 



s * 



6t Nachtrag {um {weiten Theile. 



NACHTRAG ZUM ZWEITEN THEILE. 

£j\x S. 4. zu den Meergrundeln. Die Anzahl der mir damals bekannt gevefe- 
nen Meergrundeln, belief fich auf 19 Arten. Seit diefer Zeit habe ich noch 
folgende bey den Schriftftellern gefunden. Marcgraf a), Euphrafen b), Fa- 
bricius c) und Thunberg d) befchreiben ein jeder eine, Koelreuter e) zwey , und 
Broujfonet f) drey neue. . 

Zu S. 5. Nach Falks Bericht findet man die Meergründel in Rufsland in 
der "Wolga und Achtuba. 

Zu S.u. Euphrafen g)y Olaffenh), Schoepf i) und White k), haben 
ein jeder eine neue Groppenart befchrieben: Auch auf der i5ten Taf. des 
lften Bandes der Allgemeinen Reifen fand ich einen unbekannten vorgeftelk. 
Imgleichen habe ich auf der i^gften Tafel diefes Werks einen neuen abge- 
bildet. 

Zu S. 14. Nach Falks Verficherung findet man den Kaulkopf 'in den Si- 
birifchen FlüfTen und Bächen. 

a) Brafil. p. 72. Amore-pixuma. f) Ichth. fac. 1 G. melamurus, ocellaris 

Z>) Neue fchwedifch. Abhandl. S. 63. et ftrigatus. 

Gob. Ruthenfpar. g ) N eue fchwed. Abhandl. VIII. p. 64. 

c) Reife nach Norw. S. 322. G. Flaves- 

h) Cott. bubahs. Brodmus. Isl. I. p-589- 
cens. . 

d) Neue fchwed. Abhandl. XII. S. 175. Sehr, der Gefellfch. Naturf. Fr. VIII. 
G. Patella. s - H 6 - 

e)Nov.Comment.Petrop. IX. 423— 45L /) White Journal of Voyag. p. 256. 



Nachtrag {um {weiten Theile. 63 

Zum Steinpicker. S. 15. Ich habe diefen Fifch aus Neuyork unter dem 
Nahmen Poifonfifh ( Gift fifch) bekommen, er wird dafelbft von niemand 
gegefTen. 

Zu S. aa. Nach Herrn Pallas ift der Seefkorpion in Sibirien unter dem 
Nahmen Kamfcha bekannt, 

S. 24. Sibbald hat in feiner Hiftorie von Schottland einen neuen Spiegel- 
fifch befchrieben, und auf der öten Tafel abgebildet. 

Zu S. 27. In Surinam ift der Sonnenßfch unter dem Nahmen SoleilMarin 
bekannt. 

Zu S. 63. Auch alle grofse See und FlüfTe Rufslands nähren den Zander. 
Von den Kaimucken wird er Bolochus und Batachos genannt. 

S. 73. Den Barfch trifft man in allen Flüffen und Seen durch das ganze 
RufTifche Reich in grofser Menge. Er wird im Sommer von den Fifchern aus- 
genommen, an der Luft getrocknet, und unter freyen Himmel in Haufen ge- 
fetzt. Falk verfichert, man habe das Pud diefer getrockneten Fifche für 10 
Kopeken verkauft. Die RufTen nennen ihn Ocum; die Tartaren, Baraben und 
Kirgifen Alabuga und Albuga-Balik; die Kaimucken Schar, Chaum und Scörge; 
die Aremifen Kißl-Gauam ; die Ofliaken Kafa ; die Votjaken Jufch; und 
die Tfcheremifen Älangu. 

S. 77. Von den RufTen wird der Kaulbarfch, Jerfch; von den Votjaket* 
Joritfch; von den Tartaren und Bafchkalen Tafch-Bafch und Tafch-Pafch; 
von den Barabern Kartejek; von den Teleuten UBalik; von den Kaimucken 
Schurgjus; von den Ofliaken Nirfa oder Nyrfa genannt* und in Polen nennt 
man ihn Ja^gary. 

Zu S. 79. Houttuyn hat Im aoften Bande der Harlemmer Schriften S. 29. 
und Herr Daldorf im aten Bande derDänifchen Schriften der Naturforfcher eia 
Jeder einen neuen Stichling befchrieben. 



64 Nachtrag [um [weiten Theile. 

Zu S. 8 L Die RufTen nennen den Stichling und den kleinen SeefHchling 
Rgathka und Koliufchka. 

Zu S. 90. Der Abt Molina fand die Mackreh auchin Chili. 
Zu S. 96. Derfelbe fahe auch den Thunfifch in den GewäfTern von Chili. 
Jagemann erzählt in feinen Briefen über Italien a), dafs der Fang diefes Fifches 
zu Porto- Louis für 25000 italienifche Thaler verpachtet fey. 

Zu S. 1 1 1. White befchreibt einen neuen Meerbarben unter dem Nahmen 
Mullas fafciatus b ). 

Zu S. 113. Der Abt Freier fand den geftreiften Rothbart in Chili, und 
rühmt fein wohlfchmeckendes Fleifch. 

Zu S. 131^ Osbeck c) und Ström d) befchrieben ein jeder ein neues 
Petermännchen. 

Zu S. 137. Olaffen hat eine neue Sch'ellfifchart unter dem Nahmen Upfc 
abgebildet e). 

Zu S. 142. In Sardinien heifst der Scheelßfeh, Schelfiscio. 
ZuS. 145. In Polen wird der Dors Pomuchla , und in Sardinien Drofch 
genannt. 

Zu S. 157. In einer 1791 in Paris herausgekommenen Schrift, unter 
dem Titel: De la Balance et Commerce de la France, wird erzählt, dafs der 
Stockfifchfang auf Terre Neuve, welcher 1773 nur 6 Millionen betrug, fich 
gegenwärtig auf 16 Millionen gehoben habe. 

Zu S. 164. In Sardinien heifst der Wittling Merlano, und der folgende 
Fifch der Köhler Morthy. 

Zu 



a) Th. in. Brief 39. c) Reife nach China, p. 388. 

b) Journal of Voyage, to new South d) Dronth. Schrift. III; Thi p. 40a 
Wal. p. sA%. .O Isl. I. tab. 2.8. 



Nachtrag {um ■ppeiten ThclU. 65 

Zu S. 171. Dr. Schoepf fand den Krötenßßh in der Hudfonsbucht, wo 
«r Marthy genannt wird. 

Zu S. 179. Im October 1790. erhielt ich eine goldfarbige Quappe mit 
fch warzen Flecken, welche bey Schwinemünde ift gefangen worden. Die FiofTen 
waren klar und die Haut am ganzen Körper fo dünne, dafs man die Schleirn- 
röhien am Kopfe und Rücken erkennen konnte. 

Zu S. igo. Nach Falks Nachrichten findet fich die Quappe in allen Ge- 
wäflern Rufslands. Es wird auch Haufenblafe davon gemacht, und das Pud zu 
5 — 10 Kopeken verkauft, fie ift aber fchlechter wie die vom Haufen. Die 
Haut der Quappen wird in Sibirien, und in Rufsland auf dem Lande zu Fenfter- 
fcheiben gebraucht. Die Oftiaken und Tfchulymfchen Tataren machen fich 
fowohl von diefer als auch von andern Fifchhäuten Sommerkleider, und Säcke 
zur Aufbewahrung des Pelzwerks. Die RufTen nennen diefen Fifch Nalim; die 
•Tartaren, Baraben und Teleuten Körte- Bahk und Schamle; die Bafchkiren 
und Kirgifen Schamba- Balik ; die Woguls Tfihi ; die Votjacken Nalim; die 
Oiliacken Niukol; die Tfcheremifen Lamba; die Ukrainen Meniok; und die 
Kaimucken Chotubrt. 

Zu S. 18*. Das Kennzeichen diefes Gefchlechts find die 2 bis 5 Strahlen , 
in der Bauchflofle: denn der Blenius raninus und der Cottus grumens, welcher 
ebenfalls hierher gehört, haben 5 Strahlen in der BauchflofTe. 

Zu S. 183. Sujef a) und Mohr b) vermehren das Gefchlecht der 
Schleimfifche ein jeder mit einem, und Schoepf mit zwey neuen c). 

Zu S. i§9. Ich erhielt die Aalmutter aus Neuyork unter dem Nahmen 
Rok-Eel Diefer Fifch war \\ Fufs lang und ift dafelbft eine angenehme Speife. 



a) Nov. Comm.Petrop. 1779.II. p. 195. «) Schrift. naturf.Fr. VIII. S. 142. 143, 
*) Natur. Hiftor. Island, p. S5. 

AHg.Naturg.d.Fifche. Tb.XII, I 



66 Nachtrag %um dritten Theik. 



NACHTRAG ZUM DRITTEN THEILE. 



Jljm S. i8- Zouviack a) und O.Fabricius b) haben ein jeder einen neuen Seewolf 
befchrieben. 

Zu S. 35. Zur Klaffe der Knorpelföfche gehört auch folgendes Gefchlecht: 
LXXV1. GESCHLECHT. 
Die Bauchkiemen. G aß robranchus. 

ERSTER ABSCHNITT» 

Von den Bauchkiemen überhaupt. 

Zwey Kiemenöffnungen am Bauche» Pisces fpiraculis duobus ventralibus. 

Myxine glutinofa. Linn. Syft. R Gen. 281. Schleimwurm. Leske. Anfangsgr. der N,G, 

Rauchbärter. Müll. Linn. S. N. VI. S. 54. Gen. 22. S. 508. 

Zwey kleine runde Kiemenöffnungen unter dem Bauche machen das Kenn- 
zeichen diefes Gefchlechts aus. Vor der Hand enthält dafselbe nur eine Art, 
welche Hr. Kalm zuerft bekannt gemacht, und fie für eine Gattung von Neun- 
augen gehalten hat : bald darauf ward diefer Fifch von Linne für einen Wurm 
erklärt. Von den folgenden Naturkündigern, hielten ihn Gunner , Otto Frie- 
drich Müller, Olavius, Ström r Gmelin und Statins Müller für einen Wurm; 
Modeer t Ret\ius und Abildgaard aber für einen Fifch. Mehrere diefer berühm- 
ten Männer glaubten, er wäre dem Willughby, Ray und Artedi bereits bekannt 
gewefen, indem fie das blinde Neunauge derfelben für unfern Fifch anfahen. 
Da der Grund der Verfchiedenheit diefer Meinungen in dem Bau des Fifches 
liegt, fo wollen .wir ihn nach feinen innern und äufsern Theilen genau 
befchreiben. 



■a) Nov. Comm. Petropol. 178T. I. p. 271. b) Faun, Groenl, p. 139. 



Nachtrag {um dritten Theik. 6j 

ZWEITER ABSCHNITT. 

Von den Bauchkiemen, i n s b efo n der e. 

Der Blind fifch. G aß r o b r a n c hus c o ecus. 

Ohne Augen» Gaflrohranchus oculis carens. 

CCCCXIIIte Tafel. 

Myxine glutinofa. Linn. S.N. p. 1080. ed. Sleep- Marken. Schriften der Drontheimer 

Gmel. p. 308a. Gefellfch. II. S. 230. tab. 3. 

Pihrahl.MuCAd.Fr.p.91, tab. 8.% 4. Hviid-Aal, Ingeris-Pitt, Sugare, Infchuvier. 

MÜH. Prodr. Z. D. p. 227. n. 2755. Ström. Sondm. I. p. 287. 

— — Ivik.Fabric.Faun.Groenl. p.344 n 334. Pihraol, Pilor. Kalms Reif, nach Nord- 

NeueSchwedifch.Abhandl.XI. S. 104. amer. I. S. 118. 

tab. 3. flg. 1. Der Fifchwurm. Müll. L. S. VI. S. 54. 

——Schriften der Berlin. Gefellfch. naturf. Der Schleimwurm. Leske. Anfangsgründe. 
Fr. X. S. 93. tab. 4. der Naturg. S. 508. 

Man erkennt diefen Fifch daran, dafs ihm die Augen fehlen. Ich habe- 



mir alle Mühe gegeben , diefe den Thieren zu ihrer Nahrung und Sicherheit «• 
fo nützlichen Werkzeuge bey ihm aufzufinden. Der Schöpfer mufsdiefemFifche Der 
an deren Stelle ein feines Gefühl verliehen haben, wodurch er in den Stand ge- Blmdfifch » 
fetzt wird, feine Nahrung auszufpüren, und den ihm drohenden Gefahren 
auszuweichen. Der Körper ift aalförmig, fchlüpfrig, bis auf den Schwanz 
von gleicher Dicke; an den Seiten röthlich, am Bauche weifs, und am 
Rücken bläulich. Der Mund ift an der untern Seite, und länglich, wie beim 
Neunauge. An jeder Seite defTelben nimmt man zwey und oberwärts vier Bart- 
fafem wahr. Zwifchen letztern Geht man eine röhrenförmige Oeffnung &r. /. a . 
durch welche der Fifch , wenn er fich angefogen hat, das Wafler ausfpritzt. 
lieber diefer OefFnung ift eine Klappe vorhanden ,"mittelft welcher er jene will- 
kürlich verfchliefsen kann. Wenn der Fifch den Mund etwas zurückfchlägt, 
oder wenn man ihn auffchneidet; fo kommen zwey Reihen kammförmiger 
Zähne zum Vorfchein, fig. 4. bb. In der obern find neun und in der. untern 

I 2 



68 Nachtrag ium dritten Theile, 

acht von einer knöchernen , und nicht wie beim Neunauge, von einer knorp- 
lichten Subftanz. Am Gaumen bemerkt man eine faltige Haut um der läng- 
lichten Spalte fig. 3. a. , durch welche das WafTer zur erwähnten Spritzröhre 
kommt; hinter diefer ift ein nach hinten zu gebogener Zahn fig. 4. a., und dar- 
auf folgt die OefFnung des Schlundes. Die Zunge, die Nafenlöcher, die Sei- 
tenlinie, die Schuppen, die Bruft- und BauchflofTen fehlen. Die Rücken - 
Schwanz- und Afterflofle find kurz, fließen in einander, haben weiche und 
zarte Strahlen, die man, wegen der dicken Haut, in der fie liegen , nicht zählen 
kann. Längs an beiden Seiten vom Kopfe bis zum Schwänze wird man eine Reihe 
kleiner OefFnungen gewahr fig. z, cc. Wenn man diefen Fifch beim Anfaflen 
etwas drückt; fowird aus diefen OefFnungen ein zäher Schleim ausgepreist. Am 
Bauche nimmt man bey fig. 2.. a. die beiden KiemenöfFnungen, und bey fig. &. b. 
den After in Geftalt einer länglichten Spalte, zwifchen beiden aber eine her- 
vorragende Linie wahr. Die Länge des Fifches beträgt nach den Originalen, 
die ich befitze, nicht über zehn Zoll. Wir treffen diefen Fifch um Dännemark, 
Schweden, Norwegen und Grönland an. Ergiebt, wie Kalm a) und Gunter 

«-) Er erzählt Folgendes: Ich warfeinen zähe, dafs der Fifch felbfl beym Herauf. 

von dief n Fifchen in ein großes Becken winden mit folgen mußte. Ich gofs daher 

mit frifchem Seewaffer. Dies war, in der felbiges weg, und liefs mir frifches geben. 

Zeit von einer Stunde, mit einem weifsli- Allein dies war, nachdem der Sauger kaum 

chen und zähen Schleime erfüllt, der einem eine Viertelftunde darin gelegen hatte, eben 

hellen und durchfichtigen Leime ähnlich fo dick wie das vorige. Man verficherte 

war. Tunkte man in felbigen einen Feder- mich dabey, dafs, wenn ein Kahn halb voll 

kiel, oder einen Stock, fo konnte .man WafTer wäre, und nur ein einziger von die- 

daraus lange Fäden ziehen. Bey mehrerem fen Fifchen in felbigem zurückbliebe, man, 

Umrühren hing fich fi-hon der klebrige Gal- nach dem Verlaufe von wenigen Stunden, 

lert, in der Dicke eines Daumens, feft, fchon alles in einen Schleim von erwähnter 

mnd fah alsdann völlig fo aus, wie ein hei- Art verwandelt antreffen würde. Reije nach 

ler Eiszapfen, Endlich ward das WafTer fo Nordamerika, I, $. 11%. 



Nachtrag %um dritten Thäic, tfo, 

erzählen, fe'hr viel Schleim von fich; fo dafs er dadurch in einer kurzen Zeit 
eine Menge WafTer verdickt, und feine Flüfllgkeit beraubt. Es wird dadurch 
fo zähe, dafs es fleh in Fäden ziehen läfst, die bald an der Luft trocknen. Es 
könnte, wie ich glaube, dieferFifch, von dem man bisher keinen Gebrauch 
gemacht hat , zu Haufenblafe genützt werden. Dem Fifche felbft aber 
fcheint diefer Schleim zu einer Schutzwehre zu dienen, denn da ihm die Augen 
fehlen; fo würde er beftändig den Raubfifchen ausgefetzt feyn, wenn er fich 
nicht hinter eine Wand, die er von feinem Schleim macht, verbergen könnte. 
Aufser dem Meere kann man ihn nicht über drey bis vier Stunden beim Leben 
erhalten. Zu den vielen Befonderheiten diefes Fifches gehört auch die Art 
fich zu ernähren. Er faugt fich an die Fifche an, und zerreifst mit feinen 
kammfötmigen Zähnen ihr Fleifch, ohne dafs fich diefe von ihm losmachen 
können, denn der im Gaumen befindliche hakenförmige Zahn, dient ihm zum 
feften Anfetzen an die Fifche; dafs er aber dem Dorfch in Hintern krieche und 
ihn von inwendig verzehre, wie Gunner b) den Fifchern nachfagt, halte ich aus 
folgenden Gründen für unmöglich. Erftens ift die OefTnung des Afters viel zu 
eng, als dafs fie unferm Fifche einen Eingang verftattete. Zweitens kann er 
auch nicht in einem andern Leibe leben, da ihm das WafTer zum Athemholen 
fehlt; vielmehr ift er von denFifchen, in deren Leiber man ihn fand, verfchluckt 
worden: denn es waren Mackrelen und Cabiliaue, mithin Raubfifche. 

Aus dem, was bishero gefagt worden, ergiebt fich, dafs der äufsere Bau 
deffelben in vielen Stücken von den übrigen bekannten Fifchen abweiche. 
Weit merkwürdiger noch ift fein innerer Bau. Als ich die Haut vom 
Hälfe wegnahm, kam ein langer runder Körper zum Vorfchein fig. 3. £., den 
ich für das knorplichte Bruftbein hielt, bey genauerer Unterfuchung aber ergab 
fichs, dafs es ein hohler Muskel war, welcher einen andern, etwas längern 



h) Dranth. Schrift. II. S.sj^ 



70 Nachtrag [um dritten Theile. 

kegelförmigen Muskel umgab, beide laffen fich leicht in zwey befondere Mus- 
keln trennen ßg. 4. dd. Die äufsere endiget fich in zwey breiten, und die in- 
nere in zwey fchmahlen Sehnen an dem Kinnladen. 

In allen diefen Muskeln fand ich mehrere Lagen Fafern, welche in die 
Quere liefen. Hinter diefen Muskeln liegt die Speiferöhre, welche ohne be- 
fondere Erweiterung in den Darmkanal übergehet, und ohne Beugung bis zum 
After reicht. Er ift weit und mit vielen nach der Länge laufenden Falten ver- 
fehen. Unter den Muskeln fieht man zwölf linfenförmige Bläschen, welche 
fowohl mit den Wafferleitern , als auch mit den grofsen Blutgefäfsen verbun- 
den find, einen unmittelbaren Zufammenhang diefer Bläschen untereinander, 
habe ich aber nicht bemerkt. Die WafTerleiter nehmlich nehmen ihren Anfang 
beyßg. ß und 4. cc, und leiten daffelbe in die Höhle der Bläschen, welches am 
Rückgrad durch andere Canäle, in den dafelbft befindlichen WafTerleitern ihren 
Ausgang findet. Die WafTerleiter ßg. 4. ee. bringen es nach dem Munde, wo 
es entweder durch denklbenßg.ß.ee. oder durch das Spritzloch aufliefst. Das 
Herzßg.ß.f. fchickteinemjedenBläschen dasBlut durch einen Aft von dergrofsen 
Pulsader zu, welche fich über felbiges durch unzählbare kleine Gefäfse ver- 
theilt. Nimmt man die grofsen Pulsadern mit ihren Aelten "weg ; fo fieht man 
auf dem Rückgrade eben fo viele Blutadern ßg. 4. ff., welche das Blut aus den 
Pulsadern in die abfteigende Hohlader leiten, durch welche es wieder zum Her- 
zen zurückkommt. Bey diefer Einrichtung wird das Blut durch die Bläschen, 
wie bey andern Fifchen durch die Riemenöffnungen und Kiemen abgekühlt. 
Auch die Lampreten, Rochen, und Hayfifche haben feßfitzende Kiemen. Sie 
kommen alfo in Abficht des Athemholens mit erftern überein, nur mit dem 
Unterfchiede, itens dafs bey jenen die ßlutgefäfse über eine etwas gekrümmte 
Haut, bey dem unfrigen aber über eine runde Haut verbreitet find. Zweitens 
dafs bey jenen das WafTer -durch fieben, bey dem gegenwärtigen Fifch aber nur 
durch zwey Oeffnungen hineingehet. Da bey den Hayfifchen fünf und beim 



Nachtrag {um dritten Thäie. 71 

Lampreten Geben Kiemen vorhanden find; fo macht unfer Fifch mit feinen 
fechs Kiemen den Uebergang von dem einen zum andern. Es mufs daher die- 
{es Gefchlecht im S'yftem zwifchen beiden zu flehen kommen. Es ift indeffen 
diefer nicht der einzige Fifch, der blafenartige Kiemen hat, denn auch das 
Seepferdchen hat, ftatt der Zotten, Bläschen an den Kiemen. Die Leber be- 
ßehet aus Zwey Theilen fig. 3. gg., davon der untere Theil der gröfste iftv 
Die Gallenblafe ift an dem obern Theile befeftiget und durch den Lebergang 
mit den untern verbunden. Auf der einen Seite des Darmkanals fleht man viele 
kleine Eyer fig. 3. h. und auf der andern eine lange fchmahle Niere fig* 3. i.; 
jene hangen vermittelft einer fehr dünnen Haut zufammen. Bey dem zweiten 
Fifche, den ich zergliederte, fand ich außer den kleinen,, mehrere länglichte 
Eyer, in der Gröfse wie üefig. 4, g. erfcheinen. Sie liegen vom Zwerchfell 
an, bis ohnweit dem After,, auf dem Rückgrade. Sowohl in der Geltalt, als 
auch Gröfse, weichen fie von den Eyern der übrigen Fifche merklich ab. Auch 
ift die Spalte am After bey diefen viel länger als bey andern Fifchen. Wahr- 
fcheinlich hat es damit eben die Bewandnifs, wie bey dem Platzbauch, den ich 
im iften Theile befchrieben habe. Ob die Eyer in Mutterleibe ausgebrütet 
werden, mithin unfer Fifch zu den lebendig Gebährenden gehöre, ob man 
auch Milcher bey ihm finde, oder ob er fich wie die Nadelfifche und die Aal- 
mutter ohne Männchen fortpflanze, diefes kann nur derjenige Naturkündiger 
entfcheiden, welcher Gelegenheit hat, diefe Fifche an Ort und Stelle zu unter- 
ziehen. Noch find auf jeder Seite die Schleimdrüfen zu bemerken, die wie 
eine Reihe Perlen neben einander liegen, fig. 4. hh,, deren Ausführungskanäle 
man an der äufsern Seite wahrnimmt». 

In Schweden wird diefer Fifch Phira; in Dännemark Hviid-Aal, Ingerir- 
Pili, Sugare und Infchuvier ; in Norwegen Sleepmark, Pihral, Pilor; und in 
Island Ivik genannt. Die Deutfchen nennen ihn Schleimwurm und Blindfißh» 
die Franzofen l'Aveugle; und die Engländer Blind- Fish. 



yi Nachtrag \um dritten Theile. 

TLalm hat, me oben erwähnt, diefen Fifch zuerft befchrieben a). Er 
iiielt ihn für eine Art Neunaugen; Linne aber für einen Wurm, der den Blut- 
igeln am nächften komme: denn da er keine Flößen, und die Zähne an den 
Seiten hat; fo könne er ihn weder zu den Fifchen, noch zu den Schlangen 
zählen b). Er beflimmte ihm ein eigenes Gefchlecht, und liefs es daher auf fel- 
bigen folgen. Diefen Fehler hätte er in feinem Syriern verbefTern können, 
wenn er den von ihm felbft angeführten Auffatz des Gunner gelefen , und fich 
von dem innern Bau defTelben unterrichtet hätte. Diefer hält ihn indefTen 
felbft für einen Wurm, ficht die zwölf Kiemen, für eben fo viele Lungen an, 
und da diefe auch eine Luftröhre haben follten, fo verfiel er in einen andern 
Fehler, indem er die oben angeführten Muskeln für eine knorplichte Luftröhre 
hielt, in der er jedoch, feinem GeftändnifTe nach, die Höhle fo enge fand, dafs 
er nicht einmal eine Borfie hinein bringen konnte c). "Was das übrigens für 
zwey länglichte Körper find , welche Gunner aufserhalb des Steifses will ge- 
funden haben, die er für die Hoden hält d), kann ich nicht errathen. Eben fo 
wenig kann ich das doppelte Zeugungsglied finden, dafs Herr Modeer unferm 
Fifche zueignet e). Wenigftens an fünf Stücken, die ich befitze, finde ich fie 
nicht. Auch keiner der übrigen Schriftfteller, welche unfern Fifch befchrieben, 
gedenkt defTelben. 

Otto Fr. Müller fahe die Bartfafern diefes Fifches für Fühlhörner an, und 
betrachtete daher denfelben in feiner Gefchichte der Würmer als ein Weich- 
thier /): allein da er die Bartfafern nicht, wie die Schnecken die Fühlhör- 
ner einziehen kann; Co gehört er auch nicht zu diefer Klaffe. 

Hr. 



a) Reife nach Nordamer. I. S. ng. d) J. a. B. S. 234. 

J) Muf Reg. Ad. Fr. p. 91. e) Neue Schwed. Abh, XI. p. iog. 



e) Dromh, Schrift. IL S. 233- /) Molluscum. 






Nachtrag ium dritten Theik. 73 

Hr. Profeflbr Refills wundert Geh, dafs Linne unfern Fifch für einen "Wurm 
Mit, da doch ihn drey grofse Ichty logen Willughby, Ray und Artedi für 
eine Neunauge erklärt haben/) : allein da diefe unfernFifch nicht gekannt, fon- 
dern das kleine Neunauge befchrieben haben, fo fällt diefer Vorwurf weg. In 
der Befchreibung des blinden Neunauges fagt Willughby ausdrücklich, dafs er 
auf jeder Seite fieben Luftlöcher und einen geringelten Körper habe; Merk- 
mahle, die man bey unferm Fifche nicht findet, Auch in der Zeichnung des 
JVdlughby find diefe Luftlöcher ausgedrückt g). 

Linni h), Gunner i), Ström \k) haben daher Unrecht, wenn fie den 
angeführten Fifch des Willughby für den unfrigen hielten. Sie find durch die 
Fehler des Willughby dazu verleitet worden ; diefer hat die kleinen Augen bey 
feinem Fifche überfehen, und ihn daher das blinde Neunauge genannt, und da 
unfer Fifch ebenfalls keine Augen hat; fo haben fie ihn für den nehmlichen 
angefehen. Auch Pennant hat das kleine Neunauge, und nicht unfernFifch 
befchrieben und abgebildet /). Es lafTen fich daher die Zweifel des Herrn 
Ret^ius, bey feiner Vergleichung diefer beiden Fifche m) , leicht heben. Wenn 
übrigens diefer Schriftfteller unferm Fifch eine Luftröhre und Lungen giebt; fo 
hat ihn wohl der ehrliche Gunner n) dazu verleitet. Gunner o) und Linne p) ge- 
ben unferm Fifche unrichtig nur fechs Bartfafern, letzterer läugnetrauch ohne 
Grund bey ihm das Spritzloch an dem Kopfe und die Strahlen in den Flößen q). 

Von den Zeichnungen, die uns Linne, Gunner , Ström, Retrius und 
Abildgaard r) von unferm Fifch mitgetheilt haben , ift nur die von letztem) gut 

/) Neuefchwed.Abh. XI. S. 108. m) Neue fchwed. Abh. XI. 'S. 109. 

g) Ichth. p. 107, tab. G, 3. fig. 1. n) J. a. B. S. 104. 

Ä) vSyft. N. p. 3082. 0) Dronth. Schrift. II. S. 231. 

i) Dronth. Schrift. II. p. 236. p) Muf. Ad. Fr. p. 91. 

k) Söndm. I, p. 288- $) J- a- B. S. 93. 

/ ) B. Z. III. p. 80. n. 29. tab. 8. r) Sehr. d. Gefellfch.naturf. Fr, X. tab. 4. 
Al!g Nauirg. d, Fifche. Th.XIL K 



74 Nacktrag {um dritten Theile. 

gerathen; ich kann indeflen diefem fbnft fo fcharffinnigen Gelehrten nicht 

beipflichten, wenn er den gröfsern Theil der Leber für eine Drüfe {Pancreas) 

hält; denn nicht nur Farbe undSubftanz gleichen vollkommen dem obern Theil, 

fondern ich habe auch deiTen Lebergang mit der Gallenblafe in Verbindung 

gefehen. 

Zu S. 37. Hartfink gedenkt im ißen Theile feiner Reife nach Guiana 
S. 44. einer Lamprete, welche die Eigenfchafr des Elektrifchen Aals befitzt. 
Diefe wäre alfo die Fünfte Art, und ich will ebenfalls diefes Gefchlecht mit 
einer neuen Lamprete vermehren. 

Das Silberneunauge. Petromyqon argenteus. 

•CCCCXVte Tafel. Fig. 2. 

Der Körper filberfarben. Petromy^on corpore argenteo. 

— - ~ Man erkennt diefen Fifch an der fchönen Silberfarbe, womit der ganze 

5- -O Körper glänzt. Der Kopf iß länger, die Augen find gröfser, die Haut dünner, 

- as ! er "als an den Europäifchen Neunaugen; ob fie gleich an den FlofTen ebenfalls 
neunauge. 

fehr dünne ift, fo kann man dem ungeachtet die Strahlen wegen ihrer Zartheit 

nicht zählen. Ich habe zwey Stück in der hier vorgeftellten Gröfse aus Tran- 

quebar erhalten. Man nennt diefen .Fifch wegen feiner Farbe in Deutfchland 

das Silberneunauge , in Frankreich Lamproie argentee; und in England Silver- 

Lamprie. 

Zu S. 40. In einer im Monath Jun., in der Havel gefangenen grofsen 
Lamprete, fand ich viele lofe Eyer, woraus -fich ergiebt, dafs diefer Fifch in 
diefem Monath laiche. 

Zu. S. 42. Das Neunauge findet fleh auch im Don, Oka, und in der 
Wolga, jedoch nur fparfam. 

S. 51. Duhamel befchreibt einen neuen Rochen t). 



s) Die vier Vorhergehenden find unkten t) Trau, de l J ech. Ul part. li. Sed. 4. 

Th. S. 38— 48. befchrieben. p. 293. Moebular de Caraibes. 



Nachtrag {um dritten Theile. 75 

Zu S. 67. Die zwey nahe am After befindliche langen Körper, welche 
von den Naturkündigern für männliche Glieder gehalten worden find , habe 
ich bey diefem Fifche zergliedert, und gefunden , dafs fie nur zum Feilhairen 
des Weibchens während der Begattung befrimmt find. Ein jedes derfelben 
•iß aus mehreren Knochen, Knorpeln, Muskeln und Drüfen, in einem fehr 
merkwürdigen Mechanismus, zufammengefetzt. Sie find im 6ten Bande der 
Schrift der Gefellfch. naturf. Fr. S. 377 — 393 befchrieben und auf_der oten 
Tafel abgebildet. 

Zw S. 68. Den Dornrochen habe ich aus Neuyork unter dem Nahmen 
Skait erhalten. 

Zu S. 73. Brouffbnet führt eilf Arten an, die im Linne'ifchen Syriern 
nicht flehen a). Auch Philiph hat zwey b) , Sonnerat c) und Molina d) ein 
jeder einen neuen Hayfifch bekannt gemacht. 

Zu S. 78. Diefen Hayfifch habe ich aus Neuyork unter dem Nahmen 
Dog-Fish erhalten. Auch bey den Hayfifchen dienen die vermeinten doppelten, 
männliche Glieder, die aus mehrern Knochen und Muskeln zufammengefetzt 
find, zu Feilhaltung des Weibchens während der Begattung. Ich habe fie im 
gten Hände S. 9 — 17. der Schrift, der naturf. Fr. befchrieben und auf 'der iten 
Taf abgebildet. 

Zu S. gz. Hr, Dr. Montin befchrefbt im 4iflen Bande der Schwedifchen 
Abb. S. 165. einen Seeteufel unter dem Nahmen Lophius barbatus , von dem er 
glaubte, dafs ihn Linne nicht gekannt habe; allein wenn man feine Befchrei- 
bung und Zeichnung mit dem fo oft abgebildeten und allgemein bekannten See- 
teufel vergleicht , fo wird man finden, dafs er den Lophius piscatorius des 
Linne vor fich gehabt habe. 

a) Memoir. de I'Acad. de Par. 1780.. d) Squalus Ferdinandus Naturg. v. Chili. 

b) Voyag'e to Botany Bay. tab. 42 U..43. S. 306. 

c) Rezier Journ. V. p. 443. 

K 2 



?6 Nachtrag [um dritten Theile. 

Zw S. g$. Ich habe es Duhamel nachgefagt, dafs fieh der Seeteufel durch 
den Rogen fortpflanze; allein da ich ohnlängft einen Embryo erhielt, an welchem 
am Nabelloche ein Ueberbleibfel vomEydotterfack zu fehen war; fo mufs diefer 
Fifch, zu den lebendig Gebährenden gezählt werden. 

Zw S. 87. Unter den Fifchen, die ich aus Neuyork erhalten, war auch 
der Stöhr, welcher dafelbft häufig gefangen und eingefalzen wird. 

Zw S. 94. Im Jahre 1782 ward allhier ein Stöhr verkauft, welcher bey 
Stettin ift gefangen worden, und 196 Pfund wog. 

Zw S. ij6. Nach Bocks Bericht, fiehe defien Naturgefchichte von Preuf- 
fen, 4ten Band, S. 513. war der Stöhrfang in Preufsen wichtig; denn bey Pfl- 
lau fing man in ergiebigen Jahren bis 650, in fchlechten ICO — 13a Stück. 
Nach und nach hat fich der Stöhrfang dergeftalt vermindert, dafs im Jahre 
1783 nur 40 Stöhre gefangen wurden. Es fcheint, dafs diefer Fifch fich von 
Pillau ganz entferne, und nach der Gegend bey Elbing hinziehe. Die Pacht 
diefes Fanges, welche vormals 1000 Thaler betrug, ift gegenwärtig bis auf 
aoo Thlr. gefallen. Sowohl von diefem Fifche als von den übrigen Stöhrarten 
werden die knorplichten Rückgradfeenen gefammelt und in Bündeln zu Tau- 
fenden gebunden , und unter der Benennung von Wefuga der Bündel zu 1 bis 3 
Rubel verkauft. Sie werden klein gehackt, mit "WafTer gekocht, mit Rettig; 
und Quas zur Löffelfpeife gemacht, oder auch mit Eilig, Oehl und Pfeffer als 
Sallat gegefTen. Diefe Gerichte erfcheinen in Faflenzeiten auf vornehmen Ta- 
feln. Aus der Müch der Stöhrarten wird ein wohlfchmeckendes hochgelbes 
Fett durch das Kochen in WafTer abgefondert. Es gerinnt bey geringer Kälte, 
wird zu Backwerk und an Speifen ftatt der Butter gebraucht, im Sommer falzt 
man es ein, damit es nicht verderbe. Nach Falks Bericht wird das Pud zu 
2 — 3 Rubel verkauft. 

Zw S. 97. Die RufTen nennen den Stöhr auch Oßrt ; die Tartaren 
Ugolak und Tago ; die Bafchkalen Bikre; die Kirgifen Bikria; die Kalmücken 
Bekre und Cara-Bucha; dieTeleuten Fan Batik; und die OilhkenKuaguokole. 



Nachtrag fum dritten Theile. JJ 

Za S. ioi. Der Sterlet wird von den RufTen Sterleo ; von den Tartaren 
Sewjuk und Oskoi ; von den Sibirifchen Tartaren Suruh Balik, Sugha-Balik; 
von den Kirgifen Tjchuga; von den Armeniern Tjchuka; von den Kalmücken 
Sugurlik Tfehukurlo und Zachai Bucho; von den Öftiaken Nodin; und von 
den Teleuten Oska- Balik genannt. 

Zw S. 103. Pennant a ^ , Otto Fabricius b), Lepechin c) und White d) 
haben ein jeder einen neuen Seehafen befchrieben. 

Zu S. 140. Im Don, der Wolga und den damit verbundenen FlüfTen, 
findet man auch die Ür/e. Die RufTen nennen diefen Fifch Golowl; und die 
Tartaren Bertas. 

Zu S. 142. Der Laube bewohnt auch <He mehrften FlüfTe und See Rufs- 
lands und Sibiriens. Von den RufTen wird er /e/e^ und Gole{; von den Tar- 
taren Kumnuk und Zabak; von den Bafchkiren liafa Kuwafack; und von den 
Öftiaken Kondu Kas genannt. 

Zu S. 144. Der Spierüng ifi in der Kama und in den damit verbundenen 
GewäfTern fehr häufig, und wird von den RufTen Maliawka genannt. 

Zu S. 151. Der Saibling wird in allen grofsen Sibirifchen FlüfTen gefan- 
gen. Die RufTen nennen ihn Lenok; und am Ob Ukutfch ; die Tartaren und 
Teleuten Kufeh Kutfch- Balik; an der Wog heilst er Ao. 

Zu S. 154. Der Keuch hält fleh in allen grofsen FlüfTen Sibiriens auf- 
Bey den RufTen heifst er Taimen und Taimen; bey den Öftiaken Taimen; bey 
den Tartaren Mier ; bey den Bafchkalen Rifil-Balik; bey den Teleuten Bei 
Balik; und bey den Kaimucken Tfcheben. 

Zu S. 175. Den Zingel trifft man auch in der Wolga ; und er wird vor* 
den RufTen Berfehick genannt. 

«) BimacuFated- Sucker. B Z III app. 397. c) C. lineatus. Nov comm. Petr. XIX, 522* 
i) Cyel. Spinofus. Faun. Groenl. n, 93. d) Journ, of Voyag. p. 265, 

R3 



78 Nachtrag gint vierten Theik: 



NACHTRAG ZUM VIERTEN THEILE. 



£j\x S. 5. Ich erhielt zwey diefer Nadelfifche vom Hrn. Prediger Chemnitz 
Der eine war 4i Zoil lan g» hatte Eyer unter dem Schwänze, die mit einer Haut 
bedeckt waren, und deren Anzahl fleh ohngefähr auf 150 belief; der Raum, 
den lie zwifchen dem After und dem Schwänze einnahmen, betrug auf 1^ Zoll. 
Die Spalte am After war fehr lang, und die Eyer lagen auf beiden Seiten zwey 
bis drey übereinander. 

Zu S. 12. Der Dr. Schoepf hat den Einhornteufel um den Bahamifchen 
Infein gefunden, wofelbft diefer Fifch Sea-Bat genannt wird. 

Zu S. 20. Der bandirte Hay wird, wie Pennant in feiner Ind. Zoolopie 
S. 55. verfichert, 15 Fufs lang. Die Engländer nennen ihn Tiger Shari; und. 
die Maiabaren Pulli Kurengken Sra. Jeder Hay wird in Tamulifiher Sprache 
Sra genannt. Es finden fich im dafigen Meere, wie mir Herr John meldet, 
zehn Gattungen. 

Zu S. 29. Der Abbe Pernetty erzählt im 3ten Tb. feiner Voyage anx 
Isles Malouines pag. i6g., dafs er in der Bucht von Rio de la Plata mehrere 
Bammerßfche gefehen habe. Sie werden von den dafigen Einwohnern Pana- 
pana, und von den Afrikanern Panapa genannt. 

Zu S. 43. Dr. Schoepf fah in Neuyork einen Schwerdtfifeh, welcher 
mit Inbegriff der Säge 15 Fufs lang war. 

Zu S. 45. Ich erhielt von Hrn. John aus Tranquebar zwey Zitterrochen, 
mit. der Nachricht, dafs es zweierley Arten wären , davon der eine Puli Tirnlei 



Nachtrag' \um vierten Theile. 79 

oder der gefleckte, und der andere Pejtimilä oder Sentimilei a) genannt wird. 
Der elektrifche Schlag des letztern ift nicht fo ftark, als der vom elftem, Beyder 
Unterfuchung fand ich, dafs der Puli Timlei ein Männchen und der Pejtimilä 
ein Weibchen war. Ob es wirklich zwey Gattungen in den dafigen Gewäffern 
giebt, oder ob fie nur, dem Gefchlechte nach, verfchieden find , diefes wird 
Herr John entscheiden. Auch aus Marocco habe ich kürzlich einen grofsen 
Zitterrochen erhalten. 

Zu S. 68- Ruyfch erzählt, dafs die Haut diefes Stachelfifche's , wenn fie 
getrocknet wird, fehr hart würde. Die Indianer bedienen fich diefelbe im 
Kriege ftatt der Helme. Diefe Härte, verbunden mit den darauf befindlichen 
Stacheln, fichern fie vor den Säbelhieben und kleinen Kugeln. Diefer Fifch, 
welcher dafelbft den Nahmen Jean Bourion führt, hat feine Benennung von 
einer ftadhlichten Frucht, die Bourion heifst, erhalten. 

Zu S. 71. Der runde Stachelfifch kommt nur in den Sommermonathen, 
in den Neuyorkfchen Gewäfiern zum Vorfchein, und führt dafelbft den Nah- 
men Toadfish. 

Zu S. 77. Dr. Schoepf fzh einen fchwimmenden Kopf von 200 Pfund, 
welcher in dem Hafen von Rhode Eyland gefangen worden ift. " Er wird da- 
felbft Sunßsh und Divelfish genannt. Nach feiner Beobachtung fchwimmr er 
wegen feiner ganz platten Form fehr fchwerfällig, immer von einer nach der 
andern Seite fchwankend, und hält fich gewöhnlich von den Küften entfernt. 

Zu S. gr. Ich habe den Haufen aus Neuyork unter dem Nahmen Stor- 
geon erhalten. 

Zu S. 94. Die Kaimucken nennen den Haufen Choela; bey den übrigen 
Nationen Rufslands führt er die Nahmen des Stöhrs. 



a) Ein jeder Roche ohne Stacheln heifk dafigen Meere foll es, wie mir Herr lohn. 
Timilei oder Timlei, und die mit r — 3 meldet, zwölf verfchiedene Artengeben. 
Stacheln im Schwänze Tiruckei. In dem , 



jgo Nachtrag ium vierten Theik. 

Zu S. 98- Thunherg befchreibt im 1 1. Bande der Neuen fchwedifchen Ab- 
handlungen S. xoi. einen neuen Beinfijch aus Japan unter dem Nahmen Ofira- 
€Jon hexagonus. 

Zu S. ioo. In den Bahamifchen Infek wird das ftachellofe Dreyecfc 
JSnvet~Fish genannt. 

Zu S. 11%. In den Philofbph. Transact. vomj. 1786. wird ein elektri- 
fcher Stachelbauch befchrieben. 

Zu S. 131.. Man findet den Seekröpfer in Neuyork und Rhode -Eyland, 
und führt dafelbft den Nahmen Toadfish. , 

Zu S. 133. Ich zergliederte den getiegerten Stachelbauch, und fand drey 
Kiemen,, und in der verfteckten Kiemenhaut fünf ftarke Strahlen. Der Eyer- 
fäck war doppelt, und hatte inwendig unendlich viele frei flehende Blätter, an 
welchen die Hirfeförmigen Eyer, wie an den Schwanzfafern der Krebfe hingen. 
Der Luftfack war unten doppelt, beftand, wie die Lungen derFröfche und 
Sumpffchildkröten, aus lauter kleinen beifammen liegenden Bläschen, und liefs 
fich fowohl durch die OefFnung der Kiemen, als durch den Mund, aber nur 
in einer gewiffen fchiefen Richtung, aufblafen; die Luft blieb alsdann darin, 
und liefs fich nur unter gewifTen Umftänden, deren Grund ich nicht fin- 
den konnte, wieder herausdrücken. Aufgeblafen fehen die beiden Lappen, 
welche fich im Unterleibe bis an den After erftrecken, fchneeweifs aus. Die 
Art, wie eigentlich diefer vorne unter der äufsern Haut liegende Sack, mit 
den übrigen innern Theilen, zufammenhängt^ gefüllt, und gefchlofTen wird, 
verdient noch an gröfsern und frifchern Exemplaren unterfucht zu werden. 



NACH- 



Nachtrag {um fünften Theile. 



NACHTRAG ZUM FUENFTEN THEILE. 



£ja S. II. Sonnerat a) , White h) und Phillip c) haben ein jeder das Ge- 
fchlecht der Hornfifche mit einer neuen Gattung vermehrt. Auch Hr. Dr. Schoepf 
fcheint einen neuen Hornfifch befchrieben zu haben ; wenn er indefTen fagt, 
dafs er Kiemen und Lungen bey ihm gefunden habe*/): fo ift diefes eineErfchei- 
nung, die man noch bey keinem Fifche wahrgenommen hat, und verdient daher 
eine nähere Unterfuchung. Ich werde ebenfalls einen noch unbekannten be- 
fchreiben. Artedi fpricht den Hornfifchen die Kiemenhaut e) , Gronov die 
Kiemenftrahlen ab/), und Zinne, wie es fcheint, beides, da er ihrer nicht 
erwähnt g) ; und keiner von allen dreien gedenkt eines Kiemendeckels: allein 
bey genauer Unterfuchung findet man fowohl den Kiemendeckel als eine ~Kie- 
menhaut mit ihren 5 — 6 Strahlen. Beim zweiflachlichten Hornfifch und beim 
Stachelfchwanz habe ich fechs , und bey dem gefleckten Hornfifch 5 Strahlen 
gefunden. Bey allen ift die Haut der Kiemenhöhle fchwarz. 

Zu S. 26. Vom gefleckten Hornfifch erhielt ich ein Exemplar vom Herrn 
Miffionair John aus Tranquebar. Er fchreibt mir, dafs er dafelbft zu 2 Fufs 
lang gefangen wird, fich im Meere aufhalte, und nur von gemeinen Leuten 
gegefi'en werde. Auf Tamulifch heifst er Takipifädtei. 



a) Rozier Journ. XLI. p. 78. Guaperva d) Sehr, der Naturf. Fr; VIII. S. 18 

Cendre '- O Genera, p. 53. 

6) Voyag. to South-Walles. p. 252. Ba- 

.., \ , r D Z°oph. p. 51. 
lutes granulofus. 

c ) Voyag. to Botany-Bay. p. 170. s) Syft. Nat. p. 404. 

AUg.Naturg.d. Fifche. Th.XII, L 



- ga Nachtrag \um fünften Thäle. 

Zu Seite 30. 

Der glatte Hornfifch. Balifles laevis. 

CCCCXIVte Tafel. 

Der Körper glatt. Br. 15, Ä. 47. S. 12. R. 47. 

Balißes corpore laevi. P. XV A. XL VII. C. XII. D. XLVII. 

■ Diefer Hornfifch ift leicht durch die glatte Oberfläche feines Körpers von 

9* den übrigen diefesGefchlechts zu unte/fcheiden. In der Bruftfloffe zählt man 1 $, 

p in der After- und RückenflofTe 47 , undinder SchwanzflofTe ^Strahlen. Die- 
Hornfifch. 

•fer Fifch kommt dem auf der i47flen Tafel vorgeftellten Kinhornfifch am näch- 

fien. Er ift indefTen von jenem, aufser den angeführten Kennzeichen, auch 

durch das kleine ungezackte Hörn, durch eine geringere Anzahl von Strahlen, 

durch die'bunten Farben und längere SchwanzflofTe unterfchieden. Wir treffen 

ihn fowohl in den Mittelländifchen als Oftindifchen Meeren an. Ich habe die 

Vom Hrn. John aus Tranquebar mir mirgetheilte Zeichnung mit dem Originale 

verglichen, das die Perfonen, welche Gefchenke an den Kaifer von Marocco 

überbrachten r und es bey ihrer Rückreife mitgenommen hatten, erhalten: und 

beide genau übereinftimmend gefunden. Diefes Exemplar ift zweyFufs lang. 

Auf der Malabarifchen Küfte findet man ihn in der Lange von drey Fufs, jedoch 

nur feiten, und er wird dafelbft nicht gegefTen. Dort heifst diefer Fifch Mor- 

natl Die Deutfchen nennen ihn den platten Hornfifch ; die Franzofen lialifi 

lijfe; und die Engländer fmooth Otd-Wife. 

Zu S.3a. Hr.Dr.&-Aof£f fand die Murene häufig andenKüften vonFlorida 
. und der Bahamifchen Infein, feiten aber an den mittlem Provinzen von Nord- 
amerika. Broußbnet behauptet in Rozier Journal v. Jahr 1770. S. 17 : die Mu- 
rene hätte eben folche Schuppen wie der Aal, welche ich aber fo wenig bey der 
frifchen als bey der getrockneten Murene gefunden habe. 



Nachtrag ium fünften Theilc. 83 

Nach S. 34. 

LXXVII., GESCHLECHT. 

Kahlbrüfte. Gymnothorax. 

ERSTER ABSCHNITT. 
Von den Kahlbr äßen überhaupt. 
Die Bruft flofTenlos. Pisces pinnis pectoralibus carentes. 
Man erkennt die Fifche diefes Gefchlechts an dem Mangel der Bruftfloflen. 
Der Körper ift fchmahl, lang, fchuppenlos, fchleimigt und bunt. Die Kie- 
menöfmung ift. fchmahl, kurz, nach der Länge gerichtet, und ohne Deckel. 
Im Munde flehen ftarke und fpitze Zähne. Die Nafenlöcher find einfach und 
röhrenförmig, die Rücken- Schwanz- und AfterflofTe mit einer gemeinfchaft- 
lichen Haut verwachfen. Die Strahlen in felbigen find zart, weich, und kön- 
nen, wegen der dicken Haut, nicht gezählt werden. Der Aufenthalt diefer Fifche 
ift im Meere, doch gehen fie zu gewifTen Jahreszeiten in die Flüffe. In Europa 
finden wir nur einen und zwar im Mittelländifchen Meere. Diefer ift die bey 
den Römern fo hochgefchätzte Murene. Zinne zählte fie den Aalen bey, ver- 
mutlich weil ihm nur diefe einzige Art bekannt war; allein da nach der Zeit 
aus andern Welttheilen wir mehrere kennen gelernt haben, und ihnen ein 
Haupttheil, nämlich die BruftflofTen, fehlt; fo hat Herr Thunberg mit Recht 
fie von den Aalen getrennt, und ein befonderes Gefchlecht daraus gemacht a). 
Da er aber diefem den Nahmen Muräne, womit Linne die Aal-Arten bezeichnet, 
beilegt; fo habeich, um alle Irrungen zu vermeiden, diefes Gefchlecht Kahl- 
brüfte {Gymnothorax) genannt. £ine Benennung, die zugleich das Gefchlechts- 
merkmahl mit angiebt. Beim Seba finde ich unter den Schlangen drey Arten 
abgebildet, an denen man die Kiemenöffnungen vermifst b). Bald darauf be- 



a) Specimen Ichthyologiae de Muraena, b) Thefaur. II. tab. 69. fig. I. 4. 5. 
Upfal 1789. 

L a 



84 Nachtrag [um fünften Thcile. 

fchrieb Catesby zwey c) , Lifter d), Pallas e) und Ellis f) ein jeder eine, und 
Thunberg g) vier Arten. Ich halte jedoch die Annulata des Thunberg, und die 
Colubrina des Pallas nur für eine Art, da ihre Zeichnungen übereinßimmen h). 
Ich werde ebenfalls diefes Gefchlecht mit zvveyen vermehren. 

ZWEITER ABSCHNITT. 

Von den Kahlb ruften insb efon der e. 

Der Kettenfifch. Gymnothorax c atenatus. 

CCCCXVte Tafel. Fig. i. 
Kettenförmige Flecke am Körper. Gymnothorax maculis catenatis. 

Muraena, feu Conger Brafilienfis; mas. Seba Thefaur. II. p. 72. tab. 6g. fig. 4. 

= Die kettenförmige Flecke geben ein leicht in die Augen fallendes Merk- 

2- > mahl für diefen Fifch ab. Sie find weifs, und ftechen daher auf den braunen 

Der 

Grunde gut ab. Der Kopf und die MundöfFnung find klein, die Kinnladen mit 
Kettenfifch. 

kleinen kammförmigen Zähnen bewaffnet. Der Gaumen und die Zunge find 

glatt , die Augen klein , haben einen blauen Stern und einen fchmahlen 

weifsen Ring. Der Rücken und Bauch find rund, und die Seiten zufammen- 

gedrückt. Der After ift der Schwanzüoffe näher als dem Rücken. Diefen 

Fifch habe ich aus Surinam erhalten- 

Die Deutfchen nennen ihn Kettenfifch ; die Franzofen Gymnothorax aBra- 

ciletes ; und die Engländer Chain- Fish. 



c) Carol II. p. 20. M. maculata nigra g) Spec. Ichth. M. annulata, nebulofa, 



et viridis. 
d) Willughb. Ichth. app. p. 24. Conger 

indicus maculofus. 
O Neue Nord. Beyträge. II. S. 56. M. 

colubrina. 
/) Ellis, Cook und Clerk's Rein I. S.58. 



fasciata et picta. 

k) J. a. B. Taf. 1. fig. I. undNeue Nor- 
dische Beytr. IL tab. 4. 

*) Die im 5ten Theiie befchriebene Mu- 
rene macht die ifte Art aus. 



Nachtrag \um fünften Theile: §5 

Es ift bereits oben erwähnt worden, dafs Seba unfern Fifch unrichtig 
den Schlangen beigefellt habe, aber auch die Zeichnung ift unrichtig; denn die 
Rückenflofle ift viel zu fchmahl und zu kurz, und die Kiemenöffnung nicht 
angedeutet worden. S. Seb. Thef. II. Tab. 69. flg. 4. 

Der Netzfifch. Gymnothorax reticularis. r 



CCCCXVIte Tafel. 3. 

Die Flecke netzförmig, die RückenfloiTe in der Länge des Rumpfs, Der 

Gymnothorax maculis reticulatis* pinna dorfi longitudinc trunci. 

Diefer Fiich läfst fich von den übrigen diefes Gefchlechts durch die netz- 
förmige Flecke und die lange im Genicke anfangende Rückenflofle leicht unter- 
fcheiden. Der Kopf und die MundöfFnung find Idein, die Augen flehen nahe 
an der Oberlippe und haben einen blauen Stern mit einem fcbmahlen weifsen 
Ringe. Der Gaumen und die Zunge, find glatt. Der Rumpf ift weifs und 
mit braunen Banden umgeben, die nur am Rücken und Bauche Achtbar find, 
indem fie an den Seiten durch die netzförmige Flecke bedeckt werden. Der 
After ift noch einmal fo weit vom Kopfe als von der Sclw/anzflofle entfernt. 
Diefen fchönen Fifch habe ich von Hrn. John ausTranquebar erhalten, und ich 
erwarte mit der erften Gelegenheit die Naturgefchichte deflelben. In Deutfch- 
land heifst er Netzfifch; in Frankreich Gymnothorax rcticulaire ; und in Eng- 
land Netting Bare-Breafi* 



Die afrikanifche Kahlbruft. Gymnothorax Afer. —* — —? 

CCCCX VII te Tafel. 4 " 

Die 
Die MundöfFnung weit, die Rückenflofle in der Länge des Rumpfes; - afrikanifche 

Gymnothorax rictu ampio, pinna dorfi longitudinc trunci. . Kahlbrufr. 

Die veice MundöfFnung und die lange Rückenflofle, machen unfern Fifch 

kennbar. Die Kinnladen find mit ftarken nach hinten zu gekrümmten Zähnen 

verleben, der Gaumen und die Zunge find glatt. Der Körper ift zuia.mm.en ge- 

L3 



$6 Nachtrag {um fünften Theile. 

drückt, läuft an -beiden Enden in eine Spitze aus und» ift braun marmorirt. 
Der After liegt in der Mitte des Körpers. Diefen Fifch treffen wir zwifchen 
den Klippen an der Küfte von Guinea an. Der feelige Dr. Jfert meldet mir, 
dafs er, ob er gleich ein fehr gutes Gericht abgebe, von' den Schwarzen doch 
nicht gegefTen werde, weil fie ihn für eine Schlangenart halten. DieDeutfchen 
nennen ihn die afrikanifche Kahlbruß ; die Franzofen Gymnothorax d'Afrique ; 
und die Engländer africain Bare-Breaß. 

L XX VI II. GESCHLECHT. 
Halskielne n. Synhranchus. 

ERSTER ABSCHNITT. 
Von den Halskiemen überhaupt. 

Eine Kiemenöffnung unter dem Hälfe. Pisces fpiraculo fub collo. 

Die unter dem Hälfe befindliche einzige Kiemenöffnung , macht das 
Kennzeichen diefes Gefchiechts aus. Diefe Oeffnung führt auf beiden Seiten 
zu den 4 Kiemen; die Haut, welche felbige bedeckt, wird von 6 Strahlen un- 
terftützt. Der Körper ift fchlangenförmig, fchuppenlos, mit einer kurzen 
Rücken- und langen Afterfloffe verfehen, welche mit -der Schwanzfloffe Jn 
einander fliefsen. Der Kopf ift ftärker, als de* lange beinahe gleich ftarke 
Rumpf. Die Bruft- und BauchflofTen fehlen. Durch feine Geftalt nähert fich 
dlefer Fifch den Schlangen , und macht den Uebergang zu diefer Klaffe. Vor 
jetzt kenne ich nur zwey Arten, welche diefes Geschlecht ausmachen , da\ron 
ich einen aus Weft- und den andern aus Oft- und Weftindien erhalten habe. 
LinnPs Blindaal a) fcheint hieher zu gehören, oder doch wenigftens fich an 
diefes Gefchlecht anzufchliefsen, wenn er anders Augen und Floffen an ihm 
bemerkt hätte. 

a) Muräena coeca. Sylt. Nat. p. 426. 



Nachtrag ^um fünften Theile. %y 

ZWEITER ABSCHNITT. 
Von den Halskiemen in sb efon d er e. 
Die marmorirte Halskieme. Synbranchus marmoratus.^ 



C CCCX VIII te Tafel. I. Die 

tv TT- ■ • marmorirte 

Der Körper marmonrt, Synbranchus corpore marmorato. H 1 ki 

Man erkennt diefen Fifch an feinem marmorirten Körper. Der Kopf ift 
ftärker, als der Rumpf, oben gewölbt, unten flach und an den Seiten zufammen 
gedrückt. Die Mundöffnung ift weit, die Kinnladen find mit vielen Reihen 
kleiner kegelförmigen Zähne bewaffnet. Der Gaumen und die Zunge lind glatt, 
und die Lippen fleifchig. Die Nafenlöcher find einfach , rund und flehen 
nahe an den blauen Augen. Die Haut, welche den Körper einfchliefst, ift 
dick, und liegt fehr lofe an dem Körper an. In diefem Stücke kömmt er 
mit dem Seeteufel überein. Die Seitenlinie läuft in der Mitte, und der After ift 
dreimal fo weit vom Kopfe, als von der Schwanzfpitze entfernt. Der Rücken 
ift dunkel olivenfarbig, der Bauch und die Seiten find grüngelblicht mit violett 
ten Flecken marmoiirt. Der Magen ift lang und dünnhäutig. Ich habe weder- 
Milch noch Rogen gefunden. Diefer Fifch lebt vom Raube ; denn in feinem Ma- 
gen fand ich ein halbverdautes Thier aus dem Mäuiegefchlecht. Ich habe 2 Stück, 
von der hier abgebildeten Gröfse, aus Surinam erhalten. Von den Deutfchen 
wird er die Surwamfche Halskieme; von den Franzofen Synbranche marbri; 
und von den Engländern Marbk Synbrank genannt. 



Die ungefleckte Halskieme. Synbranchus immaculatus. ===== 

CCCCXIXte Tafes. Fig 1. * Die 

Der Körper ungefleckt. Synbranchus corpore immaculato. u fV" ^ 

Diefer Fifch ift von dem vorhergehenden durch feinen flecklofen Körper 
leicht zu unterfcheiden j fo wie auch feine Haut an den Körper fefter anfchliefst. 



S8 Nachtrag \um fünften Theite. 

Da er fleifchig ift, fo erfcheint er rund. In Anfehung der übrigen Theife 
kommt er mit der marmorirten Halskieme überein. Ich habe ihn aus Surinam 
und aus Tranquebar unter der hier mitgetheilten Gröfse und Farbe erhalten. 
Auf Deutfeh wird diefer Fifch ungefleckte Halskieme; auf Franzöfifch Syn- 
branche immacule; und auf Englifch Spotlefs - Synbrank genannt. 

LXXIX. GESCHLECHT. 
Die Doppelhalskieme. Sphagebranchiis. 

f ERSTER ABSCHNITT. 

Von den Doppelhalskiemen überhaupt» 
Zwey Kiemenöffhungen am Hälfe. Pisces fpiraculis duobus fub collo. 
Die zwey KiemenöfFnungen unter dem Hälfe machen das Kennzeichen 
diefes Gefchlechts aus. Sie find eng, länglicht, und wenn man fie auffchnei- 
det; fo findet man vier Kiemen auf jeder Seite. Der Körper ift glatt, fchmahl 
wurmförmig, fchuppenlos und ohne alle Floflen. Vor der Hand ift mir nur 
eine Art, die ich aus Tranquebar erhalten, bekanntgeworden. Der Fifch, 
' den ich befitze, ift noch jung, hat einen JRüfTel, und kleine fpitze Zähne. 

Jener hat mir Gelegenheit zu feinem auf der Tafel angeführten Nahmen 
gegeben. Sein von den übrigen bekannten Fifchen abweichender Bau des 
Körpers , fchliefst ihn von den übrigen Gefchlechtern aus« 

ZWEITER ABSCHNITT. 
Von den Doppelhalskiemen insbefondere. 
- Die Doppelhalskieme. Sphagebranchiis roflratus. 

l ' Die CCCCXIXte Tafel. Fig. 3. 

Doppelhals- 
kieme. Der Kopf in einen Schnabel fich endigend. Sphagebranchus capite roßrato. 

Der in eine ftumpfe Spitze auslaufende Kopf, macht das Kennzeichen 
diefes Fifches aus.) Der Körper hat eine vrurmförmige Geftalt. Der Mund 



Nachtrag %um fünften Theile. g 9 

ift an der untern Seite, und der After in der Mitte des Körpers befindlich. 
Die Kinnladen find mit fieben kleinen Zähnen bewaffnet, Wenn man die 
Kiemenöffnung erweitert, fo bekommt man auf jeder Seite vier Kiemen zu 
fehen. Ich habe weder Schuppen noch Floffen an diefem kleinen Exemplare, 
das ich aus Oftindien erhielt, wahrnehmen können. Auf Deutfeh heifst die- 
ferFifchdie doppelte Halskieme; auf Franzöfifch Collibranche ; und aufEnglifch 
Double- Chin- Gilt. 

Zu S. 33. Ich erhielt kürzlich eine fäft vier Fufs lange Haut eines Meer- 
Aals aus Marocco. 

Zu S. 44. Hartfink erzählt in feiner Reife nach Guiana I.Th. S. 144, dals 
man da, wo fich der elektrifche Aal aufhält, wenig oder gar keine Fifche finde. 
Weder die Neger noch die Indianer baden fich an folchen Stellen , wo diefer 
Fifch fich häufig aufhält. 

Zu S. 56. In Philadelphia nennen die Engländer den elektrifchen Aal 
Numbing-Eel, und in Südcarolina Numbfish a). 

Zu S. 64. Olaffen b) und Euphrafin c) haben ein jeder das Gefchlecht 
der Degenfifche mit einem neuen vermehrt. 

Zu S. 74. Molina d) macht uns mit einem, und Euphrafen e) mit zwey 
neuen Deckfifchen bekannt. Herr John fchreibt mir, dafs es vier Arten von 
Deckfifchen auf der Küfte von Choromandel gebe, wovon er mir nur diesmal 
drey Gattungen fchicken konnte. Ich werde ihn felbft, die Naturgefchichte 
derfelben erzählen laffen. „Die Malabaren belegen diefe Deckfifche mit dem 
allgemeinen Nahmen Wawal oder Fledermaus ', mit welcher ihre Einbildungs- 
kraft die Geftalt derfelben vergleicht, und rechnen vier Arten dazu', nehmlich: 



a) Americ. Philof. Trans. II. p. 167. d) Stromat. Cumarca. Naturg. von Chili. 

b) Lepturus. Vaagmaer. Isl. S. 316. S. 306. 

c ) Trieb. Caudatus. Neue Schwed. Abh. e) Str. argenteus et chinenfis. N. Schwed. 
IX. S. 48. Abh. IX. S. 49. 50. 

AUg. Naturg. d. Fifche. Tb. XII. M 



90 Nachtrag ium fünften Thäte. 

i ) Wölki Wawal oder der weifse Pampel, im Portugiefifchen Pampel branc&. 
a) Aiwawäl, Portug. Pampel Afa, der geflügelte Pampel. 3) Karuwawal 
^ oder fchwar\e Pampel , Portug. Pampel prete. Und 4) Sadeiwawal oder der 
Zopf- Pampel, weil feine Rücken- und Afterfloflen haarigt find, und weit 
über den Körper hinausragen. Weil er aber feiten vorkömmt und hier wenig 
geachtet wird, fo übergehe ich ihn jetzt. Da folgende drey Deckfifche, welche 
faft das ganze Jahr durch täglich auf unfere Tifche kommen, und fonderlich 
zwey davon, unter die beften und fchmackhafteften gehören, womit Gott diß, 
Choromandel-Küfte fo reichlich gefegnet hat: fo verdienen fie vor andern eine 
genaue Befchreibung, um fo mehr, da ich finde, dafs in Dr. Blochs Natur- 
gefchichte der Fifche, nur die Golddecke beschrieben und abgebildet iit. Der 
allgemeine Nähme, unter welchem diefe Fifche den Europäern auf der Choro- 
mandel-Küfte und auf Ceylon bekannt find, i& Pampel, welcher mit Pampus 
viele Aehnlichkeit hat, ein Nähme, der in Amerika der Golddecke bei- 
gelegt wird. " 

t Die graue Decke. Stromateus cinereus. 

'■ *^ CCCCXXfte Tafel. 

Die graue 
Decke. ' ^ er untere Theil der SchwanzflofTe lang, der Körper grau, K. 7, Br. 20 y 

A. 29, S. ao, R. 35. 

Stromateus cinereus parte inferiore pinnae caudae longiore. B. VII, P. XX, 
A. XXIX, C. XX, D. XXXV. 

Diefe Decke unterfcheidet fich von den übrigen, durch den längern un- 
tern Theil der SchwanzflofTe und der grauen Farbe. In der Kiemenhau. zählt 
man fieben, in der BruftflofTe zwanzig, im After neun und zwanzig, in der 
SchwanzflofTe zwanzig, und in . der RückenfkfTe fünf und dreifsig Strahlen. 



*) Die xfte iß: im 5tenTh, S,^$, befchrieben, 



Nachtrag {um fünften Theile. 91 

Der Kopf ift klein, und lauft in eine ftumpfe Spitze aus. An dem kleinen 
Munde fieht man fchmahle Lippenknochen. Die Kinnladen find von gleicher 
Länge, in welchen man eine Reihe kurzer, dicht an einander flehender bor- 
ftenförmiger Zahne wahrnimmt. Der Gaumen ift glatt; die Zunge kurz und 
dick. Die Kiemenöffnung ift bey diefem und dem folgenden Fifche eng, indem 
der Kiemendeckel oben und unten angewachfen ift, und dieNafenlöcher doppelt. 
Die bogenförmige Seitenlinie ift dem Rücken näher, als dem Bauche, und der 
After nicht £0 weit vom Kopfe als- von der SchwanzflofTe entfernt. Der 
ganze Körper ift, bis auf die röthliche Flößen an der Bruft, mit kleinen Schup- 
pen befetzt und grau. Die Strahlen find weich, vielzweigig, und fo fpröde, 
dafs fie beim geringften Angreifen zerbrechen, daher man feiten auf der Küfte 
ein vollftändiges Exemplar zu fehen bekommt. 

Die Naturgefchichte diefer Fifche wollen wir mit Herrn Johns eigenen 
Worten herfetzen. „Je gröfser der weifse und geflügelte Pampel wisd, defto 
fchmackhafter werden fie, und erhalten durch ihre Gröfse kein fo hartes Fleifch 
als bey andern Fifchen der Fall ift. Die gröfsten werden feiten über einen Fufs 
lang und breit, und zwey Zoll dick. Sie werden das ganze Jahr durch gefan- 
gen, und find fonderlich im Februar und März am fchmackhafteften und fette- 
ßen ; vom Januar bis März find fie am häufigften. Sie haben Knorpeln und 
"wenig Gräten. Der Kopf ift befonders delikat. Sie geben einen vortrefflichen 
Karawade, mit welchem Nahmen jeder getrocknete Fifch belegt wird. Sie 
werden nehmlich am Rücken aufgefchlitzt, in flache Theile getheilt, in welche 
Einfchnitte gemacht werden, und mit Salz eingerieben, hierauf wieder zufam- 
mengelegt, zwifchen zwey mit Steinen befchwerten Brettern geprefst, und den 
andern Tag das Salz mit frifchem Wafier ausgewafchen , und entweder in der 
Sonne oder im Rauch getrocknet. Sie kommen niemals in die Flüfle, und 
werden in der See in der Nähe von zwey deutfehen Meilen mit großen Netzen 
gefangen. Sie follen keine befondere Zeit zum Laichen haben, und in jedem 

M 2 



9* ' Nachtrag qm fünften Thtik. 

Monath werden einige mit Brut angetroffen a). Sie werden gefotten und mit 
mancherley Brühen zugerichtet, in Karri häufig gegeffen, und geben immer 
in jeder Zurichtung ein vortreffliches Gericht. Will man fie aufbewahren auf 
längere Zeit, fo bratet man fie erft in Butter und legt fie in Effig von Sure, 
worin etwas Pfefferkörner, langer Pfeffer und Knoblauch gethan wird. Doch 
kann man fie auf diefe Art nur einige Wochen aufbewahren, weil fie fonft zu 
weich und gefchmacklos werden. Will man fie mehrere Monathe aufbewah- 
ren ; fo fchneidet man fie in die Quere in länglichte, einen Zoll breite Stücken, 
legt fie in ein flaches Gefäß, falzet fie ein, lafst fie geprefsjt einen Tag lang 
flehen, wäfcht den Rücken aus, vermifcht Cocus- Säure mit Tamarinden, 
und läfst fie in diefer Brühe, in einem wohl verwahrten GefiCse zehn bis vier- 
zehn Tage flehen, worauf fie ausgewafchen und in Butter gebraten werden. 
Einer von den gröfsten Pampeln wird für i Silber-Fam oder a Grofchen, wenn 
fie häufig find, gekauft, und von der Mittelforte erhält man öfters drey bis 
vier für i Farn. 



===== Die Silberdecke. Stromateus argenteus. 

3- - CCCCXXIte Tafel. 

Die . 

Silberdecke/ Spitzen an der Schwanzfloffe gleich lang. Der Körper filberfarben, 

K. 9, Br. 24, A. 38, S. ig, R. 3 g. 
Stromateus argenteus partibus utrisque pinnae caudae aequalihus. B. IX 
P. XXIV, A. XXXVIII, C. XIX, V. XXXVIII. 

Die gleich lange Spitzen der gabelförmigen Afterfloffe und die Silberfarbe 
des ganzen Körpers find Merkmale für diefen Fifch. In der Kiemenhaut hat er 
fieben, in der Bruftfloffe vier und zwanzig, in der Afterfloffe acht und dreifsig, 



a) Sollte wohl diefer Fifch, da man Brut licht find, zu den lebendig gebährenden 
bey ihm findet, und feine Gräten knorp- Knorpelfifchen gehören ? 



Nachtrag ihm fünften Theile. 93 

In der SchwanzflofTe neunzehn, und in der Rückenfloffe acht und dreifsig 
Strahlen. Aufser diefen unterfcheidet er fleh noch von den vorhergehenden 
durch die weifsen, feinen, kleinen, hellglänzenden Schuppen, womit der ganze 
Körper bedeckt ift, welche aber beim geringften Berühren abfallen. Daher auch, 
wie mir \{r,John meldet, in dem, wenn er vom Markte zu Haufe gebracht wird, 
keine Schuppen zu fehen find. Da er fowohl in Anfehung des übrigen Körper- 
baues, als auch an Menge und Güte mit jenen übereinkommt; fo beziehe ich 
mich auf die vorhergehende Befchreibung. Die Einwohner auf der Kiifte Cho- 
romandel nennen diefen Fifch Weitet VSawal; die Deutfchen Silhrdecke oder 
Silberpampel; die Franzofen Stromate argenti; und die Englander Silver-Pampel. 

Die fchwarze Decke. Stromateus niger. === 

ö 
CCCCXXIIfte Tafel. 4. Die 

Der Körper fchwarz, die Kinnladen gleich lang. K. 7, Br. 16, A. 36, fchwarze 

c D , Decke, 

o. 20, iL 46. 

Stromateus niger , maxillis aequalibus. B. VII, P. XVI, A. XXXVI, 
C. XX, D. XL VI 
Die fchwarze Farbe und die gleiche Länge der Kinnladen , find die Merk- 
mahle für diefen Fifch. In der Kiemenhaut zählt man fieben Strahlen. Die 
Mundöffnung ift weiter, die Lippenknochen find breiter, die Schuppen -fitzen 
fefter, und das Fleifch ift weniger fchmackhaft, als bey dem vorhergehenden 
Fifche, daher er denn auch wenig geachtet wird. Wie mir Er. John meldet, 
ekelt man fich vor ihm, weil zu Zeiten ein Kellerwurm in feinem Munde gefun- 
den wird b). Da diefe Fifche, wie fich aus ihren fehr fchwachen Zähnen und der 
kleinen Mundöffnung fchliefsen läfst, nur von Fifchbrut, Würmern und Infek- 
ten leben muffen ; fo gehört diefer Wurm fehr natürlich zu ihrer Nahrung. 

i>) Ohne Zweifel eine Art Oniscus des Linne, davon wir mehrere Gattungen in dem 
Meere finden. 

M 3 



94 Nachtrag ium fünften, Theite. 

Jener Abfcheu gründet fich alfo in einem Vorurtheile, weil die mehrften Fifche 
nicht nur vom Raube lebendiger Gefchöpfe leben, fondern fogar Tod te ver- 
zehren. Da er übrigens fonft mit den vorhergehenden übereinkommt, fo werde 
ich nur noch feine Synonymen anführen. Auf Malaifch heifst er Käru Wawal; 
die Deutfchen nennen ihn fchwarp Decke oder fchwar[e Pampel; die Franzofeo- 
Stromatz noir ; und die Engländer Black- Pampe l. 

Zu S. 7%. Pallas befchreibt im 3ten Theile feiner Reife, S. 707. einen 
neuen Spinnfifch, Callionymus Baikalenßs ; und Thunberg, im i3ten Bande der 
Neuen Schwedifchen Abhandlungen, ebenfalls einen neuen b). 

Zu S. 121. White hat auf der 53lten Taf, in feinem Journal of Voyage 
einen neuen Hockrücken abgebildet, und ihn S. 267. unter dem Nahmen Sparus 
eomprejjus befchrieben. 

Nach S. iag. 

LXXX. GESCHLECHT. 
.Kahlafter. Gymnetrus. 

, ERSTER ABSCHNITT. 

Von den Kahlaftern überhaupt. 
Der After flofTenlofs. Pis'ces pinna ani carentes. 
Wir finden im Linneifchen Naturfyftem Fifche, denen die Bauchfloflen, 
andere, denen die BruftflofTen ; noch andere, denen die FloiTen am Rücken; 
und endlich folche, denen die am Schwänze fehlen. Man betrachte nur den 
Aal, die Murene, den elektrifchen Aal, und das Seepferdchen; fo wird man 
den Mangel der erwähnten FlofTen gewahr: keinen aber gedenkt er, dem die 
AfterflofTe fehlt. Um fo viel merkwürdiger find alfo die Fifche, an welchen, 
man auch den Mangel diefer FlolTe wahrnimmt. Ascanius macht uns 2uerft 
mit einem Kahlafter aus Norwegen, unter dem Nahmen Regalegus, bekannt c). 

h) -Callionymus japonicus. c) Icones. Fafc. I. p. 5, 



Nachtrag %um fünften Theile. 95' 

Da er fich aber nicht über diefe Benennung erklärt, und ich nicht darin finden 
kann, dafs diefer Nähme eine Anfpielung auf diefen Fifch fey; fo halte ich 
mich berechtigt, ein eigenes Gefchlecht unter dem oben erwähnten Nahmen 
daraus zu machen , und felbiges mit einer neuen Art aus Oftindien zu vermeh- 
ren. Wegen der Aehnlichkeit diefer Fifche mit den Bandfifchen, wird daffelbe 
im Syftem fo lange auf diefe folgen, bis mehrere Gefchlechter ohne AfterflofFen 
entdeckt feyn werden : da man fie alsdann in eine befondere Klaffe bringen könnte, 

ZWEITER ABSCHNITT. 
Von den Kahlaftern insbefonderc. 

Der Hawkenfifch. Gymnetrus HawkcniL — 



CCCCXXIIIfte Tafel, 1. Der 

Die Bauchfloffen zweiörahligt. Br. 8, B. 2, S. 13, R. 17. Hawken- 

Gymnetrus pinna ventrali biradiata.. P. VIII, V. II, C. XIII, D. XVIL 

Man erkennt diefen Fifch an feiner zweiftrahligten Bauchflofle. Eine jede 
derfelben theilt fich am Ende in mehrere Zweige, die in einer breiten Haut 
eingefchlofTen find. Sonft unterfcheidet er fich auch durch feine mondför* 
mige SchwanzflofTe. Der Körper ift fchwerdtförmig; die Kiemenöffhung weit, 
und die Strahlen find weich. Diefer Fifch ifi mir von Hrn. Hawken, von dem 
ich auch die Zeichnung erhalten habe, zugefchickt worden, mit der Nachricht, 
dafs er den a3Öen Juli 1788. im Oflindifchen Meere ohnweit Goa gefangen 
worden. Er war i\ Fufs lang, 10 Zoll breit, und wog 10 Pfund. Auf Deutfeh 
heifst diefer Fifch Hawkmfifch ; auf Franzöfifch Gymnetere Hawken ; und auf 
Englifch Hawkens- Fish. 

Zu S. 130. Zujevi hat das Gefchlecht der Schildfifche mit einer neueo 
Art vermehrt. 



«0 Echin. Neucratoides. Nov, Act, Petrop, IV, 



§6 Nachtrag ^um fünften Theile. 

Zu S. 136. Dr. Schoepf fand den Anfauger in Neuyork; -er wird dafeM 
Sukingfish genannt. 

Zu S. 144. Dr. Schoepf fahe den gefleckten Stutzkopf oft an den Ame- 
rikanifchen Küften. 

Zu S. 160. Ich erhielt von Hrn. John aus Tranquebar vier Stück von der 
Stachellinie. Diefer Fifch wird, wie mir der Ueberfender meldet, 16 Zoll 
lang, und an den Mündungen der FlüfTe, das ganze Jahr hindurch, jedoch 
nur fparfam, gefangen. Er hat ein mageres und zähes Fleifch, und wird da- 
her nur von armen Leuten gegeflen. Man nennt ihn dafelbft Udupätfchi. Ich 
zählte in feinem Rückgrade fünf und zwanzig Wirbelbeine, und neun Ribben 
an jeder Seite. 

Am Ende. 

ZXXXI. GESCHLECHT. 

Plattköpfe. P l a t y c e p h a l u $. 

ERSTER ABSCHNITT. 

Von den Plattköpfen überhaupt. 

Der Körper platt gedrückt, die BauchflofTen fehr weit auseinander. 

Pisces corpore depreßb, pinnis ventralibus remotißmis. 
Der platt gedrückte Körper, und die fehr weit auseinander flehenden 
BauchflofTen, machen die Kennzeichen diefes Gefchlechts aus. Aufser diefen 
Merkmahlen, findet man noch folgende: Die BauchflofTen flehen weit hinter 
den BruftftofTen, der Rumpf und der Kopf find bis "über den Augen mit klei- 
nen harten Schuppen bedeckt. Vor der Hand beftehet diefes Gefchlecht nur 
aus zwey Gattungen, davon Linne den einen in die Klaffe der HalsflofTer e) t 
und den andern in die Klaffe der BruftflofTer/) gebracht hat. Diefen habe ich 
bereits im 5tenTh. S. 159. befchdeben und jenen werde ichfogleich befchreiben. 

c) Cottus Scaber. S. N. 451. n. 4. f) Callyonimiis indicus. J. a ; B, p.434. n. 3; 

Der 



Nachtrag iwn fünften Thäle. 97 

Der Schaufelkopf. Platycephalus Spathula, 

CCCCXXIVfte Tafel. 
Der Kopf fchaufelförmig , die Seitenlinie ohne Stacheln. K. 7, Br. ao, B. ■§■, 

A. T V, S. 13 , R.f, T V 
Platycephalus capite Spathuliformi, linea laterali acukis carente. B. VII, P. XX, 

V ' vi A ' xin C ' XIII > D ' vü xui 

Callyonimus indicus. Linn. S. N. p. 434. Der indianifche Teufel. Müll. N. S. IV. 
ed. Gmel. p. 453. S. 70. 

Diefer Fifch unterfcheidet (Ich von der erften auf der i79ften Tafel vor-;: 



gestellten Gattung, durch feinen breitern, mehr .abgerundeten Kopf, und 1 Der 
durch feine ftachellofe Seitenlinie. In der Kiemenhaut findet man Geben, in Schaafel_ 
der Bruftflofle zwanzig, in der Bauchflofle fechs, in der AfterflofTe dreizehn, ° P * 
in der SchwanzflofTe eben £0 viel, und in der erften RückenflofTe fieben, in 
der andern aber dreizehn Strahlen. Aufser diefen ift er noch durch feine ein- 
fache Farbe, durch die näher am Bauche befindliche Seitenlinie, und durch die 
wenigem Stacheln am Kopfe unterfchieden. Er hat aber, gleichwie jener, kleine, 
harte und gezähnelte Schuppen, einen zweifpitzigen Stachel am vordem, und 
einen einfachen am hintern Kiemendeckel, eine weite KiemenöfFnung, eine 
freiliegende Kiemenhaut an der untern Seite, eine breite dünne Zunge und eine 
Reihe kleiner Zähne auf jeder Seite des Gaumens. Die Kinnladen find rauh, 
und haben einen hervorgehenden Unterkiefer, einfache Nafeniöcher, länglichte 
auf der Oberfläche des Kopfes fitzende Augen, und nach der Länge laufende 
fchmahle Falten. Auch ift an beiden, der vordere Theil des Kopfes ohne 
Schuppen, und der After in der Mitte des Körpers; die erfte RückenflofTe ift 
flachlicht, in der zweiten und Bauchflofle aber ift es nur der erfte. Beide er- 
hielt ich von Hrn. John aus Tranquebar. Ich habe den Callyonimus indicus 
des Linni zu diefem Fifche angeführt, weil feine Befchreibung den unfern ge- 
Allg.Nanirg.d.Fifche. Th.XII. N 



98 Nachtrag ium fünften Theile. 

nau bezeichnet. Man follte zwar glauben, Linni würde nicht, feinem eignen 
Syftem zuwider, einen BruftflofTer unter die HalsflofTer bringen ; allein bey der 
mehr als herkulifchen Arbeit, welche diefer grofse Mann übernahm, war es 
leicht möglich, den Sitz der BauchflofTen zu.überfehen. Diefes ift auch, wie 
wir oben gezeigt haben , der Fall beim Cottus gruniens, der ein HalsflofTer ift 
Im uten Theile S. 65: haben wir ebenfalls gezeigt, dafs der Theutisjava nicht 
unter die BauchflofTer, fondern zu den Klippfifchen gehöre; eben fo glaube 
ich, verhält es fich mit dem Theutis Hepatus: denn alle Theile diefes Fifches 
ftimmen mit den Klippfifchen oder den davon getrennten Stachelfifchen genau 
überein, bis auf den Sitz der BauchflofTen, welche wahrfcheinlich der Zeichner 
zu weit nach hinten zu gebracht hat g). Diefes war viel leichter möglich , da 
man zur Zeit des Seba noch keine fyftematifche Rüekficht auf den Sitz der 
FlofTen genommen. Im Catesby, auf den fich Linni beziehet, ift fie gar aus- 
geladen worden h). Ieh komme wieder zu den erftern beiden Fifchen zurück. 
Ihr platter Körper und der Sitz der BauchflofTen, worin diefe Fifche von den 
übrigen BruftflofTern abweichen, berechtigt mich, fie in ein eigenes Gefchlecht 
zu bringen. Der letzte, welcher von den Deutfchen Schaufelkopf genannt 
wird, heifst bey den Franzofen Pelle; und bey den Engländern Shovel. 



g) TheC III. tab. 33, fig. 3. h) Carol. II. tab. 10. 



Nachtrag $um fichfim Theik. 99 



NACHTRAG ZUM SECHSTEN THEILE. 



^u S. ig. Ich erhielt von Hrn. John aus Tranquebar einige fliegende Dra- 
chenköpfe. In der Kiemenhaut fand ich rieben Strahlen, und am Anfange des 
Darmlcanals, zwey Blinddärme. Auf Malabarifch heifst er Tumbi. 

Zn S. 30. Von der Doppellinie erhielt ich zwey Stücke vom Herrn John 
aus Tranquebar. Auf Tamulifch wird diefer Fifch Ar almin genannt. 

Zu S. 33. Der Rothbutt kömmt in Müllers Zool. Danic. fafc. 3. p. 36» 
unter dem Nahmen Pleuronectes Hirtus vor. Und beim Duhamel Traite' de 
Pech. III. p. 266. führt er den Nahmen Große Plie, ou Targer. 

Zu S. 40. Den Meerhahn erhielt ich aus Tranquebar von Hrn. John, mit 
der Nachricht, dafs er im dafigen Meere gefangen werde. Er erreicht dieGröfse 
eines Fufses; weil er aber wenig und fchlechtes Fleifch hat, fo wird er nur von 
den armen Leuten verzehrt. Man nennt ihn dafelbft Ambattenkatti oder 
ScheermefTer. 

Zu S. 55. Vom gefleckten Klippfifche habe ich einige Exemplare von 
Herrn John aus Tranquebar erhalten, mit der Nachricht, dafs er an den Ver- 
einigungen der FlüfTe mit dem Meere, jedoch nicht fehr häufig, gefangen werde, 
ein fchmackhaftes Fleifch habe, und dafs die Wunden, welche von feinen Sta- 
cheln entliehen, fehr fchmerzhaft find. In der Kiemenhaut fand ich 5 Strahlen. 
Die Malabaren nennen ihn Oremin, die Franzofen Bandouliin tächetec; und 
die Engländer Dropt- Chaeton. 

N % 



ioo Nachtrag {um fechflm Theile. 

Zu S. 83. Ich erhielt den Per/er ans Amerika, wo er bey der Infel St. 
Croix oft ausgefifcht wird. Die dafigen Einwohner finden fein Fleifch fehr 
fchmackhaft. 

Zu S. 87. Herr John hat mir den Argus aus Tranquebar zugefchickt. 
Merkwürdig ift es, dafs man auch diefen Fifch in Italien in den Gebirgen von 
Bolca verkleinert antrifft. 

Zu S. 89. Von Hrn. John aus Tranquebar habe ich auch den Schwärmer 
erhalten: desgleichen auch 

Zu S. 91. Den bandirten Klippfifch, fo wie auch 

Zu S. 93. Den Soldatenfi/ch.. 

Zu S. in. Dr. Ifert brachte mir die Haarfchuppe von der Infel St. Croix 
mit. Sie wird dafelbft aus dem Meere ausgefifcht, und von den Einwohnern 
gern gegeflen. 

Zu S. 114. Ich wunderte mich, bey der Befchreibung des achtbändigen 
Küppfifches , dafs Linne diefen Klippfifch nicht anführt, da ihn doch Seba und 
Klein gut abgebildet haben , und Artedi als ein Chaetodon befchrieben hat a) ; 
allein nach der Zeit fand ich, dafs ihn Linne unrichtig zu einem Barfch mach- 
te b)' } auch im Linkfthen VerzeichnifTe ift er als Barfch aufgeführt c). 

a) Seba Thefaur. III. p. 67. n. 12. c) Muf, I. p. 46. 

l~) Perc. nobilis. S. N. p. 484. 



Nachtrag ium ßehenten Thälc. roi 



NACHTRAG ZUM SIEBENTEN THEILK 



Z>u S. 4. Den furatifchen Klippßfeh habe ick vom Hrn. John mit folgenden 
Bemerkungen erhalten. Er hält fich im Meere bey den Mündungen der Flüfie 
auf. Man fängt ihn häufig im November mit der Angel. Er wird fünfzehn 
Zoll lang, hat ein fettes und fchmackhaftes Fleifch,. und wird fowohl gebraten 
als gekocht verzehret; auch zur Dauer getrocknet, und in Karr i, oder in der 
Faftenzeit, von den dafigen Portugiefen verfpeifet,. Seine Laichzeit ift im Fe- 
bruar. Auf Tamulifch heifst er Karumudd. 
Nach S. 11. 

Der Borftenrräger. Ckaetodon Setifen = 



CCCCXXVfte Taf. Fig. 1. 43. *) 

EineBorfte und ein Pfauenauge in der RückenflofTe. K.-6, Br. ic. B. £ Der 

\ •- ' ■■- w- ' , "'Borftemrä- 

A.&, S. 20, R.ff &er 

Chaetodon feta ocdloqut adpinnam dorfi, B. VI, P. XV, V.— A. IU 

V rT T YZ XXIV 

C XX, D. XUI 

XXXV zz 

Die lange Borfte, und die runde fehwarze und weifs eingefafste Flecke» 
in der Rückenfloffe, machen die Merkmale diefes Fifches aus. In der Kiemen- 
haut zählt man fechs, in der BruftflofTe fünfzehn , in der BauchflofTe fechs 9 
im After vier und zwanzig, im Schwänze zwanzig, und in der Rückenflofle 
fieben und dreifsig Strahlen. Der Kopf ift klein, und lauft in einen Schnapel 



*) Die 42 vorhergehenden find Th. VI. S. 49 bis Ende, und Tu. VIII. S. 1 — 42 
befchrieben, 

N 3 



102 Nachtrag fum ßehenten Theile. 

aus. Die MundpfFnung ift fehr klein, die Lippen find ftark, und ein fchwarz 
und weifs eingefafstes Kopfband dient dem Fifche zur Zierde. Die Seitenlinie 
bildet ohnweitdes Rückens einen Bogen, und der After liegt vom Kopfe und 
der SchwanzflofFe gleich weit entfernt. In der Bauchfloffe ift ein , in der 
AfterflofTe find drey , und in der RückenflofTe dreizehn harte Strahlen. Grofse 
harte und gezähnelte Schuppen decken den Körper, und die rothe Linie auf 
einem gelben Grunde gereichen ihm zur Zierde. Die Schuppen auf dem After, 
Schwanz- und RückenflofTe machen felbigen fteif, und die fchwarzen Linien ver- 
fchönern fie. Ich habe ihn Hrn. John zu verdanken. Die Deutfchen nennen 
ihn den Borßenträger ; die Franzofen Seton ; und die Engländer Brißle- Chetodon* 



Der Sichelfleck, Chaetodon Fai^ula. 

üt CCCCXXVte Taf. Fig. k 



Sichelfleck. 



2V*' 



Zwey fichelformige Flecke an den Seiten. K. 6 r Br. 15, B, •§•, Ä. 
S. 10, R. ff. 

Chaetodon maculis falciformibus. B. VI, P. XV, V — A J 11 — 

C. xx, d. JEIL. ' " " ™ v 

XXXV II 

Die fchwarze und weifs eingefafste fichelformige Flecke , welche man 
ah unferm Fifche wahrnimmt, dienen ihn zum Merkmale. In der Kiemen- 
haut fand ich fechs , in der BruftflofFe fünfzehn , in der BauchflofTe fechs 
in der AfterflofTe vier und zwanzig, in der SchwanzflofTe zwanzig, und in 
der RückenflofTe fieben und dreifsig Strahlen. Der Kopf ift klein. .Die 
braune Linien laufen fenkrecht, und am Schwänze nimmt man ein fchwarzes 
Band wahr. Im übrigen aber kommt er mit jenen überein, fogar bis auf fei- 
nen Aufenthalt. Die Deutfchen nennen ihn den Sichelfleck; die Franzofen 
Fauciäe; und die Engländer Sikle- Chetodon. 



Nachtrag \um ßebenten Theile. 103 

Der dreifarbige Klippfifch. Chaetodon tricolor. 
CCCCXXVIfte Tafel. 
Der Körper dreifarbig , ein Stachel am Kiemendeckel. K. 6, Br. 12, B, ■§', 
A-Ä-, S. 15, R.|a. 

Chaetodon tricolor , aculeus ad operculum. B. VI, P. XII, V.~ A.~j 

c - w. d. 5^ 

Acarauna. Prinz Moritz. M. S. II. p. 144. des Isles de l'Amerique. Da/W Trair. 

Acarauna du Brafil. ou Ia veuve Coquette de Pdch. III. p. 6$. PI. 13. fig. 1. 

Man erkennt «liefen Fifch an feinem dreifarbigen Körper Und dem langem; 



Stachel an dem vordem Kiemendeckel. In der Kiemenhaut rieht man fechs, 45. Def 
in der BrwßfloiTe zwölf, in der Bauchfloffe fechs, in der AfterfloiTe ein und dreifarbi & e 
zwanzig, in der SchwanzfloiTe fünfzehn, und in der Rückenflofie drey und Kllppfifcb - 
dreifsig Strahlen, Der Kopf und der Mund find klein, und die Nafeniöcher 
doppelt. Die Kiemendeckel, und die FlofTen haben eine röthe, der Mund eine ' 
fchwarze, und das Auge von gleicher Farbe eine orange EinfafTung. Der 
Kopf, die Bruft, der Bauch find gelb, der übrige Theil des Körpers fchwarz, 
und die harten gezähnelten Schuppen bedecken faß den ganzen Körper. Die 
Seitenlinie, welche einen Bogen bildet, ift dem Rücken, und der After dem 
Kopfe näher als der SchwanzfiolTe. Die Rücken - und AfterflofTen find von 
den Schuppen fteif, und diefe hat drey, erftere aber vierzehn Stacheln. Prin$ 
Moriti hat unfern Fifch in Brafilien nach dem Leben gezeichnet. Ich habe den 
aus Amerika erhaltenen damit verglichen , und die Zeichnung bis auf einige 
Kleinigkeiten richtig gefunden. Zufolge der Nachricht des Prinzen wird diefer 
Fifch zwey Fufs lang. In Brafilien wird er Acarauna ; in Deutfchland der 
dreifarbige Klippfifch; in Frankreich Chetodon tricolor!, und in England treble 
Coloured genannt. Unfer Acaraune des Prinzen Moritz mufs nicht mit der 



104 Nachtrag yim ßebmten Thäle., 

Acaraunc des Marcgraf a) und des Pifa b) verwechfelt werden; denn da fie 
ihrem Fifche einen Stachel am Schwänze geben: fo haben fie einen andern vor 
fich gehabt. Duhamel hat von unferm Fifche zwar die erfte Zeichnung gelie- 
fert, die aber fehlerhaft iß, weil die Bruftflofien zu kurz, die After- und 
RückenflofTen eingeriflen find, die eine Spitze der Schwanzfloffe aber fehlt: 
auch ift die Seitenlinie ausgelaufen c). 

Der gefleckte Klippfifch. Chaetodon maculatus. 

CCCCXXVIfte Tafel. Fig. 2. 
Zwölf Stachein in der After- und achtzehn in der Rückenflofle. Br. 6, 

B.13, A.£§, S-ao, R.U- 
Chaetodon acukis octodecim dorfalibus duodeeimque in pinna ani, P. XVI, 

v.xm, A.S c.xx, i).=- 

■ Achtzehn Stacheln in der Rückenflofle, und zwölf dergleichen in der Af- 

46. Der terflofle, machen die Merkmahle diefes Fifches aus. in der Bruflflofle zählt 

gefleckte man f ecll j n der ß aiic hflüfle dreizehn, in der AfterflofTe zwanzig, in der 
Klippfifch. 6 

SchwanzflolTe zwanzig, und in der Rückenflofle fechs und zwanzig Strahlen. 

Außerdem unterfcheidet er fich auch durch feinen mehr gtßreckten Körper, 

durch feine weniger harten und wie Goldblättchen glänzende Schuppen, und 

durch feine geringere Gröfse. Denn, wie mir HeitJohn meldet, fo erreicht er 

nur die Gröfse der Zeichnung, die er mir mitfchickte, und diefe iß kaum halb 

fo grofs, als die hier mitgetheilte, welche ich aus Surinam erhielt. Man 

findet ihn fehr häufig in allen Teichen auf der Rüde von Choromandel. Wegen 

feiner vielen Gräten wird er nur von den Schwarzen gegeflen. 



a) Brafil. p. 144. c) Trait. de Vieh. III. PI. 13. fig. 1. 

b) Ind. p. 55. . 4, 

L XXX II 



Nachtrag ^um fieberten Theile. 105 

LXXX1L GESCHLECHT. 
Stachelfchwänze. Acanthus. 

ERSTER ABSCHNITT. 
Von den Stachelfehwän^en überhaupt. 

Die Zähne eingefchnitten , ein Stachel am Schwänze. 
Pisces dentibus lob aus aculeo ad caudam. 

Die lappenförmige Zähne, und der zu beiden Seiten des Schwanzes be- 
findliche ftarke Stachel, machen die Kennzeichen diefes Gefchlechts aus. Der 
Körper ift zufammen gedrückt, bunt und mit fieben Floffen verfehen ; die 
Mundöifhung ift klein, und die Schuppen find gezähnelt. Die Fifche diefes 
Gefchlechts, find in beiden Indien zu Haufe. Zu diefem Gefchlechte gehö- 
ren die auf der ao3ten und aogten Taf. vorgeftellten Fifche, der Chaeto- 
don Trioflegus des Linne , der Chaetodon Sohal und nigrofasciatus des 
Forskael a), der Chaetodon armatus des White b), und höchft wahrfchein- 
lich auch der Theutis Hepatus des Linne. Alle diefe Fifche haben lappenför- 
mige Zähne. Da ich im 6ten Th. S. 46. borftenartige Zähne zum Karakter 
der Klippfifche machte; fo muffen diefe davon getrennt werden, und weil fie 
auch alle mit einem Stachel am Schwänze verfehen find, diefer aber leicht in 
die Augen fällt, fo habe ich auch letzten zum Gefchlechtskennzeicheri gewählt. 
Es wird keine Entfchuldigung bedürfen, warum ich diefe von jenen getrennt, 
und nicht lieber für felbiges andere Kennzeichen angegeben habe, da die Zahl 
• der Klippfifche ohnehin viel zu grofs ift; als dafs fie ohne grofse Schwierig- 
keiten, mit wenigen Zeichen beftimmt werden könnten. 

<z) Defcript. p, 63, n. 89 u. 90. b) Journal of Voyag. p. 304. 

Allg.Naturg.d. Fifche. Th.XIi* O 



ioß Nachtrag {um ßehnten Theite. 

ZWEITER ABSCHNITT. 
Von den Stac keife hwhn\en insbtf ändert» 

Der Segelträger. Acanthurus Velifen 
CCCCXXVIIfte Taf. Fig. i. 
Die Rucken- und AfterflolTe bogenförmig. R. 6, Br. 15, B. •§-, A. -fc, 

S.aa, R.^. 
Chaetodon pinna dorfi aniaue femi circulatis. B. VI» P. XV, 
V.-A n & xxu n m 



, Diefer Fifch Lft an feiner bogenförmigen Rücken - und AfterrTofTe leicht 

3- *) : zu erkennen. In der Kiemenhaut trifft man fechs, in der BruftflofTe fünfzehn, 

1 er in der BauchflofTe fechs , in der AfterflofTe drey und zwanzig, in der Schwanz- 
Segelträger. _ 

hofie zwey und zwanzig, und in der RückenflofTe ein und dreifsig Strahlen. 

Aufser diefen Merkmahlen, zeichnet er fich noch durch Folgendes aus: 
i) Seine Zähne find vorn gewölbt, und an den Seiten gezä'hnelt, wie fie auf 
diefer Tafel vergrößert erfcheinen. 2,), Ift der Körper braun, und dieFlofTen find 
blau gefleckt, an edlerem wechfein auch braune und bläulichte Linien mit ein- 
ander ab. 3 ) Hat er in der AfterflofTe nur zwey, und in der RückenflofTe drey 
Strahlen. 4) Sind feine Schuppen fo fein, dafs ich fie vermittelft eines Ver- 
gröfserungsglafes, nicht bemerken konnte. So fein fie indefs find, fo find fie 
dabey doch fehr ftark, und gezähnelt; denn wenn man mit dem Finger gegen 
den Kopf zu fährt, fo bemerkt man, dafs die Haut fcharf ift; und 5) durch 
den nach dem Kopfe zu gerichteten Stachel am Schwänze. Auch diefer fchöne 
Fifch ift ein Gefchenk dss Hrn. John. Die Deutfchen nennen ihn den Segel- 
träger; die Franzofen Voiliir; und die Engländer Salt, 

*) Die erften beiden, hieher gehörende Gattungen, find im 6ten Th. ST #2 und 99 
befchrieben» 



Nachtrag \um ßebenten, achten und neunten Theile. i'oy 

Zu S. 17, Herr Thunberg befchreibt im i3ten und 15. Bande der Neuen 
Srhwed. Abhandl. acht hierher gehörige Fifche, unter folgenden Benennungen: 
Perca pinnata, fixiineata, trilineata, feptemfasciata , pertu/a, cirrhofa, fa- 
rio und/usca. Hierher gehört auch der Holocentrus kntiginoßis, den der Herr' 
Prof. Wahl im 3tcn Bande der Schriften d. Naturf. Gefellfch. zu Koppenhagen,, 
und der Barfch, welchen Herr Dr. Schoepf im aoften Stück der Naturf. S. 17, 
befchrieben haben. 

Zu S. 38. Hr. John fchreibt mir Folgendes: „Ihr Jacob Evertßn, wel- 
cher aufTamulifch Ganimin heifst, erreicht die Länge von vier Fufs, und iit 
bey uns nicht fo häufig , als in Manar. Er wird zu allen Jahreszeiten gefangen, 
ift fehr fett, und wird von den Europäern fehr gern gegefien. Er hält fich im 
Meere auf, kommt zur Laichzeit in die Flüfle, und fetzt feine Eyer in fteinigte« 
Gegenden ab. 



NACHTRAG ZUM ACHTEN THEILE. 

Zj\x S. 114. White befchreibt einen neuen Klippfifch a). 

NACHTRAG ZUM NEUNTEN THEILE. 

JLju S. 33. Hr. Prof. Thunberg hat das Gefchlecht der Umberfifche mit einem 
neuen bereichert b). 



«) Journ. of Voyag. p. 3S4, b) Neue Schwed. Abhandl, XI, S. loa, 

O % 



Nachtrag fum lehnten Theile. 



NACHTRAG ZUM ZEHNTEN THEILE. 



£jm S. 37. Phillip hat in Neu -Südwallis eine neue Makrele gefunden <f); 

Zu S. 40. Vom Königsjlfch erhielt ich aus Neuyork eine Abänderung 
unter dem Nahmen Spanish-Makrel Er hatte kleine, dünne und runde Schup- 
pen, welche leicht abfallen: die auf der Seite liegenden aber, waren länglich^ 
und fafsen fefl in der Haut. Die gelben Flecke waren rund, und die Seiten- 
linie hinterwärts ein wenig gefchlängelt: auch die BrußflofTe etwas länger und 
fichelförmig. Herr John meldet mir aus Tranquebar, dafs er auf Tamulifch 
Wöllramin, und auf Ceylon im Singalefifchen Aracola heifst; dafs er dafelbft 
nicht häufig vorkomme, und wegen feines zarten und fetten Fleifches zu den 
wohlfchmeckendften Speifen gehöre. 

Zu S. 87- Herr John fagt , dafs die Kleinfche Makrele auf Tamulifch 
Walen-Parei heifse. Sie wird eilf Zoll lang, kommt nicht in die FlüfTe, 
und wird im Februar und März am häufigften gefangen. Sie wird nicht fehr 
fett, und ift von mittelmäfsigem Gefchmacke. Die Tamuler nennen eine jede- 
Makrele Parei, und zählen fehr viele Arten davon, mit verfchiedenen Bei- 
nahm em 

Zu S. 89* Herr John fchreibt mir, dafs die Rottlerfche Makrele -lieh be- 
fiändig in demMqere aufhalte, im Februar und März an den Küften von Ko- 
romandel fehr häufig gefangen werde; dafs aber ihr Fleifch keinen befondern 
Gefchmack habe, daher von den Europäern wenig geachtet und nur von den 

V* 1 

') Voyag. to Botariy-Bay. p. 171, 



Nachtrag ium lehnten Theilc. 109 

armen Mähbaren , fowohl frifch als getrocknet verzehrt verde. Er meldet fer- 
aer, dafs diefer Fifch im Februar laiche; dafs er alsdann veniger fchmackhafr 
fey, als im November; dafs er nicht über 14 Zoll lang werde, und auFTamu- 
lifch Walangadei Parei heifse. 

- Nach S. 89. 

Die zahnlofe Makrele. Scomber edentulus.- 

CCCCXXVIIIite Taf. 
Der kleine Mund zahnlos. K. 7, Br. 16, B. £, A. r \ t S. 24, R. ^. 
Scomhrrictuparvoedcntuloaue. B.VU, P.XVh V t ~ A. ~ C. XXIV, D. ■=— 



VI XVI y: ' xxu 

Durch den kleinen und zahnlofen Mund läfst fleh diefe Makrele leicht vonr— 



den übrigen unterfcheiden. In der Kiemenhaut findet man rieben, in der 2 °« *) 

Bruftfloffe fechzehn, in der BauchfiofTe fechs, in der Afterfiofle fechzehn,. in 

Makrele, 
der Schwanzflofle vier und zwanzig, und in der Rückenflofle zwey und zwan- 
zig Strahlen. Der Kopf ift glatt, abfehüflig, die Kiemenöffnung weit, der 
Rumpf breit, die Seitenlinie etwas gebogen und ohnweit des Rückens be- 
findlich. Der After in der Mitte des Körpers. Kleine filberfarbene Schuppen 
bedecken den breiten und dünnen Körper. Ueber der BauchfiofTe fieht man 
eine MittelflofTe, und in der BauchflofTe felbft einen Stachel, in der am After 
drey und in der am Rücken fünf dergleichen. Auch diefen Fifch habe ich 
Herrn John zu verdanken. Er meldet mir, dafs er nicht gröfser als die hier 
mitgetheilte Zeichnung werde; er hält fich im Meere auf, gehet jedoch zu Zei- 
ten auch in die Flüfle, wird das ganze Jahr hindurch, am häufigften aber im 
December, gefangen; er hat ein fettes und fchmackhaftesFleifch, und ift da- 
Eer eine der vorziiglichften Speifen der dafigen Portugiefen während der Karri 

*) Die 19 Vorhergehenden find im 2teh Theile S. 28 — 108, und im loten Th. von, 
S. 38 bis Ende befchrieben, 



sro Nachtrag {um lehnten Theile. 

oder Faftenzeit. Die Malabaren nennen ihn Muntjchikarel ; die Deutfchen die 

^ahnlofe Makrele ; die Franzofen Maauereau edente; und die Engländer toothefi 

MackreL 

Die Ideine Makrele. Scomber minutus. 
CCCCXXIXfte Ta£ Fig. a. 
Der Unterkiefer hervorflehend, acht Stacheln in der RückenflofTe. K. 7, 

Br. 16, B. |., A. T V, S. 24, R. j^ 
Scomber maxilla inferiore longiore, aculeis dorfalibus octo. B. VII, P. XVI, 
y.± A. & C.XKnr.D.^L 



Die längere Unterkinnlade und die acht harten Strahlen in der Rücken- 

2I - flofTe, machen das Kennzeichen diefer Makrele aus. In der Bxuöflofle trifft 

, , man fechzehn, in der BauchflofTe fechs , in der AfterflofTe fiebenzehn. in der 

Makrele. * 

SchwanzflofTe vier und zwanzig, und in der Rückenflofle eben fo viel Strah- 
len an. Der Mund ift klein , die Kinnladen find mit einer Reihe kleiner Zähne 
bewaffnet. Die Nafenlöcher find einfach und dicht an den Augen, welche 
einen gelben Ring haben. Der Kopf ift fchuppenlos, den Rumpf aber be- 
decken kleine dünne und leicht abfallende Schuppen. Die Seitenlinie ift in 
der Nähe des Rückens, und nur halb fo weit vom Kopfe, als von der Schwanz- 
flofTe entfernt. Aufler den oben erwähnten Stacheln am Rücken , finden wir 
noch drey in der After- und einen in der Bauchfiofie. Diefe Makrele wird, 
-wie mir Hr. John meldet, nicht gröfser, als die mitgetheike Abbildung; fie 
wird fowohl in dem Meere felbft, als auch in den AusflüfTen der Flüfie gefan- 
gen; zu Zeiten erhält man fie in fehr grofser Menge ; fie hat ein fettes und fehr 
fchmackhaftes Fleifch. Die Malabaren nennen diefen Fifch Pilitfchei. Auf 
Deutfeh beifst er die kleine Makrele; auf Franzöfifch^e/^ Maquereau; und auf 
JEnglifch little MackreL 



Nachtrag %um {ehnten Theik. in 

Zu S. 134. Herr John fchreibt mir, dafs die Tamuler oder Malabaren 
über zehn Arten von Kattaki zählen: 1) Sengkattaki, der röthliche Kattalei; 
a) Wangkattakiy der weifse Kattalei; 3) Karutta, oder Karung- Kattaki,, 
der fchwärzliche Kattalei ; 4) Turwatie Kattaki; 5) Kari Kattaki :'; 6) Wart 
Kattaki oder der fchwarz geßreifte, wovon er mir eine Haut gefchickt hat; 7:) 
Walang'Kattaki oder der Schwanz-Kattalei, weil der Schwanz fehr lang ift; 8) 
Sotu Kattalei oder Rei/s-Kattalei, weil er einen Reifsähnlichen Gefchmack hat; 
9) Kura Kattaki,. der 4 Fufs lang wird ; und 10) And Kattaki oder Elephan- 
ten -Kattalei, Er hat aber noch nicht aller habhaft werden können, und ift 
daher noch ungewifs, ob es wirklich fo viele Gattungen gebe ; die er aber wird 
erhalten können , will er mir fchicken, 



Ii* -Nachtrag jum eilfien Thtik. 



NACHTRAG ZUM EILFTEN THEILE. 



,£ju S. 24. Herr John hat mir aufs neue ein Paar Doppelßecke gefchicltt, und 
dabey gefchrieben, dafs diefer Fifch zu den dafigen Flpfs- und Teicbfifchen 
gehöre; dafs er im Jul. laiche, und nicht gröfser werde, als er auf der jö^üen 
Tafel vorgeftellt ift; auch, dafs er eine gute Speife abgebe. Die Malabaren 
nennen ihn Sewalei; die Franzofen Silure ä deux tachcs; und die Engländer 
.Bimaculated Sheat-Eish. 

Zu S. 92. Im ioten Theile der Schrift. Naturf. Fr. S. 444. habe ich eine* 
neuen Lachs befchrieben. 

Nach S. 125. 
= D e r T u m b i 1. S a l m o T u m b id. 



39. *) CCCCXXXfte Tafel. 

Der Tumbil. Mehrere Reihen dünner Zähne in den Kinnladen. K. 6, Br. 15, B. ß 
A. 11, S. 20, R. 12. 
Salmo ordinibus plurimis dentium tenuium. ß. VI, P. XV, V. VIIl t 
A XI, C. XX, D. XII. 
Diefer Fifch unterfcheidet fich von den übrigen Lachfen durch die vielen 
Reihen gleichförmiger Zähne, da bey jenen in der äufsern Reihe grofse, in der 
innern aber kleine Zähne vorhanden find. Die Mundöffnung ift fehr weit, die 
Kinnladen find fchmahl und laufen in eine Spitze aus. Ich habe denfelben vom 
Hrn. John erhalten, ^welcher mir meldet, dafs er nie in den Flüfien, fondern 

nur 



*) Die 28 vorhergehenden Arten find Th, I, S. 136— 183. Th, III. S. 144.-165. und 

Th. XI. S. p4— .125. befchrieben. 



Nachtrag %um eilfien Theile. 113 

nur im Meere, und zwar nicht häufig, gefangen werde; auch nur ein wenig 
gröfser fey, als er hier vorgeftellt ift. Er hat übrigens, wie alle Lachsarten, 
ein fchraackhafter Fleifch. Auf Tamulifch wird er Tombili genannt, und da 
fich diefer Nähme auch in mehreren Europäifchen Sprachen leicht ausfprechen 
läfst, fo habe ich diefe Benennung beibehalten. 

LX XXIII. GESCHLECHT. 
S t a c h e 1 r ü c k e n. Notocanthus. 

ERSTER ABSCHNITT. 
Von den Stachelrücken überhaupt. 

Kurze Stacheln am Rücken. Pisces aculeis dorfalibus curtis. 
Die kurzen aus der Haut kaum hervorragenden Stacheln machen das Kenn- 
zeichen diefes Gefchlechts aus. Der Körper ift fchmahl , und durchaus mit fehr 
kleinen, weichen Schuppen befetzt. Bisher ift mir zwar nur der einzige, gleich 
zu befchreibende Fifch bekannt; allein er weicht fo fehr von den übrigen Ge- 
fchiechtern diefer Klaffe ab, dafs er keinem beigefeilt werden kann. Ich fehe 
mich daher genöthigt, ihm ein eignes Gefehlecht zu widmen, welches im 
Syftem am fchicklichften zwifchen dem Lachs und den Röhrfifchen eingerückt 
werden könnte. 

ZWEITER ABSCHNITT. 
Von den Stachelrücken insbefondere. 
Der Stachelrücken. Notocanthus Nafus. — 



CCCCXXXIfle Tafel. *• 

Det Kopf in eine flumpfe Spitze fich endigend. K. 8, Br. 16, B. r %, A. DerStachel " 

rücken. 
und S. ,5fr, R.f§. .. 

Notocanthus noßro nafiformi. B. VIII, P.XVI, V. J A. et C. ^^ 

Ä | 

Der in eine nafenförmige Spitze auslaufende Kopf giebt ein leicht in die 
Augen fallendes Merkmahl für unfern Fifch ab. In der Kiemenhaut find acht, 
Allg.Naturg.d.Fifche.Th.XII. P 



H4 Nachtrag jam zwölften Tlitik. 

in der BruftfloiTe fechzehn, in der Bauchflofie zehn , in der After- 
•und Schwanzfloffe iundert neun und vierzig, und in der RückenflofTe zehn 
Strahlen. Der Körper ift glatt, die Oberkinnlade ift die längfte, und beide 
find rafpelartig bewaffnet und mit gezackten Lippenknochen verfehen. Die 
MundöfFnung ift klein, der Stern fchwarz, und der Ring filberfarben. Die 
Nafenlöcher find doppelt, die Kiemendeckel find glatt, und die KiemenöfFnung 
weit. Der After ift dem Kopfe näher als der SchwanzflofTe. Statt einer Rücken- 
flofTe hat diefer Fifch zehn kurze, ftarke, nach hinten zu gebogene Stacheln, 
davon ein jeder mit der gemeinfchafclichen Haut, wie mit einer Scheide, über- 
zogen ift. Die Seitenlinie läuft nahe am Rücken hin, und die SchwanzflofTe ift 
mit der am Schwänze verwachfen. Diefe ift aus dreizehn Stacheln und aus hundert 
fechs und dreifsig weichen Strahlen zufammen gefetzt. DieBauchflofTe hat zwey 
und die RückenflofTe zehn kurze Stacheln. Eine graue ins Silber fpielende Farbe 
überzieht beinahe den ganzen Fifch, und die braunen Flecke am Rücken dienen 
ihm zur Zierde. Unfer Fifch erreicht eine anfehnliche Gröfse; derjenige, den 
ich befitze, hat die Länge von zwey und einen halben Fufs. Ich habe diefen' 
Fifch von einem Freunde, ohne weitere Nachricht, als dafs er aus Oftindien 
fey, erhalten. Die Deutfchen nennen ihn, den Stachelrücken; die Franzofen 
Notocante; und die Engländer Notocanth. 

Zu S. 167. Den Härder erhielt ich aus Tranquebar unter dem Nahmen 

Narikaendei, wie ihn dieMalabaren nennen. Hr. John meldet mir zugleich, dafs 

<er dafelbft nicht über 14 Zoll lang angetroffen werde; dafs er fich im Meere 

* aufhalte , aber auch öfters in die Flüffe gehe , eben nicht häufig zum Vorfchein 

komme , und ein fehr fchmackhafces Fleifch habe. 

Zu S. 171. Den Tang erhielt ich von Hrn. John, mit den Bemerkungen, 
dafs er von den Malayen Karädtu Kändei genannt; dafs er nicht leicht über 
einen Fufs lang werde; dafs er fich im Meere aufhalte, im Jun. und Jul., zu 
welcher Zeit die Flüffe frifches WafTer vom Lande erhalten, in felbige gehej 
dafs er ein fchmackhaftes Fleifch habe, und nicht häufig gefangen werde. 



Nachtrag ium zwölften Theile. 115 



NACHTRAG ZUM ZWOELFTEN THEILE. 



IN ach S. 47. 

Der Malabarifche Hering. Clupea malabar icus. 
CCCCXXXIIfte Tafel. 
Die untere Kinnlade gekrümmt, acht und dreifsig Strahlen in der Afterflofle, 

K. 8, Br. 14, B. 7, A. 38, S. 22, R. 8. 
Clupea maxilla inferiore curva, pinnae ani radiis triginta octo. B. VIII, 

p. xiv, v vir, a. xxxviii, a xxii, d. vnt 

Diefer Hering unterfcheidet fich von dem folgenden durch die gf- — — 

krümmte Unterkinnlade, und von den übrigen durch, die lange Afterflofie. In "•*) D« 
der Kiemenhaut bemerkt man acht, in der BruftflofTe vierzehn, in der Ma,aba "- 
BauchflofTe fieben, in der AfterflofTe acht und dreifsig, in der Schwanz- 
floffe zwey und zwanzig, und in der RückenflofTe acht Strahlen. Der 
Mund ift mit zarten Zähnen verfehen; die Schuppen find grofs; die Seiten- 
linie in der Nähe des Rückens , und der After an der Mitte des Rum- 
pfes befindlich. Ich habe diefen Fifch erft kürzlich aus Tranquebar erhalten. 
Herr John meldet mir, dafs er das ganze Jahr hindurch an den dafigen Küftea 
gefangen werde, fein Fang aber eben fo unbedeutend fey, als fein Werth, in- 
dem er wegen der vielen Gräten nur von den Schwarzen verzehrt werde. Er 
meldet mir zugleich, dafs er nicht in die FlüfTe gehe, und auch nicht gröfs er 
als die Zeichnung werde. Von den dafigen Einwohnern wird er Aduppu Udt- 
puruwai genannt. Die Deutfchen nennen ihn den Malabarifchen Hering; die 
Franzofen Hareng de Malabar; und die Engländer Herring of Malabar. 

*) Die zehn Vorhergehenden find Th, I. S. 184—226, und Th. XII. S. 33—48 be- 
fchrieben. 



n6 - Nachtrag {um {Wplfun Theilc. 

Eher Nafenh-eringi Clupea Na für. 

CCCCXXIXteTaf. Fig. i. 
Der Schnabel nafenförmig. K. 4, Br. 13, B, 6, A. 20, S. *o, R, 16. 
C/^a ro/fro nafiformu B. IV, P. XIII, V. VI, A. XX, C. XX, D. XVI. 

===== Die nafenförmige Spitze, in welche der Kopf fich endiget, dient zum 
I2 - Merkmahl für diefenFifch. in, der Kiemenhaut zählt man vier, in der Bruftflofie 
h in dreizehn, in der BauchfloiTe fechs, in der am After zwanzig, im Schwänze eben 
fo viel, und in der Rückenßofle fechzehn Strahlen. Die MundöfFnung ift klein 
und zahnlos; die Kinnladen find von gleicher Länge, und die Seitenlinie ift 
geradeund nicht weit vom Rücken. Der After ift etwas weiter vom Kopfe, als 
von der Schwanzfioffe entfernt, und der letzte Strahl in der Rückenflofle bor- 
ftenartig. Diefer Seefifch wird, wie mir Hr. John meldet, nicht über acht 
Zoll lang, und ebenfalls' gleich dem vorhergehenden, wegen der vielen Gräten, 
nur die Speife gemeiner Leute, welche überdem auch nicht einmal gefund ift. 
Man fängt ihn das ganze Jahr hindurch mit dem Netze, fowohl in dem Meere, 
als auch in den Mündungen der Flüfie: in beiden jedoch nicht häufig. Auf 
Malaifch heifst er Poikutti ; von den Deutfchen wird er Nafenhering; von den 
Franzofen Hareng a iVej; und von den Engländern Nofin- Herring genannt. 



Ende des zwölften und letzten Theils. 



Fort- 



ii7 



Fortgefet^te Anzeige der in diefemWerke vorkommenden Verkürzungen 
der angeführten Schriftßeller *). 



Anfons Reif. 

Archeuholz Reif. 

Bali Muf. Princ. 

Baß. Opuscul. 

Boddsert Natürl. Hifior. 

Bont. Ind. 

Bonnat. Ichthyol. 

Borlafe Cörnwall. 
Bioufsonet Ichth. 

(/ranz Gr. 
Dicdon. des Anim. 

Du Tertre Antil. 

Tabticius R. n. N. 
Forsters Enchiri. 
— — Reif. 
Gmel. L. S. N.' 

Gronov. Muf. 

Holland. Maatschap. 

Jägern. Br. über Ital. 
Kolbens Reif. 

Leeuwenh. Epißol. 



Anfon , des Admirals Lord , Reife um die Welt , aus dem Engl. Göt* 

tingen 1762. 4to 
J. W. Archenholz Reife nach England und Italien. Leipzig 1787. 

V. B. 8. 
Laurent Balk Mufeum Adolpho-Fridericianum, Upfal. 1746, ßehetauch 

im I. B. des Linne Amoenitat. acad. 
Jobi Bafiari Opuscula fubfeciva, obfervationes mifcellaneas de Animal- 

culis etc. Harlemi 1759 — 65. II, Tom. 4. 
Peter Boddsert Natdrlijke Hißorie der Indische Visschen, Kreften, en 

Krabben. Fol. 
Jacobi Bontii Hißoria Naturalis et Medica indise Orientalis. Amfier- 

dam i658. Fol. 
Tableau encyclopedique et methodique dTchthyologie , par M. l'Abbe 

Bonnaterre. Paris 1788. 4to. 
Will. Borlase the Natural Hiftory of Cornwalles. Oxford 1758. Fol. 
P. M. Augußi Brouflonet Ichthyologia , fißens Piscium [Defcriptiones 

et Icones. Londini, Fase. I. 4to. 
David Cranz Hifiorie von Grönland. Barby und Leipzig 1770. 8. 
Dictionnaire universel des Animaux, ou le Regne Animal par M. D. 

L. C. D. B. Paris 1759. IV. Tom. 4. 
R. P. Du Tertre Hißoire generale des Antilles. Paris 1754 — 87. IV° 

Tom. 4. 
Johann Fabricius Pieise nach Norwegen. Hamburg 1779. '8. 
Johann Reinhold Forßer Enchiridon Historiae Naturalis. Halae 1778. 8. 
Reife um die Welt, in den J. 1772 — 75. Berlin 1785. 9. 
Carol. A. Linne Syfiema Naturge cura Job. Fridr. Gmelin. Lipsise 178S. 

Tom I. Pars I -VII. 8. 
Laur. Theöd. Gronovii Museum ,_sive Index Rerum Naturalium. Lug- 

duni Baravorum 1778-. 8. 
Verhandelingen der Hollandsche Maatschappye der Weetenschappen. te 

Haarlem 1782. XX. Tom. 8. 
C. I. Jagemann, Briefe über Italien, Weimar 1778 —85. Hl Tom. 8. 
M. Peter Kolbens Beschreibung des Vorgebürges der guten Hoffnung, 

Frankfurt und Leipzig 1745. III Tom. 4. 
Antonii Leeuwenhoek Epifiolse ad Societatem Regiam Anglicam. Lug- 

duni Batavorum 1719. ni. Tom. 4. 



*) Siehe Th. I. S. 17—22. Tb. III. S. 188 — 190. und Th. VI. S. 121 — x23. 
Allg.Naturg.d,Fifche. Th.XH, Q 



1 18 Anisige der vorkommenden Verkürzungen der Schriften. 

Leipz. Ma^aZ. Leipziger Magazin zur Naturkunde, Mathematik muL Oekonomie, 

Herausgegeben von Funk und Leske. Leipzig 1781 — 88. 8- 
Linne Amoenit. Car. Linne Amoenitates academicae a Sclireber edit. Erlangen 1787 — 

90, Tom. X. 8. 
Molina Chili. Abbe J. Ignatz Molina Veroich einer Naturgefchichte ron Chili- 

Leipzig 1786. 8. 
MonroPhyfiolog. d. Alexander Monro Vergleichung des Baues und der Phyfiologie der 

Fifche. Fifche mit dem Bau des Menfchen und der übrigen Thiere. Aus 

dem Engl, von Schneider. Leipzig 1787. 5. 
Der Naturforfch, Der Naturforfcher. 1 - 24ftes Stuck. Halle 1774 — 1789. 8. 

Neue Schwed. Abh. Neue Schwedifche Abhandlungen. Leipzig 1783 — 94. XII. Tom. 8. 

Neue Nord. Beytr. Neue Nordifche Beyträge. St. Petersburg und Leipzig , 1781 — 83. 

IV. Tom. 8. 
Nye Sämling. Nye- Sämling of det Kongelige Danske Videnfcabernes Selskabs Skrif- 

ter. Kiobenhagen 1781 — 95. IV- Tom. 4. 
Onomatol. Hut. Nat. Onomatologia Hiftoriae Naturalis. Ulm , Frankfurt und Leipzig 

i 7 5o — 77. VII. B. 8. 
Phillip Voy. Voyage of Governor Philip to Botany Bay. London 1790. 4. 

Der Preufs. Samml. Der Preufsifche Sammler. I — II. B. Königsberg 1774 — 75. 8. 

Reimar. Kunfitrieb. Hermann Samuel Reimarus allgemeine Betrachtungen über die Triebe 

der Thiere, hauptfächlich über ihre Kunfitrieb e. Hamburg 1773. 8. 
Renard Hift. des PoilT. Louis Renard Hiftoire des Poifions, Ecrevifles et Crabes des Isles 

Molucques. Amfierdam 1764. II. Tom, FoL 
Rieger Introd. Joh. Chrifi. Rieger Introductio ad Notitiam rerum naturalium et arte 

factorum. Hagae Gomitum 1743. 4- 
Rzaczynski Hifi. Pol. P. Gabrielis Rzaczynski Hifioria naturalis Poloniae, Sandomiriae. 1721. 4. 

Scopol. Faun, infubr. Joannes Antonius Scopoli Deliciae Florae et Faunae Infubriac. 

Pars I — III. Turini 1786 — 89. Imper, Fol. 
Stralf. Magaz. - Stralfundifches Magazin, Berlin 1767 — 75. II. Tom. 

Schellham. Anat. Günther Chrifi. Schellhammer Anatomia Xphiae. Hamburg 1707. 4. 

Schlöz. Staatsanz. Aug. Lud. Schlözers Staatsanzeigen, 1 bis 68fies Heft. Göttingen 

1783 - 92. 8. 
Schneid. Art. Syn. Petri Artedi Synonimia Pifcium a Joh. Gottl. Schneider edit. Lipfiae 

1789. 4. 
Sloanjam. Hans Sloan Voyage to the Islands Madera, Barbados, Jamaica, etc. 

London 1707. IL Tom. Fol. 
Sauvigny desDoi'and. Hiftoire naturelle des Dorandes de la Chine, par M. de Sauvigny. Paris 

1780. 4. 
Wallb. Arted. Petri Artedi Genera Pifcium , edit. Joh. Jul. Wallbaum. Greypeswal- 

diae 1792. 8- 
White Jouin. White Journal of Voyage to new Com- Walles. London 1784. 4. 



U9 



Verieichnifs aller in den ^wölfTheilen diefis Werkes befchriebenm 
Fi/che, nach dem Linnäfchen Syfiem. *) 



1. CETE LI NN AML 

I, Delphinus Phöcoena. HI. 119. Tab. XCII, 

IL CART1LAGINEI. 

3, Petromyzon fluviatilis. III. 41. Tab.LXXVIII, 

— raarinus. III. ?g. — LXXVII. 

— branchialis. III. 4 f . — LXXVIII. 

* — Planeri. III. 47. — — 

• — argenteus. XII. 74. — CCCCXV. 
*s, Gaftrobranchus coecus, XII. 66, — CCCGXIIL 

4. Raja Batis. III. f4, — LXXIX. 

— oxyrinchus. III. $7. — LXXX. 

— Aquila. III. $-9. 

— Paftinaca, III. 62. 

— clavata. III. 65, 
* — rubus, III. 67. 

— Torpedo. - IV. 44. 
5". Squalus Acanthias. III. 74, — LXXXV. 

— glaucus. III. 78. — LXXXVI. 

— canicula. IV. 16. 
* — fasciatus. IV. 19. 

> — catulus. IV, 21. 

— centnna, IV. 23, 

— Squatina, IV. 2f, 

— Zygaena, IV. 29. 

— Galeus. IV, 31, 

— Careharias. IV. 33. — CXIX, 

— Priftis. IV. 41, — CXX. 
6. Ghimaera monftrofa. IV. 60. — CXXIV, 



— LXXXI. 
~ LXXXII. 

— LXXXIII. 

— LXXXIV. 

— CXXII, 



— CXII. 

— CXIII. 

— CXIV. 

— cxv. 

— CXVI. 

— CXVII, 

— CXVIII. 



7. Lophius püscatorius. III, 82. Tab. LXXXVII, 

— Vespertilio. IV. 11. — CX. 

— Hiftrio. IV. 13. — CXI. 

8. Acipenfer Sturio. III. 89. — LXXXVIII, 

— Ruthenus. III. 98- — LXXXIX. 

— Hufo. IV. 79. — CXXIX. 

9. Baliftes monocerus, V. 12, — CXLVH,'' 

— tomentofus, V. if. — CXLVIII.i 
* — biaculeatus, V. 17. — — 

— aculeatus. V. 19. — CXLIX. 

— retula, V, 22._ — CL. 
*— maculatus. V, äf. — CLI. 

— ringens. V. 27. — CLII. 
* — chinenfis. V, 29. — — 

»— laevis. XII. 82. — CCCCXIV.! 
10. Oftracion triqueter. IV. 99. — CXXX, 
*— concatenatus. IV. 101. — CXXXI. 

— bicaudalis, IV, 103. — GXXXII. 

— cornutus. IV. lOf. — CXXXIII, 

— quadricornis. IV. 108. — CXXXIV. 

— trigonus. IV. 110. - CXXXV.j 

* — turritus. IV. 113. — CXXXVI. 

— cubicus, IV. iif. — CXXXVH. 

• - Nafus. IV. 118. - CXXXVIII. 
n. Tetrodon teftudineus.IV.123.— CXXXDC, 

— lagocephalus, IV. 126. — CXL, 

— lineatus. IV. 128. — CXLT. 

— hifpidus. IV. 130. — GXLII. 



*) Die lateinifche Ziffer über den Zeilen zeigt die Klaffe, hinter denfelben, denTheil; die ärabt- 
fchen vor den Zeilen das Gefchlecht , und die hinter denfelben die Seite an. Ein * bedeutet, 
dafs das Gefchlecht eder die Gattung, und ** dafs beide nicht im Linneifchen Syftem flehen» 



120 



Ver{eichnifs nach dem Linniifchen Syflem. 



* Tetroden Hon-ckenii. IV. 133. Tab. CXLIII, 
*— Spengleri, IV. 135-. — CXLIV. 

— ocellatus, V. 3. — CXLV. 
*— oblongus. V. 6, — C'XLVI. 
* — roftrarus, V. 9, — — 

ia, Diodon Atinga. IV. 67. — CXXV. 

~ Hiftrix, IV. 69. — CXXVI. 

*— orbicularls. IV. 73, . — CXXVII. 

— Mola. IV. 7t. y — CXXVIII. 
13. Cyclopterus Lunipus. in. 103. — XC. 



CXXIII. 



— XCI, 



— CIX. 



— Liparis, IV. 48, 

14, Centriscus Scolopax. IV. jj. 

— feutams, IV. 57. 

15, Syngnatus Thyphle. III, 113. 

— Acus. III, 113. 

— Ophidion, III. iif. 

— Pelagicus. IV. f. 

— Hippocamptis. IV. 6, — — 

* — biaculeatus. IV. jo. — CXXI. 

16, Pegafus Draeoms. IV. ya. — CIX. 

— natans. W, $■$. — CXXI. 

III. AP OD ES, 

17, Muraena AnguHta. Hl, 4. — LXXIH, 

— Ophis. V. jf. — GLIV. 
-* Conger. V, 37. — CLV. 

*ig,GymnothoraxMuraena V,3i. — CLIII, 

*— catenatus. XII. 84, — CCCCXV. 
*— reticularis. XII, 8$-.— CCC€XVI, 
*— Afer, XII. 8y. — CCCCXVII. 

*i9*Synbranch.marrnoi\ XII. 87. — CGCCXVIIl. 
*— immacirlams. Xn.87. — CGGCXIX. 

*30.*5phagebranch. roftrat. XII. 88. — — 

ai, Gymnotus electricus. V. 43. — CLVI. 

— Carapo. V. S9- — CLVII, 
* — ' brachiurus. V. 61, — — 

43. TxidiiunisZejpturus. V, 6s.. — ChV.UU 

33. Anarchichas Lupus. III, 19, — LXXIV. 

34, AmmodytesTobianus.III. 34, — LXXV, 
3j. Ophidium 'barbatum, V. 70, CLIX, 

* — aculeateum, V, 73, — — 



26. Stromateus Pavu, V. 7f. Yah, CLX, 

*— cinereus. XII. 90. — CGCCXX. 
*— argenteus. XII. 93. — CCCCXXL 
*— niger. XII. 93. — CCCCXXII. 

37. Xiphias Gladius. III. a8. — LXXVI. 

IV. JUGULARES. 
ag. Callionymus Lyra. V. 79. Tab. CLXI. 

— Dracunculus.V.84. — CLXII. 
39. Uranoscopus Scaber. V. 90, — CLXIU. 

30. Trachinus Draco. II. 131, — LXI. 

31, Gadus Aeglefinus, II. 138, — .1X11. . 

— Callarias. II. 14»,. — LXIII, 

— Morbua. II. 145-. — LXIV, 

— M.erlangus. II. 161. — LXV. 

— Carbo.narius, II. 164. ~ LXVI. 

— minutus. II. 167. — LXVH. 

— Tau. II. 170. — — ' 

— Pollachius. II. 171. 

— Molva, II. 174. 
«— Lota. n. 177, 

— Merluccius. V. 94, 

— trj.cirrhatus. V. 100. — CLXV. 

— barbatus. V. 105-. p CLXVI. 
33. Blwflius Pholis. II, 184. — LXXI. 

— Gunellus. II. 186. — — 
— p viviparus. II. 188. 

* — fasciatus. V. 110. 

— «Miliaris. V. 113. 

— Gattorugine. V. iij. r-r — 

— fupercilioius.V. 11$. — .CLXVÖI, 

33. Kürtus Iadicus. V. iaa. — CLXIX. 

V. THORACIC! 

34. Cepola Taenia. V. 137. Tab. CLXX. 

* 3f »GymnetrusHawkeTiü. XII, 9J. — CCGCXXIII, 

36, Echeneis Neucrates, V. 131. — CLXXf. 

— Remora. V. 134. — CLXXII. 

37, Coryphaenapentadactyla. V. 14c. CLXXIII, 

— Hippuris. V. 143. Tab. CLXXIV. 
*— Plumieri. V. 146. — CLXXV. 
*p- coerulea, V. 148, — CLXXVL 



— LXVIII, 

— LXIX. 

— LXX. 

— CLXIV. 



— LXXII. 

— CLXII. 

— CLXVII. 



Ver{ächnifs nach dem Linneifchen Syßem. 



lau 



* ? g.*5rfacvunjs rugeftris, y. jj-a. Tab. CLXXVII. 
59. Gobius niger. IL y. — XXXVIII. 

* — lanceolafcus, II, 8., — t~ 

— Jozo. HI. !<$?. — CVII. 

•— PJumierj. V. iy4, — CLXXVIII. 
40. Cottus Gebio. II, li. gg XXXIX. 

— cataphractus, ]I, iy. -» — 

— Scorpius, II. 18. — XL, 

— quadricornis.III, 170 — GVIII. 
*— monopterygius.V. iy6, — CLXXVIII. 

— gruniens, V. 157. — CLXXIX, 

— fester. V. w, — CLXXX. 
*4i.«Platycephalu?Spathula XII. 97. CCCCXXIV. 

42. Scorpoena Porcus, VI. y. — CLXXXI. 

rr- ferofa. VI. 10. - CLXXXIIL 

'— Aorrida. VI. jy. — CLXXXm. 

fe voHtans. VI. 18. — CLXXXIV. 

♦«. <mtenna.ta, VI, aj. — CLXXXV. 

43. Zeus Faber. II. «4. -^ XLJ, 
*— ciliar«. VI. $6. — CXCI. 

«■ Ga'lli«. V?, 3«. r^CXCIL 
**?■ infidiator. -VI. *J. —- — 

— vomer. VI. 45-. — CXCIII. 

44. PleuronectesPIatetfla, II. 31. — XLII, 

«. Fle/lus. II. 39. — &PV. 
*. Solea. II. .4»- — XLV - 

^ Limanda. II. 4f- — XLVI. 

— Hippogloffus. II. 47. — XL VII. 
*,- Limandoides.VI, 34. — CLXXXVI 
~ Zebra. VI. 27. — CLXXX-VII. 

— bilineatus. VI. 49. — CLXXXV1II. 
. — punetatus. VI. 31. ar- CLXXXIX. 

— macrolepidoms.VI.34,—- GXC. 

— vhombus, Ö. 36. r- XLIII. 

— Argus. II. yi. — XLVIIT. 

— maximus. II. yj, — XLIX. 
«— paffer. II. tf. ■— L. 

4f, Chaetodon aruanus, VI. 6t» — GXCVHI. 

— macrolepidotus.VI. 69. — GC. 

— cornutus. VI. 7a. — — 
•— «rcuatus. VI, 76. — CCL 



*Chaett 


don unimaculau1s.VI.7y.Tab. CGI. 


* — 


aureus, VI, 49. 


sb CXCIII. 


*__ 


Imperator, VI, yi. 


— CXCIV. 


* — 


fas.ciatus. VI, yj. 


- GXCV. 


♦ .^ 


guttatus. VI, yy. 


?rr GXCVL 


•— 


Paru. VI. ff. 


— CXCVII. 


*r- 


Pavo, VI. 60. 


— CXCVIII. 


* — 


Teira. VI. 6y. 


— CXCIX. 


* 


Vefpertilio, VI. 67. 


- - 


r- 


roftratus. VI. 78. 


— CCII, 


♦ _ 


orbis. VI. 81. 


— — 


. r- 


nigricans. VI. 8*. 


— CCIIl. 


T~ 


Argus. VI. 86. 


— CCIV. 


— 


vagabundus, VI. 88. 


_ — ■ 


— 


ftriatus. VI. 90. 


— ccy. 


— 


capiftratus. VI. 93. 


-- — 


\j7 


bicolor. VI, 94. 


-r ccyi. 


TT 


faxatilis. VI. 96. 


— — 


»■— 


marginatus, VI. ,98. 


— GCVII. 


*— 


.chirurgus. VI, 99, 


— GGVJIL 


._ 


rhomboides, VI. 100 


— eeix. 


*T- 


gUucus. VI. 102. 


— CCX. 


■ * — 


Tlumieri. VI. 104, 


— CCXI, 


*_ 


ocellatus. VI. ioy. 


— — . 


» — 


Curacao. VI, 106, 


— CCXIJ, 


*-r- 


Fa,ber. VI. 107. 


~ — 


* — 


Mauritii. VI. 109. 


— CCXIII. 


* — 


Bengalenfis. VI. 110 


— — 


.'— 


ciliaris. VI. xii. 


— CCXIV. 


»_ 


octofasciatus. VI- 113. 


— ccy. 


*— 


annularis. VI. 114. 


— — 


* — 


collare, VI. 116, 


— CCXVI, 


*r- 


Mefoleucus. VI. 117. 


— — 


*_ 


Suratenfis. VII. 3. 


— cexvii. 


* — 


Chinenfis, VII, 5. 


— CCXVMI. 


* — 


Kleinit. VIJ. 7. 


— — 


* — 


biraaculatus. VII, -9. 


— cexix. 


*— . 


biaculeatus. VI}., 11. 


— — 


* — 


fetifer. XII, iot. 


— ccccxxv. 


*__ 


Falcula. XII. 102. 


— — 


* — 


trieolor, XII. 103. 


- CCCGXXVI. 



Q 3 



122 



Ver\tkhnifs nach dem Zinneifchen Syßem. 



* Chaetodojvmratus. XII. 104, Tab, ecCCXXVII. 

46. * Äcanthus Velifer, XII. 106. 

47. *£ques americanus. X, 91. 
48.*5carus cretenfis. VII, 23. 

* — croicenfis, VII, 27. 
* — viridis. VII, 29, 
ianusBodianus. VII, 33. 



"49. 



— ccgxlvii, 

— ccxx. 

— CCXXI, 

— CCXXII. 
■ CCXXIII. 



guttatus. VII. 36. 
pentacanthus. VII, 40, 
Boenak, VII, 43, 
Aya. VII. 45V 
maculatus. VII. 47. 
Äpua. VII. 50.1 



— CCXXIV. 

— CCXXV. 

— CCXXVI. 

— CCXXVII. 

— cexxvm. 

— CCXXIX. 



*— macrolepidotus.VII.57. — CCXXX. 

» — ilellifer. Vir. 55-. — CGXXXI. 

*— argenteus. VII. 57. — — 
•fo.*HolocentrusSogo. VII. 61. — CCXXXII. 

*— virescens. VII. 67. — CCXXXIII. 

*— Ongus, VII. 69. — CGXXXIV. 

*— ftriatus. VII. 71. — CGXXXV. 

* — argentinus. VII. 73. — — 

*— auratus. VII. 7S . — CCXXXVI, 

*— tigrinus. VII. 77. — CCXXXVII. 

* — fervus. VII. 80. — CCXXXVIII. 
* — quadrilineatus.VII. %%. — ' — 

*— quinquelineatus.VII.84.— CCXXXIX. 

* — fasciatus. VII. %6. — CCXL. 

* — punctatus. VII. -88. — CGXLI. 
•*— lanceolatus. VII. 93. — CCXLI1. 
*— coeruleo-punetatus.VII. 94. — 

* — maculatus. VII. 96. — — 

*— Surinamenfis. VII. 98. — CeXLHI, 

*— Calearifer. VII. 100. — CCXLIV. 

• — Bengalenfis. VII. 10s. — — 
»ji.'LutjanusLutjanus.VH. 107.— CGXLV. 

*— Hafta. VII. 109. — CCXL VI. 

*— luteus. VII. in. — CCXLVII. 

*— chryfops, VII. 113, — CCXLVill. 

»— erythropterus.VII. 115-, — CCXLIX. 

~ rupeftris, VII. 117. — CCL, 

*— Ephippium, VH, 121, — ; — 



•Lutjanus bidens. VII. 123. Tab, CCLI, 

* — notatus. VII. 125-, — — 

*— Linbii. VII.' 127. — CCLII. 

*— Surinamenfis. VIII, 2. — CCLIII. 

*— virescens. VUI. 5-, — CSLIV; 

*— roftratus, VIII. 7. — — 

*— Verres. VIII. 9. — CGLV. 

»— Norwegicus. VIII, 11. — CCLVI, 
5-2. Sparus falcatus. VIII.. 20. — ceLVIII. 

*— fasciatus. VIII. ig, — CCLVII. 

— Abildgardii, VII!. 22. — CCLIX. 

— chlorurus. VIII. »4. — CCLX. 

— erythrurus. VIII. 26, — GCLXI. 

— chryfurus. VIII, 28. — CCLXIL. 
*— Cuning. VUI. 31. — CCLXIH. 
*— vittatus. VIII, 33. — — 

— Sargus. VIII. 36. — CCLXTV. 

— Salpa. VIII. 44. — CCLXV. 

— aurata. VIU. ye. — CCLXVI. . 

— Pagrus. VIII. 6». — CCLXVII, 

— dentex. VIII. 69. — CGLXVIII. 
*— Brama. VIII. 77. — CCLXIX. 

— Maena. VIII. 80. — CCLXX. 

— annularis. VIII. 87. — CCLXXI. 
*— macrophthalmus.VIII.93. CCLXXII. 
*— Raii. VIII. 95-, Tab. CCLXXIII. 

— Erythrinus. VIII. 99. — CCLXXIV. 
*— trivittatus. VIII. 106, — CCLXXV. 
*— Ancorago. VIII. 108. — CCLXXVI. 
*— Japonicus. VIII. 110. — CCLXXVII. 
*— Surinamenfis. VIII. 112. — — 

»— Cynodon. VIII. 114. — GCLXXVIII. 

*— tetraeanthus.VIII 116.— CCLXXIX. 
53. Labrus lunaris. VIII. 127. — CCLXXXI. 

•— -brafilienfis. VIII. 125. — CCLXXX. 
»—viridis. VIII. 129. — CCLXXXII. 

»— bifasciatus.VIII. 131. — CCLXXXIII. 

*— bivittatus. VIII. 133. — CCLXXXIV. 

*— macrolepidotus. VIII, 135-. — 

• — melanapterus. VIII. 137. -CCLXXXV. 

* - cyanocephalus.Vni. 139. - CGLXXXVI. 



Vcr\eichmfs nach dem Linneifchen Syßeml 



ii 3 



Labrus'Jalis. VIII. 141. Tab. GCLXXXVII. 

* — guttatus. VIII. 149, — — 

•— «hloloptems.VIII.ifi.— CCLXXXVIII, 

*— carneus. IX. 3. — CCLXXXIX. 

*— .fasciatus. IX. 6, — CCXC. 

*— teffelatus. IX. 8. — CCXGI. 

*— quinquemaculatus.IX, io, — 

*— microlepidotus. IX. 13. — CCXCII. 

*— vetula. IX. 14. — CCXCIII. 

*— maculatus. IX. 17. — CCXCIV. 

— punetatus, IX. 20. — CCXCV. 
*— trichopterus. IX. 33, — — 
•— melagafter. IX. 37. — CCXCVI. 
* — malapterus. IX. 39. — — 

5-4. Sciaena nigra. IX. $$, — CCXCVII. 

*— ■ macrolepidota. IX. 40, — CCXCVM, 

*— cylindrica. IX. 42. — CCXCIX. 

*— maculata. IX. 44. — — 

— cirrhofa, IX, 46, — CGC. 

— Labrax. IX. ja. — CCCI. 
*— diacantha. IX. y8. — CCCII. 
* — undecimalis. IX, 60. — CG CHI. 
*— lineata. IX. 6a. — CCG1V. 
*— punctata. IX. 64, — CCCV. 
*— Mauritii. "IX. 68, — CCCVII.. 
*— Plumieri. IX. 66. — CCCVI. 
*— Coro. IX. 70, ! — GCCVII. 

J5\ Perca Lucio -Perca, II. 6s. — LI. 

— ; fluviatilis. II. 66. — LH. 

— eernua, II. 74. — LITT, 

— Zingel. III. 173, — CVI. 

— afpera. HI. 17$. — CCCVII. 
•— unimaculata. IX. 7y. — CCGVIII. 
*— Juba. IX, 77. — — 

— faxatilis. IX. 79. — CCCIX, 
*— bimaoilata, IX. 82. — GCCX, 
* — brafilienfis. IX, 84, — — 
*— argentata. IX. 86. — GCGXI. 
* — Japonica. IX 88 — — 

— guttata. IX. 89- — CCCXH. 
*— maculata* IX, 9 ». — CCCXIII. 



— CCGXV1. 

— CGCXVII, 

— CCCXVIII. 



— CCCXXIV. 

— CCGXXV. 

— CCCXXVI. 



Perca punctata. IX, 94. Tab.CCCXIV. 
j6, Anthias faeer. IX. 99. — CCGXV, 

— polymnus, IX. 103. 
•— bi fasciatus. IX. 108, 
* — Argus. IX. in. 
* — Johnü. IX. 113. 
*— macrophthälmus.IX.iij. CCCX1X. 

— diagramma. IX, 117, — CGCXX. 
*— Vosmeri. IX. 130. — CCCXXI. 
»— teftudiiaeus. IX. isi. — CCCXXII. 

— formofus. IX. 133. — CCCXXIII, 
* — ftriatus, IX, iay. 
•— bilineatus, X. 3, 
* — Japonicus. X. f. 
* — lineatus, X, 7, 
* — macuJatus. X, 9, — — 

* — orientalis. X, 10, — — 
'j7.*EpinephelusAfer. X. 13. — GCCXXVII. 

*— marginalis, X. 14, — CGGXXVHI, 

*— ' bruneus, X. ij. — — - 

*— Merra. X. 17. — GCCXXIX. 

*— ftriatus. X. 30. — CGGXXX. 

*— ruber. X. 32. — CCCXXXI, 

*jS.*Johnius Cai'utta. X. 133, — CCCLVI. 

*— Aneus. X. 13J. — CCGLVII. 

J9. GymnocephalusSchraetfer,X.26. CCGXXXIL 

* — argenteus. X. 30. — 

60. Gafterofteus aculeatus. II, 79. Tab, LIII, 

— pungitius, II, 83. — — 

— Spinachia, II. 84. — — 

61, Scomber Scomber, n. 88. — LTV. 

— Thynnus. II. 9 j, — LV. 
*— regalis, X, 3 g, 
* — Sarda. X. 44. 
*— faliens, X, 49. 
* — aculeatus. X fi, 
*— Calcar. X. yj. 
*— niger. X. 57, 

— Ductor. X, 60. 

— trachurus. II 104, 
*— chloris. X, 67. 



— CCGXXXIII, 

— CCGXXXIV, 

— CGCXXXV, 

— CGGXXXVL 



— CCCXXXVII. 

— eccxxxvni, 

— LVI. 

— CCCXXXIX, 



I2 4 



Ver{eichniß nach dem Linneifchen Syßem. 



♦Scomber Carangüs, X 69. Tah. GCCXL. 
*— fasciatus. X. 73. — CCCXLI. 
'*— : ruber. X. 7;. — CGCXLII. 

•— . crumenophtha'.mus.X. 77. CCCXLIII. 
*■— Plumleri. X. 79. «= CCCXLIV. 
k — ©ladius. X, 81. ~ CGCXLV. 
*— Kleinii, X, 86. — CCCXLVII. 

« — Rottleri. X. 88. — CCeXLVI. 
* — edentulus. XII. IÖ9. — CGCCXXVIII. 
*— minutus. XII. iiö. — CCCCXXLX. 

62. Mullus Surmuletüs. II. tir. — LVIII. 

— maeuiams." X. 95". — CCCXLVIII. 

— barbatus. X. 98. — — 

63. Trigla Gurnardus. II, 121. — LVIII. 

— Cuculus. II. 124. — LIX. 
— , Hirundo. H. 126. ** IX. 

— cataphraeta. X. ioy. — CCCXLIX. 

— Lyra. X. 111. — CCCL. 

— -volitans. X. iij. — CCCLt. 
•— Carolina. X. 120. — GCCLÜ. 
»— punctata. X. 124. — CCCLÜI. 

— lineata. X. 126. — CCCLIV. 
*— Pini. X. 151. — CCCLV. 

*64,*Ophicephaluspunetatus.X.lj9. eCCLVIII. 

*— ftriatus. X. 141. — CCCLlX. 
* 6j.* Lonchurus bavbätus. X. 144, CCCLX. 

VI ABDOMINALES, 

66. Cöbitis foffilis. I. 216. Tab. XXXI. 

— Taenia. I, 221. — — 

— barbatula, I. 224. — — 
*67. Anableps "tetrophthalmus. XI. 7. CCCLXI. 
Äg. Silurus Glanis. I. 242. Tab. XXXIV. 

*ä Ciarhs. I. 247. — XXXV. 

— Ascita. I. 249. — — 

— militaris. XI. 19. — CCCLXII. 

— iner'mis. XI. 22. — CCCLXIII, 
»— bimaculatus. XI. 24, ad, CCCLXIV. 

— Bagre. XI. 26. — CCCLXV. 

— fasciatus. XI. 30. — CC'CLXVI. 
*— Herzbergii. XI, 33. — CGCLXVII. 



*Silurus nodofus. XI. 2f. Tab. CCCLXVin, 
* — quadrimaculatus.XI, 27. — — 

— galeatus. XI. 39. — CCGLXlX. 
*— erythropterus. XI. 42, — — 

— Batrachus. XI. 44. — CCCLXX. 
*— fofliüs. XI. 46. — — 
*— Atheriridides. XI. 48, ** CCCLXXI. 
*— -vittatus. XI. 50, — — 

69, EöricäriäPIecoftonvus.Xl, 69. — CCCLXX1V. 
sa maculäta. XI. 73. — CCCLXXV. 

— cataphraeta. XL 76. — — 
7o.Cataphractusc0fraeus.XI. gi. — CGCLXXVI. 

— CallichthyS.Xl. gö. *- CCCLXXVII. 
* — punetätüs. XI. 90, — — 

71. Säliriö Salar. I, 12g. III. 141?. — XXetXCVIII. 

— Trutta. 1. 143. — XXI. 

— Fario. I. 148. i S7 . —XXII et XXIII. 

— Thymallus. I. 1J8, — XXIV. 

— Lavaretus. i. 163. — XxY. 
•— thymallus latus. I. 170. — XXVI. 
*— Mafaena. I. 172. — XXVII. 
»— Maraenula. I. 17g. — XXVLTI, 

— Eperlanus. I, 179. — _ 

— Salvelinus. III, 149, 

— Hücho. III. 1J2. 

— Umbla, III 15-4, 
»— Goedenii. III. ify, — CII. 
*— Sehiefermülleri,in..if7, — CHI. 

— Alpinus. III. ij8. — CIV. 
*— \Vartmanni. III. 161. 
•— Friderici. XI. 94, 
• — Fasciatus, XI. 96. 
* — edentulus, XI. 97. 

— Groenlandicus. XI. 99. — CCCLXXXI. 
*— melanurus. XI. 104. — ' — 
*— unimaculatüs. XI. ioj. — — 

— argentinus. XI. 107. — CCCLXXXII, 

— bimaculatus Xl. nö. — — 

— rhombeus. XI. 112. — CCCLXXXIII. 
*— faurus. XI. iij-. — CCCLXXXIV. 

-r- föetens. XI. n 8, — — 

Salmo 



— XCIX. 

— C. 

— CI. 



— cv. 

— CCCLXX VIII. 

— CCCLXXIX. 

— CGCLXXX. 



Verieichnifs nach dem Linnelfchen Syfiem. 



♦Salmo falcatus, XI, 120. Tab.CCCI.XXXV. 
*— Odoe. XE. 123. — CCCLXXXVI, 
*- Tumbu XII. 112. — CCCCXXX. 
*74.*NotocantluisNafus. XII. 11). CCCCXXXI. 

75. Fiftularia tabacaria. XI 126, — CCCLXXXVII. 

— var. XI. 130. 

— ehinenfis. XI. 131. — CCCLXXXVIII. 
74. Efox Lucius. I. 329. — XXXII. 

— Belone I. 336. — XXXIII. 

— - Sphyraena. XI. 136. — CCCLXXXIX. 

— offeus. XI, 140, — GCCXG. 

— brafilienfis. XI. 145-. — CCCXCI. 

— malabaricus. XI. 149. — CCCXGII. 
7f. Elops Saurus. XI. iyj. — CCCXCIII. 

76. Atherina Hepfetus. XI, is$, — 

77. Gafteropelecus Stc rnicla. III. 166. XCVII. 
•78,'PlatyftacuscotyIephorus.Xl.5-4. CCGLXXII. 

— laevis. XI. j8. — 
*— angularis. XI. 61. CCCLXXIII. 
* — verrueofus. XI. 63. — 

79. Mugil Cephalus. XI. 165". — CCCXCIV. 

*— Tang. XI, 171. — CCCXCV. 

*— — var, 172. 

*— Plumieri. XI. 173. — CCCXCVI. 
go, Exocoetus exiliens. XII. 10. — CCCXCVII, 

— evolans XU. 14. — CCCXCVIIl. 
. •— Mefogafter. XII 17. — GCGXCIX, 

tU Polyneinus plebejus. XII, 23. — GCCC. 
*— decadaetylus. XII, 26. — CCCCI, 

— paradifeus XII. 38. — CCCCII. 
82, Clupea Haiengus I, 108. — XXIX. 

— Sprattus. I, 206. — — 

— Alofa, I. 209. — XXX. 

— Encraficolus, I. 212. — — 

»— cyprinoides. XU. 32. — > CCCCni, 

— Triffst. XII. 35-, — CCCCIV. 

— finenfis. XII. 38. — CCCCV. 
*— Pilchardus. XII. 40. — CCCCVI. 
*— africana, XII. 4*. -f. CCCCVII. 



115 

*CIupeaatherinoides. XII. 46. Tab. CCCCVIII. 
*— malabaricus. XII, 11 j-, — CCCCXXXH, 
*— Nafus, XII. 116. — CCCCXXIX. 
83. CyprinusErythrophthalmus. I. 28. Tab. I. 



Rutilis. I, 32, 


— II. 


Nafus. I. 3,-, 


— III. 


Vimba. I. 38, 


— IV. 


Dobula, I, 43, 


— V. 


Jefes. I. 45.. 


— VI. 


Afpius, I. 4g. 


— VII. 


bipuncratus. 1, yo, 


— VIII, 


amarus. I. j3. 


— — 


Alburnus. I, ^4. 


— . — 


Gobio, I, $7, 


_ 


Phoxinus. I. 60, 


— _ . 


Ballerus. I. £3, 


— IX. 


Blicca. I, 6j. 


— x. 


Caraflius. I, 69. 


— XI. 


Gibelio, I. 71, 


— XII. 


Brama, I, 7$-, 


- XIU, 


Tinea. I. 83. 


— XIV. 


Tinea aurams. I, 90. 


— XV. 


Idus. I. 3J3. 


- XXXVI. 


eultratus. I,- sjf. 


— XXXVII. 


Carpio. I. 92, 


— XVI. 


Rex Cyprinorum. III, 1 


31.— XVII. 


nudus, III, 17g, 


_ 


Buggenhagii, III. 137 


. — xcv. 


Orfus, III, 13g, 


— XCVI. 


Leuciscus. III. 141 


— XCVII. 


auracus. in. 133, 


— xcni. 


Aphya. III. 143, 


— XCVII, 


Barbus. I. 109. 


— XVIII. 


clupeoides. Xu, 49. 


— CCCCVIII. 


fimbriatus. XII. fo. 


— CCCCIX. 


macrophthalmus. XII. 


S 1. CCCCX. 


cirrhofus, XII. 72. 


— CCCCXI» 


falcatus, XII. $3, 


- cccexii. 



AlIg.Naturg.d,Fifche, Th.XII, 



R 



nS 



Alphabetifch.es Regißer der Gefchlechtsnahmen. 



Nota, Die Ziffer vor dem Nahmen deutet auf die Ordnung des Syftems ; die Ziffer hinter dem 
Nahmen zeigt die Anzahl der Arten an. 



46. Aeanthurus, 


I. 


8. Acipenfer. 


3- 


24. Aimnodytes, 


1, 


67 Anableps. 


I. 


33. Anarchi.;has, 


1. 


$6 Anthias, 


16. 


76, Atherina. 


1. 


9 Baliftes, 


9- 


32. Blennius, 


7- 


49, Bodianus, 


10, 


28. Callionymus. • 


2, 


70, Cataphractus. 


3. 


14. Centriscus, 


3, 


34. Ccpola. 


1. 


45-. Chaetodon. 


4«. 


6. Chimaera. 


1. 


8s. Clupea. 


13. 


66. Cobitis, 


?• 


37. Coryphaena. 


4- 


40. Cottus. 


7- 


13. Cyclopterus, 


2. 


83. Cyprinus. 


3f« 


I. Delphinus. 


1. 


12. Diodon. 


4- 


36 Echeneis, 


2. 


7S Elops. 


1. 


$7. Epinephelus. 


6. 


47. Eque». 


I. 



74 Efox. 


6. 


80. Exocoetus, 


3. 


73. Fiftularia, 


3. 


31. Gadus, 


1?. 


3. Gaftrobranchus, 


1. 


77, Gafteropelecus, 


1. 


60. Gafterofteus. 


3- 


39, Gobius, 


4. 


3J. Gymnetrus, 


1. 


$•9. Gynmocephalus, 


2, 


ig. Gymnothorax. 


4. 


2i, Gymnotus. 


3- 


jo. Holocentrus, 


18. 


j8. Johnius. 


3. 


33. Kürtus. 


1. 


f3. Labrus. 


22. 


6f, Lonchurus. 


I* 


7. Lophius, 


3- 


69, Loricaria, 


3- 


ji. Lutjanus, 


iy. 


38, Macrurus, 


1. 


79. Mugil. 


3. 


62. Mullus. 


3« 


17. Muraena. 


3- 


72. Notocanthus. 


1, 


64. Ophicephalus. 


3, 


25". Ophidium. 


a. 


10, Oftracion, 


9- 



16. Pegafus. 
SS- Perca. 
2. Petromyzon, 
41- Plarycephalus, 
78. Platyftacus. 
44. Pleuronectes, 
81. Polynemus, 

4 Raja. 
71. Salmo, 
48. Scarus, 
54. Sciaena. 
61. Scomber. 
41. Scorpoena, 
6g. Silurus. 
St, Sparus. 

20 Sphagebranchus, 

5 Squalus. 

26. Stromateus, 
19. Synbrartchus, 
IS Syngnatus, 
II. Tetrodon. 
30. Trachinus, 
22. Trichiurus, 
63. Trigla. 

29 Uranoscopos, 

27. Xiphias. 
43. Zeus, 



f* 
1. 

4. 
14. 

3- 

7- 
30. 

3. 
13. 
21, 

S- 
17- 

25". 

1. 
II. 
4. 
2. 
6. 
9. 
1, 



18?. IJ3. 

Zufammen 5-32. ohne die Abänderungen, 



i»7 



Nahmenregiflerüber diefechs letzten Theile der ausländifchen Fi/che, *> 



Griechifches Regifter. 



Ay?M. V. 6». 

AerxasS'osg«?. V. 36, 
E£u9-g<xos. V. 99, 
Egu9-g<>><>s:. V. 99. 
IduAk. V, 14a. 
Mxms. V, 80. 



M*|«J. V. 84. 
SxXa», V. 44. 
Sagyof. V. 36. 
Sisrar«t»{is. V. fg. 
■2k(«<k«. VI. 47, 
Z««*y«. VI. 47. 



X;r*ga5. V. 87. 
Zu>«ygt$. V. 70. 
Suv»syg^£«, V, 74, 
Zt/vo^oi'. V. 70, 
X^airoipgi?. V. f;.- 



Lateinifch 



R 



fl 



*") 



Abu Samf CSciaena). VU. 34. 
ACANTHURUS. XII. ioj. 
Acanthurus velifer. XII, 106. 
Acara (Sciaena). VI. 74. 
Acipenfer indicus. VHI-. 69. 
Acus chinenßs maf, VIII. IJZ. 

— indica. VIII. *45". 

— tnaxima. etc, VIII, 140. 

— mandibula, VIU. 14?. 
'Albula, pinna ani etc, VII, HO. 
^1/o/a minor, IX. 40. 

— argenteo etc, IX. 3 J. 
AN ABL EPS. VIII, y. 
Anableps tetrophthalmus, VIII, 7. 
Änableps. VIII. 7. 
Anchorago (Sparus). V. 108. 
Aneus (Iohnius). VII. 13?, 



Anguella, VIII, 179, 
ANTHIAS. VI. 97. 
Anthias bifasciatus. VI. 108. 

bilineatus. VII. 3. 

formofus. VI. 12a, 



japonicus. VII. j, 
Johnii. VI. 113, 
lineatus. VII. 7, 

- marulatus. VII, 9, 

- orientalis. VII, 10, 

- facer. VI. 99. 
ftriatus. VI. iaj, 

- teftudineus. VI, 121. 
Vosmeri. VI, iao. 

Anthias, VI. 99. 100. 

— major, V, 117. 
Anthias (Labrüs), V. 121. 



Apua (Bodianus), IV. JO. 
Argentina Machat a, VIII, If». 
Argus (Anthias). VI, tu. 
Argyröps. V. 16. 
Aßllus indicus, IV. 36. 
Afpredo. VIII. J2. f8. 

— cirrhis fex etc. VIII. J4. 63, 

— batrachus. VUI, 5-4, 
Ataja (Sciaena). VI, 34. 
AT HERINA. VIII. 157. 
Atherina auftralis, VIII. 15-7. 

— japonica. VIII, 157, 
Atherina. VIII, ijj, 
Atherinoides (Silurus). VIII. 48, 
Aurata (Sparus). V. 16. y2, J3» 

— Bahamenßs, V. 17. 
Auritus (Labrus). V. 132. 



*) Das Nahmenregifter über die fechs erften Theile findet (ich am Ende des dritten und fechs« 
; ten Theiles. Die römifche Ziffer in diefem Regifter bezeichnet den Theil in der Folge 
der Theile der Ausländifchen Fifche, 

**) Die gröfser gedruckten Nahmen find Gefchlechtsnahmen ; die curfiv gedruckten find 
glaichbedeutende Nahmen des unter einem andern Nahmen fchon angeführten Fifches, - Zur 
Auffuchung der Gefchlechter imSyftem hilft das alphabetifche Regifter der Gefchlechtsnahmen,, 



R % 



-i»8 



Nahmenregifier der auständifchen Fi/che. 



Aya (Bodianus). IV, 45-, 
Bagre (Silurus). VIII. 26. 
Bagre quarta Spec, VIII, 82. 
r Bajad (Silurus), VIII, 16, 
' Baiana. VIII, 166. 
Balifies laevis. IX. 82, 
Barracuda; VIII. 13J, 
Batrachus (Silurus). VIII. 44, j2. 
Batrachus fuscus. VIII, 54. J8. 
Bellana maculata. VIII, 131. 
Berda (Sparus), V, 17, 
Bidens (Lutjanus). IV. 123. 
Boca. V. 16. 
BODIANUS. IV, 31. 
Bodianus (Bodianus). IV. 83. 

— argenteus, IV, f 7. 

— guttatus, IV. 36, 

— maerolepidotus, IV. J3. 

— maculatus, IV. 48, 

— pentacanrhus. IV. 40. 

— ftellifer. IV. jf. 
Boenak (Bodianus). IV, 43. 
Bogaraveo (Spams). V, if, 
Bohar (Sciaena). VI, 34, 
Brama (Sparus), V. 77. 
Brama marina. V, 16. 9J. 
Galcar (Scomber), VII. ff. 
Calcifer (Holocentr. ) IV. ieo, 
Callichthys (Clataphr.) VIII, 86. 
Callionymus baikalenfis. IX, 94. 

— japonicus. IX. 94. 

— indicus. IX, 96, 97, 
CaUyodon. IV. 17. 20. 22. 

— capile Jubobtufo, IV, 23. 
Cantharus, V. 16, 
Gapenna. VI. 98. 

Cappa (Sciaena). VI, 34. 
Carangus (Scomber), VII, 69, 
Carolina (Trigla). VII, 122. 
Carutta (Johnius), VII, 133, 
Casmjra (Sciaena), VI. 34. 



Cataphracta (Loricaria).VIH,76. 
CATAPHRACTUS, VIII, 78. 
Cataphractus coftatus. VIII. 82. 

— punctatus. VIII. 90, 
Cataphractus. VII, 105-, 106. 

— barbatus. VIII, 86. 

— caffide etc. VII. 126. 

— ojfeis etc, VII. ny, 

— roßro etc. VII, 111, 
Centriscus pinnis etc, VIII. 24, 
Cephalus (Mugil). VIII. 163.16s. 
Cephalus amcricanus, VIII, 173. 

— barbatus. IX. 28. 
Ceßreus, VI, 30. 46. VIII. 162. 16s. 
Chanos (Mugil). VIII. 164. 
Chanus (Labrus), V, 123. 
Chaetodon auratus. IX, 104. 

— biaculeatus. IV, 11. 

— bimaculatus. IV. 9. 

— chinenfis. IV, j. 

— Kleinii. IV. 7. 

— fetifer, IX. 101. 

— Suratenfis, IV. 3. 

— tricolor. IX. 103, 
Chaetodon, VI. 98. 

— f'ifco ■ rubescens, IV. 11. 

— albescens, IV. 121, 

— lineis utrinque etc. VI. 103. 

— maerolepidotus. VI. 106. 
Charax (Salmo). VIII, 93. ioy. 

— capite etc. VIII, HO, 
Chelon. VIII. 163. 
Chloiis (Scomber). VII. 67. 
Clilorurus (Sparus), V, 24, 
Chromis. V. 16, 

Chromis Bellonic, VI. 47, 
Chryfops (Lutjanus). IV. 113. 
Chryfurus (Sparus). V. 3: 
Cicla, V.. 13. ii8. 
CLUPEA, IX. 30. 
Clupea Malabaricus. IX. uy. 



Clupea Nafus. IX. 116, 

— Sinenfis, IX. 38. 

— tropica, IX, 30. 
Clupea apice etc. IX. 40. 

— minor, IX, 3f. 

— villofa. VIII, 99. 
Clupeoides (Cyprinus), IX, 49. 
Cobitis Anableps, VIII. j , 7, 

— heteroclita, VIII. f, 
Conger Brq/iiien/is. IX. 84. 
Coräcinus, IV. 17. V. 17. VI, 46, 

— aureo Jpiendens etc. V. 69. 

— faseiit etc. VI. 10S. 

— fuscus, IV. 36. 

— mi'«/-, VI, 36. 

— Salviani. VI, 47, 
Cordyla (Scomber). VII, 35-. 
Cornuta, VII. iof. 

Coro (Sciaena), VI. 70. 
Corregonus amboinen/is.Vlll. no, 
Crenilabis (Mugil), VIII. 164. 
Crumenopthalm. (S comb,) VII, 77, 
Cuculus. VII. in. 

— lineatus. VII, 126. 
Gumarca (Stromateus). IX, 89- 
Cuning (Sparus). V, 31, 
Cynaedus, IV, 17, V. 13. 17, 

— corpore ovato etc. V. 36, 

— cauda bifuscata- V, 44. 

— — lunulata. V. 69. 
Cynaedus (Labrus). V. 121, 
Cynodon (Sparus). V. 114, 
Cyprinus cirrhofus. IX. jo, 

— falcatus, IX. 53. 

— fimbriatus, IX, jo. 

— macrophthalmus. IX, ji, 
Cyprinus argenteus etc. IX. 32, 
Cyprimoidcs (Clupea). IX. 32, 
Dentex (Sparus). V. 16.69.70, 
Diacantha (Sciaena). VI. fg. 
Diagrainma (Anthias), VI, 117. 



Nahmenregißer der ausländlfchen Fifihe. 



129 



Docmak (Silurus). VIII. 16. 
Ductor (Scomber). VII, 60. 
ELOPS. VIII. iji. 
Encraflicolus (Clupea). IX. 31 
Ephippium (Lutjanus). IV. 121. 
EPINEPHELUS. VII. 11, 
Epinephelus Afer. VII. ia- 

— bruneus. VII. ij, 

— marginalis. VII. 14. 

— ruber, VII. 22. 

— ftriatus. VII. 30. 
EQUES. VH, 90. 

Eques americanus. VII. 91. 
Equuk (Scomber). VII. 37. 
Erythrinus (Spams). V. 16.19. 
Erythroptenis (Lutj.) IV. nf. 
Erythrurus (Spams), V. 26. 
ESOX. VIII. 134. 
Efox brafilienfis, VIII, 14?. 

— malabaricus. VIII. 149. 

— marginatus, VIII. 135", 

— pfleus. VIII. 140. 
Efox maxilla etc. VIII. 140. 145'. 
EXOGOETUS. IX. 3. 
Exocoethus evolans, IX. 14. 

— exiliens. IX. 6, 10. 
Exocoetus volitans. IX. 10, 14, 

— pinnis etc, IX. 10. 14. 
Falcula (Chaetodon), IX. 103. 
Ferdau (Scomber). VII. 37. 
FISTULARIA. VIII. 124. 
Fiftularia chinenfis, VIII. 131. 

— tabacaria. VIII. 126. 
Fißular. corportJijuam.WW, 131. 
Fragolinus, V. 16. 99. 
Gaßeroßeus ductor, VII. 36. 60, 
GASTROBRANCHUS. IX. 66. 
Gaftrobranchus coecus, IX. 67, 
Gaterina (Sciaena). VI, 34. 
Ghaman (Sciaena). VI. 34. 
Gladius (Scomber). VU. 81, 



Glaucus. VI. 46. 



9 



— aculeatus. VII. $7, 60. 

— fecundafpec. VII, ji, 
Gobio littoralis. VIII. 7. 
Gordius harengum, IX, $-9, 
Guaza (Labrus). V. 122. 
GYMNETRUS. IX. 94. 
Gymnetms Hawkenii. IX. 95". 
GYMNOCEPHALUS. VII. 24. 
Gymnoeeph. argenteus. VII. 30. 
GYMNOTHORAX. IX. 83. 
Gymnoch. Afer.. IX. Sj. 

— catenatus. IX. 84. 

— reticularis. IX. 85". 
Haffara ( Spams ), V. 17. 
Hamnir (Sciaena), VI. 34, 
Harak (Sciaena). VI. 34. 
Harengus (Clupea). IX. 31. 
Ilarengus minor, IX, 40, 

— indicus. IX. 3 g. 
Hafta (Lutjanus), IV. 109. 
Hepatus (Labrus). V. 121. 
Hepatus argenteus. IV. tu, 

— falcatus. V, 20. 
Hepfetus(Athsrina),VIII.i5-ö.iy8, 
Hiatula (Labrus). V. 123. 
Hippus (Scomber). VII. 37. 
Hirtus (Pleuronectus). IX, 99. 
Hirundo, IX, 6. io. 
Hirundo, VII. 116, 

— aquatica, VII. 116. 

— marina. VII. \\6. 
Hoehtus biguttatus, VI. 23. 
HOLOCENTRUS.IV. 17. j 9 . 
Holocentr, argentinus, IV, 73. 

auratus. IV. 75". 
bengalenfis. IV. 102. 

- coeraleo-punct. IV, 88 

- fasciatus. IV, 86. 
lanceolatus, IV. 92. 
maculatus. IV. 96. 

R3 



Holocentr. punctatus. IV. 81. 

quadrilineatus. IV. 82. 

quinquelineatus, IV. 84. 

fervus, IV. 80. 

ftriatus, IV. 71. 

furinamenfis. IV. 98- 

tigrinus. IV. 77. 

virescens. IV. 67. 
Holocentr. rubellus, IV. 61, 
Hurta (Spams). V. 17. 
Jarbua (Sciaena). VI, 34, 
JOHNIUS. VII. 132, 
Juba (Perca). VI. 77. 
Julis (Labrus). V. 121. 141. 
Labrax (Sciaena) VI, 34. J2, 5-3. 
LABRUS. IV. 13. 17. 20. 2s. 

V. 118. 
Labras bisfasciatus. V. 131. 

bimaculatus. V. 123, 

bivittatus, V. 133. 

brafilienfis. V. I2f. 

carneus. V. 124. VI. 3. 

chinenfis, V. 123. 

chloropterus, V. iyr. 

Creten/is. V. 121, 

cyanocephalus. V. 139. 

exoletus. V. 123. 

falcatus, V. 123, 

fasciatus. VI. 6, 

ferrugineus, V. 123, 

fulvus. V. 122, 

grifeus, V. 122. 

guttatus, V. 149, 

japonicus. V, 124. 

inermis, V. 123. 

linearis. V, 13;, 

liveus, V. 123. 

lunaris. V, 122. 127. 

lunulatus. V, 123. 

lmcrolepidotus. V, 13 f. 

maculatus, VI. 17. 



130 



Labrus marginalis, V, 123. 

— melanopterus, V, 197, 

— microlepidotus, VI. 12. 

— niloticus, V. 122. 141. 

— oblongus. V. 127. 

— operculatus, V. 122, 

— oflifagus. V. 125. 

— paroticus. V, 12?. 

— punctatus. V. 122, VI. 20. 

— quinque maculat. VI. 10, 

— ramentofus. V. 12 J. 

— ftriatus. V. 123» 

— teffelatus. VI, g. 

~ trichopter.V. 124. VI 23. 
— , varius, V. 121. 

— viridis, V. 125. 129. 

— zeilonicus. V. 124. 
Labrus Anthias. VI. 9g, 99. 

— bergylta, VI, 17, 

— bruneus etc, VI. 20, 

— creten/is, IV, 23, 

— polyodon, V» 127. 

— prochilus, V. 149, 

— rupeßris, IV. ioj, 117, 

— tetrodon, IV, 23. 

— totus rubeso, etc. VI, 99. 
Lacertus. VIII. 115-, 

Lapina (Labius). V, 123. 
lepfime (Sciaena). VI, 34. 
Lepturus. IX. 89. 
Lodna, VIII, 99. 
LONCHURUS. VII. 143. 
Lonchurus barbatus. VII, 144, 
Lophius barbatus, IX, 7J. 
LORICARIA. VIII. 67, 
Loricaria maculata, VIII. 73, 
Lucerna, VII. ioy, 
Lucius, IX, 3. 

— pinnis etc, IX, 10. 14. 
Lupus. VI. J3. 

Luscus (Labrus^ V. 123. 



Nahmenregißer der ausländifchm 
10g, 



LUTJANUS, IV. 
Lutjanus, IV. 107. 

— Linkii, IV, 127. 

— luteus, IV. in. 

— norwegicus, V. 11. 

— notatus, IV, 125". 

— roftratus. V. 7. 

— rupeftris. IV. 117, 

— furinamenfis, ■ V, 3. 

— virescens. V. f, 
Lyra (Trigla). VII. m. 
Lyra altera, V.U. iOf, 125-, 
Macrophthalmus (Sparus). V. 93. 

— (Anthias), VI. 115-, 

Maena ( Spams ). V, 15-. go, 
Maenas, V, 13. 81. 123, 

- macula ete. V. 41, 
Mahsena (Sciaena), VI, 34. 
Malapterus (Labrus). VI, 29. 
Maftaccembelus, VIII, 14^. 
Malagafter (Labrus), VI. 27. 
Mslanurus. V. if. 
Melopos (Labrus ), V. 123. 
Menidia (Atherina), VIII. i$6, 
Merra (Epinephelus), VII, 17, 
Merula (Labrus). V. 121. 
Mefogafter (Exocoetus), IX. 17. 
Milvago, VII. 116. 

Milvus, VII. 116. 
Mixtus (Labrus). V. iar, 
Mormyrus, V. ifi, 
MUGIL. VIII. 162. 166. 
Mugil chilenfis. VIII. 164. 

— Plumieri. VIII, 173, 
Mugil alatus. , IX. 6, 10, 17. 

- imberbis, VII, 126. 
VIII. i6f. 

Mullus asper. VII. 103. 

— barbatus. VII. 95-. 98. 

— maculatus, VII, 95% 

— fasciatus, IX, 64. 



Fifche. 

Mullus Surmuhtus, VIL 9?. 
Muraena coeca. IX. g6. 
Muraena brqfilienßs. IX, 84, 
Murdian (Sciaena). VI, 34, 
Myfius. VIII. go, 

r cirrhis quat, etc. VIII. 24. 

- cirrhis fex. etc, VIII. 30. 
?9. ff- 82, 

- cirrhis octo etc, VIII, J9. 

- maculofus, VIII. JO, 
Myxine. VIII. 163. 
Myxine glutinofa, IX. 67, 
Nafus (Clupea), IX. nö. 
Nafus (Notocanthus). IX. 113, 
Neucratoides (Echinus), IX. 9>". 
NOTOCANTHUS. IX. 113, 
Ocellaris (Labrus). V. 133. 
Ocellatus (Labrus), V. 12}, 
Odoe (Salmo), VIII. 132, 
Ongus (Holocentr.) IV. 69. 
Onifcus. V. 30. 

Onitis (Labrus). V, 123. 
OPHICEPHALUS. VII. 137. 
Ophicephalus punctatus. VII, 139. 
— ftriatus. VII. 141. 

Orphus. V. 15-, 
Osmerus radiis etc, VIII, nf. 
Oftracion hexagonus. IX. go. 
Oyena (Labrus), V. 123, 
Pagrus (Sparus). V. 16, €2. 
Pavo (Labrus). IV. 121. 
Pelamys (Scomber). VII. 3f . 
Pelamys maculis latis. VII, 44, 

— minor. VII. 38. 

— Sarda. VII, 36, 44, 
Pentanemus. IX. 20. 

PER CA. IV. 13. 17. 31. 5-9.92. 
Perca argentata. VI. 8<J, 

— bimaculata, VI. 82, 

— brafilienfis, VI. 84, - 

— cirrhofa, IX, 107. 



Nahmenregifler der ausiändifchen Fifche. 



ni 



Perca fario. IX. 107. 

— fusca. IX. 107. 

— guttata. VI. 89. 

— japonica, VI, 88, 

— mäculata. VI. 92. 

— pertufa. IX. 107, 

— punctata. VI 94, 

— pinnata. IX, 107, 

— faxatilis, VI, 79, 

— fexlineata. IX, 107. 

— feptemfafciata. IX. 107 

— trilineata. IX. 107. 
Perca aculeata, IV. 62. 

— capite declivi etc, IV" 61. 

— diagramma. VI. 117. 

— dorsomonopt, etc, IV 77. 

88- VI. 89. 94. VII 26. 

— dorsodipteryg,etc.Vl.Sz. 

— Jormosa, VI, 122. 

— Labrax, VI. 52. 

— maculosa, IV. 36. 

— marina punctata. VI. 94. 



Pilchardus (Clupea), IX. 40, jSalmo fasciatus. VIII. 96. 



Pini (Trigla) VII. igo. 
Pirabebe secunda. IX. 14, 
PLATYCEPHALUS. IX. 96. 
PLATYSTACUS. VIII. ja. 
Platyftacus anguillaris. VIII. 61. 

— laevis. VIII. J8. 

— verrucofus, VIII. 63. 
Platyßacus cotylephorus. VIII. J4 
Plecoftomus (Loricaria). VIII, 69. 
Plecoßomus VIII. 67, 

— dorfoetc.VUI. 69 73,76 

— cirrhis etc, VIII, 69. 86. 
Polymnus (Anthias), VI, 103. 

variet. VI, 106. 
POLYNEMUS, IX. 19, 
Polynemus aulicus, IX, 20, 

decadactylus, IX. 26. 

infauftüs. IX, 20. 

paradifeus. IX. 28, 

plcbejus. IX. ao. 22, 

virginicus, IX, 



— — rubra, IV, 62. 98. Polynemus quinquarius, IX. 20, 

— maxilla inf. long, etc, \Prochilus, IV. Iof. 

IV. 77. — capite prod, etc, IV. 77. 

— — ßiper.etc.Vl.117. — lingua soluta etc. V. 149- 

— nobilis, IX,' 100. — Ofatae fg. IV. 121. 

— pinnisduabusetc.lV, 40, Pfaüfoßomus max, VIII. 140, 



V. 38. 4f . VI. 70. 

— — dorfalib. etc. VII. 26 

— radiis etc. VI J2. 

— rofiro retuso. VI 36. 

— rupeßris. IV. 117, 

— firiata, VI. <S6, 

— *om maculis etc VII. 17. 
Percispinnis quatuor etc. VII. 17. 

— — quinque etc. VI 89 

94. 122. 
Perdica (Labrus). IV. 124. 
Petromyzon avgenteus, IX. 74. 
Phagrus, V, 63. 



Ramak (Sciaena). VI. 34, 

Regalegus. IX, 94. 

Regalis (Scomber). VII, 38. 

Rhomboides dentatus. IV, 7. 9. 

Rubba (Sciaena). VI. 34. 

Rubellio, V. 99. 

Safgha (Sciaena). VI 34. 

Sallema (Sciaena). VI. 34, 7$-. 

SALMO. VIII. 92. 

Salmo argentinus. VIII 107 

— bimaculatus, VIII 110. 

— edentU'.us. VIII. 97. 

— falcatus, VIIL 130, 



foetens, VIII. ng, 
Friderici. VIII. 94. 
groenlandicus. VIII, 99. 
melanurus. VIII. 104. 
rhombeus. VIII. 112. 
unimaculatus, VIII. 10J. 
Salmo Albula, IX. 5-9. 

— areticus. VIII. 93. 99. 

— ex cinerea etc. VIII, 118, 

— villofus. VIIL 99. 
Salpa (Sparus). V, 16. 44. 4f. 
Salpa purpurasccns . V, 17. 
Sanfun (Scomber). VII. 37, 
Sarba (Sparus). V. 17, 
Sarda (Scomber). VII, 44. 
Sargus, IV. 20. 16. V, 123. 
Sargus ( Sparus). V, 36, 
Sargus-, V. 13, 

— pinnis ventralib. etC.V, 36. 
Saurus (El ops), VIII. 15-3. 

— (Salmo). VIII. 115-, 
Saurus maximus, VIII. ij'2. 

— Tarantola. VIII, Hf. 
Scaber (Cottus). IX. 96. 
SCARUS. IV. 13; 17. 20, 22. 

V. 13. 87- 
Scarus cretenfis. IV. 23, 

— croicenfis. IV, 27, 

— viridis. IV. 29. 
Scarus (Labrus). V. 121. 
Scarus rufescens. VI. 79. 
Schraetfar i,Gymnoc.) V:I 26. 
S..IAENA. IV. 13 VI. 30. 
Sciaena argentea. VI. 34, 

argentimaculata. VI, 34. 
cinerascens. VI 34, 
cirrhofa. VI, 32. 46, 
cylindrica. VI, 43. 
fulviflamma. VI, 34, 
grandoculis, Vi, 34. 



'tfp 

Sciaena Iineata. Vi. 64. 

— macrolep dota. VI. 40. 

— maculata. VI. 44. 

— Mauiitii, Vi. 6g, 

— nebulofa. VI. 94, 

— nigra. VI. 34. 

— obfolcta. Vi, 54. 

— Plumieri, VI. <56. 

— punctata. VI, 4$? 

— undecimalis. VI 60. 

— unimaculata. VI. 54, 
Sciaena lintis pallidis etc Vi. 20, 

— — obliquis etc Vi 108. 

— e.r njjgyv pa«ü: VI 3$% 

— maxi/äs aequal, VI. 36, 

— oce//o etc. Vi. 79, 

— rupeßris, IV. 47, 
Scina (Labius). V. 123. 
SCOMBER VII. 31. 

— Scomber. VII. jy. 
— . aculeatus. VII. jj, 

— albus. VII. 57. 

' — auratus. VII. 36. 

— chryfurus. VII. 37. 

— Ductor. VII. 36. 

— edentulns. IX. 108. 

— faleatus. VII. 36. 

— fasciatus, VII. 73, 
«— fiavescens. VII. 33. 

— fulvo-guttatus. VII. J7. 

— glaucus. VII. 37. 

— japonicus. VII. 36. 

— ignobilis. VII. 37. 

— Kleinii. VII. 86. 

— tninutus. IX. no>" 

— niger. VII. 5-7. 

— pelagicus. VH. 37. 

— Plumieri. VII 79. 

— rhombeus. VII. 36, 

— Rottleri. VII. 88. 

— ruber, VII. 7y, 

— faliens. VII. 49. 



Nahmenregifler der ausländifchcn Fifche. 



Scomber fpeciofus. VII. 37.- I 
Scomber coeruleo-albus. VII. 60- 

— clorfo monopter, «c. VII. 60. 1 

— linea lateraü etc. VII. 69. 
Scommara (Sciaena). VI. 34, 
Seheli (Mugil). VIII. 164, 
Sihama (Atherina). VIII, ij6. 
SILURUS. VIII. 14. 
Silurus bimaculatus. VIII. 24. 

cornutus. VlII. 16. 

erythopterus. VIII. 42, 

fasciatus, VIII. 30. 

foflilis. VIII. 46. 

galeatus. VIII. 39. 

Hertzbergii. VIII, 33, 

inermis. VIII. 22. 

militaris, VIII, 19. 

nodofus. VIII. 3f. 

quadrimaculatus. VlII. 37, 

vittatus, VIII, jo. 
Smaris. V. iy. 
Sogo (Holocentrus). IV> fil 
Solenoßetnus, VIII. 124. 

— cauda bifurc. VIII. 126. 

— — rotunda. VIII. 131, 

— eute etc. VlII. 126, 
SPARUS. IV, 13. 17. 
Sparus Abildgardii. V, 22. 

annularis. V. 87. 
argenteus. V." 17. 
auratus, V, 17, 
capiftratus, V. 17. 
comprefTus, IX. 94, 
chilenns, V. 16. 
chinenfis. V. 17, 
chryfops. V, 17, 
crenidcns, V. 17, 
faleatus. V 20. 
fasciatus, V. 18. 
fuscescens. V. 17, 
galilaeus, V. 17, 



Sparus iapenicus, V, no, 

— latus. V. 17, 

— niloticus. V, 17, 

— nobilis. V. 17. 

— notatus. V. 17, 

— orientalis. V, 17. 

— Raii. V, 95-, 

— rhomboides. V. 17. 

— faxatilis, V. 17, Vi, 74, 

— fpinifer, V, 17. 

— fpinus. V. 17. 

— ftrongilus. V. 17. 

— furinamenfis. V, 112, 

— trivittatus, V, 106. 

— virgatus. V. 17, 

— virginenfis. V, 17, 

— vittatus. V. 3s, 
Sparus dorfo acuto etc. V. j a. 

— lineis varius etc. V, 36. 

— — utrinque etc. V. 44. 

— rubescens. V. 63. 

— Sargus, V. 36. 

— totus rubescens etc. V. 99. 

— roßro etc. Vi. -f<), 
Sparulus. V, %-j. gg. 
Spathula (Platyceph.) IX. 97, 
SPHAGEBRANCHUS. IX. 88. 
Sphagebranch. roftratus. IX. 88. 
Sphyraena (Efox) VlII. 136. 
Sphyraena prima fpec. VlII. 137. 
Spinifera (Sciaena). Vi. 34. 
Sprattus (Clupea). IX. 31. 
Stridens (Sciaena). Vi. 34. 
Stromateus argenteus. IX. 89.9t. 

— chinenfis. IX. 89. 

— cinereus. IX. 90. 

— niger. IX. 93. 
Suillus (Labrus). V. 123. 
Synagris. V. 13. 123. 

— capite complanato etc.V. 99, 

— colore rubra etc, V. 69. 

Synagris 



Nahmenregißer der auslandifchen Fifche. 



»33 



Synagris dorfo nigricante. V. 44- 

— — obfcuro etc, V, J2 
SYNURANGHUS. IX. 86. 
Synbranch. marmoratus. IX. 87 

— iirimaculatus. IX. %7 
Synodon, V. 70. 
Tabmel (Sciaena). Vi. 34. 
Tang (Mugil). VIII. 171. 
Tetracanthus (Spams) V. 117. 
Tetragonopterus argent. VIII. 1 10. 
— cinereus. Vi. 106. 

THEUTIS. VIII. 6y. 
Theutis Hepatus. Vlll. 6j. 

— javus. VIII. 6f. 
Thynnus (Scomber). VII. jy. 
Tinea (Labrus). V. iai. 



Trachurus argenteo - coeruleus, 

VII. 79. 
Trichidion, IX. 19. 
Trichurus caudatus. IX. 89. 
Trigla alata. VII ioj. 

— caroüna. VII 103. 

— cataphracta. VII ioy. 

— lineata. VII. 126. 

— minor. VII. 98 99. 

— minuta. VII. 103. 

— punctata. VII. i3f. 

— rubicunda. VII, 103, 

— volitans. VII ny. 
Trigla capite aculeato ete.VH.133 

— — glubro. VII 98. 

— — quatuor etc. VII 1 if. 



Trigla cirrhis plurimis etc. 

VII. ioy. 
Trifla (Clupeaj. IX Ji. 3f. 
Trutta den t ata. Vi II. 107. 11 g, 

— edentula. V, 69. 
Tumbu (S<lmo). IX 113. 
Turdus ,.Labrus). V. iaa, 
Turdus viridis indicus. IV. 23. 

— ocu/o radiato, V. I?. 
Turdis ajjinis. IV. 89. 

Velifer ( Acanthuras;. IX. 106. 
Umbra(Sciacna).Vl. J3 3?. 46. 47, 
Verres fLutjanus). V, 9. 
Vctula (Labrus). Vi 14. 
Xiphias lata etc Vlll. 81. 
Zebra ( Sparus ). V. 17. 



Deutfehes Re gifter. *) 



Aal, elektrische. IX. 89. 
Aalmutter. VIII. 13. 
Aefche. IX. J9, 
Afterfleck. VII. 3. 
Aland IX. $6. 
Alandblecke. IX. y6 
Alp. Baiern. IX j6, 
Alfe. IX. 31. 60. 
Amia. VII. 36. 
Anei. VII. 3J. 
Anjovis. IX, 31. 
Ankerzahn. V. 108- 
Anfauger. IX. 96. 
Apua. IV. jo. 
Argus. VI. in. IX. 100, 
Augenwimper. VIII. 12. 
Aya IV. 4f. 
BAARSCHE. VI. 73. IX. 



Baarfch, brafilianifche. VI. 84 

— gefleckte. VI. 92. 

— japanifche. VI. 88. 

— punktirte. VI 94. 
Baarfch mit 2 Bauc/ifl. etc V. 33, 

— weifsbandirte. VI. 103, 
Bagre, vierte Gattung. VIII, 27, 
Barbe. IX, 58. 
Bartumber, VI. 46. 
Baftardfloflen. VII. 31. 
BAUCHFLOSSER. VIII. 2, 
BAUCHKIEMEN. IX 66. 
BEINFISCH. IX. 80. 
Heutelauge. VII, 37. 77. 
Bitterling. IX. $7' 
Blaukopf. V 139. VI. 122. 
Bläuling , fiachl. etc. VII, J7.61 

63. Blauftreif. V. 106. 



Bley, IX. J8. 
Blindfilch. IX. 67. 71. 
BLOEDAUGEN. VII. ir, 
Blödauge, afrikanifche. VII. 12. 

— braune VlI. 15-. 

— eingefafste. VII. 14, 

— geftreifte. VII. ao, 

— rothe. VII. 32, 
Blutbaarfch. VI. 89. 
BODIANFISCHE, IV. 31. 
Bodian. IV. 33. 

— gefle kte IV. 48, 

— grofsfeh üppige, IV. f3- 
Boenak. IV. 43. 
Borftenfloffe IX 35-, 
Burftenfloffer. VI. «3, IX. 31, 

— mund, IX. 30. 

— träger. IX. 101. 



») Siebe die Anmerkung yor dem Lateinifchen Regifter, 
Allg. Naturg. d. Fifche. Th. XII. S 



*34 

' Eottbaftard. IV. 7. 9. 
Brac/ifem , goldgeßreifte. V, 4y. 

— fchwarzbandirte. V. 37, 
Braflem, Abildgaardfche, V, 22, 

— bandirte, V. \%. 

— geftreifte. V. 33. 

— japanifche, V. 110. 

— liftige. V. 16. 

— furinamfche. IV. 112. 
Brajfem, Jachtragende. V. 63, 

— röche. V. 67. 
Breitßfch, VII. 35-, 69. 
Breitling, IX, 31. 60. 
Breitzahn. IV. 24. V. 37. 
Bruftfchuppe. VII. 36, 44. 
Butzmaul mit etc. IV. 77. 

— mit gelößer etc. V, 149 

— ?on eiförmiger Gefi. IV, 121 . 
Caftagnol. V. 9y. 

Coro, VI, 70, 
Cretenfer, IV, 24. 
Cuning, V. 31. 
DECKFISCHE. IX. 89. 
Decke, graue. IX. 90. 

— fchwarze. IX, 93. 
DEGENFISCHE. IX, 89. 
Döbel, IX. $6. 
Doppelband, V.131. Vl.iog 110. 

— fleck.VI.g3.VIII.i24.lX.113. 
DOPPELHALSKIEME. IX. 8g. 
Doppellinie. IX. ^. 

— ftrich. V. 133. 

— zahn. IV. 123. 
Dornroche. IX. 75-. 
Dorfch. IX. 64. 
Drachenkopf, fliegende. IX. 99, 
Dreieik, ftachellofe. IX. 80. 
EIDECHSFISCHE. VIII. 15-1: 
Eidechsfifch. VIII. 15-3, 
Eilfftrahl. VI. 60. 
Einfleck. VIII. 105-, 



Nahmenregißer der ausfändifchm Fifche. 



Einhorntenfel. IX. 78. 
Elephantennafe. VIII. 146. 
Elritze. IX. yr. 
FELSENFJSCHE. VHI. 6y. 
Felfenfifch, japanifche. VIII. 6y. 
— kriecher. IV, ioy. 107. 
Fichtenzweig. VII. 130. 
FINGERFISCHE. IX. 19. 
Fifc/i, fliegende. VII. 11 6. 
Fifchwurm, IX. 67. 
Fi eck. VI. 7S- 
FLIEGENDE FISCHE, IX. 3. 
Flieg fif eh. IX. 3. 
Flunder, glatte. VI. 106. 
Franfenmund. IX. yo. 
Frofchßfch mit etc. VIII. yy, 
Frofchwels. VIII. 44, 
Gabelfifch. VII, ioy. 
Gabelfchwanz, , V. 127. 
Gabelfchwänze. V. 36. 
Gabler. VH. 106. 
Geifsbraflem. V. 36. 
Gelbflofler. IV. iii. 
Glatdeib. VIII. ys. 
Glotzauge. IX. yi. 
Goldauge. IV. 113. 

— braflem. V, y3. 

— fogo. IV. 7y. 

— fchwanz. V. 28. VII. 37, 

— ftrich. V. 44. 4y. 
Goldbrachfem. V. y3, 

— ßfeh. V. y 2 . 
-flrymer. V. 4 y. 

Grönländer. VIII. 99. 
GROPPEN. IX. 62. 
Gröfsauge, V. 93. VI. uy. , 

— köpf. VIII. 166. 
Gründling. IX. y7. 
Grünfloffer, V. y. iyi. 

— fchwanz, V. 34, 
Grünzling, VII. 37. 67, 



Haarfchuppe. IX. ieö. 
Halbfore, breitleibige. VIII. II 2. 
HALSKIEMEN. IX. %6. 
Halskierne, marmorirte. IX. 87. 
— ungefleckte. IX, 87. 
Halskierne, furinamfche. IX. 87. 
Hammerfifch. IX. 78. 
Härder. VHI. i6y. IX. 114. 
HARNISCHFISCHE. VIII. go. 
Harnifchfifc.h. VIII. 73. 76. 
Hartkopf. Pommern, IX, $6. 
Haufen. IX. 79. 
Hawkenfifch. IX. 9y. 
HAYFISCH. IX. 7y. 
Hay , bandirte. IX. 7g. 
HECHTE. VIH. 134. IX. 61. 
Hecht, grijne. VIII. 13g. 

— malabarifche. VI". 149. 
Helmkopf. VIII. 39. 
HERINGE. IX. 30. 
Hering. IX. 31. 60. 

— chinefifche. IX. 3g. 

— malabarifche. IX, uy. 
Heringsfadenwurm. IX. y9. 

— karpfen. IX. 49, 
Heuch. IX. 77. 
Hochflieger. IX. 14. 
HOCHRUECKEN. IX. y4. 
HOCHSCHAUER. VIII. y. 
HORNFISCHE. IX, 81. 
Hornfifch, gefleckte. IX. 81, 

glatte. IX. 82. 
Hornhecht. IX. 61. 
Hundszahn. V. 114. 
Jacob Evertfen. IV. 36. IX. 107. 

— Es'ertbfifch. VI. 89. 
Jaguar. IV. 40. 41. 
JOHNFISCHE. VII. 132. 
KAHLAFTFR. IX. 94. 
KAHLBRUESTE. IX. 83. 
Kahlbruft, afrikanifche, IX. gy. 



Nahmenregifier der ausländifchen Fißhe, 



K*HLKOEPFE. Vir, 24. 
Kahlkopf, weifse, VII. jo. 
Ka'amin, IX, 23. 
Karaufche. IX. ?8. 
Karpfen. IX. s$- 
Karpfenhering. IX. 32. 
Kaulbaarfch. IX. 63. 

— köpf. IX. 62, 
Kuulparfch, Mein/ehe, VI, 89. 

— mit etc. IV. 89. 

— mit-5 Fl. VI. 95-. 

— mit 6 Fl. VII. 37. 
Karjtt. VII. 122. 
Kettenfifch. IX. 84. 
Klipbager. VIII. 8?. 
Klippfifeh, achtbändige. IX. 100. 

— bandirte. IX. 100- 

— «hinefifche. IV. j. 



LACHSE. VIII. 92. 
Lachs. IX 59. 

— bandirte. VIII. 95. 

— Friedericifche.VIII, 9* 

— guineifche. VIII. 112, 

— zah-lofe. VIII. 97. 
Lachsforelle. IX. S9- 

— umber. VI. ja. 
Lamprete. IX. 74, 
Langftachel. IV. 109. 
Laube. IX. -/7- 
Lauben Baiern. IX. 57. 
LANZEITSCHWAENZE. 

VII. I 4 2. 

Lanzettfchw. bärtige, VII. 144. 

— Sogo. IV. 92. 
Laxierfifch. V. 80. 81. 
Leberfifch. VIII. 6f. 



— dreifarbige. IX. ioj.,LIP PFIS C HE. V. 118. 



— gefleckte. IX. 99. 

— Kleinfche. IV. 7. 

— furatifche. IV.5.IX.101. 
— , vergoldete IX. 104. 

Knochenhecht. VIII. 140. 
Knotenwels. VIII, 35", 
Köhler. IX. 64. 
Konigsfifch. VII. 33. 36. ?8. S7. 

IX. 108. 
Kopf, fehwimmende. IX. 7^. 
KORN AEHREN FI SC HE. 
VIII, ISS. 
Kernährenfifch.^ VIII. 1J8. 
KiÖtenfifch. IX. 6>\ 



Lippfifvh, bandirte. VI, 6. 
— brafiiianifche. V, 125. 

fünfeckige, VI, 10. 

gefleckte. VI. 17, 

getäfelte, VI. 8. 

getropfte. V. 149, 

grofsfehuppige. V, 135-. 

grüne. V- 129. 

kleinfchuppige. VI. 12. 

punktirte. VI. 20, 

rorhe. VI. 3. 

violette. V. 127. 
Lippßfck mit borßenähnl. etc. 
VI. 34. 



U5 

Makrele, bandirte VU, 73, 

— blaue. VII. 37, 

— %■ ftreifte VII. 36. 37. 

— japanifohe. VII. 36, 

— kleine. IX. 108. 110. 

— Kleinfche. VII 8*. 

— Plümierfche VII 79, 

— rautenförmige. VII. 36. 

— rothe. VII. 37. 75-. 

— Rott'.erfche, VII. jg, 

IX 108. 

— fichelförmige. VII. 36. 

— vergoldete. VII, 36, 

— zahnlofe IX. 108, 
Makrele, weßindifche. VII. 69, 71, 
Maraene, kleine. IX, S9- 
Meeraal, IX. 89. 
MEERAESCHEN. VHI. 161. 
Meeräfchej fliegende. IX. 6. 

— mit einer etc. VI, 47, 
MEERBARBEN, VII. 94, 
Meerbrachßm mit etc. V. 09, 
MEERBRASSEME. V. 13, 
Meerbraff^H, V. 77. 
Meerbrajfem, bandirte V, 37. 



— mit 



•runen etc. 



Küraffier, punktirte. VIII. 90.,Lo©tsmann. VII. 36. 60, 61. 



KüraJJier, bärtige. VIII. 87- 

— mit etc. VII. 116, 

— mit der in zwei etc. 

VII. 112. 

— mitgeßreift, etc. VII. 126 

— über und über rauhe. 

VII, 10«. 



LUTJANE, iv 10/. 
Lutjan. IV. 107. 

— gezei hnete. IV. iaj. 

— Linkefche. IV 127. 

— ~ norwegifehe, V. 11, 
MAKRELEN, VII. 31. 
Makrele. VII, 3 y, IX 64. I0 8, 

s % 



v. «. 

— mit fchw ärmlichem etc. 

V. 4f- 

— von Farbe rbthl. bunt etc. 

V. 70, 
Meergabel. VII. 106. 
MI'lERGRUENDELN. IX, 62, 
1 Meerhahn. IX 99. 
Meer hn.il iger. VI, 101, 
Meerjunker V, 141. 
Meerleyer. VII. 112. 

— rappen VI 36. 

— ßchärer. VI. 99. 

— Jc/malbe. VII. ir 9 , IX, 6, 10, 
— • weihe. VII, 119. 



i 3 6 



Nahmenregißer der ausländifchen Fifche. 



Meerwels, VIII. 26. 
Merra. VII. 17. 
Mittelfloffer. IX. 17. 
Mondfchwanz. V. I28. 
Mondfchwänze, V. icß. VT.fl5.46. 
Mulatte. VII. 10. 
Mull, gebartete. VII, py, 

— mit zwei Bartfäden etc. 

VII. 99. 
Muraene. IX, 82. 
NADELFISCHE, IX. 7%. 
Nafe. IX. s6. 
Nafenhering. IX. 116. 
Negerfifch. VII. 36. 57. 
Netzfifch. IX. gj\ 
Neunauge. IX, 74. 
Nillachs. VIlI. 93. 
Nordlachs. VIII. 92. 
Ohrfleck. VII. 69. 71, 27. 
Ongo. IV, 69. 
Orfe. IX. 77. 

Pagenßßch, Pommern. IX, 56. 
Pampel, weiße. IX. 90. 

— geflügelte. IX, 90. 

— ßchwarze. IX. 90. 
PANZERFISCHE. VIII. 67. 
Panzernfeh. VIII. 76. 

— gefleckte. VIII, 72. 
PAPAGEIFISCHE. IV. 13 
Papageinfch, gricchifche, IV. 33. 

^— grüne. IV. 29. 

— rothe. IV. 27, 
Paradiesfifch. IX. 28. 
Parßch mit zwo etc. VI. 70. 

— mit gleich, etc. IV. 6z. 

— mit iBauchfl.etc.lV, 40, 

— mein/ehe. VI. 36. 
Parßhbaflard, V. 81. 
Pelamid. VIL 35-, 
Perfer. IX. 100. 
PETERMAENNCHEN. IX, 64, 



Pfeifenßßche. VIII. I34 . 
Pfeilßfch. VIII. 137. 
Pfeilhecht. VIII. 137. i 58 . 
Pferdemakrele. VII. 37, 
Pferdchen. VII. 37. 
Pilchard. IX. 40. 
PLATTKOEPFE. IX. 96. 
PLATTLEIBER. VIII. j 2 
Plattleib, aalförraige. VIII. 61 

— warzige. VIII. 63, 
Plötze. IX. $6. 
Purgierbrachßem. V. 81. 
Quappe. IX. 65, 
Raapfen. IX, yö. 
Regenbogenßßch. V, I46, 
Ribbenfifch, VIII. 8s. 
Ringelbraßem. V. 88. 
RITTER. VII. 90. 
Ritter, amerikanifche. VII. 91. 
ROEHRFISCHE. VIII. 124, 
Röhrßßch, chineßfehe, VIII. 131, 
Rothauge, IX, j6. 

— bart, gefleckte. VII. 95-. 

— geftreifte. IX. 64. 

— kleine. VII. 98. 

— butt. IX. 99. 

— floffer. IV. iiy. VIII. 42 
ROETHLINGE. VI, ^7. 
Röthling. VI, 99. 

gefleckte. VII. 9. 
geftreifte, VI. 127, 
gezeichnete. VI, 124. 
japanifche. VII, 5. 
Johnifche. VI. 113. 
lineirte, VII. 7. 
Vosmerfche. VI. 120. 
Rothmund. VI. 122, 

— fchuppe. V. 67. 99. 

— fchwanz, V. 26. 
Rundkopf. VI. 101. 
Rundfchwänze. V, 133. ?. 3S- 



Runz«lmaul. VIII. ^9. 
Rüffel. V. 7. 
Sackfloffer, V. 6z. 
Sägebauch, VIII. 113. 
Saibling. IX. 77. 
Salm, geflecite. VIII. 110. 
Salmbaarfch. VI. J3. 
Sarthun. VII. 44. 
Sattel, IV. 106. 121. 
Seebarbe, rothe. VII. 99. 

— brajße. V. 13, 
Seebremfe. V. 30, 

— Eber. V. 9, 

— Eidechfe. VIII. ny. 
Seefräulein. V, 146. 
SEEHAEHNE. VII. 103, 
Seehahn, carolinifche.VH.103-.133 

dickbäuchige. VH, 103. 
fliegende. VII. nj-, 
geflügelte. VII, 103, 
kleine. VII, 103. 
lineirte. VII. is<J, 
punktirte. VII. isf. 
rauhe, VII. 103. 

SEEHASEN. IX. 77. 

Seehecht. VIII, 136, 

— karaufche, IV. 106. 117. 

— kröpfer. IV. 80. 
Seekarutßcht, IV. 127. 

— krähe, VI. 36. 
ieleyer, VII. in. 

— makrele. VII, 37. 

— rappe, VI. 30. 

— fkorpion. IX. 63. 

— ftint, IX. 5-9. 
SEETEUFEL. IX. 7S , 
Seeteufel, IX. 76. 

— weib. VI. 14. 

— weif. IX. 66. 
Segelträger. IX. 106. 
Sicheifleck. IX. ioj, 



Nahmcnregißer der ausländifchen Fifche. 



»37 



Sichelfioffer. V. 30. 

— karpfen. IX. JJ. 

— lachs. VIII. iao. 
Sil. VIII. 93. 
Silberbaarfch. VI. %6. 

— bodian; IV. S7- 

— iecke. IX. 93. 

— forelle. VIII. 107. 

— neunauge, IX. 74, 

— fogo. IV. 7?. 

— ftreif. VIII. 48. 107. 

— weis. VIII. 33. 
Sklavenfifch. IV. 8©. 
SOGOFISCHE. IV. $-9. 
Soge. IV. 6u 

— bandirte. IV. 1 86. 

— bengaKfche. IV. -103. 

— blaupunktirte. IV. 94, 

— ftinflinigte. IV. 84. 

— gefleckte. IV. 96, 

— geltreifte. IV. 71. 

— getiegerte. IV. 77. 

— grünliche. IV. 67. 

— punktirre, IV. 88. 

— furinamfche, IV, 98. 

— vierlinigte, IV. -82. 
Soldat. VIII. 86. 
Soldatenfifch. IX. 100. 
Sonnenfifch. IX. 63. 
Spanifche Reuter. VII. 36. fu 
Sparbraffem. V. 87. 
Spierling. IX, 77. 
SPINNFISCH. IX. 94. 
Sporn. VII. 36. SS' 

— Preußen. IX. S7> 

— träger, IV, 100. 
Sprenkelbaarfch. VI. 9f. 
Springer. VII. 36. 49. IX. j6. 

— IX, 6. 10. 13. 
Spring fifch, IX. 10. 
Stachelbauch, elektrifche. IX, 80., 



Stachelbauch, getiegerte. IX. 80. 
STACHELFISCH. IX. 79. 
Stachellinie. IX, 96. 
STACHELRUECKEN. IX, 113, 
Stachelrücken. IX. 113. 
STACHELSCHWAENZE. IX. 10J. 
Steinbaarfch, VI, 79. 

— brachjem, VI, 79. 

— kahlkopf, V. 3. 

— picker, IX. 63. 

— pitzger, IX, 61, 
Sterlet. IX. 77, 
Sternträger. IV. fj-, 
STIGHLINGE, IX. 63, 
Stichling, IX. 64. 
Stichling, begleitende, VII, 61, 
Stinklachs. VIII. 118. 
Stinhfalm. VHL 118. 

Stöhr, IX. 76. 
Stöker. VII. 37, 
Stockfifchfang. IX, 64, 
Streimfifch. V. 4?. 
Streif hart,- VHL 19. 31, 
Stumpfnafe. IX, 36. 
Stutzkopf. IX. 96, 
Schiufelkopf. IX, 97, 
Scheißer. V. 84. 
SCHELLFISCHE. IX. 84. 
Scheufferling. V. 84. 
SCHILDFISCHE. IX. 9*. 
Schildhecht, VIII. 141. 
Schildkrötenfifch. VI, 131. 
Schlaimnwels, VIII. 46. 
SCHLANGENKOEPFE. VII. 137. 
Schlangenkopf,geftreifte.VII.i4l. 
— punktirte. VII. 139. 

Schleimwurm, IX, 67, 71. 
Schley. IX. J8. 
Schmeerßojfe. VIII. 37. 
Schmerl. IX, 61. 
Schmerling. VHJ. 7, 

S 3 



Schn'äper. IX, f6. 
Schnspel. IX. S9- 
Schranz, Oeflerr. VII. z%. 
Schrätfer. VII. &6. 
Schrätzel. Oeflerr. VII. 28, 
Schwalbenfchwänze. V. 18. 2f. 
Schwanzfleck. VI. 77. VIII, 104. 
Schwärmer, IX. 100, 
Schwarzbauch. VI. 37. 

— floffer, V. 137. 

— muller. VI. 3 f. 

— ringel. V, 88. 
Schwertfifch, kleine. VIII. 145-, 

— makrele. VII. 37. 81. 
Tang. VHI. 171. IX. 114. 
Teichforelle. IX. s9' 
Tellerträger, VHI. y 4 . 
Teufel, indianifche. IX, 97. 
Thunfifch. VII. 3f. IX. 64. 
Titelbaarfch. Vi, II 7. 
Tobakspfeife. VIH. x%6. 130. 
Tobaksröhrenfifch. VIII. 137. 
Trompetenfifch. VHI. 131. 
Tumbu, IX. II», 
Ueckeley, IX. S7. 
UMBERFISCHE. VI. 30. 
Umber, cylinderformige. VI. 43» 

— fleckige. VI, 44. 

— geftreifte. VI, 66. 

— grofsfchuppige. VI. t^o, 

— lineirte. Vi. 6i. 

— Moritzifche, VI. <8. 

— punktirte. VI. 64, 
Vielfinger, IX. 30, 
Vierauge. VHL y. 7. 

— fleck. VIII. 37. 
| — ffachel, V. 116. 
Wsichfloffe. VIII. 33, 

— floffer, VI. 29. 
Weifsband. VI. 103, 106, 

— lachs, VIII, 9?. 



»38 



Nahmenregißer der ausVdndlfchen Fifihe. 



We'itmund VIII. 173, 
WELSE" Vin. 14. 

Wels, bandirte, VIII, 30. 

— bartlofe. VIII, 23. 

— gehörnte. VIII. 19. 

— geftreifte. VIII. yo. 
Wels, geribbte, VIII, 83. 



Wels, rauhe. VIII. yy, y^. 


Zander. IX. 


«?. 




Wehdelphin. VIII. g 7 . 


Zärthe. IX. 


*«• 




Wittling. IX. 64. 


Zingel. IX. 


77- 




Wönköndey. IX 5-9. 


Zitterrochen. 


IX. 


79- 


Würfelfalm, VIII. n ä . 


Zope. IX. 


S7- 




Zahnbraflem. V. 69. 


Zopfpampel, 


IX. 


90. 


— lachs. VIII, 93. 


Zweiftachel. 


VI. 


?8- 



r a n z o 



fifch 



e s 



R 



g 



Able. IX. $7. " 

Ableite, IX. 5-9. 

Africain, Vll. 13. 

Aiguille. Vlll. 113. 133. 

Aiguille de mer. Vlll, 143, 

Alofe, IX. 6p',l 

Anei. Vll. iaf, 

Ancre, V. 108. 

Aourado, V. ys, 

Apalike. IX. 34. 

Apus. IV. yo, 

Argente. VI. $6. Vll. 30. 

Argus. Vi, in. 

Arme. Vll. 13. Vlll. 19. 

Arondelle de mer. JX. 10, 

Afprede. Vlll, y 3 . 57. 

ATHER1NE. Vlll. iyf. 

Atherine. Vlll. iyg. 160. 

Aveugle. IX. 71. 

Aurado. Marfeill. V. y8. 

Aya. IV, 4J, 

Bagre. Vlll. 37, 

Balaon. Vlll. 146. 

Bandouliere tachetee. IX. ^. 

— de Souratte, IV. 3, 

— de la Chine IV. y. 



Bandouliere ä deux taches. IV 9 

— de Klein. IV. 7. 

— adeuxaiguiilons.lV.il. 
Balifte lifle. IX. Sa. 

Bar. VI. y3. y6, 
Barbeau. IX, Jg. 
Barbet. Vll. 99. 
Barbotte, IX. yg, 
Barbier. VI. 100. 101. 

— tachete. Vll, 9, 
Barre. Vlll. 30. 

Beceaffe de la mer. Vll. g3; 84 
Bevcaffine de mer, Vlll. 146. 147. 
Bellone. Vlll. 131. 133. 
Bergylte. VI. 19. 134. 
Blanacq. Vlll. 166. 
Blanchet. Vlll. 11g. 
Bodian. IV. 33. 

— tachete. IV. 4g. 

— ägrandesecailleslV, y3. 

— etoiie. IV yy. 

— a^gente. IV, y7, 
Boenac. IV.' 43, 
Bonite. Vll. 44. 

— raye. Vll. 33. 
Boniton. Provence. Vll, 47. 



"?. 



ifter. *) 

Borde. Ix. y7, 

Bourreau. Vll, U3, 

Bouviere. IX. yö. 

Bveme de mer. V. 7^, IX, yg, 

Brrme denti. V. 9y, 

Brigne. VI. y3. 

Broche. IV. 109. 

Brochet volant Vll. 84, 

— du Malabar, Vlll, 149, 
Cacatoua Capitano. IV. 34. 

Soufounam. IV, 39, 
Cagarelle. Langued. 
Caiman. Vlll. 141. 
Cailkii Taflart. IX. 
Callicte Vlll. 87. 
Camus, IX. 37. 
Canadelle. V. 134. 
Canti Marßi/le. V, 90. 
Carangue. Vll. 69. 71. 
CarafTih de mer. IV. 117. 
Ca olin. VII 123. 
Carpe. IX.. y8. 
Carpe de mer. V, 74, VI, 14, 
Cnftjgnole V. 9y, 
Casque, Vlll. 39, 41. 
Cheiodon tricolore. IX. 103, 



V. 



35- 
89. 



84. 



37. 



*) Siehe die Anmerkung vor dem Lat, Regifter, 



Nahmenregifier der ausländifchen Fifche. 



1 Chevalier, Vll. 91. 
Chevanne, IX. y6. 
Chevesne, IX. y6. 
Collibranche. IX. 87. 89. 
Corbeau de mer, VI. 38. 
Coro. Vi. 70, 
Corp. VI. gg. 
C6te. Vlll, 82. 
Cotylephore. Vlll. 5-4, 
Crahatte. Lannion, VI, 14. 
le Clin. VI. 33. 3f. 
Croiffant. V. 127» 
Crumenophthalme. Vll, 77. 
le Cuning, V. 31, 
CUlRASSlER.. Vlll, 67. 
— , tachete, Vlll. 73, 
Cuirafje. Vlll, 67. 
Curimate, Vlll. 106, 
Cyprin clupcide, IX, 49, 
DA1NE. VI. 30. 
Baurade, V, 5-3, J8- 
D«77z/ - mufeau, Vlll. 146, 
Demoif. Antilles. V. 146. Vi, 14 
Dentale. V. 74, 
Dent double. IV, 123, 

— de chien. V. 114. 
Dente. V. 70. 74. 
Dentillac, Narbonne, V. 74, 
le Defarrae. Vlll, 33. 
Diacanthe. ,V1. j8. 
Diagramme. VI. 117. 
DORADE V, 13. 
Dorade. V. J3. jg. 
Double- mouche, Vlll. uo, 

— tache. Vi. 82, 
Dreligny. Vi. S3< 
Burdo. VI. 38. 
Ecuieil. VI. 132. 124« 
Emoi, IX, 33. 3f. 
1'EscIave. IV. 81. 
Espadon, petit. Vlll, 146, 



Eperlan (espece de) Vlll, 146 
Erythroptere. Vlll, 43. 
Eperon. IV, jqo, Vll, SS' 
Exocet, IX. 3. 
Fanfer. Marfeille. Vll, 64, 
Faucil. IX. $-4, 
Faucille. V, 30. Vlll, ISO. 
Faucon de mer. IX, 3, 
Frange, IX. fo. 
Frederic. Vlll, 94, 
Gerle. Toulon. V. 84. 
Germon. Poitou, Vll, 47. 
Girella. V. 143, 146. 
Goujou de riviere. IX. $7, 
Grande ore'ille. Vll. 33. 
Grandgrife. V. 124. 
Grenouillier. Vlll, 44, 4J. 
le Groin. V. 7. 
Gronau. Vll. 112, 113. 
Groffe plie. IX. 99, 
Grosyeux. Vlll, 7. 13. 
Guagari, Vlll. 70, 
Guaru. VI, 69, 71. 
Gymnetere Hawken. IX. 9J, 
Gymnothorax ä braciletes, IX. 84. 

— reticulaire. Ix. %s< 

— d' Afrique, IX. ?6. 
Hareng de la Chine. IX. 38, 39. 

— de Malabar, IX, iif, 

— ä nez, IX. 116, 
Hirondole de mer, VII, 119, 
Hirondelle de mer, IX. - 12. 
Holocentre pointe. IV, 40. 88. 

— tigre. IV, 79. 

— verdätre, IV. '67. 

— raye, IV. 71, 

— argente, IV, 73. 

— dore. IV. 75-, 
— > ä quatre lignes, IV, g3. 

— ä cinq lignes, IV. 84. 

— ä bandes, IV, 86. 



139 

Holocentre äpointsbleus, IV, 94. 

— tachete. IV. 96, 

— de Surinam. IV. 9g. 

— de Bengale, IV. lOJ. 
Jacob Everfe. VI, 96. 
Jacob Evertfe rouge. VI, 91. 
Jacob Evertfe bigarre. IV. 36. 
Jaguar, IV. 40. 

Japon, VI. §g. VII. f. 
Jmbriago, VII, 126. 
Joel, Vlll. iJ9, 
John. VI, 113. 
Jourdin. Vi, iOJ, 109. 
Jub. Vi. 78. 
Jufcle, Narbonne, V. 84» 
Klein. Vll. 86. 
Karutr. VII. 133. 
LABRE. V. n8. 
Labre de Brefil. V. 12?. 

— verd, V. 129. 

— ä deux bandes. V. 131. 

— — lignes, V. 133. 

— ä grandes ecailles. V. 135". 

— noir. V. 137. 

— ä gouttes, V. 149. 

— ft nageoires vertes, V, iy r. 

— ä bandes. Vll 6, 

— ä cinq taches. Vi. 10. 

— ä petites ecailles. Vi, 13. 

— tachete. VI. 17. 

— ä nageoires molles. Vi, 39. 
Labre tachete". Vi, 17, 19, 
Lamproie ärgentee. IX. 74. 
Lampuga, Marfeille, Vll, Ji, 5-3. 
Lancette, IV. 92. 

Xandola. Marfeille. IX, 10. 
Lavonus. Marfeille, Vlll. ij6, 
Leßart, ou Lezard. Vlll, 115-, 
Liehe. Provence. Vll, Ji, f 3. 
Linck. IV. 127. 
Lineaire, Vll. 7. 



140 

Lodde. "VI1L 99. 103, 
Lonchiure, Vll. 144. 
Loubine, VI, 53. jö, 
IOUP, VI. 53. s6. 
Loupajfan, VI. yjr y6. 
Luce/ie Coning. IV. 49, 
— plabou. IV. 49. 
Lutian. IV, 107. 

— jaune. IV. in. 

— änageoiresroug IV. HJ. 

— marqus. IV. 125-, 
i — de Surinam. V, 3, 

— verdätre. V. y. 

— de Norvege. V, II, 
Maerophchalme. VI. iif. 
Malab. VIII. 149. 
Malarinat. Vll. io<5i. 10g. 
Mararmat, Vll. 109, < 
Maquereau edente. IX, Ho. 

— petit. IX. 110, 

Marquille, IV. 77, 
Mejans, V. fg. 
Melagaftre. VI. 27. 
Melanure. VIII. 104. 
Melet, VUI. 159. 
Mendole. V. 81. 84. 
Menillo de Poitou . VIII. 166 
Merra. VII. 17. 
Meunier. IX. $6. 
Mormo. Provence. V, 74, 
Mouge. VIII, 162, 166, 



Nahmcnreglßer der auslänäifchen Fifche. 



Notocanthe. IX, 114, 
Noeud. VIII. 3J, 
Ode. VIII. 122, 
Oeil d'or. IV. 113. 

— de boeuf. V, 93. 
Oinbre, VI. 47, 49, 
Ongus, IV. 69. 
Ophicephale ponctue. VII. 139. 
Ovelle. IX. 57. 

Pageau, Marfeille. V. 99, 105. 
Paget. V. 99, 105. 

\eur. V. 103. 

;re. V. 66. 
Paon. VI. 79. g r . 

— rouge. VI. f. 
»argus, V. 90. 

Pei-Efcone. Marfeille. VIII. 158. 
Pelamide. Langued. VII. $3. 
Perche de Brefil. VI. 84, 
Perroquec. V. 118. 

— (poijbn). IV. 24.39. 

— de mer. V. 144. 

— boifle. VI. 8, 
Peteufe. IX. S 6. 
Petimbe. VIII. 126. 12g, 
Piabuque. VIII. 107. 10g. 
Pilchard. IX. 40. 
Püote. VII. 61. 64. 
Pilote du Requin. VII. 64. 
Pin. VII. ijo. 

Pipe. VIII. 126. 



Mugeo, Marfeille. VIII. 169. Pirabe. IX. 14. 



Muge volant. IX. 3. 11. 12, 

Mugile. VIII. 162. 

Mujou, Marfeille. VIII, 169. 

Mulat. VII. iq. 

Mulet. VIII. 166. 

— dore. . VIII. 172. 

— tachete, VII. 97. 
Mundoure. Marfeille. V. 84. 
•fcTegve. V. 1J3. VH. $7. 



Pirapede. VII. 116. 
Platyfte anguille, VIII. 61, 
riecofte. VII!. 72. 7 g. 
Plumier. VII. 79. VIII. 173 
Poiflbn raye. VII. 91. 92. 

— ärubans,deCaroline.Vll.92. 

— de roehe. VII. 95-, 

— de paradis. IX, 2g. 

— volant, VII, 119. IX, 11. 14 



Polymne. VI. 103. 104. 
POLYNEME. IX. 19. 
Ponctue. VIII. 90. VI. 96. 
Ponctuee. VI. 122. 
Preßer. VUI. ijg. 160. 
Prique. VI. 117. 
Quarre taches. VIII. 37, 
Queue verte. V. 24. 

— rouge. V. 26. 

— d'or. V. 3g. 
Rafpaillon. Narbonne. V, 90, 

e. VII. 3. 141. 
Raye d'Argent. VIII. 4g, 
Rayee. VIII. yo; 
Rhamboide. VIII. 113. 
Rondole. Marfeille. VII. 119. 
Roffe de riviere. IX. yS, 
Rottler. VII. 88. 
Rouget, VII, 99, ior. 
Salin. VI. 76. 
Sanguinolente. VI. 89. 91. 
Sar de Toulon. V. 37. 
Sarde grife (groffe). V. 17. 
— rouge (petitej. V, 11. 
Sargo. V. 37. 40, 
Sargue. V. 37. 40. 
Sarguet Provence. V. 40. 
Sargus, V. 57. 40. 
Saucanelle. Narbonne. V. yg. 
Sauclet. Marfeille. VIII. 160. 
Saumon ä bandes, VIII. 96, 

— Sdent«. VIII. 97. 
Saupe. V. 47. 4g. 
Sauquesme. V. Jg. 
Saure. VIII. iyi, iy3. 
Sauteur, VII. yo. 
Scarus grec. IV. 23. 

— rouge. IV. 27. 

— verd. IV. 29. 
Schraitfer. VII. 27. 2g. 
SC IE NE. VI, 30. 

Sciene 



Nahmenregißer der auslandifchen Fifche. 



I4t 



Sciene a grandes eeailles.VI. 43, 

— i onze rayons, VI. 60. 

— ä Hgnes. VI. 63. 

— pointee. VI. 64. 

— ftriee. VI. 66. 
Scombre ä bandes. VII. 73. 

— rouge, VII, 7f. 
Seile. IV. 121. 
SILURE. VIII. 80. 
Silure ä deux taches. IX. 1x2. 
VIII. 24. 

— argente. VIII, 33. 
Sogo. IV. 61. 
Spare. V. 88. 

— ä banden V, ig. 

— d'Abildgaard. V, 22, 

— raye. V. 106. 

— de Japan. V. 110. 

— de Surinam. V. ita. 

— ä quatre piquants. V. 116, 
Sparaillon. V. 88. 9°. 



Sparlus et Sparulut. V, 90, 
Spet. VIII. 137; 138. 
Strie. VI. I2f. 
Stromate noir, IX. 94. 

argente. ix. 93. 

— ccndre. IX. 90. 
Subre Daurade. Langued. V. J8 
Surmulet (petit). VII. 99. 101 
Synbranchc immacule. IX, 88> 
Tachetee. VI. 93. 
Tang. VIII. i7r. 
Tarche. IX. j8. 
Targer. TS.. 99. 
TaiTart. VII. 38. 42. 
Taferdet Tazard. VII. 3g. 42, 
Taye bordee. VII. 14. 

— biune. VII. ij. 

— ftriee. VII. 30. 

— rouge, VII. 22. 
iTelescope. IX. fi. 

; Tete bleue. V, 139, 



Tortue, VI. 12T. 
Trigle ponctuee. VII. 12 J . 
TROMPETTE. VIII, 124, 
Trompette. VIII. 131. 

— de mer. VIII, 141. 
Umbre cylindrique, VI. 421 

— tachete. VI. 44, 

— VI. 36.47.49. 
Verdier. VII. 67. 
Vergadelle. Langued, V, 4t. 
Veron t IX. $7. 

Verrat de mer. V. 9. 
Verrue. VIII. 63. 
Vieille. V. 113. VI. 14. 
Vielle, VI. 14, 

Vöilier. VII, 8*. 84. IX. 1064 
Vosmar. VI. 120. 
Voncondre. IX. y2, 
Vrac, Grandvilhi VI, 14*. 



Italiänifchesj Spanifches und Portugiefifches Regifter. 



Alboro. Venedig. V. 103. 
Alelunghe. Sita. VII. 33. 36 
Aloador. Portug. IX. 11. 
Araneo, Toscana. VI. 57. 
Arboretto, Ancona. V. 67. 
Arboro. Venedig. V, IC3, 
Aterina. Ital. VIII. 160. 

_ Span. VIII. 160. 
Aurada. Malta. V. j;; J8- 
Barbarin. Portug. VII. 101. 
Barboni. Venedig. VII. 101. 
Beic Rey. Port. VIII. 160. 
Bicuda. Port. VII. 84- 
Bize. Span. VII. 44. 47- 
Bodiano ver-de. Port, V. 126 

_ vermelho. — IV. 33. 3 y, 
Allg.Naturg.d. Fifche. Th 



Bronchini. Vened. VI. f7. 
Cänina. Sardin, V. y8, 
Caplar, Malta. VIII. 169. 
Capo groffo. Genua. VIII. 164.169. 
Capone. Ital, VII. ioj. 109. 
Cefalo, Nvap. VIII. 164. 169 

— Rom. VIII. 169. 
Cievalo Vened. VIII. 169. 
Concadita. Neap. VIII. 164. 
Concordita. Sardin. VIII. 169 
Corrovado. Portug, VII. 71, 
Corvo e Gorvetto. Rom. VI. 49 

— de Eortiera. Ital. VI. 36.58 
Cumula. Sardin. VIII. 169. 
Dentale. Ital. V. 70. 74. 
Dentice. Sardin. V. 74. 

XII. T 



Dentici. Malta. V-: 70. 74, 
Donzella. Ital, V. 146. 
Dorado. Span, V. fg. 
Drofch, Sardin, IX. 64. 
Falcone. Malta, VII. 109, 
Fragolino. Rom. V. 103. 
Frangolino. — V, 183, 
Girelle. Vened, V. 14s, 146. 
Harufa, (Malta), V. 146. 
Lavonus. Genua. VIII. ij6. 
Leczia. Jtal, VII, J3. 
Luccio di mare. Sardin. VIII, 

i?7V 138. 
Mella. Rom. VII. yj. 
Menchina di Re. Neap. V. 146. 
Menelo, Vened; V. 84. 



142 



Nahmenregißer dir ausl'ändifchcn Fifche. 



Menola. Sardin. V. 84, 
Merlano, — IX. 64, 
Minula. Malta, V, 84. 
Morthy. Sardin, IX, 64. 
Muggino nero. Genua. VIII, 164. 
Negre. Vened. V, J3, 
Orata. äotk, V. yj, 
Ora, Vened, V, J3. 
Organie. Genua, VII. 113. 
Ozzano, iVeatp. VIII, 164, 169, 
Face f urea. Ital, VII, 109. 
Pagel. «Span, V. 103. 
Pagella, Malta. V. 99, 103. 
Pagello. Sardin. V, 103,1 
Pagra, Sardin. V, 66, 
Pagru, ' Malta. V. 66. 
Pampel afa. Port. IX. 90. 

— branco. — IX. 90, 

— prete. — IX. 90. 
Parghi, Span, V. 66i 



Peixe volador. Portug. VII. 119, 

— volante, — IX. if. 

— royal. — IX. 22. 25-. 
Pefce Rondine. Ital, IX. 12. 
Pefche-Gatto, Portug. IV. 90.- 
Phagros, Portio, V. 66. 
Pudiano, — IV. 35. 
Pudianoverde.' — V. 122, 12J. 
Puntazzo, Sardin. V., 16. 
Quenaro, Genua, VIII. 160, 
Rondela. //«/. VII. 119. 
Rqndine.i?o?7z. VII. 119. IX. 10. 12. 
•Rondola. Ital. VII. 119. 
Salmoneta. Span. Portug. VII. 97. 
Salpa. Ital. Sardin. V. 48* 
Sargo, Mal, V. 40. 

Sarpa. Genuef, V, 48, 
Scylpa, Malta. V. 48. 
Schelfiscio. Sardin,. IX, 64, 
Segreto. Sardin. VIII. 160, 



Selliraa, Portug. VI. ?y. 76, 
Sfirena, Sardin. VIII. 137, 13g» 
Soldido, Portug. VW. 89. 
Spargoil, iS/?<ot, V. 90. 
Spargu. iWafra. V. 90, 
Sparlo, /ta<;. V, 90. 
Sparo. Sardin. V. 90, 
Spigela. Äcw.. VI, $7. 
Spillancola. Ital. VIII. 160 
Tarantola. Rom. VIII, H7» 
Triglina. fta/. VII. 101. 
Trotta. Ital. IX. $-9, 
Tumula, Neap. VIII. 164. 
Turdo, Ital. V. «2. 
Umbrina. Sardin. VI. 36, 3g, 
Verdone, Ital. V, 122, 
Volador. 5parc. VII. 119, 
Volandor, — IX, ij. 
Volante, — IX. iy, 
Zigurella. Sardin, V. 142. 146. 



Holla ndifches Re 



ö 



e r. 



Bagre, VIII, 28. , 
Balgeefche Geeb. VIEL 141. 142. 
l,oots - Kaak. Vlll, 87. 89. 
Borftelvin. IX. 35-. 37. 
Cacatoea, de groene, IV. 30. 
Cacatoua Capitano. IV.' 24. 
Conings-Vifch, 11. 38. 42. 
Dreg-Dolphin. Vlll. 89. 
Duyvel-Vifch, roode, VlLiojic^ 
Gaffel - ftaart, V. 127. 
Gatt-Visch. IV. 90, 
Geel- ftaart, V. 16. 
Goldftromer. V, 48. 
Gond- Braaffem. V. j8. 
Half-beek. Vlll, 14J. 147. 
Härder. Vlll. 166. 169. 
Hoogkyker. Vlll. 7. 12. 
Jacob Evertfen. IV, •}<;. 36, 



Jacob Evertfen, roode. VI, 96, 
Jnkhorn - Vifch. VI, 122, 
Jonker- Vifch. V. 146, 
Kakatoe-VHch, IV. 3j. 
Klip-Bager. Vlll. 82. 85-, 
Koorn aair- Vifch. Vlll». 160, 
Layer. Vlll. 82. 84. 
L00t5mant.es. Vll. 60. 64, 
Magelange. Vll. 38. 
Marquillac. IV. 79, 
Meer -Bleier. IX. 38, 39, 
Papagey - Vifch. V. iif, 

— — roode, IV. 28, 

— — groene. V, aj, 130. 1 $2,, 
Pyl-Snock, Vlll. 138, 
Roode Braaffem. V. 103. 
Schild -Snoek, Vlll. 143. 
Schonverdick. IV. 63. 6y. } 



Slaven- vifch. IV. |i. 
Snoek, Brafiliaanfche. Vlll. 147, 
Soufalat- Vifch. Vi. 94. 96. 
Steen - Kaal - Kop, V. 4. 
Tabakspyp ■ Vifch. Vlll, 126, 133. 
Tan -Braaffem. V. 74 
Trompetter' V'fch. Vlll. 133, 
Viif Vinger Vifch. Vll. 61. 
Vliegende Vifch. IX, u, i 5 . 
Zaek- Braaffem. V, 6j, 
Zee hahnmettwintig etc. Vll, 119, 
Zee - fehyter. V. 84. 
Zee -fnip. Vll. 8 3. 84. 
Zee -Snoek. Vi. J6, 
Zee-Uyl, vliegende, Vll, 119, 
Zcyl- Vifch. VU. 84. 



Nahmetircgißer der auslandifchen Fifche. 



143 



Englifch 



g 

Anchovy. 1, ^21 3. 414. 
Angel- Fifh. IV, of. 38. 

— hairy. Vi. 111, 

— ofCuracao. Vi. I06 

— ftriped. VI, 93. 

— variegated. VI, ff. 
Are • Fifh, VI. 77. ... 
Argus -Flounder, 11, 51, 
Aman -Chetodon. VI. 62. 
Ash-Pampel. Xll, 90. 
Atherine, XL iy8, 168. 
Aspiüs. 1. 48. 
Baarfe, 11. 72. 
Balance- Fifh, IV. 29. 31. 
Bald -back, fhort.tailed, V. 61, 

— long - tailed. V, j^. 

Baller - Carp, 1, 62, 
Band -Fifh. V, 126. 
Band-ßick. 11. 82. 
Barbell. 1. 109. 113. 
Bare ■ breaft, netting. * Xll. 85". 

— — African. Xll, 86. 
Barrel- €ed. 11. i^, 

Bafe, Vlll. 37. 40. 
Baffe. IX, 5-3. ?6. 
Beak -Chetodon. Vi, 78. 

— Tetrodon. V. 8. 
Bearded. 1. 224, 227. 
Bellaw-Fijh, IV, yö. $7, 
Bitter -Carp. 1. J2*. 
Black -Fin. VI. 6y. 

— - Goby. 11. 6. g. 

— - Pampel. Xll. 94. 



R 



g 



ft e 



*) 



Bleak. '1, jy, $7. 
Blenny, banded, V. Ho. 

— — Eye-ftring. V, 118. 

— thick . neck, V. iiy. 

— fpotted, 11. i%6. 

— viviparous, ll, 188. 
Blicca. i, 6y. 

Blind- Fifh, Xll, 71. 
Blue-Fifh. V, 149. 
Bonneto. 11, 9$". 
Bounee, IV. 16. 
Bream. 1, 7$. gl. 
Breet. 11. 56, 
Briftly, long. VI, 36. 
Bottle-Fifh, prickly. IV, 73. 
Broad-fin. VI, 67. 
Bronce. 1. 18, 
Bulcard. 11, i8f, 
Eullhead, arrned, 11, ij, 

— Eaft-Indian. V. ifö. 

— horned. 111. 170, 

— r@ugh. V, 1J9, 
Bulltrout. 1. 47. 
Burbot. 11. 178, 181. 
Butt. 11. 41. 

Butter- Fifh. 11. 188. 
Butterfly-Fifh. V. U3. 114. 
Cackerell. Vlll, 84. 
Carp. 1. 92. 

— Buggenhagen's. 111. 137. 

— fringed. Xll. 50, 

— cirrhatedi Xll, fa, 
Centlina. IV. 24. 26, 



Chain -Fifh. Xll. 84. 
Cham 111. ij9. 
Chetodon Argus. VI. 86. 

— Bengalian, VI. 110. 

— bordered. VI, 98, 

— blue. VI. 102» 

— dropt. Vi. %$. 

— eight-ftreaked, VI, 113, 

— golden. VI. 49, 

— great-fealed. VI, 69. 

— Maurice's, VI." 109, 

— Flumier's. VI. 104. 

— rhomboidal. VI. ioa. 

— ftreaked. VI, 90. 

— two-coloured, VI. 94. 
Chimera.- IV. 61. 

Chubb, I. 4y. 
Goal -Fifh. II. i<Jj-, 
Cook- Paddle. II. 182. 
Cod-Fifh. II. i4y. 1^9, igy, 

— greater. IV. 18, 

Cod, three - bearded, V. 101. 102, 
Collar. VI, u& 
Coney-Fifh. I, 108. 109. 
Conger. V- 37« 
Conger-Eel. V. 37, 40, 
Common - Angler. III, g j, 

— Cod-Fifh. II. ns. 

— Mackrel. II. 89. 
Crack-Beüey. I, 249. 
Cramp-Fifh. IV. 44. 47. 
Crefcent- Tetrodon, V. 4. 
Crooked. V. 123, 



*) Diefes Regifter erftreekt fleh über alle zwölf Theile; und zwar ift es über die feehs erften 
Theiie vollständig, weil die im .Texte fehlenden Nahmen aus den Kupfertafeln eingetragen 
fi«d. Bei diefen Nahmen ift die Seite bemerkt, wo der Fifch , dem der Nähme zukommt, 
befchrieben wird. Aus den letzten fechsTheilen find nur die wenigen Nahmen, die im Texte 
fteksn , eingetragen worden. Der Band i& in der Folge des ganzen Werks angezeigt worden, 



T x 



144 



Nahmenngißer der auäändifchen Fifohe. 



Crow-Fifh. VI. 46. 
Cruclan. I. 69. 71. 
Cuckold-Fifh. IV. log. 109. 
Cull, or Miller" s Thiimb. II. iy. 
Cunning. VI. 41. 
Bab. II. 4f. 46. 
Daoe. III. 141. 
Deep -water -Fifh. XII. 54. 
Devil-Fifh. III. g<5. XII. 79. 
Diödon, long. IV. 67. 

— round, IV, 69, 
Dobula. I. 42. 
Dolfin. V. 145-. 
Dog-Fifh, fpoited, IV. 16. 31. 
Dog-Fifh. &W»«4Tö/fc. XII. 7J\ 
Doree. H, a y. 27- 
Born-hound. III, 78. 
Dorfh. II, 14.2, 

Double -Chin- Gilt. XII. g?. 
Drägonet. gemmeous, V, 79. 

— fordid. V. 84. 
Dropt- Chaetodon. XII. 99. 
Duke. VI. ff. 

Eel. III. 4. 16. 

— electric. V. 45. y6. 

— checky, V. 3?. 

— Ujftr. III. 41. 
Eeel pout, II. 191. 
Electric Ray. IV, 44. 
Elwers, V. - 4©. 
Emperour. VI, . yi. 

Father. • Lafher. II. 19. 22. 
File -Fifh, Chinefe. V. 29. 

— long. V. 2?. 

— fpiny. V. 19. 

— double fpiny, V. 17. 
Fierce- Flair. III. 64. 
Eire-flaire. III. 64. 
Fishof Paradis. XII. 30. 
Flair. III. y 7 . 

lat-Nofe. XII. 27, 



Fletan. II. 47. 
Flounder. II. 39. 

— Brafilian. VI, 34. 

— lefc. II. -87. 

— vough. VI. 2f. 

— fmall. VI, 29. 
Fiucke. II. 41. 
Flyingh- Fifh. X, 119. XII3.14.Tf 
Flying-Trigla, fmaller. X. 133. 
Frog-Fifh. III. g6. 

Gar or Gar- Fifh, I. 259. 

— green, XI. 5*41. 
Garpike. I. 237. 
Gibbons, VIII, 124. 
Gibel. I. 71. 
Gild-heäd. VIII. 13. y«. 

— red. VIII. s%- 

— toothed. VIII. 95". 
Gild-Foll. VIII. Jg. 
Glebe. IV. 70. 71. 131. 

— ftriped. IV. is«. 
Globe-Fifh, ftarry. IV. 126. 

— little. IV. 69. 130 

Goby, blue. III. 16g. 

Plumier's. V. iy4- 
Gold-Fifh. 111. 132. 137. 
Golden -Fifh. 111. 137. 
Golden Tench. 1. 90. 
Goldlin. Vlll. 48. 
Goldfinny. Vlll. 117. 120. 
Grayling. 1. iyt. 162. 
Greenfifh, 11. iy9, 
Gregling. 1, 60, 
Grey - Gurnard. 11, 123, 
Grey-Trout. 1. 147. 
Grooper, poifoned. VI. 10. 
Groundling. 1. 337. 
Grünt.' IX, 124. 
Gudgeon. 1. J7. 60, 
Guned. 11. 123. 
Gunellus. 11. 188. 



Gurnard. II. isr. 

— red. 11. 124. 

— ftreaked. X. iaf. 
Gwiniad. "1. 163. 

— broad. 1. 170. 
Haberdine. 11. iyj. 
Hacke. Vlll. 66. 
Hadock, 11, 138. 14a. 
Hake. V. 94, 98. 
Halb Fifh. 1. 141, 
Hatched - Belley.. 111, 166. 
HawkenVFifh. xll. 9f. 
Hedgehogg Globe-fifh. IV. 70, 71, 
Herring. 1. 186. 303. 

— of Malabar. Xll. ny. 
Herring- Carp. Xll. 49, 
Hind. Vi. S9. 91. 
Hog-Snoiu-Mullet. XI. 164. 
Holybut. IL yi. 

Hörn -Fifh. 1. 339. IV. ioy„ 
Horned Fifh. IV. 10«. 
Horfe ■ Mackrel. 11, ioy, 107, 
Idus - Carp. 1. 2 ja. 
J«w-Fifh. Vll. 36. 
Keeling, 11. iy9. 
King -Fifh. Xll. »$•. 
Kite-Fifh, X. n j. 
Knife - Carp, 1, ayy. 
— -Fifh. IV. 41. 
Knorre-haen. V. iy7. 
Lamprey. 111. 38. 41. 

— the leflcr. 111. 43. 

— Planer's. 111. 47. 
Lancet-Goby. 11. y. 
Lauace. 111. 34. 

Ling. 11. 174. 
Little- Pipe. 111. ny r 
Loach, 1 2i y, 

— beardtd. 1. 234. 

— muddy. 1. 216. 
Longbearded, 1. »47. 



Naktnenregifitr der ausländifchen Fi/che. 



HS 



iuimp. 111, 10 j. 
Mackrel, 11. 88. 94. 

— fpaaifh. Xll. 108. 

— coothlefs. Xll. Ho, 

— little. Xll. iio. 
Maids. 111. J8.» 
Maraena , great. 1. 172. 

_ fmall. 1. 176. 
Marble-Synbrank. Xll. $7. 
Milvel, V. 40. 
Minim or Minoc, 1. 61. 
Mingo. V. 1*. 
Minow. 1. J4. 60. 
Moni. IV, 2i- «8. 
Monk ■ No'/e. 111. 86. 
Morgay, IV. 2J. 
Mort-Forktail. 1. 141. 
dorther of Anchovis, 11, IOJ, 

— of Herring. 1, 213. 
Mountain. V11L 164. 
Mountain - Salmon. V. 1$% 
Mulatto. Vi. 117. 
Mullet. Vlll. i<*4- l6 9> 
Mulgranoc. 11. 18J. 
Muräne, V. 31. 34- 
Needle-Fifh. 1. 239- m - " 3 - 
Negro-Pifh. IX. 74. 9*> 
Nofe - Carp. 1. ?*. 
Kofe- Herring. Xll. 116, 
Nofe-Trunkfifh. IV. HS. 
Notocanth. Xll. 114. 
Numb-Fifh. South-Carol. Xll. 8*> 
Numbing-Eel. Philad, Xll. 89 
Old-wife. V. 22. 24. 

— black. V, 27. 
__ little, V. if. 

— fmoeth. XU. 82. 
Old-wife -Fi/h. IV. 99. IOO. 
One -Spot. VI. 75- 
Orb-Cbetodon, VI, 81. 

Orf. M. 13*» 



Ota-Fifh. X. 84. 
Otter -Pick. 11. 124. 
Pampel, golden. V. 7f, 
Pea-Cock'sEye. Vi. iof. 
Pearl. 11. 37. 3 |. 
Perch, ,11. 66. 72, 

— rough. 111, 17J. 
Perfian, the. VI. 82. 
Pike, 1, 229. 23$. 
Pihtrell. 1. 23$% 

Pike -Perch. 11, 6%. 
Picked Dog. 111. 74. 7s. 
Pilcliard. Xll. 40. 
Pilot -Fifh. Vll. 6i. 
Fink, 11. 7. 
Pipe-Fifh, 111. 114. 

— double fpiny.. IV, 10 
Plaife. 11. 32. 
Pogge. 11. 16. 17, 
Poifoa.Fifli. New- York. IX. 63 
Pollack.. 11. 172. 173, 
Poor, 11. 167. 169. 
Pope. 11, 77. 
Porpes. 111. 123» 
Porpeffe, 111. 110. 123. 
Porpus, Ul, 123. 
Pout- King- Fifh. Xll. 34. 
Pricklty. 111. 78, 
Pride. 111. 46. 
Rainbow ■ Fifh. Vlll. 142. 146. 
Ravenous. 111. 19. 
Raw- Pollack. 11. 167. 
Ray, rough, 111. 67. 

— lharp-nofed, 111. 57. 
Red-beard,fmaUer, X. 101. 
Ribband-Fifh. X. 91, 
Ribban - Loach, 1. 221. 
Ring. Vi. 114. 

River- Bullhead. 11. 12. 

— Dolfin. V. 140. 

— Salmon, 111. 152. 

T 3 



Roach. 1. 38, 34. 

Röchet. X, 109. 

Rock-Chetodon. Vi. 9Ä. 

Rock - Eel. . New - York. IX. 6$. 

Rock -Fi/h. 11. 7. 

Rotchtd. II, i2f. 

Rough -Hound. IV. 23. 

Royal Carp. 1, 107. 

Rud. 1. 28. 

Ruffe-, 11. 74. 77. 

Salmon. 1, 128. 141. i_47-, 

— blue. 111. ifil. 

— male. 111. 146. 

— Goeden's. 111, Iff. 

— Schifermiller's, 111, IJ7- 
Salveling. 111. 149. 
Saltwater-Katftfh. XI, 28. 
Sand -Fels or Launcts. 111. j»5* 
Sapphirine, 11. 127, 
Saw-Fifh. IV, 41, 

Scad. 11, iojr. 

Scarpling. 11, 82. 

Scorpene. Vi. f. 

Scorpene, Eaft • Indian. Vi. i«. 

— ffying. VI. 21. 

ScuU-Fi/h. IV. 70. 71» 130» 13*» 
Scurf. 1. 149. 
Sea -Adder. 111. i\6. 
Sea-Bät. IV. 12. 
Sea-Bream. Vlll. 66. 
SeaButterfly. VI 92. 
Sea-Gock. VI, 38. 
Sea-Devil. 111. 82. 86. 
Sea-Dragoh. IV. fs- H. i?4- 
Sea-Eagle, 111. 61. 
Sea- Gudgeon. 11 6. 7, 
Ssa-Heion. Vi 72. 
Sea-Horfe. IV. 6. 
iea - Hound. IV. 34. 
Sea-Junkerlin. Vlll. 143. 
Sea- Loach, V. 100, 



Nahmenregißer der ausländischen Fifche. 



Sea- Necdle. 1, 239. 

Sea-Owl. 111, 106. 

Sea • Pea - cock. V. 146, 174. VI. 60 

Sea- pike, XI. 136, 138, 

Sea-Pipe. IV, y. 

Sea-Rough, V. 34, 

Sea-Sault, 1. 179. 

Sea - Snail. IV. 48. yo. 

Sea-Sparrow-Hawk. XI. ng 

^ea - Trout, I, 143. 147. 

.Sea - wolf. III. 23, 

Sea -Zebra, VI, 37. 

Shad. I. 209. 

Stark (Embrio ofa) III. 74. 

— belted. IV. 19. 

— blue. III. 78. «o. 

— white. IV, 33,. 
Sheat-Fifh. I. 342. 346. 

— bimaculated. XII, 113, 
Short - Diodon, IV. 71, 
Shorter - Pipe. III. 113. 
Sickle-Carp. XII. $-4. 
Silver-Eel. HI, 16. 
Silverfifh. VI. 38. 44. 
Silver- Lamprey. XII. 74, - 
Silver-Pampel. XII. 93.' 
Single. III. 173. 
Skate. III, yy. 5-7. 
Skaite. New - York, XII. 75-, 
Smellinlihe ■ Thyme. I, 163. 
Smelt. I, 18). 183, 
Smith, VI, 107. 
Smout. I, 141, 
Snake'-Fifh, beaided. V. 70. 

— — fpiny, V. 73. 
Snipe-Fifh. IV. y6. ^7, 
.SWr. XI. iyg. 1( jo, 
Sole. II, 43, , 4^, 
Speilin. I. yo. 



Spirling. III, 143. 
Spith-Fifh. XI, 138, 
Spvat. I. 206. XII, 38, 
>prod. I, 141, 
Square -fifh. IV. ny. ufi, 
Squirrel. VII. 6y. 
Synbrank, fpotlefs. XII. 88, 
Star- gazer, V. 90. 93, 
Stickle-back. II. 79, 
— ' — fifteen fpined. II, 84 

— — leffer. II. 82. 

— — three fpined, II, go. 
Stockfifh, II, iy 9 , 
Striped, the. VIII, 124. 
Sturgeon. IU, 89. 97. XII, 79, 

— great. IV. 79. 

— Ruffifh. III, 9g. 
Sucker. III, 103. 

— onetuous, IV. 48, 
Sucking - Fiih. V. 131. 135-. 

XII. 96. 
Sun -Fifh. IV. 7y. 77. XII, 79. 
Surgeon. VI. 99. 
Surmuler, red. X. $9. 101. 

fttiped. II, in. ii<5 
Swallow-Fifh. X, 119. XII. 13. 
Swhnmeiv IV. $-3. 
Sword Fifh. HI. 28. V. 67. X 84, 

— under. XI. 147. 
Tabaeco- pipe -fifh. XI. 128. 
Tang. XI, 171. 
Tarrctorsh, II. 143. 
Telescope, XII. yi. 
Tend-i. I. , £4. 86. 
Teüodon, Honkeny's. IV. 133, 

— oblong. V, 6. 

— Spengler's, IV. 13$-, 
Thornback. III. <sy, 67. 
Tiger- Siiark, XII. 78. 



Toad^Fifh, IV. 104. I23. III. %$> 
XU. 79. 80» 

— American. IV, 13, 
Toad - Codfifh. II, 170. 
Tope, IV. 32. 

Torpedo, IV, 44, 

Torpor-Fifh. V, 43, 

Torpor - Eel, V. f 6, 

Torjk, II, 143. 
Treble-couloured. XII. 103* 
Triangulär -Fifh, IV. ne, ui. 
Trimaculated. VIII. 134. 
Trout. I. 149. ijj. 

— brown. I. 157. 
Trumpeter, XI, 126, 
Trumpet-Fifh. IV. s 6. $7. 
Trunk -Fiih. IV. 99. ioo k 

— double fpiny, IV, 103,. 

— knitted, IV. 101, 
Trut. I, 143. 
Tub-Fifh. II. 127. 
Tunny. IL 95-, 
Turbot, II. y 4 , f6. 
Turret- porter, IV. nj, 
Umble. III, If4. 
Vagabond. VI. 88. 
Vimba. I. 38. 

Walsbilot, New- York. IX. 61, 
Weather-Cock. IV. 131. 
Weever, common. II. 132. 134. 
Welfchmann. VII. 6y. 
Whiff. VI, 31. 33. 
White ■ Cunt. III. y8, 
Whiting. IL 161. 164. 
Whiting-Pout. V. ioy. 
Witch. VI. iy. 
Wolf Fifh. III. 19. 22, 
WrafTe. VIII, 118. 
Yellow ■ Gurnard, V. 81, 



Rfahmenregifler der aust'ändifchen Fifche. 



»4.7 



Dänifches, Schvedifchesj Norwegifches, Isländifches , Grönrändifches Regißer. 

Angmarfak. Grönl. VIII. 99. 103, 
Barbo, Dan, VII. 99. 101. 
Benfiaeliing. Schwed. VIII, 78. 
Berg -Galt. Norw. IV. 19. 
BergGylte. — IV. 19, 
Berg-Neppe. — IV. 117. 120, 
Fläckig-Hoitting, Schw, VIII. 111. 
Flyg-Fisk, £c*w. IX. ij, 
Flyfisken. Dan. IX. if. 
Hav-Karudfe, A r cvH', IV. 117.120. 
Hviid-Aal. Dan. IX. 67. 71. 
Indianifch-Stör. Schw, VIII, 71. 
Ingeris-Pitt, Dan, IX. 67. 71. 



Infchuvier, Dan. IX. 71. 
Ivik. &£ IX. 71. 
Kryp-Ring-Ming. 5cA«<. VIII. 89. 
Lodde, Dan. Schw, VIII, 99. 10?. 
Lodden-Sild. Dan. VIII; 99. 103 
Lods. Scn«\ VII. 64. 
Mulle. Z)än. VII, 99, 
Oer-Snylta. Schw. IV, 120. 
Phira. Sehw. IX. 71. 
Pihral, Norw. IX. 67. 71. 
Püor. — IX. 67. 71, 
Plp-Fisk. Schw. VIU, isg. 
Prick-Sraylta. Schw. VI, 42, 



Raate. A'b/«', IV; 117. 120. 
Senarfulik, Grönl. VIII. ioj„ 
Silverfisk. Je/w.. VIII. 160. \ 
Shepmark, Norw. IX, 67, 71, 
Soe-Aborre, Abrw. VI. 19, 
SocCarpe. XJä/z. VI. 19. 
Soe-Karudfe, Norw. IV. ia«x 
Soe-Karufle. Dan. IV 120. 
Sölvbandet. — VHI. 160. 
Strand-Karudfe. Norw. IV. 120. 
Stumpfnäfs. Dan, IX. , 27, 
Sudernaal, Norw. VI, f. 
Sugare. Dan, IX. 67. 71. 



Polnifches, Ruffifches, Tartarifches , Kalmuckifches, Kirgififches, Bafchka- 

lifches, Oßiakifches, Wotjakifcb.es, Joratifches, Teleutifches, Tfcheremißi- 

fches, Wogulifches , Barabifches, Aremiflfches, Sibirifches Regifter. *) 



Ak- Balik, Teleut. S9. 
Ak - Kongrala. Tart, 59, 
Alabuga, Tart,Barab,Kirgif,63, 
Alunga. Tfcherent, 6%, 
Almei. Wotjak, j8. 
Ao. an der Wog. 77. 
Affan- Balik. Bafchk, $6, 
Afu. Tart. Jö. 
Sagten. RuJJ, $6, 
Balik, Teleut. 63. 
Batachos. Kalmuck. 63. 
Bekre. Kalm. 76. 
Bel-Balik, Teleut. 77. 
Berdy-Balik. Bafchk. j 9 . 
Berfchick. Rujf. 77, 



Bertas, Tart, j6, 77, 
Befchenaja Riba. Ruß'. 
Bikre. Bafchk. 76, 
Bikria. Kirgif. 76, 
Belachus. Kalm, 63. 
Cara-Bucha. — 76, 
Gharius. Ruff. S9> 
Chaura. Kalm, 63. 
Choela. — 79. 
Chotubre, — Gf, 
Dowatfchan. Tart, $-9. 
Dubiele. Poln, $6. 
Et - Balik. Tart, 61, 
Fau- Balik. Teleut. 76. 
Galjantfckik. Ruf. 61, 



61. 



Garmak. 


RhF. 


57. 


Golawl. 


— 


$£ 


Gclez. 


— 


77- 


Golowf, 


— 


77. 


Goljan, 


- 


S7- 


Goljanfch 


X — 


61. 


Guftera. 


— 


rf- 


Jazgary. 


Poln. 63 




Jelautfcha. 


Tart, 


61. 


Jelez. Ruff, 77. 




Jefu -Balik 


. Teleut, 


S-8. 


Jerfch. R 


uff, 63. 




Joritfch, 


V/otjak. 


*?. 


Jufch. 


— 


63. 


Kaniok. 


R'ilf. s*. 





*) Alle Nahmen diefes Regiflers, liehen im 9ten Th. der Ausl, Fifche. Es ift daher nur die 
Seite angezeigt worden; die übrigen flehen bereits in den Registern über die erflen 6 Th.- 



^ 



1 36 



Nahmenregißer der ausländlfchen Fifche. 



Kadama. Tfcherem, f?. 
Kamfcha. Sibir, 63. 
Kaniok. Rujf. 57. 
Kara, Tart. f9> 
Kara-Balik, Tart. fg.. 

— — Teleut. $$. 
Karaka, Tart. fg. 
Karas. Rujf: fg.. ■- 
KraMejek. Barab, 63, 
Kafa. Oßiak. 63, 

Kafa Kuwafak. BafchA, 77, 
Kawe-, 0/?/'«£ fg, 
Kitu. Kalm. fg. 
Kivil - Gauam. Aremif. 63. 
JTu/. O/W. f6. 
Koliufchka. 'Rujf. 64. 
Kondukas. Oy?ia^. 77, 
Kongiala. Tart. 59. 
Korak. Tfcherem, 5%. 
Koras, Wotjak, fg. 
Körte - Balik. Tart. 6$. 

— — Barab. Teleut. 6$ 
Krasnaja Ruba. Rujf, $9, 
Krofchiza. Rujf. S9< 
Kuaguokole, Oßiak. 76, 
Kumnuk. Tart. -77. 
Kurbar-Balik. Tart. f8. 
Kufch-Kutfch-Balik, Teleut, 77, 
Kufir. Tart. fö. 
Lamba. Tfcherem. 6$, 
Lenok. Rujf 77. . 
Maliawka. -R^ 77. 
Meniok, Ukraine, 6f. 
Mier. Tart. 77. 
Nalim. .R«^ Wotjah. 6$, 
Nazos, Jorat. f£. 



Nirfa. Oßiak, 63, 
Niukol, — 6f, 
Nodin. — 77. 
Ocum. Rujf. 63. 
Ofipuli Wotjak. J9» 
Oska- Balik, Teleut. 77. 
Oskoi. Tart. 77. 
Offert, Ruß. 76. 
Palja. — $ 9 . 
Palok. Barab, 59. 
Pedi. Oßiak. $6. 
Piskor. .Sz^ y7. 
Piskofol, — 61. 
Plotwaa. — $&, 
Poduft, — 56. 
Podlefchtch, Rujf fg. 
Pomuchla. Poln. 64, 
Puskofop. Ruß. 61. 
Rgathka. — 64. 
Rifil-Balik, Bafchk. 77, 
Roffe. Jorat. rf. 
Sagafun, Kalm. fg. 
Safan, — $9, 

S.chabar, Wotjak. $6. 
Schamba- Balik. Bafchk. 6f. 
- Kirgif. 6s. 
Schamle. Tart. Teleut, 6f. 
Schar, Kalm. (,3. 
Schelesniza Riba. Rujf. 61, 
Seherech. Rujf. f6, 
Scherespen. — . f 6, 
Scheresper. — f6. 
Sehniger. Tfcherem. fg, 
Schurgjus, Kalm. 63. 
Scorge — 6j\ 

Seekarp. Rujf. f 9. 



Senez. — ff, 

Sewjuk, Tart. 77, 

Sig. Rujf, f 9 , 

Sirt. — f6. 

Sterleo. — 77, 

Sugha- Balik. Sibir. Tart; 77. 

Sügurlik Tfchukurlö. Kalm. 77. 

Suruk- Balik. Sibir, Tart. 77. 

Taban. Tart, fg, 

Taimen. Rujf, 77. 

Taimen. Oßiak. 77. 

Taimen. Rujf. 77. 

Taran. — f6. 

Tafch Bafch. Tart, 61. 63. 

— — BafchA, 63. 
Togo. Tart, 76, 
Tfchaber, — fg. 
Tfchebak. Rujf. f«, 
Tfcheben. Kalm. 77, 
Tfchi, Woguli 6s, 
Tfchopug. Wotjak, 61. 
Tfchorba, Kalm. 61. 
Tfchortan. Tart. Bafchk, 61, 
Tfchuba, Kalm. fg, 
Tfchuka. Rujf. 61. 
Tuban-Ba/ik. Tart. fg. 
Ugolak, Tart, 76. 
Uker. Kalm. fg 4 
ükleika. fiujf, 57, 
Ukutfch. am Ob. 77. 
Ulak. Kalm. f?. 
Wijun. Rujf, 61. 
Zaback. Tart; 77. 
Zachai Bucho. Kalm, 77. 
Zarba. Kalm. 77. 



Regifter 



Nahmenregißer der ausliindifchen Fifcke. 
Regifter in verfchiedenen Sprachen. 



Gharära, Arab, IX. 10. 12. 
Goedd. — VIII. 13g. 
Grisgris. Antillen. VI, 49, 
Grasgros. — ibid. 



Acara. Brq/il VI. 82. 

— aya. Brafil. IV, 45. 

— pinima. — V. 35, 

— pitanga. — V. 30. 
Acarauna. — IX. 103. ; Grünt. Carolina, VI. 124. 
AduppuUdipuruwai. Malab. IX.lGuacari. Brq/il, VIII. 70. 

nf. Guara Tereba. Brq/il, VN. 37.71. 
Afdelles. Candia, V, 146. IGuaru. — VI. 69, 

Agara, Arab. VIII. 138. iGuatucupaJuba. — VI. 74. 78. 

Ai Wawal. Malabar, IX. 90. iGHebucu. — VII, 33, 37. 

Aipimixira. Brafil. IV. 33, 35. Gugupuguacu. — VI. 74. 89. 
Ambatten Katti. Tranqueb, IX. 99. j Guiraguacu. — VIH. 27. 28. 
AneiKatalei, malaifch. VU. ijfi. Härder. Oßind. VIII, 169. 



— — tamulifch. IX. in, 
Apalika. Amerika, IX. 34. 
Arakola. Ceylon. IX, 108. 
Araguagu. VII. 81. 
Aralmin. tamul, IX. 49. 
Arbum. Dalmat. V. 65. 
Arroquero. Cap Breton. V, 66, 
Arufa,. Aräb. V. 146, 
Atoulri, Amerik, VIII. 174, 
Balaou, Antillen, VIII. 147. 
Baluna. Oßind. VIII. 169. 
Blanov. — ibid. 
Bouccanegre. Antillen. V, 103, 
Bouri. Arab. VIII. 169. 
Cacatoea Capitano. Oßind, IV. 2?. 

— mcrra. — IV. 28. 

— yoe. Japan, IV. 30. 
Camaripuguacu Brq/il, IX. 32.34. 
eeixupire.&ro/?/.VH, 93 36,57.5-9. 
Coro. .Sz-oA/. VI. 76. 
Coutai. Surinam. VIII, 7. 12, 
Curimata. iSra/7/. VIII. 93. 105. 
Djeräd el bahr. Arab, IX. 10,17. 
Emoi, Otahe.it. IX. af. 
Gammln, tamul, IX. 107. 
Ghaman, VI, 34. 



Jaguaraca. Brq/il. IV. 40. 

Jean Bourion. Indien, IX. 79. 

Ikan Badoeri Jang Ongoe, Oßind. 

IV. 62. 65. 

— Boenak. Japan. IV. 44. 

— Cacatoea. — V. 13g. 

— Ij'u. — V. 115. 
Dioelong. Oßind. VIII. 131. 



Ikan Tja belang Jang Terbang, 
Oßind. VII. 84. 

— Tfiakalang. Oßind. Will. 

143. 14/- 

— Warna Warna Roepan. 

Oßind. VI, 119. 
Immifch • Baluk. Tärk. VIII. 160. 
Joulong-Joulong. Oßind.Vlll.itf, 
Kalamin, tamul. IX. 32. 25. 
Kapirat, Japan. VI, 2}. 25", 
Karädtu Köndei. malaifch, IX. 14. 
Kari Kattalei. tamul. IX. 110. 
Karumudel. — IX, 99, 

Karun Kattalei. — IX. 110. 
Karu Wawal. Malabar, IX 90.94, 
Karutta, tamul, IX. 110. 

— Kattalei, Malab, VII, 1 34 
Kattalei. tamul, IX. 110. • 
Kefal- Baluk. TürA. VIII. 169. 
Kockurain. Tranqueb, IX. 61, 
Kura Kattalei. tamul, IX. in. 



— Jordain.^77z6ow. VI.98. iog, Lainpuga. VII, 33, 

— Lutjang. Japan. IV. 108 Long Tfing-Yu, Chines. lt. 51. 

— Makekae. Oßind. IV. 77. 7^ALucce/ie Mera. Oßind, VI. 94.96. 
Marate Djantan. Jap. VI 26.,MagefiI. Jrad. VIII. 13g. 



~ Merra. Oßind. VII, 18. 

— Ocora, Japan, IV. 38. 

— Ongo. Japan. IV. 70, 

— Paring. Oßind, VII. 106, 109. 



Marthy. Huds. bay, IX, 65. 
Merftan. Tärk, V. 67. 
Miiripira. Brafil. VII. n<5, nj, 
Millocono, neugriec/t, VI, 45. 

— Salcatoe, -- VII. 69. 7r,JMornati, Malabar. IX. gs, 

— Seythan Mera, Oßind. Mukfchen, Arab. VIII. 169, 
VII. io<5. 109. Muntfchikarel. jWa/aiar.IX. no. 



Allg, Naturg. d. Fifche. Th.XII. 



— Soefalat. Oßind. VI. 96. 

— Tembrae Cuning, Oßind. 

V. 32. 

— Terpang Berarapat Sajap. 

Oßind. IX. 11. 12. 

— — Warna Roepania, 
Oßind, VII. 116. 

u 



Narikoendei. malaifch, IX, 114, 
Nhaquunda. Brq/il, VI. 74, 84. 
Odoe. Guinea, VIII. 12J. 
Orada, Algier, V, 53, 
Oremin, Malabar, IX. 99. 
Pacu. J5™_/?/. VI. 75. 76. 
1, ajrikan, IX, 78. 



15© 

Panapana. am Rio dela P/ar.IX.78 
Pagaro, Dalmat, V. 40. 
Pangay. Japan. VI. 34. 25. 
Parei. tamul, IX. 108. 
Pejdmilei. — IX, 79. 
Penjop •• Pedjang. Ofiind, 

VIII. i?i. 133. 



Nakmenre gißer der auslänäifchen Fiftke. 



Sadei Wawal. Malab, IX, 90, 94. 
Salkoatoea, Oßind, VII, 69. 71, 
Safan. Armen. IX, $9, 
Savalle. Antillen, IX, jj. 97. 
Schiffch. ^raö. VI. 49. 
Sea-Ba». Bah- Ins, IX, 7%. 
Seffer. afrikan, VII, 57. $9. 



Perimbuaba, Braßl. VIII. 136. isg.jSelumixira, Braßl. VI, 7J. 76. 
Piabuca, Braßl. VIII. 107. 108. i Seng Kattalei. tamul, IX, 110, 
Pilitfchei, Malabar, IX. 110. Sawalei. Malabar. IX. 113. 
Pirabebe. 2/vj/?/, VII.116. ri9.jSewet-fifh. Bah- Ins. IX. 80. 



XII. 6. ry. 
Piraco aba, «— IX, 30. 
Pirametara. — VII, 9f. 97. 
Pira pixanga» — IV, 88. 90. 
Pirati apia. — IV. yo. 5*3. 
Pizi. Dalmat. V. 90. 
Prique. 0/frW. VI. 119. 
Poukutti. malaiföh. IX. n5; 
Puli Timlei. Tranqueb. IX. 78. 
Pulli Kurengken Sra, Malabar, 
IX. 78. 
Quiqui. Surinam, VIII. 89< 
Sabari, Aß5. IX. 10. 13. 



Smind. Türk, V. 90.' 
Soleil marin. Surinam. IX. 63. 
Söl Köndei. tamul. IK. yo, 
Sotu Kattalei. — IX. in. 
Sra. tamul. IX, 78. 
Taleipi fadtei. tamul. IX. 81. 
Tamoata. Braßl. VIU. 8«. «9. 
Tang, Guinea. VIII, 171. 
Tekir. Türi, VII, 101. 
Tetimixira, Braßl, IV. 32. jy, 

I3f. I3<5. 

Timilei. Tranqueb, IX. 79, 



Timlei, Tranqueb. IX, 79. 
Tiruckei, — IX. 79. 

Toeli. — VIII. 4 y. 

Tenteltsn. Oßind, VI. 104. ioy. 
Trompetta. creo/, VHI. 133. 
Tfchuka. Armen, IX. 77. 
Tumbi. Malabar, IX. 99. 
Turwatie Kattalei, r«*m//, IX.uo, 
Udupätfchi. Tranqueb, IX. 96. 
Urutu. Braßl. VlII. «3. 8f. 
Walang Kattalei. tamul. IX. 111. 
Walen Parei. tamul, IX. 108. 
Walagandei Parei. tamul. IX. 109. 
War Kattalei. tamul. IX, m. 
Warang Borei, malaifch, VII. «9. 
Wawal. Malabar, IX. 89. 
Wöllei Wawal. .AfaZa&ar. IX. 90.93 
Wöllramin, tamul. IX. ioj. 
Wön Köndei, — IX. ja. 
Wüng Kattalei. — IX. 110. 
Zarganes. Criech, VIII. 13g, 
Zillo. Rhodus, V. 146. 
Zugna, Atmen. IX. y8. 



151 



Alphabetifches Sachregifier über alle %wölf Bände, 



A. 

Aale (Gefchlecht der). III. 2, Kennzeichen 
des Gefchlechts, ib. Geftalt diefer Fifche, ib. 
Sie find Räuber und faft alle Bewohner der 
Meere, ib. Schriftfteller, die mehrere Gattun- 
gen befchrieben, 3, 

Aal (der gemeine). III, 4. Kennzeichen und 
äufsere Bildung , 4. j-. Die Farbe ift verfehl e- 
den, f. Innere Theile, 16. Macht den Ueber- 
gang zu den kriechenden Amphibien, j. Sein 
Werth bey verfchiedenen Volkern , j. 6, Hält 
fich beinah in allen grofsen Landfeen und Flüf- 
fei> auf, 6. Liegt im Winter im Schlamme , ib, 
Zeit und Ort des Fanges, 7, Gröfse.ib. Die 
Haut zäh und durchfichtig, 8. Seine Nahrung, 
ib. Feinde, ib. hat ein zähes Leben , ib. be- 
kömmt beim Verfahren eine Krankheit, ibid. 
vermehrt fich fehr ftark, 9. Meinungen über 
feine Fortpflanzung, bei den Alten, 10. bei 
den Neuern, 11— 14. eigne Nachrichten darü- 
- ber, 14. ij. Art ihn zu fangen, if. wie er ge- 
noffen wird, 16. wie er eingefalzen wird, 
ib. Kritik der Ichthyologen , 17. 

— ( der bunte). V. 3$-. Kennzeichen , Körper- 
bau, ib. foll fich in Oftindien aufhalten, 56. 
Die Art feiner Fortpflanzung unbekannt, ibid. 
Gröfse, ib. 

— ( der elektrifche ) , eine Art der Kahlrückm, 
V. 43. Kennzeichen, ib, Körperbau, 44, fin- 
det fich in Surinam, Guinea, u. f. w, ib. fein 
Fleifch, ib, feine elektrifche Kraft, 45-, Ge- 



lehrte, die diefe Eigenfchaft beobachtet haben, - 
4f — 47. neuefte Verfuche darüber, 47— yi. Fol- 
gerungen daraus, fi— 74. . Zweifel , ob es Elek- 
trizität fey, 5-4. Wie der Zitteraal gefangen 
wird, jy. Seine Nachbarfchaft im Waflerfcheuen 
Fifche und Meufchen, XII. 89- Die Art feiner 
Fortpflanzung Hl ungewifs, V. fj-, innere Thei- 
le ,j $6. Kritik der Ichthyologen , $7. j g. 

Aalfang (der), ein Zeug zum Fifchfange, I. 13. 

Aalflöfse (die) oder die Aalpuppe, eine Art 
Angel, I. 13. 

Aalmutter (die), eine Art der Schleimfifcfo, 
II. 188. Kennzeichen und Geftalt, 189. innere 
Theile weichen von denen der übrigen Fifche 
ab, 191, Sie lebt in der Oft- und Nordfee, 189. 
Gröfse, ib. Art der Fortpflanzung; fie bringt 
lebendige Jungen, 190. ihre Nahrung im Grun- 
de, ib. ihr Fleifch wird nicht geachtet, ib. ift 
in Neuyork eine angenehme Spcife, XII, 6f, 
ihre Feinde, II, 191, Berichtigung der Ich- 
thyologen, 193, 

Adelfifch, f, Weifsfellchen. 

Aefche (die), eine Lachsart, I. ifg, Aeufse- 
rerBau, 1^8.1^9. innere Theile, 161. ift nicht 
fo gemein, als die Forelle, IJ9. war fchon bei 
den Alten ein Leckerbiffen , i<5o. ihr Fett foll 
eine befondre Heilkraft haben, ib. fie vermehrt 
fich nicht ftark, ib. ihre Wanderungen, i(Jj f 
fie verzehrt die Eier des Schnepels, 164, Sie 
findet fich im Don, im Cafpifchen Meere und 
in den Flüflen Sibiriens , XII, $• 9, 

U a 



»5» 



'Alphabetisches Sacfiregifier üher alle {wölf Bände. 



Aefdh-e ( die breite), eine lachsare, I, 170. iff 

eine Abänderung des Schriepels, 
After fleck (der), eine Art der Röthlinge, X. 3. 

Rennzeichen, ib, Körperbau, 4. ift aus Japan, 
Aland (der), Karpfenart , I, 4$-, wird mit dem 

Döbel verwechfelt , 47. wie er zubereitet wird, 

46. wird ziemlich grofs, ib, vermehrt fich ftark, 

47. Geftalt und innerer Bau , 46; 47. 
Alandb lecke (die), eine Art der Karpfen, 

I. SO, hat fich erilfeit einiger Zeit in der Wefer 
eingefunden', fi. hat eine fehr grofse Menge 
au'fserft kleiner Eier, ib. 

Älpforelle (die), eine Art der Lachfe, Hl. 
15-8. Kennzeichen und äufsere Bildung, 159. 
Bewohnt die hechftcn Gebirge, ib. Zeit und 
Ort zu laichen,, ib. Fang, 160. Ob fic eine 
eigne Gattung macht, ib. ihre Nahrung, ib. 
Meinung des Linne über die Erfcheinung die- 
fer Eifche auf hohen Gebirgen ,. 161. 

Älfe (die), eine Art der Heringe, I. 209-, Kenn- 
zeichen und äufsere Bildung, 210. innere 
Theile, 212. wird vom Wels, Hecht und Barfch 
gefreffen, ib. lebt in der Nordfee, dem Mittel- 
ländifchen Meere, der Eibe und demRhein,2io. 
Gröfse, au. Coli das Gewitter fcheuen und die 
Mufik lieben, ib. auch den Salzfchiffen nachge- 
hen , ib. ift im Meere mager und wird in den 
Flüffen fett, ib. Ift im füdlichen Amerika fehr 
gemein, XII. 6q. auch im Don und in der 
Wolga , ib. Die Ruflifchen Schiffer halten fie 
für giftig, ib. 

Alter der Fifche grö'fstentheils fehr hoch, 1. 9 

Alte Weib (das), eine Art der Hornfifehe, V. 
22. Kennzeichen und äufsere Bildung , 23, in- 
nere Theile, 24. wohnt in den oft- und weft- 
indifchen Gewäffern , 23. hat den Nahmen von 
feinem grunzenden Tone, 24. Gröfse, Nahrung, 

• 'ib. kann den Bauch etwas aufbiaffin, ib. Be- 
richtigung der Ichthyologen , ib. 

Anei (der) ,. eine Art der Johnfifche-, X. iqf> 



Kennzeichen, Körperbau, Farbe, 13J, 136. fft 
in den Malabarifchen Gewäffern einheimifch. 

Angel (die), I. 13, 

An jovis (der), eine Art der Heringe, I. 212. 
Kennzeichen und äufsere Bildung, 213, innere 
Theire, 314. findet fich in der Nordfee , dem 
Atlantifchen und Mittelländifchen Meere, 213. 
wie er gefangen und verfchickt wird, 214. 

Ankerzahn (der), eineArt derMeeröra/fimen,. 
VIII. 108, Kennzeichen, ib. äufsere Bildung, 109. 

A n f a u g e r ( der ) , eine Art der Schildfifche, V. 
134. Kennzeichen, ib. äufsere Bildung, 135*, 
innere Theile, 136. wohnt im mittelländifchen 
und grofsen Weltmeere, 135, fein Fleifch ma- 
ger, ib. er hängt fich. an die Schiffe und Hay- 
fifche, 136. feine Gröfse, ib, worin er von 
Schiffshalter unterfchieden . 137.. 

Apua (der), eine Art der Bodianfifche , VII. 
yo, Kennzeichen, Körperbau, yi. ift in Bra- 
filien zu Haufe, und gehört zu den Zugfifchen, 
ib. fein Fleifch fett, ib, Zubereitung deffelben, 
J2. Gröfse, ib. Kritik der Ichthyologen, ib. 

Argus (der), eineArt der linkäugigen Schol- 
len, II, yi. äufsere Geftalt und Schönheit, y2. 
lebt im Anrerikanifchen Meere. 

— eine Art der Röthlinge, IX. in, Kennzei- 
chen,, ib. Körperbildung, 112. 

— eine Art der Klippßfche, VI. 86. Kennzei- 
chen, Körperbau, ib, lebt in den füfsen Waf- 
fern Oftindiens, 87- feine Nahrung, Fleifch, ib. 

Aufenthalt der Fifche in verfchiedenen Ge- 
wäffern, 1. 9, 

Auge (das) der Fifche, I, 3. wie es gebildet 
ift, ibid. 

Augenwimper (der), eine. Art der Schleim- 
fifche, . V. W, Kennzeichen, ib, äufsere Bil- 
dung, 118. 119. innere Theile, 119, 120. lebt 
in Indien, 119. gehört zu den lebendig gebäh- 
renden Schuppcnfifchen , ib, Gröfse, Nah- 
rung, ib, 

Aya (der), eine Alt der Bodianfifche,. ViL 4^ 



Alphäietifihes Sachregifiet aber alle {Wolf Bände. 



Kennzeichen , Körperbau, 46. lebt in den 
Landfeen, von Brafilien , ib. Kritik der Ich- 
thyologen , ib-, 

BV 

Baarfche (Gefchlecht der), II, J9. Kennzei- 
chen des Gefchlechts , J9. 60. IX, 7%. Es find 
Raubfifche, 60. Ichthyologen; die die Kannt- 
nifs derfelben erweitern, 60. 61. Linneifche 
Eintheilung, 61, Kiemendeckel dlefes und der 
ähnlichen Gefchlechter , IX, 72. Es find 10 Ar- 
ten bekannt, ib, nach 10 Arten, XII. 107. 

Baarfch ( der) , II. 66. ein fehr fchöner Fifch. 
Aeufsere Kennzeichen und Geftalt, 67. innere 
Theile , 7*. ift in ganz Europa zu Haufe , 67. 
Gröfse , ib. Zeit und Art zu laichen , 6%. "UL 
ein Raubfifch, 69. Wie er gefangen wird., ib. 
hat keine Schwhnmbkfe , 70. Gefchmack, Zu- 
bereitung , ib. Wie er in Rufsland 4 wo er fich 
in grofser Menge findet, aufbewahrt wird, XII. 
63. DieHaut gibt einen feftenLeim, II. 71. Der 
Fifch hat ein hartes Leben , ib. wie er zu ver- 
fetzen, ib. Berichtigung der Ichthyologen. 

(der punktirte), IX. 94. Kennzeichen, Kör- 

jierbildung,. 9J. fchönes Farbenfpiel, 96. Grö- 
fse, 9J. Fleifoh, 96. lebt in den. Oft- und Weft- 
indifchen Gewäflern-, 

— (der Brafilianifche), IX,. 84. Kennzeichen, 
ib. Körperbau, 8j. Gröfse, Fleifch, ib. kbt 
in den Flüffen Brafüiens. 

r— (derjapanifche), IX. 88. Kennzeichen, Kör- 
perbildung ., ib, 

— (der gefleekte), IX, 91. Kennzeichen, ib. 
Körpefbildung, 93* lebt iwi Atlantil'chen Meere. 

Baarfchne tz, eine Art Fifchernctz, I, 13. 

Bandfifche (Gef..hlecht der), V„ 124. Kenn- 
zeichen des Gefchlechts , Körperbau diefer. Fi- 
fche, ib. Schiiftfteller, die fie kennen gelehrt, 
I2$\ Es find 4 Arten bekannt , ib. 

Bandfifch (der), V. n6. Kennzei.hen, ib. 
Körgerbau,. 137. hl fo dünn,, dafs er durch- 



m 

fichtig erfcheint, ib. innere Theüe", ib. wohnt 
im Mittelländifchen Meere, ib, Fleifch, Gröfse, 
Fang, ib. Kritik der Ichthyologen, 1528. 

Bandwürmer beim Hecht, I. 254, 

B'ai'be (der), eine Art der Karpfen, I. 109; 
Aeufsere Bildung und Farbe, 110. innerer Bim, 
112, Er Hebt Menfchenfleifch, in. wird in der 
Wefer von dem'Flaehfe fehr fett, ib. Art, ihn 
zu fangen , ib. zu bereiten , 112. Es ift falfch, 
dafs fein Rogen giftig fey , ir2. Er ift der vor- 
züglichfte Fifeh im Jaik, XII, £9. Seine Gröfse 
dafelbft, ib. Zubereitung feiner Zunge in Aftra- 
kan , ib. Die Kofaken machen aus ihm eine» 
Fifchleim, ib. 

Bartfafern einiger Fifche , I, 5, wozu fle, be- 
fonders beim Weife, beftimmt find, I, 24?. 
eben fo beim Stör, Haufenxind Barben. 

Bartfifch (der), eine Art der Seehafen, TV. 
48. Kennzeichen und Körperbau, 49. innere 
Theile, fo. Aufenthalt in der Nordfee, 49- 
Laichzeit, ib, Fleifch, Nahrung, Fang, yo, 

Bartumber (der), eine Art der Umberßfche,. 
FX. 46. Kennzeichen, 47. Körperbau, Farbe 1 , 
47.48, innere Theile, 49. Gröfse, Laichzeit, 
48, Nahrung, Fleifch, Zubereitung, 49. Sein 
Kopf war ehemals ein LeckerbiiTen in Rom, ib*. 
Er lebt in- verfchiedenen Meeren, 48, Kritik, 
der Ichthyologen , jo. ji.- 

Bauch der Fifche, I. 4'. 

Bauchfloffer, find' Fifche, welche* die Bauch» 
flolTen am Bauche haben , I, j. 21'. halten fich 
gröfstentheüs in füfsen Waffern auf, XI, f. 
Meinung über denOrt der Bauch flolTen und die 
Kürae der Rückenftofre bei diefen Fifchen, XIi, 
4, warum bei den meiften dieFloflsn mitSchup-^ 
pen bedeckt find , ife, Genauere Beftimmung 
des Ortes der Bauchfloften bei der Clailificatkm- 
diefer Fifche, XI. 66, 

Bauehkiemen ( Gefchlechr der)', XII, 66* 
Kennzeichen des Gefchlechts., ib. Es ift. nur. 



Alphabetifches Sachregißer ühr alle qwölf Bände. 



154 

eine Art bekannt, die die meiften Naturforfcher 
für einen Wurm halten , ib. 

Baum rochen nennt man die grösseren von den 
Glattrochen. III. j-y. 

Beilbäuche ( Gefchlecht der), in. ißy, 
Merkmale , ib. 

Beinfifche (Gefehlecht der), IV. 96. Kenn- 
zeichen und Geftalt diefer Fliehe, ib. Sie gren- 
zen an die Schildkröten, Ib. äufsere Bildung, 
97. Sie find fleifchfreffend , wohnen im Oft- 
und Weftindifchen Meere, haben ein wohl- 
fchmeckendes Fleifch , 97. Ichthyologen , die 
fie kennen gelehrt, 98. Es find 12 Arten be- 
kannt, ib. Eine neue Art aus Japan, XII. 80. 

Belüge nftein (der), ein Stein, den man zu- 
weilen in den gröfsien Haufen findet, IV. 93. 

Berglachs (der), einzige Art der Lang- 
.fchsvänze, V. ij3, Kennzeichen, ib. äufsere 
JBildung, ija, ifj, Aufenthalt, Gröfse, Fang, 
Fleifch, ijj. 

B e u c k e I , ein Brabanter, hat das Einfalzen der 
Heringe erfunden, I, 187. 

Beutelauge ( das ) , eine Art der Makrelen, 
X. 77. Kennzeichen, die beutlige Haut ■um das 
Auge, ibid. Körperbau, Farbe, 78. Fleifch, ib. 

Bitterling (der), eine Art der Karpfen, 
1, 52, der fcleinfte von dem Karpfengefchlecht, 
53. findet fich nur in Flüffen, ib. hat viel 
Rogen, doch keine Marke Vermehrung, ji. ift 
von keinem neuern Ichthyologen befchrieben 
worden, 5^. 

Blafe der Fifche, dient ihnen zum Schwimmen; 
I. 7- 

Blaufelchen (das), eine Art der Lachfe, 
III. 161. Kennzeichen und äufsere Bildung, 
162. innere Theile, 164. lebt häufig im Bo- 
dxmfee, ib. feine Gröfse, Laichzeit, ftarke Ver- 
mehrung, ib. Fang, 163, Art, ihn zu berei- 
ten, ib. feine Nahrung, Feinde, ib. hat ein 
weichliches Leben, 164. Berichtigung der Ich- 



thyologen, ib. Worin fich diefer Fifch vom 
Weifsfelcken unterfcheider, 164. iöj. 

Blaugrundel (die), eine Art der Meergrun- 
deln, III. 16g. Kennzeichen und Körperbau, 
169. wohnt in der Nord- und Oftfee, ib. ihre 
Nahrung, ib. Gröfse, 170, Feinde, Vermeh. 
rung, ib. 

Blau köpf (der), eine Art der Lippfifche, 
VIII. 139. Kennzeichen , ibidem. Körperbil- 
dung, 140. 

Blauftreif (der), eine Art der Meerhrafft- 
men, VIEL 106. Kennzeichen, ib. Körperbau, 
fchönes Anfehen, 107. ift in Jspan zu Haufe. 

Blei (der), eine Art der Karpfen , I, 75, ift 
oft mit dem Güfler verwechfelt worden , 83, 
Seine äufsere Bildung , 76. innerer Bau , 82. 
beträchtlicher Fang der Bleie, 76. 77. Aufent- 
halt und Laichen, 77, 78. Krankheit der Weib- 
chen beim Laichen, 78. Er hat den Fick im 
Unterleibe, 79. vermehrt fich fehr ftark, ib. 
Dia Tauchereruen find befonders feine Feinde, 
ib. auch die Mausaare, ib. Art ihn zu fangen 
und zu erhalten, 80. zu bereiten, gi. 

Bleifink, heilst der dreijährige Blei, I. g a . 

Bleigüfter, eine Mittelart zwifchen Blei und 
Güßer, I. 81. 

Blindfifch (der), Art der Bauchkiemen, 
XII. 67, Kennzeichen, Mangel der Augen, ib. 
Körperbildung, ib. Bildung des Mundes, mit 
einer Röhre, wodurch er das WafTer ausfpritzt, 
ib. kleine, Oeffnungen an beiden Seiten, 68. 
die Kiemenöffnungen am Bauche, ib. Gröfse 
des Fifches , ib. Er wohnt um Dännemark, 
Schweden, Norwegen, Grünland, ib. giebt fekr 
viel Schleim von fich, 69. der zu feiner Erhal- 
tung dient, ib. Er lebt aufser dem Waffer nicht 
lange, ib. Befondere Art, wie er fich nährt, ib. 
Merkwürdiger innerer Bau , wodurch diefer 
Fifch nicht weniger als durch feinen äufsern 
Bau von andern Fifchen abweicht, 69. 70, Er 
macht, wegen feiner 6 Kiemen, den Uebergang 



Alphabetifckes Sachregißer über alle {wölf Bände. 



155 



von den Hayfifchen und Lampreten , 71, feine 
Eier und Schleimdrüfen , 71. Meinungen der 
verfchiedenen Ichthyologen über diefen Fifch , 

72. 7h 

Blödaugen (Gefchlecht der), X. 11. Kenn- 
zeichen und Bildung diefer Fifche , ib. Es 
find 6 Arten bekannt. 

Blödauge (das Afrikanifche), X. 12. Kenn- 
zeichen, ib. Körperbildung, 13. Fleifch, Nah- 
rung, ibid. 

— ( das eingefafste ) , X. 14. Kennzeichen , 
Körperbau, ib. wohnt im Oftindifchen Meere. 

— (jdas braune), X, if. Kennzeichen, ibid. 
Körperbau, ij. 16. ift in Norwegtn zuHaufe. 

— (das geftreifte), X. 20, Kennzeichen, ibid. 
Körperbildung, Farbe, 20. 21. lebt in dem 
Meere um Jamaika. 

— (dasrothe), X. 22. Kennzeichen, Körper- 
bau, 22. 23. wohnt im Japanifchen Meere. 

Blut der Fifche, ift im Harzen roth, und in den 
übrigen Gefäfsen weifslich, I, 125. 

Blutbaarfch (der), IX. 89. Kennzeichen, 
Körperbildung, 90. wohnt in den Oft- und 
Weftindifchen Gewäffern, ib. Gröfse. ibidem. 
Critik der Ichthyologen, 91. 

Bodianfijche ( Gefchlecht der ) , VH. 31. 
Kennzeichen des Gefchlechts , ib. Körperbau 
diefer Fifche, 33. Aufenthalt, Farbe, ib. Es 
find 10 Arten bekannt. 

Bodian (der), VII. 33. Kennzeichen, Körper- 
bau, 34. lebt im Brafilifchen Meere. 

— (der gefleckte), VII. 48, Kennzeichen, ib, 
Körperbau, 49. ift aus Japan. 

— ( der grofsfehuppige ) , VII. $3. Kennzei- 
chen, ib. äufsere Bildung, 53. 5-4. 

Boenack (der), eine Art der Bodianßfche, 
VII. 43. Kennzeichen, ib. Körperbau, Farbe, 
43. 44. ift aus Japan. 

Bogen fifch (der) , eine Art der Klippßfche, 
VI. 76. Kennzeichen, Geftalt, ib. giebt einen 
reitzenden Anblick, 77. lebt in den Brafüiani- 



fchen Gewäffern, ib. [Critik der Ichthyolo- 
gen, ibid, 

Borftenfloffe (die) , eine Art der Heringe, 
XU. Jf. Kennzeichen, ibid. Körperbildung, 
Farbe, 36. lebt in verfchiedenen Gegenden, 
ibid, geht in die Flüffe zum Laichen, 37, Gröfse, 
Fleifch, ibid. ift zuweilen giftig, ibid. 

Borftenfloffer (der), eine Art der Lipp- 
Jifche, IX. 2J. Kennzeichen, Körperbildung, 
24. Farbe, 35% ift in Japan zu Haufe, ib, Cri- 
tik der Ichthyologen, 25". 26, 

Borftenträger (der), eine Arn der Klippfi- 
/che, XII. 101. Kennzeichen, ib, Körperbil- 
dung, 101. 103. 

Boutargue nennt man 'den Caviar, der aus dem 
Rogen des Härder gemacht wird, XI. \6%, 

Braffem (der bandirte), Vlll. 1%. Kennzei- 
chen, ib, äufsere Bildung, 19, ift in Japan zu 
Haufe. 

-*- ( der Abildgaardfche ) , VIII, 23. Kennzei- 
chen, ib. äufsere Bildung, '23, 23. ift in Ame- 
rika zu Haufe, 

— (der geftreifte), VIII, 33. Kennzeichen, ib. 
Körperbau, 34. ift in Brafilien zu Häuf«, ib. 
Critik der Ichthyologen; 3?. 

— ( der Japanifche ) , VIII. 110. Kennzeichen, 
ib, Körperbau, Farbe, III. 

— (der Surinamfche), VIII. 112. Kennzeichen, 
ib. Körperbau, 113. nj. Farbe 113, 

Braunfifch (der), eine Art der Delphinen, 
III, 130. Kennzeichen, Geftalt, 120, feine 
Speckhaut, ib. innere Theile, 123. Er findet 
fich faft in allen Meeren,' 131. feine Gröfse, 
ib. lebt vom Raube, fchwimmt fchnell, ift 
haufenweife feeifammen, ib. bringt nur ein Jun- 
ges, ib. Begattungszeit, ib. fein Fleifch, 122,. 
feine Art zu fchwimmen, ib. Berichtigung des 
Ariftoteles. 124. 

Breitb-auch (der), den Linne zu den Heringen. 
rechnet, I, 18 j. gehört zu den Lachfen, 1,2$%, 



I5'6 



r Alphabaifches Sachregifier über alle {Wolf Bande. 



B r e i t f 1 o f f e r ( der ) , eine Art der Klippfifche, 
VI, 67. Kennzeichen , äufsere Bildung, ib, 

Breitling (der), eine Art der Heringe. I. 206 
äufsere Geftalt, 207. innere Theile, wie beim 
Heringe , 208. wird wie der Hering gefangen 
und eingefalzen, 207. kann leicht für den jun- 
gen Hering gehalten werden, 2©g. wird auch 

• mit der Sardelle verwechfelt , ib. wird in der 
Gegend von Reval fehr häufig gefangen. XII. 60. 

Brummer (der), eine Art der Groppen, V. i$6. 
Kennzeichen, ib. äufsere Bildung, ij8- lebt 
in Oft- und Weftindien, ib. fein Fleifch ift 
fett, die Leber giftig-, ib. Critik der Ichthyo- 
logen, 15-9. 

Bruft der Fifche, I, 4, 

Bruftfloffen (*ie), diefe Eloffen werden m- 
erft vollkommen, I, 12J. 

Bruftflo ff er find die Fifche, welche die Bauch- 
fioffen an der Bruft haben, I, j. H, 1. Man zählt 
in dieler Abtheilung nur 17 Gefchlechter. 

Bruft fc huppe (die), eine Art der Makrelen, 
X, 44. Kennzeichen, ib. Körperbau und Farbe, 
45-. lebt im Mittelländifchen und Atlantifchen 
Meere , ib. Wie diefer Fifch in Biscaja und 
Provence gefangen wird, 46, feine Gröfse, 
Fleifch, Zubereitung, ib. ift lehr gefräfsig, ib. 
Häufige Fifcherei deffelben in Cadix, 47. Das 
Fett diefesFifches foll imFinftem leuchten, ib. 

Bücklinge find geräucherte Heringe, I. 200. 
man hat Tonnenbücklinge, und Strohbiicklinge, ib, 
dieifetteften heifsen Speckbücklinge oder Flick- 
heringe, ib. 

Butter fifch (der), eine Art der Schleimßfche, 
II. 186. Kennzeichen, Geftalt, 187. innere 
Theile, 188. lebt im .Nordmeere und in der 
Oftfee, ib. Gröfse, Nahrung, Feinde, .Be- 
nutzung zu Lockfpeife , Schnelligkeit im 
.Schwimmen , 187, 



c. 

Cabbe (der), eine Art Fifchernetz, I- ij. 

Caftagnol ( der ) , eine Art der MeerbraJJ'emen, 
VIII. 9J-. Kennzeichen, ib Körperbau, 96. 
Critik der Ichthyologen , 97. 98. 

Caftriren der Karpfen, I, 99. 

Caviar, wird vom Rogen des Haufen, gemacht, 
IV, 90. Zweierlei Zubereitung deffelben, ibid. 
körnigter Caviar und Sackcaviar, 91. Armeni- 
fcher oder Türkifcher Caviar, 91, Wird auck 
vom Karpfenrogen gemacht, I. 95V auch von 
Heehtrogen, I. 23 f. befonders aber vom Rogen 
der Stöhre, III. 88. Handel damit, 9f. wie 
er gegeffen und zubereitet wird, ib. frifch ein- 
gefalzener Caviar, geprefster Caviar, 95. Stück- 
chen - Caviar. ib. Wird auch vom Rogen de« 
Härder gemacht, und Boutargue genannt«- 
XI, 168. wie diefer zubereitet wird, 169, wird 
mit Oel und Effig gegeffen, ib. 

Corallenfauger (der), eine Art der Nadel- 
ßfche, IV. f. Kennzeichen und Geftalt, 6. 
Gröfse, ib, ift am Cap zu Haufe, ib. Lage der 
Eier zwifchen dem Schwanz und After, XII, 7g. 

Cor-© (der), eine Art der Umberfifche, IX, 70. 
Kennzeichen, Körperbau, fehönes Anfehen, 71. 
wird im Brafilianifchen Meere gefifcht , ibidem, 
Gröfse, ibidem. 

Cuning (der), eine Art der Meerbrajfemen, 
VIII. 31. Kennzeichen, ib. äufsere Bildung, 
31. ?a. 

D. 

Dechfifche (Gefchlecht der) , V, 74. Kenn- 
zeichen des Gefchlechts . ib. Bildung diefer 
Fifche, ib. Es find 2 Arten bekannt, ib. drei 
neue Arten, XII, 89. 4 Arten auf derKüfte yon 
Koromandel , ib. Sie gehören zu den häufig- 
ften, beften , und fchmackhafteften Fifchen auf 

Koroinaadel, 90. 

Decke 



Alphahetijches Sachregißer über alle \w'ölf Bände. 



Decke (die graue), XII. 90. Kennzeichen, ib, 
Körperbildurg, Farbe, 91. Gefchmack, Gröfse, 
ibid. Z<it des Fanges, ib. wie diefe Fifche 
zubereitet und aufbewahret werden, 91. 93. 
Sie haben keine befondere Laichzeit, 91. 

C die fchwaize) , XII. 95. Kennzeichen, 

ibid. nährt fich von Würmern und Infecten, ib. 
kommt mit der grauen Decke überein. 

Degen fifche (Gefchlecht der), V. 63. Kenn- 
zeichen und Kürperbau diefer Fifche , ib. fie 
leben in den oft- und weftindifchen Meeren, ib. 
Ichthyologen, die fie kennen gelehrt , 2 Arten, 
64. 2 neue Arten, XII. 89. 

Delphine (Gefchlecht der), III.- iig. Kenn- 
zeichen und Geftalt diefer Fifche , ib. haben 
Zeugungsglieder und Warzen zum Säugen, 
ibid. find fleifchfreffend , gebähren einmal im 
Jahre, ib. ihr Fieifch ift thranig, 119, Arten 
diefes Gefchlechts, ib. 

Döbel (der), eine Karpfen- Art, I. 42, 
wird nicht grofs, 43. äufsere Geftalt, 43. hat 
ein zartes Leben, ib. vermehrt fich nur lang- 
fam, 44. 

Doppelband (das), eine Art der Lippffche, 

VIII. 131. Kennzeichen, ib. Körperbildung, 
Farbe, 131. 133. ift in Oftindien zu Haufe. 

eine Art der Röthlinge, IX. 108. Kenn- 
zeichen, ib. Körperbildung, Farbe, 109, ift 
aus Araboina, ib. Critik der Ichthyologen, 110. 

Doppelfleck (der), eine Art der Baarfche, 

IX. 82. Kennzeichen, ib. Körperbau , 83. 
lebt in den Flüflen von Brafilien, ib. Gröfse, 
Fieifch, ib. 

eine Art der Weife, XI. 24. Kennzei- 
chen, ib. Körperbau, fchöne Farbe, 2f. ift 
an den Malabarifchen Küften zu Hiufe , in den 
Flüffen und Teichen , XII. 11 j. Laichzeit , 
Gröfse, ib. giebt eine gute Speife ab, ib. 

— - - eine Art der Lachfe , XI. 110. Kenn- 
zeichen, ib. Karperbau und Farbe, in, lebt 
in den Amboinifchen und Surinamfchea Flüf- 
AUg.Nararg.d. Fifche. Th.XII. 



x 57. 

fen , ib. fein Fieifch ift fett und wohlfchmeck- 
kend, ib, Critik der Ichthyologen, ib, 
Doppelhalskiemen (Gefchlecht der), XII. 
88. Kennzeichen des Gefchlechts , Körperbau, 
ibid. Nur eine Art, 
Doppelhalskieme (die), XII. 8g. Kennzei« 
chen, Körperbildung, ib. ift aus Oftindien, 89. 
Doppellinie (die), eine Art der rechtäugi- 
gen Schollen. VI. 29. Kennzeichen, Körper- 
bau, ib. ift ohne Bruftflofte, 30. feine Nah- 
rung, ib. lebt in den Chinefifchen GjwäfT.m. 
Doppelftrich (der), eine Art der Lippßfche, 
VIII. 133. Kennzeichen, ib. Körperbüdung, 
Farbe, 134. 
Doppelzahn (der) , eine Art der Lutjane, 
VIII, 123, Kennzeichen, ib. äufsere Bildung, 
124. 
Dornfifch (der), eine Art der Stichlinge , II. 
84. Kennzeichen und Geftalt, 8|"- innere Theile, 
86. Aufenthalt, Gröfse, Nährung, Art ihn zu 
fangen, %6. 
Dornhay (der), eine Art der Ha^ffche, III. 
74. Kennzeichen, äufsere Bildung, 75-. Biliung 
der Zähne, ib. innere Theile, 77. lebt in der 
Nordfee, 76. Giöfse, Nahrung, ib, wie fein 
Fieifch geggeffen und bereitet wird, ib, Benu- 
tzung- feines Eierdotters und feiner Leber, ib. 
Begattung und Gebärung, 77. 
Dornroche, (der), eine Art der Rochen, III. 
^7. Kennzeichen, äufsere Bildung, 68, Übt 
in der Nordfee, ib. wird wie der Stachelroche 
gefangen und genoflen, ib. 
Dorfch (der), eine Art der Schellfifche, IL 143-. 
Kennzeichen, Geftalt, ib, innere Theile, 14$'. 
ift häufig in der Oftfee, 144. Art und Zeit ihn 
zu fangen, ib. fein Fieifch zart, ib. feine 
Nahrang, Gröfse, Laichzeit, Zubereitung, ib, 
Berichtigungen, 14$-. 
Drachenköpfe (Gefchlecht der), VI. 3. 
Kennzeichen des Gefchlechts, äufsere Bildung 
diefer Fifche, ib. ihr Aufenthalt, Gröfse, Fieifch, 

X 



Alphahetifchts Sachregißer über alle {wölf Bände. 

E. 



Nahrung, 4, Es find von verfchiedenen Ichthyo- 
logen ig Arten befchmben worden. 

Drachenkopf (der kleinfchuppige ), VI. 5, 
Kennzeichen , äufsere Bildung , 6. innere 
Theite, 7. wohnt im Mittelländlfchen Meere, 
ibid. feine Nbrung, Greise, ib. wie er fich 
beim Angriffe whrt, ib. wie er gefangen wird, 
ibid. fein Meii'ch zähe, ib. Critik der Ichthyo- 
logen, 8. 9. 

- — ( der grofsfehupptge ) r VI. 10. Kennzei- 
chen, äufsere Bi'dung, 11. innere Theile, 13. 
lebt im Atlantifchen , Mitteiländifchen und 
Nordmecre, 12. feine Gröfse, Raubfu ht, ib. 
fein Fleifih mager und zäh, ib. blofs die Le- 
ber nützlich, 12. 12. Laichzeit, 13. Critik der 
Schriftfteller, 12 — 14. 

( der fliegende ) , VI. ig, Kennzeichen, 

ibid. Körperbau, 19. wozu ihm feine grofsen 
Hoffen nützen, ib. innere Theile, 20. lebt 
in den FiüfTen von Amboina, ib. Fleifch, Nah- 
rung, ib. Critik der Ichthyologen, ib. 

Dreieck (das ftachellofe), eine Art der Bein- 
ßfche, IV. 99. Kennzeichen und Körperbau, 
99. 100. Aufenthalt, Gröfse, Nahrung, hoher 
Preifs, 100. Critik der Ithyologen, ib. 

(das zweiftachlichte), eine Art der Bein- 

ßfche, IV. 103. Kennzeihen, äussere Bildung, 
ibid. lebt in den Oftindifchen Gewäffern, 104, 
Eine Abänderung davon, 104. 

(das vietftachlichte), eine Art der Bein 

ßfche, IV. io8< Kennzeichen, ib. äufsere B.l 
düng, 109. fonderbare Geftalt, ib. lebt um 
Jamaika, ib. Critik der Ichthyologen, ib. 

— — ( das geperlte ) ,. eine Art der Beinßfche 
IV. 110. Kennzeichen, äufsere Bildung, ib. 
Gröfse, Nahrung, Fleifch, Fang, m. lebt um 
die Antillifthen Iniein, ib.. Critik der Ichthyo 
logen, na. 



Eidechsfifche ( Gefchlecht der) , XI. Efi, 
Karakter des Gefchleehts, Körperbau, ib. Ich- 
thyologen, die fie bekannt gemacht, 2 Art. ifs. 

Eidechsfifch (der), XI. 1J3. Kennzeichen, 
das Schild am Kinne, ib. Köiperbiidu- g, 15-4. 
ob es der, von andern unter demfelben Namen 
befchriebene, Fifch fey,. ib.' 

E y e r der Fifche oder Rogen, find fehr klein, I» 8. 
fehr zahlreich, ib. werden aufser der Mutter 
befruchtet, ib. gehen häufig verloren, ib. lie- 
gen bey der Mutter in zwey Säcken vor der 
Schwimmblafe, ib. De befruchteten unter» 
fcheiden fich von den unbefruchteten dadurch, 
dafs fie klärer, durchfi htig«r und gelber find, 
1. ny. wie fie gehaltet find, ib. 

Eilf ftrahl (der), eine Art der Umberßfche, IX. 
60. Kennzeichen, ib. Körperbildung, 60 6t, 
ift in Jamaika zu Haufe. 

Einfleck (der), eine Art der Lackfe, XI. iay. 
Kennzeichen, ib. Körperbildung, 105. 106. lebt 
in den füfsen Waffern von Südamerika, 106. 
feine G-.öfse, Fleifch, ib. Critik. der Ichthyo- 
logen, ib. 

Eingeweidewürmer. Sonderbare Art ihret 
Fortpflanzung bei einigen Filchen, I,aj2. beim. 
Stichling, 81. 

Einhornfifch (der), eine Art der Hornßfbhe, 
V. 12. Kennzekhen, ib. Körperbau, 13. lebt 
in China und ßrafilien, ib. wie er gefangen 
wird, ib. Gröfse, Fleifch, Nahrung, ib. Eine 
Abänderung diefes Fifches , 13. 14. 

(der kleine), eine Art der Homßfche, V.. 

iy. Kennzeichen, Körperbau, iy, 16. le,tin 
den oftind. Gewäffern, ib. Berichtigungen, ib, 

— — (der fchwarze) , V. 27. Kennzeichen, ib, 
Körpevbau, 27. 28. w-ohnt in den Chinefif.hen 
Gewäffern, 28. B rkhtigung, ib, 

Einhornteufel (der), eine Art fax Seeteufel, 
IV, il. Kennzeichen und äufsere Bildung , 12, 



Alphahetifchss Sachregißer über alle %wölf Bande. 



ift in Südamerika zu Haufe , ib. wie er auf fei- 
nen Raub lauert, ib. Critik der Ichthyologen, 13, 

El ritze (die), eine Art der Karpfen, I. 60, 
ein kleines, fchönes Fifchchen, 60. wohlfchme- 
ckend und gefund , 61. der deiikatefte Wefer- 
fifch, ib. 

Elephantenrüffel (der), eineArt dtrSchlan- 
genßfehe, V, 7a. Kennzeichen, Körperbau, ib. 
wohnt in Oftindien, ift wohlfchmeckend, 73. 
feine Nahrung, Gröfse, ib. 

Entwickelung desFifches im Ey, I. 117. geht 
fehr fchnell , isj. aufserdemEy, 119. geht 
langfam, iaj, 

Erzeugung der Fifche, I, 116. 

F. 

Felfenfifche (Gefchlecht der), XI. 6y, wird 
von Linne unrichtig unter die Bauchßojfer ge- 
fetzt, ib. 

Fichtenzweig (der), «ine Art der Seehähne, 
X. 130« Kennzeichen, ib, Körperbildung, Far- 
be, 131. feine Gröfse, Nahrung, ib. 

Finger, eine Art Strahlen , I. 6. 

Finge rfij che ( Gefchlecht der), XII. 19. 
Merkmale des Gefchlechts, die Strahlen unter 
der Kehle, ib, Körperbildung diefer Fifche, 20, 
Naturkundiger, welche Arten derl'elben fie be- 
kannt gemacht haben, ib. Es mögen 8 Arten 
bekannt feyn. 

Fisch, I, a. was darunter zu verliehen, ib, 
äufsere Theile, 3 — 6, innere Theile, 6 — 9. 
Wachsthum, Alter, u. f. w, 9. Verfetzcn, 10— 13. 
Ausbietung der Fifche, 113 — 123. Es find we- 
nigftens noch einmal fo viel Milcher alsRogner, 
117. Einige Fifche geben einen Laut von fich, 
I, 7. Giftige Fifche, V. 4. y. Einige Flufsfifche 
find lebendig gebährend , I. 9, 

Fifcherzeug, I. 13 — 16. 

Fleck (der), eine Art der Baarfche, IX. 7j. 
Kennzekhen, Ib. Körperbau, Farbe, 76. fein 



«59 

Fleifch vortrefflich, ib, Gröfse, ib. ift ein Zug. 
fifch, ib. gehört in Brafiüen zu Haufe, ib, in- 
nere Theüe, ib. 
F 1 e t e n , die gröfsten von den Glattrochen, III. j^. 

Fliegenden Fifche (Gefchlecht der), XII, 3. 
Merkmale des Gefchlechts, 3. 4. Diefe Fifchf 
erbeben fich in die Luft, 4. Befchreibung und 
Dauer ihres Fluges , 4, 5 . Sie fachen fich da- 
durch vor den Raubfifchen zu fchützen, f. 
ihre Feinde , im Waffer fowohl als in der Luft, 
y. Sie finden fich in den warmen Gegenden al- 
ler vier WektheÜe, ib. Naturkundiger, die Ar- 
ten derfelben befchreiben , 6. 7. Es find in al- 
len Zeichnungen und Befchreibungen nur drey 
verfchiedne Arten , g. Der Rogen die r er Fifche 
foll fehr fcharf feyn, und imMunde brennen, ib. 

Flock (das), eine Art Fifchernetz, I. 13. 

Fl offen (die) der Fifche, I. y. haben ihre 
Nahmen von dem Orte, wo fie fitzen ; Rücken- 
Hoffen, Bruftfloffen, Bauchfloffen, Afterfloffen, 
Schwanzfloffen , ib. ihre Bildung , 6. Baftard- 
floffen bei den Makrelen, II. 89, 

Flunder (der), eine Art der rechtäugigen 
Schollen, II. 39. äufsere Kennzeichen, 39, 40. 
innere Theile, 41. lebt in der Nord- und Oft- 
fee, 40. Güte des Flcifches verfchieden, ib. 
Gröfse , 41. hat ein hartes Leben , ib. 

Forelle, f, Teichforelle. 

Forellenteiche, I. iy 4 . iyy, Foreltentrögz, 
iy<J. 

Franfenmund (der), eine Afiatifche Karpfen- 
art, XII. yo. Kennzeichen, Körperbau, ib. 
wohnt in den füfsen Wafferh vonMalabar, ib. 
Seine Gröfse, ib, 

Frofcbwels (der), XI. 44. Kennzeichen, ib. 
Körperbau, 44. 47. Farbe, 45-, lebt In den 
füfsen Waffern von Tranquebar, ib. ob er mit 
dem des Linne einerlei ift, ib. 

Fühlhornträger (der), eine Art der Dra* 
chenköpfe, VI. 21. Kennzeichen , äufsere Bil- 
düng, ib. ift d«m fliegenden Drachenkopfe 

X 2 



i6q Alphabetifches Saehregißer über alle \wölf Bande. 

fehr ähnlich , 33, worin er lieh von ihm unter- 
feheidet, 32. aj. 

G. 



Gabelfifch (der), eine Art der Seehähne , X. 
ioj. Kennzeichen, 106. hat Schilder ftatt der 
Schuppen , ib. übrige Bildung de» Körpers, 
Farbe, 107. wohnt im mittelländifchen und 
Atlantifchen Meere, ib. Fleifch, Gröfse, Nah- 
rung, Art ihn zu fangen, zu bereiten, 108. 
innere Tbeile , 109. Critik der Ichthyologen, 
109. 110. 
Gabelfchwanz (der), eine Art der Klipp- 
fifche, VI. 96, Kennzeichen, ib. äufsere Bil- 
dung , 96. 97. lebt von Polypen , in den Bra- 
filianifchen , Oftindifchen und Arabifchen Ge- 
wäffern, 97. Gröfse, Fleifch, ib. hat mit meh- 
reren Fil'chen von verfchiedenen Gefchlechtern 
Aehnliclikeit, ib. 
Gärtner meffer (das), eine Art der Beilbäu- 
che, III. 166. Kennzeichen und äufsere Bildung, 
ib. ift in Carolina und Surinam zu Haufe, 167. 
ift fehr klein , fchnell fchwimmend ; fleifchfref 
ftnd, ib. Griuk der Ichthyologen, 167. i6g. 
Garn (das), eine Art Fifchernetz, I. 14. 
Cumen (der) verschiedener Fifche mit Zäh- 
nen befetzt, I. 3. 
Gehör der Fifche, ob (ie es haben.. I. 7. 
Geif»braffem (der), VIII. 36. Kennzeichen. 
57. äufs-re BiHung, 38. innere Thedc, 41. 
■ lebt im mittel'än^ifchen und rothen Meere, 39. 
Gröfse, ib. Aufe; thalt sm Ufer, ib. Lakhzeit, 
40. Zubereitung feines Fieixhes, ib. feine 
Nahrung, ib. wie er gefangen wird , 41. Cri- 
tik der Ichthyologen, 41 — 43. 
Gelbfl offer (der), eine Art der Lutjane, VII. 
in. Kennzeichen, ib. äufsere Bildung, iit.113. 
hält fich bei den Anüilifchen Infein auf, 
Genick bei den Fifchen, I. 3. 
Giebel (die), eine Art der Karpfen. I, 71. ift 
in Pommern , Preufsen , Schienen etc. zu Hau 



fe, 74. wird von mehreren für eine Spielart der 
Karaufche gehalten , ib, Aeufsere und innere 
Bildung, 73. 73. vermehrt fich aufserordentlich 
ftark, ib. lebt nur in kleinen Seen und Tüm- 
peln, ib. hat ein zähes Leben, 73. ein zartes 
und gefundes Fleifch , ib. 

Glahrke (die), eine Art der rechtäugigen 
Schollen, II, 4c. äufsere Geftalt, ib, innere 
Theile, 46. lebt in der Oft- und der Nordfee, 
ib. Gröfse, ib. Gefchmack, Nahrung, ib, 

Glattbutt, f. Viereck, 

Glatt leib (der), eine Art der Plattleiber, XI. 
fg. kommt in Anfehung des Körperbaus mit 
dem Tellerträger überein, £9. woiin er von 
diefem abweicht, ib. Critik derichthyoIogen,6o. 

Glatt röche (der), eine Art der Rochen, III, 
54. Kennzeichen und äufsere Bildung, yy, in- 
nere Theile, $6. wohnt in der Nordfee, yy, 
feine Gröfse, ib, er ift der gröfste uod wohl- 
fchmeckendfte des Gefchlechts, ib. ' Zubern- 
tung, 56. Begattungszeit, ib. Berichtigung der 
Ichthyologen, y7. 

Glotzauge ( das ) , eine Afiatifche Karpfenart, 
XII. yi. Kennzeichen, Körperbildung; ift ein 
fehr fchönsrFifch, der in den füisen Gewäffern 
von China wohnt, ib. 

Geldauge (das), eine Art der Lutjane, VII. 
113. Kennzeichen, ib. äuf?erc Bildung, 114, 

Goldbraffem (der), VIII. y-, Kennzeichen, 
y3, Zähne, y4. der gröfste von den Zähnen 
wird als Krütenftein, au.h für S hiäng^naugen 
verkauft, ib. übrige äufssre Theile, 54. innere 
Theile, y8. wird im mit'tclländifch. n, Adanti- 
fchen Mesre und der Oftfee enget' offen, yy. 
Gröke, 56, kann die Kälte nicht e. tragen, y7. 
Lanhz*it, ib. Fang in Franki-uch, ib. fein 
Feifch zart, ib. Critik der IJithyologen, 
J8 — 61. 
Golddecke (die), eine Art dar Bcckßfche, 
V. 7y. Kennzeichen, äufsere B k'ung, ib. ift 
in Brafilien zu Htufe , 76. Fieifch , Nahrung, 



Alphabetifches Sachregißer über alle yvolf Bände. 



•161 



ibid. innere Theile , ib. Critik der Ichthyolo- 
gen, ibid. 

Goldfifch (der Plümierfche ) , eine Art der 
Klippfifche, VI. 49. Kennzeichen, ib. äufsere 
Bildung, 49. f. ift ein Raubfifch, auf den 
Antillifchen InfeSn, jo. 

Goldforelle, S, Teichforelle. 

Goldkarpfen (der), eine Art der Karpfen, 
III. IJ2. Kennzeichen, Farbe und äufsere Bil- 
dung, 155. innere Theile, 157. die Farbe ver- 
ändert (Ich nach den A*ter, 155. das prächtige 
Roth kommt vermuthlich von dem Schleim auf 
feinem Körper, 134. Sein urfprünglicher Wohn- 
ort ift ein See in China , ib. Wo man ihn jetzt 
hat, ijf. womit er gefüttert wird, ib. wie man 
ihn haits n mufs, 136. Er vetmehrt (ich ftark, 
hat ein zähes Leben, ein gutes Gehör, ib. feine 
Gröfse, ib. 

Goldfehlei (der), eine Art der Karpfen, I. 
90. ift einer der (chönften Fi r che, ib. findet 

. fuh in Schießen, 91. wächft langfam, ib. lebt 
von Grundkräutern und Würmern , ib. liebt 
die Wärme, 92, hat ein überaus zähes Leben, 
ibidem. 

Goldfchwanz (der), eine Art der Meerbraffe- 
men, VIII, 28. Kennzeichen ib. äufsere Bil- 
dung, 29. f hone glänzende Farbe, ib. foll 
bei Nacht leuchten, ib. ift in Brafiiien zu Haufe, 
ibid. hat ein fehl, gutes Fleifch, ib. Gröfse, ib. 

Goldfogo (der). VII. 7?. Kennzeichen, ib. 
Körperbau 75, 76. Floffen, Farbe, 76. 

Go'dftrich (der) , eine Art der M&erbrajfe- 
men VIII. 44, Kennzeichen, das Ge ifs, 4?. 
Köt perbau, 46. Ort feines Aufenthaltes und 
Gros« verf hieden, 47. Laichzeit, Nahrung, 
Fle«f h, 47. 48, innere Theile, 48. Critik der 
I h.hyoiogn, 48 — yi. 

Grashecht heifst der Hecht im erften Jahre, 
wegen feiner g-ünen Farbe, I. 230. 

Graubart ( der ) , eine Art der Schlangenßfche, 
V, 70. Kennzeichen und äufsere Bildung , 70, 



71, innere Theile, 71. lebt im mittelländifchen 
und rothen Meere, ib. Gröfse, Fleifch, Fang, 
ibid. Berichtigung der Ichthyologen , ib. 

Griulachs heifst der magere Lachs , I. 141, 

Greuwathe (die), S, Scheere. 

Grönländer (der), eine Art der Lachfe, 
XI. 99. Kennzeichen, Körperbau, Farbe, 100, 
wohnt im Eismeere , ib. ift um Island fehr 
Zahlreich, ib. Fang und Zubereitung in Nor- 
wegen und Grönland, 101. feine Gröfse, ibid. 
Laichzeit, Menge der abgelegten Eier, ib. Un- 
terfchied der Männchen von den Weibchen, ib. 
wird in der Laichzeit fehr leicht und häufig ge- 
fangen, 102, ift die tägliche Speife der Grön- 
- länder, ib. BefcharTenheit feines Fleifches, feine 
Nahrung, ib. innere Theile, 10 J. Critik der 
Ichthyologen, ib» 

Groppen (Gefchlecht der), II. 10. Kennzei- 
chen des Gefchlechts, 10. Sehriftfteüer darüber, 
11. Es find 15- Arten bekannt, XII. 62. 

Groppe (der Oftindifche), V. iy6. Kennzei- 
chen, Korperbau, ib. feine Nahrung, 15-7. 

Grofsauge (das), eine Art der Mecrbrajfemen, 
VIII. 93. Kinnzeichen, ibidem. Körperbau} 
Farbe, 94. 

eine Art der Röthlinge, IX. n>\ Kenn- 
zeichen, Körperbau, ib. Farbe, 116, ift itv 
Japan zu Haufe. 

Grofsgarn (das), eine Art Fifchernetz, L_I4~. 

Gründling (der), eine Art der Karpfen, I $7, 
Kennzei.hen, Körperbau, yg. geht zur Lu h- 
zeit aus den Seen in die Fiüffe , ib. wird in 
großer M nge gefangen $9. hat zuweilen den 
Fick im Unterleibe, ib. Betondere Art, ihn zu 
fangen, in England bei Norwich, XII. $7. 

Grund fch nur (die), eine Art Angel, I. 14. 

Grünfloffer (der), eine Art der Lutjane, 
VIII. f. Kennzeichen, ib. Aehnlkhkeit mit 
der Seekar auf che, ib. Körperbau, 6. 

x 3 



?6s 



J 



Alphabttifches Sachregißer über alle ppolf Bände: 



Grünfloffer (der), eine Art der Lippßßht, 
VIII. iyi. Kennzeichen, ib. Körperbildung, 
Farbe , ij2. ift aus Japan, 

Griinfchwanz (der), eins Art der Meerbraf 
fernen, VIII. 34. Kennzeichen, ib. Körperbau, 
24. 2J. ift aus Japan. 

Grünzling (der), eine Art der Makrelen, 
X. 67. Kennzeichen, ib. Körperbau, Farbe,, 
68- Flelfch , ib., rindet fich an den afrikani- 
fchen Küften. 

Güft-er (die), eine Art der Karpfen, I, 6$. 
wird von mehreren mit der Zope verwechfelt, 
6%. einer unfrer gemeinfhn Eifche, 66. ift 
fchwer zu fangen, ib. in Abücht des Laichens 
giebt es drey Claffen derfelben, 67. vermehtt 
fich ftark, ib. äufserer und innerer Bau, 66, 6s. 

H. 

Haarfchuppe (die), eine Art der Klippffche, 
VI. in. Kennzeichen, ib. äufsere Bildung, 
in. innere Theilc, ib. ift aus Oftindien, ib. 
wird gern gegeflen, XII. 100. 

Hafsto et wird der Heringskönig von den Schwe- 
difchen Fifchern genannt, I. 185% 

Hakenlachs (der), das Männchen des gemei- 
nen Lachfes, III. 146. Bildung feines Körpers 
verfchieden von der des Weibchens, 147. Be- 
richtigung der Ichthyologen , ib. 

Halsbinde ( die) , eine Art der Klippßßhe, 
VI. 11Ä. Kennzeichen, äufsere Bildung, ib. 
ift aus Japan, ib. 

Halskiemen (Gefchlecht der), XH. 87. Kenn- 
zeichen des Gefchlechts, Geftalt diefer Fifche, 
ibid. wodurch fie fich den Schlangen nähern, 
ibid. Bis jetzt a Arten, 

Halskieme (die marmerirte), XU. 87. Kenn- 
zeichen, Körperbildung, ib. Farbe, ib. inne- 
re Theilc, ib. ift ein Raubfifch, ib. aus Su- 
rinam. 

(die ungefleckte), XII, 87« Kennzeichen 

ibid. aus Surinam. 



Hamen (der), eine Art Fifchernetz, I. 14, 
Hammerfifch (der), eine Art der Hajfi- 
fche, IV. 29. äufsere Bildung, ib. äufsere 
Theile, 30. innere Theile, 31. lebt im mittel- 
ländifJien Meere, jo. feine Gröfse, ib. ift ein 
öarker Räuber, ib. 
Härder (der), eine Art der Meeräfchen, XI. 
165-. Kennzeichen, 166. Körperbau, Farbe, 

166. 167. lebt in allen vier Welttheilen , 167. 
geht zu beftimmten Zeiten aus dem Meer in die 
FIüfTe, 167, 168. Zeit und Art ihn zu fangen, 

167. 168. Wie er fich vernetzen läfst, wie er 
zubereitet wird, 168. Aus feinem Rogen wird 
Caviar gemacht, ib. feine Gröfse, XII. H4. 
fein Fieifch fchmackhaft, ib. Aufenthalt, ib. 
Nahrung des Fifches, XI. 169. innere Theile, 
ibid. Critik der Ichthyologen, 170. 

Harn (der), der Fifche geht durch den Nibel, 

Harnifchfifche (Gefchlecht der), XI. go. 
Merkmale des Gefchlechts.. Körperbildung, ib. 
Ichthyologen kennen 4 Arten. 

Haufen (der), elfte Art der Stöhre, IV. 79, 
Kennzeichen, ib. Geftalt und äufsere Bildung, 
80. der Knorpel am Kopf fehr elaftifah , ib. 
innere Theile, 93. Er findet fich im fchwarzen 
und Cafpifchen Meere, 81. wird am meiften 
in der Donau gefangein, ib. Zeit und Art zu 
laichen, ib. ift fehr gefräffig, ib. ' feine Größe, 
8a. ift ein wichtiger Handelszweig, ib. Ver- 
fchiedene Art ihn zu fangen , ib. Fang in der 
Donau, 82. 83- im Jaick und der Wolga, 
83 — 8f. der aftrakanifchen Fffchcr mit Ne- 
tzen, gß. 87. Aftrakanifche Fifcherei mit der 
Angel, 88 — 90- Gefchmack und Zubereitung 
feines Fleifches, 90. Er ift wegen der Haufen- 

, blaß Und des Caviars wichtig, 90. Nutzen der 
Haut bei den Tartaren, 93. Critik der Ichthyo- 
logen, 94. 9f, 

Haufe nblafe, ein Leim von der Blafe des 
Haußn, IV. 92. wie fie bereitet. wird, ibid. 



Alpkabetifches Sachregißer über alle ywolf Bände, 



idy 



Wird auch von der Schwimmblafe des Stöhres 
bereitet, III. 88. 
Hawkenfifch (der), Art der Kahlafter, XII. 
95\ Kennzeichen, Körperbildung, ib. Gröfse, 
Ibid. ift aus dem oftindifchen Meere. 

Tiay-fif che (Gefchlecht der) , III. 69. Kenn- 
zeichen des Gefchlechts, 69, äufsere Bildung 
70. ihre Zähne, 70. Meinung über die Ein- 
richtung ihres Mundes, ib. über ihre Vorforge 
gtg«n ihre Jungen, 71. Geftalt der Eyer, ibid. 
Gieugküit und Raubfucht diefer Fifche, ibidem. 
Ihre Haut leu< htet bey Nacht, 72. Sie leben 
vorzüglich im füdlichen und nördlichen Ocean, 
72. Art, Gegend und Zeit ihres Fanges, ibid. 
Was von ihnen genützt wird, ib. ihre unge- 
heure Gröfse, ib. afi Arten bey den verfchiede- 
nen Naturgefchichtfchrubern, wovon bey Linne 
nur iy find, 73. 4 neue Hayfifche, XII. 7j. 
Meinung über die vermeinten doppelten männ- 
lichen Glieder diefer Fifche, XII. 7$-. 

Ha y (der blaue) , III. 78. Kennzeichen und 
äufsere B.ldung, 78. 79. feine Zähne, 79. in- 
nere The'le, 80. lebt befonders im Nordmeere, 
79. feine Gröfse , ih, feine Leber ift eine 
wohlfchmeckende Speife ,, ib. er ift fehr kühn, 
Ibid. fol! warmes Blut haben, ibid, 

— (der getiegerte), IV 16. Kennzeichen und 
äufsere Theile, 16- 17. innere Theile, 18. 
Wohnort, Gröfse, 17, ift ein kühner Räuber, 
ibid. wie man ihn fängt, ib. hat ein fehr zähes 
Leben, ib. fein FLifch, ib. feine Haut, rg. 
Er ift lebendig gewährend, ib. Berichtigung 
der Ithyologen, ig, 19. 

— (d:r bandirte), IV. 19. Kennzeichen, Kör- 
perbau, 20. Gröfse, ib. XII 78. lebt im indi- 
fchfn Meere. IV. 20, fein; N.,hrung, 21. 

— (der kleingeflekte), IV 21. Kennzeichen, 
Farbe, äufsere Th:i'-e,. 22. f ine Gröfse, ibid. 
kbt im -nitteiländrchen un \ Nordmeere, auch 
Ln Qftindien, ib, ift fehr raubgierig, ib f f«m« , 



Leber giebt einen fchönen Thran-, ib. Berich- 
tigung der Irhyologen, ib. 
Hechte (Gefchlecht der), I. 227. Kennzeichen 
des Gefchlechts, ib. Crkik über die , von den 
Ichthyologen angenommenen Kennzeichen, XI. 
134. neue Kennzeichen, ijy. Schriftfteller, 
die die Kenntnifs diefer Fifche erweitert, I. 33g. 
Es find Tf Arten bekannt. 
Hecht (der), 1.229. äufsere Bilduug, ib. tnne» 
re Theile, 234. ändert die Earbe nach dem 
Waffer und dem Alter, 230. findet fich in ganz 
Europa in Flüffen und Seen , ift fehr gefriiffig, 
ibid. wächft unter "allen Fifchen am fchnellften, 
331. feine Gröfse, ib. erreicht ein hohes Alter, 
233- feine Laichzeit, ib. hat ein zähes Lebtn, 
ibid. wie er gefangen und zurecht gemacht 
wird, 333. Man findet bey ihm Bandwürmer,. 
334. Hechtte'che, 235". Wird in den Steppen 
in Rufsland in ungeheurer Menge gefangen, 
und ohneSilz an der Luft getrocknet, XII. 61, 
— (der mahbarifche), XL 149. K«nnzeihen,. 
Körperbau, ib> fein Fleifeh, iyo. hält fich in. 
den FiüfTen von Tranqu bar auf.~ 
Heiligeb.utt (der), eine Art der rechtäugigen 
Schollen, II. 47. äufsere Giftait, 47. 48. in- 
nere Theile, so. ift faft der größte Fifch nach 
dem Walifif h, 48. hält floh im nördlichen 
Ocean. auf, ib. ift ein ftark«r Räuber, ib. Art* 
ihn zu fangen, 48. 49. wie er feinem Feinde, 
dem Seeadler, gefährlich wird, 49, Roche und 
Delphin feine Feinde, jo. Ichthyologen, jt. 
Heringe ( Qsfchlecht dor) , I. 184. Msrkmale 
des Gefchle:hts, ib. Schriftftel er, die die 
Kenntnifs derfelben erwitert haben, i8y. die, 
von Linne aufgeführten Arten , XII, 30. die 
eigentlich nur 9 find, ib. io neue Arten von 
andern Lhtbyol 'gen bekannt gemacht, ib. zu- 
fammen 40 Arten, Neues allgemeines Merkmal 
des Gefchlechts, 3'r. 
Hering (der gemeine), I. 186 äufsere G-ftalt, 
ibidf innere Theile , 303. wo er ficn- aufhalf» 



164 



Alphabetifches Sachregißer über alle Q»6lf Bände. 



187. Allgemeiner Glaube» dafs der Hering aus 
dem Eismeere wandere, 188. Zweifel dagegen, 
189. 1 9°- S' e kommen zur Laichzeit hervor, 
191, ihre Vermehrung ift Unglaublich ftark, 
193. 197- Urfachen davon, 193. laichen zu 
verfchiedenen Zeiten, i9y. Feinde der Heringe 
find befonders der Menfch, der Nordkaper, die 
Vögel, 196. der Schnepel und die Lachsforellc 
freflen ihre Eyer, ib. Fang der Heringe, 199, 
ihre Zubereitung, 199. 200. 201. Heringshan 
del, 197- 198- 203. befonders bey den Hollän- 
dern, 204. aoy. auch bey den Engländern, 
XII. 60. 
Hering (der Afrikanlfche), XII. 45-, Kennzeichen, 
Korperbildung, Farbe, ib. findet fich an der 
Küfte von Guinea fehr häufig, ib. 

— ( der chinefifche ) , XII. 38. Kennzeichen, 
ibidem. Körperbildung, 3g. 59. Farbe, 39. 
lebt an den afiatifchen und amerikanifchen Ku- 
lten, 39. feine Grolle, ib. er wird wenig ge- 
achtet, ib. , 

— (der malabarifche ) , XII. Hf. Kennzeichen, 
ibid. fein Fang und fein Werth unbedeutend, 
ibid. Gröfse, ib. aus Tranquebar. 

Heringskönig (der), hat einen rothen 

Kopf, I, igf. 

Heringskarpfen (der), eine afiatifche Kar- 
pftnart, XII. 49. hat einige Kennzeichen mit 
den Heringen, andere mit den Karpfen gemein) 
der Ziege ift er am ähn'ichften, 49. 

Herz der Fifche ift dreieckig, I. 7. 

Heuch (der), eine | Art der Lac/ife, III, 15-3. 
Kennzeichen, Geftalt, 153. findet .fich in Bai- 
ern und Oeftreich , ib. Gröfse, ib. Fleifch, 
Laichzeit, 15-4. Critik der Ichthyologen, ib. 

Hochflieger (der), eine Art fax fliegenden 
Fifche, XII, 14. Kennzeichen, ib. worin er 
von dem ihm ähnlichen Springer unterfchieden 
ift, ij. lebt in Brafilien , bei den Antillen, u. 
f, w. ib. Critik der Ichthyologen, if. 16, 



Hochrücken (Gefchlecht der), V. 131. Kenn- 
zeichen des Gefchlechts, äufsere Bildung diefer 
Fifche, ib. nur eine Art, ib. ein neuer, XII. 94, 

(der), V. 123. äufsere Bildung, 123. 

123, lebt in Oftindien, 123. 

Hochfchauer (Gefchlecht der), XI. y. Merk- 
male des Gefchlechts, ib. Zwey Arten, deren 
eine Linne unter die Schmerlen gezählt hat, 
worunter fie aber nicht gehören kann , 6, 

Hohlhering, ein kaufmännifcher Nähme ge- 
wiffer Heringe, I 191, 

Hornfifche ( Gefchlecht der), V. 9. Kenn, 
zeichen des Gefchlechts, ib. äufstre Bildung 
diefer Fifche, ib. fie können den Bauch etwas 
aufblafen, io. find fleifchfreffend und von an- 
fehnlicher Gröfse, ib. Ichthyologen, die fie 
befchrieben , 10. 11, Es find 17 Arten bekannt, 
ib. y neue Arten , XII, gl. 

Hornfifch (der zweiftachlichte), V, 17. Kenn« 
zeichen, Körperbau, Ib. ift in Oftindien zu 
Haufe, 18. feine Nahrung, ib. Gröfse, XII. 
81. wird nur von den gemeinen Leuten ge- 
geffen, ib. 

(der gefleckte), V. sf. Kennzeichen, ib. 

Körperbau, 2j\ 26. lebt In den amerikanifchen 
Gewäffern , 26. feine Gröfse , ib, hat weder 
Milch, noch Rogen, noch Junge gezeigt, ib. 

(der Chinefifche), V. 29. Kennzeichen, 

ib, äufsere Bildung , 39. 30. ift in Brafilien und 
China einheiraifch , 30, fein Fleifch, ib. Critik 
der Ichthyologen, ib. 

(der glatte), Xn. %%. Kennzeichen, ib. 

lebt immittelländifcheaund Oftindifchen Meere, 
ib. feine Gröfse , Ib. 

Hornhecht(der), eine Art der Heehee, I, 23Ö. 
äufsere Bildung, 337. innere Theile, 339. gibt 
einen angenehmen Anblick im Waffer, 238. 
findet fich faft in allen Weltmeeren, ib. ift ein 
Raubfifch, wird auch von andern Flfchen ge- 
freffen , ib. feine Gröfse , Ib. wie er gefangen 

wird, 



Alyhabeüfches Sachregifier über alle ppölf Bände. 



16% 



wird, ib. feine Gräten nehmen beim Kochen 
oder Räuchern ein fchönes Grün an , 259. wie 
et bereitet undverfpeiutwiid.ib wirdtnTran- 
quefear fehr gern gegefTen , XII. 51, Bericht! 
gung- der Ichthyologen, I. 240. 
Hundszahn (der), eine Art der Meerbrajfemen, 
VIII 114. Kennzciwhen, Köiperbildung, ib. 
Farbe, iij-, 

I. 

Jacob-Evertfen (der), eine An der Bodian- 
ßfche , VII 36 Kennzeichen.. Körperbau, 37. 
38 Urfprung fsines Nnhmens. 37. lebt in Oft- 
und Weftindien und in Afrika, 38, Giöfse, 
Flcifch, ib. ift fehr fett und wird gern gegef- 
fen, XII. 107. Laichzeit, ib. Critik der Ich- 
thyologen, VII. -38. 39. 

Jaguar (der), «ine Art der Bodianfifche, VII. 
40. Kennzeichen, äufsere Bildung, 41. ift im 
brafilianifchcn Meere zu' Haufe, ib. feinFIeifch 
ift fett, ib. 

Jgelfifche (Gefchlechtder), IV. «f. Kenn- 
ziehen des Gefchkchts, ib. äufsere Bildung, 
Stacheln diefer Fifche, ib. ihre Gröfse, ib. 
I:hthyo?ogen, die fic kennen gelehrt, ib. Es 
find 3 Arten bekannt. 

1 1 1 a n k e n , V, Rheinlanken, 

Johnfifche (Gefchlechtder), X. 132, Kenn- 
zeichen des Gef«hhchts, ib, Körperbildting 
diefer Fifehe, ib. Bis jetzt 2 Arten bekannt, ib. 
Die Ma 'abaren zählen über 10 Arten von Kat- 
talei, XII, HO. 

Her, fchweizmf her Nähme der Aeßhe im zwei- 
ten Jahre, I. 16 1. 

Jungfernrochen, die jungen Glattrochen und 
ßpitznafen, III. J8. 

K. 

Kabeljau (r?er)t «ine Art der Schellßfclie , II. 
J4f, Kennzeichen, Giftalt, 146. i nereTheile, 
MJ9, l6<3. Aufenthalt in '/erfchiedenen Gegen- 

ASlg Naturg.d, Fifche. Th.XH. 



den des Weltmeeres, 147. ift ein wxhtiger Nah- 
rurg'.zweig, befonders der Engländer, ib. 
Giöfse, Nahrung, S hnelligkeit, ib. wo er 
verdaut, ib. Lakhzeit, 148. Fang mit Angel, 
fchnüien, ib. mit Stechnetzen, 149. Schiffe zur 
Fifchcrei, ijo. Köder, ib. Zeit des Fanges, 
ifi, Zubereitung des Fifihes, iyr, itf. gibt 
den Stockßfch, iyi. Labberdan, ryj. und 
KUppßfch , ib. Aus der Schwimmblafe wird 
Leim gemacht, 1J2. if;. Nutzung der Köpfe, 
If4. Die Leber gibt Thran, ib. Der Rogen ift 
eine Lockfpeife für die Sardellen , ib. Fifcherei 
auf den Schiffen an der Küfte von Norwegen, 
IJ4. iff. Gefchichte des Kabeljaufanges, ify 
bis ij8. Ungeheure Menge diefer Fifche, ij8, 
Verfpeifung des Kabeljaus, Klippfifch.es und 
Stocknfehes , 159. 

Kahlaft er (Gefchlechtder), XII. 94. Merk- 
mahl des Gefchlcchts, ib. find nichc im Linne. 
2 Arten. 

Kahlbaeuchkr find Fifche ohne Bauchfloffen, 
I. s. II. 1. Diefe Abtheilung enthält nur 20 
Gattungen. 

Kahlbrüße (Gefchlechtder)', XII g?. Kenn- 
zeichen, äufsere Bildung diefer Fifche, ibid. 
leben im Meere, kämmen aber zuZeiten in die 
FiüfTe, ib. Es gehört hieher die unter den Aalen 
aufgeführte Muräne, ib. Ichthyologen, welche 
die Arten befchri. ben. 14 Arten. 

Kahlbruft (die Afrikanifche), XU. gy. Kenn, 
zachen, Körperbildung, 86. lebt an der Küfte 
von Guinea, 

Kahlköpfe (Gefchlechtder), X. 24. Kennzei- 
chen des Gefchlechts, ib. Es find 2 Arten bekamt. 

K a h I k e p f ( der weifse ) , X. 30. Kennzeichen, 
Körperbau, ib. ift in Oftindisn zu Haufe. 

Kahlrücken (Gefehlecht der), V. 41. Kt-nn« 
zeichen des Gefchlechts, ib. Körp rb«u diefer 
Fifche, ib. fie finden fiuh in den Amcrikanffhen 
Gewäffern ib. Ichthyologen, die un* £ A«ea 
kennen geehrt, 42, 



i66 



Alphabetifches Sachregiflet über die {wö!f Bände. 



Kaiferfifch (der), eine Art der Klippfifche, 
VI, j?i. Kennzeichen, äufsere Bildung, ib. 
fein Fleifch fett und fchmackhaft , 5-2. 

Kalamin (der) , eine Art der Fingerßfche , XII. 

22, Kennzeichen, ib. Körperbildung und Farbe, 

23. lebt in Oftindien , im bengnlifchen Meere, 
In Weftindien und Südamerika , ib. Sein Auf- 
enthalt in reinem Waffer, 24. wie er gefangen 
wird, ib. feine Gröfse, ib. ift wohlschmeckend, 
ib. wie er zubereitet und genoffen wird, ib. 
Laichzeit, ib, Nahrung, 2f. Critik der Ich- 

■ thyologen, ib, 

K^lbfleifchlachs heifst der in der See ge- 
fangene Lachs, I, 141.. 

Karaufche (die), eine Art 'der Karpfen, 1, 
69. äufsere und innere Bildung, 70.71, Auf- 
enthalt und Zubereitung, ib, hat ein hartes 
Leben, ib, wächft langfam , ib. wie Ire ein 
Leckerbiffen wird, 71, wird im Sommer fehr 
häufig in Rufsland gefangen, getrocknet und 
zum Winter aufbewahrt, XII, j8. 

Karpfen (Gefchleeht der) , I. 23. Eintheilung 
derfelben bei verfchiedenenNaturforfchern, 24, 

- Kennzeichen des Gefchlechts, s6. breite und 
fchmale Karpfen , ib. ihre Geftalt und innere 
Theile, 26. 27. ihre Speife, ib. ihr Aufenthalt, 
ib. Berichtigung der Schri Meiler, IH. 125, 
die von ihnen angeführten 36 Arten, 126. 127. 
Es find noch aufserdem y Affatifche; und von 
andern Ichthyologen noch 17 befchrieben, XII. 
4g. wir kennen zuverläfsig 33 Arten, I, 12g. 
Es gibt unter ihnen Hermaphroditen, ib. 

Karpfen (der), eine Art der Karpfen, I. 92. 
äufsere Kennzeichen, 93. innerer Bau, 97, fein 
Vaterland, 9J. Orte feines Aufenthalts, 94. 
hat ein zähes Leben, ib. wird anfehnlich grofs, 
ib. von feinem Rogen wird Caviar gemacht, 9$\ 

• erreicht ein fehr hohes Alter, ib feine Lebens- 
art, 96. Art zu laichen, ib. vermehrt fich fehr 

. ftark, 97. Art ihn zu fangen , ib. zubereiten, 
ib, gibt mit der Karaufche und dem Gkbel 



Baftarde, 9g. Karpfen, die eine dem Todten* 
köpf ähnliche Geftalt haben , 99. können ka- 
ftrirt werden, ib. Art, die Karpfen zu hegen 
und Zu mäßen, 100 — 107. üe find einer Krank- 
heit ausgefetzt, 107, Beobachtung über die 
Eier des Karpfen, III. 130. Seine vorzüglichfte 
Nahrung ift dieNagäde, eine alkalifche Pflanze, 
130. Behutfamkeit beim Einfetzen deffelben in 
Teiche, 131. Er fleht bey verfchiedenen mor- 
genländifchen Völkern in grofsem Anfehn, 
XII. yg. 

Karpfenbrut, fo nennt man die einjährigen 
Karpfen, I. 9g. 

Karpfenhering (der), eine Art der Heringe, 
XII. 33. Kennzeichen, ib. Körperbildung, 
Farbe , 33. wohnt im füllen und atlantifchen 
Meere, 33. Gröfse, 34. Critik der Ichthyolo- 
gen , ib. 

Karurt (der), eine Art der Johnßfche, X. 135. 
Kennzeichen, ib. Körperbau, Farbe, 334. 

Kaulbaarfch (der), eine Art der Baarfche, 
II. 74. äufsere Geftalt , 7?. innere Theile, 77. 
lebt in Fiüffen und Seen des nördlichen Euro- 
pa, 75". Gröfse, ib. Nahrung, ib. Feinde, 76. 
Zeit und Art zu laichen , Eier, ib. Fang, Ge- 
fchmack, Zubereitung, ib. Vcrfetzung, 77, 

Kaulko pf (der), eine Art äcrGroppen, II. 12. 
äufsere Geftalt, 13. innere Theile, 14. hält 
fich inBächen auf, in mehreren Gegenden von 
Deutfchländ, 14. bewegt fich pfeilfchnell , ib. 
feine Nahrung und Gefräfsigkeit, ib, Art zu 
laichen, ib. wie er gefangen und zubereitet 
wird, irx 

Kehlflossek find Fifche , welche die Fauch- 
floffen an der Kehle haben, I. y. H. 129. Diefe 
Abtheilung hat y Gefchlechter. 

K e 1 1 e r w u r m , ein Infekt, deflelben fonderbare 
Fortpflanzung, I. iyi. 

Kettenfifch (der), eine Art der Tieinßfehe t 
FV. 101. Kennzeichen, Körperbau, Einrichtung 
der Schilder, ib. feine Nahrung , Feinde „ ms. 



' Alphabet ifches Sachregißer über alle {Wolf Bande. 



Kettenfifch (der), eine Art der Kahlbrüße, 
XII 84. Kennzeichen, Körperbildung, ib, ift 
aus Surinam. 

Kiemen der Fifche, I. 3. ihre Bildung, ibid. 
fie dienen zum Athemholen, ib. 

K i e m e n d e c k e 1 der Fifche, I. 3 find verfchie- 
den gebildet, ib. ihre Bildung, VII. 31. 

Kiemen haut, I. 3. verfchieden bei verfchie- 
denen Fifchen, ib. 

Kinnlade, verfchieden gebildet bei verfchiede- 
nen Fifchen, I. 3. 

Kliefche, S. Glahrie, 

Klippfifch ift gedörrter und eingefalzener 
Kabeljau. II. iyr. Zubereitung deffelben bei 
den Norwegern, if 3. giebt Rundßfche. Platt- 
ßfihe und Rothfjche, ib. wird auch aus dem 
Leng bereitet, 177. 

Klippfifche (Gefehl echt der), VI.4S.. Kenn- 
zeichen des Gefchlechts , Körperbau diefer Fi- 
fche, ib. ihr Aufenthalt, 47. 4g. verfchiedene 
Schriftfteller, die 77 Gattungen kennen gelehrt, 
ib. eine neue, XII. 107. 

K 1 i p p f i f c h (der geftreifte ) , VI. f 3, Kenn- 
zeichen, äufsere Bildung, Sh Si 

— ( der gefleckte ), VI. ff. Kennzeichen, 
äufsere Bildung, ib. ift aus Oftindien, wo er 
an der Mündung derFlüfle gefangen wird. XII. 
99, fein Fieifch fchmackhaft, ib. 

(der gefleckte), XII. 104. Kennzeichen, 

ibtd. Gröfse, ibid. lebt fehr häufig in allen 

Teichen auf Kororaandel. ib. 
— — ( der fchwarze), VI. f7. Kennzeichen» 

ibid. äufsere Bildung, f8. ift in Amerika zu 
. Haufe, ib. Gröfse, Nahrung, ib. Critik der 

Ichthyologen, f9. 

(der grofsfehuppige), VI. 69. Kennzei- 
chen, Körperbau, Schönheit, 70. ift in Oftin- 
dien zu Haufe, ib. Gröfse, Fleifclr, ib. Cri- 
tik der Ichthyologen. 71. 

„— (der einfleckige), VI, 7>*- Kennzeichen, 
•Körperbau, ib. 



Klippfifch (der bandirte), VI. 90. Kenn- 
zeichen, 91. äufsere Bildung, ib. wird in Oft- 
indien gefunden. 

( der zweifarbige ) , VI, 94. fonderbaYe 

Zeichnung, äufsere Bildung, ibid. lebt in de« 
beiden Indien, 9f. 

, (der eingefafste ) , VI. 98. Kennzeichen, 

Schönheit und Bildung, ib. hält fich um die 
Antillen auf, ib, Nahrung Fieifch, 99, 

(der rautenförmige), VI. 100. Kennzei- 
chen, ibid. Geftalt, Bildung und Schönheit, 
101. lebt in den Amerikanifchen Gewäflern 
ibidem. 

( der blaue ) , VI. 102. Kennzeichen, ifc. 

befondere Bildung der Afterfloffe, ib. Körper- 
bau, 103, 

( der Plümlerfche ) , VI. 104. Kennzei- 
chen, äufsere Bildung, ib. wohnt in den 
Weftindifchen Gewäflern, iof, 

— — ( der Curacaofche ) , VI. 106, Kennzei- 
chen , ib. Körperbau, J06. 107. wohnt in 
Südamerika, 107. fein Fieifch ift fett und 
wohlfchmeckend, ib. 

( der Moritzifche) , VI. 109. Kennzei- 
chen, Körperbau, ib, wohnt in Brafilien, ib. 
Gröfse, Fieifch, ib. 

(derBengalifche), VI. no. Kennzeichen, 

Körperbau, ib, lebt in Bengalen ', ib. Aehn. 
lichkeit mit dem Gabelfchwanze, m, 

( der achtbändige ) , VI. 113. Kennzei- 
chen, ib. Körperbau, 114, ift in Oftindien 
zu Haufe, ib. wird von Linne zu einem 
Baarfch gemacht, XII ioo. 

— (der furatifche) , VU. 3 Kennzeichen, 
äußere Bildung, ib. ift aus Surate, 4. Zeit 
und Art feines Fanges, XII 105. Gröfse, Zu- 
bereitung, ib. wird auch getrocknet, ibidem. 
Laichzeit, ib. 

(der Chinefifche), VII. f. Kennzeichen^ 

ibid. Körperbau , f . 6. ift aus China, (f. 
Y a 



%6i 



'Alphahetifthes Sachregifier über alle \w6lf Bände. 



K I i p p f i fc h (der Kleinfche) , VII. 7. Kinnzei- 
chen, Geftalt, ib. ift in Oftindien zu Haufe, 8. 

— (der zweifleckige), VII. 9. Kennzei- 
chen, ib. äufsere Bildung, 10. ift in Oftin- 
dien zu Haufe. 

(der zweiftachlige ) , VII. 11. Kennzei- 
chen, ib. Körperbau, 11. 12. ift in Oftin- 
dien zu Haufe. 

— ( der dreifarbige ) , XII. 103. Kennzei- 
chen, Farbe, ib. Gröfse, ib. Critik der Ich- 
thyologen, 105. 104. 

Knoshenhecht (der), eine Art der Hechte, 
XI. 140. Kennzeichen, 141. Körperbildung, 
^Farbe, 142, lebt in den Seen und Flüffen von 
Oft- und Weftindien, 143. Gröfse, Fleifch, 
Gefräfsi^keit, ibid. Critik der Ichthyologen, 
143. i 44 . 

Knotenwels (der), XI, 25-, Kennzeichen, ib. 
Körperbildung, 36. der erfte Strahl der Rü- 
ckenflofle ift knotig. 

Knorpelfische findfolche, die ftatt der Kno- 
chen Knorpel haben, III. 33. find auch in an- 
dern Theilen von andern Fifchen unterfchie- 
den, 34. gehen meiftens im Meere, 34. Schrift- 
freiler, 34. 3 j-, 

Köhler (der), eine Art der Schellfifche , II. 
164. Kennzeichen, Geftalt, i6j. die Jungen 
haben nicht die fchwarze Farbe, ib. er wohnt 
in der Oft- und Nordfee, 166. Gröfse, ibid. 
Laichzeit, Brut, ib. die Jungen find ein Le- 
ckerbiffen; alt find fie zäh, ib. feine Leber wird 
zu Thran genutzt, ib, Zeit des Fanges , ibid. 
Verfpeifung, 167, 

Königsfifch (der), eine Art der Makrelen, X. 
38- Kennzeichen und Körperbau . 39, wird in 
Oftindien getroffen, 40. du Tertre's Nashricht 
davon, ib. Zubereitung deffelben, ib. Fang 
fehr häufig; Aufenthalt im Meere; Gröfse, ib. 
Fang b^y Marocco von den Mohren, 41. wie 
er auf den franzöiil'chen Schiffen eingeladen 
wird, 41. 42, Critik der Ichthyologen, 42. 43. 



Königsfifch (der), eine Abänderung des vo- 
ri^en, XII. 108. Kennzeichen, ib. hat ein zar- 
tes und fettes Fleifch , ib. 

Kopf des Fifches, I. 4. 

(der fchwimmende), eine Art der Igel- 

ßfche, IV. 75-. Kennzeichen, Geftalt, ib äuf- 
fere Bildung , 76. wozu ihm die Bruftfloffen 
dienen, ib. innere Theile, 77. fein Aufenthalt 
im mittelländUchen Meere und in der Nordfee, 
ib Gröfse, ib. XII. 79. erfcheinet fehr fchwer- 
fällig, ib. fein Fleifch, IV. 77. feine Leber 
ein wohlfchmeckendes Gericht, ib. Berichti- 
gung der Ichthyologen , ib. 

A'ornährenfifche ( Gefchlecht der), XI. ir,-. 
Kennzeichen des Gefchlechts, ib. Körperbil- 
dung, \$6. enthält 2 Arten, ib. Critik der 
Ichthyologen, ij6. 157. 

Kornähr enfifch (der), XI. 1J8. Kennzei- 
chen, Körperbau, Farbe, 15-9. lebt in ver- 
fchiedenen Meeren, ißo. Laichzeit, ib. hat 
einen halb durchfiehtigen Körper, ib. fein 
Fleifch gut. ib. Critik der I hthyologen, 161, 

Krefsling, fchweizerifchee Nähme der Aefche 

im erften Jahre , I. 161. 
Kroppen, f Groypen, 
K r ö t e n f i f c h ( der ) , eine Art der Scheilfifche, 

II. 170. Kennzeichen und Geftalt, 170. 171. 

findet fich in Carolina. 
Krötenftein, ift verfteinerter Zahn, des See- 

WO Iß , III. 21. 

Kühling (der)., eine Art der Karpfen, I, 2J3. 
äufsere Geftalt und Farbe, 25-4. findet fich in 
Pommern, Weftphalen, Schweden und Däne- 
mark , in grofsen Seen , 254. Lebensart, Laich- 
zeit- Fang, Gefchmack, Zubereitung, 254 iff, 
innere Theiie, 2^. 

Kupferlachs heifst ÜztLac/is in der Laichzeit, 
I. 141. au.h nach dem Laichen, wenn er in die 
See zurückgeht, HL 148, 



Alphabetlfches Sachregifier über alle {wölf Bände. 



169 



Küraffier (der punktirte), eine Art der Har- 
nifchfifche, XL 90. Kennzeichen .Körperbil- 
dung, Farbe, 90. 91. 

Kurzfchwanz (der), eine Art der Kahlrücken, 
V. 61. Kennzeichen, Körperbau , ib. wird in 
Brafilien angetroffen, 62, fein Fleifch, ib. Cri- 
tik der Ichthyologen, ib. 

L. 

Lahberdan ift elngefalzener Kabeljau, II. iyi. 
Zubereitung deffelben bey den Norwegern, ijj. 
wird auch aus dem Leng bereitet. 177. 

Lachfe (Gefchlecht der) , I. 126, Die Fettflofle 
am Rücken ift das Kennzeichen desGefchlechts, 
127 Geftalt diefer Fifche, ib. innere Theile, 
12g. find Raubfifche , ib. lieben fchnellfiicfsen. 
des^VafTer, ib. einigeleben auch im grofsen 
Weltmeere, ib. Schriftfteller, die mehrere Ar- 
ten kennen gelehrt hiben , III. i4y, Zu dem 
Kennzeichen der Fettfloffe mufs noch das der 
Schuppen genommen werden, XI, 92. die fünf 
Merkmale des Finne, ib. es find 66 Arten be- 
kannt, ib. eine neue Art, XU. 112. Zwei Ab- 
theilungen derfelben, nach ihrer engen oder 
weiten Mundöffnung, 92. 

Lachs (der), I. 12g. Kennzeichen, äufsere 
Bildung, 129. innerer Bau, 141. macht den 
Uebergang von den Flufs- zu den Seefifchen, 
150. fein Aufenthalt, ib weifs feinen Laichort 
wiederzufinden, 131. laicht zu verfchiedenen 
Zeiten, III, 148. geht im Frühjahr in die 
Ströme, I, 151. wie folches gefchieht, 122. 
139. Lachsfang, 134. 13J. 136 — 138. Er 
wächft fehr fchnell, ib. verfchiedene Güte der 
Lachfe nach den Flüflen, 139 Art ihn zu be- 
reiten, 140. hat den Bandwurm, 141. Er ift 
fehr gefräfsi>, und verzehrt fogar den Stöcker- 
ling, XII. 59 

— (der Friedericifche), XI, 94. Kennzeichen, 
ib, Körperbildung, Farbe, 95-, wohnt in den 



furinamfchen GewäfTern , ib, fein Fleifch vor- 
züglich gut, ib. 
Lachs (der bandirte) , XI. 96, Kennzeichen, 
Körperbau , ib, 

— ( der zahnlofe ) , XI. 97. Kennzeichen. Kör- 
perbau, ib. welchen Fifchen er am ähnlichften 
ift, 98. 

— ( der Guineifche ) , XI. 122. Kennzeichen, 
Körperbau, ib. hat mit dem Hechte viel Aehn- 
Lchkeit, 123. Er ift ein ftarker Räuber, 123. 
Gröfse, Fleifch, ib. hat einen guten Gefchmack, 
ibidem. 

Lachs forelle (die), eine Art der Lachfe, 
I. 143. Kennzeichen und äufserer Bau, 143. 
144. innerer Bau, 146. Sie ift an Gröfse zwi- 
fchen dem Lachs und der Forelle , 145-. ihr 
Kopf leuchtet im Dunkeln, 145", Fang und Zu- 
bereitung, 146. Sie ift ein Leckerbilfen , ibid. 
hat den Bandwurm im Darmkanal, 147. Berich- 
tigung der Ichthyologen, 148. Sie gehört zu 
den Fifchen Rufslands und der Lombardei, 
XII. 5-9. 

Lachsumber (der), eine Art der Umberßfche, 
IX. J2. Kennzeichen, 53. Körperbau, 5-4. 
innere. Theile, $6. Gröfse, ff. Aufenthalt, 
ibid. ift fehr gefräfsig, ?6. lebt in verfchie- 
denen Gegtnden, 5-4, $j\ Critik der Ichthys- 
logen, ib. 

Lamprete, (die), eine Ander Neunaugen, III. 
38. Kennzeichen, Geftalt, 38. kann fieh_ mit 
dem Munde feft an glatte Körper anfaugen, ib. 
innrer Bau, 40. wohnt in der Nordfee, 39. 
lebt vom Raube und vermehrt fich ftark, ibid. 
ihre Nahrung, ib ihr Fleifch hat einen feinen 
Gefchmack, aber nicht immer, ib. wie fie be- 
reitet wird , ib. ihr Fang, 40. Laichzeit , 
XII. 74- 

Langbart (der), eine Art der Weife, I. 247. 
Kennzeichen, äufsere Bildung, 248. kann mit 
leinen fägeförmigen BruftfiofTen verwunden, ib.- 

Y 3 



Alphabetifches Sachregißer über alle pvolf Bände. 



s 7 o 

findet fich in den Flutten von Brafilien und Su- 
rinam, auch im Nil, 249. 

Langfehwänze ( Gefchlecht der), V,, ifo. 
'Kennzeichen des Gefchlechts, ib. Es ift. nur 
eine Art bekannt , von einigen Ichthyologen 
befehdeten, 150, iyi. 

Langfchwanz ( der ) , eine Art der Kahl- 
rücken, V, S9- Kennzeichen und Körperbau, 
J9, 60. findet fich um Brafilien, 60. innere 
Theile, ib. Nahrung, ib. 

Lsngftachel ( der ) , eine Art der Lut/ane, 
VII. 1O9. Kennzeichen, ib. äufsere Bildung, 
110, ift aus Japan, 

Lanzettgrundel (die), eine Art der Meer- 
grundeln, II. g. Kennzeichen, Geftalt, 8- 9- 
lebt in Martinique , 9, hat ein wohlfchmek- 
kendes Fleifch, ib. 

Lanzettfchwänze (Gefchlecht der), X. 143. 
Kennzeichen, Körperbildung, 4 Arten, aus 
Surinam, ib. 

Lanzettfchwanz ( der bärtige ) , Kennzei- 
chen, Körperbau, Farbe, X. 144. 

Lanze ttfogo (der), eine Art der Sogofifche, 
VII. 9a. Kennzeichen, ib. Körperbau, 9a. 
93. ift aus Oftindien. 

Lauben (der), eine Art der Karpfen, III. 141. 
Kennzeichen und Körperbau, 141. 143. innere 
Theile, 14a, findet fich in Süddeutfchland, 
Frankreich, etc. ib. feine Gröfse, Nahrung, 
Vermehrung , Art ihn zu fangen , fein Fleifch, 
ibidem. 

Laxierfifch (der), eine Art der Meerbrajfe- 
men, VIII. 81. Kennzeichen, ib. Körperbau, 
g 3 veränderliche Farbe, ib. innere Theile, 
84. ift im mittelländifchen Meere zu Haufe, 

83. ein Raubfifch, ib. fein Fleifch unfehmack- 
haftj ib. Er vermehrt fich fehr ftaik, ib, Gröfse, 

84. Fang in Venedig, ib. Critik der Ichthyo- 
logen, 8*\ 86. 

Lebensart der Fifche ift.gefellfchaftlich oder 
zerftreut, I. 9, 



Lederkarpfen (der), III. 17g. Kennzei- 
chen, ib. ift in Schieden zu Haufe, 179. 

Leitblei (der), ein befonders fchöner Blei, 
dem die andern folgen. I. 81. 

Leiter (der), eine Art der Karpfen, IU. 137. 
Kennzeichen und äufsere Bildung , 137, 13g. 
findet fich in Schwedifch-Pommern, 13g, feine 
Gröfse, ib. 

Leng (der), eine Art der Schellfifche , II. 174, 
Kennzeichen, Geftalt, 17J. innere Theile, 177. 
wohnt befonders in der Nordfee , 17 f. Gröfse. 
ib. Nahrung in der Tiefe, ib. Laichzeit, 176, 
Gefchmack, ib. Seine Leber gibt zur Laichzeit 
ein wohlfchmeckendes Oel, ib. ift in grofser 
Menge, und ein wichtiger Handelszweig, ib, 
wird in Norwegen zu Labberdan und Klipp- 
fifch bereitet, ib. Fangzeit dafelbft, ib. wird 
wie der Kabeljau verfpeift, 177, Ichthyolo- 
gen, tb. 

Lippen (die) verfchiedener Fifche, find be- 
weglich, I. 2. 

Lippfifchc (Gefchlecht der), VIII. 118. Kenn- 
zeichen des Gefchlechts, ib. Bildung der Kinn- 
laden diefer Fifche, 119 Lippenknochen, 120, 
Körperbau und fchöne Farben diefer Fifche, 
iao. I3i. Ichthyologen, die ihre Arten bekannt 
gemacht haben , 121 — 124. Es find m Arten 
bekannt; drey Abtheilungen derfelben, 124. 

Lipp fifch (der violette), VIII. 127. Kenn- 
zeichen, ib. Körperbildung, 128. ift in Oft. 
indien zu Haufe. 

V (der grüne), VIII. 129. Kennzeichen, ib. 

Körperbildung, xjo. ift in Japan zu Haufe, 

(der grofsfehuppigte) VIII. ijy. Kennzei- 
chen, ib. Körpevbildung, I3y. 136. Farbe, 136, 

(der getropfte), VIII. i 49 . Kennzeichen, 

ib, Körperbildung und Schönheit, iyo. 

(der rothe), IX. 3. Kennzeichen, ib. Kör- 
perbildung, 4. ift in Norwegen zu Haufe, 

(der bandirte), IX. 6. Kennzeichen, ib. 

Körperbildung, 6. 7- Farbe, 7, 



Alphaklijches ' Sackregißer über alle ^wotf Bandt. 



lippfifch (der getäfelte), IX. 8. Kennzeichen, 
ib. Rörperbildung,9. ift in Norwegen zu Haufe. 

r (der fünffleckige), IX. 10. Kennzeichen, 

ib. Körperbildung, 10. u. Farbe, n. ift aus 
Norwegen. 

(der kleinfchuppige), IX, 12. Kennzei- 
chen, ib. Körperbildung, 13. 

(der gefleckte), IX, 17. Kennzeichen, ib. 

Kürperbildung, Farbe, ig; "Nahrung, Gi'ufse, 
Gefchmack, ib, wohnt in der Nordfee. 

(der punktirte), IX, 30. Kennzeichen, 

ib. Körperbildung, Farbe, 21. wohnt in den 
Flüffen Surinams. 

lootsmann (der), eine Art der Makrelen, X. 

60. Kennzeichen , Körperbau , fchöne Farbe, 

61, 62, wird in verfchiedenen Wekgegenden 
gefunden, 63. Gröfse, Fleifch, ib. falfche 
Meinting, dafs er dem Hayfifche feine Nahrung 
zeige , ib. warum er fich gern bey dem Hay- 
fifche aufhält , 64. innere Theile , ib. Critik 
der Ichthyologen , 6j . 66. 

Lungen, finden fich bey einigen Fifchen , T. 4 

Litt jane ( Gefchlecht der), VII. ioy. Kennzei- 
chen des Gefchlechts , ib. fchön« Farben und 
Aufenthalt dieferFifche, 106. 

Lntjan (der), VII. 107. Kennzeichen, ibid. 
äufsere Bildung , 108. ift aus Japan, 

___ (der gezeichnete), VII. I2J\ Kennzeichen, 
ib. Körperbau, 126. ift in Oftindien zu Haufe. 

— — (der Linkefche), VII. 137. Kennzeichen, 
ib, äufsere Bildung, 128. 

— — (der Norwegifche ) , VIII. 11. Kennzeichen 
ib. äufsere Bildung , 11, 1», innere Theile-, 12» 

M. 

Madui, ein See in Hinterpommern, wo die 
grofsen Maränen gefangen werden, I, 173. 

Magen derFifehe, I. 7, 

M a j e e k e n , ein kaufmännifcher Nähme gewiffer 
Heringe , I, 191. 



Mailing, ein öftreichifcher Nähme der Aejc/te, 
im zweiten "Jahre , I. 162. 

Makrelen (Gefchlecht der), II. 86. Kennzei- 
ehen des Gefchlechts, 87, Geftalt dieferFifche, 
87. 88. und Kaubfifche , von verfchi edener 
Gröfse, 88. leben im Meere, ib. worin ihre 
Baftardfloffen fich von den übrigen Floffen un- 
terfcheiden, X. 31. Critik der für diefes Ge- 
fchlecht feftgefetzten Kennzeichen, 32. allge- 
meines Kennzeichen, die fteife Schwanzfioffe, 
ib. Es find 41 Arten bekannt, 33. eine neue 
Art, XII. log, ihre Eintheihmg bey den ver» 
fchiedenen Ichthyologen, X. 3$. 34. neue Ein- 
teilung in fünf Abtheilungen, a) die mit via- 
len Büfchel- imd zwei Rückenfloffen, b) die- 
mit Büfchelfloffen , freiftehenden Stacheln und 
einer Rückenfloffe, c) die mit freiftehenden 
Rückenftacheln, ohne Büfchelfloffen. d) die 
mit zwei Rückenfloffen, e) die mit einer Rü» 
ckenfloffe, ohne Büfchelfloffen und Rücken- 
ftacheln, 34 — 37. 

Makrele (die), IL 88. Kennzeichen, Geftalr* 

89, innere Theile, 94. Orte ihres Aufenthalt«, 

90. der Fang beträchtlich , 91, ift ein ftarker 
Räuber, ib. ihre Gröfse, 92. Zeit und Ort zu 
laichen, ib, hat ein weichliches Leben; gibt 
ein phosphorefeirendes Licht, ib, Art fie zu; 
fangen, ib. ihr Gefchmack , Zubereitung, 93« 
bey den Alten, ib. 

— (die bandirte), X. 73. Kennzeichen, ib. 
Körperbau, Silberfarbe, 73. 74. 

(die rotbe), X. 7?, Kennzeichen, Kör- 
perbau, Farbe, 7f, 76. hält fich bei der Infel 
St, Croix auf, 

— — (die zahnlofe), XI7. 109. Kennzeichen,. 
Körperbildung, Gröfse, ib. Aufenthalt, Zeit 
des Fanges, ib, ihr Fleifch fett und fchmack» 
haft, ib. 

(die kleine), XII. rio, Kennzeichen, 

Körperbildung, Gröfse, ib. Fang, ib, ihx 
Fleifch fehr ichmackhaft, ib. 



Alphabetifchts Sachregißer über alle yvolf Bände. 



\7Z 

Makrele (diePlümierfche), X 79. Kennzeichen, 
ib. Körperbau, Farbe, go. lebt im Atlanti- 
fchen Meere, 

( die Kleinfche ) , X, 86. Kennzeichen, 

ibid. Körperbau, Farbe, 87. hält fich an der 
Malabarifchen Küfte auf, ib. ihrcGröfse, Ge 
fchmack, XII, 108. fie kömmt nicht in die 
Flüffe, ib. 

( die Rottlerfche), X. 88. Kennzeichen, 

ibid. Körperbau, Farbe, 89. hält fich immer 
im Meere auf, XII. 108. Zeit ihres Fanges, ib. 
ihr Fleifch wenig geachtet, ib. Laichzeit, 
Gröfse, 109. 

Maräne (die grofse) , eine Art der Lachfe, 
I. 172. Kennzeichen, Geftalt, 173 innere 
Theile, .17$, Es giebt zweierlei Maränen , die 
kleine ,und die grofse, 173. hält fich in der 
Tiefe der Seen auf, 174. ihr Fang, ib. ift 
ein wohlschmeckender Fifch, 173. wird fehr 

. fett, 17J, ihre Verfetzung, 176. wird befon- 
ders im Maduifee gefangen, 173 rindet fich 
aber auch in andern Gegenden Deutfchlands, 
III. 148. 

(die kleine), eine Art der Lachfe , I. 176. 

Kennzeichen, Geftalt, Gröfse, 177. innere 
Theile, 178- findet fich in Seen mit fandigem 
Boden, ib. lebt gefellfchaftlich in der Tiefe, 
ib. hat ein zartes Fleifch, ib, Art der Zube- 
reitung, ib. ift dem Ueckeley fehr ähnlich, 178. 

Meeraal (der), eine Art der Aale, V. 37. 
Kennzeichen, ib. Körperbau, 37. 38. Aufent- 
halt im mittelländifchen Meere, bey den An- 
tillen, etc. 38. worin "er fich vom Aal unter- 
fcheidet, ib. Fang in England in dem Fluffe 
Severn, 39. fein Fleifch, ib. Meinung über 
die Art feiner Fortpflanzung, ib. -er ift ein 
ftar.ker Räuber, 40. feine Nahrung , ib. er,hat 
ein fehr zähes Leben, ib. wie er in verfchic- 
denen Gegenden gefangen wird, ib. 

Meer ad ler (der), eine Art der Rochen , III. 
$9. Kennzeichen und äufsere Bildung, 6o. in- 



nere Theile, 61. ift häufiger im mittelländifche») 
Meere als in der Nordfee, 60. feine Gröfse, 61. 
wird wenig geachtet, ib. 

Meeräfchen (Gefchlecht), XI. 162. Kenn. 
zeichen des Gefchlechts , ib. andre Unter- 
fcheidungszeichen , 163. Diefe Fifche finde» 
fich in allen vier Welttheilen, ib. Kenntnifs 
der altern Naturkündiger von ihnen , ib. Ich- 
thyologen, die fie befchreibeh, 164. Es find 
7 oder 9 Arten bekannt. 

Meerbarrben (Gefchlecht der), II. 109. Kenn, 
zeichen des Gefchlechts, ib. Geftalt diefer 
Fifche, ib. ihre Nahrung, uo. Aufenthalt, 
vorzüglich im mittelländifchen Meere, ib. 
Ichthyologen, 110. 111. Es find 6 Arten be. 
kannt, 111. ein paar neuerlich gefundene, X, 
94, noch ein neuer, XII. 64. 

Meerbraffemen (Gefchlecht der), VIII. 13. 
Kennzeichen des Gefchlechts, ib. fchöne Far- 
ben, 14 Fünf Abtheüungen derfelben, ibid. 
Critik der Linneifchen Kennzeichen, 14. (y. 
Ichthyologen, welche mehrere Arten bekannt 
gemacht haben, 16. 17. Es find an 8? Arten 
bekannt. 

Meerbraffem (der), VIII. 77 . Kennzeichen, 
ibid. äufsere Bildung , 7g. wird im Atlanti- 
fchen Meere getroffen, an den Ufern, 79. feine 
Nahrung, ib. fein Fleifch wohlfchmeckend, ib. 

Meere ngel (der), eine Art der Haififche, IV. 
ay, Kennzeichen, Körperbau und äufsere Thei. 
le, 26.27. innere Theile, 28 lebt im mittel- 
ländifchen Meere und in der Nordfee, 27. feine 
Gröfse, ib. ift ein kühner Räuber, ib. bringt 
lebendige Junge, ib. Ariftoteles Meinung über 
feine Begattung, ib. über die Veränderung fei- 
ner Farbe , 28. 

Meergrundeln (Gefchlecht der), II. 3. Kenn. 
zeichen des Gefchlechts find die zufammenge- 
wickelten Bauchfloflen, 2. y 6. Schriftfteller, 
die fie befchreiben, 3. 4 Sie halten fich in» 
Grunde des Meeres auf, 4. leben von Wurm, rn, 
Infekten 



Alphahetifches Sachregifier über alte \wblf Bände. 
Es find 38 Arten 



«73 



Infekten und Fifchrogen, f. 
bekannt, XII. 62. 

Meergrundel (die), II, f. Kennzeichen und 
Geftalt, 6. Innere Theite, 7. ift eln'Raubfifch, 
ibid. in der Nordfee und andern Meeren, ib. 
Gröfse, Art zu laichen, Gefchmack ihres Flei- 
fches. ib. Berichtigung einiger Schriftfteller, ib. 

Meerhahn (der), eine Art der Spiegelßfche, 
VI. 38. Kennzeichen, äufsere Bildung, Farbe, 
39. wohnt in den heifsen, kalten und gemäf- 
figten Gegenden, ib. feine Gröfse, 40. Nah 
rung, Fang, ib. Gröfse, fchlechtes Fleifch, 
XII, 99. Berichtigung der Ichthyologen, VI. 40. 

Meerhirfch (der), eine Art der Schleimßfche, 
V, iiy. Kennzeichen, Körperbau, ny, 116. 
Innere Theile , n6. 117. wohnt im mitteländi- 
fchen und atlantifchen Meere , 116, Critik der 
Ichthyologen, 117. 

Meerjunker (der), eine Art der Lippßfche, 
VIII. 141. Kennzeichen, Körperbildung, 143, 
mannigfaltige , glänzende Farben, 144. innere 
Theilc, 146. wohnt im mittelländifchen Meere, 
14$-. Gröfse, Nahrung, Laichzeit, Fang, ib. Zu- 
bereitung, 146. Critik der Ichthyologen, 147.14g. 

Meerlerche (die), eine Art der Schleimfijche, 

II. 184. Kennzeichen, Geftalt, 184. innere 
Theile, igy. Aufenthalt in der Nordfee und 
dem mittelländifchen Meere, ib. Gröfse, ib. 
hat ein fehr zähes Leben, ib. ihr Fleifch dient 
zum Köder, ib. Berichtigung der Ichthyolo- 
gen, igy. iS5- 

Meernadel (die), eine Art der Nadelßfche, 

III. 112. Kennzeichen, Geftalt, ib. innere 
Theile, 113. Aufenthalt, Gröfse, Fang, ib. 

Meerpapillon (der), eine Art der Schleim- 
ßfche, V. 112. Kennzeichen, ib. äufsere Bil- 
dung, 113. innere Theile, 114.. wohnt im mit- 
telländifchen Meere, 113. Gröfse, Fleifch, Nah- 
rung, Fang, ib. 

M e e r p f a u ( der ) , eine Art der Stutzköpfe , V. 
146. Kennzeichen, Körperbau, ib. ift wegen 

Allg.Naturg.d. Fifche. Tb. XII. 



feiner bunten Farbe fehr fchön, 147, ift bey 
den Antillen zu Haufe, ib. Gröfse, Fleifch, 
Raubfucht, ib. 

Meerpferde (Gefchlecht der), IV. Ji. Kenn- 
zeichen des Gefchleehts, äufsere Bildung diefer 
Fifche , ihre Nahrung , ihr Aufenthalt in Oftin- 
dien , ihre Gröfse , Ib. Naturferfcher, ib. Es 
find 3 Arten bekannt, 

Meerquappe (die), eine Art der Schellfifche, 
V. ieo. Kennzeichen, äufsere Bildung, 101. 
wohnt im mittelländifchen und Nordmeere, 102. 
ihre Gröfse, Laichzeit, Fang, Nahrung, ib. 
innere Theile , ibid, Critik der Ichthyologen, 
103. 104; 

Meerfau (die), eine Art der Hayfifche, TV, 31. 
Kennzeichen, Körperbau, 33, Aufenthalt im 
mittelländilchen Meere; Gröfse, ib. Critik der 
Ichthyologen, 33. 

M e er fch lange (die), eine Art der Nadelß- 
fche, III. iif. Kennzeichen, Geftalt, Gröfse, 116. 

Meerwels (der), «ine Art der Weife, XI. 36. 
Kennzeichen, Körperbildung, Farbe, 37. lebt 
in Brafilien und Nordamerika in den Flüffen, 
28. feine Gröfse, ib. Critik der Ichthyo:ogen, 39. 

Menfchen freffer (der), eine Art der Hay- 
ßfche, IV. 33. Kennzeichen, Körperbau, 34, 
feine fürchterliche« Zähne, 34. 3 j. Aufenthalt 
in der Tiefe des mittelländifchen Meeres, ibid. 
fällt den Menfchen an, 36. Erzählungen da- 
von, 36. 37. feine Gröfse, 37. fchont feiner 
eigenen Art nicht, 38. Art fleh feiner zu be- 
mächtigen, 38-39- fein zähes Leben, 39. vor 
ihm her fchwimmt immer der Lootsmann , Ib. 
wie fein Fleifch genützt wird, 40. Berichtigung 
der Ichthyologen , 40, 41, 

Merra (der), eine Art der Blödaugen, X. 17. 
Kennzeichen, ib. Körperbildung, 18. lebt 
im Japanifchen Meere, ib. Critik der Ichthyo- 
logen, 19. 

Mefferfifch (der), eine Art der ScJmeppen- 
ßfche, IV. $7. Kenazeichen, ib. nähert fich 



'Alphahtifches Sachregißer über alle ^ölf Bände. 



I74 : 

. den Mufcheln an Bildung , ib. äufsere Theile, 
SS. befondre Lage der Floflen, ib. Aufent- 
halt in Oftindien j Nahrung, ib. innere 
Theüe, 5-9, 

Milch (die) der Fifshe enthält kleine Thier- 
chen, I, 9, uy. wekhe von denen andrer Thier- 
arten fehr verfchieden find, 123. 

Mittelfloffe (die), ein über den Bauchfloffen 
befindlicher Theil, I. 6. 

Mittelflpffer (der), eine Art fax fliegenden 
Fi/che, XII, 17. Kennzeichen, ib. Bildung 
der Floflen » 17, n. lebt im atlantifchen 
Meere, 

Moos oder Pocken, eine Krankheit der Kar- 
pfen, I. 107. 
"Mulatte (der), eine Art der Klippffche , VI. 
116. Kennzeichen j G.eftalt, ib. ift aus Japan. 

eine Art der Röthlinge, X. 10. Kennzei- 
chen; Körperbau", ib. ift aus Japan. 

Mundleim, wird von der]Blaie;des Haufen be- 
reitet, IV. 93. 

Muräne (die), eine Art faxKahlbrüße, V. 31, 
XII. gj. Kennzeichen, ib. Körperbau; Farbe, 
33. macht den Uebergang zu den Schlangen, 
ib. findet fich in den oft- und weftindifchen 
und im mittelländifchen Meere, ib. Aufent- 
halt; Nahrung; Gefräfsigkeit, 33, Art fie zu 
fangen, ib. ihrFleifch, ib. ihr Werth bei den Rö- 
mern, ib. ihre Fortpflanzung, 33. 34. Ob fie 
folche Schuppen haben wie der Aal, XII. 8a. 

N. 

Nabel (der) der Fifche dient dem Rogen und 
■ der Milch zum Ausgange, I. g. 9- 

Nade/fifche (Gefchlecht der), III. 107. Kenn- 
zeichen des Gefchleehts, ib. Körperbau die- 
fer Fifche, 10g. fie leben im Weitmeerc, in 
der Nord - und Oftfee , von Infecren , Wiir- 
mern und Fifchrogen, 10g. ihre Eier entwi- 
ekeln fich am aufgeplatzten Bauche , ib. sie 

f geben ihre .Jungen nach und nach von sich. 



109. Meinung, dafs es unter diefen Fifchen 
keine männlichen gebe, 109. fie werden zum 
Köder für andre Fifche genutzt, 110. Ichthyo- ' 
logen, no. in. 

Nagelroche (der), eine Art der Rochen, III. 
6$ . Kennzeichen und äufsere Bildung, 65-, 66. 
innere Theile , 66. 67. lebt in der Nordfee, 
66. seine Gröfse, ib. Zeit feines Fanges, ib.. 
Zubereitung , ib. feine Leber glebt Thran , ib. 

' Meinung über die beiden am After befindlichen 
Verlängerungen , welche die Narurkundiger für 
männliche Glieder halten , XII. 75% 

Nafe (die), eine Art der Karpfen, I, jy. Kenn- 
zeichen; äufsere Bildung, 36, innere Theile,: 
37, Aufenthalt, ib. wird gewöhnlich vom ge- 
meinen Manne gegeffen , ib. mufs nicht mir 
der Zärthe verwechfeit werden, ib. Erfcheint 
im April zu Frankfurt an der Odar fehr häufig, 
XII. s6. 

Nafenbeinfifch (der), eine Art der Bein, 
fifche, IV. 118: Kennzeichen; äufsere Bil- 
dung, ib. Aufenthalt an d*r Mündung des 
Nils, 119. feine Gröfse; Nahrung, ib. Cri- 
tik der Ichthyologen , ib. 

Nafen gründet (die), eine Art der Meer- 
grundein, V. 1J4, Kenzeichen; Körperbau, 
ib. wohnt in den Gewäflern der Antillen, ij-y, 

Nafenhe ring (der), XII. 11«. Kennzeichen; 
Körperbildung, ib. Gröfse, ib. ift nur die 
Speife gemeiner Leute, und ungefund, ib. 
Fang , ib. 

Negerfifch (der), eine Art fax Makrelen, X. 
57, Kennzeichen, ib. Körperbau, jg, wohnt 
im füdiiehen Meere, ib. Gröfse; Fleifch; Ge- 
fchmack, J8. 59. Nahrung, 59. Critik der 
Ichthyologen , 59. 

Neunaugen (Gefchlecht der), III. 36. Merk- 
male des Gef hlechts , ib. äufsere Bildung die- 
fer Fifche, 36. 37. fie haben ein fehr zähes 
Leben , 37. ihre Nahrung , ib. es find 4 Ar. 
ten von den Ichthyologen befchrieben worden, 



r Alphabetijch.es Sachregißer über alle ^wölf Bände. 



*7S 



ib, a neue Lampreten, wovon eine elektrifch 
ift, XII. 74, 

Neunauge (das ), III. 41. Kennzeichen; Kör- 
perbau und Farbe, 42. Grö'fse, ib. innere 
Theile, 4?. wo diefer Fifch gefangen, und 
wie er bereitet wird, 42. 42. feine Nahrung, 
Laichzeit, Vermehrung, zähes Leben, ib. Ge 
fchmack; Zeit des Fanges, ib. Critik der Ich- 
thyologen , 44. 

(das kleine), III, 47. Kennzeichen und Ge- 

ftalt, ib. findet fich im Thüringfchen, ib. 
hat ein zähes Leben, ib. ift eine vom Querder 
verfchiedene Gattung, 48. 

Netzfifch (der), eine Art der Kahlbrüße , XII. 
gf. Kennzeichen; Körperbau; Farbe, ib. ift 
aus Tranguebar, 

o. 

Ohrfleck (der), eine Art der Makrelen, X. 
69. Kennzeichen; Körperbau; Farbe, 70. 
wohnt im oft- und weftindifchen Meere , ib. 
Gröfse, 71. ift ein Raab fifch, ib. hat ein gu- 
tes Fkifch, ib. Critik der khthyo'ogen, 71. 72. 

Ongo (der), eine Art der Sogofifche , Vil, £9. 
Kennzeichen, ib. Körperbau, 69. 70. 

Orfe (die), eine Art der Karpfen, III. 138 
Kennzeichen und Geft.ilt, 139. fie ift in Süd- 
dcutfchland zu Haufe, ib, hat ein weichliches 
Leben, und wohlfchnieckendes Fieifeh, ib. 
Nahrung, ib. Feinde; Vermehrung; Laich- 
zeit, 140. Critik der Ichthyologen , 140. 

P. 

Pampel, der allgemeine europäifche Name der 
Deckfifche auf Koromandel. S. Deckßfche. 

Panzer fifche (Cefchlecht der) , XI. 67. Kenn- 
zeichen des Gefchlechts, ib. Körperbildung, 68. 
Ichthyologen, die ihre Arten, deren 4 find, 
befchrieben , ib. 

Panzer fifch (der gefleckte), XI. [73. Kenn- 
Zeichen, ib, äufsere Theile und Bildung des 



Körpers, 74. Farbe, 75. innere Theile , ib. 
Critik der Ichthyologen , ib. 

(der), XII. 76. Kennzeichen, ib. kommt in 

feinem Bau mit dem gefleckten Panzerfifch über- 
ein , tj. worin er fich von diefem unterferti- 
get, 77. 78. Critik der Ichthyologen, 78-79. 

Papageiflfche (Gefchlecht der) , VII 13, Schwie- 
rigkeit, die Meerbraffemen , die Lippfifche, 
die Umbcrfifche, die Baarfche zu unterfchei- 
den , 13 — 17. neue Eintheilung-der 430 Ar- 
ten diefer vier Gefchlechter in 13 Gefchlechter, 
17 — 19. Kennzeichen der Papageiflfche i 20» 
Körperbau, 21. Bildung der Kinnladen, ib, 
Nahrung diefer Fifche, ib, Es find 14 Arten 
bekannt, wovon Linne nur eine hat, 22. 

Papageififch (der griechifche) , VII. . 23. 
Kennzeichen, äufsere Bildung, 34. ift in Oll- 
indien zu Haufe, 2f- Critik der Ichthyologen, 
25% 26. 

(der rothe), VII, 27. Kennzeichen, ib, 

äufsere Bildung, 27, 28. ift in Oft- und Weft- 
indien zu Haufe. 

(der grüne) , VII. 29. Kennzeichen , 'ib. 

äufsere Bildung, 29. 30. ift in Japan zu Haufe. 

P a r a d i s f i f c h ( der) , eine Art der Fingerßfche, 
XII. 18. Kenzeichen, ib. Körperbildung, 28. 
29. Farbe, 29, lebt in Surinam und beiden 
antiliifchen Infein, ib. Gröfse, Nahrung, 
Fang, ib. er giebt eine gute Speife, ib. 

P er fer (der), eine Art der Klippfifihe, VI. §3, 
Kennzeichen, ib, Geftalt der Zähne, übrige 
Bildung, 83. lebt in verfchiedenen Weltge- 
genden, 83. Gröfse, ib, Fleifch, Fang, 84. 
innere Theile, ib. Critik der Ichthyologen, 
84. 8f. ' 

Petermännchen ( Gefchlecht der), II, f$o. Kenn- 
zeichen des Gefchlechts, Geftalt diefer Fifche, 
ib. Schriftfteller , die mehrere Arten befchrie- 
ben, 131. 

( das) , eine Art diefes Gefchlechts, II. 131. 

Kennzeichen, Geftalt , 132.- innere Theile, 
Z 2 



V« 



Alphabttifches Sachregißer über alle %wolf Bünde. 



1 34. die Stacheln der RückenflofTsn follen gif- 
tige Wunden machen, 135. der Fifch hat ein 
Zähes Leben, Ib. feine Gröfse, Aufenthalt, 
Laichzeit, Ib. ift ein Leckerbifien , ib. Zu- 
bereitung, 133, feine Nahrung , 134, Berich- 
tigungen, 134. 

Pfau (der indifche), eine Art der Klippfifche, 
VI. 60. Kennzeichen, Körperbau, ib. ift fehr 
fchön von Farbe, ib, ift in Oftindien zu 
Haufe , <Si. 

Pfauenauge (das), eine Art der Klippfifche, 
VI. iof. Kennzeichen, ib. äufsere Bildung, 
106. ift aus Oftindien. 

Pfeiferle. S.Streber, 

Pflugfchaar(der), eine Art der Spiegelfijche, 
VI, 43. Kennzeichen, ib. Körperbau, 44. 
lebt in den brafilianifchen und norwegifchen 
Gewäflern, ib. Nahrung, ib. Berichtigung 
der Ichthyologen , 45-. 

Pilchard(der), eine Art der Heringe , XII. 40. 
Kennzeichen, ib. Körperbildung, Farbe, 41. 
wann er fich zeigt, und wie man ihm auflauert, 
ib. wird an der Küfte von Cornwallis gefan- 
gen , ib. Wichtigkeit feines Fanges für Eng- 
land, 42- er wird theils gefalzen, theils zu 
Thran geprefst, ib, feine Gröfse, ib. worin 
er vom gemeinen Hering verfchieden ift, 43, 
fein Fleifch ift fetter, ib. innere Theile, ib. 
Critik der Ichthyologen, 44. 

Plattfifch nennt man grofsen, gefpaltenen 
Klippfi/ih, II 53- 

Platt köpfe (Gefchlecht der), XII. 96 Merk- 
male des Gefchlechs, ib. Bis jetzt a Arten. 

Plattleib er (Gefchlecht der), XI. ja. Kennzei- 
chen des Gef hleehts, ib, diefe Fifche machen 
den Uebergang von den Weifen zu den Har- 
nifchfifchen, $3, Ichthyologen, die 4 Arten 
keinen gelehrt haben, ib. 

Plattleib (der aalförmige), XI. <5i. Kennz'ei 
ch«n , ib, feine Zähne , ib, Körperbildung , 63. 



Plattleib ( der warzige ), XI. 63. Kennzei- 
chen, ib. Körperbildung, Farbe, 64, Ich- 
thyologen , ib. 

Platzbauch (der), eine Art der Weife , 1. 
349. äufsere Geftalt, ib. merkwürdige Ge- 
burt diefes Fifches , ib. ift halb eierlegend und 
halb lebendig gebährend, ayo, aji, Befchif- 
fenheit feiner Eier, 2ji. 

Plötze (die), eine Art der Karpfen, I. ag. 
Kennzeichen, Geftalt, Farbe, 29. Vaterland, 
ib. Art fie zu fangen , ib. vermehrt fich fehr 
ftark, ib. man findet bei ihr zuweilen den 
Fick , 30. verfchiedene Ichthyologen , die fie 
btfehrieben, 31. 

Pocken oder Moos, eine Krankheit der Kar- 
pfen, I. 107. 

Pöckelheringe, cingefalzene Heringe , I. 201. 

Pol lack (der), eine Art der Schellfifche , II. 
171. Kennzeichen und Geftalt, 172. innere 
Theile, 173. lebt in der Oftfee und dem nörd- 
lichen Ocean, 172. Gröfse, Nahrung, Be- 
fchaffenheit feines Fleifches, Fang, 173, Ver- 
wirrung der S chrifrfteller , 173. 174. 

Porth (das), eine Art Fifchernetz, I, ij, 

Q. 

Quappe (die), eine Art der Schellfifche, H. 
177. Kennzeichen , Geftalt , 178. innere 
Theile, 180. lebt in Flüflen und Landfeen , in 
Europa und Oftindien , 179, in allen Gewäf- 
fern Rufslands, XII. 6$, Nahrung, Feinde, 
Gröfse, Wachsthum, II, 179. Laichzeit, ib, 
ihre Leber ift ein Leckvrbjffen, ib. giebt ein 
Oel , 180. Es wird von diefem Fifch auch Hau» 
fenblafe gemacht, XII. 6f. die Haut wird in 
Rußland zu Fenfterfcheiben gebraucht, auch 
zu Sommerkleider und Säcken , ib. Fang des 
Fif-hes, II. 179. Berichtigung der Ichthyolo- 
gen, 181. 

(eine geldfarbige) bei Swinemünde gefan« 

gen, XII. 6j. 



Alphabetifch.es Sachregifier über alle ^wblf Bände. 



Qucrder (der), eine Art der Neunaugen , III. 
4f. Kennzeichen und Geftalt, ib. findet fich 
besonders in Pommern und Preufsen , ib. Auf- 
enthalt im Grunde der Bäche , 46. wird zum 
Köder gebraucht, ib. 

R. 

Raapfen (der), eine Art der Karpfen, I. 48. 
einer der grefsen Flufsfifche, 49. macht den 
Ucbergang von den Grund • und Raubfifchen, 
ib. feine äufsere und innere Bildung, 4g. 49. 

Rau hfifc h e , find zahlreich und fehr gefrafsig, 
1.8. 

Retzin, ein Gericht, Hecht mit Sardellen be- 
reitet, I, 23$. 

Reuse (die) oder Garnreufe, eine Art Fifcher- 
netz v I-if.. 

R h e i n 1 a n k e n (der) , ein Schweizerifcher Lachs, 
III. 15g. deflen Gröfse, Ib. nähere Befchrei- 
bung deflelberi, 180—187^ 

Ribbenfifch (der), eine Art der Hartiifch- 
ßfche, 8a. Kennzeichen und Körperbildung, 
83. Farben, 84. Gröfse, Fleifch, ib. ift den 
andern Fifchen durch feinen Panzer gefährlich, 
und bringt ihnen tödtliche Wunden bei , ib. 

Ring (der) , eine Art der Klippßfche , VI. 114. 
Kennzeichen, ib. Geftalt ny. ift aus Oftindien. 

Ritter (Gefchlecht der), X. 90. es ift nur e ne 
Art bekannt, warum diefer Fifch nicht zu den 
jaippfifihen gezählt werden kann , ib. 

• (der amerikanifche), X. 91. Kennzei- 
chen, ib. Körperbau, Farbe, 93. Gritik der 
Ichthyologen, 93. 

— — (der), feine Art der I.,achfe , III. 174. 
Kennzeichen und äufsere Bildung, iyy. lebt 
ja» Genferfee, ib. Giöfse , Nahrung, fein 
Fleifch, ib. 

■'Rochen (Gefchlecht der), III. 48. Kennzei- 
chen des G^fchiechts, 49. Geftalt des Kör- 
pers, ib. wie fie ihre Jungen zur Welt brin- 
gen, jo, Begattung, ji. Arifteteles Bemer- 



177 

kungen über die Fortpflanzung diefer Fifche, 
yi. fie finden fich in allen europäifchen Mee- 
ren, ja. ihre Nahrung , ib. Gröfse, ib. wie 
man fie fängt, ib. fie haben einen widrigen 
Geruch, ib. wenigstens 23 Arten derfelben bei 
den verfchiedenen Naturkundigern, yj. eine 
neue Art, XII, ''74. 

Röhrfifche (Gefchlecht der), XI. 134. Kenn- 
zeichen, ib. Betreibung des röhrenförmi- 
gen Kopfes , 124. i2y. finden fich in beiden 
Indien, i2y. Ichthyologen, die 3 Arten be- 
kannt gemacht haben , ib. 

Rothauge (das), eine Art der Karpfen, I. 33» 
wird oft mit der Plötze verwechfelt ; worin er 
von ihr unterschieden , 24, war fonft in den 
Oderbriicherk fehr häufig, 33, vermehrt fich 
fehr ftark, ib. macht zur Laichzeit einen Zug* 
ib. ift von fchöner Farbe , 34,, 

Rothbart (der gröfse oder geftreiftc), eine 
Art der Meerbarben, II. 112. Kennzeichen 
und Geftalt, 112. innere Theile, 116. Auf- 
enthalt, Gröfse, Fleifch, 113. war bei den 
Aken fehr theuer, 114. feine fchöne Farbe, 
ib. ift ein Raubfifch, ny. zieht in Schaaren, 
ib. Fang,, Bereitung, Gefchroack, ny. 116. 
altes Vorurtheil über diefen Fifch, 116. Be- 
richtigung der Ichthyologen, 117. 

( der geftreifte ) , eine Art der Meerbarbert, 

X. 9y. Kennzeichen, Körperbau, innere Theile^ 
Gröfse, Fleifch, 96, wohnt bei den antilli- 
fchen Infein und in Brafilien , ib. 

(der kleine), eine Art der Meer'jarben, 

X. 98. Kennzeichen, Körperbau, Farbe, 99. 
100. wird in verfchiedenen Meeren gefunden, 
100. Gröfse, Fleifch, ib. wird von den Rö- 
mern' feht hoch . in Conftantinopel fehr gering 
gefchätzt, ib. feine Nahrung, ior. innere 
Theile, ib. Critik der Ichthyologen, ib. 

Rothbutt (der), eine Art der rechtäugigen 
Schollen, VI. 31. Kennzeichen, Körperbau, 
ib. wohnt im Nordmsere, 32. Gröfse, ib> 
Z3 



Alphabetifches Sachregißer über alle pvölf Bande. 



■ Fleifch, Nahrung, Aufenthalt, ibid. Zube- 
raitung, 33. 

Rothfifch, der an Stangen gedörrte KUppfifch, 
IL 15-?. 

'Rothfl offer (der), eine Art der Lutjane, 
VII. ny, Kennzeichen , ib. äufsere BMung, 

, II 6. ift aus Japan. 

— — ' eine Art der Weife, XI. 42. Kennzeichen, 
ib. K&rpirbildung, 43, ift aus Amerika. 

■Röthlinge (Gefchiecht der), IX. 97. Kennzei- 

- chen des Gefchlechts, ib. Körperbildung die- 
fer Fifche, 98. lebhafte Farben derfelben, ib. 
Es find 10 Arten bekannt, 

R^thling (der), IX. 99. Kennzeichen, Kör- 
perbildung, 100. wohnt im mittelländifchen 
Meere, 101, Aufenthalt, Nahrung, Art feines 
Fanges, Gröfse, 101, Critik der Ichthyologen, 
102. 

(der johnifche), IX, 113, Kennzeichen, 

ibid. Köiperbildung, 113, 114. ift in.Surate 
zu Haufe. 

— — . (der geftreifte), IX. 177, Kennzeichen, 
ibid. Körperbildung, Farbe, 118, ift fehr 
fett, von feftem Fleifche, ib. Gröfse, 119. ift 
ein fehr dreifter Räuber, ib. 

— — (der gezeichnete), IX. ny. Kennzeichen 
ibid. Körperbildung, is6. lebt' im atlami- 

,' tlfchen Meere. 

(der japsnifche), X, 5-. Kennzeichen, ib, 

Körperbildung, 6. . 

(der lineirte), X, 7. Kennzeichen , Kör- 
perbau, 7. Farbe, g. lebt in den oftindifchen 
Gewäßern, •• » 

( der gefleckte ) , X. 9. Kennzeichen, Kör- 
perbau, ib. ift aus Oftindien. 
— — (der Vosmerfche ), IX. 120. Kennzei- 
chen, Körperbau, ib. wohnt im japanischen 
Meere, 

Rothmund (der), eine Art der Röthlinge, IX, 
132, Kennzeichen, ib. Köiperbildung,, Farbe, 
123. wird in Oftindien und im sulantifchen 



Meere getroffen, ib, Critik der Ichthyologe»*, 
134. 

Rothfchuppe (die), eine Art der Meerbraffe- 
men, VIII. 99. Kennzeichen , 1O0. Körper- ' 
bau, ib. fchöne Farbe, 101. hält lieh in Vie- 
len Meeren auf, ib, innere Theile, 103. Nah- 
rung, 102. 103. ihre Gröfse, ihr Fleifch wohl- 
fchmeckend; Laichzeit, 103. Critik der Ich- 
thyologen, 103 — IOf. 

Rothfch wanz (der), eine Art der Meerbraf 
fernen, VIII. 26. Kennzeichen, ib. äufsere 
Bildung, 27. ift in Japan zu Haufe. 

Rücken der Fifche, I. 4. verfchiedene Geftak 
deffeiben, ib. - 

Rumpf der Fifche ift auf verfchiedene Art be» 
deckt, I. 4, • 

Rundfifch nennt man.' den kleineren am 
Bauch aufgeritzten KUppßfch , II, 1J3, ., 

R u n z e 1 m a u 1 (das) , eine Art der Panzerfifche, 
XL 69. Kennzeichen, 70. Körperbildung, 70. 
71. Farbe und Zeichnung, 71. ift im füdli- 
chen Amerika zu Haufe, ib. fein Fleifch und 
Zubereitung, ib, innere Theile,- ib. Critik 
der Ichthyologen, 72. 

Rüffel (der), eine Art der Lutjane, VIII. 7, 
Kennzeichen, ib. äufsere Bildung, 8. 

S. 

Sack fl offer (der), eine Art der Meerbraffe- 
men] VIII, 62. Kennzeichen, 63. Körper- 
blldung, Farbe, 64, wird im mittelländifchen, 
atlantifchen Me«re und der Nordfee getroffen, 
ibid. feine- Erfchsinung im Nif, 6y, Nahrung, 
ibid. Fleifch, ib. Zubereitung defl'elben, 66 t 
wo er gefangen wird, ib... innere Theile, ibid. 
Critik der Ichthyologen, 67, 

Sägebauch (der), eine Art der Lächfi, XI. 

113.. Kennzeichen, ib. das fägeförmige am 

Bauche entlieht aus den Spitzen der Schilder, 

,113, KörperMidungj ib, Farbe, 114. lebt 



Alphabetifches Sachreglßer über alle %wölf Bands. 



in den furinamfchen Fläffen , 114. Gröfse, 
Raubfucht, ib. Critik dsr Ichthyologen, ib. 

Sägefifch (der), eine Art der Hayffehe , IV. 
41. Kcnnzeichan, ib. wozu ihm das fägdör- 
mige Schwerdt dient, 42. Körperbau, ib. er 
lebt- im kalten und warmen Klima, ib. feine 
Gröfse, ib. Berichtigung der Ichthyologen, 4?, 

Saibling ( der) , eine As t der Lachfe, III. 149. 
Kennzeichen und Gf fialt, 149. ijo, feine Farbe 
richtet fich nach dem Waffer, iyo. innere 
Theiie, iji. ift in Süddeutfehland zu Haufe, 
" ijo. feine Gröfse, Laichzeit, ib. Zubereitung 
zum Effen, iji. er ift ein Raubfifch, ib. Be- 
richtigung der Ichthyologen, 1J2. 

Salm, S. Lachs. 

Sälmling wird der einjährige Lachs genannt, 

I. 141. 

Sandaale ( Gefchlecht der), III. aj. Kenn- 
zeichen und Geitalt diefer Fifche, ib. ange-,. 
führte Ichthyologen, 34, 

Sandaal (der), III. 24. Kennzeichen, Geftalt,' 
£$. innere Theiie, 16. lebt in der Nord- und 
Oftfee, 2J. Nahrung, Lage im Sande, z6. feine 
Feinde, ib. Art ihn zu fangen, ib. 

Sattel (der), eine Art der Lutjane, VII. lai. 
Kennzeichen, äufsere Bildung, Farbe, 12s. 

Sechsauge (das), eine Art der Stutzköpfe, V. 

\ 140. Kennzeichen, ib. äufsere Bildung, 141. 
wohnt in den chinefifchsn Flüffen, ib. Ge- 
fchmack und Zubereitung des Fleifchesi ibid, 
Gröfse, 142. Critik der Ichthyologen, ib. 

Seebull (der) , eine Art der Groppen, III, 170, 
. Kennzeichen und Körperbildung, 171. innere 
Theiie,. 172. wohnt nur in der Oftfee, ib,d. 
feine Gröfse, ib. wird mehrentheils zum Kö- 
der gebraucht, ib. feine Nahrung, ib. 

Seedrache (der), eine Art der Spinnenßfche, 
V. 84. Kennzeiehen, äufsere Bildung, 84-. 8f. 
feine Farbe veränderlich, 8f. Aufenthalt, ib. 
innere Theiie, 86. Critik der Ichthyol,, 86- 87. 

— — -r eine Art der Meerpferde , IV, s *, 



Kennzeichen und äufsere Bildung, ib. nähert 
fich den Infekten, ib. fein Aufenthalt ift in 
Oftindien, 5^. Berichtigungen, ib. 

See - Eber (der), eine Art der Lutjane, VIII. 
9. Kennzeichen, Körperbau, ib. Bildung/10. 

See-Eidechfe (die), eine Art der Lachfe, 
XI. ny,. Kennzeichen, ib. Körperbildung, 
bunte Farbe, fpitzer Kopf, 116. ihr Fieifch,.. 
ibid. lebt bei den Antillen , im rothen und 
mitteiländifchen Meere, ib. ift ein Raubfifch, 
117. innere Theiie, ib. Critik der Ichthyo- 
logen, ib. 

Seeforeile (die), eine Art der Lachfe, III. 
lyy, Kennzeichen, Körperbau, iy6. lebt inj 
der Oftfee, ib. ihre Gröfse, ihr Fieifch, ib. 

Seehähne ( Gefchlecht der) , II. 118. Kenn- 
zeichen des Gefchlechts, 119. Geftalt diefer 
Fifche,ib. fie bewohnen die Nord- und Oft- 
fee und das mittelländifche Meer , ib. ihre 
Art fich zu vertheidigen , ib. fie find fleifch- 
freffend, ib. Schriftfteller , 12p., Verwirrung 
beiihnen, 121. Es find 16 Arten bekannt, X. 
105. worunter Harmßädt unrichtig einen fchort 
von Pallas befchriebenen Fifch rechnet, 104. 

Seehahn (der graue), II. 131. Kennzeichen, 
Geftalt, 122. innere Theiie, 125. Aufenthalt,. 
Gröüe, Nahrung, 122. Laichzeit, 123. Be- 
richtigung der Ichthyologen, ib. 

(derrothe), II, 124. Kennzeichen, Ge- 
ftalt, ib. Aufenthalt, Gröfse, Farbe, 125". ift 
ein Räuber, ib. Laichzeit, Fang, Fieifch, Zu- 
bereitung, ib. 

- — ( der fliegende ), X. 115-, Kennzeichen r 
Körperbildung, Farbe, 117. wohnt in den 
Meeren heifser Gegenden, 118. feine Nahrung, 
ibid. feine Feinde, die Doraden und Waffervö- 
gel, ib. rettet fich durch Fliegen, gewöhnlich 
in ganzen Haufen, ib. fein Fieifch, ib. innere 
Theiie, ib. Critik der Ichthyologen, 119—121. 

( der Carolinifche ) , X, 122. Kennzei- 
chen, ib. Körperbildung, 123. fein Fleifeh,. 



5 8o 



Alphabaifches Sachregifitr über alle {wötf Bände. 



Ibid. erhält fich im Meere bei Jamaika auf, ib. 
fliegt in die Luft, um fich vor feinen Feinden 
zu retten, ib. Critik der Ichthyologen, 124. 

Seehahn (der punktirte), X. iaf. Kennzeichen, 
Körperbau, Farbe, ib. ift bei den antillifchen 
Infein zu Haufe, und gehört zu den fliegenden 
Fifchen. 

- ( der lineirte ) , X. i%6. Kennzeichen, 

Körperbau, fchöne Farbe und Zeichnung, 127. 
ift ein Bewohner des Nordmeers, ib. fein 
Fleuch hart und mager, 138. Critik der Ich- 
thyologen, 128, 129, 

Seehafen (Gefchlecht der), III. 191, Kenn- 
zeichen des Gefchlechts, ib. Geftalt diefer Fi- 
fche, iC2. fie bewohnen die Meere} leben von 
Würmern, Infekten und Fifchbrut, ib. Natur- 
kundige, die fie Lefchrieben , ib. Es find 7 
Arten bekannt, 16 3. 4 neue Arten, XU. 77. 

leshafe (der), III. 103. Kennzeichen und 
äufsere Bildung, 104. Isann fich fehr feft an 
glitte Körper hängen , ib, innere Theile, ioj . 
er wohnt im nördlichen Ocean , ioy, feine 
Gröfse, ib. fein Fleifch ift wenig gefchätzt, ib. 
Zubereitung deflelben, ib. Laichzeit, ibid. 
feine Claflifieirung bei den Ichthyologen , 106. 

Seehecht (der), eine Art der Hechte, XI. 136. 
Kennzeichen, Körperbildung, 137. Farbe, 138. 
wohnt im mittelländifchen und atlantifchen 
Meere, ib,< innere Theile, ib. Critik der Ich- 
thyologen, 139. 

Seehund (der), ift ein grofser Feind mancher 
Fifche, befonders des Schnepels, I. 166. 

Seekaraufche (die), eine Art der Lutjane- 
VII. 117. Kennzeichen, Körperbildung, H8. 
innere Theile, 119. hält fich im Nordmeere 
auf, ib. wo fie gefangen wird , ib. ihre Gröfse, 
ibid. Fleifch, ibid. Critik der Ichthyologen, 
ibidem. 

See kröpfer (der), eine Art der Stachelbäu- 
che, IV. igo, Kennzeichen, äufsere Bildung, 
130. 131., hat einen fehr dicken Bauch, ibid. 



lebt im mittelländifchen und oftindifchen 
Meere, 13z. Critik der Ichthyologen, 132. 

Seekröte (die), eine Art der Seeteufel, IV, 
13. Kennzeichen, ibid. Geftalt und äufsere 
Theile, 14. innere Theile, ij. findet fich in 
Brafilien und China, 14. ihre Gröfse, ib. 

Seeleier (die), eine Art der Seehähne, X. m, 
Kennzeichen, 112. Körperbau , Farbe , 113, 
HJ. lebt im brittifchen und mittelländifchen 
Meere, 113. fie pfeift, wenn man fie ergreift, 
ibid. Gröfse, Fleifch, ib. innere Theile, ib. 
Critik der Ichthyologen, 114, 

Seemäufe oder Seeküffen nennt man die Jun- 
gen der Rochen, III. yo, 

Seenadeln, wie fie fich fortpflanzen, I. 2fr. 

Seepferdchen (das), eine Art der Nadelfi, 
fche , IV. -6. Kennzeichen und äufsere Bildung, 
7. innere Theile, 8. findet fich an den Ufern 
des mittelländifchen Meeres, ib, Critik der Ich- 
thyologen, 8. 9. 

Seeratzen (Gefchlecht der), IV. 60. Kenn- 
zeichen des Gefchlechts, ib. Körperbau diefer 
Fifche, ib. fie leben vom Raube, ib. Es find 
3 Arten bekannt, ib. Ichthyologen, die fie be- 
fchriebeh. 

Seeratze (die), IV. 61. Kennzeichen, äufsere 
Bildung, 61.62. innere Theile , 63. Aufenthalt 
im Nordmeere, ihre Gröfse, Nahrung, ib. Be- 
nutzung ihrer Eyer, ihrer Leber, ihres Schwan- 
zes, ib. Critikl der Ichthyologen, 64, 

Seereiher (der), eine Art der Klippfifche, VI. 
72. Kennzeichen, Körperbau, 73. ift in Oft« 
indien zu Haufe, ib. Critik der Ichthyologen, 
74. 

Seefcorpion (der), eine Art der Groppen, II. 
i8s äufsere Geftalt und Farbe , 19.20. innere 
Theile, 21. Aufenhalt in der Oftfee, etc. so, 
fchwimmt fehr fohnell, ib. wird bey uns nicht 
gegefTen , ib. ift bey den Grönländern eine De- 
likatefie, 21. ift ein grofser Räuber, ib. Be- 
richtigung der Ichthyologen, 22. 

Seefchwalbe 



Alphabetifches Sachregißer über alle fwötf 'Bände. 



Seefciiwalbe (die), eine Art der Seehähne, 
II. 126. Kennzeichen, Geftalt, 126. 127. Auf- 
enthalt, Gröfse, 127. fchwimmt fehr fchnell, ib. 
Fang, Zubereitung, ib. Berichtigung der Ich- 
thyologen, 12g. 

Seefchwein (das) , eine Art der Hayffche , IV. 
25. Kennzeichen und äufsere Theüe, 24, lebt 
im mittelländifchen Meere, ib. feine Gröfse, ib. 
Innere Theile, sf. Nutzen der Haut und der 
Leber, ib. 

Sceftichling (der), f. Dornffch. 

(der kleine), eine Art der SiicMinge, II, 

82. Kennzeichen und Geftalt, 83. innere Theile, 
84. ift der ldeinfte Fifch , und wird nicht ge- 
nutzt, 8j. Laichzeit, 84. 

S e e ft i e r ( der ) , eine Art der Beinffche , IV. 
ioy. Kennzeichen, äufsere Bildung, ioj. 106. 
findet fich in Oftindien, 106. feine Gröfse, 
Nahrung, Fieifch, Leber, ib. Berichtigung 
der Ichthyologen , 106. 107. 

Seeftint (der), eine Art der Lachfe, I, 182. 
ift an Körperbau dem Stinte fehr ähnlich, ib. 
hält fich in der Nord - und Oftfee auf, ib. wie 
er verfpeift wird, I8J. Er wird häufig vom 
Heringsfadenwurm geplagt, XII. $9. Er ift 
ein grofser Räuber, und fchont felbft feiner 
eignen Gattung nicht, 60. 

Seeteufel (Gefchlecht der), III. 8r. Kenn- 
zeichen des Gefchlechts, ib. Geftalt diefer 
Fifche, ib. fie leben vom Raube, pflanzen 
fich durch Eier fort, und halten fich im Meere 
auf, 82. ihre 5 Arten, von den Ichthyologen 
befchrieben, 82. XII. 75-, 

Seeteufel (der), III. 82. Kennzeichen und 
Geftalt, 8J. 84- innere Theile, 85-. feine 
Wohnörter, 84. Gröfse, 8f. « fchwimmt 
fchlecht, ib. wie er auf feine Beute lauert, ib. 
wird nur feiten gefangen, ib. vermehrt fich 
nicht fonderlich , ib. gühört zu den lebendig 
g--bärendtn frfchen, XII. 76. hat ein weich- 

AllgNaturg.d, Fifche, Th,XII, 



1S1 

liches Fieifch, III. 85". Critik der Ichthyolo- 
gen , 86. 

Seeweib (das), eine Art der Lippßfche, IX, 
14. Kennzeichen, ib, Körperbau, Farbe, 
IJ-. Gröfse, Gefchmack, ib. wird in Norwe- 
gen angetroffen, ijf. 

Seewölfe ( Gefchlecht der) , III. 18. Kennzei- 
chen des Gefchlechts , ib. äufsere Bildung die- 
fer Fifche, ib. fie wohnen im Nordmeere, ib. 
Es find 2 Gattungen bekannt, ib. 2 Heue Ar- 
ten, XII. 66.' 

Seewolf (der), III. 19, Kennzeichen, ibid. 
äufsere Bildung, 20. innere Theile, 23. beifst 
fehr um fich, 20. lebt in der Oftfee, ib. wird 
vom Seehafen überwunden, 21. kriecht wie 
ein Aal, ib. Aufenthalt, Zeit und Ort zu lai- 
chen, ib. Gröfse, ib. Fang , 32* Critik der 
Ichthyologen, 32. 33. 

Seewurm, fonderbare Fortpflanzung eines fol« 
chen Thieres, I. 2f3. 

Segelträger (der), eine Art der Stächet- 
fchwänze, XII. 106. Kennzeichen, Körper- 
bildung, Farbe, ib. ift in Oftindien. 

Seiten (die) der Fifche, I. 4. 

S e i t e n I i n i e bei den Fifchen , I. 4. 

Senke (die), eine Art Fifchernetz , I. 16. 

S i c h e 1 f 1 « ic k ( der ) , eine Art der KHppßfche, 
XII. 102. Kennzeichen, Körperbildung, ib. 

Sichelfloffer (der), eine Art der Meerbraffa. 
men, VIII, 30. Kennzeichen, ib. Körperbau; 
30, 31. fchöne Farbe, 31. ift auf den antilli- 
fchen Infein zu Haufe. 

S i c h e 1 k a r p f e n ( der ) ; eine afiatifche^arp/e/i» 
art , XII. 5-5. Kennzeichen, Körperbau, ib. 
Farbe, 74. lebt in den füfsen Gewäffern auf 
Malabar , $4. 

Sichellachs (der), eine Art der Lachfe, Kl, 
130. Kennzeichen , ib. Körperbau, Farbe, 131. 

Silberbaarfch (der), IX. %6. Kennzeichen, 
Körperbau, ib. Farbe, Floffen, 87. iß in 
Japan zu Haufe. 

Aa 



'Alphabetisches Sachreglßer über alle pvolf Bande. 



*8a 

S i 1 b e r b a n d ( das ) , eine Art der Heringe, XII. 

46. Kennzeichen, Körperbau, Farbe, ibid. 

wohnt im atlantifchen und adriatifchen Meere, 

, 47, Seine Gröfse, Fleifch, ib. Er wird in Italien 

für den Kornährenßfch verkauft, 

Silberbodian (der;, VII. 57, Kennzeichen, 
ib. äufsere Bildung, 57. $8. 

Silberdecke Cdie), eine Art der Bec&ßfche, 
XII. 92, Kennzeichen, ib. hat fehr lofe Schup- 
pen* 93, kommt mit der grauen Decke überein. 

Silberfifch heifst der Goldkarpfen, wenn er 
einige Jahre alt ift, III. 134. 

Silberlachs (der;, III 157. Kennzeichen und 
äufsere Bildung, ib. lebt in füfsen und falzigen 
Waffern, ib. feine Gröfse, iyg, Fang, ib. 

Silberneunauge (da,s;, XII. 74. Kennzei- 
chen, Körperbau, ib. aus Tranquebar. 

Silberfogo (der), VII. 73. Kennzeichen, ib. 
Körperhau, 74. Farbe, ib. 

Silberftreif (der), eine Art der Weife-, XI. 
48» Kennzeichen, ib Körperbau, Farbe, 49, 
findet fiih auf den malabarifehen Küften. 

— eine Art der Lachfe, XI. 107. Kennzei- 
chen, ib, Körperbildung, Farbe, 10g. wohnt 
in den Flüffen des füdlichen Amerika, ib feine 
Gröfse, Fleifch, ib. ift ein fleifchfreffender 
Fifch, ib. Critik der lchthyol&gen , 109. 

Silberwels (der;, XI. 33. Kennzeichen, ib. 
Körperbildung, Farbe, 34 ift aus Surinam. 

Sklaven fifch (der;, eine Art der Sogoßfche, 
VII. go. Kennzeichen, ib. Körperbau, 81. 
ift aus Japan, ib. ift eineSpeife der Sklaven, ib. 

Sogofifche (Gefchlechtd;r;, VII S9- K nn- 
zeiehen des Gefchlechts, ib. Aufenthalt diefer 
Fifche;, fchöne Farben, 60, Es find ig Arten 
bekannt. 

Sogo (der;, VII. 61. Kennzeichen, 62. äufsere 
Bildung, 62.63. fchöne Farben , 63. befondre 
Eigenheiten diefes Fifehes, 64. eine Abände- 
rung deffelben, 6y. findet fich in allen vier 
W einheilen , ib. Critik der Ichthyologen a 66* 



Sogo (der getiegerte;, VII, 77. KenMeiche», 
Körperbau , 7g,? ift in Oftindien zu Haufe , 79, 
fein Fleifch wohlfchmeckend , ib. Ichthyolo- 
gen, ib. 

(der vierlinigte), VII, 82. Kennzeichen, 

ib. äufsere Bildung, 83. ift aus dem Orient. 

— — (der fünf 1 inigte;, VII. 84. Kennzeichen, 
ib. äufsere Bildung, Farbe, 8j. ift aus Japan. 

(der bandirte;, VII. 86. Kennzeichen, ib. 

äufsere Bildung , g7- 

(der punktirte), VII. 88. Kennzeichen 

und äufsere Bildung, 89. ift in Brafilien z« 
Haufe, 90, fein Fleifch, Gröfse, zähas Leben, 
Fang, ib. Critik der Ichthyologen, 90. 91. 

(der blaupunkrirte;, VII, 94. Kennzei- 
chen, ib. äufsere Bildung, 97. 

(der gefleckte) , Vit. 96 Kennzeichen, ib, 

Körperbildung, 96. 97 ift in Oftindien zu Haufe. 

(derfurinamfche), VII. 98. Kennzeichen, 

ib, Körperbildung, 99, Gröfse, Fleifch, ^. 

(der bengalifche;, VII, 102, Kennzeichen,, 

ib. äufsere Bildung, 103. 

(der grünliche), VII. 67. Kennzeichen;, 

ib. Körperbildung, 67. 6g. 

(der geftreifte;, VII. 71, Kennzeichen, ib, 

Körperbau, 71 7*, 

Soldat (der;, eine Art der Harnifchßfche , XI» 
86. Kennzeichen, 87. Körperbildung, 87.88. 
lebt in Oft- und Weftindien, in Flößen und 
Bächen, 88. Seine Gröfse, ib. fein Fleifch fehr 
gut, 89 Critik der Ichthyologen, ib. 

S o 1 d a t e n f i f c h (der;, eine Art der Klippßfche, 
VI. 92- Kennzeichen, ib. Körperbildung und 
Schönheit, 93. wohnt in den Gewäffern von 
Jamaika, 93. Gröfse, ib. Critik der Ichthyo» 
logen, ib. 

Sommerlachs wird der Lacks genannt, wel- 
cher im Sommer an den Ufern der Oftfee laicht, 

in. 148, 

Sonnen fifch (der;, eine Art der Spiegelßfche, 
II, 34, Kennzeichen, ib, äufsere Bildung, uni 



Alphahüjches Sachregißer über alle pvölf Bände. 



m 

Fang, Nahrung, ib. Critilc der Ichthyologen, 
82. 8?. 



Farbe, ay. Innere Theile, 27. fein Fleifch wohl- 
fchmeckend, ib. Aufenthalt, Gröfse, 26. 

Spanifche Reiter (der), eine Art der Ma- J Sp i nnenf i fch (der kleine), f. Seedrache, 
irden , X. ji„ Kennzeichen, ib. Körperbau, 
S"2, lebt im mittellandifchen Meere, J3. Gröfse, 
Fleifeh, ib. innere Theile, ib. Critik der Ich- 
thyologen, $3, J4. 

Sparbraffem (der), VIII. 87. Kennzeichen, f 8. 
äufsere Bildung, 88. 89. innere Theile, 90. wird 
im mittellandifchen Meere getroffen , 89. Grö- 
fse, ib, Aufenthalt im Winter in der Tiefe, 90. 
ftarke Vermehrung, Nahrung, Fang, ib. Critik 
der Ichthyologen , 91. 92. 

Spiegel] ij 'che (Gefchlecht der), II. 2;. Kenn- 
zeichen des Gefchlechts, ib. Geftalt diefer Fi- 
fche, 24. Ichthyologen, die fie bekannt ge- 
macht, ib, g Arten, VI, 36. eine neue Art, 
XII. 63. 

Spiegelfifch (der langhaarige), VI. 36. Kenn- 
zeichen , ib. Körperbau, 37. fein Fleifch , ib. 
ift in Oftindien einhcimifch, 37. 

- ... ■ (der liftige), VI. 41. Kennzeichen, ibid. 
Körperbau, 41. 4a. befondre Einrichtung des 
Mundes, wodurch er die Infekten hafcht, 41. 
fein Fleifch , 43. 

Spiegelkarpfen (der), eine befondre Art 
der Karpfen, III. 131. £J2. nicht blofs eine 
Spielart, I. 107, Kennzeichen, III, 131. feine 
grofsen einzelnen Schuppen, I. IGJ. findet fich 
bcfonders in Sachfen, Franken und Böhmen, ib. 

Spierling (der), eine Art dzrKarpfen, III, 
143. Kennzeichen und Körperbau, ib. findet 
Geh in der Oftfee , ib. Gröfse , Fleifch , 144. 

Spinnen/ ifc he (Gefchlecht der), V. 77. Kenn- 
zeichen des Gefchlechts , Körperbau diefer Fi- 
fche, ib. 6 Arten, von verfchiedenen Ichthyo- 
logen bekannt gemacht, 78. 3 neue, XII, 94. 

Spinnenfifch (der), V. 79. Kennzeichen, 
äufsere Bildung, 80. 81. lebt in den füdlichen 
und nördlichen Gewäflern, 81. Gröfs«, Fleifch, 



Spitznafe (die), eine Art der Rochen, III. 
57. Kennzeichen und Geftalt, j8- lebt in der 
Nordfee, ib. Gröfse, ib. 

Spitzfchwanz (der), eine Art der Degenfifche, 
V. <Sy. Kennzeichen, ib. äufsere Bildung, 66. 
hält fich in Südamerika auf , in Seen, Flüffen 
und Bächen, ib, ift ein ftarker Räuber, 67. 

Sporn (der), eine Art der Makrelen, X. §;. 
Kennzeichen, ib. Körperbau, yö, 

Spornträger (der), eine Art der Sogoßfa/te, 
VII. 100. Kennzeichen, ib, äufsere Bildung, 
100 101. ift aus Japan , ib, feine Gröfse , 101. 

Sprensling, öftreichifcher .Nähme der Aefche 
im erften Jahre, I, 162, 

Springer (der), f. Braunßfch. 

eine Art der Makrelen , X. 49. Kennzei- 
chen, ib. Körperbau, 50. wird häufig bey den 
antillifchen Infein getroffen , ib. hat ein gutes 
Fleifch ; fpringt aus dem Netze , ib. 

eine Art der fliegenden Fi/che, XII. 10. 

Kennzeichen, n. Körperbildung, Farbe, 11. 13. 
findet fich im mittellandifchen und rothen 
Meere, 13. Gefchmack feines Fleifches, feine 
Nahrung, Gröfe, ib. innere Theile, ib. Critik 
• der Ichthyologen , 13, 

Stachelbäuche ( Gefchlecht der) , FV. 12a 
Kennzeichen des Gefchlechts , ib. Geftalt die- 
fer Fifche, ib. fie können den Bauch aufbla- 
fen, 120. 121. äufsere Theile, 121. ihr Aufent- 
halt, Gröfse, Nahrung, ib. Ichthyologen, die 
fie kennen gelehrt haben , 123. Es find 8 Arten 
bekannt. 

Stachelbaucl; ( der geftreifte) , Vf. 128. 
Kennzeichen , äufsere Bildung , ib, innere 
Theile, 129. -lebt im Nil und im mittellandi- 
fchen Meere, ib. 

(der getiegerte) , FV. 133. Kennzeichen, 

äufsere Bildung, ib. innere Theile, 134. XII, 
Aa 2 



Alphahetifches Sachregißtr über alle pvölf Bände. 



go. lebt in den oftindifchen und chinefifchen 
Gewäffern, IV. ijj. Gröfse, ib. Lage der 
Eierftöcke, 124. XII. 80. 

Stachelbauch (der gefleckte), V. 3. Kenn- 
zeichen, ibid. äufseve Bildung, 4. ift in Chi- 
na und Japan zu Haufe, ib. wird: für fehr 
giftig gehalten, ibidem. 

— — (der geftreckte), V. 6. Kennzeichen und 
äufsere Bildung, ib. feine Nahrung, 7. lebt 
in Oftindien. 

■ — »- Cein elektr.ifcher) , XII, 80. 

Stachelfifch (der lange), eine Art der Igel- 
ßfche, IV, 67. Kennzeichen, äufsere Bildung, 
68 innere Theile, ib. lebt in den amerikani- 
schen Gewäffern und am Cap , ib. feine Nah- 
rung. Gröfse, Fleifch , ib. Seine Haut wird, 
getrocknet, fehr hart, und die Indianer brau 
chen fie zu Helmen, XII. 79. 

— — (der runde), eine Art der Igelßfche , IV. 
69. Kennzeichtn, äufsere Bildung, 70. Gröfse, 
7f. fein Widerftreben, wenn er gefangen wird, 
ibid. findet fich in Amerika und im rothen 
Meere, ib kommt nur in denSommermonathen 
zum Vorfchein, XII. 79. Critik der Ichthyo- 
logen, IV. 72. 

Stachel flu n der (der), eine Art der linkäu- 
gigen Schollen, II. 5-7. Kennzeichen, äufsere 
Bildung, 57, f$. lebt in der Nord- und Oft 
fee, Jg., Fang, Zubereitung, Gefchmack, ib. 
Berichtigung der Ichthyologen, J9. 

S tachelJiUgel (die), eine Art der Igelßfche, 
IV. 72. - Kennzeichen, Geftalt, ib. hält fich 
um Jamaika und am. Cap auf, 74, ihre Gröfse, 
Nahrung, Fleifch, ib. 

Stachellinie (die), eine Art der Groppen, V 
IJ9. Kennzeichen, ib. Körperbau, 15-9 160. 
ift in Oftindien zu Haufe, ib. Gröfse, XII. 96 
mageres Fleifch, ib. 

Stachelnadel (die), eine Art der Nadelßfcke 
IV 10. Kennzeichen, Geftalt, ib;, Ichthyo- 
logen, 11, 



Stachelrücken (Gefchlecht der),, XII. ilj, 
Kennzeichen, Körperbau, ik Nur eine Art 
bekannt, ib. 

Stachelrücken (der), XII. 112. Kennzei- 
chen, ib. Körperbau, 114. Gröfse, ib., ift 
aus Oftindien. 

Stachelf chv/änze (Gefchlecht der), XII. io^. 
Kennzeichen des Gefchlechts, ib. Körperbau, 
diefer Fifche, ib. Es gehören hierher zwei 
unter den Klippßfchen genannte, Taf. 203. und 
208. aufserdem $ von den Ichthyologen anders 
klaflifkirte Arten, und noch eine neue* 

S tachelfchwanz (der),, eine Art der Born- 
ßfche, V. 19. Kennzeichen , ib. Stacheln am 
Schwänze, 20. Körperbau, 20. 21. lebt in 
den oftindifchen Gewäffern und im rothen 
Meere, 21. feine Nahrung, Grösse, Fang, ib. 

Stechroche (der), eine Art der Rachen, III. 
62. Kennzeichen, äufsere Bildung, 63. Er- 
zählung der Alten von der Wirkung feines 
Stachels, 6j. wozu ihm der Stachel dient , 64, 
er lebt in allen europäifchen Meeren. 

Steinbaarfch (der), IX. 79. Kennzeichen, 
ibid. Körperbildung, go.. ift in Surinam zu 
Haufe, 80. Critik der Ichthyciogf n, 81. 

Steinbutt (der), eine Art der linkäugigen 
Schölten, II jj. Kennzeichen und Geftalt, 
5-4. Eingeweide, wie beim Viere. k, j6, ift 
ein Kaubfifch, jy, lebt in der Nord- und Oft- 
fee und im mittelländifchen Meere, ^4. Gröfse, 
SS fang, ib. fein Fleifch, ib. Berichtigung 
der Ichthyologen, j6 

Steinforelle (die), S. Waldforelle. 

S t e i n k a h 1 k o p f ( der ), eine Art der Lutjane, 
VIII, 3 Kennzeichen, ib. äufsere Bildung, 
4. ift aus Surinam. 

Steinpicker (der), eine Art der Groppen, 
II. if. Kennzeichen, äufsere Geftalt, 16. 
Gröfse, Aufenthalt, Nahrung, Fang, Zuberei- 
tung, Laichze.t, 17. Berichtigung der Ichthyo- 
logen, j8. 



jilphaletifches Sachregißer über alle pvolf Bände. 



Steinp itzger (der), ein« Art der Schmerlen, 
I. 221. Kennzeichen, Geftalt, 222. innere 
Theile, 325. findet (ich in Flüffen unter den 
Steinen, 222. hat ein zähes Leben, ib. wird 
wenig geachtet , 22J. feine Schuppen find 
fchwerzu erkennen, ib. 

Sterlet (der) , eine Art der Stö/ire , III. 98. 
Kennzeichen, äufsere Bildung, 99. lebt befon- 
ders im. Cafpifchen Meere, ib. ift die kleinfte 
Störart, 100. hat das zartefte Fleifch, ib. Nah- 
rung und Vermehrung, ib. ift eine gefunde 
Speife, ib. 

Sternbauch (der), eine Art der Stachelbäu- 
ehe, IV. 126. Kennzeichen, äufsere Bilcung, 
126. 127. lebt um Jamaika und in den oft- 
und weftindifchen Meeren, 127. feine Gröfse, 
Nahrung-, ib. Berichtigung der Ichthyologen, 
iiideim 

S_t.ernfe.her (Gefchlechr der), V-. 88. Kenn- 
zeichen und Körperbau diefer Fifche , ib. fie 
finden fich im mitteliändifchen Meere , 89. Es 
find 2 Arten bekannt. 

— — (der), V. 90 Kennzeichen, ib. Kör- 
perbau, 91. 92. wie er die kleinen Fifche 
fangt, 91. bcfondre Lage der Augen, ibid. 
Av.-: enthalt- an den Ufern des mitteliändifchen 
Meeres, 92. Gröfse, ib. Nahrung, ib. er foll 
am Tage ichlafen und des Nachts fchwimmen, 
ibid. fein Fleifch, ib innere Theile, 93. 
Critik der Ichthyologen, ib. 

S te rnträger (der.', .eine Art der Bodianßfche, 
VII. sf. Kennzeichen, ib. äufsere Bildung, 

S'tichlinge (Gefchlecht der) , II. 78. Kenn- 
zeichen des Geichlechts , ib. Geftalt diefer 
Füfche ib. fie leben im Meere , von Infecten, 
Würmern und Eiern, 79. Schriftfteller dar 
über, ib. Es find 12 Arten bekannt, ib 2 neue 
Arten, XII. 63 

Stichling (der , II. 79. Kennzeichen, Ge- 
ftalt, 80. innere Theile, 83, Aufenthalt, Gröfse, 



185 

Art zu laichen , gl. hat mehrere Eingeweide- 
würmer, ib. wird zu Dünger und Thran ge- 
braucht, ib. lebt nur einige Jahre, und hat 
fehr wenig Eier, ib. 

Stinklachs (der), XI. 118. Kennzeichen, ib. 
Körperbildung,. Farbe, 119. lebt im Meere 
bei Carolina, ib. Gröfse, Fleifch, ib. ift ein 
Raubfifch, ib. 

Stint (der), eine Art der Lachfe I, 179 Kenn- 
zeichen, Geftalt, 180. innerer Bau, 181. ift 
durchfichtig, 180, hält fich in Landfeen mit 
fandigem Boden auf, ib. vermehrt fich fehr 
ftark, i8r. feine Zubereitung, ib. 

Stockfifch ift an der Luft gedörrter Kabel- 

| Jau, II. VfU Zweierlei Arten deffelben bei der» 

- Isländern, Fleckfifch und Hängeßfch-, ib. Zu- 
bereitung derfelben, 15-3. 

(der), eine Art der Schellßßhe, V. 94. 

Rennzeichen, ib. Körperbau, 9J. innere 
Theile, 98. wohnt im mittellandii'chen und 
Nordmeere, ib. feine Gröfse, 9f. 97 Ge- 
fräfsigkeit, 96. fein Fleifchf ib. Zubereitung 
deffelben , ib. Orte, wo er gefangen wird» 
97. Critik der Ichthyologen, 98. 99. 

Stockfifchfang. Wichtigkeit deffelben auf 
Terre neuve , XII. 64. 

Stöhre ( Gefchlecht der ) , III. 87. Charaktar 
d-.s Gefchlechts, ib. äufsere Bildung diefer 
Fifche, ib. fie find Zugfifche; pflanzen fich.- 
durch Rogen fort, 88. ihre Nahrung, ib. aus 
ihrem Rogen wird Caviar gemacht* ib. aus ih- 
ren Schwimmblafen Haufenblafe , ib. Ichthy- 
ologen, die ihre Arten befchrieben, 88, 

Stöhr (der), III. 89- Kennzeichen und äuf- 
feie Bildung, 90. innere Theile, 97 Er fin- 
det fich überall im Ocean, 91, wird au-h in 
Flüifen gefangen , ib. wie er gefangen wird, 
ibid. Fang an der preufsifchen Küfte, XII. 76. 
Fang unter dem Eife, bei den Kofaken, III. 
92. 95. mit Netzen, 92 Zubereitung zum 
Handel, 94. Er gehört zu den grö.stsn Ei- 

A a 3 



'Atphabctifihes Sachregißer iiher alle {wölf Bande. 



fchen, 94. XII, 76. Befchaffenheit und Zurich- 
tung feines Fleifches, III. 94. Aus der Milch 
wird ein wohlfchmeckendes Fett gekocht, wel- 
ches ftatt Butter an Speifen gebraucht wird, 
XII. 67. Aufenthalt und Laichzeit, III. 94. Der 
„Milcher hat eine unzählige Menge Saamenthier- 
■chen, 9f. Diefer Fifch wurde bei den Römern 
ferir geachtet, ib. feine Nahrung, 96. Critik 
der Ichthyologen, 9g. 

Stöker (der), -eine Art der Mäkreim, II. 104. 
Kennzeichen, Geftalt, iof. ift der Makrele 
ähnlich, ib. innere Theile, 107. Gröfse, 106. 
Aufenthalt, ib. Verfpeifung und Zubereitung, 
107. Berichtigung der Ichthyologen, 108. 

Stranmaräne wird in Pommern irrigerweife 
die Aefche genannt, I. iyp, 

S|t>eber (der), eine Art der Baarfche, IH.17J', 
Kennzeichen und Körperbau , 176, innere 
Theile, 177. findet fich in Frankreich und 
Baiern, ib. Gröfse, Nahrung, Fang, ib. wo- 
rin er fich vom Eingel unterfcheidet, 17g, Cri- 
tik der Ichthyologen, 177. 

Strichbrut, S, Karpfenbrut, 

Strömling ift der Hering in der Oftfee, I. ig6. 

Stumpfnafe (die), eine Art der Fingerjifche, 
XII, 26, Kennzeichen, ib. Körperbildung, 
36". 27. wohnt an der Küfte von Guinea, 37. 
Fang, Gröfse, ib. Verfpeifung, ib. 

Stutzköpfe (Gefchlecht der), V. 13g. Kenn- 
zeichen des Gefchlechts, Körperbau diefer Fi- 
fche, ib. 17 Arten, welche die Ichthyologen 
nach und nach kennen gelehrt haben, 159, 

Stutzkopf (der gefleckte),, V. 143. Kennzei- 
chen, ib. Körperbau, 144. er gibt im Waffer 
einen fchönen Glanz, ib. hat ein fehr weich- 
liches Leben, ib. ein wohlfchmeckendes Fleifch, 
ibid. feine Gröfse, Gefräfsigkeit, ib. wie er 
dem fliegenden Hering auflauert, ib. Fang, 
Zubereitung, 145". 

■ ( der blaue ) , V. 14g. Kennzeichen, 

Ibid. gänzlich blaue Farbe , ibid. .äufsere 



Bildung, ib. wohnt in den amerikanifchen 
Gewäflern, 
Sütheringe, gekochte und mit Butterbrühe 

zurecht gemachte Heringe, I, 201, 
Sc hau fei köpf (der), Art der Plattköpfe, XII. 
97. Kennzeichen, ib. Körperbildung, ibid. 
ift aus Oftindien, ib. Critik des Linne, 9g. 
Scheere (die), eine Art Fifchernetz, I. 14. 
Scheibe (die), eine Art der Klippfifche, VI, 
81. Kennzeichen, äufsere Bildung, ib. ift in 
Oftindien zu Haufe, 
Schellfifehe (Gefchlecht der) , n. 135-. Kenn. 
zeichen des Gefchlechts , ib. Geftalt diefer Fi"« 
fche, i3$\ 136, Aufenthalt im Meere , ij*. 
ihre Arten bey verfchiedenen Ichthyologen, 137. 
S c h e 1 1 f i f c h ( der ) , eine Art der Schellfifehe, 
II. 138. Kennzeichen , Geftalt , 139. innere 
Theile, 141. wohnt in der Nordfee, 139. er- 
fcheint in grofsen Schaaren um England, 14©. 
Gröfse, Laichzeit, ib. Nahrung, 141. feine 
Feinde, ib. Art ihn zu fangen, Zubereitung, 
ibid. Berichtigungen, 143. 
— (der breite), V. ioy. Kennzeichen, äuf- 
fere Bildung;, 106. wird im nördlichen Ocean 
gefunden, 107, feine Laichzeit, ib. Gröfse, 
ibid. Nahrung, 108. Fleifch And deffen Zu- 
bereitung, ib. innere Theile, 108. Critik der 
Ichthyologen, 109. 
Schiffshalter (der), eine Art der Schildß. 
fche, V. 131. Kennzeichen, ib. Körperbau, 
132. wohnt in allen Climaten. Seine Gröfse, 
Nahrung, ib. : Critik der Ichthyologen, 133. 
Schildfifche ( Gefchlecht der ) , V. 129. 
Kennzeichen des Gefchlechts, ib. Bildung des 
auf dem Kopfe befindlichen Schildes, ib. wo- 
mit fie fich an die Schiffe feftfetzeh , ib. übrige 
Bildung, 130. Gröfse diefer Fifche, ib. Es 
find 3 Arten bekannt, ib. eine neue, XII. 95-, 
Schildkrötenfifch (der), eine Art der 
Röthlinge, IX. 121. Kennzeichen, KörperbU- 
düng, ib. ift aus Japan, 



'Alphaleüfches Sachregifler über alle ppolf Bande. 



Schiidkrötenfifch (der), eine Art der Sta- 
chelbäuche, IV. 133- Kennzeichen, äufsere 
Bildung, 133. 124. lebt in Jamaika und Oftin- 
dien, ib. feine Nahrung, Gröfse, ib. Critik 
der Ichthyologen, 124. I2f. 

Schlarnmpitzger (der), eine Art der Schmer- 
len, I. 316. Kennzeichen, Geftalt, 217. inne- 
re Theile, 220. feineSchuppen find von Schleim 
«ingehüllt und fchwer zu erkennen, 318. Er 
giebt die Luftblafen durch den After von fich, 
319 vermehrt fich fehr ftark, ib. wie er zu- 
recht gemacht wird, ib. feine Farbe ift ver- 
änderlich, ib. Er hat ein fehr zähes Leben, 
318. verbirgt fich im Schlamm, ib. kommt 
beim Gewitter hervor, ib. 

Schlamm weis (der), IX. 46. Kennzeichen, 
Körperbildung, Farbe, 47. 

Schlangenfifche (Gefchlecht der), V. 68. 
Kennzeichen und Körperbau diefer Fifche, ib. 
fie bewohnen das mittelländifche und oftindi- 
fche Meers ib. Ichthyologe» , die 3 Arten ken- 
nen gelehrt haben , 69. 

Schlangenköpfe (Gefchlecht der), X. 157. 
Kennzeichen, ib. die Schuppen am Rumpfe 
find anders gebildet, als die am Kopfe, 137. 
13g. Körperbau, 138. Es find zwey bisher un- 
bekannt gebliebene Arten. 

Schlangenkopf (der punktirte), X. 139. 
Kennzeichen, ib. Körperbildung, 139. 140. 
Farbe , 140. wohnt in den Gewäflem an der 
malabarifchen Küfte. 

— (der geftreifte), X 141. Kennzeichen, ib. 
Körperbildung., 141. 142. feine Gröfse , Auf- 
enthalt im Schlamme der Teiche ; Art ihn zu 
fangen, 143 wird fehr gern gegeffen, ib. 

Schlei (der), eine Art der Karpfen, I. 83. 
Kennzeichen, äufsere Bildung, 84- in««" 
Theile, %6 find an Farbe fehr verfchieden, ib. 
die Schuppen find mit Schleim überzogen, 8j 
er foll im 'Winter fchlafen , ib hält fich in Mil- 
ien Waffern auf, ib, wird auf verfchiedene Art 



zubereitet, ib. einige unrichtige Behauptun- 
gen., 87. ift bey einigen Völkern verachtet, 
bey andern ein Leckerbiflen, 89. foll Heilmit- 
tel geben ,- ib. 

Schleim-Bleitzen- wird ein dreijähriger Blei 
genannt, I. 82. 

Schleimfifche (Gefchlecht der), II. 182» 
Kennzeichen des Gefchlechts, ib. und XII. 6$". 
Geftalt diefer Fifche, II. 183. find gröfstentheils 
Bewohner der Meere, 183. leben von der Brut 
andrer Fifche, von Infekten und Würmern, ib. 
14 Arten derfelben bey verfchiedenen Ichthyo- 
logen, ib. noch 4 neue Arten, XII, 6j\ 

Schleimfifch (der bandirte), V. 110. Kenn- 
zeichen, Körperbau, 110. in. foll in Oftin- 
dien zu Haufe feyn. 

Schmerlen (Gefchlecht der), I. 3-ij. Kenn- 
zeichen dss Gefchlechts , ib. Naturkündiger, 
welche die Arten deffelben befchrieben, 316. 

Schmerl (die), eine Art der Schmerlen,. I. 
334. Kennzeichen, äufsere Bildung, ibid. in- 
nere Theile, 336 findet fich in kleinen fteinig- 
ten Bächen, 235-. hat ein zartes Leben, ib. wie 
man fie aufbewahren kann , ib, hat einen fehr 
feinen Ge chmack, ib. wie fie gefangen und 
zubereitet werden, ib. Schmerlengruben, 326. 

Schmid (der),, eine Art der Käppßßhe , VI, 
107. Kennzeichen, ib. Körperbau, 108- wohnt 
in Südamerika, ib. Gröfse, Fleifch, ib. Cri- 
tik der Ichthyologen, ib* 

S c h n a b e 1 f i f c h (der), eine Art der Klippfifche? 
VI. 78 Kennzeichen, ib. Geftalt, 78. 79- iebt 
in den oftindifehen Gewäffern , 79. wie er fich 
der Eliegen zu bemächtigen weifs , welches ein 
angenehmes Schaufpiel giebt, ib. fein Fleifch, 
Critik der Ichthyologen , ib. 

eine Art der Stachelbäuche , V- 9. Kenn- 
zeichen, Geftalt, ift in Oftindien zu Haufe, ib, 

Schnepel (der), eine Art der Lachfe-, I. 163, 
Kennzeichen, Körperbau, 163 164 innere 
Befchaffenheit, 167, frifst Heringsrogen , 164». 



'Alphabetifches Sachregißer über alle {Wolf Bände. 



Sonderbarkeit beim Laichen, i6$\ hat ein zar- 
tes Leben, 167. ift kein Raubfifch, ib. Berich- 
tigung der Ichthyologen , 16g. 169. 

Schneppenfifche (Gefchlecht der), IV. J4. 
Kennzeichen des Gefchlechts, Bildung diefer 
Fifche, SS. ihre Nahrung, ihr Aufenthalt im 
mittelländifchen Meere, ib. Es find 3 Arten 
bekannt. 

Schneppenfifch (der"), IV 57. Kennzeichen, 
äufsere Bildung, y<S. wohnt im mittelländifchen 
Meere, ib. feine Grofse, feinFleifch, ib, ift 
mit einem beweglichen Spiefse verfehen, ib. 

Schollen (Gefchlecht der), II. 27. Kennzei- 
chen des Gefchlechts, 27.4g. äufsere Theile, 28. 
fie liegen auf dem Grunde des Meeres ftill, ib. 
ihre Feinde, ib. wie fie ichwimmen, 29. haben 
keine Schwimmblafe, ib. bewohnen die Oftfee 
und den nördlichen Ocean, ib. Ichthyologen, 
die fie befchrieben, 29. 30. rechtäugige und 
linkäugige Schollen , 30, Es find 3J Arten be 
kannt, VI, 24. 

Scholle (die), eine Art der rechtäugigen Schal- 
len, IL 31. äufsere Geftalt, 32. innere Theile, 
54. lebt in der Oft- und Nordfee, 33. Nah- 
rung, Grofse, Laichzeit, ib. wie fie gefangen 
wird, ihr Gefchmack, ib, Zubereitung, 33.34. 
Meinung über ihre E'.zeug.ung, 34, 35-, Berich- 
tigung der Ichthyologen , 36. 

■ (die rauhe), VI, 24. Kennzeichen, ib. 

Körperbau, 25-. ihre Aehnlichkeit mit der 
Glahrhe und Scholle, Aufenthalt, Nahrung, ib. 
Zubereitung, 26. innere Theile, ib. 

(die grofsfehuppigte), VI. 34. Kennzei- 
chen, Körperbau , ib. bewohnt das brafiliani- 
fcheMeer, 3J. Nahrung, ib. lange Zähne , 
Grofse, ib. Critik der Ichthyologen, ib. 

Seh fs -Blei, der Blei, wenn er ein bis zwey 
Jahre alt ift, I. ga, 

S c h r ä t f e r ( der ) , eine Art der Kahlköpfe-, X, 
36, Kennzeichen, Körperbildung, 27. 28. in- 
nere Theile, 38. Grofse, Fleifch, Nahrung, zä- 



hes Leben , Laichzeit, ib. findet Geh in der 
Donau. 
Schwanz derFifche, I. 4, 
Schwanzfleck (der), eine Art der Baärßhe, 
IX. 77. Kennzeichen, ib. Körperbau, Farbe, 
78. Grofse, Fleifch, ib, 

eine Art der Lachje , XI. 104. Kennzei- 

chen, Körperbau, ib. ift aus Surinam, 
Schwärmer (der), eine Art der Klippfifchz, 
VI 88- Kennzeichen, ib. äufsere Bildung, 88. 
89 lebt in den oftindifchen Gewäfiern, 89, 
Critik der Ichthyologen, ib. 
Schwarzbauch (der), eine Art der Lippßßhe. 
IX. 27. Kennzeichen, ib. Körperbildung, 37. 
28, ift aus Surinam, 
Schwär zfloffer (der), eine Art der Lipp. 
ßßhe,VBl. 137. Kennzeichen, Körperbildung, 
137. 138. Farbe, 138. ift in Japan zu Haufe. 
eine Art dev.Xlippßßhe, VI. 6;. Kenn- 
zeichen, Körperbau, 6s. 66. wohnt im arabi- 
fchen und oftindifchen Meere, 66. Grofse, 
Fleifch, Nahrung, ib. 
S ch w a r z k o p f (der) , eine Art der Klippßßhe, 
VI. 62, Kennzeichen, ib. äufsere Bildung, 6z. 
63. wird um Indien uiid Arabien getroffen, 63, 
Nahrung, Fleifch, Fang, ib. Verbeflerung des 
Linne, ib. Diefer Fifch macht den Uebergang 
von den Klippfifchen zu den Baarfchen, 64. "' 
Schwarzumber (der), IX. 3J, Kennzeichen, 
36. Körperbildung, 37. wohnt im mittelländi- 
fchen Meere, ib, Aufenthalt, Nahrung, Lai- 
chen, Grofse, ib. Zubereitung, Fang, Jg. 
innere Theile, ib. Berichtigung der Ichthyo- 
logen , 38. 39. 
Schwertfifche (Gefchlecht der), IH. 37, 
Kennzeichen und Geftalt , ib. Schriftftellen 
27. 28, 
Schwertfifch (der), eine Art der Hayfifihe, 
III. 28. Kennzeichen und Geftalt, 39. innere 
Theile, 31, 32, lebt häufig im mittelländifchen 
Meere, 29. feine Grofse, 30, XII, 7«, Art ihn 



Alphahetifches Sachregifler über alle %wölf Bande. 



zu fangen, 31, feine Nahrung, Ib. er ift 
eine wohlschmeckende Speife, ib. Critik der 

■ Ichthyologen, 32. 

Schwertfifch (der kleine), eine Art der 
Hechte, XI, 145-, Kennzeichen, Körperbau, 
146. Farbe, 147. lebt im oft- und weftindi- 
fchen Meere, 147. feine Gröfse, ib. fein 
Fleifch wohlfchmeckend, ib. wie er am leich- 
terten gefangen wird, ib. Critik der Ichthyo- 
logen , 147. 14g. 

Schwertmakrele (die), X. 8r. Kennzeichen, 
82. Bildung des Schwertes, ib. Körperbau, 
Farbe, 8?. wohnt im oft- und weftindilchen 
Meere, ib. anfehnliche Gröfse und Dicke, ib. 
ift ein fchr dreifter Räuber, ib. Critik der 
Ichthyologen, 84. 85". 

Schwimmer (der), eine Art der Meerpferde, 
IV-i5l?J- Kennzeichen, ib. äufsere Bildung, 
S4. ift in Oflindien zu Haufe , ib. 

T. 

Tang (der), eine Art der Meeräfchen, XI. 171 
Kennzeichen, Körperbau, Farbe, ib. lebt in 
in den FlüfTen von Guinea; fein Fleifch ift fett 
und woh'fchmeckend , ib. Gröfse, XII. 114. 
geht aus dem Meer in die FlüfTe, ib. 

eine Abänderung des vorigen, XI. 172. 

Teichforelle (die), eine Art der Lachfe, I. 
148. Kennzeichen, äufsere Bildung, 149.15-0 
innere Theile, iyj. ift die fchönfte unter allen 
Forellen, ifs. Lebensart, Laichzeit, ib. ver- 
mehrt (ich ftark, iji, ift fehr gefräfsig, ibid. 
Art fie zu fangen, zu bereiten, IJ2 ifj. ift 
defto fchmackhafter, je reiner und kälter das 
Wafler ift, wo fie fich aufhält, ib. ihr Fang 
ift ein Reyale, ijj. hat gegen andre Fifche 
fehr gröfse Eier, ib. wie fie zu fütt*m ift, ify. 

Tellertrräger (der), eine Art der Plattleiber 
XI. J4, Kennzeichen, ib. Befchreibung der 
Saugewarzen , ib. wozu fie dienen , ib, Kör- 
AHg.Naturg.d. Fifche. Th.XIL 



perbildung, jtf. wohnt in den oftindifchen 
GcwäfTern, $7. Critik der Ichthyologen , ib. 

Tobackspfeife (die), eine Art der Röhr, 
fifche, XI 126. Kennzeichen, Körperbildung, 
127. Farbe, 128. lebt im atlantif^hen und 
biafiüanifchen Meere, ib. Gröfse, Fleifch, 
Nahrung, ib. Critik der Ichthyologen, 128, 
129. 

; eine Abänderung des vorigen , XL 130. 

Tonine, eingepökelter Thunfifch , II, 101. 

Tonnoros, Geräthe zumThunfifchfange, II. 99, 

Trompete (die), eine Art der Nadelfifche, 
III 113. Kennzeichen, Geftalt, 114. findet 
fich in der Nord -und Oftfee, ib. innere Theile, 
ib. Critik der Ichthyologen, nf. 

Trompetenfifch (der), eine Art der Röhr, 
fifche, XI. 131. Kennzeichen, Körperbildung, 
Farbe, 132. lebt in den oft- und weftindifchen ~ 
Gewäflein, ib. Gtöfse, Fleifch, Nahrung, 
133. 

Thunfifch (der), eir.€ Art der Makrelen, IT. 
9j. Kennze'c' en , G:ft«lt , 9$-. 96. innere 
Theile , ior. 102. foll in den Huntistsgen ven 
einem Infekt geplagt werden , ico. Aufent- 
halt und Gröfse, 96. ift der gröfste efsbare 
Fifch, 97. ein gefährlicher Rr.ubfifch, ibid. 
wird zu Zeiten fehr fett, 98, Zeit und Art zu 
laichen, ibid. Art ihn zu fangen, 99. er 
fchwimmt fehr ichneil , 100. Befchaffenheit und 
Bereitung feines Fleifches, 101. Handel da- 
mit, ib. der Fang deffelben ift in Italien fehr 
wichtig, XII 64. Berichtigung der Ichthyolo- 
gen, II. 102. 103. 

Thurmträger (der), eine Art der Eeinfifche, 
IV. 113. Kennzeichen, äufsere Bildung, 113. 
114. fein Höker, 113, er lebt im rothen und 
oftindifchen Meere, 114. feine Gröfse, Nah- 
rung, Fleifch, ib. Critik der Ichthyologen, ib. 

Tumbu (der), eine Art der Lachfe , XII. 113. 
Kennzeichen , ib. wird im Meere gefangen, 
113. Göfse.ib. fein Fleifch ift fchmaekhaft, ib. 
Bb 



ipo Alphabetifehes Sachregißer über alle pvctf Bande. 

U. 



üickelei (der), eine Art fax Karpfen, I, $4. 
Kennzeichen, Körperbildung, yy. Farbe, $6. 
ift ein Raub der Fifche und Waflervögel , ib. 
rindet (ich in allen unfern Seen und Fiüffcn, 
ib. dient den Fifchen zum Köder, ib, giebt 
mit der Plötze Baftardarten , ib. die gröfsern 
werden oft für Maränen ausgegeben , ib. aus 
feinen glänzenden Schuppen werden in Frank- 
reich unäebte Perlen gemacht , ff. 

XJmberfifche (Gefchlecht der), IX. 30. Kenn- 
zeichen des Gefchlechts , 5c. 31. Aufenthalt, 
Gröfse, fchöne Farbe diefer Fifchs , 31, Na- 
türkundige, welche die Arten derfelben be- 
kannt gemacht haben, 32 — 34. 

Uinber (der grofsfehuppige), IX. 40. Kenn- 
zeichen , Körperbildung, ib. Farbe, 41, 

(der cylinderförmige), IX. 42, Kennzei- 
chen, ib. Körperbildang , Farbe, 43. 

— - (der fleckige), IX. 44. Kennzeichen , ib. 
Körperbau, 44. 45-, Farbe, 4?. 

(der liniirte), IX. 62 Kennzeichen, ib. 

Körperbau, 6z, <%. lebt im mittelländifchen 
Meere. 

— — (der geftreifte), IX. 66. Kennzeichen , ib. 
Körperbau, Farbe, 67. ift bei den Antillen 
zu Haufe. 

(der Moritzifchft), IX. (Jg. Kennzeichen, 

ib. Körperbildung, 69. ift in Brafilien zu 
Haufe. 

V. 

Verfuchc, befruchtete Fifcheier zu verfetzen, 
und ausbrüten zulaflen, I. 114. 

Vier äuge (das), eine Art der Huehfchauer, 
XI, 7 Kennzeichen, Kötperbildung, g <o. 
befondre Bildung der Augen und Augenhöien, 
ib. Genauere Befchreibung des Auges ," 9. 
auch bei dem ungebomen Fifche, 10. diefer 
Fifch bringt feine Jungen lebendig z.ur Welt, 



10. die Afterfloffe ift bei dem Männchen an- 
ders gebildet, als bei dem Weibchen, tu die 
Floffen find gröfstentheüs mit Schuppen be- 
deckt, ib. Diefer Fifch lebt in den Flüflen 
Surinams, ib. vermehrt fich Mark; wird gern 
gefpeift, ib. feine Gröfse} Zeit, wo er träch- 
tig wird, ib. innere Theile, n, Critik der 
Ichthyologen, 13. 

Viereck (das), eine Art der linkäugigeni'cAo/- 
len, II. 36. Kennzeichen, äufsere Bildung, 37. 
innerere Theile, 3g. lebt allenthalben in der 
Nordfee, ib. ift ein ftarker Räuber , ib, Be- 
richtigung der Ichthyologen, ib. 

(das glatte), «ine Art der Beinßjche, IV. 

ny. Kennzeichen , ib. äufsere Bildung , 116, 
Gröfse, Nahrung, Fleuch, ib. ift in Oftindien 
zu Haufe, ib. Critik der Ichthyologen, 117, 

V i e r f 1 e c k ( dir ) , eine Art der Weiß , XI. 37. 
Kennzeichen, ib. Körperbildung, Farbe,, 3g. 

Vierftachel (der), eine Art der MeerbraJJ'e. 
men, VIII, 116. Kennzeichen, ib. Kötper- 
bildung, 116. 117. Farbe, 117. lebt auf den 
Antillen. 

Vogelzungen ( verfteinerte) find Verfteine- 
rungen von Hayzähnen , III 79. 

Vollheringe, ein kaufmännifcher Name ge- 
wiffer Heringe , I, 191. 

w. 

Wachsthum der Fifche, ift fchnell, l. 9. 

Waldforelle (die), eine Art der Lachje, I, 
157. eine Abänderung der l'eichfortlle. ihr 
Fleifch wird beim Köchin roth, ib. ift die 
fchlefifche fchwarzt Forelle, III. 60. 

Wallfifche, IH. 1,7. 

Wafferb ehälter tür Fifche, L iov 

W.affereulen (die) verzehren die junge Brut 
der Fifche, I lza. 

Waflerwolf n?nnt man den Hecht wegen fer- 
ner Geüäfsigkeit, I, 330. 

Wache (die), eine ArtFifchernetz, I. 16. 



Alphabetifches Sachregißer über alle {weif Bände. 



i 9 r 



Wehr (das), «Ine Anftalt zum Fifchfang, I. 16. 

Weichfl offer (der), eine Art der Lippßfche, 
IX. 29. Kennzeichen, Körperbildung, Farbe, 
ib. ift aus Japan, 

Weifsband (das), eine Art der Röthlinge, 
IX. 10?. Kennzeichen, ib. Körperbildung, 
104. ift in Oftindien zu Haufe, ib. Critik der 
Ichthyologen, ioj. 

o- — eine Abänderung des vorigen Fifches , IX. 
106. 107. 

Weifsfelchen (das), eine Abänderung der 
Maräne; findet fich im Bodenfee, III, 14g. 
worin es von unfrer Maräne verfchieden ift, 
149. 

Weifslachs heifst der Lachs, wenn er in fei- 
nem betten Alter und fett ift, I 141. 

Weitmund (der), eine Art der Meeräfchen, 
XI. 173. Kennzeichen , Körperbildung, ib. 
Farbe, 174. 

[Weife (Gefchlecht der), I. 340. Kennzeichen 
des Gefehlt chts 241. Diefe Fifche leben vom 
Raube, ib. Ichthyologen, die mehrere Arten 
befchrieben , ib. Critik der Linneifchen Kenn- 
«eichen , XL 14. Feftfetzung allgemeiner 
Kennzeichen, ij. Abfonderung der gänzlich 
abweichenden Arten in neue Gefchlechter, ib. 
Es bleiben noch 41 Arten für diefes Gefchlecht 
jy. 17. Bildung des erften Strahls in der Bruft- 
und in der Rückenflofle , 17. Einigeunter den 
Weifen find lebendig gebährend , ig. Mei- 
nung, dafs fie ihre Eier im Munde ausbrüten, ib. 

Wels (der), I, 242. Kernzeichen, äufsere Bil- 
dung , Farbe 243. innere Theile, 24$. finde« 
fleh beinahe in allen füfsen Waffern der euro- 
päfchen Länder , ib ift darin der gröfste Fif h, 
244. wird befonders in der Donau fehr grofs 
und fett , ib. ift fehr trä^e , 24f. wie er auf 
feinen Raub lauert, ib. Feinde feiner Eier und 
feiner Brut, ib. wie er gefangen und bereitet 
witd, «46, . 



Wels (der gehörnte), XL 19. Kennzeichen, 
Körperbau , Farbe , 20. 2r. feine Gröfse, 
Fleifch, 21. 

(der bartlofe), XL 22. Kennzeichen, 1W 

Körperbildung , Farbe , 23. wohnt in den. 
Flüffen Surinams. 

(der bandirte), XI. 30. Kennzeichen, 

Körperbau, Farbe, 31. Critik der Ichthyolo- 
gen, 32. 

(der geftreifte), XL fo. Kennzeichen, 

ib. Körperbau, jo. ?t. Farbe, fr. 

Wefuga, die knorplichen Rückgrad • Sehnen 
von Stören , die als Löffelfpeife zurecht ge- 
macht werden , XII. 67. 

Wirbelbeine (die) find bei den Fifchen in 
gröfserer Anzahl , als bei den Saugthiercn und 
Vögeln, I, 9. 

Wittling (der), eine Art der Schellßfche, 
IL 161. Kennzeichen, Geftalt, 161. 162. in- 
nere Theile, 163. wohnt in der Oft -und Nord» 
fee, 162. Gröfse, ib. Nahrung, ib. Fang, 
ib. fein Fleifch ift gefund, 163. Zubereitung 
deffelben, ib. feine Feinde , ib. Berichtigim- 
gen, 164. 

Wönköndei(der), eine afiatifche Karpfenart,. 
XII. J2. Kennzeihen, Körperbau, ib. Giöfse, 
ib. wohnt in den füfsen Gewäffern auf Mala- 
bar, ib. 

Wracklachs, der Lachs nach der Laichzeit, 
I 141. 

Wundarzt (der), eine Art der KUppßJche r 
VI. 99. Kennzeichen, ib. Körperbau, 9%. 
100. wohnt bei den Antillen, 100, 

z. 

Z»hnbraffem (der), VIII. 69. Kennzeichen, 
70 äsfsere Bildung , 71. f hone Farbe, 7» r 
ift im rothen und mittelländifchen Meere zu 
Haufe, 72. G öfse ib. Laichzeit, Nahrung, 
73, Fang. Zubereitung ib. innere Theile, 
ib. Cridk der Ichthyologen, 74 — 76, 

Bb % 



Alphabetifches Sackregißer über alle pirölf Bande. 



19a 

Zander (der), e 'ne Art der Baarfcke , II. 6 a . 
Kennzeichen, äufsere Bildung, 62. 63. innere 
Theile, 6y. Ift dem Hecht ähnlich , 61. lebt 
in d«n tiefen und klaren Seen Deutschlands, ib. 
Gröfse, ib. ift ein Raubfifch, ib. fein* Fein- 
de, 64, Art zu -laichen, ib, vermehrt fich 
nicht fehl! ftark, ib, wie er zu verfetzen ift, 
ib. wie er gefangen wird, 65, Zubereitung 
und Verfendung, 

Zarte (die), eine Art der Karpfen, I 38. un- 
terfcheidet fich von der Nafe, mit der fie ver- 
weohfelt wird, 40. ift ein ZugfifLh, 39. wird 
marinirt und weit verfehle!« , 40. ihre Kenn- 
zeichen-, 39. Berichtigung der Ichthyologen, 
41. wo diefer Fifch zu Haufe ift III. 139. 

Zauberfifch (der), eine Art der Drachen- 
köpfe, VI, 15. Kennzeichen, -wunderbare Ge- 
ftalt, 15. 16. feine Nahrung, 16. wohnt in den 
oftindifchen Gewäffern, ib. 

Ziege (die), eine Art der Karpfen, I, 255. 
Kennzeichen, äufsere Bildung, 25$. innere 
Theile, 257.258. findet fich in Preufsen, Pom- 
mern, Schweden, der Donau, 257. Gröfse, 
Art zu laichen, ib. BefcharTenheit feines Flei- 
fßhes, ib. ift bald für einen Hering, bald für 
einen Hechr, oder Karpfen gehalten worden, 258. 

Z in gel (der), eine Art der Baarfche , III. 173. 
Kennzeichen, ib. Körperbau, 174. innere Thei- 
le, ib. ift in Süddeutfchland zu Haufe, ib. feine 
Gröfse, Fkifch, Zubereitung, ib. Art zu lai- 
chen, ftarke Vermehrung, Fang, hartes Leben, 
ib. Berichtigung der Ichthyologen, ib. 

Zitterroche (der), IV. 144, Kennzeichen, 
Körperbau, ib. innere Theile, 47. hält fich im 
mktelländifchen Meere und in der Nordfee auf. 
45. Verfchiedenheit der Farbe nach dem Orte 
des Aufenthaltes, ib feine Gröfse, ib. er gibt 
dem, der ihn berührt, eine Erschütterung, ib. 



Verfuch über diefe Eigenfchaft, 46. wozu er 
fich derfelben bedient, ib. zähes Leben, Fang, 
Fortpflanzung, 47 . fein Fleifch, ib. Ob es 
zweierley Arten derfelber, gibt, XII. 79, Cri- 
tik der Ichthyologen, IV. 4g. m. ll% - l20 , 

Zope (die), eine Art der Karpfen, I. 6i. Kenn- 
zeichen und äufsere Bildung, ib. wird häufig 
in Pommern u> d im curifchen HarT gefangen, 
65. geht im Herbft aus dem HarT in die Flüffe, 
und ift befonders in der Uckermark fehr häufig 
in der Oder, XII. S7 , hat viel Aehnlichkeit 
mit dem Gi/fier, I. 63, 

Zottenfifch (der), eine Art der Stachelbäuche, 
IV. 135. Kennz-ic v en,äuLiereBtldung, ib. Auf- 
enthalt: im oftindifciicn Meere, Gröfse, 136. 

Z u n g e ( die ) , vermiedener Fifche mit Zähnen 
befetzt, I. y. dient mehr zum Fefthalten der 
Beute, als zum Gefchmack, I. 6. 

eine Art der rechtäugigen Schotten . II. 42, 

Kennzeichen, äufsere Bildung, 42. 4 j. innere 
Theile, 44. Aufenthalt in den nördlichen Ge. 
wäffern und im mittelländifchen Meere, 43. 
Nahrung, Gröfse, ib. 

(die bandirte), eine Art der rechtätiglgen 

Schollen, VI. 27. Kennzei.hen, äufsere Bil- 
dung, ib. ift in Oftindien zu Haufe, a g. 

Zure (die), eine Art Fifchernetz, I. j6, 

Zweiftachel (der), eine Art der Vmberßßhe, 
IX. 58. Kennzeichen, ib. Körperb;!dung, 5g. 
59. Farbe, 59. lebt im minel'ändiiciien Meere. 

Zwergdorfch (der), eine Art der Schellßßhe, 
II. 167. Kennzeichen und Geftalt, i<Jg. innere 
Theile, 169. Aufenthalt vorzüglich im mittel, 
ländifchen Meere, 168. erfcheint in fehr grofsen 
Schaaren, ib. feine Nahrung in der Tiefe, 169, 
hat viele furchtbare Feinde , ib, Berichtigung 
der Ichthyologen, 169, 17a 



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